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Streit zwischen Geschwistern - warum er wichtig ist und wann wir eingreifen müssen

Geschwister können über alles und nichts streiten - warum?

Brüder wenden sich voneinander ab
Evolutionsbiologisch betrachtet ist immer der Kampf um Ressourcen der Hauptstreitpunkt zwischen Geschwistern - insbesondere um die Aufmerksamkeit der Eltern. Das ist heute noch so. Im Prinzip konkurrieren die Kinder darum, von den Eltern wahrgenommen und versorgt zu werden. Wenn die Eltern es schaffen, dieses Bedürfnis bei allen Kindern zu befriedigen, gibt es wenig Streit. Haben ein oder mehrere der Kinder aber das Gefühl, auf emotionaler Ebene zu kurz zu kommen, dann fangen sie an, gegen die Geschwister zu pöbeln. Oft wird dann aber um etwas gekämpft, was im ersten Augenblick nichts mit der Aufmerksamkeit der Eltern zu tun hat: Um den blauen Becher, oder um den Platz am Fenster, oder wer das größere Stück Kuchen bekommen hat zum Beispiel. Das liegt daran, dass uns Menschen unsere eigentlichen Bedürfnisse selten klar sind. Wir können eher erkennen, was wir uns wünschen und kämpfen dann darum, diesen Wunsch erfüllt zu bekommen. Wir übersehen dabei aber, dass der oberflächliche Wunsch das tiefergehende Bedürfnis verdeckt. Eine Mutter erzählte mir mal, ihre Kinder hätten einen erbitterten Streit gehabt, weil die Tochter fand, ihre Hälfte der Kiwi hätte zu wenig schwarze Kerne. Ein andere Mutter beschwerte sich seufzend bei mir, ihr großer Sohn sei in Tränen der Wut ausgebrochen, weil sein kleiner Bruder an diesem Tag eine Impfung bekam und er nicht. An der Absurdität dieser Beispiele sieht man schon, dass da etwas ganz anderes dahinter stecken muss. Und fast immer ist das, wie gesagt, das Bedürfnis nach der Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe der Eltern.

Wenn Eltern schwer erkranken - wie man mit Kindern über Krankheiten und den Tod sprechen kann

Gastartikel
Brustkrebs bei MamaDas Robert-Koch-Institut schätzt, dass jährlich ca. 50.000 Kinder davon betroffen sind, dass ein Elternteil an Krebs erkrankt. Diese Zahl bezieht sich auf Neuerkrankungen. Die Zahl der Betroffenen (also Kinder und Jugendliche, deren Eltern aktuell von einer Krebserkrankung betroffen sind) liegt naturgemäß höher, hierzu liegen allerdings keine genauen Zahlen vor.

Wenn Mama an Krebs erkrankt


Ich bin im Dezember 2017 im Alter von 32 Jahren während der Stillzeit mit meinem dritten Kind an einer als besonders aggressiv geltenden Form von Brustkrebs erkrankt. Mittlerweile liegen 16 Chemotherapien, eine Mastektomie und 33 Bestrahlungen hinter mir. Als geheilt kann ich mich dennoch nicht bezeichnen, denn das Gefährliche am Brustkrebs ist nicht der Tumor in der Brust, sondern die Möglichkeit, dass Metastasen irgendwo im Körper auftauchen. Sobald Metastasen auftreten sollten, ist Brustkrebs nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft unheilbar und die Behandlung würde dann nur noch palliativ, nicht aber auf Heilung auszielend, aussehen.

Geschenke - altersgerechtes Spielzeug für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren

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Grundsätzlich sagen Kinder ab dem 6. Lebensjahr klar und deutlich, was sie sich zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünschen, doch wenn ihr gern noch eine Überraschung zusätzlich schenken wollt, dann könnt ihr euch hier inspirieren lassen. Ihr könntet auch noch in der Liste der 5-6-Jährigen gucken, denn einige Dinge daraus wurden bei uns erst nach dem 6. Lebensjahr interessant, aber ich wollte hier in dieser Liste nicht zu viele Doppelungen auftauchen lassen.

Programmierbare Spielzeuge


Bei uns kam mit Eintritt in die Schule plötzlich das Interesse nach programmierbaren Spielzeugen auf, und wir haben eine ganze Reihe davon getestet: Dash, Osmo, Lego Robot, Kano Computer. In diesem Artikel könnt ihr nachlesen, welche der Spielzeuge bei uns am besten ankamen.

Programmieren lernen - Welche Spielzeuge unterstützen Kinder beim Programmieren lernen?

Unsere Kinder wachsen mit Computern, Tablets und Spieleapps auf. Oft wollen wir Eltern sie darin unterstützen, diese - nicht mehr ganz so neue - Welt zu verstehen. Blöd nur, wenn wir selbst nicht programmieren können. Meine Tochter Fräulein Chaos setzte sich mit etwa 6 Jahren in den Kopf, eine App erfinden zu wollen. Sie stellte sich das super leicht vor - eine Idee, ein bisschen malen und dann irgendwie in den Computer bringen. Im Zuge dieses Wunsches probierten wir die unten aufgeführten Spielzeuge und Bücher aus. Sie lernte schnell, dass Programmieren harte Arbeit ist, fast wie eine Fremdsprache, die man neu erlernen muss. Doch sie blieb beharrlich bei der Sache (ungefähr, bis sie 8 Jahre alt war), auch, wenn wir nicht alle Spielzeuge bis ins letzte Detail ausgereizt haben. Manche sprachen meine Kinder nicht sonderlich an, dann haben wir es schnell sein lassen. Andere wiederum wurden schnell zum Lieblingsspielzeug, und haben sich eindeutig gelohnt. Alle Bücher, Roboter und Laptops habe ich selbst bezahlt, um hier im Blog wirklich ohne Kooperationsdruck darüber berichten zu können. Die Ergebnisse der Tests sind komplett subjektiv! Alle dieser Spielzeuge haben Vor- und Nachteile und tun das, was sie versprechen. Manche davon waren für meine Kinder irgendwie ansprechender - es könnte aber sein, dass nun genau diese für eure Kinder langweilig sind. Schaut einfach, und entscheidet dann selbst.

"Ein Kind in diesem Alter muss körperlich spüren, was Führung heißt" - Eine Betrachtung des Films Elternschule

Eine Bemerkung vorweg. Ich habe die Trailer zum Film bewusst nicht vorher gesehen, war aber am Samstag im Kino, um mir den Film in voller Länge anzuschauen. Alles andere wäre unprofessionell. Heute versuche ich nun, die Erzählstränge zu den einzelnen Kindern, die im Film portraitiert wurden, nachzuerzählen. Es kann sein, dass meine Erinnerung nicht ganz vollständig ist, oder ich einige Szenen dem falschen Kind zuordne. Solltet ihr solche Unstimmigkeiten bemerken, bitte ich euch, das in den Kommentaren zu vermerken, damit ich es ändern kann. Es geschieht weder in böser Absicht, noch um die Botschaft des Filmes zu verzerren.

Mittlerweile gibt es auch sehr viele sehr gute Artikel zu diesem Film, die ihr lesen könnt, um die Methoden der Klinik richtig einordnen zu können. Letzten Endes bräuchte es meinen Artikel gar nicht mehr dazu, denn es wurde eigentlich schon alles gesagt. Diese hier fand ich besonders aufschlussreich:

Herbert Renz-Polster: erster Eindruck, ein Nachtrag zum ersten Eindruck, ein Blick auf die Therapie und Elternschule – wer hat die Filmrollen vertauscht?
die Stellungnahme des Deutschen Kinderschutzbundes
Katia Saalfrank: Erziehungsmethoden wie in Elternschule
Nora Imlau: Elternschule: Bitte nicht nachmachen,
Gina Louisa Metzler: Der Film "Elternschule" zeigt, dass nicht alle Kinder gleich viel wert sind,
Astrid vom Blog Mrs. Eastie: Erste Eindrücke vom Film, Behandlungsmethoden und Konzept,
Hella Dietz in die Zeit: Elternschule: geheilt oder nur gehorsam?
Sarah vom Blog Liebensart: Bindungstheorie ist kein Märchen,
Anja vom Von guten Eltern Blog: Eine Dokumentation namens Elternschule ,
Susanne vom Geborgen Wachsen Blog: #herzensschule,
Bundesverband Psychiatrieerfahrener: offener Brief,
Kindheitsforscher Michael Hüter: Ich bin entsetzt,
Praxisteam Psychoforensik "Elternschule": Ein Kommentar aus rechtspsychologischer Sicht

"So viel Freude, so viel Wut" - Nora Imlau

Jedes Kind ist auf seine Art und Weise besonders – aber manche sind auf eine sehr spezielle Weise besonders. Es gibt Kinder, bei denen schon in den ersten Lebenswochen und -monaten erkennbar ist, dass sie einfach anders sind – anders als das fröhlich glucksende, zufrieden im Arm liegende, gern und viel schlafende Baby. Stattdessen sind diese Kinder außerordentlich bewegungsfreudig und sensibel und durchleben von Anfang an Emotionen viel heftiger, als ihre Altersgenossen. Während sich die meisten Kinder bei einem Trotzanfall gut trösten lassen und schnell wieder zum Alltag übergehen, bricht für solche "gefühlsstarken" Kinder beim kleinsten Anlass scheinbar die ganze Welt zusammen. Und nicht nur das - sie sind auch kaum zu beruhigen und schaffen es, mehr als eine halbe Stunde lang wütend zu schreien.

Für die Autorin Nora Imlau - selbst Mutter eines gefühlsstarken Kindes - war es beruhigend zu erfahren, dass es in allen Kulturen Kinder mit diesem ganz speziellen Temperament gibt. Das Gefühl, nicht alleine zu sein, mit Kindern, die Verhaltensweisen zeigen, über die andere verständnislos den Kopf schütteln, war enorm erleichternd für sie. In ihrem neuen Buch „So viel Freude, so viel Wut“ teilt sie ihre persönlichen Erfahrungen und hat viele Ideen und Tipps gesammelt, wie man gefühlsstarke Kinder verstehen und liebevoll begleiten kann.

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