Das Baby ist 6 Monate alt - der Entwicklungsschub in der 26. Woche

Der fünfte Entwicklungssprung in der 26. Lebenswoche - das Baby ist ein halbes Jahr alt - der 26-Wochen-Schub ist da!


Herr Ningel wird gewickeltUm die 26. Lebenswoche herum (das entspricht einem Alter von 6 Monaten) merken wir Eltern wieder eine Veränderung im Verhalten unserer Babys. Besonders auffällig ist, dass unsere Kinder nun sehr stark beginnen zu klammern. Kaum geht die Mama einen Schritt zu weit weg, schon wird lauthals geweint oder zumindest gemotzt. Konnten wir früher zumindest mal kurz aus dem Zimmer gehen, wenn das Baby gerade anderweitig beschäftigt war, ist das heute kaum noch möglich.

Von fremden Menschen wollen sie nun gar nicht angefasst werden. Manchmal ist sogar schon das Angucken oder Ansprechen durch andere Leute zu viel und das Baby beginnt zu weinen. Leider passiert es, dass auch Papa nun angefremdelt wird, eine Erfahrung, die diesen ganz schön frustrieren kann.

Am anstrengendsten fand ich in diesem Entwicklungssprung das Schreien beim Wickeln. Ich durfte meine Töchter nicht mehr auf den Rücken auf die Wickelkommode legen - sie schrien, als wäre die Unterlage mit Reißzwecken ausgelegt. Ich war schon richtig verzweifelt und dachte, sie hätten furchtbare Schmerzen. Als ich dann aber im Freundeskreis herumfragte, war es in dieser Zeit wirklich bei allen Kindern haargenau gleich. Keines wollte mehr gewickelt werden - und schon gar nicht auf dem Rücken. Ich lernte in dieser Zeit, das Kind auf dem Bauch liegend und in Rekordzeit zu wickeln. Beides kein Genuss, aber was muss, das muss. 

Das Klammern, das Fremdeln und das Wickeldrama kann für alle sehr, sehr anstrengend sein, bedeutet aber nur eins: Herr Ningel und Herr Nörgel sind wieder da! 

Wie lange dauert der Sprung? 


Der Sprung dauert nach van de Rijt in etwa vier Wochen (van de Rijt, 2005: 24). Ab der 22. Woche kann es sein, dass das Baby anfängt, unruhiger und nörgeliger zu werden, normalerweise müsste der Sprung dann nach der 26. (aber auch bis zur 29.) Woche geschafft sein.

Bei uns war dieser Entwicklungsschub übrigens kaum zu spüren. Bis auf das extreme Klammern in der Zeit und dieses seltsame Wickel-Drama waren beide meiner Töchter weiterhin gut gelaunt. 

Welchen Reifeprozess macht das Baby durch? 


Nach van de Rijt sind Babys nach diesem Schub nun in der Lage, "Zusammenhänge" zu erkennen (van den Rijt, 2005: 158ff). Sie fangen an, zu verstehen, dass sich Objekte in einem bestimmten räumlichen Abstand zueinander befinden. Dieser bleibt entweder immer gleich - was ihnen Sicherheit vermittelt - oder er verändert sich (z.B. wenn die Mutter weggeht) - was sie ängstigt. Wird der Abstand zwischen Mama und Kind zu groß, weint das Kind, da es (noch) nichts dagegen tun kann.

Einige wenige Kinder können in diesem Alter zwar schon hinterherkrabbeln, jedoch sind sie trotzdem nicht dem Tempo der Mutter gewachsen, d.h. sie kommen nicht schnell genug hinterher. Wenn es also die Kontrolle über den Abstand zu seiner geliebten Mama verloren hat, weint das Kind - ein probates Mittel, um die Mama wieder zurückzuholen und ein folgerichtig angewandter "Zusammenhang". Clever, oder (vgl. ebd. 2005: 158ff)?

Es ist nicht so, dass unsere Kinder uns mit diesem Weinen manipulieren wollen. Sie zeigen damit nur, dass sie in seelischer Not sind und getröstet werden wollen. Das Bindungsbedürfnis wird durch den zu großen Abstand zur Mutter aktiviert und kann nur durch Körperkontakt und Trösten gestillt werden. Es ist daher wichtig (u. a. für die Mutter-Kind-Bindung), dass wir Eltern auf dieses Weinen reagieren, zu dem Kind schnellstmöglich zurückkehren und es auf den Arm nehmen.

Natürlich schafft man so rein gar nichts anderes. Ich fand das sehr frustrierend und einengend, dass ich so oft von meinen Töchtern gefordert wurde. Abhilfe hat auch hier meine Manduca geschaffen. Ich habe mir einfach ein Kind auf den Rücken geschnallt und schon konnte ich trotz Bindungsbedürfnis kochen oder putzen. Durch meine regelmäßigen Bewegungen ist es sogar oft dabei eingeschlafen.

Eine weitere kognitive Neuerung ist, dass unsere Babys nun verstehen können, dass eine Sache eine andere verursachen kann: Wenn ich den Becher loslasse, fällt er auf den Boden und es scheppert. Wenn ich auf diesen Knopf drücke, geht das Licht an. Wenn ich an diesem kleinen Rad drehe, wird die Musik laut. Wenn ich hier draufbeiße, ruft Mama laut "Aua!". (vgl. ebd. 2005: 159) Willkommen in der Welt des Ursache-Wirkungs-Prinzips!

Dieses Prinzip ist wirklich ein Meilenstein und wird von den Babys auch ausgiebig, d. h. mehrere Monate lang, bearbeitet. Wir können und müssen uns also darauf einstellen, dass sie jetzt öfter mal den Löffel oder das Spielzeug fallen lassen, wenn sie im Hochstuhl sitzen und sich daran erfreuen, wie es fällt und wie es klirrt. Nicht darüber ärgern - einfach im Hinterkopf behalten, dass das Baby hier hochwissenschaftliche Grundideen verinnerlicht.

Sollte es Dinge geben, die das Kind besser nicht eintausend Mal wiederholen soll (z. B. in die Brustwarze beißen), müssen die Eltern darauf achten, dass es auf die Ursache (Beißen) keine Wirkung ("Aua!") folgt. Sobald nichts passiert, wird das Spiel schnell langweilig, denn das Kind möchte unbedingt das Ursache-Wirkungs-Prinzip weiter verfolgen. Das kann es nicht, wenn keine Reaktion auf die Aktion folgt. Ich hatte das schon einmal ausführlich im Artikel über das Hauen, Beißen und Spucken bei Kleinkindern erklärt.  

Unsere Babys können nun auch Präpositionen verstehen. So sind sie in diesem Alter oft unglaublich lange damit beschäftigt, Kisten ein- und auszuräumen. Sie manövrieren die darin befindlichen Spielzeuge immer wieder neben, unter, hinter, vor, in oder auf die Kiste und freuen sich an neuen Raum-Lage-Erkenntnissen.

Kleinkind sitzt in einem Karton

Des weiteren verstehen sie nun, dass Menschen, Dinge, Geräusche etc. zueinander gehören können. (vgl. ebd, 2005: 159). Mama und Papa gehören zusammen und es selbst auch irgendwie dazu. Zu dem schönen Plastikspielzeug gehört ein bestimmter Klingelton. Zu der Katze gehört der Katzenkorb. Zur Haustür gehört der Schlüssel und wenn man ein bestimmtes Schlüsselgeräusch hört, kommt Papa nach Hause. Es fällt unseren Kindern auch auf, wenn etwas nicht stimmt. Wenn zum Beispiel das Schlüsselgeräusch zu hören ist, aber dann plötzlich die Oma durch die Tür kommt ist das Baby überrascht. Manche freuen sich über ungewöhnliche Begebenheiten und lachen dann lauthals, andere sind verunsichert und weinen. (vgl. ebd, 2005: 160) Ich habe mir in der Zeit meine langen Haare sehr kurz schneiden lassen und musste daraufhin zwei schrecklich weinende Töchter trösten! 

Spiele für Babys die ein halbes Jahr alt sind (6 Monate) 


Unsere Kinder suchen sich in der Regel die Dinge selbst aus, die ihnen beim Weiterentwickeln der neuen Fähigkeiten helfen. Können sie in diesem Alter schon robben oder rollen, bewegen sie sich oft gezielt auf für sie interessante Spielzeuge zu. Das sind nicht immer die Sachen, die Mama und Papa ausgesucht hätten. Ich finde jedoch, man sollte - solange es nicht lebensgefährlich ist - die Vorlieben des Kindes berücksichtigen. Denn ein Kind ist umso motivierter, etwas intensiv zu erforschen, je interessanter es einen bestimmten Gegenstand findet. So war es bei uns beispielweise so, dass all die schönen, teuren Haba-Holz-Greiflinge, die wir zur Geburt geschenkt bekommen hatten, links liegen gelassen wurden und stattdessen voller Inbrunst eine alte (ausrangierte) Fernbedienung bespielt wurde. Ich musste lernen, von meinen Vorstellungen von "schönem" Spielzeug loszulassen und mit meinen Töchtern auf Entdeckungsreise gehen...

Neben besagter Fernbedienung stand in dem Alter bei uns hoch im Kurs, Schränke auszuräumen. Ich habe mir das zu nutze gemacht und habe in jedem Zimmer unserer Wohnung einen tiefliegenden Schrank frei geräumt und dort ungefährliche Alltagsgegenstände gelegt. In der Küche waren es diverse große und kleine (unzerbrechliche) Schüsselchen, Holzlöffel, Schneebesen, gut verschlossene kleine Plastikflaschen mit Reis, Linsen oder Nudeln. Sehr beliebt war auch das ungebleichte Backpapier. Letzteres haben meine Kinder intensiv bespielt. Man kann Backpapier gut greifen, es zerknüllen, es einspeicheln (löst sich nicht auf), zerreißen etc. Auch eine kleine Gefriertüte mit kaltem Wasser gefüllt und dann fest zugeknotet ergab ein tolles Spielzeug. Die Tüte fühlt sich durch das Wasser sehr eigen an, meine Töchter befühlten ihre "Wasserbomben" sehr ausführlich und kühlten damit auch gern ihr Zahnfleisch. Nur wenn euer Baby zu diesem Zeitpunkt schon kleine Zähnchen hat, sollte man vielleicht auf dieses Spielzeug verzichten - sonst bohrt es ein Loch in die Tüte und ist irgendwann nass.

Diese Gegenstände wurden alle  ausgeräumt, untersucht, weggeworfen, vermisst, von Mama zurückgebracht, wieder weggeworfen, wieder vermisst, nochmal von Mama zurückgebracht, nochmal weggeworfen, von Mama nicht mehr gebracht und dann sich auf dem Bauch rückwärts schiebend selbst wieder erobert.

Auch "Flaschenbowling" (Danke, Ch. für den Tipp!) wurde gern gespielt: Mama stellt eine Reihe von leeren Plastikflaschen auf den Boden und Baby versucht unter vollem Körpereinsatz, diese umzuwerfen. Ob nun durch die eigenen Hände und Füße oder durch das Hinrollen oder -werfen von Gegenständen ist dabei egal - erlaubt ist, was Spaß bringt!

Das einzige "richtige" Spielzeug, das in dieser Zeit bei uns wirklich beliebt war, war ein kleiner Hampelmann. Ich hatte ihn ganz tief an eine Schublade gehängt, so dass meine Töchter auf dem Bauch liegend an seiner Schnur ziehen konnten - sie liebten ihn! Das ist eigentlich auch nicht verwunderlich, macht er doch das Ursache-Wirkungs-Prinzip überdeutlich. Zieht man an der Schnur (Ursache), heben sich Arme und Beine (Wirkung). Sie freuten sich ein Loch in den Bauch, wenn das wieder und wieder klappte. Ich bin froh, dass ich den Hampelmann zufälligerweise zu diesem Zeitpunkt auf dem Flohmarkt gekauft hatte, denn eigentlich dachte ich, dass dieses Spielzeug erst viel später interessant wird. Mit heutiger Sicht muss ich aber sagen: Nie wieder war der Hampelmann für meine Töchter so interessant, wie mit 6 Monaten. Ich glaube deshalb, dass Hampelmänner allgemein den Kindern viel zu spät angeboten werden als Spielzeug und daher wenig bespielt werden. Er passt einfach haargenau in das Ursache-Wirkungs-Prinzip und hier sollte er auch angeboten werden. Mütter, gebt euren Kindern Hampelmänner!

Bilderreihe Kind spielt mit Hampelmann 

Sehr passend dazu war auch das "Hampelmannlied", welches ich oft als Bewegungsspiel mit ihnen spielte bzw. immer dann anstimmte, wenn sie an der Schnur des Hampelmanns zogen.

Ich bin der kleine Hampelmann
der Arm und Bein bewegen kann,
mal links mh mh, mal rechts mh mh
mal auf mh mh, mal ab mh mh
und manchmal auch klipp-klapp.

Man hängt mich einfach an die Wand
und zieht an einem langen Band
mal links mh mh, mal rechts mh mh
mal auf mh mh, mal ab mh mh
und manchmal auch klipp-klapp.

Ich mache stets ein froh' Gesicht,
das Lachen, das vergeht mir nicht
mal links mh mh, mal rechts mh mh
mal auf mh mh, mal ab mh mh
und manchmal auch klipp-klapp.

 Mein Kopf' der ist so mued' und schwer
vom vielen Hampeln hin und her
mal links mh mh, mal rechts mh mh
mal auf mh mh, mal ab mh mh
und manchmal auch klipp-klapp.

Und kommt fuer mich die Schlafenszeit,
dann bin ich armer Mann befreit
vom Links mh mh, vom Rechts mh mh
vom Auf mh mh, vom Ab mh mh
und auch vom Klipp-klipp-klapp.

Beim Singen des Textes nimmt man Arme oder Beine des auf dem Rücken liegenden Kindes in die Hände und klappt sie im Takt nach außen und innen. Bei "mal links mh mh, mal rechts mh mh" werden die Arme oder Beine dann zusammen nach links oder rechts geführt, so dass das Baby ein wenig auf die entsprechende Seite rollt. Bei "mal auf mh mh, mal ab mh mh" entsprechend nach oben und unten und bei "und manchmal auch klipp-klapp" werden Hände oder Füße leicht zusammengeklatscht.

Im Video hört ihr die Melodie: 

 

Babysichere Wohnung 


Da unsere Kinder nun mit dem Ursache-Wirkungs-Prinzip beschäftigt sind, stecken sie gern ihre Finger überall rein oder versuchen, Dinge auseinanderzunehmen. Jetzt ist es immens wichtig, die Wohnung zu sichern, denn es dauert nicht mehr lange, bis sie sich auf die eine oder andere Art fortbewegen! Alle Steckdosen brauchen unbedingt einen Steckdosenschutz, da diese besonders faszinierend auf Kinder wirken. Schnell sind da mal die kleinen Fingerchen reingesteckt oder es wird mit einem Gegenstand darin rumgepult. Auch große Pflanzen, die auf dem Boden stehen, sollten gesichert werden, da nicht nur Kisten gern ausgeräumt werden, sondern auch die Erde aus dem Blumentopf! Man kann da einfach einen Nylonstrumpf drüber spannen (mit Loch für Pflanze in der Mitte) oder auch ein Pflanzentopfgitter kaufen, welches in jedem Babymarkt erhältlich ist.

Hunde- oder Katzenfreßnäpfe müssen nun auch aus Babys Reichweite gebracht werden, es sei denn, es macht den Eltern nichts aus, wenn es von Bellos Essen probiert. Allerdings gehört das tierische Trockenfutter aufgrund seiner Größe zu den verschluckbaren Kleinteilen, die nicht in die Hände von unter Dreijährigen geraten dürfen.   

Auch bei Haushalts-Spielgegenständen muss gesichert sein, dass das Baby sie gefahrlos auseinandernehmen kann. Das bedeutet, dass die Fernbedienung selbstverständlich ohne Batterien angeboten werden sollte. Die Plastikflaschen mit Reis etc. müssen sehr gut geschlossen sein, wenn möglich sollte der Deckel mit (ungiftigem) Kleber verleimt werden.

Mülleimer, die leicht umgestoßen werden können aber nicht auskippen sollen (also jene, die nicht nur Papier enthalten), sollten so hingestellt werden, dass das Kind nicht heranreicht, da das Umwerfen von Dingen wie einem Bauklotzturm oder eben einem Mülleimer beliebte Spiele sind.

© Snowqueen 

Das Buch 


Cover Oh je ich wachseWer mehr über diesen und weitere Entwicklungssprünge wissen möchte, dem sei das Buch "Oje ich wachse" von Hetty von de Rijt, Frans X. Plooij und Regine Brams aus dem Goldmann-Verlag ans Herz gelegt. 

Hinweis: Dieser Blog-Artikel beruht ausschließlich auf dem obigen Buch von Hetty von de Rijt, Frans X. Plooij und Regine Brams, alle von mir referierten Inhalte sind darin wiederzufinden. 

Weitere Entwicklungssprünge 


Die anderen Entwicklungssprünge findest Du hier:

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen oder weitergeholfen hat und Du unsere Arbeit gerne unterstützen möchtest, kannst Du das über den folgenden Button bei Paypal tun:

Kommentare:

  1. Dieser Sprung ist bei uns übrigens der für mich bisher anstrengenste... :D :/
    Dabei nahm ich ihn vorher kaum ernst,nachdem ich den Artikel gelesen hatte.
    Mein Sohn lässt mich kaum von der Leine,findet alles,was ich mit ihm mache aber ganz schnell uninteressant.Er wird getragen und spazieren so wie Hausarbeit (mit viel Bewegung) halten ihn länger bei Laune.
    Tagsüber eine ausreichende Menge Schlaf bekommen (also das Kind^^) funktioniert fast nur auf dem Arm und wenn ich ihn dann trinken/buckeln lasse,wenn er aufschreckt.
    Auch nachts kommt er sehr oft im Vergleich zu sonst.
    Und ich bin mir sehr sicher,dass er sich selber gern fortbewegen würde,aber das ist leider noch nicht soweit.
    Nun haben wir das halbe Jahr aber fast und hoffen auf entspanntere Zeiten.

    Kann es sein,dass diese "Ohje,ich wachse" Buch der Entwicklung manchmal vorraus greift?
    Hier wurde sich zwar schon gedreht,aber auch das pausiert zurzeit.Er übt auch nicht allzu viel,da er beim drehen dauernd das Ärmchen in den Weg dreht und ist dann fürchterlich frustriert.
    Er untersucht Dinge sehr intensiv,dreht sie,leckt sie an,schleudert sie rum...
    Und wie er mit uns interagiert hat sich die letzte Zeit sehr gewandelt.:)
    Man hört viel besser,was grad los ist und er macht viele süße Geräusche,wenn er sich freut,oder etwas spannend ist.
    Ich denke.er ist ganz normal entwickelt und quirlig,aber mir kommen die Beschreibungen aus dem Buch immer viel weiter vor.

    Achja,wir werden wohl auch mal einen Hampelmann besorgen,mal schauen,wie er das findet! :)

    LG Brigitte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Brigitte,
      bei vielem wo du geschrieben hattest, musste ich schmunzeln, denn mir ergeht/erging es genauso.
      Meiner schüttelt und rasselt mit allem was er bekommen kann, macht Laute, verfolgt mit Adleraugen was um ihn herum passiert, doch drehen, was zufällig davor mal passiert ist, gibt es nicht mehr.
      Er ist jetzt 7 Monate und von bewegen immer noch keine Spur. Ich lass mich zwar nicht verrückt machen, vorallem da er gerade erkältet ist und sich seit mehreren Wochen ein Zähnchen ankündigt, aber ganz so leicht ist das nicht. Selbst die Kinderärztin gibt ihm nur noch 4 Wochen, sonst gibts Physio. Was er seit neuestem macht, wenn er seinen Brei bekommt und in der Wippe liegt/sitzt geht er mit dem Oberkörper ganz weit vor.

      Bin echt gespannt, wie das weitergeht. :-)

      Achja und den Schub hab ich auch zum ersten Mal richtig bemerkt durch Unruhe und leider nicht mehr die tollen Nächte, die wir schon hatten. Aber ich nehm es wie es kommt, mittlerweile bin ich eine super im Sitzen Schläferin. ;-)

      Lg
      Tanja

      Löschen
  2. Meine Tochter ist im Moment in dieser Phase und hat einen extremen Mamabezug. Sobald ich da bin und ihr irgendwas fehlt, fängt sie an zu Weinen und sich nach mir auszustrecken. Dann hilft oft auch nicht Papa, der oft arbeiten muss und deshalb nur die zweite Stelle einnimmt. Was ihn sehr traurig macht. Wir überlegen schon, wie wir die Bindung zu ihm stärken könnten. Was mich wirklich ärgert, ist mein Vater, der meint, dass sie ja jetzt versteht, dass ich komme wenn sie schreit und wir da mit dem Erziehen beginnen müssen, weil sie sonst nur noch bei mir ist und das nie besser wird. So als hätte sie nicht eben einfach ein Bedürfnis, sondern würde das aus Prinzip machen. Ich weiß nicht, was ich da wertschätzend zu ihm sagen soll. Schließlich passt er einmal die Woche auf und tut viel für uns und ich will ihn nicht verletzen. Bei negativen Gefühlen gegenüber ihr werde ich nur immer wütend...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anonym,

      erkläre es Deinem Vater doch genauso sachlich wie es hier im Artikel beschrieben ist. Das hilft bei meinen Eltern tatsächlich Wunder. So merken sie glaube ich, dass man sich wirklich damit auseinander setzt und es auch eine Erklärung für all dieses Verhalten gibt, statt dass sie den Eindruck haben, man lässt "alles mit sich machen". Gerade für vielleicht eher rationale Menschen sind diese Hintergründe doch gut und logisch zu verstehen.
      Ansonsten ist diese Phase für uns in der Tat auch die bisher anstrengendste und ich hoffe sie ist bald vorbei (25. Woche :D).
      LG Dana

      Löschen
    2. Liebe Anonym,
      ich kenne das, dass man seinen Eltern gern sagen würde, dass man anderer Meinung in Bezug auf das Baby ist, aber sich nicht traut, weil man sie nicht verletzen möchte.

      Du könntest ihm sagen, dass die Wissenschaftler mittlerweile herausgefunden haben, dass Babys in dem Alter noch gar nicht so manipulativ denken können a la: "Wenn ich weine, bekomme ich meinen Willen.". Sie sind dazu rein kognitiv nicht in der Lage. Deshalb wird den Eltern heute, im Gegensatz zu den Eltern zu seiner Zeit, geraten, immer auf alle Bedürfnisse eines Babys einzugehen. Die Experten sagen, dass man ein Kind im ersten Lebensjahr nicht verwöhnen kann. Erst, wenn zu den Bedürfnissen auch Wünsche hinzukommen (frühstes ab 1 Jahr), sollte man mit der Erziehung beginnen.

      Wir haben einen Artikel geschrieben, wie man als Bindungsperson Nummer 2 das Verhältnis zum Kind verbessern kann. Guck mal bei uns im Inhaltsverzeichnis.

      LG, snowqeen

      Löschen
  3. Hallo, Danke mal wieder für den schönen Artikel!
    Wir sind im Moment auch in dieser Phase, und ich empfinde sie auch als die bisher anstrengendste. Besonders auch, da nun langsam die Stimmen laut werden, dem Kind müssen nun langsam "Grenzen" aufgezeigt werden und die Erziehung beginnen.
    Außerdem frage ich mich doch wie man dass im Alltag umsetzen kann. Unser Kind schreit sobald man nur einen Fuß aus dem Raum nimmt. Wie schafft ihr Mamas das, mal auf Toilette zu gehen, zu essen, die Wäsche zu machen oder gar ein Geschwisterchen zu betreuen? Die Idee mit der Trage ist ja super, allerdings...Ich gehe jeden Tag etwa 3 Stunden spazieren, mein Kind wiegt fast 10kg, ich bin eher schmal gebaut, ich kann es einfach nicht den ganzen Tag über rumtragen.Oder was ist mit den Kindern, die die Trage/Tuch nicht mögen? Und habt ihr schon mal mit Trage geputzt? Das geht ja auch eher so mittelgut.Wie schafft man es bloß halbwegs die anfallenden Arbeiten zu erledigen, ohne dass die Mutter-Kind-Bindung geschwächt wird? Ab wann kann ein Baby "verstehen" bzw. merken, dass es eben nunmal Dinge gibt (Geschwisterkind/Haushalt/Mamas Bedürfnisse) die gemacht werden MÜSSEN?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo!
      Ich mache es tatsächlich so, dass meine Tochter (5,5 M) überall mit hin kommt. Zu diesem Zweck habe ich im Bad einen Hochstuhl stehen, in der Küche die Wippe und überall sonst Decken.
      Viele Grüße

      Löschen
    2. Hallo!
      Seitdem mein Sohn auf der Welt ist gibt es nur ein bei mir oder bei Papa. Ich mache alles mit ihm. Ich trage ihn fast den ganzen Tag, auf der Toilette steht eine Wippe, in der Küche ein Stuhl, wie Wippe. Alle Arbeiten werden um ihn rumgebaut und notfalls am Abend erledigt, wenn er schläft. Und oft bleibt was liegen, aber so ist es nun mal. Was wäre die Alternative? Schreien lassen? Definitiv nicht, er braucht mich. Man muss immer Bedenken, irgendwann brauchen sie Uns nicht mehr und dann sehnen eir uns die Zeit des Gebrauchtwerdens zurück. Also genießen! Klar ist es anstrengend, aber jedes Lächeln entschädigt mich. ��

      Löschen

Wenn Dir dieser Artikel weiter geholfen oder gefallen hat, dann freuen wir uns sehr über eine kleine Spende