Anzeige

Schnullerentwöhnung - wie den Nuckel abgewöhnen?

Der Schnuller muss weg? Nur wie? Und wann? Tipps und Tricks zur Nuckelentwöhnung


Sammlung von SchnullernDer Saugreflex ist angeborenen - schon im Mutterleib saugen Babys an ihren Daumen. Durch das Saugen an der Brust oder einem Nuckel beruhigen sich die meisten Kinder wie von Zauberhand - Schnuller werden  häufig zu einem treuen Begleiter für unsere Kinder. Irgendwann kommt jedoch der Zeitpunkt, an dem sich allmählich ein offener Biss entwickelt oder die Kinder den Nuckel immer und immer wieder lauthals einfordern, dass die  Eltern beschließen: "Jetzt muss der Schnuller aber weg". Häufig ist das mit den schlimmsten Befürchtungen verbunden - meist jedoch unnötig.
 
 

Wann und warum "muss" der Schnuller weg?

 
Das Schnullern hat verschiedene Vor- und Nachteile. Wenn das Kind einen Schnuller bekommen hat, ist es frühestens mit 8 Monaten sinnvoll, den Nuckel allmählich weg zu lassen, da sich dann der Saugreflex allmählich zurück bildet.Von Anfang an sollte man darauf achten, dass Kinder nur ohne Nuckel sprechen. Reagiert man konsequent mit "Ich kann kein Wort verstehen", wenn durch den Schnuller genuschelt wird, geht es recht bald in Fleisch und Blut über, dass der Nuckel aus dem Mund genommen wird beim Sprechen. 


offener Biss

Offener Biss
Quelle: http://www.zahnspange-mitte.de
Im Laufe des dritten Lebensjahres - also bis zum 3. Geburtstag sollte der Nuckel abgewöhnt werden. Bis dahin gleichen sich Schäden am Gebiss noch relativ einfach aus. Durch häufiges Schnullern können sich die oberen Schneide- und Eckzähne verschieben - es formt sich ein so genannter "offener Biss". Spätestens, wenn diese beginnende Fehlstellung erkannt wird, sollte der Nuckel der Vergangenheit angehören, denn der offene Biss erschwert das Abbeißen von Nahrung und verhindert ein vernünftiges Kauen der Nahrung. Darüber hinaus wird die Sprachentwicklung beeinträchtigt, weil die Lautbildung -  insbesondere der Zischlaute (s,z) - erschwert ist.
 
Durch die Verschiebung der Schneidezähne schließen viele Kinder ihren Mund nicht mehr vollständig. Es kommt zu einer verstärkten Mundatmung, die zur Austrocknung der Schleimhäute führt. Dies erhöht das Kariesrisiko und außerdem die Infektanfälligkeit - Schnullerkinder sind bspw. für Mittelohrentzündungen laut einer finnischen Studie anfälliger.

Wenn sich kein offener Biss bilden sollte (was durchaus vorkommt), gibt es keinen Grund, den Nuckel abzugewöhnen. Man kann getrost darauf warten, dass das Kind den Nuckel irgendwann selbst zur Seite legt. Das ist für mich persönlich der kindgerechteste Weg - leider kann man jedoch häufig nicht so lange warten.
 
 

Die Schnuller-Abgewöhnung

 
Kind mit NuckelWenn es dann also tatsächlich sein muss, dann sollte das Thema möglichst sanft angegangen werden. Die Schnuller-Entwöhnung sollte nie nach dem Motto: "Augen zu und durch" erfolgen. Wir sollten uns bewusst machen, dass der kleine Tröster ein wichtiger Bestandteil im Leben unserer Kinder ist. Er hat sie stets begleitet und Trost gespendet und nun steht Ihnen erste schmerzhafte endgültige Trennung bevor. Und sie haben auch keinerlei Verständnis für unsere Motivation - schiefe Zähne - das können sie kognitiv nicht erfassen und es würde sie auch nicht interessieren. Wir können also nur appellieren, dass sie nun groß sind - aber selbst das trifft unter Umständen auf keine großartige Zustimmung.

Es sollten auch gerade keine gravierenden Änderungen im Umfeld anstehen (Umzug, Geschwisterchen, Kita-Beginn). Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, ist es empfehlenswert, das Kind langsam und schonend auf den Abschied vorbereitet werden. Ich persönlich bin kein Freund davon, die Nuckel dem Weihnachtsmann oder Christkind mitzugeben - weil der Faktor der Freiwilligkeit hier stark beeinflusst wird - schließlich vermutet das Kind, dass es keine Geschenke bekommt, wenn es den Nuckel behalten will. Das setzt unnötig unter Druck und der Weihnachtsmann wird unter Umständen der doofe Kerl, der die geliebten Schnullis mitnahm. Idealerweise gibt das Kind den Nuckel ja freiwillig ab - zu Mama und Papa wird eher "nein" gesagt, als zum Weihnachtsmann.

Die schrittweise sanfte Abgewöhnung


Ab dem ersten Geburtstag kann man schon mal damit beginnen, die Schnullerzeiten zu begrenzen. Sinnvoll ist es, wenn dann nicht überall Nuckel herum liegen. Auch so kleine Kinder verstehen die Regel, dass es den Nuckel nur noch im Bett, im Auto oder bei Krankheiten gibt (wenn sie denn konsequent umgesetzt wird). Wir haben das Schnullern (allerdings erst mit zwei Jahren) auf das Auto (da will ich wirklich kein Geschrei) und das Bett beschränkt - in letzterem durften die Kinder jederzeit nuckeln, so lange sie darin saßen. Das hat dazu geführt, dass die Nuckelzeiten dort nach und nach immer kürzer wurden, da alles andere natürlich ziemlich schnell interessanter und aufregender war. Trotzdem hatten sie die Möglichkeit, ihr Saugbedürfnis jederzeit zu befriedigen. 
 
Der nächste Schritt wäre die Begrenzung auf das Einschlafen - das sollte mit etwa 2,5 Jahren verhandelbar sein. Ist dieser Schritt erfolgreich bewältigt, kann man das Nuckeln in das Abendritual integrieren - beim Vorlesen darf noch ausgiebig geschnullert werden - danach wird er weg gepackt. Je weniger genuckelt wird, desto weniger notwendig ist Eile - wenn ein 3-Jähriges Kind noch 5 Minuten am Tag nuckelt, wird sein Gebiss keinen Schaden nehmen und die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass es irgendwann einfach von selbst nicht mehr Schnullern will.
 

"Kalter Entzug"

 
Ist das Kind bereit, den Schnuller freiwillig abzugeben, kann man sich der Hilfe der Schnullerfee oder anderer Abschiedsrituale bedienen.
 
Bei meiner Tochter hat es mich irgendwann schrecklich genervt, dass sich alles um den blöden Nuckel drehte. Außerdem schien sich mit 2,5 Jahren schon ein offener Biss zu entwickeln. Da außerdem in 3 Monaten die Geburt des Brüderchens bevorstand, habe ich beschlossen, dass jetzt Schluss mit dem Nuckel ist. Wir haben unserer Tochter erzählt, dass die Schnullerfee die Nuckel der älteren Kinder einsammelt und sie den kleinen Babys bringt. Wir haben sie etwa zwei Wochen lang darauf vorbereitet. Am angekündigten Tag legte sie ihre Nuckel auf die Fensterbank, wo die Fee sie unbeobachtet mitnahm und ein kleines Geschenk hinterließ. Sie war  davon total begeistert. Alternativ kann man natürlich auch eine "echte" Nuckelfee kommen lassen, der die Nuckel persönlich übergeben werden.

Zur Vorbereitung auf das einschneidende Erlebnis gibt es auch sehr schöne Bücher - besonders gut gefallen hat uns Moritz Moppelpo braucht keinen Schnuller mehr, Jakob und sein Schnuller, Tschüss lieber Schnuller und für ältere Kinder (ab 3) Ein Bär von der Schnullerfee.
 
Wem die Schnullerfee zu absurd ist, der kann den Abschied vom Nuckel auch rituell begehen. Dafür bieten sich bspw. Schnullerbäume an. Dort haben schon andere Kinder ihre nicht mehr benötigten Nuckel angehängt. Das motiviert und bietet dem Kind die Möglichkeit, den treuen Freund zu besuchen. Eine Übersicht von existierenden Schnullerbäumen findest Du hier.

Schnullerbaum

Ist jedoch mit keinerlei Freiwilligkeit zu rechnen, kann auch zu kleineren Tricks gegriffen werden. Das Anstechen des Saugers mit einer Nadel führt bei einigen Kindern dazu, dass ihnen das Schnullern keinen Spaß mehr macht (meinen Sohn würde es jedoch nicht interessieren).

Ebenso hinterlistig und noch wirksamer ist das Abschneiden des Saugers. Alle drei Tage wird ein winziges Stück des Saugers mit einer Schere entfernt. Es wird zunehmend schwieriger für das Kind, den Nuckel im Mund zu behalten, wenn die Saugfläche sich verkürzt. Viele Kinder geben irgendwann entnervt auf und pfeffern den Schnuller dann in die Ecke. Dieses Vorgehen ist vor allem für Latex-Schnuller geeignet, da bei Silikonnuckeln einfacher Teile abgebissen und eingeatmet werden können  - dies ist bei Latex nicht möglich.
 
 

Wie schlimm wird der Nuckelentzug werden?

 
Ich habe kürzlich in meinem Lieblingsforum eine Umfrage zum Thema gemacht. Dabei habe ich auch gefragt, ob die Nuckelentwöhnung schlimmer, genauso schlimm oder weniger schlimm war, als von den Eltern erwartet wurde. Ich hatte zwar mit einer bestimmten Tendenz gerechnet, aber dass es so eindeutig war, überraschte mich dann doch sehr:
 
95% der Befragten (Stichprobenumfang: 40 Kinder) gaben an, dass die Entwöhnung bei ihrem Kind weniger schlimm war, als erwartet.
 
Auch Eltern, die der Überzeugung waren, dass es ein riesiger Kraftakt werden würde, weil ihr Kind extrem verliebt in den Beruhigungssauger ist, waren überrascht, wie wenig Drama es letztendlich gab:
 
"Mega einfach. Habe es ganz schlimm erwartet, denn sie liebte Ihn so sehr, ihren Lulu. Aber ich habe ihr die ganze Woche immer mal wieder erzählt, die Schnullerfee kommt usw. und Sonntag hat es gefruchtet und sie ist ohne meckern, jammern etc. eingeschlafen.Und am nächsten Tag bekam sie ein Geschenk von der Schnullerfee. Die 2. Nacht lief auch super - hat durchgepennt."
"Viel, viel, viel weniger schlimm, als ich es mir vorgestellt habe, denn beide waren absolute Schnullerjunkies..."
"War bei beiden erstaunlich unkompliziert, ohne Jammerei usw. War auch nie mehr ein Thema." 

Einige Mütter schrieben, dass sie den Nuckel schon deutlich eher weg gelassen hätten, wenn sie gewusst hätten, wie unkompliziert es werden würde. Das ging mir ganz genau so. Daher: Nur Mut!
 
 

Der Schnuller ist weg - und nun?

 
Kind schnullert
Ich habe in der Umfrage auch gefragt: "Wie lange danach war der Nuckel noch ein Thema?" Die meisten berichteten, dass nur noch wenige Tage danach gefragt wurde. Diese Erfahrung kann ich bestätigen - bei uns wurde am ersten Abend vehement nach dem Nuckel gefragt, am zweiten nur noch kurz. Etwa eine Woche lang war er immer mal wieder Thema - aber jedes Mal, wenn wir an die Schnullerfee erinnerten und ihr sagten: "Die Nuckel wurden doch schon zu den ganz kleinen Babys gebracht", gab sie sich damit zufrieden (und war auch immer gleich ein bisschen stolz).

Leider wirkte sich bei uns der Entzug auf den Mittagsschlaf aus. Nachdem der "Nunni" weg war, war an Tagschlaf eigentlich gar nicht mehr zu denken. Nun - wenigstens war sie dann so müde, dass die allabendliche Einschlafbegleitung eingestellt werden konnte, weil sie quasi sofort einschlief. Bei den meisten Kindern ist die Mittagsschlafverweigerung aber nur ein vorübergehendes Phänomen. 

Welche Erfahrung habt ihr gemacht? Schreibt uns doch einen Kommentar!
 
© Danielle
 


 

Quellen

 
Schmelz, Dr. med. Andrea: Gesundheit und Erziehung für mein Kind, riva Verlag

K. Edelmann, B. Gebauer-Sesterhenn, A, Pulkkinen: Die ersten drei Jahre meines Kindes, GU-Verlag

Bildnachweis

ganz viele Schnuller (o. r.): Rudolpho Duba  / pixelio.de
Schnullerbaum: Norbert Kaiser / Wikipedia.de
Kind zieht am Nuckel: Helene Souza  / pixelio.de
offener Biss: http://www.zahnspange-mitte.de
 

Zuletzt aktualisiert am 09.05.2015
Wenn Dir dieser Beitrag gefallen oder weitergeholfen hat und Du unsere Arbeit gerne unterstützen möchtest, kannst Du das über den folgenden Button bei Paypal tun:

Kommentare:

  1. toller beitrag - könnte man auch einen über daumennuckeln schreiben - bin da etwas ratlos wie ich den mal wegbekomme. meine tochter nimmt keinen schnuller aber seit einigen tagen den daumen und noch ist das ja kein problem sie ist 7monate alt aber ich frage mich wie das soäter wird

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Unsere Kleine hat schon im Bauch genuckelt und es in den ersten Monaten auch intensiv betrieben. Gern auch an Ring- und Mittelfinger gleichzeitig. Einen Schnuller mochte sie zu diesem Zeitpunkt nicht nehmen. Irgendwann kaufte ich dann diese kirschförmigen Schnuller (da war sie etwa fünf Monate alt). Und die liebt sie! Daumen und Finger sind seitdem nie wieder zum Nuckeln im Mund gewesen. Ich bin echt froh, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass eine Schnullerentwöhnung wesentlich einfacher ist (im Notfall regelmäßig kürzen) als das Abgewöhnen vom Daumen (zu dem ein Kind auch eine ganz andere Beziehung als zu einem Schnuller hat). Nur Mut! Mit sieben Monaten sind die Kleinen noch recht flexibel!

      Löschen
    2. Ich hatte zwei Daumennuckel-Kinder. Bei beiden hat die Abgewöhnung zwischen 4 und 4 1/2 geklappt. Beim einen Kind ging es sofort im ersten Anlauf und es reichte ein kleines Pflaster am Daumen als Erinnerung. Beim anderen gab es viele erfolglose Versuche mit Pflaster, Verband und sogar diesem bitteren Nagellack. Hat alles nicht geholfen! Als wir schon nicht mehr dran geglaubt haben, hat es mit 4 1/2 plötzlich doch noch mit Pflaster geklappt. Ich glaube, die Kinder müssen es einfach auch selbst wollen, und gerade beim Daumen nuckeln muss man auf diesen Zeitpunkt warten.

      Löschen
  2. Mensch, da habe ich mit meinem Weihnachtsmann voll daneben gegriffen...*g*
    Egal, der Schnuller ist weg und mein Kind schläft wie immer...
    Übrigens, toller Schnullerbaum, soetwas kannte ich nicht, hätte ich sonst auch in Erwägung gezogen. Klaut sich da eigentlich kein Kind sich wieder einen Schnuller weg...
    LG Maschu

    AntwortenLöschen
  3. wie immer toller Beitrag, danke! Die Schnullerfee finde ich eine wunderbare Idee.
    Einen Punkt würde ich gerne erwähnen: Es ist nicht ganz richtig, dass der Schnuller in den ersten Lebensjahren komplett unbedenklich ist. Bei Stillkindern kann er (muß aber nicht) zu Saugverwirrung führen, was unter Umständen zu massiven Stillproblemen führen kann. Auch wird empfohlen, wenn Kinder beim Stillen plötzlich zubeißen, auf jegliche künstliche Sauger zu verzichten (dazu gehören auch Schnuller).

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      vielen Dank! Ich persönlich glaube nicht so richtig an Saugverwirrung durch Beruhigungssauger - allenfalls durch Flaschenfütterung. Ich kenne auch keinen einzigen Fall. Aber vielen Dank für den Hinweis!

      Viele Grüße

      Löschen
    2. Hallo :-)

      Ich selbst kenne auch keinen Fall, aber eine Bekannte von mir ist Stillberaterin und neben der Saugverwirrung durch Flaschen oder Stillhütchen hatte sie auch Fälle zu betreuen, welche offensichtlich rein nur durch den Schnuller verursacht worden sind. Und dann gibt es anscheinend auch Kinder mit umgekehrter Saugverwirrung (wie eine meiner Töchter), die überhaupt nichts mit Flasche oder Schnuller anfangen können.

      Danke für eure tolle Arbeit mit diesem Blog! Ich habe hier schon so viel hilfreiches mitgenommen und freue mich wie ein neuer Schilling, wenn wieder ein neuer Beitrag erscheint. Macht weiter so!

      Liebe Grüße

      Löschen
  4. Prima, darauf habe ich gewartet! Meine Tochter ist 2,5 und ich habe schon öfters daran gedacht, wann den "nun endlich Schluss ist" - hab mich bis jetzt aber nicht getraut....
    Aber jetzt wird bald die Schnullerfee auch hier vorbei kommen. Schöne Idee übrigens mit den kleinen Babys....

    AntwortenLöschen
  5. Schöner Beitrag, vor allem gut zu wissen, dass die meisten echt die Erfahrung gemacht haben, dass die Entwöhnung viel weniger schlimm war, als befürchtet.
    Was mich noch interessieren würde, wann so in etwa das richtige Alter gekommen ist zur Entwöhnung. Im Artikel steht quasi nur frühstesens und spätestens...
    Mein Sohn ist knapp 1 Jahr und zum Glück läuft es seit einer ganzen Weile schon so, dass er generell den Schnuller nur im Auto, zum schlafen und "im Notfall" zur Beruhigung bekommt. Findet er aber irgendwo nen Schnulli, wird der sich natürlich gleich in Mund gesteckt :) meist nehme ich ihm den dann wieder weg, worauf es glücklicherweise auch kein Theater gibt. Er ist zum Glück mit seiner Umwelt so toll beschäftigt, dass der Schnuller nicht SO interessant ist.
    Nun frage ich mich, ab wann ich ihn im Auto und zum schlafen abgewöhnen kann. Für mich wäre da einfach die wichtigste Voraussetzung, dass er das Vorgehen versteht. Jetzt kapiert er ja noch nichts, da brauche ich ihm nicht mit Schnullerfee und Erklärungen kommen. Jetzt würde es daher ja noch eher eine qual für ihn sein, weil für ihn sein geliebter Schnulli dann ja "einfach weg" ist.
    Also ab welchem alter ca. würde er es irgendwie verstehen und wir könnten mit einer Entwöhnung begonnen?

    LG

    Jenny

    AntwortenLöschen
  6. Finde deine Artikel immer super informativ und auch richtig lang. Da hat man richtig was zum lesen und viele Infos. Echt Super von Dir!

    AntwortenLöschen
  7. Mir wurde noch der Tipp gegeben, einen zu kleinen Schnuller zu geben. Das ist ähnlich wie mit dem kontinuierlichen Kürzen des Saugers.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na, das ist ja mal ne originelle Idee! Ich habe da tatsächlich noch Schnuller der ersten Größe im Schränkchen liegen. Nach dem Motto: "Schau mal, wie groß du jetzt bist! Sogar die Schnuller passen dir nicht mehr!" *lach*

      Löschen
  8. *hust* hab den Artikel mal ausgegraben, weil er bei uns akut ist.
    Junior hat vor 2 Wochen (also 2 Wochen vorm 3. GEburtstag) auf einmal behauptet, der Schnulli kann jetzt zur Schnullerfee (die kennt er aus Büchern) und er wünscht sich ein Cars-Kuschelkissen dafür als Geschenk.
    Wir haben die Schnullis gemeinsam alle gesammelt, der Schnullerfee einen Brief geschrieben, gemeinsam unterschrieben, die Schnuller rein und sie zur Post gebracht (war informiert).

    Dann kam 2-3 Stunden später das Kissen und er hat sich riesig gefreut und damit gekuschelt.
    Um 13h war dann Mittagsschlafzeit und "die Kacke am Dampfen".

    Er hat so erbärmlich geweint, geheult, sich in einer Ecke mit Schnufeltuch ohne Schnuller zusammengekauert und nur "Schnuller, mein Schnuller, ich will meinen Schnuller wieder haben" gewimmert, dass ich nach ca 1/2 Stunde weich wurde.

    Bin ins Auto zur Post und hab unser Packet wieder geholt.
    Und nu?

    Ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass unser Junior da so ein Ausnahmeeinzelfall ist.
    In allen schönen Artikeln mit schönen Beschreibungen wird immer so getan, als wäre alles einfach als gedacht (schlafen, stillen...).

    Die Idee von "die Zwerg" werd ich allerdings ausprobieren :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Iris,

      im Artikel steht: 95% gaben an, dass die Entwöhnung leichter war, als gedacht. Du scheinst nun leider genau zu den 5% zu gehören, wo das leider nicht so ist :-).

      Hat sich der Schnuller denn schon auf das Gebiss ausgewirkt?

      Ganz ehrlich? Meiner ist ja jetzt 2 3/4 und wir machen demnächst auch einen Schnullerfeeversuch - aber nicht auf Biegen und Brechen - wenn das nicht klappt, klappt es nicht. Dann ziehe ich ihm nachts das Ding einfach raus und schau, dass er möglichst wenig im Mund ist - in die Schule wird er ihn sicher nicht mitnehmen.

      Mich nervt gerade eher, dass ständig danach verlangt wird (selbst wenn er einen im Mund hat!!) - und er offenbar morgens in einer Leichtschlafphase wach wird, weil das Ding weg ist. Ohne würde er wahrscheinlich bis 8 Uhr durch schlafen (träum weiter *g*).

      Echte Verzweiflung würde ich auch nicht ignorieren und einfach in 3 Monaten einen neuen Versuch starten. Sie sind doch noch so klein :-).

      Liebe Grüße!
      Danielle

      Löschen
    2. Bei uns kam der schnulli mit 3 jahren zum osterhasen und ne nicht einfacher als gedacht 37 nächte geschrien!!! Ich blieb hart...sie hat noch heute mit bald 5 ein enormes saugbedürfnis u d steckt sich alles mögliche in den mund... ich verstehs nicht und hab keine lösung nenn es " verlängerte orale phase" und behandle sie notfalls mit kaugummi schrecklich oder

      Löschen
  9. Hier auch eine von den 5%.........
    Die Entwöhnung mit 3 ging recht problemlos (auf eigenen Wunsch und mit Geschenk von der Schnullerfee), mit 5 nahm er sich die Schnuller des 2jährigen Bruders und seit dem schnullert er wieder. Wir begrenzen es aufs Einschlafen und verbieten es tagsüber streng und räumenn alle Schnullis außer Sichtweite aber sobald der Große einen findet hat er ihn im Mund.
    Der Schnuller ist einer der Punnkte, wo er sich ungerecht behadelt fühlt."Aber der J. darf doch auch!!" hören wir sehr oft.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      das ist ja wirklich ungewöhnlich. Meine Tochter hat den Schnuller auch vom damaligen Baby geklaut... allerdings musste sie davon sofort würgen und das Thema war dann erledigt *g*.

      Aber ganz ehrlich - ich finde es nicht schlimm, wenn ein fünfjähriges Kind den Schnuller noch zum Einschlafen nimmt. Letztendlich wird er irgendwann den Schnuller ganz sicher zur Seite legen. Und es ist für ihn vermutlich wirklich ein Gleichstellungsmerkmal, daher würde ich persönlich ihn auch lassen :-).

      Liebe Grüße!
      Danielle

      Löschen
  10. Hallo,
    ja, wir lassen ihn auch. Sobald er schläft ziehen wir den Schnuller raus und bis jetzt stehen die Zähne gut.
    Jetzt wackeln die ersten Zähne. Wir haben ihm erklärt, dass man mit bleibenden Zähnen auf keinen Fall schnullern darf. Bis jetzt sieht er das ein :-)
    Mal gucken ob es klappt!
    Sonst verschwinden nächsten Sommer (dann sind die Jungs 3 und 6) alle Schnuller aus unserem Haushalt! Kollektives Entwöhnen!!

    AntwortenLöschen
  11. Hallo,

    Schon Wieder einmal habe ich eine Frage an euch.
    Seit circa zwei Wochen stellt unser Kind, 14 Monate alt, seinen Schlafrhythmus um.
    Er schläft jetzt wesentlich weniger, und ist zwischen dem Schlafeinheiten knietschig, weil er so lange zwischen den Schlafeinheiten wach ist.
    Nun hat er mich vor drei Tagen total verwundert, als er den Schnulli abgelehnt hat zur Schlafenszeit.
    Ich habe den Schnulli beiseite gelegt und er schlief auch ohne ein. Das wäre vorher undenkbar gewesen. Er braucht zwar zur Zeit rund eine halbe Stunde bis er schläft, aber das Gewusel ist das selbe, egal ob er den Schnuller hatte, oder jetzt nicht mehr.
    Seitdem er seinen Schlafrhythmus umstellt, hat er auch beim einschlafen auf dem Schnuller rumgekaut, anstatt zu nuckeln.
    Er bekommt aber auch derzeit Backenzähne. Das geht aber schon ein ganzes Stück. Nun habe ich aber gestern bemerkt, dass er während er die halbe Stunde noch wuselte im Bett, die Finger in den Mund gesteckt hat.
    Nun mache ich mir natürlich Gedanken, ob er jetzt den Daumen nimmt als Schnuller Ersatz. Er macht aber auch keine Anstalten wo das Ding ist Wenn er im Bett liegt.
    Sinnvoller den Schnulli wieder mit reinzulegen, oder soll ich es weiter so machen?
    Auf der einen Seite freue ich mich, dass Er ihn anscheinend nicht mehr brauch beziehungsweise möchte. Auf der anderen Seite mache ich mir Gedanken ob er jetzt Ersatz sucht wenn er mit den Fingern am Mund spielt.

    Vielen Dank für eure Antwort.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Sancho,

      es ist extrem unwahrscheinlich, dass Kinder, die bisher einen Schnuller hatten, plötzlich auf den Daumen umsteigen. So etwas entscheidet sich üblicherweise in den ersten Wochen. Zudem er ja den Schnuller haben kann, wenn er möchte.

      Wenn die Backenzähne kommen, werden ihm die Finger sicher Erleichterung verschaffen. Du schreibst ja, dass er kaut, nicht saugt - daher wird er ziemlich sicher nicht anfangen, am Daumen zu saugen. Wenn er also den Schnuller jetzt nicht haben will, würde ich ihn auch nicht anbieten. Einige Kinder verzichten in dem Alter tatsächlich selber drauf - die Chance würde ich definitiv nutzen!

      Liebe Grüße!
      Danielle

      Löschen
    2. Liebe Danielle,

      Ich danke dir für deine schnelle Antwort, und wollte dir berichten, ich habe durchgehalten :-)
      Dank deiner Worte, sie haben mir doch geholfen die Sache so anzunehmen und es hat wirklich geklappt, er hat es einfach nicht mehr verlangt und ist wirklich auch ohne glücklich beim einschlafen,
      Das mit den Fingern hat sich auch auf den Tag gelegt, es wird wirklich an den Zähnen liegen.
      Dank dir nochmal für deinen Zuspruch.

      Auch wenn wir gerade mit Wut und Trotz sehr zu kämpfen haben ( habe Snowqueen dazu im passenden Beitrag angeschrieben, viell. Magst du ja auch was dazu sagen ) bin ich froh dass wir mit dem Thema Schnuller einfach so durch sind und bin stolz auf meinen kleinen Kerl.

      Ganz liebe Grüße und weiter so mit diesem tollen Blog !!!!!!!!!

      Löschen
  12. Hallo alle 95 und 5%-igen :-)
    Ich entwöhne meine Maus gerade jetzt. Sie ist gestern 4 Jahre alt geworden und hat selber gemeint, dass die Schnullerfee kommen kann. Allerdings gab es jetzt riesen Theater. Der Zwiespalt zwischen "Klein sein und Schnullern" und doch "schon groß sein" und ausserdem natürlich die gewünschte Kugelbahn bringen sie wirklich in eine schwierige Lage!
    Ich habe ihr vorgeschlagen, dass sie einmal übt ohne "Didi" einzuschlafen. Es dauerte 1 1/2 Stunden. Dann fragte ich sie ob sie es denn überhaupt möchte und sie sagte deutlich: NEIN! Im selben Moment ist sie ohne Schnuller in meinem Arm eingeschlafen... :-) Damit hat sie sich nun eine Ressource geschaffen, mit der ich sie morgen wieder locken kann. ("Gestern hast du es auch geschafft") ...und wenn das geht...(?), kommt morgen die Schnullerfee und legt ihr ein riesen Paket Murmelbahnen ins Bett...naja, aber eben nur wenn..... Ich befürchte, ich gehöre auch zu den 5%. Alle meine Neffen und Nichten haben sich leicht verabschieden können, sind aber nun als Vorschulkinder immernoch süchtig...sie klauen die Schnullies der Jüngeren, sobald sich die Gelegenheit ergibt....um Verständnis dafür aufbringen zu können sollte man einen Ex-Raucher fragen. Falls man einer ist kann man es vielleicht besser nachvollziehen.

    AntwortenLöschen
  13. Mein Sohn wird im August 2 Jahre alt und so langsam beschäftigt mich das Thema auch ein wenig. Da bei uns ein Umzug und die Eingewöhnung in den Kindergarten bevor steht, werde ich wohl erst richtig mit der Entwöhnung im neuen Zuhause anfangen und dann auch erstmal nur die Regel "nur im Bett und im Auto" einführen. Ich selbst habe ziemlich lang (bis ins 7. Lebensjahr hinein) einen Schnuller zum Schlafen gebraucht und hatte auch lange Zeit einen offenen Biss. Ich weiß einfach wie schwer es war vom Schnuller weg zu kommen und hätte meinen "Duddi" niemals für irgendein Geschenk eingetauscht, vor allem weil mein Opa mir immer wieder sagte, dass er mir jederzeit einen neuen kaufen kann (worüber sich meine Mutter nicht wirklich gefreut haben dürfte). Bei meinem Sohn bemerke ich jedoch, dass wenn gerade kein Schnuller verfügbar ist, er leider sehr schnell auch zu seinen Fingern tendiert. Das macht mir doch ein wenig Sorgen, da ich nicht weg vom Schnuller, hin zu einem Daumenlutscher möchte. Bei mir selbst übrigens ging der offene Biss ganz von selbst weg und ich habe wunderbar gerade Zähne, sogar ohne Zahnspange.

    AntwortenLöschen
  14. Hallo meine Kleine ist jetzt 1,5 J und seit ca 2-3 Wo verlangt sie sehr sehr oft ihren Nuckel und ist dabei auch sehr hartnäckig! Zuvor hat sie ihn nur zum einschlafen gebraucht

    AntwortenLöschen
  15. Hallo
    Mich beschäftigt seit kurzem eine ganz andere Frage zum Thema Schnuller.
    Und zwar folgendes:
    Meine Tochter wird im September drei Jahre alt und sie wünscht sich nichts Anderes als einen Schnuller.
    Kurz zur Erklärung :
    Sie hatte noch nie einen Schnuller. Wir haben eine sehr intensive Stillzeit und auch jetzt stille ich sie bei Bedarf. Vor allem zum Einschlafen, zum Trösten oder zur Beruhigung....
    Sie kennt Schnuller nur von anderen Kindern. Auch meine Tageskinder hatten Schnuller, mit diesen wollte sie spielen. Ich habe ihr erlaubt den Schnuller in die Hand zu nehmen und den Tageskindern zu geben. In den Mund stecken habe ich natürlich verboten! !!
    Jetzt ist meine Frage soll ich ihr vielleicht einfach mal einen eigenen Schnuller kaufen, damit sie es mal ausprobieren kann?
    Meine Angst ist, dass sie sich jetzt noch den Schnuller angewöhnt und sich abstillt.
    Es steht bald der Kindergarten an und ich würde ihr gerne danach die Nähe und Geborgenheit und das Auftanken mit stillen ermöglichen.
    Ich bin echt hin und her gerissen zwischen rigoros verbieten oder einfach ausprobieren lassen.
    Kannst du mir vielleicht einen Ratschlag geben? ??
    Ich würde mich riesig über eine Antwort freuen. Ggfs auch per E-Mail.
    akmganz[at]googlemail.com
    Liebe Grüße Anne K .

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anne, ich denke, dass das nur Neugier ist und du dem ruhig nachgeben kannst. Ich denke nicht, dass sie sich mit 3 noch den Schnuller angewöhnt. In der Apotheke hatte ich einen speziellen Schnuller für größere Kinder gesehen, der nicht zerbissen werden kann, weil das Schnullerteil aus Vollgummi besteht. Er ist somit hart wie ein kleiner Lutscher. Mit dem könnte sie gut "Baby" spielen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Gefühl im Mund angenehm findet, ist nicht so stark.
      LG, snowqueen

      Löschen
  16. Hallo, vielen Dank für diesen (wieder mal) tollen Artikel!
    Wir haben auch vor ein paar Wochen den Schnuller an die Schnullerfee übergeben. Mein Sohn ist jetzt 3,5 Jahre alt. Und es ging relativ problemlos, die zweite und die dritte Nacht war ein bisschen schwieriger, aber jetzt wird danach nicht mehr gefragt!
    Ich hab aber seither das Gefühl das er gar nicht mehr richtig zur Ruhe kommt, schläft schlecht ein und ist grundsätzlich unruhiger. Ich habe jetzt ein richtig schlechtes Gewissen, das ich ihm (wegen der Zähne, er hat schon einen offenen Biss) sein Beruhigungsobjekt weggenommen hab! Und frag mich ob das richtig war, oder was ich tun kann, damit er eine neue Strategie zur Beruhigung findet! Ohne das "Zahnproblem" hätte ich kein Problem mit dem Schnuller gehabt.
    Stofftiere haben ihn bisher noch nie wirklich interessiert und er ist ein sehr umtriebiges Kind!
    Am liebsten würde ich die Schnullerfee zurückrufen und sie fragen ob sie ihm nicht doch noch einen Schnuller leihen kann!
    Vielleicht war es doch zu früh!
    Habt Ihr da vielleicht einen Gedanken dazu??

    Danke Euch für diesen Blog! Er hat mir schon so manches mal das Leben erleichtert! :)

    Liebe Grüße
    Lene

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Lene,

      um ehrlich zu sein (ich habe einen fast 5-jährigen Schnullerer) - nein, ich würde den Schnuller nicht wieder holen. Wenn es so unkompliziert geklappt hat, dann ist er einfach so weit gewesen. Ich kenne das von meiner Tochter - sie hat nach der Schnullerfee den Mittagsschlaf komplett abgeschafft, da sie ohne Schnuller nicht mehr so gut einschlief. Aber das wird sich im Laufe der Zeit verlieren und er wird andere Strategien zur Selbstregulation finden.

      Viele herzliche Grüße
      Danielle

      Löschen
  17. Ich bin, als unsere Kleine 2 Jahre alt war, abends "aus Versehen", d.h. absichtlich, auf den Schnuller getreten und hab dann das ganz doll bereut und ihr immer gesagt, dass mir das soooo leid tut. Ich gab ihr dann nur den Grummi, aber den wollte sie dann auch nicht. Sie schlief abends ohne Theater ein, denn der Schnuller war ja putt. Man muss natürlich mindestens genauso traurig sein/tun wie das Kind! Hätte sie gelitten, hatte ich für diesen Fall natürlich einen Ersatzschnuller.

    AntwortenLöschen
  18. Wir gehören zu den 5%, bei denen der Schnullientzug der blanke Horror war bzw. immer noch ist. Unser Sohn ist 2 3/4 und sehr süchtig. Wir haben uns dooferweise für den Nikolaus entschieden, die Freiwilligkeit war somit sehr beeinträchtigt. Er weint seit 2 Tagen durch, zittert und ist sichtlich am Boden zerstört und wir wissen nicht ob wir ihn zurückholen oder durchziehen.
    Er hat einen starken Überbiss, so dass man einen ganzen Finger dazwischen schieben kann, die Relevanz ist demanch unumstritten. Den Schnulli nur in der Nacht bzw. zum schlafen versuchen wir seit Monaten, nimmt er aber nicht an bzw. verlangt permanent, den ganzen Tag nach diesem Ding! Das war mit der Grund den Schnulli schnellstmöglich abzuschaffen, da es uns so vorkommt, als würde die "Sucht" von Monat zu Monat größer und nicht weniger. Er gehört definitiv nicht zu den Kindern die eine Trennung akzeptieren bzw freiwillig durchmachen. zumindest haben wir diese Erfahrung nun gemacht. So langsam wird es besser. Er schreite heute nacht nur noch 2 mal, und heute morgen hat er sich nach 10 min weinen beruhigen lassen. Wir sind ratlos. Ich weiß genau, wenn ich den Schnuller zurückhole, merkt er sich diese "Aufgabe" und es wird sich nichts ändern, nur den Zeitpunkt aufschieben. *help*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn du merkst, dass es langsam besser wird, dann bleib dabei, lass den Schnulli weg sein. Es ist wie eine kleine Sucht, ein kalter Entzug und das ist für den kleinen Kopf schon echt anstrengend. Kennst du unseren Artikel zu den Einschlafsignalen (Wenn Kinder ohne Kneifen, Knibbeln oder Tragen nicht einschlafen) ? da ist das nochmal ausführlicher erklärt. Liebe Grüße, Snowqueen

      Löschen
  19. Ich frage mich bei all den Wegen der Abgewöhnung, was die Kinder dann sagen wenn sie im Regal beim Drogeriemarkt die Schnuller hängen sehen?
    Und wie habt ihr das durchgesetzt, dass z.b. nur noch im Auto und dem Bett bzw zum Einschlafen oder vorlesen genuckelt wird? Ich möchte ihn ihr ja nicht einfach wegnehmen, sie lernt gerade, dass man niemanden was weg nehmen soll? ( Ausnahme sind natürlich gefährliche Sachen)

    AntwortenLöschen
  20. Unsere grosse ist knapp 3 und auch ein absoluter Nuggi-Junkie. Überlegen auch ihr den Nuggi abzugewöhnen. Vor allem mein Mann nervt die Nuggi-Tyrannei langsam. Einen Überiss hat sie überhaupt nicht (haben auch die Nuggis von MAM die speziell dünn sind), aber ich denke der Sprachentwicklung wäre es förderlich. Bin allerdings nicht sehr zuversichtlich. Ich selbst war ein extremes Nuggi-Kind und nach dem ich den Nuggi abgegeben habe, hab ich mit Daumenlutschena angefangen und das konnte mir niemand abgewöhnen bis ich 11(!!!)

    AntwortenLöschen
  21. Unser Kleiner ist fast drei. Er hatte Phasen, da hatte er den Schnulli tagsüber kaum. Nun hat die Nuckelzeit wieder enorm zugenommen und er verlangt ihn immer öfter.Offenbar hab ich den richtigen Zeitpunkt verpasst. Nun versuchen wir seit 3 Wochen die örtliche Einschränkung und es funktioniert gar nicht. Je mehr ich mich dem Schnuller zuwende, d.h. zum Thema mache, dass er ihn im Bett lassen soll, desto mehr hält er daran fest.
    Nun weiß ich nicht. Bin ich zu wenig dahinter? Dauert es einfach eine Zeit, bis die neue Regel angenommen wird? Oder funktioniert die Einschränkung bei uns einfach nicht, wir gehören zu den 5% und wir sollten ihn dann gleich lieber ganz abschaffen?
    Wir haben auch eine Kleine, die braucht den Schnulli wirklich nur zum Schlafen, und da nur zum Einschlafen, dann spuckt sie ihn aus und will ihn nicht mehr. Also daher sollte der vermehrte Schnulligebrauch nicht herrühren...

    AntwortenLöschen
  22. Mein sohn, damals 2,5j, fand mäuse so toll. Da haben wir seine letzten zwei schnuller den mäusebabys im park gebracht. Als dank bekam er von den mäusebabys zwei kuschelfüchse geschenkt (füchse waren auch auf seinen schnullern drauf). Wir hatten noch knapp drei tage danach das thema schnuller. Aber jedesmal sagte ich ihm, dass sie jetzt bei den mäusebabys sind und dann war alles gut.

    AntwortenLöschen
  23. Mein Sohn, ist im Januar 3 geworden und seit dem hatten wir immer mal die Schnullerfee zu Besuch...leider mussten wir die Schnullerfee einige male anrufen und darauf Hoffen das sie den Schnuller wieder bringt :(
    Die Nuckelzeit hatten wir aufs Schlafen reduziert, leider wurde es die letzten Wochen wieder auf beinah den ganzen Tag gesteigert :(( naja, wir haben uns gestern für die "Hauruck"-Methode entschieden.... ich hatte ihn gebeten, mir den Nucki zu geben, da dieser "Stinken" würde. Sohnemann rennt zum Mülleimer, mit den worten "wenn der stinkt, dann muss der in den Müll!" Den ganzen Tag verlor er kein Wort über seinen Schnuller, die erste Nacht wurde er 4x wach und fragte nach dem Schnuller... 2ter Tag 1× die Frage wo ist der Schnuller... mal gucken was jetzt die 2te Nacht bringt! Ich bin guter Hoffnung ;)
    Insgesamt hatte ich es mir auch viiieeeelllll schlimmer vorgestellt!

    AntwortenLöschen
  24. Wir stehen gerade auch vor diesem "Problem".
    Unsere Maus ist jetzt 3 geworden, macht seit gut 1-2 Monaten keinen Mittagsschlaf (außer in der Krippe mal 20-40min), und seitdem fragt sie tagsüber wieder sehr häufig nach dem Schnulli (den sie dann auch meist bekommt). Ich denke sie ist dann eifnach doch noch müde mittags und der Schnulli hilft beim regulieren. Vorher war der Schnulli tagsüber überhaupt kein Thema, nur zum Einschlafen hatte sie ihn.
    Nun bekommen wir im September Kind Nr.2 und ich wollte vorher eigentlich der Großen den Schnulli abgewöhnen, bin jetzt aber ziemlich verunsichert.
    Dazu kommt dass mein Mann da kaum Verständnis zeigt und "will dass der jetzt dann weg kommt.." was mich zusätzlich stresst.
    Was würdet ihr tun?

    AntwortenLöschen
  25. Wir gehören dann wohl auch zu den restlichen 5% und haben die Entwöhnung mit dem heutigen Tage wieder aufgegeben.
    Unsere Maus wurde Mitte Mai 3 Jahre alt und wünschte sich ab einem Monat davor sehnlichst ein Fahrrad mit Pedalen.
    Da hatten wir mit ihr die Vereinbarung getroffen, dass sie eins bekommt, wenn sie den Nuckel im Tausch dafür abgibt. Sie war (die meiste Zeit) damit einverstanden.
    Tja, das Ritual mit dem Nuckelbaum schien erst ein guter Plan zu sein (sie hatte ihn auch immer wieder ganz stolz erzählt), aber nicht ausgerechnet zu ihrem Geburtstag. Böser Fehler. Sie hat so herzzerreissend geweint, hing wie ein Fisch am Haken am Nuckelbaum und das Fahrrad, was es direkt im Anschluss gab, hat sie erstmal nicht trösten können. Ich selbst konnte mir die Tränen nicht wirklich verkneifen angesichts eines so verzweifelten Kindes.
    Die kommenden 2 Nächte waren wie die vermuteten, das Theater beim Einschlafen wurde weniger und nach einer Woche war das Thema gegessen...
    ...dachten wir.
    Es folgten immer wieder Phasen mit Trotz und Wutanfällen, und jedes Mal war das Geschrei nach dem Nuckel wieder da. Sie will auch nicht mehr allein einschlafen, wir müssen jeden Abend danebensitzen, bis sie schläft.
    Sie hat selbst beschlossen, das Fahrrad gibt sie zurück, dass sie den Nuckel wiederkriegt. Sie fährt es konsequent nicht mehr.
    Und heute (momentan hat sie eine seltsam unglückliche Phase mit vielen, lautstarken Albträumen) hat sie den Plastikstäbchennuckel ihrer Lieblingspuppe wiedergefunden und gab ihn nicht mehr her.
    Schließlich haben wir aufgegeben und entschieden, kein unglückliches Kind mehr haben zu wollen und haben einen Notnuckel aus der hintersten Ecke gekramt. Wir haben ihr erklärt, dass es den nur zum Einschlafen gibt und brauchen nun einen Plan, wie wir das weiter handhaben sollen.
    Denn wir vermuten, dass sie sich nicht damit zufrieden geben wird, dass der Nuckel nach dem Einschlafen wieder weg und nachts nicht mehr verfügbar ist, wie früher.
    Also: Nuckelbaum mit Tauschangebot ging nach hinten los, Nuckel verlieren wird nicht funktionieren, sie weiß genau, wo man die nachkauft. Bleibt eventuell noch die Nuckelfee? Ich schätze: nö.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi! Es würde mich sehr interessieren, ob ihr den Schnuller inzwischen losgeworden seid? Wir haben es gerade bei unserer 4-jährigen Tochter versucht mit Schnullermonster, Geschenk und dem ganzen Gedöns und sind kläglich gescheitert. Noch in der vierten Nacht nach Abgabe hat sie sich so in Rage geweint und geschrien, dass wir ihr wieder einen gegeben haben und wir sind jetzt ziemlich ratlos...

      Löschen
  26. Ich habe den Artikel gerade gelesen und bin fassungslos. So etwas habe ich hier wirklich nicht erwartet. Konsequent den Schnuller nur dann und dann geben (und ihn sonst dem Kind verweigern) Schnuller Fee und hinterlistige Tricks? Das ist wirklich nicht der respektvollen und liebevolle Weg, mit welchen ich meiner Tochter beim Schnullerentwöhnen helfen und nicht sie austricksen will.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Elsa,

      es gibt viele verschiedene Wege, Kinder zu begleiten. Bei einigen Themen gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Während einige sagen, dass sie ihren Kindern nie unter Zwang Zähne putzen würden, sind andere der Meinung, dass das ein Thema ist, bei dem das Kind nicht allein entscheiden sollte.

      Auch bei diesem Thema gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Während manche - wie ich - auch ein 5-jähriges Kind noch schnullern lassen, sagen andere, dass sie das keinesfalls wollen, weil die Zahngesundheit im Vordergrund steht. Und wenn ihnen die Schnullerfee hilft (das passiert ja auf freiwilliger Basis), sehe ich persönlich keinen Grund, das nicht zu versuchen.

      Den Schnuller kann man meiner Meinung nach nicht liebevoll abgewöhnen - man kann lediglich darauf warten, dass das Kind ihm selbst abgibt. Allerdings nehme ich ihn tatsächlich konsequent weg, weil ich nicht finde, dass er damit in die Öffentlichkeit gehen sollte. Das ist mein Weg, den ich aber auch nur so gehe, weil die Auswirkungen auf die Zähne nur minimal sind. Sähe was anderes aus, würde ich ihm den Schnuller wohl auch wegnehmen.

      Wenn Du Ideen hast, dass respektvoll und liebevoll zu machen, freue ich mich sehr und ergänze Sie hier gerne.

      Viele Grüße
      Danielle

      Löschen
  27. Huhu,
    ich finde euren Blog wirklich informativ und spannend und der ein oder andere Artikel hat mir schon weitergeholfen. In mancherlei Hinsicht entspricht eure Herangehensweise dem, was ich mir auch für meine noch ganz junge Familie wünsche.
    Aber beim Thema Schnuller verwirrt ihr mich sehr. Ich habe mich bisher bei meinem ersten Kind gegen beide Omaparteien gewehrt, die mir (genauso wie den Kinderwagen) einen Schnuller einreden wollten. Klar wäre es manchmal einfach, dem Baby etwas zum Nuckeln in den Mund zu schieben, aber mir kommt das einfach vor als würde ich es zu einem Suchtverhalten erziehen. Tatsächlich denke ich bei diesem Text und einigen Kommentaren hier, das liest sich geradezu als würde es hier um kleine Drogenabhängige und nicht um kleine Babys gehen. Suchtverhalten ist mir nicht unbekannt, und da wird mir gleich ganz anders. Tatsächlich ist der Schnuller ja die reinste Ersatzbefriedigung. Das Baby will eigentlich ja an die Brust, den beruhigenden Nippel nuckeln, also Nähe und Geborgenheit. Stattdessen jubelt man ihm den Schnuller unter, bis es auch diesen als Substitut akzeptiert. Und dann kommt es nicht mehr davon weg, weil es Nähe und Geborgenheit mit diesem Ding assoziiert..
    Schlagt mich, aber ich frage mich sogar, ob das nicht ein Grundstein für problematisches Suchtverhalten sein könnte. Dieser Gedanke kam mir erst nachdem ich diesen Artikel gelesen hatte - vielleicht ist er abwegig.
    Eigentlich hatte ich erwartet, von euch wie sonst auch etwas zu lesen, das mir vernünftig und irgendwie zeitgemäß erscheint und mich gegenüber der Oma-Generation ein wenig bestätigt. Stattdessen lese ich hier die Geschichte der Schnuller-Junkies.
    Mich würde eure Meinung dazu interessieren, vielleicht könnt ihr mich aufklären.
    Liebe Grüße und danke für den Blog, den ich trotzdem weiterlesen werde.
    Die Liese

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Liese,

      es ist für jemanden, der ohne Schnuller auskam, natürlich relativ einfach, das kritisch zu sehen. Ich finde das pauchale Urteil, das ich aus Deinen Worten lese, schwierig. Denn ich glaube nicht, dass Eltern Kinder schnullern lassen, weil sie es sich bequem machen wollen. Ich kann nur für mich sprechen - meine Kinder haben alle Nähe bekommen, die sie brauchten. Mein Sohn schläft mit knapp 6 Jahren immer noch im Familienbett und wird intensiv bekuschelt. Aber sein Saugbedürfnis war schon immer extrem ausgeprägt, dass ich allein es nicht befriedigen konnte. Genau genommen habe ich die ersten 18 Monate seines Lebens mit meinen "Originalen" hergehalten. Nachdem die nachts bis zu 8 Stunden dauerbenuckelt wurden, habe ich hilflos zum Ersatz gegriffen. Und den nutzt er seitdem gerne und innig. Tatsächlich immer noch. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu verstehen, warum das "Original" weniger suchtauslösend sein sollte, als ein Silikonersatz. Es ist schlicht eine Stressbewältigungsmethode. Nun kann man jederzeit und immer die Brust raus holen - muss man aber auch nicht. Es gibt einfach Kinder, die ein extremes Saugbedürfnis haben - und für mich ist das ein Bedürfnis, kein Suchtverhalten. Süchte entstehen aufgrund unbefriedigter Bedürfnisse - darüber schreiben wir auch in unserem neuen Buch - sehr spannend!

      Viele Grüße
      Danielle

      Löschen
  28. Ich sehe, dass du es dir nicht leicht gemacht hast. Tut mir Leid, wenn ich verurteilend klinge. Was mich einfach verwundert, ist, dass im Artikel lediglich auf das Kieferproblem eingegangen wird und ansonsten die Schnullerbenutzung ganz unkritisch behandelt wird. Ich bin sicher, die meisten Raucher, Trinker und Kiffer würden ebenfalls zustimmen, dass ihr Verhalten der Stressbewältigung dient. Und auch, dass ihr Rauchen und Trinken die Befriedigung eines Bedürfnisses ist. Es ist ja immer schwer zu sagen, welches unbefriedigte Bedürfnis hinter dem jeweiligen Ersatzbedürfnis einem exzessiven Verhalten zugrunde liegt. Auf der anderen Seite ist das natürlich gerade bei Kindern schwer zu sagen, wenn sie eigentlich alles bekommen, was sie brauchen. Und vielleicht hat das wirklich gar nichts damit zu tun. Ich kann es auch nicht wissen, ich vermisse nur irgendwie eine kritischere Betrachtungsweise.

    AntwortenLöschen