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Mein Baby schreit immer im Auto - was kann ich tun?

Immer mal wieder schreiben uns Leser E-Mails oder Nachrichten auf Facebook und stellen kurze Fragen, die ihnen besonders unter den Nägeln brennen. Wir wollen in loser Folge die am häufigsten gestellten Fragen hier etwas ausführlicher beantworten.

Was hilft, wenn mein Baby Autofahren hasst und die ganze Zeit schreit?


Es gibt Kinder, die hassen Autofahren abgrundtief. Sobald sie ins Auto gesetzt werden, fangen sie an zu schreien und hören oft erst dann wieder damit auf, wenn man sie aus dem Auto heraus holt. Manche schreien schon beim bloßen Anblick der Babyschale los. Wer Kinder hat, die das Autofahren hassen, wird sein Fahrzeug ohnehin schon so oft wie möglich stehen lassen - aber manchmal gibt es einfach keine Alternativen.

Für das Schreien kann es viele verschiedene Gründe geben, leider sind Babys in ihren Ausdrucksmöglichkeiten noch sehr stark eingeschränkt, so dass man oft nach dem Ausschlussprinzip vorgehen muss, um die Ursache zu ergründen. Manchmal führen überraschend ganz kleine Änderungen zu einem durchschlagenden Erfolg. Manchmal aber auch leider nicht.


Die Fliehkräfte in der Babyschale verringern


Kennt ihr das? Ihr liegt abends im Bett, schlummert sanft ein und dann zuckt der ganze Körper plötzlich zusammen. Oft hatte man vorher das unangenehme Gefühl, zu fallen. Es gibt eine Theorie, wonach das Gehirn die aktuelle Position des Körpers nicht nur über das Gleichgewichtsorgan im Ohr erhält, sondern auch über Rückmeldungen der Muskeln. Während des Einschlafens erschlaffen die Muskeln allmählich und das Gehirn begibt sich in den Schlafmodus. Erschlaffen die Muskeln ausnahmsweise, während der Teil des Gehirns der für die Gleichgewichtskontrolle zuständig ist, noch wach ist, nimmt dieser wahr: "Hilfe! Kontrollverlust! Ich falle!" Das Zucken soll das (vermeintlich fehlende) Gleichgewicht wieder herstellen, also die Muskeln zur Arbeit animieren.

Bei Babys kann man in den ersten Lebenswochen und -monaten oft ein ähnliches Zucken beobachten. Sobald sie das Gefühl haben in einem Ungleichgewicht zu sein oder zu fallen, reißen sie sofort die Arme nach oben. Dieser sogenannte Moro-Reflex ist ein uraltes Überbleibsel der Evolution - früher sorgte er dafür, dass sich ein Menschen-Baby sofort am Fell der Mutter festkrallte, wenn es das Gefühl hatte zu fallen. Es handelt sich dabei um eine Notfallreaktion, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzt.

Wenn nun eine Auto bremst, dann wird ein Baby immer in der rückwärts gerichteten Babyschale gegen die Rückenlehne gepresst. Einigen Kindern bereitet das extrem großes Unbehagen, weil sie dabei das Gefühl haben, zu fallen. Wenn also im Stadtverkehr alle zwei Minuten (und das vollkommen unkalkulierbar für das Baby) dieses unangenehme Gefühl entsteht, ist es nachvollziehbar, wenn das Autofahren gehasst wird. Das erklärt vielleicht auch, warum sich das Schreien mit dem Umstieg auf einen vorwärts gerichteten Kindersitz oft schlagartig bessert.

Dass das das Problem des Kindes ist, erkennt man daran, dass es vor allem beim Bremsen schreit. Allerdings verbinden die Babys  sehr schnell generell das Autofahren mit dem Gefühl und schreien dann die ganzen Zeit und nicht mehr nur beim Bremsen, so dass man den Bremsvorgang als Ursache für das Unwohlsein nicht eindeutig identifizieren kann.

Die Situation lässt sich verbessern, indem man die Liegefläche der Babyschale flacher im Auto positioniert. Legt man bspw. ein mehrfach gefaltetes Handtuch unter den vorderen Teil, kann man dadurch die Neigung beeinflussen. Je flacher das Baby liegt, desto weniger Kräfte wirken beim Anfahren und Bremsen. Dieses Vorgehen empfiehlt sich ausdrücklich jedoch nur zu Testzwecken, denn die Babyschalen sollen aus Sicherheitsgründen in der vorgesehenen Neigung stehen. Probiert vielleicht mal eine andere Babyschale (von Freunden oder Bekannten) aus - die Modelle von Römer sind grundsätzlich etwas steiler, als die vom MaxiCosi. Manche Kinder stört zusätzlich bei einer zu steilen Schale, dass ihr Kopf (vor allem beim Schlafen) immer wieder nach vorne fällt.

Manche Isofixsysteme bieten die Möglichkeit, die Neigung einzustellen (z. B. FamilyFix von Maxi-Cosi, Römer bietet einen Neigungsadapter, der kostenlos bestellt werden kann). Es gibt auch Babyschalen, die eine sehr flach liegende Position ermöglichen, wie die Cybex Cloud Q oder Kiddy Evo Lunafix oder Evolutiuon Pro.

Fehlender Körperkontakt oder fehlender Sichtkontakt


Vor allem Traglinge haben oft Probleme damit, im Auto von Mama oder Papa getrennt zu sein. Kinder, die viel Zeit in Tragetüchern oder -hilfen verbringen, sind diese Art des Transports gewöhnt. Sie haben keinerlei Verständnis dafür, wenn sie plötzlich allein in einer unbequemen Plastikschale liegen sollen. Ihnen ist einfach nicht klar, warum etwas, das sonst immer bereitwillig zur Verfügung gestellt wird - Liebe, Nähe, Wärme und Körperkontakt - plötzlich so vehement verweigert wird. Da wundert es eigentlich nicht, wenn das Auto dann schnell grundsätzlich abgelehnt wird. Leider ist das ein Problem, für das es keine wirkliche Lösung gibt.

Wichtig zu wissen ist: vor allem kleine Kinder verfügen noch nicht über Objektpermanenz, d. h. sie wissen einfach nicht, dass jemand, den sie nicht sehen, trotzdem in unmittelbarer Nähe sein kann. Sie liegen also hinten im Auto in ihrem Sitz, starren die Rücklehne an, sehen sonst nicht viel und fühlen sich daher selbst dann allein, wenn Mama oder Papa mit ihnen reden. Zwar ist der Sitz hinter dem Fahrer der sicherste Platz für die Babyschale, aber wenn das Baby dort permanent schreit, ist der Fahrer gestresst und abgelenkt, so dass die Unfallgefahr steigt. Daher ist es einen Versuch wert, das Kind auf den Beifahrersitz zu stellen. Einigen Kindern geht es einfach deutlich besser, wenn sie ein Elternteil wenigstens sehen können.

Fährt das Kind vorne mit, vergesst bitte nie: der Airbag muss ausgeschaltet sein. Ganz wichtig ist es auch, sich nicht ablenken zu lassen. Wenn das Kind im Blickfeld ist, ist man natürlich geneigt, öfter mal dort hin zu schauen. Auch das geht zu Lasten der Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Daher: Wenn das Kind vorne schreit, haltet an und versucht nicht, es während der Fahrt zu beruhigen.

Wenn das Kind hinten fahren muss: vielleicht mildert ja Mamas Schlafanzug, der so schön nach ihr riecht und ganz kuschelig ist, ein bisschen die Sehnucht. Es gibt außerde spezielle Rückspiegel für das Auto, die eigentlich dafür gedacht sind, Kinder in Reboardern sehen zu können. Diese können dafür zweckentfremdet werden, dass das Baby aus der Babyschale heraus die Eltern sehen kann.

Zu viel oder zu wenig Bewegungsmöglichkeiten


Einige Kinder haben ein Problem damit, dass sie in der Babyschale dauerhaft in einer festen Position liegen müssen und sich kaum bewegen können. Anders als uns ist ihnen natürlich nicht klar, dass des Festschnallen der Sicherheit dient und unerlässlich ist. Auch hier verstehen Babys einfach nicht, warum sie sich den ganzen Tag frei bewegen dürfen und hier quasi "gefesselt" werden.

Es kann sein, dass eine größere Babyschale vorübergehend für etwas mehr Wohlbefinden sorgen könnte. Die Kindersitze von Römer bieten nach meiner Erfahrung deutlich mehr Platz, als die Modelle von MaxiCosi. Vielleicht kennt ihr jemanden mit einer größeren Babyschale, der euer Kind mal probefahren lässt.

Schaut Euch auch die Gurte an - sie sollen genau in Höhe der Schulter aus der Rückseite kommen - nicht höher und nicht tiefer. Eine falsche Einstellung kann sehr unbequem sein und damit für Genörgel sorgen (und sich außerdem nachteilig auf die Sicherheit auswirken).

Auch die Herausnahme des Kissens des Neugeboreneneinsatzes/Sitzverkleinerers hat bei einigen zu einer deutlichen Besserung des Schreiverhaltens geführt. Wenn Euer Baby alt genug dafür ist, dann nehmt mal versuchsweise das Keilkissen raus.

Andere Kinder haben das Problem, dass sie sich zunehmend in Rage fuchteln, weil sie während der Fahrt niemand tröstet. Das Rudern mit den Ärmchen macht sie immer wütender. Auf solche Kinder können Pucksäcke eine enorm beruhigende Wirkung haben. Damit werden die Arme eng am Körper fixiert, das Fuchteln wird unterbunden. Das Baby fühlt sich durch die Enge geborgen (weil sie es an den Mutterleib erinnert). Es gibt Modelle, die haben spezielle Schlitze für Autogurte, wie z. B. mein Lieblingspucksack SwaddleMe.

Übermüdung


Oft hört man den Tipp, das Kind möglichst müde ins Auto zu setzen und so die Schlafphase für eine entspanntere Fahrt zu nutzen. Das funktioniert bei vielen Kindern sehr gut - andere machen im Auto aber partout kein Auge zu. Wenn ihr bspw. einen Bauchschläfer habt, dann ist es besonders unangenehm für das Kind, müde in der Babyschale zu sitzen, weil es sich nicht in die bevorzugte Position drehen kann. Es findet nicht in den Schlaf, die Überreizung führt dazu, dass es noch schlimmer schreit und natürlich erst recht nicht in den Schlaf findet.Es kann also sinnvoll sein, mal auszuprobieren, ob das Baby ausgeschlafen vielleicht weniger im Auto weint.

Weißes Rauschen


Auf viele Kinder wirkt ein weißes Rauschen außerordentlich beruhigend. Viele Eltern machen schon ganz instinktiv "Shhhhhhhh", um ihre Kinder zu beruhigen. Nicht wenige Babys verbringen die ersten Wochen ihres Lebens in der Nähe von Föhnen, Dunstabzugshauben oder Staubsaugern, weil das Geräusch so einschläfernd wirkt. Dieses weiße Rauschen gibt es als Audiodatei für das Handy - probiert die Wirkung auf euer Baby einfach mal aus. Wichtig ist, dass es wirklich laut rauscht. Wenn es funktioniert, dann kann man die Anschaffung eines Babyshushers erwägen, mit dem man die Beschallung relativ nah am Baby platzieren kann. Wenn Euch das Rauschen nicht stört, könnt ihr auch einfach das Autoradio laut aufdrehen auf einer Frequenz, in deren Nähe kein Sender ist.

Die falsche Temperatur


Es kann sein, dass dem Baby zu warm oder zu kalt ist. Beides kann es noch nicht ausreichend ausdrücken, daher lohnt es sich möglicherweise, etwas zu experimentieren. Die Bezüge der Kindersitze sind in der Regel aus synthetischen Fasern gefertigt. Das kann dazu führen, dass Kinder dadurch uangenehm schwitzen. Etwas Abhilfe schaffen Baumwollbezüge für den Sitz. Aber auch eine einfache Baumwollmullwindel kann für ein angenehmeres Sitzklima sorgen.

Vielleicht ist dem Kind auch zu kalt. Gerade kleine Kinder können ihre Temperatur noch nicht sehr gut halten und frieren schneller, als wir das vermuten - zudem sie ja weitestgehend bewegungslos da liegen müssen. Daher ist es einen Versuch wert, das Kind mit einer Decke zuzudecken. Im Winter ist eine solche ohnehin notwendig, denn Kinder sollten nicht mit der dicken Winterjacke im Autositz festgeschnallt werden, da die Gurte sonst nicht eng genug anliegen. Es gibt spezielle Einschlagdecken für die Babyschale, die passende Gutschlitze haben und nicht verutschen können.

Fehlende oder "zuviel" Sicht


Manche Kinder stört sehr, dass sie nicht nach draußen schauen können. Um hinten hinaus zu schauen, sind die Babyschalen zu flach und seitlich können sie oft nicht hinaussehen, weil das Sonnenverdeck dabei stört. Probiert einfach mal, das Sonnenverdeck des Kindersitzes während der Fahrt zu entfernen - in einigen Fällen war das von durchschlagendem Erfolg gekrönt. Aber bitte: NUR das Sonnensegel entfernen, nicht den Tragebügel herunter klappen. Dieser muss während der Fahrt immer hochgeklappt sein, weil er als Überrollbügel dient!

Manchmal ist auch genau das Gegenteil der Fall - das Baby sieht zu viel und ist schnell überreizt. Beim Blick aus dem Fenster versucht es, die vorbei rauschenden Gegenstände zu erfassen, oft vergeblich, weil das Auto so schnell fährt. Die schnellen Augenbewegungen und die Überreizung durch die vorbei flutenden Sinneseindrücke können sehr unruhig machen. Manche Kinder weinen deutlich weniger im Auto, wenn die Scheiben (bspw. mit einer Mullwindel) verhangen sind.



Weint das Kind erst eine Weile nach dem Losfahren: Übelkeit?


Das Autofahren kann den kindlichen Gleichgewichtssinn irritieren. Die Natur hat nicht vorgesehen, dass Menschen sich anders als laufend (oder allenfalls reitend) fortbewegen. Normalerweise orientieren wir uns in einem Raum durch das, was wir sehen und das, was unser Gleichgewichtssinn uns meldet. Es kann das Gehirn in ein massives Ungleichgewicht bringen, wenn das, was Kinder sehen (in der Babyschale im Zweifel so gut wie nichts) und spüren (ich bewege mich fort, es wackelt, der Körper spürt Fliehkräfte in einer Kurve) nicht überein stimmt.

Der Körper kann durch die widersprüchlichen Eindrücke mit Unwohlsein, einem Schwindelgefühl und Übelkeit reagieren. Babys können dieses Unwohlsein noch nicht ausreichend ausdrücken, sie verknüpfen aber sehr schnell dieses unangenehme Gefühl mit dem Auto, so dass viele von ihnen schon schreien, sobald man sie in die Babyschale setzen will. Man erkennt eine mögliche Reiseübelkeit an Blässe, erhöhtem Speichelfluss, Schweißausbrüchen und vermehrtem Gähnen. Bei meiner Tochter war das sicherste Zeichen, dass wir umgehend anhalten sollten, dass sie ihren Schnuller plötzlich freiwillig aus dem Mund nahm.

Normalerweise entwickelt sich eine Reiseübelkeit erst etwa im Alter von zwei bis drei Jahren, es ist aber nicht vollständig ausgeschlossen, dass auch schon Babys darunter leiden. Manchmal bringt ein (nach vorne gerichteter) Kindersitz Besserung, aber aus Sicherheitsgründen sollten Kinder so lange nur irgend möglich rückwärts fahren. Uns blieb nichts anderes übrig, als bei längeren Fahrten (ab 45 Minuten) Zäpfchen/Tabletten gegen Reiseübelkeit zu verabreichen.

Wenn man den Verdacht hat, dass die Übelkeit das Problem sein könnte, dann sollte man dafür sorgen, dass das Kind möglichst wenig abgelenkt ist (bspw. von Spielzeug) und so viel wie möglich aus dem Fenster schaut.

Wenn ihr weitere Tipps habt, die bei Euch geholfen haben, das Autofahren etwas angenehmer zu gestalten, freue ich mich über einen Kommentar!

© Danielle
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Kommentare:

  1. Liebe Danielle,
    dieser Beitrag ist suuuuuper :-) bisher dachte ich, mein Kleiner sei der einzige Autoverweigerer, zumindest, wenn ich den Berichten aller Bekannten glaube...
    Niklas schlief die ersten 11 Wochen sofort und stundenlang im Auto - nur stehenbleiben für längere Zeit durfte man nicht.
    Plötzlich hasste er Autofahren. Ich hab bis jetzt nicht herausgefunden, was genau ihn stört. Es sitzt immer jemand hinten bei ihm. Wenn er ausgeschlafen ist, geht es meistens besser - aber nicht immer. Er brüllt dann wie am Spieß und hört sofort auf, wenn man ihn raus nimmt. Ablenken lässt er auch kaum, ich rede und spiele immer mit ihm. Er ist jetzt knapp 5 Monate alt. Letztens hatten wir eine unvermeidbare Autofahrt, ich mit 39° Fieber neben ihm. Er war müde und brüllte, ich war ziemlich fertig und hab ihm in der Not ein kinderlieder-Video auf YouTube gezeigt (bitte steinige mich nicht dafür - es war eine heftige Situation) und er war augenblicklich still - und schlief 2 Minuten später...
    Hmmmm... Hast du vielleicht Tipps, woran sein Unmut liegen könnte?

    Danke und liebe Grüße,
    Nadine

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  2. Danke für diesen Artikel! Fast hätte ich ihn selbst schreiben können, so sehr spiegelt er meine letzten Monate der Recherche und auch des Erlebten wider :-)

    Mein kleiner Tragling ist nur halbwegs zufrieden, wenn er ein Spielzeug in der Hand hat, vorne am Beifahrer sitzt und das wichtigste - ausgeschlafen ist!! Sobald ein wenig Müdigkeit im Spiel ist, ist es vorbei. Ich kann daher immer nur nach jeder Autofahrt eine Trage-/Schlafstunde einlegen und dann wieder ausgeschlafen die Rückfahrt antreten. So vergeht auch schnell mal ein ganzer Nachmittag für eigentlich nur eine kurze Strecke Autofahrt :-)

    Wir haben die Cybex Cloud Q, aber die Neigung hängt auch mit den Sitzen des Autos selbst zusammen! Bei unserem BMW sind die Sitze sehr steil, so dass die Schale automatisch steiler wird. Hier kann man nur mit Handtuch ausgleichen, was auch laut Beschreibung von Cybex ok ist!

    An dieser Stelle möchte ich mich bei euch für euren wunderbaren Blog bedanken! Ich lese jeden Tag einen Artikel, manche öfter, weil sie so spannend sind, und wünschte, ich hätte einiges bereits vor der Geburt gewusst :)

    Liebe Grüße aus Wien!
    Nora

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  3. Vielen Dank für einen weiteren sehr schönen Artikel.
    Bei uns hat der Wechsel auf den Reboarder schon enorm geholfen, weil sie da jetzt aus dem Fenster schauen kann und alles sieht.

    Ich habe schon oftmals gelesen, das manche Kinder auch Blockaden haben, die zu Schmerzen in der Babyschale führen können. Da könnte dann noch ein Osteopath Abhilfe schaffen.

    Danke für euren tollen Blog, ich empfehle ihn immer sehr gerne weiter.

    LG Meli

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    1. Danke für diese Antwort!!! Beide Aspekte sind einfach super!
      Gruß Birte

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  4. Unter Umständen ist das Problem schlicht das Auto. Unsere Grosse hasst aus für uns unerfindlichen Gründen das Auto meiner Eltern. Schon als kleines Baby hat sie darin oft zu schreien begonnen, obwohl autofahren sonst eigentlich ok war, und auch kleine Fahrten führen inzwischen (jetzt ist sie 2) zu Übelkeit und Erbrechen. Derselbe Fahrzeugtyp bei den Schwiegereltern ist dagegen überhaupt kein Problem, dort fährt sie gerne mit. Auch der Fahrstil spielt keine Rolle, es ist egal, wer fährt. Es ist nur dieses eine Auto, in dem sie nicht mitfahren mag. Es kann also helfen, mal ein anderes Fahrzeug zu testen.

    LG, Julia

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    1. Könnt ihr dem besagten Auto vielleicht einen besonderen Geruch wahrnehmen? Ich hatte das bei mir selber schon, das ich in gewissen Fahrzeugen Kopfweh bekam (Alter Rauch, Plastik-Ausdünstungen, Parfümreste oder dergleichen).

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  5. Danke für diesen tollen, umfangreichen und professionellen Artikel :-)

    Wir werden uns wohl damit abfinden müssen, dass selbst nach dem ersten Geburtstag keinerlei Besserung eingetreten ist.

    Wir haben auch einen Tragling und nach kurzer Zeit kristallisierte sich schon raus, dass unser damals noch Säugling Autofahren abgrundtief hasst.
    Wir haben wirklich alles ausprobiert (Osteopath, neuer Kindersitz, Globulis, verschiedene Zeiten, andere Kinder im Auto und Positionswechsel) und nichts hat langfristig geholfen.
    Als wäre das nicht genug, hat sich ab dem 9. Monat noch die Reiseübelkeit dazugesellt.
    Mittlerweile erbricht unser Kind ab ca. 15 Minuten Autofahrt ( mal früher, mal später).
    Auch ich durfte mir anhören, dass Babys noch keine Reiseübelkeit haben.
    Aber hier sind die körperliche Anzeichen wie aus dem Lehrbuch und selbst für einen Laien unverkennbar.
    Mein Mann war als Kind auch sehr stark davon betroffen.

    Es gab Zeiten da hat mich das ganze einfach nur total fertig gemacht, jeder hatte irgendeinen guten Tipp, Freunde dich nicht mehr besucht werden konnten, weil sie zu weit weg wohnen, belächelten uns und überhaupt sei ja der Reboarder an allem Schuld ( vorwärtsfahren brachte keine Erleichterung)!

    Fazit: obwohl wir auf dem Dorf wohnen, werden so gut wie keine Autofahrten mehr mit unserem Kind gemacht.
    Entweder sie wird bei wichtigen Erledigungen anderweitig betreut oder wenn möglich, steigen wir auf den Zug um.
    Vom Kinderarzt haben wir Zäpfchen verschrieben bekommen, die ich bis Dato aber noch nicht benutzt habe.

    Liebe Grüße Kira

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  6. Danke für den tollen Artikel, auch wenn er für uns zu spät kommt. Das mit den Fliehkräften habe ich noch nie gehört, klingt aber sehr plausibel. Ich hab auch immer gedacht, wir haben das einzige Kind, das im Auto schreit, bis ich im Netz auf die vielen Leidensberichte gestoßen bin.
    Unser Großer hat eigentlich von Anfang an im Auto geschrien, obwohl ich immer hinten neben ihm saß und ihn betreut habe. Nichts half. Musste ihn auch oft während der Fahrt herausnehmen und stillen, weil er sich so in Rage schrie. Beim Herausnehmen und aufrechten Halten war sofort Ruhe. Beim Osteopathen sind wir 2x gewesen, es brachte nichts. Er hasste Bewegungseinschränkungen und das Angeschnalltsein, ließ sich auch später im Buggy NIE anschnallen. Der Wechsel in den vorwärtsgerichteten Sitz mit 9 (!) Monaten brachte kurzzeitig Besserung, allerdings ging es kurz darauf genauso schlimm weiter. Er hat tatsächlich bis kurz vor seinem 2. Geburtstag im Auto geschrien. Es war der Horror für alle Beteiligten. Es hat uns beide Eltern sehr in Stress versetzt.
    Meine Tochter hat anfangs nie im Auto geschrien und ist schnell eingeschlafen. Je mobiler sie wurde, umso unzufriedener wurde sie im Auto. Manchmal schrie sie sich auch in Rage, aber nicht so schlimm und so häufig wie der Große. Ca. ab dem 1. Geburtstag brauchte sie sehr lange, um im Auto einzuschlafen, und bis heute schläft zuerst der 5 1/2-Jährige ein und sie (3 1/2) erst später;-)
    Beide sind übrigens auch heute noch sehr unruhige Automitfahrer und ich staune manchmal über mitfahrende befreundete Kinder, die in aller Seelenruhe zum Fenster hinaus schauen. Das machen meine Kinder nicht. Sehr anstrengend!
    Liebe Grüße und danke!

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  7. Danke für diesen tollen Artikel!
    Auch wir hatten mit unserer Tochter immer wieder das Problem, dass sie ohne Stillen im Auto nicht mehr einschlafen wollte. Gerade bei längeren Fahrten mussten wir ständig herausfahren und kurz stillen, in der Hoffnung, dass sie dann wieder einschläft und wir weiterfahren können.
    UND DANN HATTE ICH ENDLICH DIE EINGEBUNG: Einfach während der Fahrt stillen! :D Wenn das Kind noch sehr klein ist, ist das schon ein kleiner akrobatischer Akt, aber mittlerweile (Kind ist jetzt 16 Monate alt) sind wir da ein absolut eingespieltes Team. Ich bin immer noch angeschnallt, und beuge mich eben über die Babyschale, und kann ihr beide Brüste anbieten. Eine Sonnenblende am Fenster schützt vor unliebsamen Blicken, aber mittlerweile ist mir das sowieso schnuppe. Mein Kind muss essen und schlafen, und wenn wir alle entspannt fahren können, ist das alle Mühe wert.

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    1. Bei einem Unfall seid ihr nicht mehr entspannt.

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  8. Vielen Dank! So viele tolle Aspekte, die ich in meiner Familienbegleitung nutzen kann! Und so vieles, was ich nicht wusste (keine Winterjacke/dicker Overall, Tragebügel als Überroll-Schutz etc.)...
    Ihr seid so großartig! Ich weiß gar nicht, wie oft ich euren Blog weiterempfehle oder den Eltern auf Station Artikel ausdrucke (wenn z.B. das zweite Kind dazu kommt).
    Danke für eure unfassbar wertvolle Arbeit!!!

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  9. Danke für den Artikel! Unser Sohn hatte auch mal Probleme gehabt, als wir dann das Kissen am Rücken entfernt haben ging es besser. Wenn er sehr müde ist und ich hinten bei ihm sitze ist das Geschrei aber groß. Wenn er aber allein hinten sitzt schläft er ganz schnell ein. Oft hilft aber auch sein Lieblingslied.
    Was ich auch gemerkt habe ist die Sauberkeit des Autos. Wenn es verstaubt ist und die Lüftung an ist, wird mehr geschriehen, wobei er das wohl von mir hat :-D

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  10. Hi,

    meine kleine Tochter fährt gerne Auto, außer Nachts. Da brüllt sie fürchterlich. Wir haben dann herausgefunden das es ihr zu dunkel ist. Seitdem ist immer ein Licht im Auto an und sie schläft friedlich.

    Ganz liebe Grüße und Euer Blog ist einfach wunderbar macht weiter so

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  11. Hallo,
    Danke für den tollen Artikel. Auch ich war eine der Mamas die vor knapp zwei Jahren bei euch nach den Gründen dafür gefragt hat warum meine Tochter das Autofahren so hasst. Sie hasste nicht nur das Auto, sondern auch den Kinderwagen, sodass sie von uns nur noch getragen wurde. Und was soll ich sagen, meine Kondition war so gut wie nie zuvor. Leider wohnen wir sehr ländlich, sodass wir doch immer mal wieder auf das Auto angewiesen waren. Wir haben uns aber auch ein bisschen zum Gespött gemacht, da wir Freunde und Familie die zu weit weg wohnten und auch mit dem Zug nicht zu erreichen waren nicht mehr besuchten. Aber was ist denn wichtiger?
    Inzwischen ist unsere Tochter zwei und liebt das Autofahren immer noch nicht. Wir könnten beispielsweise nie vier Stunden irgendwohin in Urlaub fahren. Aber es ist schon deutlich besser geworden. Wenn einer von uns mit auf dem Rücksitz sitzt und sich mit ihr beschäftigt klappt es gut. Sie freut sich über jede Ampel und jeden kleinen Tunnel, da wir ein Spiel daraus gemacht haben. Sie zaubert jede Ampel grün :-).
    Einstündige Fahrten sind inzwischen gar kein Problem mehr (auch wenn ihr Zug oder Laufen lieber wäre).
    Also Kopf hoch. Es wird besser. VG
    Übrigens, im stillen während der Fahrt sind wir auch sehr erprobt.

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    1. Das macht einen Hoffnung :-) Das mit den Freunden kennen wir übrigens auch zu gut :-( Aber mein Kind ist mir wichtiger...Liebe Grüße Kira

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  12. Gegen Reiseübeligkeit hilft der Orangenduft. Das hebt dazu auch die Stimmung ��.

    Ich habe auch zwei Buben und ich kenne das Problem, leider zu gut.

    Vielen Dank für dan Artikel!

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  13. Bei den Babyschalen wäre ganz sicher der Römer Baby Safe Sleeper noch erwähnenswert, nimmt zwar zwei Plätze ein, aber das Baby kann vollständig flach liegen.

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  14. Unserm Sohn war wohl immer übel. Hat als Baby auf den insgesamt 7 Autofahrten nur gebrüllt(trotz frischer Windel, Stillen...), was zu länger werdenden Fahrten führte. Seitdem er vorwärts fährt, ist ihm nun richtig schlecht mit allen 'Aus'wirkungen. Es reichen 10 Minuten und er wird kreideweiß. Daher nutzen wir, insofern möglich, andere Verkehrsmittel, weil sonst der Urlaub schon versaut ist, bevor wir überhaupt angekommen sind. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich das geben kann:-) Bis dahin radeln wir also weiter oder fahren Bahn.

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  15. Danke für diesen Artikel. Ich hab seit 7 Monaten meine Mutter nicht mehr besucht weil ich mich einfach nicht traue 45 Minuten Autofahrt in Kauf zu nehmen. Da wir im Rheinland wohnen sind wir auch mit Staus reichlich gesegnet. So können aus 45 Minuten auch gern mal 1,5 Stunden werden. Bei uns bringen jetzt so langsam 2 Dinge Abhilfe.

    Spielzeug. Seit dem er gut greifen kann kann ich ihn damit ein wenig ablenken. So kann ich zumindest bis zu 20 Minuten überbrücken und wir sind innerhalb der Stadt wieder mobil und können einkaufen fahren oder zum Tierpark etc.

    Und jetzt seit kurzem helfen auch Maisstangen oder Hirsekringel. Beides isst er sehr gut selbständig und durch den Spiegel hab ich ihn immer im Blick. So sind Kurzstrecken jetzt kein Problem mehr.

    Leider ist an Schlaf im Auto gar nicht zu denken. Aber die Zeit ist auf meiner Seite ;-)

    Nächstes Jahr wechseln wir den Kindersitz und sein Schlafbedürfnis sinkt. Dann können wir sicher auch mal eine "kurze"Strecke von 2-3 Stunden angehen und hoffentlich so zusammen in Urlaub fahren.

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  17. Danke für die tollen Artikel! Sie haben mir in den jetzt vier Wochen als Neu-Mama wahnsinnig geholfen. Man ist auf vieles einfach nicht vorbereitet...
    Ich habe noch eine Frage zum Autofahren: mein Kleiner schläft zu Hause eigentlich immer sofort ein wenn ich ihn in den Maxi Cosy setze. Wenn ich ihn aber zB mit in den Supermarkt nehme und danach wieder ins Auto bringe, schreit er. Ich stille dann meist noch mal und er beruhigt sich. Sobald ich ihn aber wieder in den Sitz setze schreit er. Wenn ich trotzdem los fahre weil es sein muss, schläft er nach zehn Minuten Schreien ein. Ist das dann schon die in einem anderen Artikel beschriebene Verzweiflungsreaktion des Nervensystems weil ihm keiner hilft? Oder vielleicht doch die Bewegung des Autos die ihn beruhigt? Ich bin hin und her gerissen ob ich ihm zumuten kann, regelmäßig Auto zu fahren und die 10 Minuten (nur auf dem Rückweg) zu schreien oder ob ich es sein lassen muss um das Urvertrauen nicht zu zerstören. Habt ihr einen Rat?
    Liebe Grüße
    Anke

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  18. Super Artikel!
    Wir testen gerade den Wechsel mit Reboarder. Bis jetzt klappt es, außer er ist total müde, recht gut. Sind aber auch nur zu dritt bisher gefahren, damit einer bei ihm hinten sitzen kann.

    Der Besuch beim Osteopathen ist auch zu empfehlen.

    Der Kleine ist aber auch ein Tragling und mochte bis er 3 Monate alt war auch keinen Kinderwagen.

    Kleine Anmerkung bzgl der Überrollbügel der Babyschalen: Es gibt einige, bei denen der Tragegriff nicht umgeklappt werden sollte (concord air safe zum Beispiel), da er nach unten geklappt sicherer ist für den Seitenaufprall. Immer auf die Anleitung des Sitzes also schauen. ;)

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  19. Bei uns ist es genauso. Sie hat schon als Neugeborenes im Auto nur geschrien. Jetzt ist sie 13 Monate alt und es ist nicht besser. Meist geht es schon los wenn ich sie in den Sitz setze. Der Wechsel zum Reboarder und auch Tests mit vorwärtsgerichteten Sitzen brachten keine Besserung. Sie mag einfach die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit nicht und hat sich schon als Baby im Sitz gekrümmt und hochgestemmt.
    Inzwischen kann ich sie ganz gut mit Büchern oder Spielzeug ablenken wenn ich hinten neben ihr sitze und mein Mann fährt.
    Wir versuchen immer die längeren Fahrten auf den Mittagsschlaf zu verlegen. Manchmal schläft sie ohne einen Mucks nach 2 min von alleine ein, manchmal schreit sie sich aber auch in Rage. Da hilft dann nur Anhalten, Einschlafstillen und Kind behutsam wieder in den Sitz packen. Neuerdings kaut sie auch mal auf ner Waffel oder nem Keks rum und schläft dabei ein :-)
    Unschön sind die Fahrten mit ihr alleine. Ich versuche schon nur die nötigsten Strecken zu fahren, also Kinderarzt und seit kurzem Kita. Das sind beides nur 5 min Fahrt. Oft schreit sie wie am Spieß. Aber es muss leider sein :-( Sobald ich sie dann raus nehme, grinst und plappert sie als ob nix gewesen wär.

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  20. Danke auch für den klasse Artikel!
    Er ist sehr informativ aber leider haben bei meinem 7 Monate alten Tragling bisher alle Maßnahmen nichts gebracht. 5-max 10 min fährt er mittlerweile häufig ohne Schreien mit, aber danach bricht wieder panisches Geschrei aus. Naja ich hoffe irgendwann wird es besser...
    Liebe Grüße
    Martina

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