Endlich erhältlich! "Der entspannte Weg durch Trotzphasen" auf Englisch

Endlich ist es soweit: Unser Bestseller „Der entspannte Weg durch Trotzphasen“ ist jetzt auch auf Englisch erhältlich! Unter dem Titel “The Child I Wanted so Badly Is Driving Me Crazy - Calmly Navigating the Toddler Defiance Phase” können Eltern nun weltweit die schwierigen Momente mit kleinen Kindern gelassener meistern. Das Buch ist als eBook und als Printversion über Amazon erhältlich und kann weltweit auch hier bei Amazon.com bestellt werden.

Trotzphasen gehören zum Leben mit Kleinkindern einfach dazu. Sie überraschen, fordern heraus und manchmal bringen sie uns wirklich an unsere Grenzen. Genau hier setzt unser Buch an: Es zeigt, dass Wutanfälle, Trotzreaktionen und stures „Nein sagen“ keine persönlichen Angriffe sind, sondern ein normaler Teil der kindlichen Entwicklung. Statt mit Strenge oder Schuldgefühlen zu reagieren, lernen Eltern, die Emotionen ihres Kindes zu verstehen und angemessen darauf einzugehen und das ganz ohne sich selbst zu verlieren.

Die englische Ausgabe macht diese wertvollen Inhalte nun einem internationalen Publikum zugänglich. Eltern, die in englischsprachigen Ländern leben, oder Familien mit mehrsprachigen Kindern, können die Tipps und Methoden direkt anwenden. Dabei geht es nicht darum, perfekte Kinder zu erziehen, sondern um echte, entspannte Begleitung im Alltag: Wie reagiere ich, wenn sich mein Kind mitten im Supermarkt plötzlich wütend auf den Boden schmeißt? Wie erkläre ich Grenzen ohne ständiges Streiten? Wie bewahre ich selbst Ruhe, auch wenn die Nerven dünn werden?

Besonders schön ist, dass das Buch praxisnah bleibt: Mit konkreten Beispielen aus dem Alltag, leicht umsetzbaren Strategien und kleinen Reflexionsfragen gibt es Eltern Werkzeuge an die Hand, um ihre Kinder liebevoll zu begleiten und trotzdem für klare Regeln zu sorgen. Die englische Version überträgt all diese Inhalte, sodass sie nun noch mehr Familien erreichen können.

Wer also Lust hat, Trotzphasen gelassener zu erleben, weniger Stressmomente zu haben und die Bindung zu seinem Kind zu stärken, findet mit unserem Buch einen zuverlässigen Begleiter.

Wenn dir beim Lesen ein Tipp besonders geholfen hat oder du ein kleines „Aha“ mit deinem Kind erlebt hast, nimm dir gern einen Moment, um unser Buch bei den Portalen, die Du nutzt, zu bewerten. So können noch mehr Eltern sehen, dass entspannte Wege durch Trotzphasen wirklich funktionieren, und selbst davon profitieren. Vielen lieben Dank dafür!

Auf die Flügel kommt es an - Herbert Renz-Polster über Orientierung und Selbstständigkeit

Viele Eltern erleben die Zeit zwischen Kleinkindalter und frühem Kindergarten als besonders anstrengend. Kinder wollen mitentscheiden, zeigen starke Gefühle und reagieren oft impulsiv, obwohl sie im Alltag gleichzeitig noch viel Unterstützung brauchen. Häufig wird diese Phase verkürzt als Autonomiephase oder Trotzphase beschrieben.

In unserer aktuellen Podcastfolge sprechen wir mit dem Kinderarzt und Autor Herbert Renz-Polster darüber, warum diese Begriffe zu kurz greifen. In seinem Buch "Auf die Flügel kommt es an"* beschreibt er diese Entwicklungszeit als Flügeljahre. Gemeint ist eine Phase intensiver innerer Entwicklung, in der Kinder mehrere zentrale Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Es erscheint am 27.02.2026.


Im Gespräch geht es unter anderem um die Frage, was in dieser Zeit im Kind passiert. Herbert Renz-Polster ordnet ein, warum Selbstregulation noch nicht zuverlässig funktionieren kann, weshalb Kinder erst Handlungsspielräume erkunden und Grenzen später verinnerlichen und warum starke Emotionen ein entwicklungslogischer Bestandteil dieser Jahre sind.

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge liegt auf der Rolle der Eltern. Wir sprechen darüber, was Orientierung in dieser Phase konkret bedeutet, wie Bindung und Selbstständigkeit zusammenwirken und an welchen Stellen Eltern eher begleiten als steuern sollten. Dabei geht es nicht um ideale Erziehungskonzepte, sondern um ein realistisches Verständnis kindlicher Entwicklung und elterlicher Einflussmöglichkeiten.

Die Podcastfolge richtet sich an Eltern von Kindern im Alter von etwa zwei bis sechs Jahren, die ihr Kind besser verstehen möchten und nach fachlicher Einordnung für ihren Familienalltag suchen.

Das patriarchale Mutterbild - warum Gleichberechtigung in Familien scheitert - Podcast mit Hanna Drechsler

Viele Mütter haben das Gefühl, ständig zu kurz zu kommen. Sie sind erschöpft, fühlen sich verantwortlich für alles und zweifeln dennoch an sich selbst. Oft wird das als individuelles Problem verstanden, als Frage von Organisation, Belastbarkeit oder persönlicher Haltung. Doch diese Sicht greift zu kurz. Hinter vielen Erfahrungen von Überforderung steckt ein tief verankertes Bild von Mutterschaft, das nicht zufällig entstanden ist, sondern historisch gewachsen und gesellschaftlich wirksam geblieben ist.

Das patriarchalische Mutterbild prägt bis heute, was als gute Mutterschaft gilt. Es stellt Mütter als selbstverständlich zuständig dar, emotional verfügbar, aufopfernd, bescheiden und belastbar. Diese Erwartungen werden selten offen formuliert, sie wirken subtil und dauerhaft. Mütter müssen sie nicht erklärt bekommen, sie spüren sie in Blicken, Kommentaren und inneren Stimmen. Genau darin liegt ihre Macht. Das Ideal wirkt nicht über klare Regeln, sondern über Schuldgefühle, Scham und Selbstzweifel.

Historisch ist dieses Mutterbild eng mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen verbunden. Es entstand in einem System, das Frauen an den privaten Raum band und ihre Arbeit unsichtbar machte. Mutterschaft wurde idealisiert, zugleich aber entwertet. Die emotionale und organisatorische Arbeit von Müttern galt als selbstverständlich und wurde nicht als Leistung anerkannt. Diese Logik wirkt bis heute fort, auch wenn sich Lebensrealitäten verändert haben.

Im Alltag zeigt sich das patriarchalische Mutterbild vor allem über Zuständigkeit. Mütter behalten den Überblick, denken voraus, fühlen mit, organisieren und gleichen aus. Auch in Partnerschaften, die Gleichberechtigung anstreben, bleibt diese mentale und emotionale Verantwortung häufig bei den Müttern. Nicht, weil sie es besser könnten, sondern weil ihnen diese Rolle gesellschaftlich zugeschrieben wird. Wer zuständig bleibt, gibt Verantwortung nicht wirklich ab. Care-Arbeit lässt sich so nicht gleichberechtigt teilen.

Mütter erleben diese dauerhafte Zuständigkeit als Erschöpfung und innere Distanz zu sich selbst. Wer immer alles im Blick haben muss, verliert oft den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen. Mental Load ist nicht nur eine Frage von Aufgaben, sondern von innerer Verpflichtung. Die ständige Verfügbarkeit führt nicht selten zu dem Gefühl, sich selbst zu verlieren. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, persönlich zu versagen, wenn die Belastung zu groß wird.

Genau hier zeigt sich, warum das patriarchalische Mutterbild ein strukturelles Problem ist. Frauen scheitern nicht an ihren individuellen Fähigkeiten, sondern an Erwartungen, die kaum erfüllbar sind. Solange Mutterschaft mit weiblicher Aufopferung verknüpft bleibt, kann Gleichberechtigung in Familien nicht gelingen. Auch gut gemeinte Appelle zu besserer Organisation oder fairerer Aufteilung greifen zu kurz, wenn die grundlegenden Bilder von Zuständigkeit unangetastet bleiben.

Mutterschaft feministisch zu denken bedeutet, diese Bilder infrage zu stellen. Es geht nicht darum, noch mehr zu leisten oder alles richtig zu machen. Es geht darum, weniger zu müssen. Feministische Mutterschaft stellt Selbstverbindung über Selbstoptimierung. Sie fragt nicht zuerst, wie Abläufe effizienter werden, sondern wem Mütter dienen, wenn sie sich selbst dauerhaft vergessen.

Neue Bilder von Mutterschaft müssen Raum lassen für Ambivalenz, Zweifel, Wut und Grenzen. Sie dürfen anerkennen, dass Mutterschaft fordernd ist und nicht immer erfüllend. Entlastung entsteht dort, wo Mütter sich nicht länger an einem Ideal messen müssen, das sie klein hält. Das erfordert Wissen über gesellschaftliche Prägungen, Austausch mit anderen und den Mut, gewohnte Erwartungen zu hinterfragen.

Sich selbst wichtig zu nehmen ist dabei kein egoistischer Akt. Es ist politisch. Jede Mutter, die beginnt, ihre eigene Bedeutung ernst zu nehmen, unterbricht ein Muster, das auf Unsichtbarkeit beruht. Veränderung beginnt nicht bei einzelnen Erziehungstipps, sondern bei der Frage, welche Bilder von Mutterschaft wir weitertragen wollen. Die Mutter, die du sein möchtest, ist nicht vorgegeben. Sie darf entstehen, jenseits von Perfektion und Aufopferung.

Mehr über Hannas Arbei erfährst Du auf ihrer Homepage, in ihrem Podcast oder bei Instagram.

Wir empfehlen ergänzend zum Thema Folge 217 "Musterbruch - warum Gleichberechtigung mit uns selbst beginnt".

Wie wir unsere Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen - Podcast mit Dr. Eva Strnad

Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist ein Thema, das viele Erwachsene überfordert, verunsichert oder in die Verdrängung treibt. In unserer aktuellen Podcastfolge sprechen wir darüber, warum genau diese Abwehr so gefährlich ist und weshalb es für echten Kinderschutz entscheidend ist, hinzuschauen und sich zu informieren. Diese Folge kann inhaltlich sehr belastend sein und retraumatisierend wirken. Bitte achte gut auf dich und entscheide bewusst, ob und wann du sie hören möchtest.

Zu Gast ist Dr. Eva Strnad, Familienrichterin, seit vielen Jahren im Kinderschutz tätig und Autorin des Buches "Kein Kind ist sicher"*

Im Gespräch geht es darum, warum sexuelle Gewalt gegen Kinder kein Randphänomen ist, sondern mitten in unserer Gesellschaft stattfindet, und warum es uns trotzdem so schwerfällt, das wirklich zu begreifen. Wir sprechen über Begriffe wie sexueller Missbrauch, sexuelle Gewalt und sexualisierte Gewalt und darüber, warum sprachliche Klarheit nicht nur juristisch, sondern auch emotional und gesellschaftlich so wichtig ist.

Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf Zahlen und Wahrnehmung. Wie häufig ist sexuelle Gewalt tatsächlich, und warum haben viele Eltern trotzdem das Gefühl, das betreffe vor allem andere Familien. Warum hält sich das Bild vom fremden Täter so hartnäckig, obwohl Übergriffe in den meisten Fällen im sozialen Nahraum passieren, und weshalb macht genau dieses falsche Bild Kinder besonders verletzlich.

Wir sprechen ausführlich über Täterstrategien, offline wie online. Was bedeutet Grooming konkret, wie werden Kinder manipuliert, ohne es selbst zu merken, und woran können Erwachsene erste Warnsignale erkennen. Ebenso geht es um das lange Schweigen betroffener Kinder. Welche inneren Prozesse laufen dabei ab, warum ist es für Kinder so schwer, sich anzuvertrauen, und weshalb reagieren Erwachsene selbst bei deutlichen Hinweisen oft mit Unglauben, Relativierung oder Verdrängung.

Ein weiterer Teil der Folge widmet sich verbreiteten Mythen. Muss man sexuelle Gewalt erkennen können. Gibt es bestimmte Familien, die besonders betroffen sind. Und warum verhindern genau diese Annahmen wirksamen Schutz. Wir sprechen darüber, was Eltern und andere Bezugspersonen tun können, wenn sie ein ungutes Gefühl haben oder ein Kind Andeutungen macht, was im Verdachtsfall hilfreich ist und was unbedingt vermieden werden sollte.

Zum Abschluss richten wir den Blick auf Prävention. Geht es wirklich um Regeln, Kontrolle und Angst oder brauchen Kinder etwas ganz anderes, um besser geschützt zu sein. Welche Rolle spielen Beziehung, Sprache und Vertrauen im Alltag. Und was müsste sich auf gesellschaftlicher und politischer Ebene verändern, damit Kinder nicht immer wieder durch bestehende Systeme fallen.

Nervenstark verbunden - herausforderndes Verhalten verstehen und entspannt begleiten - Podcast mit Kati Bohnet

In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit Kati Bohnet darüber, warum Kinder sich nicht „einfach beruhigen“ können und was wirklich hinter Wutanfällen, Rückzug, Klammern, Weglaufen oder scheinbarem „Nicht-Kooperieren“ steckt. Wir schauen gemeinsam auf das Nervensystem, die Stressampel und die Frage, wie Kinder lernen können, sich sicher zu fühlen, damit sie überhaupt in Beziehung gehen können. Darüber hat Kati auch das Buch "Nervenstark verbunden"* geschrieben.

Kati erklärt, warum Co-Regulation die Grundlage für jede Form von Selbstregulation ist, wie Erwachsene einen Stressloop erkennen und beenden können und weshalb es im Alltag nicht um Perfektion geht, sondern um ein „gut genug“. Dabei geht es weniger um Methoden und mehr um ein neues Verständnis: Verhalten ist immer ein Ausdruck des inneren Zustands, nicht des Willens.

Wir sprechen über Sicherheit, Verbundenheit, alternative Regulationsstrategien und darüber, wie Eltern und Kinder Schritt für Schritt mehr Ruhe in stürmische Situationen bringen können. Eine Folge für alle, die sich manchmal fragen, warum bestimmte Situationen immer wieder eskalieren und wie es leichter gehen kann.

Mehr über Kati erfahrt ihr auf ihrer Homepage und bei Instagram.

ADHS und Abenteuerlust: Warum manche Gehirne mehr Input brauchen - Podcast mit Dr. Felix Petersen

ADHS wird oft noch immer als Störung verstanden. In unserer neuen Podcastfolge wollen wir diese Besonderheit jedoch aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. Kinder und Erwachsene mit ADHS sind neugierig, impulsstark und energiegeladen - sie haben quasi ein "Abenteuer-Gehirn". Das kann in einer strukturierten und reizreichen Welt jedoch sehr herausfordernd sein.

Unser Gast Dr. med. Felix Petersen erklärt, warum es wichtig ist, ADHS nicht als Defizit zu sehen und die Eigenschaften eines Abenteuer-Gehirns zu erkennen. Wir sprechen darüber, wie moderner Lebensstil, Social Media und ständige Reize ADHS-Merkmale verstärken können. Dabei unterscheiden wir zwischen echter ADHS-Besonderheit und dem, was unser Gast Wohlstands-ADHS nennt, ein Phänomen, das durch schnelle und dauerhafte Reize entsteht.

Ein zentrales Bild in der Folge ist das Verkehrsleitsystem im Kopf. Es hilft zu verstehen, wie Aufmerksamkeit gesteuert wird und welche Rolle Dopamin dabei spielt. Wir sprechen darüber, wie Eltern und Kinder Dopamin bewusst steuern können, statt von ihm überrollt zu werden.

Auch Alltagsthemen kommen zur Sprache. Hausaufgaben, Aufräumen oder Aufgaben, die wenig Reize bieten, können für Kinder mit Abenteuer-Gehirn schwierig sein. Unser Gast zeigt, wie Eltern durch gemeinsame Sprache und Bilder den Alltag erleichtern und gleichzeitig die Stärken der Kinder erkennen können.

Wir behandeln außerdem Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel und Smart Drugs. Es geht darum, welche Wirkung sie auf Konzentration und Impulssteuerung haben und welche Missverständnisse Eltern kennen sollten.

Die Folge richtet sich an alle, die ADHS anders verstehen wollen und praktische Anregungen für den Alltag suchen. Sie liefert Informationen für Familien und Schulen, um Kinder mit Abenteuer-Gehirn zu begleiten und zu unterstützen.

Ihr könnt aktuell den "ADHS Kinder-Kurs" von Felix gewinnen. Schaut dazu gerne bei Instagram vorbei oder schreibe uns eine Mail an wunschkindblog [ät] gmail . com.

Mehr über Felix´ Arbeit erfahrt ihr auf Instagram, Youtube und seiner Homepage. Dort findet ihr auch den ADHS-Basis-Elternkurs und den ADHS-Kinder-Kurs.

In der Folge nannte Felix das Buch "Erfolgreich lernen mit ADHS/ADS"* von Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund.

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