6 Erziehungsfehler, die zu "Arschlochkindern" und "Tyrannen" führen


Es gibt nichts, das Eltern so sehr stresst, wie der Gedanke, ihre Erziehung könnte in irgendeiner Weise scheitern und ihre Kinder könnten egoistische Arschlöcher werden. Es gibt auch nichts, das Eltern so oft unheilvoll prophezeit wird, wie die Aussicht darauf, ihre Art der Erziehung würde egozentrische Tyrannen hervorbringen. Es gibt in den Regalen der Buchhandlungen etliche Ratgeber, die genau in diese Kerbe hauen und meist eine Rückkehr zur guten alten Erziehung als Allheilmittel anpreisen. Die Autoren dieser Bücher verorten den Grund für die neue Generation der "Tyrannen" in einer zu bedürfnisorientierten Erziehung.

Ich selbst arbeite als Sonderpädagogin und erlebe dort durchaus auch Kinder, die vorwiegend auf ihren eignen Vorteil bedacht sind und wenig Mitgefühl mit anderen haben. Man könnte sie "Arschlochkinder" nennen. Ihre Eltern erziehen jedoch definitiv nicht bedürfnisorientiert, sondern klassisch mit Lob und Tadel. Diese Beobachtung ließ mich darüber nachdenken, welche Faktoren denn nun eigentlich wirklich egoistisches, unempathisches und rücksichtsloses Verhalten begünstigen.

Warum französische Kinder keine Nervensägen sind


Unsere Leserin Daniela fragte mich vor einiger Zeit auf Facebook, ob ich schon das Buch "Warum französische Kinder keine Nervensägen sind: Erziehungsgeheimnisse aus Paris"° von Pamela Druckerman gelesen hätte. Sie würde gerne wissen, was ich davon hielte. Das Buch stand schon eine ganze Weile auf meiner Leseliste, weil ich sehr gespannt war, wie man es schafft, nicht-nervende Kinder zu erziehen. 

Zugegeben - es ist eine sehr subjektive Wahrnehmung - aber auf einer Skala von 1 (nie nervig) bis 10 (nerven ständig) würde ich meine Kinder im Moment locker zwischen 7 und 8 einsortieren. Ehrlich gesagt hielt ich das bisher für einen relativ normalen Zustand und habe mich dran gewöhnt und das als gegeben hingenommen - aber wenn mir hier exklusive "Erziehungsgeheimnisse aus Paris" angeboten werden, werde ich natürlich sehr neugierig.

"Doch! Erziehen kann leicht sein" - Uta Allgaier


Ich lese ja so ziemlich alles, was mir an Ratgebern in die Hände kommt. Das Buch "Doch, erziehen kann leicht sein!" wäre jedoch ziemlich sicher an mir vorbei gegangen, wenn mir nicht der Ellert & Richter Verlag freundlicherweise ein Rezensionsexemplar geschickt hätte. Und das wäre wirklich ein außerordentlich bedauerlicher Umstand gewesen, denn um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist absolut großartig!

Geschrieben wurde es von der Journalistin und Elterntrainerin Uta Allgaier, die den mir unverständlicherweise bisher völlig unbekannten Blog Wer ist eigentlich dran mit Katzenklo? schreibt. Dass Uta Journalistin ist, merkt man sofort - das Buch liest sich außerordentlich flüssig und unterhaltsam. Ich hätte es vermutlich in einem Rutsch durchgelesen.... wenn, ja, wenn mir nicht ständig Tränen in den Augen gestanden hätten. 

Café Royal - Vielfalt in Geschmack und Zubereitung

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Sortiment von Café Royal"Kaffee und Liebe sind heiß am besten", sagt ein Sprichwort. Snowqueen und ich trinken über den Tag verteilt wirklich sehr, sehr, sehr viel Kaffee - ein guter Kaffee ist für uns ein großes Stück Lebensqualität. In dem Unternehmen, in dem ich arbeite, stehen in der Küche  seit jeher zwei 2-Liter-Thermoskannen mit seit gefühlt 15 Jahren immer der selben Sorte Kaffee. Irgendwann hatte ich den immer gleichen, meist nur lauwarmen  Kaffee einfach satt - Kaffee muss einfach heiß sein. Als ich dann vor einiger Zeit bei meiner Freundin einen frischen Kapselkaffee serviert bekam, war es um mich geschehen. Ich war so begeistert, dass wenige Tage später eine Nespresso®-Kaffeemaschine Einzug in mein Büro hielt. Ich bin in den Kommentaren berechtigterweise darauf hingewiesen worden, dass die Kapseln nicht sehr umweltfreundlich seien. Aber gerade im Büro mangelt es mir an praktischen Alternativen, so dass ich mir in meinem sonst eher plastikarmen Leben die kleine Sünde gönne, hier auf Kapseln zurück zu greifen.

Die Abende im Hause Snowqueen - Wie viel freie Entscheidung und wieviel Verantwortung brauchen Kinder (Teil 2)

Freitag


Es ist 15 Uhr. Die bessere Hälfte und ich haben freitags gleichzeitig Feierabend, treffen uns unterwegs und laufen gemeinsam zur Kita. Es ist heute so heiß, puh! Die Kinder sind im Kita-Garten und kugeln einen kleinen Berg runter. Sie sind voller Erde, die an den Klamotten und der schweißnassen Haut klebt. Während die bessere Hälfte zur Garderobe hoch geht, um die Sachen aus den Fächern zu sammeln, bespreche ich mit den Kindern unten, was sie heute machen wollen. Alle drei haben keine Lust auf den Spielplatz, sondern wollen lieber in unseren Garten, um auf dem Trampolin zu springen und mit Wasser zu planschen. Das ist mir sehr recht, denn dann können wir gleich auch grillen und ich liebe, liebe, liebe Grillen!

Wir laufen alle gemeinsam nach Hause. Fräulein Ordnung rennt vor und schließt die Tür auf. Im Hinterhof angekommen, teilen wir uns. Die bessere Hälfte läuft mit den Mädchen nach oben, um das Grillfleisch, Gemüse und die Meerschweinchen zu holen und ich laufe mit Herrn Friedlich durch den Keller des Hinterhauses, um dort im 2. Hinterhof in unseren Garten zu gelangen. Wir haben wirklich ein großes Glück, dass wir so nah und mitten in der Stadt ein kleines Fleckchen Grün mieten konnten. Besonders oft nutzen wir ihn zwar nicht - meist bleiben wir im ersten Hinterhof, weil dort auch die anderen Kinder des Mietshauses spielen. Doch bei heißem Wetter ist der Garten schöner - dort ist es so geschützt von allen Seiten, dass die Kinder nackt herumrennen können. 

Die Abende im Hause Snowqueen - Wie viel freie Entscheidung und wieviel Verantwortung brauchen Kinder (Teil 1)


In diesem Artikel werde ich drei Nachmittage und Abende aus unserem Familienleben beschreiben. Wie auch beim Artikel über unsere Morgen geht es hier nicht darum, was wir als Familie richtig oder falsch machen. Ihr werdet lesen, dass wir Eltern, sobald wir die Kinder aus dem Kindergarten abgeholt haben, ihnen fast für die gesamte Zeit Aufmerksamkeit geben. Das ist natürlich kein Muss für jede Familie. Es ist sehr anstrengend und ich kann jeden verstehen, der nicht andauernd zum Spielen zur Verfügung stehen möchte. Wir haben es uns aber so ausgesucht - für uns fühlt sich das genau so richtig an.

Andere Familien haben andere Wege, die ebenso richtig sind. Es ist auch nicht mein Wunsch, euch dazu zu überreden, ebenso... nun ja ...chaotisch wie wir den Tagesabschluss zu verbringen - ihr werdet lesen, dass bei uns vieles eher spontan passiert. Vielmehr möchte ich aufzeigen, wie viele Situationen es im Alltag gibt, in denen unsere Kinder einen echten Beitrag zum Wohle der Familie leisten können - freiwillig! - und in welchen Bereichen wir unseren Kindern Entscheidungsfreiheit (Autonomie) lassen.