Das Baby ist sechs Monate alt - wie entwickelt es sich und wie kann man es beschäftigen?

Wenn unser Baby sechs Monate alt wird, merken wir Eltern wieder häufig wieder eine Veränderung im Verhalten. Besonders auffällig ist, dass unsere Kinder nun sehr stark beginnen zu klammern. Kaum geht die Mama einen Schritt zu weit weg, schon wird lauthals geweint oder zumindest gemotzt. Konnten wir früher zumindest mal kurz aus dem Zimmer gehen, wenn das Baby gerade anderweitig beschäftigt war, ist das heute kaum noch möglich. 

Von fremden Menschen wollen Baby nun gar nicht angefasst werden. Manchmal ist sogar schon das Angucken oder Ansprechen durch andere Leute zu viel und das Baby beginnt zu weinen. Leider passiert es, dass auch Papa nun angefremdelt wird, eine Erfahrung, die diesen ganz schön frustrierend kann. 
 
Herr Ningel wird gewickelt

Am anstrengendsten fand ich in diesem Alter den Kampf ums Wickeln. Ich durfte meine Töchter nicht mehr auf den Rücken auf die Wickelkommode legen - sie schrien, als wäre die Unterlage mit Reißzwecken ausgelegt. Ich war schon richtig verzweifelt und dachte, sie hätten furchtbare Schmerzen. Als ich dann aber im Freundeskreis herumfragte, war es in dieser Zeit wirklich bei allen Kindern haargenau gleich. Keines wollte mehr gewickelt werden - und schon gar nicht auf dem Rücken. Ich lernte in dieser Zeit, das Kind auf dem Bauch liegend und in Rekordzeit zu wickeln. Beides kein Genuss, aber was muss, das muss. 

Das Klammern, das Fremdeln und das Wickeldrama kann für alle sehr, sehr anstrengend sein, bedeutet aber nur eins: Herr Ningel und Herr Nörgel sind wieder da! 

Das Baby ist vier bis fünf Monate alt - wie entwickelt es sich und wie kann man es beschäftigen?

Im Alter zwischen vier und fünf Monaten werden unsere Kinder wieder einmal schwieriger. Sie schlafen deutlich schlechter, wollen nachts fast jede Stunde an die mütterliche Brust, weinen tagsüber sehr viel häufiger oder liegen als nörgelige kleine Wesen auf der Decke und haben an allem und jedem etwas auszusetzen. Sie sind seeehr anhänglich und wollen eigentlich rund um die Uhr auf Mamas Arm getragen werden. Andere Menschen werden angstvoll angebrüllt, sie fremdeln
 
Herr Ningel und Herr Nörgel packen Koffer

Am schlimmsten in dieser Phase ist eigentlich das Stillen. Wenn ich nicht darauf vorbereitet gewesen wäre, dass es um den 4. Monat herum eine Stillkrise gibt, ich glaube, ich hätte aus Unwissenheit abgestillt. Meine Töchter waren beim Trinken sehr unruhig, oft haben sie die Brustwarze in den Mund genommen und angefangen zu trinken, haben aber dann keine Minute später losgelassen, um den Kopf irgendwo hin zu drehen und zu gucken. Sie waren super leicht ablenkbar und konnten sich gar nicht richtig aufs Trinken konzentrieren. Sie hatten aber weiterhin Hunger und wurden immer unruhiger und nöliger, versuchten wieder anzudocken, aber in ihrer Hast gelang es nicht. Puh!

Das Baby ist drei Monate alt - wie entwickelt es sich und wie kann man es beschäftigen?

Dein Baby wächst nicht nur extrem schnell, es entwickelt auch in Rekordgeschwindigkeit neue motorische und kognitive Fähigkeiten. Die Phasen, in denen die Entwicklung besonders rasant oder intensiv verläuft, sind oft extrem anstrengend. Wenn Babys drei Monate alt werden, sind viele von ihnen wieder für einige Zeit anhänglicher, ningelig, nörgelig und mit sich und der Welt unzufrieden. Dein Baby ist womöglich unruhiger, schreit mehr und schläft schlechter. Viele Babys wollen auch öfter an der Brust trinken und eigentlich am liebsten den ganzen Tag auf dem Arm verbringen. Wehe, man legt sie ab! Dann fangen sie bitterlich an zu weinen und hören erst wieder auf, wenn sie lange und intensiv bekuschelt werden. 

Mittlerweile ist den meisten Eltern klar, was das Problem ist: Herr Ningel und Herr Nörgel sind wieder zu Besuch.
 
Herr Ningel hinter einer Topfpflanze
 

Wunderbare wilde Kinder - Podcast mit Inke Hummel

Inke war schon so oft bei uns, dass wir dachten, wir hätten ihr Buch „Mein wunderbares wildes Kind“ aus dem humboldt Verlag schon mit ihr besprochen. Erst als eine Hörerin nachfragte, wo sie denn den Podcast zum wilden Kind findet, fiel uns auf, dass wir genau dieses Buch nie rezensiert hatten. Deshalb haben wir uns Inke Hummel nochmal eingeladen, um über Kinder zu reden, die in ihrer Lebhaftigkeit von ihrer Umwelt als "zu laut", "zu unbequem" oder "zu anders" gesehen werden. 



Das Baby ist zwei Monate alt - wie entwickelt es sich und wie kann man es beschäftigen?

Kurz bevor oder genau dann, wenn Babys zwei Monate alt werden, kann man beobachten, dass viele Babys außerordentlich unleidlich werden und viel schreien. In diesem Alter findet eine weitere Entwicklungsphase statt, die unsere Babys zu schaffen macht. Sie sind unruhig, quengeln den ganzen Tag, möchten ununterbrochen getragen werden, schlafen nur bei engstem Körperkontakt und/oder schaukeln im Tragetuch oder in der Federwiege, wollen vermehrt gestillt oder gefüttert werden und sind durch und durch schlecht zu beruhigen. 

Tatsächlich beginnen jetzt sogar einige Babys schon mit dem Fremdeln und fangen an zu schreien, wenn sich ihnen jemand anderes als ihre Eltern nähert. Wer ein Schreikind hat, wird jetzt nahezu wahnsinnig: das Baby brüllt gefühlt nur noch. Eltern von pflegeleichteren Kindern wiederum sind ebenfalls verzweifelt, weil sie es nicht gewohnt sind, wenn das Baby untröstlich scheint. Es ist wieder so weit: Herr Ningel und Herr Nörgel sind zu Besuch!



Das Baby ist einen Monat alt - wie entwickelt es sich und wie kann man es beschäftigen?

Mit dieser Artikelreihe wollen wir Dich und Dein Baby durch die Entwicklung in den ersten Lebensmonaten begleiten. In dieser Zeit finden enorme Veränderungen statt. Dein Baby wächst nicht nur extrem schnell, es entwickelt auch in Rekordgeschwindigkeit neue motorische und kognitive Fähigkeiten. Die Phasen, in denen die Entwicklung besonders rasant oder intensiv verläuft, sind oft extrem anstrengend. Dein Baby ist dann unruhiger, schreit mehr und schläft schlechter. Viele Babys wollen öfter an der Brust trinken und eigentlich am liebsten den ganzen Tag auf dem Arm ihrer Eltern verbringen. Wehe, man legt sie ab! Dann fangen sie bitterlich an zu weinen und hören erst wieder auf, wenn man sie lange und intensiv bekuschelt hat.

Wenn dein Baby ungefähr einen Monat alt ist, lernt ihr wahrscheinlich zum ersten Mal Herrn Ningel und Herrn Nörgel kennen! Keine Sorge, sie sind keine Dauergäste, aber sie werden Euch in den nächsten Monaten sicher häufiger begegnen. Es wird daher Zeit, sich bekannt zu machen.

Bedürfnisorientierte Elternschaft im Familienalltag - Podcast mit Nina C. Grimm

Kennt ihr das? Theoretisch wisst ihr genau, wie ihr mit eurem Kind umgehen möchtet: zugewandt, achtsam, einfach ganz bedürfnisorientiert. Ihr wisst auch, dass Schimpfen Quatsch ist, Ungeduld überhaupt nicht weiterhilft und Schreien so gar nicht geht. Uns geht es im Alltag aber dennoch ganz häufig so, dass wir - ganz besonders in stressigen Situationen – dann doch immer wieder ganz anders reagieren, als wir das eigentlich wollen.

Wir haben Nina Grimm in unseren Podcast eingeladen, die sich in ihrem Buch "Hätte, müsste, sollte" damit beschäftigt hat, warum wir mit unseren hohen Ansprüche so oft scheitern und warum es sich lohnt, die Herausforderungen unseres Familienlebens als Einladung zu betrachten.