Hustensaft - unwirksam und daher vollkommen unnötig


HustensaftJedes Jahr wandern etwa 70 Millionen Euro für rezeptfreien Hustensaft über die Ladentische der deutschen Apotheken - das entspricht einem Umsatz von ca. 400 Mio. Euro. Vor allem für die Behandlung von Husten bei Kindern greifen die Deutschen gerne tief in die Tasche. 

Husten unterstützt bei der Heilung


Dabei ist Husten keine Krankheit, die bekämpft werden muss, sondern ein Schutzreflex, der den Körper effektiv bei seiner Heilung unterstützt. Sind die Atemwege entzündet, bilden die Schleimhäute der Atemwege Sekrete, die den Abtransport der Viren verbessern. Wird dieser Schleim nicht ausreichend abgehustet, ermöglicht das den Krankheitserregern, sich effektiver zu vermehren. Nehmen diese dadurch Überhand, beginnt der Schleim zäh zu werden - es kommt zu trockenem Husten, der auch "unproduktiv" genannt wird. 

Welche Arten von Hustensäften gibt es?


Bei Hustensäften unterscheidet man hustenstillende (Antitussiva) und schleimlösende (Expektoranzien) Präparate. Hustenstillende Säfte sollen nur bei unproduktivem Husten gegeben werden - das heißt, wenn der Husten festsitzt, also kein Sekret heraus befördert wird und nur dann, wenn der Husten extrem stört, bspw. bei Schlafen oder wenn er zum Erbrechen führt. 

Ist der Husten "fest", wird häufig zu sogenannten Schleimlösern gegriffen, die dem Körper helfen sollen, Schleim zu produzieren und damit das Abhusten zu erleichtern. Beider Arten sollen nicht kombiniert werden, da es wenig sinnvoll ist, das Sekret verflüssigen zu wollen und dann den Abtransport zu unterdrücken. 

Studien ergeben: Hustensäfte wirken nicht


In den evidenzbasierten Therapieleitlinien für akute Atemwegsinfektionen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft heißt es zu den Hustenmitteln:

"Wissenschaftliche Untersuchungen die die klinische Wirkung dieser Mittel evaluieren, fehlen. [...] Angesichts des häufigen Einsatzes von Antitussiva zur Behandlung akuter Atemwegsinfektionen liegen erstaunlich wenige klinische Studien vor. [...] Hinsichtlich der symptomatischen Hustenreduktion bei akuten Atemwegsinfekten erbrachten placebokontrollierte klinische Studien selbst für die als Standardantitussivum angesehene Substanz Codein, aber auch für Dextromethorphan keine statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo bzw. Ergebnisse von nur fraglicher klinischer Relevanz."

Das heißt also, dass es vermutlich völlig egal ist, ob man bspw. Silomat oder gefärbtes Zuckerwasser verabreicht - die Wirkung ist die gleiche. Dies belegt auch eine Studie der Universität Pennsylvania. Hundert Kinder wurden in zwei Gruppen aufgeteilt - die eine erhielt einen apothekenpflichtigen Hustensaft, die andere ein Placebo. Es konnten auch hier keine nennenswerten Unterschiede festgestellt werden. Die Kinder schliefen nicht besser und waren auch nicht schneller gesund.

Im Rahmen einer anderen Studie der Universität Bristol (Schröder und Fayhe) überprüften Wissenschaftler 330 Veröffentlichungen, die die Wirksamkeit von Hustensäften untersuchten. Sie stellten dabei fest, dass gerade mal 15 dieser Studien tatsächlich klinische Studien zur Wirksamkeit beim Menschen waren, beim Rest handelte es sich um reine Laborversuche. Und von diesen 15 Studien kamen immerhin sechs zu dem Ergebnis, dass der Saft nicht besser wirkte, als ein Placebo. Bei den übrigen ergaben sich keine statistisch relevanten Ergebnisse. 

Nicht eine einzige dieser Studien belegte tatsächlich, dass Hustensaft wirkt.

Die Hersteller von Hustensäften halten dem gerne mal eigene Untersuchungen entgegen - sie befragten Patienten, wie sie sich im Laufe der Behandlung mit Hustensaft fühlten. Es wird wenig überraschen, dass die Mehrzahl angab, dass sich die Symptome besserten. Wenn man natürlich keine Vergleichsgruppen befragt, dann haben solche Untersuchungen wenig Sinn, denn ganz sicher fühlten sich auch die Patienten, die keinen Hustensaft einnahmen, nach ein paar Tagen deutlich besser - weil es in der Natur der Sache liegt, dass Erkrankungen einem Heilungsprozess unterliegen.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sagte schon 2006 (!) in einer Pressemitteilung daher auch ganz klar:
"dass die Behandlung mit Hustensäften schon längst nicht mehr Stand der Forschung sei [...]. Bei Hustensäften und Schleimlösern gibt es keine wissenschaftlich harten Daten, die belegen, dass Hustensäfte wirken. In den Leitlinien zur Behandlung von Infekten der oberen und unteren Luftwege werden daher auch keine Empfehlungen zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit entsprechenden Medikamenten ausgesprochen. Kinderkliniken verzichten schon seit langem auf die Verabreichung von Hustensaft. 
Nur weil Eltern seit Jahrzehnten an Linderung durch Hustensaft glauben und nur weil Kindern die Einnahme eines solchen, zudem meist wohlschmeckenden Medikamentes subjektiv gut tut, ist angesichts der dringenden Appelle der Gesundheitspolitiker an die Ärzte, wirtschaftlich und nur das Notwendige zu verordnen, eine solche Verordnung zu Lasten der GKV nicht generell zu rechtfertigen.“

Warum verschreiben Kinderärzte dann trotzdem Hustensäfte?


Wenn Euer Arzt Eurem Kind beim nächsten mal einen Hustensaft verschreiben will, fragt ihn doch einfach mal, ob er glaubt, dass Hustensäfte helfen. (Über seine Antwort würde ich mich in den Kommentaren zu diesem Artikel freuen ;-).

KassenrezeptIch habe vor einiger Zeit mal bei unserer Ärztin nachgefragt, nachdem ich mich ausführlicher mit dem Thema befasst hatte. Sie schaute erst einigermaßen irritiert, war dann ziemlich belustigt und meinte, dass Hustensäfte viel mehr den Eltern, als den Kindern verschrieben würden. Eltern fiele es einfach schwer zu akzeptieren, dass gegen viele Beschwerden oft nichts anderes hilft, als Abwarten und auf die körpereigenen Abwehrkräfte vertrauen. Eltern haben immer das Bedürfnis "irgendetwas tun" zu müssen, um ihren Kindern das Leiden zu erleichtern. Mit Hustensaft haben sie das Gefühl, aktiv zur Genesung beizutragen. Und das positive Denken "So - jetzt geht es dir gleich besser!" überträgt sich auf die Kinder und stärkt die Selbstheilungskräfte (ich nenne das Globuli-Effekt ;-).

Nun könnte man einwenden: "Na so erfüllen sie doch auch ihren Zweck - dann ist es doch egal!?"  Leider nicht - denn: 

Hustensäfte können auch gefährlich sein


Auch wenn der Hustensaft freiverkäuflich ist - es ist dennoch ein Medikament. Und jedes Medikament birgt auch Risiken.

Vor einer Weile wurde das Nutzen-Risiko-Verhältnis codeinhaltiger Arzneimittel neu bewertet. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte teilte daraufhin mit, dass die Behandlung von Kindern unter 12 Jahren mit codeinhaltigem Hustensaft nicht mehr zulässig ist. In Europa waren mehrere tödliche oder lebensbedrohliche Fälle von Atembeschwerden beobachtet worden.

Auch Hustensäfte mit dem Wirkstoff Clobutinol sind mittlerweile nicht mehr zugelassen. Diesen fand man in den 90er Jahren im Handel in Säften wie Silomat. Dieser Saft war eines der beliebtesten Hustenmittel überhaupt und in fast allen deutschen Hausapotheken zu finden - auch ich erinnere mich daran, ihn regelmäßig bekommen zu haben.

Sogar Stiftung Warentest attestierte dem Hustensaft Silomat damals, sehr preiswert und damit das Mittel der Wahl bei Husten zu sein. Im Jahr 1999 erkannte ein französischer Arzt einen Zusammenhang zwischen Clobutinol und Herzrhythmusstörungen. Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gab sehr schnell eine Sicherheitsstudie in Auftrag. Diese ergab, dass der Hustenstiller auf die zentrale Steuerungseinheit des Gehirns wirken kann und auch bei gesunder Menschen zu bedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen kann.

Im Jahr 2007 wurde der Wirkstoff daher vom Markt genommen. Im Jahr 2008 gab es dann den Widerruf der Genehmigung für das Inverkehrbringen. Es hieß:
 "Es wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass unter der Behandlung mit Clobutinol ein potenzielles Risiko einer lebensbedrohlichen Arrhythmie besteht."
Der Wirkstoff war bis dahin über 46 Jahre auf dem Markt gewesen - keiner hielt ihn für gefährlich. Auch deshalb ist es sinnvoll, auf die Gabe eines Medikamentes zu verzichten, dessen Wirkung nicht mal ansatzweise nachgewiesen ist.

Der Wirkstoff auf dem die meisten gängigen hustenstillenden Hustensäfte (nunmehr auch Silomat) mittlerweile basieren heißt Dextromethorphan - dieses ist eng verwandt mit Codein und Morphin. Der Wirkstoff beeinträchtigt die Fähigkeit, Gefahren richtig zu erkennen und darauf zu reagieren, wodurch  die Anfälligkeit für Unfälle und Verwirrtheitszustände steigt. Etwa ein bis zehn Prozent der Bevölkerung haben eine bestimmte Enzymschwäche, so dass bei Ihnen schon bei der vorgegebenen Dosierung Halluzinationen, Realitätsverlust und psychotische Episoden auftreten können. Wegen dieser Wirkung wird es vereinzelt auch missbräuchlich überdosiert eingenommen.

Allerdings wird auch gerne mal in Bezug auf die Gefährlichkeit übertrieben. So warnte 2012 die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in einer Pressemitteilung:

"Rezeptfreie Erkältungsmittel nicht immer harmlos
Auch rezeptfreie Kinder-Hustensäfte aus der Apotheke können gefährliche Nebenwirkungen zeigen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in einer aktuellen Fachpublikation hin. 
Die Warnung bezieht sich auf Mittel, die Antihistaminika (H 1 -Antagonisten) der ersten Generation (AH 1 G) enthalten, wie z.B. viele rezeptfreien Husten- und Erkältungsmittel für Kinder. Es handelt sich um auch hustenstillende Substanzen, die neben der erwünschten Beruhigung des Hustenreizes sehr schnell eine einschläfernde Wirkung zeigen – mit teils dramatischen Folgen.
So setzt bereits bei Normaldosierung ein ausgeprägter und lang andauernder sedierender Effekt ein, der bei älteren Kindern zu Tagesmüdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen führt. Bei Überdosierung können gar Halluzinationen und Krämpfe folgen. Bei Säuglingen können dagegen vermehrt zentrale Atemstörungen wie Schlafapnoen und im ungünstigsten Fall der Kollaps von Herz und Atmung auftreten.
Flasche Hustensaft„Diese Antihistaminika-Generation -  sie taucht in der Zusammensetzung z. B. als Doxylamin, Diphenhydramin, Dimenhydrinat (Diphenhydramintheophyllinat), Promethazin auf - ist längst überholt! In der Allergiebehandlung oder aber auch in Medikamenten für Erwachsene wurden sie schon vor geraumer Zeit durch neue, nichtsedierende H1-Rezeptor-Antagonisten ersetzt. Kinder-Hustensäfte hingegen bleiben trotz der negativen Daten unverändert“, bedauert Prof. Dr. Hannsjörg Seyberth, Mitglied der DGKJ-Arzneimittelkommission.
Gerade 1- bis 3-Jährige, deren zentrales Nervensystem noch äußerst empfindsam auf dort einsetzende Wirkstoffe reagiert, erhalten die alten Antihistaminika von allen Altersgruppen mit Abstand am häufigsten. Dies liegt auch an den zahlreichen  Infekten der Kleinkinder, denn bis zu 6 Erkältungen im Jahr gelten als normal.   
Die Experten weisen zudem darauf hin, dass selbst pflanzlichen Extrakten aus Weißdorn, Mistel, Passionsblume, Hopfen oder Hafer die bedenklichen Antihistaminika beigemischt sein können. Eltern sollten sich bei der Behandlung lang andauernder oder das Kind besonders belastender Erkältungen mit ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten, bevor sie zum rezeptfreien Hustensaft greifen."
Bei der DGKJ wird ja nicht sooo gerne ausführlich recherchiert, weswegen die Empfehlungen manchmal auch nicht allzu ernst zu nehmen sind (dazu empfehle ich unseren Artikel Die "neuen" Empfehlungen zur Ernährung von Säuglingen - von Baby-led weaning wird nun abgeraten. Wie skandalös "Wissenschaft" praktiziert werden kann). Dies trifft auch hier wieder zu, denn bei der Pressemitteilung wurde offenbar ganz vergessen, dass es in Deutschland überhaupt keine für Kinder zugelassenen Hustensäfte mit Generation-1-Antihistaminika käuflich zu erwerben gibt. Es gab einige (wenige) Todesfälle nach einer Antihistamingabe, dabei handelte es sich jedoch um Überdosierungen und Unverträglichkeiten, die einfach bei jedem Wirkstoff tödlich sein können. Greift man natürlich (versehentlich) beherzt zu Wick MediNait (nach Herstellerangaben ab 16 Jahren), dann enthält das eine ordentliches Dosis davon - aber dass Erwachsenen-Medikamente grundsätzlich für Kinder gefährlich sind, das gilt für alle. 

Ebenso gefährlich - ätherische Öle!


Gerne wird Husten auch mit ätherischen Ölen behandelt - doch Achtung! - diese sind für Babys und Kleinkinder problematisch, da sie in höherer Konzentration die Atemwege reizen. Schon kleinste Mengen können zu Krämpfen im Kehlkopf und zu Atemstillständen führen. Auch Erbrechen, Krampfanfälle und Bewegungsstörungen wurden beobachtet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt daher vor ihrer Verwendung bei kleinen Kindern - sowohl am Körper als auch in der Raumluft.

Für Kinder unter 3 Jahren sind insbesondere Kampfer, Eukalyptus, Thymian und Pfefferminz (=Menthol) gefährlich. Grundsätzlich sollten für Babys alle Erkältungssalben und -bäder, die ätherische Öle enthalten, tabu sein. Beim Thymian kommt es auf die Sorte an - in speziellen Säuglingsprodukten wie Engelwurzbalsam oder Transpulmin Babybalsam sind unbedenkliche Öle enthalten.  Auch Duft- und Lampenöle können übrigens solche Öle enthalten. 

Ungefährliche Alternativen zur Behandlung von Husten 


VerneblerUm den Hustenreiz zu lindern, sollte auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Erkältungen treten meist im Winter auf, leider ist die Raumluft zu dieser Zeit sehr trocken, da viel geheizt wird. Abhilfe schaffen ein paar aufgehängte feuchte Tücher oder ein elektrischer Luftbefeuchter. Letzterer tut bei uns sehr gute Dienste bei Erkältungen. Beim Kauf empfehle ich auf ein Modell mit Abschaltautomatik zu achten wie z. B. das relativ günstige Modell von Clatronic oder etwas hochwertiger das Modell von Beurer, die auch die ganze Nacht laufen können.

Wirklich gut gegen Husten hilft auch ein Vernebler, mit dem die Atemwege direkt befeuchtet werden. Das bekannteste (aber sehr teure) Modell ist der Pariboy, den man bei chronischer Bronchitis verschrieben bekommen kann. Er vernebelt eine isotonische Kochsalzlösung, die die Kinder mit einer Atemmaske einatmen. Es gibt auch günstigere Alternativen - z. B. von Inqua - so dass man eine Anschaffung grundsätzlich erwägen sollte, wenn Kinder häufig unter Husten leiden. Bei uns führt die Behandlung damit sofort zu Erfolgen - vor allem bei Reizhusten. Empfohlen wird, drei- bis viermal täglich mit 2 - 5 ml NaCl-Lösung (rezeptfrei in der Apotheke) zu inhalieren.

Dass bei Husten möglichst viel getrunken werden soll, ist übrigens ein Ammenmärchen, denn es gibt auch keine Belege dafür, dass eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr die Sekretbildung fördert. Zu viel Flüssigkeit kann sogar kontraproduktiv sein, da es durch die Erkältung zu einer erhöhten Bildung eines bestimmten Hormons kommen kann, das wiederum zu einer Hyponatriämie (zu niedriger Natriumspiegel im Blut) führen könnte. Es spricht nichts gegen spezielle Hustentees - diese lindern den Hustenreiz. Bestandteile, die die Gesundung unterstützen, sind Thymian, Huflattich, Anis, Eibischwurzel, Primelwurzel, Lindenblüten oder Spitzwegerich.

Man kann Hustensäfte auch selbst herstellen - viele schwören auf die Wirksamkeit von Zwiebelsaft. Dafür wird eine Zwiebel gewürfelt, in ein Glas gegeben und mit zwei Esslöffeln Zucker überstreut. Das Ganze lässt man ein paar Stunden stehen - der Zucker entsaftet währenddessen die Zwiebel. Vom Saft kann man dann alle 2 - 3 Stunden einen Teelöffel verabreichen. Die meisten Kinder mögen den Saft, weil er sehr süß ist. Alternativ kann ein Rettich-Honig-Saft zubereitet werden. Dafür wird ein schwarzer Rettich ausgehöhlt, mit Honig gefüllt und abgedeckt - nach 1,5 Stunden ist ein natürlicher Hustensaft entstanden. Honig ist generell gut bei Husten - auch ganz normale Milch mit Honig lindert das Kratzen im Hals. Dabei ist jedoch wichtig, dass dieser nicht erhitzt wird, weil sich seine Wirkung sonst verliert, weil die reizlindernden Enzyme zerstört werden.  

Wichtig: Honig darf Kindern nicht im ersten Lebensjahr gegeben werden - warum, dazu Näheres im Artikel Lebensgefährlich, gesundheitsgefährdend und ungesund - Was Eltern unbedingt wissen sollten).

Da häufig eine verstopfte oder laufende Nase mit dem Husten einher geht, sollte diese frei gehalten werden, da die Schleimhäute bei einer ständigen Atmung durch den Mund austrocknen. Dies verstärkt den Hustenreiz unnötig. Weitere Tipps und viele wirksame Hausmittel für Erkältungskrankheiten findet ihr bei uns im Artikel über Erkältungen  bei Babys und Kleinkindern.

© Danielle


Quellen 

 


http://peds.stanford.edu/documents/Journal_Club.pdf

http://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2007/info-silomat.pdf?__blob=publicationFile&v=2

http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Risikoinformationen/RisikoBewVerf/g-l/globutinol_komm_entsch_anh.pdf?__blob=publicationFile&v=2

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-013.htmlhttp://books.google.de/books?id=bQXbSRJLhNkC&pg=PT29&lpg=PT29&dq=wirksamkeit+studien+antitussive&source=bl&ots=JaQ7nrH3PI&sig=KQVATNVFBNO3Zh5GOkBSp_txewg&hl=de&sa=X&ei=PyN3VPjDD-vcywOD84KIAw&ved=0CFcQ6AEwCA#v=onepage&q=wirksamkeit%20studien%20antitussive&f=false

http://de.wikipedia.org/wiki/Clobutinol

http://de.wikipedia.org/wiki/Dextromethorphan 

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2013/06/18/schon-wieder-der-antihistaminika-haltige-hustensaft/10357.html?pk_campaign=Newsletter-2013-06-18&pk_kwd=10357%2BSchon%2Bwieder%2Bder%2BAntihist  

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/159515/index.html

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=4052 

http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen_und_antworten_zur_anwendung_von_aetherischen_oelen.pdf 

http://www.welt.de/wissenschaft/article1650110/Warum-es-oft-auch-ohne-Hustensaft-geht.html 

http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/medikamentewirksameshustenmittel100.html

http://www.urbia.de/magazin/gesundheit/kinder/wenn-kinder-husten

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1873

Schroeder K. & Fahey T.: Should we advise parents to administer over the counter cough medicines for acute cough? Systematic review of randomised controlled trials; Arch Dis Child. 2002; 86(3); S. 170-175 und Systematic review of randomised controlled trials of over the counter cough medicines for acute cough in adults; BMJ. 2002; 324(7333); S. 329-331

Bellocq C.: A common antitussive drug, clobutinol, precipitates the long QT syndrome 2; Mol Pharmacol. 2004;66(5); S.1093-1102 und nachfolgende Studien des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim

Bildnachweis

rosa Hustensaft: Benjamin Klack  / pixelio.de
Rezept: Matthias Preisinger  / pixelio.de

30 ungewöhnliche Produkte, die unser Leben mit Kindern vereinfachen


Interessante Dinge, die nervige Probleme lösen


Kennt ihr das? Man entdeckt irgendwann zufällig etwas, von dem man vorher noch nie etwas gehört oder gesehen hatte, probiert es aus und denkt: "Wow  - großartig! Warum bloß habe ich das nicht schon früher entdeckt?" Mir ging das mit ganz vielen Produkten so, z. B. mit dem Tangle Teezer oder dem Clip-Ho. Habt ihr noch nie gehört? Ich bis vor einiger Zeit auch nicht - heute ist mein Leben unvorstellbar ohne diese Dinge.
 
In diesem Artikel möchte ich Euch ein paar relativ unbekannte, ungewöhnliche aber immer unglaublich praktische Dinge vorstellen, die einem das Leben - speziell mit Kindern - unter Umständen enorm erleichtern können - vielleicht kennt ihr einige davon ja noch nicht.

 

Praktische Dinge für Babys


Sock-Ons - wenn Babys ständig Socken verlieren

 
Das kennen viele Eltern: ständig verliert das Baby seine Socken. Sei es beim Strampeln, beim Tragen oder Schlafen, ständig muss man die Socken wieder anpfriemeln. Es gibt dafür eine einfach geniale und wirklich günstige Lösung - Sock-Ons Sockenhalter. Sie werden über die Socken gezogen und halten diese an Ort und Stelle - ohne die empfindlichen Kinderfüße einzuschnüren. Es gibt sie in der Ausführung 0-6 Monate und 6 bis 12 Monate - danach kann man dann ja hoffentlich auf Kooperation beim Kind hoffen. Der Preis liegt bei etwa 5 EUR pro Paar - es gibt sie in vielen verschiedenen Farben. 

Jackenerweiterung Kumja und Mutter-Kind-Schal


Wenn die Lieblingsjacke in der Schwangerschaft nicht mehr passt, weil der Bauch schon so groß ist, gibt es eine geniale Lösung - die Kumja. Es handelt sich dabei um einen Einsatz für Jacken, der Platz für den Bauch schafft. Er wird dafür einfach mit dem Reißverschluss der Jacke verbunden. Die Kumja ist auch eine tolle Lösung für Tragekinder - so bleiben diese in Mamas Jacke schön warm.
 
Wer gerne trägt, für den ist der Mutter-Kind-Schal eine tolle Sache. Er ist aus zwei Stücken dickem Fleece gefertigt und hält den Hals von Mama und den Kopf des Kindes warm. Der Teil für das Baby ist nämlich mit einer Kapuze ausgestattet. Mit Druckknöpfen können die beiden Schals verbunden werden.
 

Nasensauger


Als ich das erste Mal von Nasensaugern las, hielt ich das für ziemlichen Unsinn. Bis dahin waren mir nur diese lustigen Ballons begegnet, die man den Babys in die Nase steckt und die dann das Sekret absaugen sollen. Ich habe es versucht und gedacht, dass das so ziemlich der größte Mist ist, den es gibt, weil es absolut nicht funktionierte.

Erst beim zweiten Kind - meinem ewigen Schnodderer -  recherchierte ich noch mal genauer, ob es auch ein Sauger gibt, der wirklich funktioniert. Dabei stolperte ich über die Sauger, die an den Staubsauger angeschlossen werden und war zunächst irritiert. An den Staubsauger?! Was bitte wird da alles raus gesaugt?? Ich las nach und verstand das System - natürlich wird die Saugkraft gedrosselt und dem Kind droht keinerlei Schaden. Also gut - ich habe den Angel-Vac für rund 20 EUR bestellt und gespannt ausprobiert.

Mein Sohn war ein sehr schlechter (Ein-)Schläfer, weswegen er in den ersten Monaten ohnehin nur in der Federwiege mit Staubsauger einschlief - er war daher das laute Geräusch gewohnt und ließ sich davon kaum stören. Die Mengen, die der Angel-Vac aus meinem Kind heraus saugte, waren beeindruckend! Nachdem wir einmal ordentlich Schleim abgesaugt hatten, merkte er auch, wie gut es ihm danach ging, so dass der Angel-Vac ein guter Freund für ihn wurde. Andere Babys brauchen etwas länger, um sich mit der Prozedur anzufreunden, aber die allermeisten lassen es recht bald stoisch über sich ergehen.
 
Ich war so froh, diese schnelle und praktische Lösung gefunden zu haben. Noch heute saugen wir bei hartnäckigem Schnupfen. Es gibt auch günstigere Alternativen - beim NoseFrida saugt man mit dem Mund, nicht mit dem Staubsauger. Durch einen Filter und einen Verbindungsschlauch kommt man nicht mit dem Schnodder in Berührung. Der NoseFrida kostet etwa 13 EUR - etwas weniger, als der Rotho Nasensauger, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Von beiden Produkten habe ich überwiegend Positives gelesen.

Leuchtende Schnuller

Sie sind zwar mittlerweile wahrscheinlich kein wirklicher Geheimtipp mehr - aber ich möchte dennoch kurz die selbstleuchtenden Nuckel erwähnen. Sie bestehen aus fluoreszierendem Material, so dass sie sich tagsüber aufladen, um dann die ganze Nacht durchzuleuchten. So sind sie im Bett viel schneller auffindbar - wenn man Glück hat, auch irgendwann vom Kind selbst (mein Sohn mit fast 3 Jahren allerdings findet, dass Mama bitte immer noch persönlich den Nucki anzureichen habe - jetzt wird es wohl wirklich Zeit für die Schnullerentwöhnung). Die selbstleuchtenden Schnuller gibt es von MAM (leider selten im Sortiment von Drogerien - ich habe sie schon gelegentlich in Apotheken gesehen), Avent (hier leuchtet der Griff), Baby Nova Dentistar, Nip, Chicco und NUK
 
 

Babys effektiv beruhigen und beim Einschlafen helfen

 
Es gibt einige Dinge, die uns dabei unterstützen können, dass sich unsere Babys schneller beruhigen und besser einschlafen. Babys sind evolutionär mit einem Bewegungssensor als Schutzfunktion ausgestattet - so lange sie sich bewegen, sind sie sich sicher, dass ihnen keine Gefahr droht. Vor ein paar tausend Jahren gab es nur eins, das Bewegungen verursachen konnte: andere Menschen. Daher schlafen die meisten Kinder noch immer am besten in einer Tragehilfe oder einem Tragetuch - Bewegung bedeutet für sie Geborgenheit. Überhaupt geht es ihnen in den ersten Monaten am besten, wenn man die Umgebungsbedingungen der Gebärmutter simuliert - Enge, Bewegung, relativ laute Geräusche. Die nachfolgend beschriebenen Dinge haben unser Leben als Schlechtschläfer-Eltern wesentlich vereinfacht.  

Pezziball/Gymnastikball


Den Pezziball kennt man als Turngerät oder rückentrainierendes Sitzmöbel. Er kann jedoch eine weitere unverzichtbare Funktion haben - die des ultimativen Babytrösters. Das Prinzip dabei ist ganz einfach - das sitzende Hüpfen auf dem Gymnastikball fühlt sich für das Baby genauso an, wie die Bewegungen von Mama, als es noch in ihrem Bauch war und lief. Daher beruhigen sich die meisten Kinder bei diesen vertrauten Bewegungen sehr schnell und schlafen auch viel besser ein, als ruhig im Bett liegend. Denselben Effekt erreicht man mit einer Federwiege - der Pezziball ist die wesentlich kostengünstigere Alternative.

Weißes Rauschen


Kinder schlafen oft am besten, wenn sie ähnliche Bedingungen wie im Mutterleib vorfinden. Dazu gehört auch ein "weißes Rauschen" - ein Geräusch, wie es Staubsauger, Dunstabzugshaube oder Föhn produzieren. Mein Sohn schlief die ersten Monate seines Lebens ausschließlich in der Federwiege, während der Staubsauger daneben lief. Ich bin damals leider gar nicht auf die Idee gekommen, das Geräusch zu digitalisieren und als CD abzuspielen. Hätte ich auch gar nicht gemusst - man kann so etwas tatsächlich kaufen! Die CD "SleepWell" bietet insgesamt 13 verschiedene Geräusche - von eine Autofahrt (hier schlafen viele Kinder ja unproblematisch ein) über den Staubsauger (in verschiedenen Ausführungen), Föhn und Waschmaschine hin zu Regen und Ozeanwellen. Die etwa 10 EUR wären sicher sinnvoller investiert gewesen, als der viele Strom für den Staubsauger... wenn ich das vorher gewusst hätte!
 

Dinge, die helfen, Kinder zu bewegen

 

Federwiegen


Mittlerweile sind Federwiegen sicher auch kein wirklicher Geheimtipp mehr - aber ich möchte sie an dieser Stelle dennoch der Vollständigkeit halber erwähnen. Herzstück jeder Wiege ist eine große, stabile Feder, die an der Decke oder dem Türrahmen befestigt wird. Daran hängt dann entweder eine kleine Hängematte oder ein großes Netz, in das eine Kinderwagentasche, ein Baby-Autositz oder ein Korb gelegt wird. Die Feder sorgt dafür, dass das Baby sanft im Takt des mütterlichen Herzens auf und ab gewiegt wird - das ist für die Kinder deutlich angenehmer, als eine Hin-und-Herbewegung.
 

Der Robopax

 
Meinen Robopax habe ich wirklich geliebt! Meine Schlechtschläferkinder schliefen im Kinderwagen recht gut ein - allerdings nur so lange, wie dieser sich auch bewegte. Sobald ich stehen blieb, öffneten sich sofort die müden Augen, um zu schauen, ob irgendeine Gefahr droht.

Wenn man das Kind nicht den ganzen Tag tragen kann oder will, dann ist der Robopax für Ständig-aufwach-Kinder ideal. Es handelt sich dabei um eine Art "Rüttelplatte" für Kinderwagen, Betten oder Babyschalen. Sie fährt einfach einen Abstand von etwa 10 bis 15 cm in einem regelmäßigen Rhythmus hin und her. Der Kinderwagen wird dabei schön sanft durchgeschüttelt. Der Motor macht ein schnarrendes, monotones Geräusch, das einem zunächst etwas laut vorkommt, aber die Kinder stört es nicht - es scheint vielmehr die Funktion des "weißen Rauschens" zu übernehmen und den beruhigenden Effekt zu verstärken. Der Stromverbrauch ist sehr gering, weswegen der Robopax ohne schlechtes Gewissen auch längere Zeit betrieben werden kann.

Leider ist es etwas schwierig, ihn zu bekommen - ich sehe ihn in unregelmäßigen Abständen bei Amazon verfügbar für 40 bis 50 EUR (inkl. Versand) - momentan ist er teilweise mit 159,95 EUR ausgepreist - das ist ebenso unverschämt, wie lächerlich. Ich habe meinen damals noch für 19,99 EUR (!) gekauft - aber auch 50 EUR wäre er mit rückblickend wert gewesen. 
 

Loolaloo


Der Loolaloo ist ein Produkt, das ebenfalls zum Ziel hat, Kinderwagen oder -betten in Bewegung zu versetzen. Mit 129 EUR ist das nicht sehr günstig, aber sehr effektiv. Snowqueen hat es ausprobiert und für wirklich gut befunden. Die Akkulaufzeit (wäre meine Sorge gewesen) ist auch deutlich länger, als man vermuten würde.
 

Brio Bed Rocker

 
Bei den Brio Bed Rockern handelt es sich um Aufsätze für die Füße von Kinderbetten. Das 4er-Set kostet 34 EUR. Sie sorgen dafür, dass einmal angeschubste Kinderbetten längere Zeit "nachschaukeln". In Kombination mit dem Loolaloo hat man ein sich selbst schaukelndes Bett. Aber auch ohne den Loolaloo sind die Bed Rocker eine wirksame Hilfe beim Schaukeln.

 

Praktisches für größere Kinder

 

Mitfahrsitze für den Kinderwagen


Als unser Sohn geboren wurde, habe ich für meine Tochter ein Lascal Buggyboard gekauft. Sie fand es zwar ganz nett, gefahren zu werden, aber bei größeren Strecken forderte sie ihren Bruder öfter mal auf, mit ihr zu tauschen. Hätte ich gewusst, dass es bequemere Lösungen gibt, hätte ich damals sofort zugegriffen. Leider kannte ich weder Kids2sit, das einem älteren Kind ermöglicht, auf der Softtragetasche des Kinderwagens zu sitzen noch den Dreumes Mitfahrsitz, auf dem die Kinder zumindest sitzen können, während der Wagen geschoben wird.
 

Stuhlerhöhung Kaboost

 
Meine Tochter ist gerade 5 Jahre alt und 126 cm groß - das ist eine wirklich blöde Größe, denn sie passt in keinen Kinderstuhl mehr, ist aber einfach noch zu klein, um auf normalen Stühlen vernünftig am Tisch zu sitzen. Auch dafür gibt es eine tolle Lösung - den Kaboost von Osann. Es handelt sich dabei um eine Stuhlerhöhung, die unter jedem handelsüblichen vierbeinigen Stuhl angebracht werden kann. Auch wenn das ganze sehr wacklig aussieht - der Stuhl steht damit sehr stabil. Auch Osann hat uns einen Preis zur Verfügung gestellt - ihr könnte einen Kaboost in der Farbe Grün gewinnen - mehr dazu am Ende des Artikels.
 

Tangle Teezer

 
Vom Tangle Teezer erfuhr ich aus einem Forum. Eine liebe Freundin von mir hat einen Sohn mit wahrer Löwenmähne - wunderschöne blonde Locken. Leider wurde es zunehmend schwieriger, diese Haarpracht zu bändigen, so dass sie fragte, ob jemand einen tollen Tipp hat. Und die User hatten! Sie legten ihr den Tangle Teezer ans Herz - ich habe ihn mir nach dem übereinstimmend positiven Echo sofort bestellt - meine Haare sind fast hüftlang, die meiner Tochter haben auch eine ordentliche Länge. Zwar fand ich 10 EUR (und das war noch ein Sonderpreis - UVP ist 16,95 EUR) ziemlich teuer für so ein simples schwarzes Plastikteilchen, nachdem er mir (und meinem Kind) aber etwa gefühlt hundert mal auf die Fliesen geplumpst ist, kann ich ganz klar feststellen, dass der Preis gerechtfertigt ist.
 
Der Tangle Teezer sieht aus wie ein Pferdestriegel mit einer Vielzahl an starren Plastikborsten. Mir ist bis heute völlig unklar, wie er funktioniert - aber er funktioniert! Und wie! Es ist unglaublich, wie man damit durch die Haare kommt - ohne Ziepen, ohne Tränen, ohne Drama. Und vor allem: er funktioniert bei uns am bestem in nassem Haar. Gerade für lange, gern verkruddelte Mädchenhaare ist der Tangle Teezer absolut unverzichtbar! Und da die Nachfrage schon kam: nein - die Haare werden nicht elektrisch aufgeladen! Ich habe ihn übrigens gerade bei DM für ca. 15 EUR gesehen.

Es gibt den Tangle Teezer in diversen Sondereditionen, in tollen Farben und Designs. Ich würde mich heute eher für eine De Tangle Bürste entscheiden, weil diese einen Griff hat - etwas das mir beim Tangle Teezer doch immer wieder fehlt (aber vielleicht schaffen ihn die Fliesen ja doch irgendwann, so dass eine Ersatzbeschaffung zwingend erforderlich ist). Ich bin auch deswegen sehr gespannt, die Bürste zu kaufen, da Produktbeschreibung verspricht: "Tangle Teaser kann auch verwendet werden, um Klimaanlagen und Behandlungen gleichmäßig im Haar verteilen und liefern die Kopfhaut mit einem belebenden Massage werden".

Snack-Becher


Kennt ihr das? Unterwegs mit Tupperdosen (das Kind könnte ja spontan verhungern) mit tollen Laugen-Eulen, Dinkel-Brezeln und Hirse-Kringeln? Spätestens ab der Autonomiephase heißt es "Will selber machen!" Leider neigen die kleinen Snacks bei Selbstbedienung dazu, sich großflächig im Spielplatzsand zu verteilen. Auch hier gibt es eine praktische Lösung - einen Snackbecher. Etwa 10 EUR kostet das Modell von Munchkin, das schon von etwa 8 bis 9 Monate alten Babys bedient werden kann. Es ist mit flexiblen Flappen verschlossen, so dass das Kind rein greifen und sich einzelne Snacks heraus nehmen kann. Kippt der Becher um, fällt nichts heraus. Mit den beiden Henkeln ist der Snack Catcher einfach zu halten.


Shampoo-Spülbecher

 
Meine Tochter ist ja wirklich taff... zumindest so lange es nicht ums Haare waschen geht. Da wurde sie seit Jahren zur Drama-Queen. "Neeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnn, keine Haare waschen!!! Uuuuuuuuaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Wasser! Da ist WASSER in meinen Augen! Lappen! LAPPEN! Ich brauche einen LAPPEN!!" Unfassbar, welches Theater sich da im Badezimmer abspielte. Bis ich den Trendykid Shampoo Schutz entdeckte.

Dabei handelt es sich um einen simplen Becher, der einen flexiblen Rand hat. Den kann man nämlich so gegen den Kopf des Kindes drücken, dass das Gesicht nicht mit dem Spülwasser in Berührung kommt. Seitdem wir diesen Becher haben, hat sich die Lage an der Haarwaschfront deutlich entspannt! Ein tolles Produkt für alle, die Kinder haben, die Haarewaschen hassen!

Familien-WC-Sitze

 
Auch etwas, das möglicherweise noch nicht jeder kennt - Familientoilettensitze. Diese sind so konzipiert, dass es einen zusätzlichen kleineren WC-Sitz für Kinder zwischen Deckel und großem Sitz gibt. Wir haben das Modell von LIDL (für 22 EUR) seit längerer Zeit in Benutzung. Das gibt es etwa zwei Mal im Jahr in den Filialen und dauerhaft online. Ich bin zwiegespalten - ich hatte zwei Sitze gekauft - einer davon war innerhalb einer Woche defekt, der andere funktioniert seit längerer Zeit ganz tadellos. Freunde von uns haben einen Sitz von ADOB und sind damit sehr zufrieden - dieser kostet mit 35 EUR auch etwas mehr.

Mobile Töpfchen


Wo wir gerade bei Ausscheidungen sind - eine weitere wirklich super praktische Erfindung ist das Töpfchen für unterwegs. Die gibt es in der Variante Einmalverwendung und gleich Wegschmeißen aus Pappe oder als "Bausatz" für die Handtasche aus Kunststoff, der mit einem Tütchen versehen wird. Bekanntester Vertreter des klappbaren mobilen Töpfchens ist die Potette. Dort wird ein Einlegetütchen hinein gelegt, das dann nach der Benutzung entsorgt werden kann. Besonders praktisch an der Potette ist, dass sie unterwegs auch als Toilettenaufsatz verwendet werden kann - einfach auf öffentliche WC-Sitze legen und das Kind kommt dann damit nicht in Berührung. Etwas günstiger ist das Tippitoes Travel Potty, das jedoch nicht ganz so flach ist.

Der Einkaufswageneinsatz Caddy Protect


Diesen Einkaufswageneinsatz habe ich nicht selbst ausprobiert, aber schon öfter empfohlen bekommen - den Safety First Einkaufswagenschutz "Caddy Protect". Eigentlich ist der ein Sitzpolster für den Hochstuhl, kann aber auch in einen Einkaufswagen "eingebaut" werden - so sitzt das Kind zum einen deutlich bequemer - zum anderen hat es die Hände nicht am Wagengriff (so wie Mama auch). Auch wenn ich die Ansteckungsgefahr am Einkaufswagengriff jetzt nicht sooo hoch einschätze (mein Kind hat schon etliche unbeschadet abgesabbert), ist für einige der Gedanke angenehm, das Kind von Stellen fern zu halten, die von vielen anderen Menschen angefasst werden. Die Handhabung ist völlig unkompliziert, der Schutz hat außerdem einen integrierten Tragebeutel und ist so schnell verstaubar und einfach zu transportieren. Er ist bei 30 °C waschbar und bietet Befestigungsmöglichkeiten für Spielzeug oder Schnuller.
 

Schuhmessgerät

 
Wir wohnen etwas außerhalb von Berlin und Schuhgeschäfte sind hier rar gesät. Meistens kaufe ich in der Mittagspause im Zentrum ein - nur Schuhe ohne Kind kaufen, ist ja ein recht großes Wagnis. Anfangs malte ich die Umrisse der Füße auf ein Stück Pappe, schnitt den Umriss aus und legte diese Pappe in infrage kommende Schuhe. Klappte auch recht gut, aber es geht auch einfacher - mit dem plus12. Es handelt sich dabei um eine Art Zollstock, mit dem Füße vermessen werden können - von Größe 18 bis 45. Der Clou dabei: der Fingerbreit, der immer vorne Platz sein sollte, wird dabei schon automatisch berücksichtigt. Mit dem Zollstock kann man dann auch die Schuhe ausmessen und muss sich nicht mehr auf die angegebenen Größen verlassen - die ja teils sehr abenteuerlich sind. Wie es funktioniert, seht ihr im Video. Der Preis ist mit 12,90 EUR relativ günstig - man verwendet das Fußmessgerät ja ggf. auch ein paar Jahre lang.
  

Rucksackleinen


Mein Sohn war ein klassischer "Wegrenner" - er liebte es, wild frei herum zu laufen. In manchen Situationen will man jedoch dafür sorgen, dass das Kind bei einem bleibt und nicht in einer unbeobachteten Sekunde vielleicht auf die Straße rennt. Ich selbst habe eine ganz einfache "Leine" von Sunnybaby für den Urlaub gekauft. Wer nicht ganz so offensichtlich eine Leine nutzen will, für den sind vielleicht Leinenrucksäcke etwas. Dabei ist die Halteleine unauffällig in einem Rucksack versteckt, so dass man das Kind in gefährlichen Situationen ggf. festhalten kann. Es gibt sie in vielen süßen Ausfertigungen, gut sind welche von Jeep oder Skip Hop
 

Mama Mia Handschuh

 
Snowqueen hat für diesen Artikel noch den Mama Mia Eltern-Handschuh vorgeschlagen, den sie auf einem Flohmarkt entdeckt hat. Es handelt sich dabei um einen Handschuh aus Merinoschurwollfleece (aus kontrolliert biologischer Tierhaltung), bei dem Kinder durch eine gesonderte Öffnung einfach mit in den Handschuh schlüpfen können. So ist Händchenhalten während des Spazierengehens im Winter kein Problem mehr. Den Handschuh gibt es auch in grau als Papa Mia und als My Valentin für Partner. Eine witzige Idee, die wegen der Fertigung in Deutschland und der hochwertigen Materialien jedoch ihren Preis hat. 
 

Clip-Ho-Gürtel


Ich kaufe Kinderkleidung grundsätzlich ohne Anprobe. Was bei meiner Tochter unkompliziert geklappt hat, führt bei meinem Sohn gelegentlich zum Rutsch-Hosen-Syndrom. Neulich habe ich zwei super schöne Schnäppchen im Second-Hand-Laden erstanden und zu Hause erstaunt festzustellen, dass die im Bund nicht verstellbar sind (ich hätte gedacht, dass das mittlerweile eigentlich Standard sein sollte). Kurzum - die tollen Hosen rutschen und rutschen an meinem relativ dünnen Sohn gnadenlos herab. Meine beste Freundin - begnadete Hobbynäherin - wiegte nur bedenklich die Kopf und meinte, dass sich da nähtechnisch bei Jeans nicht viel machen ließe. Und nun? Da er (hoffentlich ;-) bald sauber wird, wäre ein Gürtel keine Alternative...

Ich habe für diesen Artikel auch Freundinnen befragt, welche Produkte für sie die ultimativen Must haves sind, eine davon nannte den Clip-Ho-Gürtel. Ich habe sofort einen für meinen Sohn bestellt und bin restlos begeistert! Der Gürtel funktioniert vollkommen ohne Schnalle. Er wird an der Hose befestigt und hat drei Einstellmöglichkeiten mit Druckknöpfen (erhältlich für Gr. 92 bis 116 und 116 bis 122). Die Hose sitzt, wo sie soll und er kann sie trotzdem ohne weiteres problemlos herunterziehen. Hätte ich das schon früher gewusst!
 

 

Noch mehr Praktisches für Kinder in aller Kürze


Hier noch ganz kurz beschrieben ein paar Dinge, die Euren Kindern und Euch vielleicht auch noch das Leben vereinfachen:

Der Autogurtverkürzer - der verhindert, dass der Gurt bei der Verwendung einer Sitzerhöhung dem Kind schmerzhaft am Hals einschneidet.

Gerade in größeren Menschenmengen besteht die Gefahr, das Kind in einem unachtsamen Augenblick zu verlieren. Sinnvoll ist es daher, wenn es ein Sicherheitsarmband trägt - auf diesem kann die Telefonnummer der Eltern aufgeschrieben werden.

Buddeln im Winter? Das geht - wenn die Handschuhe wasserdicht sind. Spezielle Buddelhandschuhe halten garantiert trocken und sind so richtig schön strapazierfähig. Auch Krabbelhandschuhe, die an der Handfläche aus strapazierfähigem Leder sind (z. B. von Krabblers), halten Kinderhände warm.

Größere Kinder an einem normalen Stuhl angurten? Geht prima (und vor allem optisch sehr ansprechend) mit einem Gro-chair harness Sicherheitsgurt.

Meine Kinder lieben "Quetschies" - aber der ganze Müll! Deutlich umweltfreundlicher sind Quetschbeutel zum selber befüllen - da weiß man auch, was drin ist. Ideal für unterwegs und Vesperboxen für die Kita. Gibt es schlicht und günstig von Ma Pouch oder optisch etwas netter von Squiz oder nanafera.

 

Praktisches für den Haushalt

 

Nicer Dicer

 
Den Nicer Dicer habe ich immer im Teleshopping gesehen. Da ich bezüglich der Qualität von Teleshoppingprodukten so meine Zweifel habe, habe ich zwar die Idee interessant gefunden, einen Kauf aber nie erwogen. Eines Tages stand dann ein Set bei meinem Penny rum und ich begann zu überlegen... Nachdem ich dann die Amazon-Bewertungen gelesen hatte, griff ich dann endlich beherzt zu und legte mir für etwa 33 EUR das 7-teilige Set zu. Seitdem ist der Nicer Dicer unverzichtbarer Bestandteil meiner Küche.

Es handelt sich dabei um einen universellen (fast) Allesschneider. Mit den verschiedenen Aufsätzen kann man Dinge in sekundenschnelle vierteln, achteln und in größere (12 x 12 mm) oder kleinere (6 x 6 mm) Würfel/Stifte schneiden. Ich koche gerne Bauerntopf - da gehören Zucchini, Champignons, Zwiebeln, Paprika und Kartoffeln rein - ich habe das Gemüse früher wirklich ewig geschnippelt - heute geht das deutlich schneller. Zwiebeln muss ich nur halbieren - mit dem Aufsatz 6 x 6 mm habe ich mit einmal "dicen" sofort feine Zwiebelwürfel (nutze ich extrem häufig). Die Pilze werden komplett rein gelegt, Paprika und Zucchini werden nur vorher geachtelt, Kartoffeln je nach Größe in 2 oder 3 Stücke geschnitten.

Vorher haben meine Kinder rote Paprika und Zucchini aussortiert - jetzt kann ich ihnen gelbe Paprika und Zucchini geschält unterschieben - einfach indem ich für alles den 6x6 mm-Aufsatz nehme - sie können sie jetzt von den Kartoffeln nicht mehr unterscheiden. Sie merken das gar nicht und es schmeckt ihnen! Mit der Hand wäre das ja unmöglich zu schneiden.

Auch absolut ideal ist der Nicer Dicer auch für das Beikostalter - gerade wenn der Brei stückiger werden soll, kann man so unkompliziert kleine Gemüsewürfel beifügen. Das Dünsten geht auch viel schneller und ist damit schonender, wenn das Gemüse klein geschnitten ist. Auch kann man erfahreneren BLW-Kindern prima mundfertige Stücke anbieten, die diese schön mit der Gabel aufpieken können.

Sortierteller


Apropos Baby-led weaning - das macht naturgemäß eine ziemliche Sauerei. Dagegen habe ich keinen Tipp (wobei - ich könnte die Haltung eines Hundes empfehlen, der löst das Problem in einigen Haushalten sehr effizient) - am Ende wird doch alles gematscht und landet auf dem Boden. Ich persönlich finde es jedoch schön, wenn das Essen wenigstens ansprechend serviert wird - dafür eignet sich der Sebra Kinderteller aus Melanin super. Er hat vier verschieden große Vertiefungen, so dass das Essen zumindest auf dem Teller noch schön sortiert getrennt angerichtet werden kann und nicht alles durcheinander purzelt. Für 10 EUR kann man da wirklich absolut nichts verkehrt machen. Alternative Produkte gibt es von Elmar oder Noi.

Eierformer/Sandwichausstecher


Meine Kinder lieben Eier - aber man kann den Erziehern nicht mehrfach in der Woche zumuten, ein Ei zu schälen. Daher habe ich die WENKO Eier-Former für 10 EUR gekauft. Damit kann man die Eier zunächst in vier lustige Formen formen und auch bis zum Verzehr aufbewahren. Erst später habe ich gesehen, dass es sie auch viel günstiger von Ama-ZODE gibt - das Set enthält sogar sechs niedliche Formen für die Hälfte des Preises! Mit den Formen kann man übrigens z. B. auch Reis formen - gerade bei schwierigeren Essern kann Optik ja sehr viel ausrichten.

Und dafür gibt es noch ein Produkt, was ich absolut klasse finde - das Andrew James-Ausstechset für Toastbrot. Die Ausstechformen sind so konzipiert, dass man damit genau eine Scheibe Toast ausstechen kann - die Teile passen dann optimal zusammen. Besonders süß sind Mama/Papa-Elefant und Baby. Die Größe ist für Toastbrot optimiert - daher ist das Set für dunkleres Brot zwar auch verwendbar, aber nicht wirklich effizient. Da bietet sich eher dieses Ausstechformenset an, mit dem man kleine Tier-Kanapees herrichten kann. Seitdem diese kleinen Helferlein eingezogen sind, sind die Vesperboxen deutlich beliebter geworden.
 
Es gibt noch ein weiteres Produkt, das Essen für Schlechtesser interessanter macht - vor allem Gemüse. Der Spiralschneider Spirelli verwandelt festeres Gemüse in lange Fäden. Damit lassen sich Rohkostsalate zubereiten, aber auch Gemüse als "Spaghetti" in Suppen verzehrattraktiver gestalten:
 
 

Fenstersauger


Ich hasse Fensterputzen! Vor allem, weil es nie, nie, nie streifenfrei wird. Umso interessanter fand ich in Foren die Berichte über Fenstersauger - die kannte ich bis dahin noch gar nicht. Also habe ich mir kurzerhand einen Kärcher WV 50 plus bestellt, um das mal auszuprobieren - mit Kindern hat man schließlich noch weniger Zeit für so lästige Arbeiten.
 
Das Set besteht aus einer Sprühflasche, einem Mikrofaser-Aufsatz, der direkt an der Flasche befestigt wird und einem Sauger. Es ist auch eine Probe mit Reinigungskonzentrat enthalten - die reicht jedoch nur für eine Flaschenfüllung. Daher sollte man sich am besten gleich eine Flasche Konzentrat dazu bestellen. Ich habe das Konzentrat auch schon als zeitlich begrenzte Sonderaktion für 5 EUR bei Penny gesehen.
 
Der Fenstersauger hat einen Akku und muss zunächst einmal aufgeladen werden. Die Akkuladung reicht auch gut für alle meine Fenster im Haus (2 kleine, 9 normale, 2 Doppeltüren). Die Anwendung ist recht simpel - die Scheiben werden mit dem Reiniger eingesprüht, dann mit dem Mikrofaserbezug ordentlich gewischt und dann kommt der Sauger zum Einsatz und saugt die Schmutz/Reinigermischung vom Fenster.
 
Ich muss sagen: ich war vom Ergebnis absolut verblüfft! Die Kombination aus dem Reiniger, dem Mikrofaseraufsatz und dem Sauger macht die Scheiben wirklich richtig gut sauber! Keine Schlieren, kein Film - einfach nur blitzblank. Ja - er hat auch Schwächen - so ist es in den Ecken etwas schwieriger, alles wegzusaugen (vor allem unten) und das Ausleeren ist jetzt auch nicht so einfach, aber insgesamt ist das ein wirklich tolles Teil! Und es geht so viel schneller! Früher habe ich mindestens die doppelte, wenn nicht dreifache Zeit gebraucht - jetzt geht es ratz fatz.
 

Macht mit!

 
So - jetzt seid ihr dran - gibt es etwas, was Eurer Meinung nach noch unbedingt in diesen Artikel gehört? Welches Produkt hat Euch begeistert, ist bisher noch so gut wie unbekannt und hat Euer Leben mit Kind vereinfacht? Schreibt uns einen Kommentar - ich würde den Artikel sehr gerne erweitern!

© Danielle

 


Bildnachweis


Kumja/Mutter-Kind-Schal: www.mamamotion.de
Clip-Ho-Designs: www.clipho.de