Last-minute-Geschenkidee: Unser Familienplaner 2020

Es gab etliche Anfragen von euch, ob wir unseren Familienplaner für 2020 mal von Innen fotografieren könnten, damit ihr nicht die Katze im Sack kauft. Diesem Wunsch kommen wir natürlich gerne nach, denn es ist furchtbar nervig, einen für die Familie unpassenden Planer das ganze Jahr über nutzen zu müssen. 

Familienplaner 2020 Das gewünschteste Wunschkind

Also, so sieht das gute Stück von Vorne aus. Er hat 144 Seiten - pro Woche eine Doppelseite plus Extraseiten. Er ist wunderbare 15,7 x 1,7 x 21,3 cm groß, hat also Format A5. Ausgeklappt dann A4. Er kann als normaler Planer in die Handtasche gesteckt werden - der Einband ist aus stabiler Pappe und hält einiges aus, der gelbe Gummi hält euren Planer zusammen, damit er in der Tasche nicht aufklappt. Falls ihr ihn in der Küche aufhängen wollt: Auch kein Problem! Im Einband gibt es ein Loch für den Nagel. Wir haben uns für eine Spiralbindung entschieden, damit ihr entspannt darin schreiben könnt und er gut an der Wand hängt. Wer möchte, kann das Bild unseres  Wunschkindmädchens abziehen und dort ein eigenes Foto aufkleben.

Wie ihr gleich sehen werdet, ist der Inhalt des Planers ziemlich bunt. Weil Danielle und ich auch eher bunt leben, wie ihr auf Instagram sehen könnt. Wir finden entschlackte, einfach gehaltene Planer auch edel und schön, aber das wären einfach nicht wir gewesen....

Wie wir die Entwicklung der Moral unserer Kinder unterstützen

Unter Moral versteht man die Fähigkeit, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden und sich entsprechend zu verhalten. Doch wie entwickelt sich diese Fähigkeit bei unseren Kindern eigentlich genau? Und wie können wir sie dabei unterstützen?

Moralische Entwicklung - ein langer Weg


Kinder lernen im Laufe ihres Lebens nach und nach die Wertvorstellungen der Gesellschaft kennen, in der sie leben und entscheiden für sich, ob sie danach handeln wollen. Dieser Prozess ist sehr langwierig und von tausenden kleinen Erlebnissen und Überlegungen geprägt. Unbewusst bewerten Kinder immer wieder, wie andere auf ihr Verhalten reagieren und beobachten genau, wie die Menschen in ihrem Umfeld in den verschiedensten Situationen agieren. Sie denken darüber nach, was sie erlebt haben und werten dabei verschiedene Eindrücke aus dem Familienleben, aus der Schule und aus den Medien aus.

Eltern sind in den ersten Jahren für die Moralentwicklung am stärksten prägend. In der Regel übernehmen Kinder ihre Wertvorstellungen zunächst fast vollständig. Mit zunehmendem Alter wird jedoch der Einfluss der Kinder aus derselben Altersgruppe immer höher.

Was sind Machtumkehrspiele? Wie können Sie wütenden Vorschulkindern helfen? °FAQ°

Was sind Machtumkehrspiele?


Machtumkehrspiele sind nach Aletha J. Solter alle Aktivitäten, bei denen die Eltern spielerisch übertrieben und lustig vorgeben, schwach, ängstlich, ungeschickt, begriffsstutzig oder sauer zu sein; das Kind dagegen darf sich stark, geschickt und schlau fühlen. Sie sollen, wie ihr Name schon verrät, die "Macht" für einen kurzen Moment umkehren.

Kind auf der Hand des Vaters

Wie kann man Machtumkehrspiele anwenden?


Angewendet werden Machtumkehrspiele am besten dann, wenn Kinder sich gerade in einer angstbesetzten Phase befinden, in der ihre eigene Hilf- oder Machtlosigkeit sie aggressiv macht. Insbesondere ist hier das letzte Jahr - und am stärksten die letzten Wochen - vor der Einschulung zu nennen. Die Kinder sind nicht nur mürrisch, sondern regelrecht herrschsüchtig. Sie explodieren bei kleinstem Missfallen und haben halbstündige Wutanfälle, in denen sie ihre Eltern anschreien, sie würden einfach nichts richtig machen. Selbst liebevoll gemeinte Gesten der Eltern können sie sofort von 0 auf 100 bringen. Wenn das Kind sich so aufführt, kommen die Eltern in diesem Wochen oft ins Zweifeln, ob ihre Art der Erziehung wirklich die Richtige ist. Vielleicht braucht es doch eine stärkere Führung?

"So viel Freude, so viel Wut" - Nora Imlau

Jedes Kind ist auf seine Art und Weise besonders – aber manche sind auf eine sehr spezielle Weise besonders. Es gibt Kinder, bei denen schon in den ersten Lebenswochen und -monaten erkennbar ist, dass sie einfach anders sind – anders als das fröhlich glucksende, zufrieden im Arm liegende, gern und viel schlafende Baby. Stattdessen sind diese Kinder außerordentlich bewegungsfreudig und sensibel und durchleben von Anfang an Emotionen viel heftiger, als ihre Altersgenossen. Während sich die meisten Kinder bei einem Trotzanfall gut trösten lassen und schnell wieder zum Alltag übergehen, bricht für solche "gefühlsstarken" Kinder beim kleinsten Anlass scheinbar die ganze Welt zusammen. Und nicht nur das - sie sind auch kaum zu beruhigen und schaffen es, mehr als eine halbe Stunde lang wütend zu schreien.

Für die Autorin Nora Imlau - selbst Mutter eines gefühlsstarken Kindes - war es beruhigend zu erfahren, dass es in allen Kulturen Kinder mit diesem ganz speziellen Temperament gibt. Das Gefühl, nicht alleine zu sein, mit Kindern, die Verhaltensweisen zeigen, über die andere verständnislos den Kopf schütteln, war enorm erleichternd für sie. In ihrem neuen Buch „So viel Freude, so viel Wut“ teilt sie ihre persönlichen Erfahrungen und hat viele Ideen und Tipps gesammelt, wie man gefühlsstarke Kinder verstehen und liebevoll begleiten kann.

Bedürfnisorientierte Begleitung hyperaktiver Kleinkinder - Teil 3 Hilfe zur Eigenregulation

Gastartikel von Lea Ibell

In den vorherigen Teilen dieser Reihe über die bedürfnisorientierte Begleitung von hyperaktiven Kindern schrieb unsere Gastautorin Lea Ibell, Mutter eines Kindes mit ADHS, über  Freiraum(überforderung) und Grenzen(übertretung) und spezielle Bedürfnisse von hyperaktiven Kindern und deren Befriedigung. Heute soll es um die Unterstützung der Eigenregulation von Kindern mit ADHS gehen.

Oft wissen Kinder mit ADHS genau, wie sie handeln wollen/sollen, benötigen aber eine „Umsetzungshilfe“ als Gefahrenschutz, Reizfilter und Korrektiv, denn sie...


Müdigkeit, Krankheit, Stress und Frustrationen verstärken ihre regulatorischen Schwierigkeiten. Die Eigenregulationsfähigkeit nimmt im Laufe der Zeit zu. Allerdings wird unregulierte Emotion mit zunehmender Kraft auch immer gefährlicher.

Bedürfnisorientierte Begleitung hyperaktiver Kleinkinder - Teil 2 Bedürfnisse und Bedürfnisbefriedigung

Gastartikel von Lea Ibell

Im ersten Teil des Artikels über den bedürfnisorientierten Umgang mit hyperaktiven Kindern ging es um Freiraum(überforderung) und Grenzen(übertretung). Im 2. Teil schreibt Lea Ibell, Mutter eines Kindes mit ADHS, über spezielle Bedürfnisse von hyperaktiven Kindern und deren Befriedigung.Aus einer bedürfnisorientierten Perspektive ist es wichtig, die echten Bedürfnisse hyperaktiver Kinder und ihre „andere Sicht auf die Welt“ (an) zu erkennen. Nur so kann auch beim Kind Verständnis und echte Einsicht bewirkt werden.

Hindernisse bei der Bedürfnisbefriedigung


Im Alltag werden die Bedürfnisse hyperaktiver Kleinkinder oft erst spät oder gar nicht befriedigt. Diese Behauptung erscheint paradox, weil die Kinder meist schlecht warten können und sich ihre Wünsche schnell und sofort zu erfüllen suchen. Doch zahlreiche Faktoren wirken sich ungünstig aus:

Kind auf Mauer am See

Bedürfnisorientierte Begleitung hyperaktiver Kleinkinder - Teil 1 Freiraum(überforderung) und Grenzen(übertretung)

Gastartikel von Lea Ibell

Für unsere Familie war die Diagnose unseres Sohnes eine hilfreiche Erkenntnis, um einen verständnisvollen Umgang zu entwickeln. Der Text soll eine Anregung sein, sich frühzeitig mit der „Besonderheit ADHS“ [1] zu beschäftigen und bedürfnisorientiert darauf zu reagieren. Der Text steht unter einer freien Lizenz (CC BY).

Hyperaktive [2] Kinder fallen oft schon früh auf: Sie sind unruhiger, schneller, lauter und unvorsichtiger als gleichaltrige Kleinkinder. Anderen Eltern kann man den Familienalltag schwer verständlich machen. Das gilt auch für das frustrierende Gefühl, weder mit liebevollen Erklärungen, noch mit Warnungen, Ermahnungen oder Konsequenzen auf das kindliche Verhalten Einfluss nehmen zu können, was für Eltern auch eine elementare Erfahrung mangelnder Selbstwirksamkeit darstellt. Hyperaktive Kleinkinder verhalten sich in solch einer Frequenz und Geschwindigkeit unberechenbar, dass man dauernd an (und über) seine eigenen Grenzen gelangt. Der Alltag ist geprägt von ständigem Reagierenmüssen.