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Beikosteinführung - ab wann kann man Brei anbieten?

Empfehlungen zur Beikosteinführung


Baby wird mit Brei gefüttertDie Beikosteinführung ist für die meisten Eltern ein spannender Moment - ist es doch der erste Schritt in Richtung "Mein Baby wird groß". Zudem liegen einem Verwandtschaft und Bekanntschaft auch gerne mal mit der Frage im Ohr "Kriegt er/sie denn schon was Vernünftiges?". Entsprechend machen sich viele sehr umfangreiche Gedanken, wie sie das Thema angehen  - auch weil sie befürchten, etwas falsch machen zu können. Sucht man nach aussagekräftigem Studienmaterial zum Thema, ist man einigermaßen überrascht - es gibt wenig und das was es gibt, widerspricht sich zum Teil. Und bei manchen Studien, ist man sehr überrascht, wer der Geldgeber war und wie die Ergebnisse der Studie diesem gut in den Kram passen (wie zum Beispiel Die "Eisen-Lüge" - warum Stillkinder nicht unter Eisenmangel leiden).

Es gibt zumindest eine unabhängige Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation
"Exclusive breastfeeding is recommended up to 6 months of age, with continued breastfeeding along with appropriate complementary foods up to two years of age or beyond."
Und eine Empfehlung der nationalen Stillkommission:
"Muttermilch ist die beste Nahrung für nahezu alle Säuglinge. Ausschließliches Stillen in den ersten sechs Monaten ist für die Mehrzahl der Säuglinge die ausreichende Ernährung.

Ab wann ein Säugling zusätzlich Beikost benötigt, ergibt sich individuell in Abhängigkeit vom Gedeihen und der Essfähigkeit des Kindes. Beikost sollte in der Regel nicht später als zu Beginn des 7. Lebensmonats und keinesfalls vor dem Beginn des 5. Monats gegeben werden. Beikosteinführung bedeutet nicht Abstillen, sondern eine langsame Verminderung der Muttermilchmengen und Stillmahlzeiten. Mutter und Kind bestimmen gemeinsam, wann abgestillt wird. Diese Empfehlungen geben einen Rahmen vor. Sie sollten nicht schematisch angewendet werden."
Die Empfehlung der WHO ist also deutlich dogmatischer - das verwundert nicht, da sie weltweit geltende Richtlinien (die auch in den Entwicklungsländern Geltung haben) herausgibt - die nationale Stillkommission kann die lokalen Gegebenheiten berücksichtigen. Ihre Empfehlung lautet also: Keine Beikosteinführung, bevor das Kind 4 Monate alt ist und spätestens, wenn es 6 Monate alt ist. Nun - "in der Regel" - sonst auch gerne "individuell". Was aber macht man, wenn das Baby nun schon mit 3 Monaten ernsthaft Interesse an Essen zeigt oder mit 9 Monaten nichts anderes als Milch möchte? Ist das überhaupt problematisch? 

Beikostreife - Kinder wissen, was sie wann brauchen 


Beikost heißt deshalb Beikost, weil sie zur Milchnahrung nebenbei angeboten werden sollte - sonst hieße sie nämlich Anstattkost. Leider ist die Annahme hierzulande weit verbreitet, dass die Beikost dazu dient, möglichst schnell die Milchnahrung zu ersetzen. Dem ist jedoch nicht so - Hauptnahrungsquelle eines Babys sollte im ersten Lebensjahr nach wie vor die Milch sein. Dennoch fragen sich immer wieder besorgte Mütter "Isst mein Kind auch genug Brei?" oder "Warum schafft mein Kind es nicht, eine komplette Portion zu essen?" oder "Mit 9 Monaten müsste ich doch schon mehr Mahlzeiten ersetzt haben!" Auch wenn das Baby Brei grundsätzlich verweigert (was gar nicht selten vorkommt), sind viele irritiert. Diese Sorgen sind vollkommen unbegründet - ein gesundes Kind wird in der Regel essen, was es braucht - das hat die Natur so vorgesehen. Verlangt ein Baby also auch nach 6 Monaten - wenn man eigentlich schon Beikost eingeführt haben sollte - nur nach Milch, wird in diesem Moment Milch das optimale Nahrungsmittel für dieses Kind sein.

Betrachtet man die Beikosteinführung rein biologisch, könnte das Zahnen ein Hinweis darauf sein, wann ein geeigneter Zeitpunkt für festere Kost ist. Mit etwa 6 Monaten wachsen die Schneidezähne - wahrscheinlich eher nicht, um Mama gut in die Brust beißen zu können, sondern um erste leckere Stücken abzubeißen.

Ein weiteres körperliches Zeichen ist der Speichelfluss - viele beobachten schon ab dem 3. Monat ein verstärktes Sabbern und deuten dies (meist fälschlich) als Zahnungssymptome - in der Regel lässt der erste Zahn jedoch noch Monate auf sich warten. Wozu also dient das Sabbern? Schaut man sich den Speichel etwas genauer an, stellt man fest, dass dieser reichlich Amylase enthält - ein Enzym, das Stärke abbaut. Nur enthält Muttermilch gar keine Stärke - wozu also produziert der Körper so viel Amylase, wenn damit gar nichts zerlegt werden soll? Nicht nur Speichel enthält Amylase - auch die Muttermilch selbst. Sogar so viel, dass mit 100 ml Muttermilch 20 g Stärke verdaut werden könnten. Auch da fragt man sich doch erstaunt: Wozu? Nach etwa 4 Monaten nimmt die Bauchspeicheldrüse die Amylase-Produktion auf - etwa ab dem Zeitpunkt sinkt der Amylasegehalt der Muttermilch. Die Natur scheint es also eingerichtet zu haben, dass Babys auch vor dem Alter von 4 Monaten stärkehaltige Lebensmittel verdauen können.

Man muss dabei bedenken: Früher war Nahrung ein knappes Gut - Mütter (mit in der Regel auch kurzen Geburtenfolgen) waren darauf angewiesen, Babys bei Gelegenheit frühzeitig geringe Mengen zuzufüttern, auch um eigene Energiereserven zu schonen. Babys scheinen also darauf ausgelegt zu sein, von Anfang an geringe Mengen an Beikost verwerten zu können. In vielen Gesellschaften in der Welt wird dies tatsächlich auch so praktiziert. Man muss aber auch ganz klar sagen: Babys sind theoretisch in der Lage, früh Beikost zu verdauen - allerdings diente dieses Beifüttern nicht - wie heute üblich - dem Abstillen, sondern lediglich der Ergänzung zum Stillen. Daher ist es ganz sicher sinnvoll, sich an der Empfehlung "zwischen 4 und 6 Monaten" zu orientieren, ohne sich zu stressen, wenn das Baby nach dem 6. Monat noch immer keine Lust auf etwas anderes als Milch hat. Und wenn es im Alter von 3 Monaten schon mal nach einem Löffelchen Apfelmus schielt, wird es ihm sicher auch nichts schaden, ihn zu bekommen.

Gemeinhin gelten folgende Anzeichen als Signal, dass das Baby "beikostreif" ist:

  • das Baby zeigt Interesse an Nahrung und kann diese selbständig in den Mund stecken,
  • der Zungenstreckreflex (mit dem die Zunge automatisch Nahrung wieder aus dem Mund schiebt) ist schwächer geworden und
  • es ist eine Bereitschaft zum Kauen vorhanden.

Im Grunde kann man ganz einfach sagen: Ein Baby, das nicht beikostreif ist, wird die Nahrung nicht nehmen. Ein Kind das Nahrung nimmt, ist beikostreif. Daher kann man durchaus probieren, dem Kind ab dem Alter von 4 Monaten Beikost anzubieten - muss man aber auch nicht.

Betrachtet man übrigens andere Länder, fällt auf, dass die Gepflogenheiten zum Teil sehr unterschiedlich sind: In Malaysia werden Babys ab der Geburt mit einem Brei aus gekochten Bananen oder gekochtem Reis mit Zucker gefüttert. In Nigeria gibt es bereits im 2. Lebensmonat einen Maisbrei. In Indien beginnt man mir Reisbrei und Joghurt, in Italien wird mit Obst begonnen, in China mit Reisbrei mit Eigelb. In Frankreich werden grüne Bohnen als ideales Einsteigergemüse betrachtet. Nicht eine Studie konnte bisher belegen, dass sich der Zeitpunkt oder die Vorgehensweise einer bestimmten Beikosteinführung langfristig auf die Gesundheit auswirkte. Man kann also guten Gewissens den Schluss ziehen, dass es keinen Unterschied macht, wann und wie Beikost eingeführt wird. Eine interessante Alternative zur Breikost ist übrigens auch das Baby-led weaning.

Das Beikost-Experiment 


Vor 80 Jahren gab es ein interessantes Experiment von Dr. Clara Davis. Sie servierte 15 vollgestillten Waisenkindern im Alter von sechs bis elf Monaten ein Sortiment aus 34 verschiedenen, mundgerecht zubereiteten Speisen und ließ die Kinder ihre Mahlzeiten ausschließlich  selbst zusammenstellen. Alle angebotenen Lebensmittel waren ungezuckert und ungesalzen, Gemüse wurde gedämpft und es gab keine verarbeiteten Produkte (wie Butter, Wurst oder Brot). Zu jeder Mahlzeit gab es eine Auswahl von 10 Komponenten wie z. B. Äpfel, Ananas, gekochter Weizen, Hafer, Roggen, Mais, Tomaten, Kartoffeln, Hirn, Knochenmark, Nierchen, gehäckselter Fisch, Eier, Wasser, Orangensaft, Milch usw. Die Kinder zeigten auf die gewünschten Lebensmittel und bekamen diese dann gereicht. Das Experiment wurde bis zu 6 Jahre lang pro Kind durchgeführt und ergab unter anderem folgende Ergebnisse:

  • Die Vorlieben der Kinder waren sehr unterschiedlich - es wurde jedoch durchschnittlich von allen die ungefähr gleiche Menge Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß verzehrt.
  • Die ausgesuchte Nahrung wurde teilweise sehr ungewöhnlich kombiniert (ein Kind frühstückte in der Regel 500 ml Orangensaft und ein Stück Leber)
  • Es gabe zyklische Vorlieben - oft wurde tagelang nur ein bestimmtes Lebensmittel (bspw. erst ein paar Tage lang Bananen, dann nur Hackfleisch) gegessen.
  • Die verzehrten Mengen während der Mahlzeiten waren sehr unterschiedlich.
  • Grundsätzlich bevorzugt wurde Obst - Getreide und Gemüse waren weniger beliebt. Kaum ein Kind aß Kopfsalat, Spinat oder Kohl.
  • Fast alle Kinder probierten im Laufe der Zeit alle Lebensmittel. Es gab nur zwei Kinder die nie Salat probierten und eines, das niemals Spinat kostete.
  • Kein Kind litt jemals wegen des Essens unter Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung.
  • Alle Kinder nahmen in etwa die für die Altersstufe empfohlene Kalorienmenge auf.
  • Bei Infektionen änderten die Kinder ihr Essverhalten - es wurden überdurchschnittlich viel Karotten, Rind und Rüben gegessen.
  • Ein Kind litt unter Rachitis. Ihm wurde zusätzlich Lebertran angeboten, welchen es auch zu sich nahm - bis die Rachitis ausgeheilt war. Danach hat es ihn nie wieder angerührt.

Das Erstaunliche dabei: Alle Kinder gediehen, waren gesund (alle Blutwerte lagen im Normbereich) und es traten keine Mangelerscheinungen auf. Kein Kind war dick, keines dünn. Ärzte bescheinigten den Kindern einen überdurchschnittlich guten Gesundheitszustand.
Dieses Experiment hat gezeigt, dass Babys offenbar ganz instinktiv und intuitiv wissen, was ihnen gut tut - also sollten wir uns in Bezug auf die Beikost doch einfach von unseren Kindern leiten lassen.

Welche Lebensmittel sind geeignet? Welche Lebensmittel sind im ersten Jahr verboten? 


In Deutschland gibt es sehr schematische Empfehlungen - stufenweise Einführung des Gemüse-Kartoffel-Fleischbreis, danach Gabe eines Getreide-Obst-Breis und anschließend Ergänzung um einen abendlichen Getreide-Milch-Brei. Oft ist es so, dass 6-monatige Babys schon 3 Mahlzeiten komplett essen und manchmal nur noch eine Flasche Milch bekommen. Wenn das Kind begeistert isst, ist das kein Problem - in der Regel wollen Babys jedoch gar nicht so schnell ihrer Milch entsagen. Sie essen wenig und verunsichern ihre Eltern damit leider oft. Das ist jedoch kein Grund, sich Gedanken zu machen: Die optimale Babynahrung im ersten Jahr ist und bleibt Milch!

Im Grunde kann es sich der Mensch gar nicht leisten, sonderlich wählerisch in Bezug auf die Nahrung zu sein. Evolutionär war es Jahrtausende lang so, dass Winter-Babys Wintergemüse angeboten wurde, ein Sommerbaby erhielt Sommerobst und -gemüse. Unsere Urahnen standen nicht im Supermarkt vor einer reichhaltigen Auswahl an allen möglichen (exotischen) Gemüsen und führten aus Allergieprophylaxegründen alle Lebensmittel schrittweise ein - sie mussten nehmen, was gerade auf dem Feld wuchs und verfügbar war. Die Nahrungsaufnahme diente allein dem Überleben - keiner konnte es sich leisten, Karotten ggf. nicht zu verfüttern, weil sie stopfen könnten - letztendlich haben Babys bekommen, was gerade da war. Als Beikost - nicht als Anstattkost. Denn Milch bekamen die Kinder weiter lange - vor allem dann, wenn nichts anderes verfügbar war. Und darauf ist der Babyorganismus auch heute noch eingerichtet.
Folgende Lebensmittel sollten im ersten Lebensjahr (und teilweise darüber hinaus) nicht Bestandteil der Beikost sein:

  • rohe Eier und Rohmilch (Salmonellengefahr)
  • Honig (kann Botulinumbakterien enthalten - die sind für Babys tödlich!)
  • Nüsse - es besteht Erstickungsgefahr
  • Kuhmilch (siehe dieser Artikel dazu)
  • Salz (belastet die Nieren)
  • Quark (enthält zu viel nierenbelastendes Eiweiß)
  • künstliche Süßstoffe
  • kaltgepresstes Öl
  • roher Fisch oder rohes Fleisch

Ungeeignet sind darüber hinaus:

  • blähende Nahrungsmittel wie Linsen, Bohnen, Erbsen,
  • Blattsalate (können nur unzureichend gekaut werden),
  • Pilze (reichern Schadstoffe an und sind schwer verdaulich) sowie
  • Zwiebel und Kohl.

Wer einen Schlechtesser hat uns sich trotz meiner Ausführungen noch immer sorgt, dem sei als ausführliche Literatur das Buch Mein Kind will nicht essen empfohlen:

 Buchcover Mein Kind will nicht essen von Gonzales


© Danielle
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Kommentare:

  1. Hallo,

    ich finde deine Ausführung sehr interessant und hilfreich, da ich tatsächlich dauert gefragt werde, wann sie endlich Breikost bekommt.
    Meine Maus ist jetzt 3Monate und ein paar Tage. Solange sie die PreNahrung trinkt und davon satt wird, will ich ihr noch keinen Brei geben, vielleicht ab dem 5. Monat, mal sehen.
    Was mich aber interessieren würde.
    Ist dieser Gemüse- Kartoffel- Fleischbrei jetzt gut oder weniger geeignet?
    Denn am Liebsten würde ich mit Möhrenbrei anfangen wollen. Vielleicht sollte ich dazusagen, dass ich die Breie selber machen will. Auch wenn es gute Firmen gibt, weiß ich lieber was im Essen ist und wo es herkommt.

    Danke

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    1. Hallo!
      Grundsätzlich halte ich es für das beste, wenn man selber frisch kocht, weil das einfach mehr Nährstoffe und Vitamine enthält, als "Dosenfutter" (wobei oft argumentiert wird, dass die Gläschen schadstoffärmer sind, was ich bei Verwendung von Bioware nicht tragisch sehen würde).
      Anfangen sollte man ohnehin erst einmal mit reinen Gemüsebreien, denen man Öl und später Kartoffeln und Getreide beifügt. Fleisch ist meines Erachtens nicht erforderlich - es liefert allenfalls Eisen und Vitamin B12 in kleineren Mengen - aber beides kann genauso gut über andere Nahrung zugeführt werden (Hirse, Milch). Einige sagen soger, dass Kinder in den ersten beiden Jahren gar kein Fleisch brauchen.
      Vielen Dank für Deinen Kommentar!

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  2. Warum denn kein kaltgepresstes Öl?

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    1. Weil dort Schwermetalle oder Pilzgifte enthalten sein können. Außerdem können Produkte ohne Bio-Siegel durch die Kaltpressung Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten. Diese Schadstoffe werden beim Raffinieren entfernt, weshalb man zumindest im ersten Lebensjahr raffiniertes Öl verwenden sollte.

      Viele Grüße!

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    2. Na arg! Überall Gift drin.

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    3. Das ist alles eine Frage der Menge :-) - irgendwas ist ja überall drin - aber in kaltgepresstem Öl ist eben nachweislich mehr, als in raffiniertem. Wobei das aber irgendwann durch die Höherwertigkeit aufgehoben ist - es sollte eben nur nicht im ersten Lebensjahr gegeben werden.

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    4. Wäre ein kaltgepresstes Öl in Bioqualität demnach in Ordnung? Im Übrigen danke ich dir für deine tollen und informativen Beiträge, du hast mir schon oft sehr geholfen. Liebe Grüße Lisa

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    5. Hallo,

      erst mal vielen Dank! Es gibt spezielle kaltgepresste Öle, die besonders für die Beikost geeignet sind von Holle, Byodo und Vitaquell.

      Viele Grüße!
      Danielle

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    6. Oh nein, und ich gebe fleißig kaltgepresstes Mandelöl zur Beikost in dem Glauben meinem Sohn was Gutes zu tun :-(

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  3. Hallo,

    wir wohnen in Frankreich. Hier gibt es überall im Supermarkt Gläschen mit grünen Bohnen für Babys ab dem 5. Monat. Habe mich zunächst gewundert. Aber hier gelten grüne Bohnen als ideal für den Start in die Beikost. Habe es dann auch mal für meine Tochter gekocht (erst so mit ca. 8 Monaten): ihr hat es gut geschmeckt, musste mehr pupsen hat es aber ansonsten super vertragen.

    Grüße aus Frankreich
    Michaela

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    1. Hallo Michaela,

      das ist interessant - das habe ich so noch nicht gelesen. In den deutschen Menüs sind ja immer Erbsen gut vertreten, die haben vermutliche eine ähnlich blähende Wirkung :-).

      Viele Grüße nach Frankreich!

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  4. Hallo und guten Abend,

    ich finde zum Thema Beikost passt doch auch "Baby led weaning". Kurz gesagt, gib dem Kind was in die Hand und schau was es damit anstellt, also ob es gekaut wird und drin bleibt, oder ob es einfach nur untersucht wird...

    Liebe Grüße, Julia

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    1. Hallo Julia,

      BLW ist definitiv noch einen eigenen Beitrag wert - danke für die Idee!

      Liebe Grüße!

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  5. Hallo,
    ich finde Deinen blog wirklich toll - so detailreich beschreibst Du jedes Thema, Wahnsinn!
    Eine Frage habe ich aber zum Thema Wasser/Tees zum Beikoststart, da ich hier immer widersprüchliches im Netz lese - wieviel Wasser/Tee sollte man denn zum Beikoststart anbieten? Mein Sohn bekommt Fläschchen & wird nur noch in der Nacht gestillt. Ich habe Angst zuviel Wasser zu geben, da man ja immer wieder liest, dass das die Nieren noch nicht verarbeiten können?
    Zuwenig möchte ich natürlich auch nicht geben...

    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Liebe Steffi,

      vielen Dank - wir freuen uns immer über Feedback! Grundsätzlich kann man bei gesunden Babys davon ausgehen, dass es das zu sich nimmt, was es tatsächlich benötigt. Im Zweifel wird er also "genau richtig" trinken - die meisten Kinder trinken eher weniger. Etwa ein Liter sind am Ende des ersten Lebensjahres "normal" - mit Beikoststart sollten es etwa 200 ml sein, die sich dann kontinuierlich steigern. Wenn Dein Kind aber von Anfang an mehr trinkt, ist das sicher nicht bedenklich. Wenn Du Dir wegen der (scheinbar) überdurchschnittlichen Mengen Gedanken machst, solltest Du das bei Deinem Arzt mal ansprechen - dahinter kann sich auch eine Diabetes verstecken (sehr selten!).
      Liebe Grüße!

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  6. Vielen Dank für Deine rasche Antwort, ich habe probiert Fencheltee auf Zimmertemperatur abgekühlt zu geben - wurde aber nach 2 Schlückchen protestierend abgelehnt, es war aber auch der 1. Versuch... ich probiere es morgen einmal mit abgekochten Wasser.

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    1. Nicht alle Kinder mögen Fencheltee (ich auch nicht :-) - ideal wäre es, wenn sie Wasser bevorzugen (was aber auch keines meiner Kinder gemacht hat - sie tranken erst nenneswerte Mengen, nachdem ein Spritzer Saft dazu gegeben wurde. Viele Grüße!

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  7. Ich finde es sollte erwähnt werden dass "ungeeignete" Lebensmittel durchaus gegeben werden können und vom Kind abhängig sind. Meine Große hat damals mit ca. 7 Monaten Blumenkohl und Brokkoli-brei bekommen und den mochte sie sogar lieber als die "Menüglässchen". Sie hat den Kohl sehr gut vertragen und ist es heute sogar lieber als Erbsen oder Möhren. Auch ein Schluck Kuhmilch hat sie kurz vor ihrem 1. Geburtstag ab und zu bekommen. So viel trinken die Mäuse ja auch nicht aus dem Becher. Ansonsten ist der Artikel sehr gut! :-)
    Zu dem kaltgepressten Öl: ich habe erst gestern gelesen dass sich eine Mutter ein "Babybeikost-öl" aus einer Drogerie gekauft hat und da stünde wohl "Kaltgepresst" drauf. Also muss kaltgepresst auch nicht zwangsläufig schlecht sein.

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  8. Kurze Frage: Mein Baby wurde heute 4 Monate alt. Da er immer mehr gestillt werden musste in den letzten 3 Wochen und wir bei stündlich (auch nachts)gelandet sind, habe ich ihm gestern mal spaßeshalber eine Banane hingehalten. Er hat hingebungsvoll daran gelutscht.
    Heute habe ich wieder eine hingehalten und ihn meinem Mann auf den Schoß gesetzt: Er hat sie zur Hälfte gegessen, dann habe ich sie weggelegt. Er hat protestiert und beim stillen direkt danach getrunken wie immer, hungrig.
    Also mein Instinkt sagt mir, ab jetzt darf er mitessen, scheinbar will er das. Aber ich kann es kaum glauben.
    Was würdest du tun?
    Nebenbei bemerkt: Spitzenblog! Bin selber Wissenschaftlerin und Psychologin und ich beziehe all mein Wissen über mein Baby von hier!
    Lieber Gruß
    Rundee

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    1. Liebe Rundee,

      erst mal vielen Dank für das Lob über das wir uns wirklich sehr (!) gefreut haben.

      Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Kinder schon mit 4 Monaten Interesse am Essen entwickeln - es gibt Früh- und Spätesser. Wenn Dein Kind schön die Banane schlucken kann, dann scheinen die anatomischen Voraussetzungen bereits gegeben zu sein und es spricht nichts dagegen, behutsam mehr einzuführen.

      Viele herzliche Grüße!
      Danielle

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  9. Hallo Danielle, vielen Dank für den tollen Artikel! Eigentlich habe ich eine Frage zu BLW, allerdings habe ich bei diesem Artikel keine Kommentarfunktion entdeckt (oder bin zu doof...?). Ich habe mal eine kleine Frage zur Konsistenz des Essens beim Baby led weaning: Meine Tochter wurde knapp 6 Monate lang voll gestillt, und hat vor 2 Wochen angefangen in homöopathischen Mengen allerlei Gemüse, Obst und Brot zu essen. :) Mir ist klar, dass Kinder, die mit BLW starten, weniger essen als mit Brei gefütterte, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass sie nicht so richtig glücklich ist mit ihrem Gemüse/Obst. Ich habe ihr Gemüse immer im Dampfgarer zubereitet, so dass sie es noch selbst in der Hand halten kann. Selber essen findet sie irgendwie doof (anstatt die Hände zu verwenden, beugt sie sich zur Tischplatte vor und das mit geöffnetem Mund - ein Bild für die Götter :-)))), also halte ich einfach irgendwas hoch und sie zerrt dann meine Hand in Richtung ihr Gesicht. Sie beißt kleine Stückchen ab, von denen ich denke, dass sie diese im Mund irgendwie zerreiben könnte (Zähnchen hat sie ja noch nicht), aber dann fängt sie an zu weinen, und beruhigt sich erst, wenn sie es geschafft hat es wieder auszuspucken. Dann beugt sie sich aber sofort wieder in Richtung Essen und will mehr - das Ganze wiederholen wir so 5-6 Mal und dann meckert und weint sie, bis ich mich mit ihr vom Tisch entfernt habe. Irgendwie habe ich mir BLW entspannter vorgestellt? Ich füttere sie nie, wenn sie Hunger hat, sondern immer erst wenn sie gestillt wurde, weil's ja eh erst mal nur um's Entdecken und Spielen geht. Die Uhrzeit spielt auch keine Rolle, also tippe ich darauf, dass das Gemüse evtl. doch nicht weich genug gekocht ist? Aber wenn ich es noch weiter koche, kann sie es bald nimmer halten, weil's dann einfach nur noch Brei ist... hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Mein Freund möchte jetzt, dass wir es lieber mit Brei versuchen sollten (den isst sie gelegentlich auch), aber ich mag das Projekt BLW noch nicht aufgeben! Irgendwelche Tipps!?

    Ganz liebe Grüße,
    Bina

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    Antworten
    1. Liebe Bina,

      manchmal ist versehentlich die Kommentarfunktion abgeschaltet. Warum weiß nur die Software :-).

      Ich glaube, dass es für Kinder beim BLW manchmal schwieriger ist, den "Essprozess" zu lernen, als wenn sie einfach Brei bekommen. Dieser kann ja sofort runter geschluckt werden, bei den Stückchen muss die Nahrung noch zermahlen werden.

      Ich kann mir vorstellen, dass sie es gerade super spannend findet, abzubeißen, aber ihr noch gar nicht klar ist, dass das nächste Ziel "runterschlucken" ist. Der Nahrungsbrei im Mund stört sie beim wieder abbeißen (was ja momentan ihr Ziel ist).

      Ich bin ganz sicher, dass sich das verwächst, irgendwann macht es einfach klick. Es spricht aber auch rein gar nichts dagegen, ihr Brei zu geben, das kann man mit BLW gut kombinieren. So wie es Kinder gibt, die absolut keinen Brei mögen, gibt es auch solche, die lange, lange nichts anderes wollen. Die Spannbreite ist da enorm groß.

      Herzliche Grüße
      Danielle

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  10. Toller Artikel, danke! Hier in Belgien soll ich laut Hebammen und Kibderaerzten dem Gemuese (gedaempft) kaltgepresstes Rapsoel beigeben; hier im Artikel steht das auf der no-go-Liste... warum? danke!
    Petra

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    Antworten
    1. Hallo Petra,

      weil dort Schwermetalle oder Pilzgifte enthalten sein können. Außerdem können Produkte ohne Bio-Siegel durch die Kaltpressung Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten. Diese Schadstoffe werden beim Raffinieren entfernt, weshalb man zumindest im ersten Lebensjahr raffiniertes Öl verwenden sollte.

      Viele Grüße!
      Danielle

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  11. Dane Danielle. Ich kaufe ausschliesslich im Bio-Laden ein - reicht das oder besteht dennoch Gefahr? Ausserdem massiere ich ihn mit Speiseoelen - verwende keinerlei Kosmetikartikel... Gilt hier das gleiche Gebot? lg Petra

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  12. Hallo,

    Mein Kleiner ist jetzt etwas über 7 Monate alt und ich habe mit etwas über 6 Monaten angefangen ihn probieren zu lassen. (Süßkartoffel aus dem Ofen, Banane, gekochten Apfel, gekochte Karotte, Avocado). Er ist immer sehr interessiert, verzieht dann aber total das Gesicht und schüttelt sich richtig vor Ekel. FALLS etwas in den Magen gelangt erbricht er nach spätestens 5 Minuten einen mega Schwall Milch und den oder die Teilchen die er gegessen hat. Ich mache mir keine Sorgen wegen der Zunahme er ist rund und glücklich allerdings wollt ich mal fragen ob das "normal" is und vergeht?

    Danke,
    Alina

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    1. Liebe Alina, ja, das ist völlig normal. Der Würgereflex wird bei so kleinen Kindern noch viel weiter vorn im Mund ausgelöst, d.h. schon kleinste "Brocken" führen manchmal zu Würgen und Erbrechen. Ist kein Problem. Auch das Verziehen des Gesichtes ist normal. Ekel ist es nicht, sondern einfach eine spontane Reaktion auf Neues. Wenn er es wirklich nicht mag, wird er es sich nicht nochmal in den Mund stecken. Mach einfach so weiter, wie bisher, du machst das gut!
      LG, snowqueen

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  13. Hallo, ich bin großer Fan von eurem Blog. Wir starten auch gerade mit Beikost und ich bin durch vieles Lesen und Informieren nun etwas verwirrt. Auf der einen Seite wird Salz und Kuhmilch nicht unter einem Jahr empfohlen, aber bei Milch im Brei und bei Salz in der Familienkost als in Ordnung empfunden. Widerspricht sich das nicht? LG Kristin

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  14. Könnten Sie mir bitte ein Kochbuch für Babybreieinführung empfehlen? Vielen Dank.

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    1. Hallo Anonym, als meine erste Tochter ins Beikostalter kam, war ich auch total unsicher und wollte, da ich nicht kochen konnte, gern ein Rezeptebuch. Damals habe ich eine Liste von meiner Stillberaterin bekommen, an die ich mich akribisch gehalten habe. Nun habe ich drei Kinder, und koche besser, und ich kann dir sagen: Mach dir nicht so einen Stress. Man braucht keine Rezepte. Nimm eine Möhre, eine Pastinake, oder eine Zuchhini, dünste diese (ich habe den Dünster von Avent) und dann zerschredderst du das mitsamt dem Saft, der beim Dünsten herausläuft. Schon hast du deinen ersten Brei. Mag dein Kind das, dann nimmst du nach 1-2 Wochen eine Kartoffel hinzu. Also Pastinake plus Kartoffel dünsten (ist egal, ob mehr Kartoffel oder mehr Pastinake), und dann wieder mit dem ausgetretenen Saft zusammen zerschreddern. Läuft das gut, nimmst du dir nach 1-2 Wochen ein neues Gemüse vor. Kohlrabi oder Fenchel oder Kürbis. Probiere aus, was deinem Kind schmeckt. Und mehr ist es eigentlich nicht. Liebe Grüße, Snowqueen

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  15. Als erstes finde ich den Blog einfach genial :) so viele Fragen so einfach beantwortet! Mein großer Kleiner ist 4,5 Monate alt und ich habe wirklich das Gefühl er möchte gerne Essen... Habe jetzt versucht mich zu informieren welchen Brei und welches Gemüse ideal wäre... was mich jedoch wundert ist, dass die Breis mit Wasser oder Milch zubereitet wird. Jedoch steht dort das man Kuhmilch verwenden soll? Diese Breie sind für 4 Monate ausgezeichnet. Ich dachte man sollte noch keine Kuhmilch geben mit diesem Alter? Jedoch welche zufinden die mit Säuglingsmilch zubereitet werden ist richtig schwer... Könnt Ihr mir helfen das zu verstehen?

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    1. Vielen Dank!

      Auf welchen Breien steht denn das? Ich persönlich würde bis zum 1. Geburtstag grundsätzlich nur Muttermilch oder Pre zum anrühren nehmen. Ab dem 6. Lebensmonat kann nach den offiziellen Empfehlungen auch bis zu 200 ml Kuhmilch gegeben werden - ich halte die aber für Kälbchen sehr viel geeigneter, als für Menschenkinder.

      Es gibt doch aber ganz viele gute Milchbreie, wo das Pre-Pulver schon drin ist - hier im Blog gibt es einen Artikel dazu. Schau dabei unbedingt auf den Zuckergehalt, der unterscheidet sich enorm.

      Viele Grüße
      Danielle

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