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Meine Kinder streiten ständig - Tipps und Strategien für Geschwisterstreit

Geschwister streiten sich ständig. Das hört man von jeder Familie - und trotzdem hofft jede, dass sie eine Ausnahme ist. Durch die Diskussionen mit ihren Geschwistern lernen Kinder sehr viel. Sie lernen sich durchzusetzen oder wann es besser ist nachzugeben. Sie lernen zu verhandeln. Sie lernen nach und nach, ihre spontanen Impulse zu unterdrücken und mehr oder weniger zivilisiert miteinander zu reden. Geschwister wachsen aneinander und miteinander. Es ist wundervoll, Geschwister zu haben, und wir Eltern können einen großen Einfluss auf die positive Entwicklung der Geschwisterbeziehung haben.

Geschwister umarmen sich

Das Problem am Geschwisterstreit ist, wie nah es uns geht. Es rührt uns direkt an, weil es uns an die Streits mit unseren eigenen Geschwistern und die Reaktionen unserer eigenen Eltern erinnert, und weil es uns an unseren Qualitäten als Eltern zweifeln lässt. In Stresssituationen reagieren wir automatisch mit tief verwurzelten Techniken, die aus unserer eigenen Erfahrung stammen. Das ist an sich gut, weil wir so schnell handeln können, ohne nachzudenken. Leider sind aber unsere Techniken aber meistens eher kontraproduktiv. Wir haben aber die Möglichkeit, unsere spontanen Reaktionen sozusagen zu überschreiben. Das erfordert einiges an Arbeit und vor allem benötigen wir dazu neue Ressourcen. Ich hoffe, mit diesem Artikel einige Inspirationen geben zu können.

"Hirnzellen lieben Blinde Kuh" - Anette Prehn


Vor ein paar Monaten schrieb uns unsere großartige Lektorin Petra:

"Liebe Katja und liebe Danielle,

im Herbst werden wir ein Buch machen, das glaube ich ganz nach eurem Geschmack ist: Anette Prehn "Hirnzellen lieben Blinde Kuh - Was die Hirnforschung über starke Kinder weiß"

Das ist ein tolles Buch und ich habe beim Lesen oft an euer Buch gedacht, weil ihr ja auch immer wieder so schön und anschaulich klar macht, was im Gehirn von Kindern vor sich geht. Bei uns kam der Wunsch auf, dass ihr vielleicht ein Vorwort dazu schreiben könntet? Was meint ihr?"

Da uns die Hirnforschung - und ganz besonders in Bezug auf Kinder - interessiert, legten wir unser eigenes Manuskript kurz zur Seite und verschlangen dieses Buch. Und es war wirklich so toll, wie versprochen - wir konnten einiges daraus mitnehmen. Heute wollen wir Euch "Hirnzellen lieben Blinde Kuh" vorstellen und auch drei Exemplare davon an Euch verlosen. Wie ihr gewinnen könnt, erfahrt ihr am Ende unserer Rezension.

Liebe Leserinnen, liebe Leser...

Tastatur mit Kaffee Blog schreibenLiebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist euch sicherlich schon aufgefallen, dass es hier im Blog ruhiger geworden ist.

Zuerst war es unser zweites Buch, das all unsere Aufmerksamkeit forderte. Der Abgabetermin war Ende August, so dass wir den ganzen Sommer über intensiv über unseren Laptops hingen, um wirklich alle Details ins Manuskript zu bekommen, die uns wichtig erschienen. Tatsächlich waren wir nicht eine Minute zu früh fertig, sondern haben die Deadline komplett ausgereizt. In den letzten drei Tagen vor Abgabe warfen wir aufgrund einer plötzlichen Eingebung sogar noch einmal die ersten 100 Seiten des Buches komplett um. Wir ließen Langweiliges weg, verbanden interessante Fakten und brachten alles in einen völlig neuen Zusammenhang. Wir glauben, dass das neue Buch so inhaltlich total dazu gewonnen hat, aber es machte unsere Arbeit natürlich nicht leichter....

Warum wir unsere Kinder nicht bestrafen sollten

In § 1631 BGB heißt es:
„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig“.
Es ist Konsens in Deutschland, dass körperliche Gewalt gegen Kinder vollkommen inakzeptabel ist. Eine im Journal of Family Psychology veröffentlichte Untersuchung zeigte, dass schwere körperliche Disziplinierungsmaßnahmen schwerwiegende und langfristige Schäden anrichteten. Kinder, die wiederholt Prügel bekamen, neigten zu trotzigem, unsozialem und aggressivem Verhalten. Sie widersetzten sich zudem häufiger den Eltern. Die Autoren der Studie erklärten in einer Pressemitteilung: "Mit Schlägen erreichten Eltern demnach das Gegenteil von dem, was sie wollten. Die Kinder wurden dadurch nicht gehorsamer".

Nichtkörperliche Strafen hingegen sind ein fester Bestandteil unseres Alltags und gesellschaftlich allgemein akzeptiert, auch wenn sie sich bei genauerer Betrachtung in vielen Fällen als "entwürdigende Maßnahmen", die "seelische Verletzungen" verursachen, herausstellen. Nichtkörperliche Strafen verletzen unsere Kinder zudem ebenso sehr, wie Schläge. Eine Studie der Universität Pittsburgh zeigte, dass verbale Strafen die gleichen Auswirkungen haben, wie körperliche: Verhaltensstörungen und Depressionen.

In diesem Artikel soll es darum gehen, welche Auswirkungen Strafen auf unsere Kinder haben, welche Probleme es bei einer strafenden Erziehung gibt und warum Bestrafungen langfristig nicht funktionieren.

"Keine Kinder sind auch keine Lösung" - Nina Katrin Straßner (Juramama)

Die Urschrift des (un)begnadeten Erstlingswerks
Als ich etwa 14 Jahre alt war, nahm ich ein Notizbuch und schrieb einen Masterplan für mein Leben bis 30. Bis dahin wollte ich die vermeintlich wichtigsten Dinge im Leben erledigt haben. Etwa zwanzig Punkte umfasste diese Liste. Von "Haare abrasieren" (da fehlte der Mut)  über eine "Reise nach Japan" (die ich mit 28 Jahren tatsächlich abhaken konnte) und "eine Radiosendung moderieren" (leider nicht geschafft, aber prompt auf die Liste für "Things you should do before you die" gesetzt), stand auch "ein Buch schreiben" drauf. Meine schriftstellerische Karriere begann sehr vielversprechend - mit 15 Jahren gewann ich völlig überraschend einen großen Medienwettbewerb in der Kategorie "Journalistik" - mein Text war (sogar, haha) in der Bild abgedruckt.

Enthusiastisch schrieb ich in wochenlanger Arbeit einen wirklich begnadeten Liebesroman - "Radio Love" erzählte die unfassbar romantische Geschichte von Danielle und Arno... Ähnlichkeiten zu existierenden Personen waren nicht zufällig und ganz und gar beabsichtigt. Mein Herz und meine Finger glühten - denn ich schrieb natürlich mit der Hand, einen Computer gab es 1995 in den meisten Haushalten noch nicht. Mein "Roman" umfasste etwa 50 Normseiten und leider musste ich nach relativ kurzer Zeit schon ganz nüchtern eingestehen, dass er einfach ganz grauenvoll schlecht war. Ich schrieb nicht mitreißend. Nicht spannend. Nicht lustig. Ich schrieb, wie es verliebte 16-Jährige tun. Schlecht halt. Meine schriftstellerische Karriere legte ich daher kurzentschlossen auf Eis und konzentrierte mich auf andere Dinge.

Test und Vergleich der Tragehilfen Mysol, Luemai, Fräulein Hübsch, Limas, Madame Jordan und Didytai

Warum sollten wir Babys tragen?


Nachdem Kinder jahrzehntelang hauptsächlich im Kinderwagen herumkutschiert, in Bettchen gelegt und (wenn überhaupt, dann) auf dem Arm herumgetragen wurden, sieht man in den letzten Jahren doch wieder vermehrt Eltern ihre Kinder in Tragetücher oder Tragehilfen tragen. Zum Einen wurde sicherlich erkannt, wie unheimlich praktisch das Tragen ist: Man hat beide Hände frei und kann sich somit wunderbar um anderes kümmern, z. B. um den Haushalt und Geschwisterkinder. Man ist mobil, kann das Kind überallhin mitnehmen und muss das schlafende Kind nicht durch Umbetten oder Umziehen wecken, wenn man das Haus verlässt, weil man einfach die eigene Jacke über dem Kind schließen kann und das Kind somit warm eingepackt ist. Vor allem aber wird das eigene Bedürfnis nach Nähe befriedigt, wovon insbesondere auch Papas sehr profitieren können. Zum Anderen besinnt man sich aber auch auf die Vorteile des Tragens für das Baby: Neben den positiven Auswirkungen auf den kleinen Babykörper (z. B. Minderung der Blähschmerzen der Dreimonatskoliken durch die Wärme und leichte Massage, Schulung des Gleichgewichtssinns, Unterstützung der Entwicklung der Hüfte durch Spreizstellung der Beinchen) rückt dabei insbesondere die Stärkung der Bindung des kleinen Traglings zum Tragenden in Vordergrund, da das Urbedürfnis nach Nähe und Geborgenheit befriedigt wird.