Unsere Schulwahl
Unsere örtliche Grundschule befindet sich in einer komfortablen Entfernung von 300 m Luftlinie, so dass ich eigentlich jahrelang davon ausging, dass meine Kinder selbstverständlich dort hin gehen würden. Das Gebäude war erst wenige Jahre alt (allerdings auch schon zu klein geplant), es gab einen großzügigen Schulhof, eine moderne Turnhalle, einen Sportplatz und zusätzlich einen großen Fußballplatz. Es hieß, die Kinder würden dort sehr gut auf den Übergang zum Gymnasium vorbereitet, das sei allerdings mit einigem Stress und Leistungsdruck verbunden.
Das bereitete mir etwas Unbehagen. Anfangs nur ganz leicht, aber nachdem ich Herbert Renz-Polsters Buch "Die Kindheit ist unantastbar" (ihr findet bei uns dazu eine ausführliche Rezension) gelesen hatte, beschäftigte ich mich ausführlich mit alternativen Schulformen. Meine Kinder wachsen mit größtmöglicher Selbstbestimmung auf und haben schon als Kleinkinder so frei wie möglich gelernt. Je mehr ich mich damit beschäftigte, wie Kinder wirklich lernen, desto klarer wurde mir, dass es - durch die Systematik bedingt - für eine Regelschule im Grunde nahezu unmöglich ist, den Wissensdurst unserer Kinder so zu befriedigen, dass sie dauerhaft motiviert, zufrieden und interessiert sind. Ich kann wirklich jedem nur ans Herz legen, sich damit frühzeitig auseinander zu setzen und zu schauen, ob es Alternativen zur örtlichen Regelschule gibt.
In unserem Umfeld gibt es jedoch nur eine einzige alternative Schule. Von einer Bekannten erfuhr ich, dass für das Schuljahr, in dem meine Tochter eingeschult werden würde, schon etwa 70 Bewerbungen eingegangen wären - für gerade mal 24 Plätze. Der größte Teil würde an Kinder der angeschlossenen Montessori-Kita und Geschwisterkinder vergeben werden, aber vielleicht hätten wir ja Glück. Ich wollte nichts unversucht lassen, um einen der Plätze zu ergattern. Der Tag der offenen Tür und ein Informationsabend für alle Bewerber führten zu einem großen Dilemma - der brennende Wunsch, dass meine Tochter dort aufgenommen werden sollte verhielt sich antiproportional zu meiner Hoffnung, dass das so passieren würde. Je mehr ich von der Schule sah, desto überzeugter wurde ich, dass ich mit der Regelschule niemals glücklich werden würde (auch wenn sich mein Kind vermutlich problemlos integriert hätte).
Um über die Platzvergabe zu entscheiden, gab es zwei Nachmittage, an denen alle Kinder "zum Kennenlernen" eingeladen wurden. Es fiel mir extrem schwer, keinen Druck aufzubauen - am liebsten hätte ich mein Kind bekniet, möglichst freundlich, zuvorkommend und engagiert aufzutreten, damit wir den Hauch der Chance, den wir überhaupt nur hatten, nutzen können. Aber stattdessen erzählte ich ihr, dass an diesem Tag alle Kinder die Gelegenheit bekommen sollen, sich anzuschauen, ob ihnen die Schule überhaupt gefallen würde - dass es sich um ein Auswahlverfahren handelte, verschwieg ich, weil sie an diesem Nachmittag einfach sein sollte, wie sie ist.
Während die Kinder in die Klassenräume geführt und von verschiedenen Lehrern beobachtet wurden, versammelten sich die Eltern in einem anderen Raum. Nach einer Kennenlernrunde sollten alle Eltern einen Lern-Parcours absolvieren und mit den bereitgelegten Montessori-Materialien unterschiedliche Aufgaben lösen. Es war recht offensichtlich, dass auch die Eltern beobachtet wurden und geschaut wurde, ob sie zum Schulkonzept passen. Am Ende des Kennenlerntages versammelten sich alle Kinder im Theatersaal und sollten ein Lied vortragen und Farbtäfelchen in die Höhe halten. Meine Tochter stand - offenbar vollkommen reizüberflutet - am Rand und sang nicht mit. In diesem Moment sah ich unsere ohnehin nur geringe Chance endgültig schwinden und das begeisterte "Fazit" meiner Tochter tat schon fast ein bisschen weh.
Als wir im Urlaub waren, schrieb mir eine Freundin, die sich auch um einen Platz für ihre Tochter beworben hatte, dass sie leider nur auf der Warteliste stehen würden. Mein Herz klopfte bis zum Hals, als ich bei unserer Heimkehr den Brief der Schule öffnete. Und es rannen tatsächlich Tränen: Wir hatten eine Zusage bekommen und mir fiel ein komplettes Gebirge vom Herzen. Ich war der glücklichste Mensch der Welt.
Das Montessori-Konzept in der Grundschule
Das Montessori-Konzept geht zurück auf Maria Montessori - einer italienischen Ärztin und Pädagogin. Sie ging davon aus, dass Kinder von Natur aus mit dem Drang ausgestattet sind, ihre Umwelt zu erkunden und sie begreifen zu wollen. Begleitet von einfühlsamen Erwachsenen, die eine anregende Umgebung schaffen, werden Kinder zu eigenständigen Persönlichkeiten.
In der Schule ist der Unterricht geprägt durch ein hohes Maß an Selbstbestimmung und freiem Lernen. Es findet gelegentlich aber auch gebundener Unterricht statt, bei dem frontal gelehrt wird. Die Freiarbeit erfolgt oft fächerübergreifend. Die Lernumgebung ist anregend gestaltet und auf die Interessen der Altersgruppe ausgerichtet. Diese sind im Grundschulalter vor allen die Erscheinungen der Natur, Sprache und Mathematik. Besonderen Wert wird darauf gelegt, dass Kinder übergreifende Zusammenhänge verstehen - eine reine Vermittlung von (Lern-)Wissen erfolgt kaum.
Einen hohen Stellenwert nimmt der soziale Umgang miteinander ein. Grundschulkinder sind besonders sensibel in Bezug auf soziale Beziehungen und moralische Fragen. Die Entwicklung der sozialen Kompetenzen wird durch altersgemischte Klassen (bis zu vier Jahrgänge) und häufige Gruppenarbeit gestärkt. Dabei lernen die Jüngeren von den älteren Schülern - diese erleben dadurch eine sehr hohe Anerkennung.
Die Klassenzimmer sind mit umfangreichen Materialien zu den einzelnen Lernfeldern ausgestattet, das eigenständiges Lernen erlaubt und eine Selbstkontrolle ermöglicht. Die Materialien haben feste Plätze im Schrank und sind jederzeit frei zugänglich. Es gibt eine Vielzahl verschiedenster Materialien - die meisten nur in einfacher Ausfertigung, so dass Kinder sich untereinander absprechen müssen.
Montessori in Reinform bedeutet:
Die Kinder suchen sich selbst aus, woran sie arbeiten, entscheiden, ob sie in einer Gruppe arbeiten möchten (und mit wem) und wie lange sie ein Material bearbeiten.
Das heißt dennoch nicht, dass jedes Kind "tut, was es will" - sondern vielmehr, dass die Kinder sich in einem gesetzten Rahmen selbst organisieren sollen. Die Lehrer stehen als Bezugsperson und Ansprechpartner zur Verfügung und begleiten die Kinder liebevoll und einfühlsam. Sie beobachten die Kinder und schaffen eine Lernumgebung, die jedes Kind für seine Persönlichkeitsentwicklung benötigt. Der Leitsatz, der die Montessori-Pädagogik prägt, lautet: "Hilf mir, es selbst zu tun!"
Das Kind steht bei dieser Pädagogok im Mittelpunkt und handelt aus sich selbst heraus. Es soll ohne Bewertung und Kritik lernen. Aber auch Lobe, Belohnungen oder Benotungen sind nicht vorgesehen, da sich das negativ auf die Motivation auswirkt. Kinder sollen aus sich heraus motiviert sein, nicht von außen beeinflusst. Die Freude am Lernen ist das zentrale Element der Montessori-Pädagogik.
Unsere Schule
Der Tagesablauf
Unsere Schule ist als offene Ganztagsschule konzipiert. Der Unterrricht findet jahrgangsübergreifend statt - eine Klasse besteht aus acht Erstklässlern, acht Zweitklässlern und acht Drittklässlern. Im Unterricht sind in der meisten Zeit ein Lehrer|eine Lehrerin und ein Stützpädagoge|eine Stützpädagogin anwesend. Schulbeginn ist wie fast überall 8:00 Uhr, die Kinder können jedoch ab 7:00 Uhr das Schulgebäude betreten und im Rahmen der sogenannten "offenen Lernzeit" bereits an Aufgaben arbeiten oder sich mit anderen austauschen. Hier seht ihr den aktuellen Stundenplan meiner Tochter, die die Klasse 123a besucht (jetzt 2. Klasse):
Jeden Tag steht DMaS auf dem Programm - ein Mischunterricht aus Deutsch, Mathe und Sachkunde. Das wird sehr flexibel gehandhabt. An manchen Tagen sind alle drei Fächer Bestandteil des Unterrichts, manchmal wird auch drei Tage lang nur ein Fach gemacht. Ergänzt wird dieser Grundunterricht von Englisch, Kunst, Musik, Schwimmunterricht, Neigung (ca. zehn verschiedene Vertiefungsfächer - Papierschöpfen, Basteln, Zirkus, Foto, Filzen, Hundehaltung usw.), Sport und Religion/Begegnung (nicht religiöser Werteunterricht).
Jeder Tag beginnt mit einem Morgenkreis (8:00 Uhr bis 8:15 Uhr) in dem die Kinder sich über tagesaktuelle Themen oder ihre Wochenenderlebnisse austauschen. Dafür gibt es in jeder Klasse einen gesonderten Kreisraum, in dem auch Ergebnisse von Gruppenarbeiten präsentiert werden (bspw. Poster von Vorträgen oder Bilder aus dem Kunstunterricht).
Von 8:15 Uhr bis 09:45 Uhr findet der erste Unterrichtsblock statt. In der Mitte gibt es eine fünfzehnminütige Frühstückspause. Jeden Tag bekommen die Kinder in der Pause auch einen großen Obstteller mit bereits geschnittenem Obst und Gemüse in die Klassenräume gestellt - dort dürfen sie sich jederzeit etwas nehmen. Gesunde Ernährung wird immer wieder thematisiert, Süßigkeiten in den Brotboxen sind entsprechend tabu. Die Frühstückspause wird zeitlich flexibel gehandhabt. Überhaupt sind die Unterrichtseinheiten nicht starr - der Zeitrahmen dient nur zur groben Orientierung. Sollte etwas im Unterricht mal mehr oder weniger Zeit einnehmen als geplant, dann wird darauf eingegangen. Deswegen gibt es auch keine Schulklingel, jeder Lehrer entscheidet sellbst, wann der Unterricht endet.
Gegen 9:45 gibt es eine halbstündige Pause, die üblicherweise auf dem Schulhof verbracht wird. Ein zweiter Unterrichtsblock findet dann von 10:15 Uhr bis 11:50 Uhr statt. Danach ist eine große, 85-minütige Mittagspause, in der die Kinder gestaffelt essen gehen. Die übrige Zeit wird auf dem Hof oder bei schlechtem Wetter im Schulgebäude verbracht. Einmal wöchentlich findet in der Mittagspause ein (fakultativer) Blockflötenunterricht statt.
Anschließend gibt es dreimal in der Woche einen dritten Unterrichtsblock (45 oder 90 Minuten). Zweimal in der Woche ist in dieser Zeit "Angebotszeit". Die Kinder können dann wählen, ob sie auf den Hof, in den Bewegungsraum, in den Leseraum, in den Kreativraum oder in den Theatersaal gehen. Letzterer dient als Ort der Entspannung - es können Matratzen hervor geholt werden und es besteht die Möglichkeit, dass CDs angehört werden oder jemand vorliest. Nach dem letzten Unterrichtsblock können die Kinder nach Hause gehen - die meisten entscheiden sich jedoch dafür, den Hort zu besuchen oder den Unterricht in einer weiteren "offenen Lernzeit" nachzuarbeiten. In der Hortzeit können die Kinder frei entscheiden, wo sie sich aufhalten, sie müssen sich nirgends an- oder abmelden. Sie haben jedoch eine|n feste|n Horterzieher|in als Ansprechpartner|in. Um 15 Uhr haben die Kinder "Kaffeezeit" - sie können im Speisesaal Müsli/Cornflakes essen oder Reste vom Mittagessen.
Am Nachmittag werden außerdem zahlreiche Arbeitsgemeinschaften angeboten. Es gibt geschlossene Angebote, bei denen sich die Kinder anmelden müssen und möglichst regelmäßig teilnehmen sollten. Gewählt werden kann zwischen Selbstverteidigung, Klavier, Gitarre, Töpfern, Kindertanz, Handarbeit, usw. Daneben gibt es auch offene Arbeitsgemeinschaften, zu denen jeder nach Lust und Laune vorbei schauen kann - u. A. Computer, Fußball, Trommeln oder Breakdance. Damit die Eltern wissen, wo sich ihr Kind aufhält, steht im Schulfoyer eine Tafel mit den verschiedenen Örtlichkeiten, an der die Kinder eine Klammer mit ihrem Namen befestigen. Wird das Kind abgeholt, klammert es sich ab und lässt sich in der Abholliste abkreuzen. Die Kinder können sich also jederzeit überall frei bewegen.
Hausaufgaben gibt es nicht (definitiv einer der größten Vorteile). Kinder können ihre Arbeitshefte mitnehmen und zu Hause oder in den Ferien etwas machen - erwartet wird jedoch nichts. Im Gegenteil: Die Schulleiterin sagt bei jeder Einschulung ganz klar, dass Kinder unbedingt nach der Schule Freizeit brauchen, man es mit dem Üben also nicht übertreiben soll.
Am Ende eines jeden Monats gibt es ein Monatsfest, bei dem die Kinder sich die angeeigneten Fähigkeiten gegenseitig vorführen können. An diesem Tag findet kein regulärer Unterrricht statt. Ab der ersten Klasse gibt es Klassenfahrten, im Herbst freuen sich die Kinder auf eine Lesenacht mit Übernachtung in der Schule. Fasching und Sportfest sind ebenfalls Bestandteil des Schulalltags.
Das Arbeitsmaterial
Ein Schulranzen wäre in unserer Schule eigentlich entbehrlich - die Kinder tragen nur ihre Frühstücksdose, ihre Blockflöte (zumindest diejenigen, die zu Hause üben möchten) und eine Pendelmappe hin und her. Diese Mappe dient dem Austausch von Informationen zwischen den Lehrern und den Eltern.
Die Arbeitsmaterialien haben einen festen Platz im Klassenraum. Jedes Kind hat einen Stehordner, der alle Hefte und Hefter enthält, die das Kind aktuell benötigt. Hat ein Kind ein Heft vollständig ausgefüllt, wird dieses in seinem Entwicklungsordner abgeheftet, der zur Dokumentation dient, dass der Rahmenlehrplan eingehalten wird - denn das muss er natürlich genauso, wie in jeder anderen Schule auch.
Die Hefte sind super schön gestaltet und ermöglichen schon Leseanfängern, selbständig zu arbeiten. Hier habe ich für Euch ein paar Eindrücke aus den Heften und Heftern meiner Tochter aus den ersten Wochen der ersten Klasse eingefangen:
Daneben gibt es im Klassenraum zahlreiche Arbeitsmaterialen, die nach Lernfeldern sortiert sind. Die Vielzahl ist wirklich faszinierend - am Tag der offenen Tür sind die Besucher jedes Mal vollkommen überfordert von den vielfältigen Eindrücken. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich das erste Mal damit in Berührung kam und schon nach kurzer Zeit völlig erschlagen war.
Logico macht den Kindern besonders großen Spaß. Sie können eine Karte einlegen und die Aufgaben lösen, indem sie die bunten Plättchen an die richtige Stelle ziehen. Auf der Rückseite können sie sich dann selbst kontrollieren.
Für fast alle Lerninhalte gibt es ganz unterschiedliches Material - um bspw. die Uhrzeiten zu lernen, können die Kinder allein auf vier verschiedene Materialien zurück greifen. Da jedes Kind auf andere Art und Weise lernt, hat jeder so die Möglichkeit, sich auf individuellen Wegen Wissen anzueignen.
Die Bewertung
In den Klassen 123 erfolgt keine Bewertung durch Noten. Die Benotung ab der 4. Klasse ist aktuell noch zwingend vorgesehen, die Schulleitung hofft jedoch, dass auch dieser Zwang in den nächsten Monaten entfällt. Zum Halbjahr bzw. Ende des Schuljahres gibt es ein Zeugnis, das verbal den Entwicklungsstand des Kindes beschreibt.
In jedem Halbjahr gibt es ein zwanzigminütiges Entwicklungsgespräch, bei dem Klassenlehrer|in und Stützpadagoge anwesend sind und in dem sich über die Fortschritte und die Entwicklung der Fähigkeiten ausgetauscht wird.
Die Kosten
Die Schule finanziert sich durch Schulgeld, Spenden und Hortbeiträge. Das Schulgeld beträgt einkommensunabhängig 128 EUR, Geschwisterkinder zahlen nur 64 EUR. Die Beiträge für den Hort werden nach dem elterlichen Einkommen berechnet - man zahlt zwischen 8 und 137 EUR/Monat (Maximalsatz ab 40.000 EUR Jahreseinkommen). Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir um keinen einzigen Cent des Schulgeldes leid tut - ich würde vermutlich an allen anderen Stellen in unserem Leben sparen, um meinen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.
Es wird außerdem erwartet, dass die Eltern pro Jahr (pro Familie, nicht pro Kind) insgesamt 10 Arbeitsstunden leisten. Entweder beim Frühjahrs-/Herbstputz, bei Schulveranstaltungen (Tag der offenen Tür, Einschulung, Weihnachtsmarkt usw.), beim Obstschneiden oder handwerklichen Tätigkeiten. Wer das zeitlich nicht schafft, kann sich für 10 EUR/Stunde "freikaufen".
Der Abschluss
In Brandenburg geht die Grundschule bis zur Klasse 6. Die Kinder wechseln nach der Klasse 123 in die Klass(n) 456. Danach beginnt die Oberstufe, in der klassenweise gelernt wird. In unserer Schule kann man alle Schulabschlüsse erwerben - den Realschulabschluss, den erweiterten Realschulabschluss, Fachoberschulreife (auch mit Berechtigung zur gymnasialen Oberstufe) und ganz neu seit letztem Jahr auch das Abitur.
Das Schulgebäude
Das Gebäude der Schule ist schon älter und diente früher als medizinische Einrichtung. Es wurde jedoch an allen Wänden und Ecken dafür gesorgt, dass der sehr eigentümliche Charme des Gebäudes deutlich aufpoliert wird. Es hat verschiedene "Flügel", so dass die Jahrgänge jeweils räumlich getrennt sind. Die drei Klassen 123 sind in einem Teil untergebracht, der Jahrgang 456 in einem anderen. Danach haben einzelne Klassen feste Klassenräume und Fachräume.
Im Gebäude gibt es neben den Klassenräumen eine kleine Bücherei mit Sitz- und Liegegelegenheiten, einen Forscherraum, einen Theaterraum, einen Bewegungsraum mit verschiedenen Sportgeräten, eine Keramikwerkstatt mit Brennofen, einen Kreativraum, einen Bauraum, ein Computerkabinett und verschiedene Räume zum Musizieren (einer mit Trommeln, einer mit Klavier).
Im Foyer leben Mäuse, Koi-Karpfen in einem Brunnen und Agamen in einem Terrarium.
Hier seht ihr ein paar Eindrücke aus dem Klassenzimmer meiner Tochter (Klasse 123)
Der Schulhof
Besonders schön finde ich den Schulhof. Dieser liegt mitten in einem Wald mit riesigen Bäumen (zur Einschätzung der Dimensionen - seht ihr meine beiden Kinder etwa mittig auf dem Bild?) und hat keinerlei Umzäunung. Es gibt dennoch die Regel, dass Kinder sich nur innerhalb eines bestimmten Gebietes aufhalten dürfen, dieses ist jedoch außerordentlich großzügig.
Eine Seite des Schulhofes wird von einem rege genutzten Fußballplatz begrenzt.
Es gibt außerdem ein Klettergerüst aus Holz mit einer Seilbahn.
Auch ein Hochbeet und ein saisonales Blumenbeet sind auf dem Schulhof zu finden.
Sehr beliebt sind im Sommer der Barfußpfad und im Frühling der Miniteich mit den Kaulquappen, die die Kinder jeden Tag interessiert unter dem Mikroskop betrachten (und dann zurück in den Teich setzen).
Außerdem vorhanden sind ein großer Buddelkasten, zwei Schaukeln, ein Karussel, ein im Boden eigelassenes Trampolin, eine Wippe, eine Kletterkugel, eine Tischtennisplatte und ein Turnreck.
Sehr gerne spielen die Kinder mit den Materialien, die die Wald liefert. Sie bauen sich daraus verschiedene Phantasiegebilde und auch richtige Hütten.
Ich hoffe, ihr konntet einen groben Überblick gewinnen. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen.
© Danielle



















