Anzeige

Tipps für Kinder, die ihre Zähne nicht putzen wollen


ISchlumpf putzt Zähnech lese ja recht viel in Elternforen und ein Thema, das mit Sicherheit überall unter den Top 10 zu finden ist, ist das Zähneputzen. Viele Kinder finden keine Freude oder gar Gefallen daran und die meisten protestieren anfangs lautstark, wenn sie eine Zahnbürste auch nur sehen.

In diesem Artikel möchte ich alles Wissenswerte rund um das Thema Zähne und Zahngesundheit von Kindern zusammentragen und einige Tipps und Tricks zusammenfassen, mit denen bei anderen Eltern aus dem Zahnputzdrama eine zumindest erträgliche Situation wurde - und so manches Mal sogar ein lustiges Event, wenn kleine Kinder bspw. laut ein Zahnputzlied singen. 

Wann kommt der erste Zahn? 


Die Spanne der normalen kindlichen Entwicklung ist sehr groß. Während einige (sehr wenige) Kinder sogar schon mit einem Zahn geboren werden, feiern andere ihren ersten Geburtstag noch vollkommen zahnlos. Bei den meisten Kindern bricht der erste Zahn zwischen dem fünften und zehnten Monat durch - bei etwa einem Viertel der Kinder ist es mit 8 Monaten so weit. 

Das Zahnen 


Die gute Nachricht ist: etwa 50 % der Kinder haben keinerlei Probleme beim Zahnen - bei ihnen verläuft der Prozess fast unbemerkt. Bei einem Viertel ist die Stelle, an der der Zahn durchbricht, rot und geschwollen und schmerzt bei Berührung. Sie weinen daher häufiger und bevorzugen harte Dinge zum darauf Herumkauen, weil das den Schmerz lindert. Generell ist das Zahnen fast immer mit einem deutlich erhöhten Speichelfluss verbunden.

Darüber, ob Infekte und Fieber oder Durchfall mit dem Zahnen zusammenhängen, streiten sich die Geister. Da kleine Kinder ohnehin im ersten Lebensjahr bis zu zehn Infekte durchmachen, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich hoch, dass auch einer zeitlich mit dem Zahnen zusammenfällt. Die Wissenschaft sagt, dass Zahnen weder zu Fieber noch zu Durchfall führt. Ich persönlich kenne Mütter, die sagen, dass jeder Zahn von Fieber begleitet war, so dass es kein Zufall sein könne und meine Kinder hatten einen ganz speziellen Zahnungsdurchfall, den man am Geruch eindeutig erkannt hat.

Es gibt verschiedene Mittel, die das Zahnen erleichtern sollen, von Homöopathie (Osanit, Zahnungszäpchen) über schmerzstillende Salben (Dentinox) hin zu ganz normalen Schmerzzäpfchen (Paracetamol/Ibuprofen). Über die Wirksamkeit wird auch hier kräftig gestritten - für mich persönlich gilt hier: Was heilt hat recht - der eine schwört auf Globuli, bei uns waren sie komplett wirkungslos. Unumstritten hingegen ist, dass Chemie tatsächlich Schmerzen lindert, daher würde ich bei eindeutig starken Schmerzen immer auf ein Zäpfchen mit Ibuprofen zurück greifen. 

Die Reihenfolge des Zahndurchbruchs 


Die Milchzähne brechen üblicherweise in einer bestimmten Reihenfolge durch - aber auch hier gilt: jedes Kind ist individuell. Während bei den meisten Kindern zunächst die unteren beiden Schneidezähne durchbrechen, lief mein Sohn wochenlang wie ein Häschen nur mit den oberen beiden Schneidezähnen herum. Die übliche Reihenfolge ist: 
  1. erste Schneidezähne (erst unten, dann oben)
  2. zweite Schneidezähne (erst unten, dann oben)
  3. erste Backenzähne
  4. Eckzähne
  5. zweite Backenzähne
Es kommt aber auch durchaus vor, dass Eck- oder Backenzähne als erstes durchbrechen. 

Wann kommen die letzten Zähne? 


Als letztes kommen üblicherweise die zweiten (hinteren) Backenzähne. Sie können bereits mit 18 Monaten durchbrechen. Der späteste Zeitpunkt ist etwa der dritte Geburtstag - dann haben fast alle Kinder ihr vollständiges Milchzahngebiss. Bei einigen Kindern gibt es übrigens seltsame Entwicklungen - bei der Tochter einer Freundin von mir brachen absolut alle Zähne nach Plan durch, bis auf einen oberen Eckzahn. Der ließ sich einfach nicht blicken und der Zahnarzt mutmaßte schon, dass er einfach nicht angelegt sei. Erst zum dritten Geburtstag brach der dann doch noch überraschend durch. 

Wann fallen die ersten Milchzähne aus? 


Milchzähne fallen üblicherweise in der gleichen Reihenfolge aus, wie sie durchgebrochen sind. Zunächst trifft es also in der Regel die Schneidezähne. Generell gilt, dass spät durchgebrochene Zähne auch verhältnismäßig spät ausfallen. Die Bandbreite ist wieder groß. Während einige Kinder schon mit 5 Jahren einen Milchzahn verlieren, müssen andere Kinder bis zum Alter von 7 Jahren warten. Der komplette Zahnwechsel kann bis zu sechs Jahre dauern und ist mit 12 bis 13 Jahren abgeschlossen.

Kind lacht mit bleibenden Zähnen

 

Wie entsteht Karies? 


Karies wird von einem Streptokokken-Bakterium ausgelöst, das 99 % aller Menschen in ihrer Mundschleimhaut haben. Diese Kariesbakterien produzieren aus niedermolekularen Kohlenhydraten Säuren (vornehmlich Milchsäure), die den Zahn angreifen können, indem sie dem Zahnschmelz Mineralien entziehen. Speichel kann jedoch die Zähne remineralisieren, wenn ihm ausreichend Zeit bleibt, zwischen den Mahlzeiten die Säuren zu neutralisieren. Erst wenn eine kontinuierliche Kohlenhydratzufuhr/-ablagerung erfolgt, kann das zu Beschädigungen der Zahnoberfläche führen, durch die die Bakterien eindringen können. 

Flaschenkaries 


Wenn Kinder stundenlang an einer Flasche mit kohlenhydrathaltigen Getränken nuckeln, kommt es mit ziemlicher Sicherheit zu Flaschenkaries. Durch das ständige Nuckeln werden die Zähne dauerhaft mit Kohlenhydraten umspült. Dieser ist der ideale Nährboden für Kariesbakterien, die die Kohlenhydrate zu Säuren verstoffwechseln. Die Säuren greifen die Zahnsubstanz an und führen bis hin zur kompletten Zerstörung. Safthaltige Getränke verstärken den Effekt durch ihren Säuregehalt. 

Stillkaries 


Stillmütter müssen sich immer wieder Warnungen vor Stillkaries anhören. In-den-Schlaf-stillen müsse schnell eingestellt werden und auch nächtliches Dauergenuckel an der Brust sei ebenso gefährlich für die Zähne, wie das Nuckeln an der Flasche. Das ist so jedoch nicht richtig, weil sich die Trinktechniken beim Stillen und beim Flaschetrinken deutlich voneinander unterscheiden. Während des Stillens werden die Zähne nämlich nicht von Milch umspült, da diese direkt in den hinteren Rachen gelangt und reflexartig geschluckt wird.

In der Muttermilch sind außerdem Substanzen enthalten, die vor Streptococcus mutans schützen, dem Bakterium, das Karies verursacht. Archäologische Funde zeigen auch, dass Karies bei Kleinkindern extrem selten war. Eine gute Zahnpflege (s. u.) ist natürlich wichtig. Wenn Stillkinder Karies haben, dann normalerweise nicht wegen des Stillens, sondern trotz des Stillens.

Wenn irgendein Kind Stillkaries bekommen hätte müssen, dann wäre das mein Sohn gewesen - bis zum Alter von 18 Monaten hat er nachts stündlich gestillt und er war zudem chronischer Zahnputzverweigerer - dennoch sind seine Zähne tadellos. 

Die richtige Zahnpflege 


Geputzt werden sollte ab dem ersten Zahn. Bis zum zweiten Geburtstag reicht einmal täglich - idealerweise abends im Rahmen des Bettgehrituals. Es gibt drei verschiedene Arten von Zahnbürsten: Handzahnbürsten, elektrische Rotationsbürsten und Schallzahnbürsten. Bei Ökotest (12/2013) wurden folgende elektrischen Modelle getestet: 


Bei Zahnputzverweigerern sollte man bei Handzahnbürsten auf möglichst weiche Borsten achten, da zu harte Borsten häufig als sehr unangenehm empfunden werden. Der Kopf der Zahnbürste soll vor allem anfangs sehr klein gehalten sein, damit alle Stellen im Mund problemlos erreicht werden.

Kinderzahnpasten gibt es in einer riesige Auswahl - grundsätzlich entscheiden muss man sich, ob die Zahnpasta Fluorid enthalten soll oder nicht. Zahnbüsten (oder Aufsätze) sollen alle zwei bis drei Monate gewechselt werden - oder natürlich früher, wenn sie zerkaut werden. 

Die richtige Zahnputztechnik für Kinder


Die optimale Putztechnik für Kinder bis zu einem Alter von 10 Jahren trägt das Kürzel "KAI" und steht für Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen. Auf den Kauflächen wir hin- und hergeputzt, das schafft das Kind etwa mit 3 Jahren gut. Die Außenflächen werden mit kreisenden Bewegungen gereinigt. Im Alter von 3,5 Jahren sind Kinder in der Regel motorisch dazu in der Lage, große Kreise zu machen, mit 4 bis 5 Jahren schaffen sie auch kleine Kreise. Zum Schluss säubert man die Innenflächen mit einem Auswischen, also einer Bewegung von unten nach oben - das können die meisten erst mit etwa 6 bis 7 Jahren.

Am besten lernen Kinder die Technik durch abschauen von den Eltern. Ein Spiegel erleichtert den Kindern zu prüfen, ob sie das Gelernte richtig umsetzen. Bis zum Grundschulalter sollten Eltern nachputzen, da vor allem die Kauflächen meist nur unzureichend geputzt werden. 

Ab wann sollte man mit Kindern zum Zahnarzt gehen? 


Ganz klar: möglichst früh - am besten nimmt man das Kind mit zur alljährlichen Vorsorge. So lernt es sanft den Zahnarzt kennen (meine Tochter erinnerte sich mit 3 Jahren tatsächlich daran, dass sie schon mal mit 2 Jahren dort gewesen war) und es werden Ängste abgebaut. Zunächst reicht es völlig aus, wenn das Kind zusieht - mit etwa zwei bis drei Jahren kann das Kind auch schon mal mit auf Mamas Schoß und dem Zahnarzt die Zähne zeigen. Die meisten Kinder verweigern das - das ist in dem Alter aber nicht weiter schlimm - mit etwa 4 Jahren sind sie in der Regel schon deutlich kompromissbereiter. 

Tipps und Tricks für das Zähneputzen bei Kleinkindern 


Ich finde es immer schön, Kindern bestimmte Themen mit Büchern nahe zu bringen. Es gibt wirklich viele, viele schöne Zahnputzbücher - besonders empfehlen kann ich: 




Ich habe mich durch jede Menge Tipps und Tricks zum Zähneputzen gelesen und möchte hier ein paar sehr erfolgreiche und zum Teil ungewöhnliche Maßnahmen zum Ausprobieren vorstellen. Jedes Kind ist anders - daher funktionieren die Strategien unterschiedlich gut. In der Regel ist nur der Anfang schwer - wenn Kinder erst mal verstanden haben, dass nichts Schlimmes beim Putzen passiert und es einfach ein regelmäßiger Bestandteil des Tagesablaufes ist, ist in der Regel eine besondere Motivation nicht mehr erforderlich. Auf dem Weg zur Normalität können folgende Dinge unterstützen:

Bei uns den endgültigen Durchbruch brachten Bilder mit kariösen Zähnen. Mein Sohn war recht geschockt, was Kariesbakterien ausrichten können, dass er seitdem selber intensiv putzt und mich auch zum Nachputzen auffordert.

Man kann sich auch ein Zahnputzlied ausdenken oder auf bereits vorhandenes Material zurück greifen. Ich selbst habe unser Zahnputzlied zur "Schlaf, Kindlein, schlaf"-Melodie getextet:

"Putz, [Name des Kindes] putz,
die Zähne sind voll Schmutz.
Sie sollen doch schön sauber sein,
drum putzen wir sie richtig rein.
Putz [Name des Kindes], putz!"

Fand meine Tochter super, mein Sohn mochte dieses Zahnputzlied gar nicht.

Die KAI-Putzmethode kann auch mit folgendem Zahnputzlied gefestigt werden:

"Hin und her, hin und her, Zähne putzen ist nicht schwer,
Rund herum, rund herum, Zähne putzen ist nicht dumm,
Fege aus, fege aus feg den ganzen Schmutz heraus!"
Ein weiteres Zahnputzlied wäre (zur Melodie von "Ein Männlein steht im Walde")

"Ich putze meine Zähne von rot nach weiß,
ich führe meine Bürste stets rund im Kreis,
morgens, wenn ich früh aufsteh´,
abends, wenn ich zu Bett geh´,
putz ich meine Zähne so weiß wie Schnee."

Das Netz bietet viele weitere Versionen von Zahnputzliedern, die zu Kinderliedermelodien getextet sind.

In Bezug auf die Zahngesundheit heiligt für mich der Zweck die Mittel - an dieser Stelle hätte ich keine Probleme, auf das Helferlein Smartphone zurück zu greifen. Vielen Kindern reicht es dabei völlig aus, sich Bilder (sehr gerne von sich selbst) anzusehen - manche mögen gerne ein kurzes Video sehen.Fertige Zahnputzlieder kann man bspw. mit dem Handy oder dem Tablet vorspielen. Folgende sind sehr witzig: 



Später sind Videos auch gut geeignet, die richtige Putztechnik zu vermitteln:


Vielen Kindern bereitet es Freude, wenn sie die Zähne der Eltern putzen können. Die meisten lassen es sich gefallen, dass gegenseitig geputzt wird.

Wir jagen momentan die "Zahn(weh)männlein" - ich schaue in den Mund und erkläre, welche Farbe die Männlein haben - braune, wenn Schokolade gegessen wurde, rote, wenn Kaubonbons genascht wurden (übrigens gaaaaaanz schlimm für die Zähne ;-), gelbe vom Apfelsaft. Für manche Kinder sind Karius und Baktus zu abstrakt - manche Eltern jagen daher lieber Mäuse (die ja auch Löcher machen).

Größere Geschwister kann man motivieren, indem man sie bittet, dem Baby (was normalerweise recht gebannt den Vorgang betrachtet) zu erklären, wie man die Zähne richtig putzt. Auch die Betrachtung in einem Spiegel hat bei einigen schon geholfen - dazu haben wir mehrere Spiegelfliesen an unseren Fliesen angeklebt (damit sich beide Kinder anschauen können).

Viele Eltern berichten von einer Besserung, durch elektrische Zahnbürsten - kann ich so für meine Tochter bestätigen, meinem renitenten Zahnputzverweigerer ist die Art der Bürste relativ egal.

Andere hatten Erfolge, indem sie den Putzort variiert haben oder so lange suchten, bis eine Zahnpasta gefunden wurde, die lecker schmeckt (unser Favorit: Lavera Zahngel ohne Fluorid mit Beerengeschmack).

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt - man kann Zähne auch kitzeln und herzlich mitlachen oder Tiere suchen und das Tiergeräusch machen, wenn man es gefunden hat. Habt ihr noch weitere Ideen? Schreibt uns einen Kommentar!

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen oder weitergeholfen hat und Du unsere Arbeit gerne unterstützen möchtest, kannst Du das über den folgenden Button bei Paypal tun:

Kommentare:

  1. Kommentar von MaChriLouJa:

    Bei meinem Großen hat das Zähneputzen sehr gut gekappt, nachdem ich ihm erklärt habe, dass in seinem Mund viele kleine Bauarbeiter wohnen, die lauter Löcher baggern wollen. Und dann müssen wir wieder sauber machen und die Baustelle aufräumen. Andere Bauarbeiter machen auch kleine Verletzungen wieder heil. Und bauen eine Mauer (Kruste) und dahinter wird alles wieder ganz neu gemacht. Deshalb darf er sie bei der Arbeit nicht stören(Kruste knibbeln), sonst wird es nicht so schön (Narbe)!

    Ab 3 hat er sich für Karius und Baktus interessiert. Wir haben das Buch geschenkt bekommen. Ich finde es eher doof, aber mein Sohn mag die Geschichte gerne hören. Auch dass er den Mund weit aufmachen muss wie ein Krokodil, damit die Vögelchen sauber machen können, hat geklappt.

    Als er noch kleiner war, war er in den Zahnungsphasen sehr empfindlich und wollte es auch nicht. Da durfte ich nur sehr vorsichtig putzen. Das habe ich auch getan und wenn es ihm zuviel wurde aufgehört. Auch wenn ich noch nicht fertig war. Ich wollte seine Geduld nicht strapazieren. So hatten wir eigentlich nie große Probleme. Mein letzter Versuch war immer, dass es dann nichts Süßes gibt. Das hatten wir einmal und dann nie wieder.

    AntwortenLöschen
  2. Mein Vater hat meinem Bruder und mir stets während des Zähneputzens eine Episode einer selbst erfundenen Geschichte erzählt und i. d. R. an einer spannenden Stelle aufgehört. Natürlich wollten wir die Fortsetzung erfahren und waren gerne bereit, am nächsten Abend wieder zu putzen.
    Zähneputzen war dadurch für mich nie ein Muss, sondern wertvolle Papa- und Geschichtenzeit.

    Wer keinen kreativen Papa zur Hand hat, kann ja probieren, ob Hörspiele eine ähnliche Wirkung haben ...

    AntwortenLöschen
  3. Ein super Tipp einer Twitterin: "zähnekuscheln", also das Kind in den Arm nehmen und eine besonders angenehme Atmosphäre herstellen. Damit wird positives damit verbunden, außerdem sieht die putzende Person gut in den Mund. Funktioniert nicht immer, aber immer öfter ;-)

    AntwortenLöschen
  4. Obwohl unser Sohn (3J) ein begeisterter Zahnputzer war, hörte das mit einem Mal schlagartig auf. Wir hatten die kreativsten Ideen, ihn zum Zähneputzen zu bringen (von Karius und Baktus bis Putzmaschine...) einzige Antwort: "Ich will dass mir die Zähne ausfallen". Dann endlich der Durchbruch: "Professionelle Zahnreinigung". Mit Geräuschen meinerseits begleitet werden ihm von mir die Zähne geputzt + Kommentar, was gerade gemacht wird - Auftragen, Polieren, Zahnstein entfernen, Fluoridieren.... Mit der elektrischen Zahnbürste will er das nun selbst auch nachmachen.

    AntwortenLöschen
  5. Bei uns klappt, wie bei eigentlich allen Dingen, das Vormachen und Mitmachen am besten. Schon mit dem ersten Zahn hatte ich Bedenken wie es klappen soll einem so kleinen Kind klarzumachen, dass es jetzt mal schön den Mund auflassen soll, damit ich ihm mit der doch ziemlich spannenden Zahnbürste die Zähne putzte. Ich putze mir also immer zuerst oder mittlerweile gleichzeitig die Zähne und er imitiert das Mundaufmachen und die Putzbewegungen mit 11! Monaten schon sehr gut. So habe ich dann keine Schwierigkeiten nach seinem spielerischen putzen dann auch nochmal nachzuputzen, während ich ebenfalls den Mund aufreiße und "aaaaah" sage. Selbst wenn er mal keine Lust hat, putze ich mir einfach zuerst die Zähne und sein Drang auch alles machen/haben zu wollen, was Mama macht tut dann sein übriges ��

    AntwortenLöschen
  6. Das sind tolle Tipps. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Bücher darüber gibt. Und das selbstgedichtete Putzlied ist ja wirklich süß!
    Unsere Kleine (nun fast 3) lässt sich zum Glück ganz gut die Zähne putzen, auch wenn sie sich dabei gerne ablenken lässt. Sie darf zunächst selber putzen und dann putzen wir nach. Beim Selberputzen kaut sie gerne auf der Bürste herum und spuckt die Zahnpasta viel zu schnell aus. Ich habe daher damit angefangen sie zu motivieren, dass sie "richtigen weißen Schaum" ausspuckt. Sie scheint davon angespornt und putzt deutlich besser, bis sich die lila Zahnpasta weiß verfärbt.
    LG Wiebke

    AntwortenLöschen
  7. Mich würde interessieren wie ich meiner 9,5 alten Tochter das Zähne putzen beibringen kann?!
    Bevor sie ihre ersten zwei Zähne bekam, haben wir immer gemeinsam geputzt. Ich habe meine Zähne geputzt und sie
    hat auf ihrer Zahnbürste herumgekaut. Mittlerweile macht sie den Mund nicht mehr auf.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Petra,

      vermutlich ist die Zahnungsphase etwas schmerzhaft, weshalb sie jetzt nicht mehr ganz bereitwillig den Mund aufmacht. Wichtig ist, so wenig Zwang wie möglich auszuüben - einmal gründlich putzen reicht völlig aus. Es ist meist eine Phase, die schneller vorüber geht, wenn man ihr wenig Beachtung schenkt. Ich würde betont lustig die eigenen Zähne vor dem Spiegel putzen und so tun, als sähe ich da "Zahnwehmännlein", die ich jage.

      Liebe Grüße
      Danielle

      Löschen
  8. Ich habe das Problem, dass meine Tochter (wird in einem Monat 2) sich nicht nachputzen lassen will. Sie Putzt zwar selber - also sie ahmt die Bewegungen nach und kaut auf der Zahnbürste herum - aber, wenn ich dann sage, dass ich noch mal helfen woll, dann deht sie den Kopf weg und fängt schlimmstenfalls sogar an zu weinen.
    Habt ihr einen Tipp wie ich es schaffe, noch mal nachzuputzen.

    Ach ja: gegenseitig putzen habe ich schon ausprobiert. Sie putzt dann zwar mit Begeisterung meine Zähne, macht aber selber den Mund nicht auf.


    Lebe Grüße

    Anja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anja,

      im Artikel sind ja einige Vorschläge gesammelt. Bei uns funktionierte am besten, aktiv nach "Zahnwehmännlein" zu suchen - die waren gelb, wenn eine Banane gegessen wurde, rot bei einer Erdbeere... ich habe sie gesucht und das spannend kommentiert.

      Als mein Sohn etwas älter war, habe ich ihm Bilder von kariösen Zähnen gezeigt - das hat ihn nachhaltig beeindruckt und seitdem ist das nachputzen kein Problem mehr.

      Liebe Grüße!
      Danielle

      Löschen
  9. Toll!

    Ich hatte auch anfangs Schwierigkeiten beim putzen. Mittlerweile haben wir ganz gut einen Weg gefunden. Ich habe verschiedene Bürsten (3 Stück) am Waschbecken stehen. Wir mussten jedes Mal eine kaufen, nur daher sind es so viele geworden. Aber so kann nach Lust und Laune entschieden werden mit welcher Bürste geputzt werden soll. Die Zahnpasta darf sie sich alleine raufmachen. Das ist ganz wichtig! Das gab anfangs eine gute Sauerei, aber nach ca. 2 Wochen war die Menge an benötigter Pasta klar. Ich putze mir auch immer die Zähne daneben, um zu zeigen wie das so geht. Sonst würde nur rumgekaut werden. An Tagen, an denen es Süßigkeiten gab, putze ich selbst noch einmal nach mit der elektrischen Bürste (mit weichen Kinderaufsätzen). Wir haben auch mal einen Trickfilm gesehen, wo das Mädchen unbedingt was süßes essen wollte und sich danach selber sofort die Zähne putzte. Das hinterließ gut Eindruck! Und das führe ich beim Süßigkeitenessen dann immer an. Es klappt jedenfalls! Und am Montag geht es das erste Mal zum Zahnarzt.

    AntwortenLöschen
  10. Hallo!

    Meine Tochter ist jetzt 13 Monate alt und verweigert seit einigen Monaten das Zähneputzen. Wir haben wirklich schon alles probiert. Aber nichts hilft. Mit den ersten zwei Zähnen ging es noch ganz gut. Aber seit die oberen Schneidezähne da sind geht wirklich nichts mehr. Weder Filme noch Fotos können Sie ablenken. Lieder singen interessiert sie dabei überhaupt nicht. Das mit den zahnputzmännlein versteht sie glaube ich noch nicht. Ich putze immer mit ihr, wir haben einen Lernturm und sie steht am Waschbecken. Sie schnappt sich gerne meine Bürste wenn ich putze aber schaut sie dann nur an und lässt sie irgendwann zu Boden fallen. Ich bin wirklich verzweifelt, denn mittlerweile habe ich Angst das sie Karies bekommt, wenn sie mich nie putzen lässt. Das geht wirklich schon seit Monaten so! Was soll ich tun? Meine Freundin erzählte mir neulich das sie ihre Tochter auf den Boden legt, sich über sie setzt, mit einer Hand ihre Arme fest hält und dann einem weinenden Kind die Zähne putzt. Muss ich meine Tochter so gewaltsam zum Zähne putzen zwingen?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Puh - nein, ich denke, das würde ich persönlich nicht tun. Zudem es auch recht schwierig sein dürfte, das Kind dazu zu bewegen, den Mund zu öffnen. Lässt sie sich bestechen? Das würde ich ggf. erwägen. Ansonsten ist das auch einfach ein Problem, was sich häufig irgendwann von allein auflöst. Daher halte ich Druck uns Zwang nicht für angebracht. Und ja: möglicherweise entwickelt sich Karies. Man muss für sich abwägen, was schwerer wiegt... Ich persönlich tendiere da eher zu der Ansicht: ein kaputter Milchzahn ist eher verschmerzbar, als ein roher Machtmissbrauch. Meine eigene Erfahrung ist: Die ersten zwei Jahre war das Zähneputzen sehr selten, weil mit Abwehr begleitet und zudem wurde nachts auch viel gestillt - die Zähne sind trotzdem vollkommen in Ordnung. Ich würde schauen, dass Mahlzeiten möglichst mit Wassertrinken beendet werden und wenig an den Zähnen Klebriges verzehrt wird. Vielleicht ist auch Xylit etwas für Euch (ich habe mich damit noch nicht näher befasst).

      Herzliche Grüße
      Danielle

      Löschen
    2. Hallo Danielle,

      auch wir haben bereits länger das Problem, dass das Zähneputzen nicht (mehr) klappt (20 Monate).
      Momentan ist es so, dass ich versuche ihr NEIN zu akzeptieren. Wenn ich aber innerhalb von 1 - 1 1/2 Stunden mehrmal nachfrage bzw. sage sie möchte bitte zum putzen kommen und sie kommt nicht bzw. setzt sich (ich denke OK los gehts), macht aber dann doch nicht den Mund auf bzw. dreht den Kopf weg.... dann werde ich momentan richtig sauer und (immer öfter) auch laut. Dann gehts manchmal. Aber jedesmal plagt micht das schlechte Gewissen, weil ich so nicht sein will...so laut, sauer und alles.
      Ich bin beim Thems Zähneputzen echt am verzweifeln, ansonsten läuft es eigentlich gut.
      Derzeit überlege ich schon, einfach mal ein paar Tage ganz aufs putzen zu verzichten um den Druck für beide rauszunehmen. Weiß aber nicht, ob das gut wäre. Wenn sie selber putzen könnte, wäre es wohl kein Thema. Denn sie will eigentlich schon putzen (rumkauen und Zahnpasta abschlecken :-)). Jeden Tag das Handy als Ablenkung benutzen möchte ich eigentlich nicht...
      Hast Du nocht Tipps, außer den oben beschriebenen???

      Liebe Grüße und Danke!



      P.S.: Vielleicht übe ich doch zu viel Druck aus, obwohl ich ihr "Nein" normalerweise mehrmals akzeptiere???


      Löschen
    3. Kann es sein, dass sie Zähne bekommt und ihr das Putzen deshalb weh tut? Ich habe bei meinem Sohn in dem Alter tatsächlich ab und zu das Putzen weggelassen, wenn er sich ganz strikt geweigert hat. Das musste ich aber nie lange machen. Meist hat er mich morgens putzen lassen, wenn er abends verweigert hatte, oder umgedreht. Innerhalb von 24h haben wir also immer mindestens einmal geputzt. Ich glaube, an deiner Stelle würde ich sie ganz zur Not ein paar Mal selbst putzen lassen (vorzugsweise morgens) und dann abends selbst gründlich (und vorsichtig) geputzt. Offenbar scheint auch Xylit für eine Weile für Zahngesundheit zu Sorgen, also wenn gar nichts mehr geht, könntest du das noch probieren.

      Löschen
    4. Hallo,
      Vielen lieben Dank für deine Antwort! Es stimmt, sie bekommt gerade einen Backenzahn. Habe auch schon vermutet, dass es daran liegen könnte. Gestern abend hat sie mich ca. 2 Sekunden putzen lassen, heute war es so ähnlich. Aber auch nur, wenn ich sie irgendwann etwas 'bedränge'. Leider kann ich so nie alles putzen... Morgens durfte sie, wie von dir vorgeschlagen, selber putzen. Mich hat sie nicht ran gelassen. Ich werde es jetzt einfach mal mit der Methode weiter versuchn: morgens sie, abends versuche ich es und ich besorge mir Zahnpasta mit xylit. Ich finde es einfach eine schwierige Situation, denn es ist wichtig. Ich bin ja verantwortlich für meine Tochter... Darum werde ich momentan wohl auch so schnell sauer. Aber dass hilft uns ja auch nix, sie versteht es halt leider noch nicht.
      Liebe Grüße

      Löschen
    5. Hallo liebes Wunschkind-Team, hier bin ich wieder... noch verzweifelter als vorher. Leider ist es immer noch so, dass sich unsere Tochter oft komplett verweigert. Seit kurzem sagt sie mamchmal dass es 'weh tut'und auch 'dass sie sich nicht ihre Zähne putzen lässt'!. Ganz selten darf ihr jemand die Zähne putzen. Ich weiß nicht mehr wie ich mich verhalten soll! Liebe Grüße, eine ratlose Mama

      Löschen
  11. Hallo,
    ohne alles gelesen zu haben, wollte ich für andere unseren ultimativen Tipp raus lassen :-) Wir haben für unseren 5-jährigen eine elektrische Zahnbürste mit Timer (ich glaube 2 Minuten). Ich habe vor einigen Wochen angefangen, eine Fortsetzungsgeschichte zu erzählen. Der Mäusekönig hat so winzig kleine Zähne, dass alle seine Untertanen über ihn lachen. Nun muss er zwölf menschliche Milchzähne sammeln, die ein Zahnarzt ihm später einsetzen möchte. Dabei erlebt er allerhand Abenteuer! Und das Zähneputzen wird sehnlichst erwartet :-)

    AntwortenLöschen