Fieber bei Kindern - wie fiebern lassen bei der Heilung helfen kann

Der erste wirklich schlimme Moment im Eltern-Dasein ist oft das erste hohe Fieber. Man ist fassungslos, wie drei bis vier °C höhere Körpertemperatur aus einem zufriedenen, fröhlichen Baby ein glühendes Häuflein Elend werden lassen. Am schlimmsten ist die empfundene Hilflosigkeit - der erste Impuls ist: "Das Fieber muss runter, damit es meinem Kind besser geht!" Das jedoch ist kontraproduktiv - denn Fieber ist notwendig, damit es dem Kind mittelfristig besser geht - auch wenn es kurzfristig darunter zu leiden scheint.

Studien zeigen: Je stärker und öfter das Fieber im Krankheitsverlauf gesenkt wird, desto langwieriger ist der Heilungsprozess. Manche Untersuchungen fanden zwar keinen Einfluss auf die Krankheitsdauer, in keiner Studie wurde jedoch eine verkürzte Krankheitsdauer durch Fiebersenkung beobachtet.



Fieber hilft Kindern bei der Heilung


Fieber ist die Erhöhung der Körperkerntemperatur zur Abwehr von eingedrungenen Fremdorganismen. Ab 37,5°C spricht man von "erhöhter Temperatur", ab 38,5°C von "Fieber", ab 39,8°C von "hohem Fieber". Die Körpertemperatur steigt übrigens im Tagesverlauf an - es ist daher durchaus normal, dass Säuglinge nachmittags oder abends eine Temperatur von bis zu 37,8 °C haben, ohne dass es sich um Fieber handelt.

Sobald die weißen Blutkörperchen Viren, Bakterien oder Pilze entdecken, senden sie ein Signal an das Gehirn, dass die Körpertemperatur erhöht werden soll. Fieber ist niemals Ursache einer Krankheit sondern eine äußerst effektive Abwehrmaßnahme des Körpers. Gerade kleine Kinder haben ein noch unzureichend ausgebildetes Immunsystem, sie haben daher Krankheitserregern nicht viel entgegen zu setzen, außer einem solchen Mechanismus. Da es ein körpereigener gesteuerter Prozess ist, kann man davon ausgehen, dass Fieber nur so hoch steigt, wie es erforderlich ist - kein Körper wird vorsätzlich die eigene Selbstzerstörung durch zu hohe Temperaturen riskieren. Die erhöhte Körpertemperatur bekämpft wirksam Viren und Bakterien - senkt man das Fieber vorschnell, wird dieser Prozess unterbrochen und die Krankheiterreger können sich weiter vermehren.

Wenn Fieber dauerhaft unterdrückt wird, dann beeinträchtigt dies das körpereigene Immunsystem bei der Infektabwehr, die Erkrankungen verlaufen dann u. U. länger und heftiger. Insbesondere am Anfang einer Erkrankung - also in der Phase in der sich die Erreger explosionsartig vermehren - sollte das Fieber daher nicht gesenkt werden, wenn der Allgemeinzustand des Kindes sonst gut ist. Schon ab 38,5 °C ist das Bakterienwachstum stark gehemmt. Eine hohe Temperatur aktiviert auch die Leukozyten, wodurch die Vernichtung und der Abtransport der Erreger deutlich schneller erfolgt. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass der Körper genau die Temperatur annimmt, die erforderlich sind, um die Erreger zu zerstören.

Fieberkurve - Woran man erkennt, ob Fieber sinkt oder steigt 


Fieber verläuft plateauartig - nach einem Anstieg bleibt die Temperatur über einen gewissen Zeitraum konstant und fällt dann wieder ab. Für die Phasen sind verschiedene Merkmale symptomatisch:

Anstieg/Steigen des Fiebers 


Frieren, kalte Hände und Füße, ggf. warmes Gesicht, Schüttelfrost, die Haut kann marmoriert und schlecht durchblutet sein (wird kurz mit dem Daumen auf ein Areal gedrückt, bleibt der Bereich zwei bis drei Sekunden weißlich).

In dieser Phase sollte der Patient gewärmt werden! Warme Tees wie Holunderblüten- oder Lindenblütentee unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte.

Plateauphase/Fieberstau 


Die Höchsttemperatur ist erreicht, der Körper ist gleichmäßig heiß. Das Kind ist extrem erschöpft und müde und sein Puls ist erhöht. Jetzt kann der Körper mit Waden- oder Pulswickeln unterstützt werden, die Wärme abzugeben. Zitronen im Wasser, in das die Wickel getränkt werden, erhöhen die fiebersenkende Wirkung.

Abfall/Sinken des Fiebers 


Hitzegefühl, Schwitzen, warme Hände und Füße, Rötung der Haut, labiler Kreislauf, Schwindel

In dieser Phase sollte das Kind möglichst leicht mit Baumwollkleidung bekleidet sein. Eine Waschung tut dem Kind gut - wenn das Wasser auf dem Körper lufttrocknet, unterstützt das die Temperatursenkung.

Der Fieberverlauf kann Indikator für bestimmte Erkrankungen sein. Bei einer Lungenentzündung liegt es bspw. mehrere Tage kontinuierlich über 39°C und schwankt um maximal ein 1°C. Bei Mittelohrentzündungen schwankt das Fieber stärker, bleibt aber stets über 38°C. Aus dem Verlauf kann also auch auf die Ursache geschlossen werden - natürlich nur, wenn nicht unnötig durch fiebersenkende Medikamente eingegriffen wird.

Wie misst man richtig Fieber? 


Die Ansicht, dass man ausschließlich beim rektalen Messen mit klassisches Fieberthermometer verlässliche Ergebnisse erhält ist weit verbreitet. Mittlerweile gibt es aber auch einige Thermometer die sehr zuverlässig sind. Wir haben uns für ein Braun Thermoscan entschieden und sind damit wirklich rundum zufrieden. Ich halte es für unnötig, ein Kind mit einer häufigeren rektalen Messung zu belasten - mit dem Ohrthermometer erhält man mittlerweile nach wenigen Sekunden exakte Ergebnisse - sogar im Schlaf, ohne dass man das Kind entkleiden muss (was gerade beim Fieberanstieg für die Kinder sehr unangenehm wäre).
 
Ein Tipp zur optimalen Temperaturermittlung mit dem Ohrthermometer: Erst sollte man einmal im eigenen Ohr messen - das Ergebnis wird genauer, wenn die Thermometerspitze kurz angewärmt wird. Man sollte nicht in einem Ohr messen, auf dem das Kind gerade im Schlaf gelegen hat - dort staut sich die Wärme. Stellt man bei den Ohren größere Messunterschiede fest, kann dies auf eine einseitige Mittelohrentzündung hinweisen, da im betroffenen Ohr das Trommelfell deutlich wärmer ist.

Richtiges Verhalten bei Fieber 


Es gibt zwar Kindern, denen man 40°C Fieber kaum ansieht, in der Regel aber werden die Kleinen bei höheren Temperaturen apathisch, schläfrig und quengelig. Das hat biologisch durchaus Sinn - ein krankes Kind, dessen Körper mit der Bekämpfung von Krankheitserregern beschäftigt ist, braucht Ruhe! Mit hohem Fieber haben die wenigsten Kinder Lust, sehr aktiv zu sein - in der Regel werden sie das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf verspüren. Wichtig ist: Möglichst viel trinken! Meist haben Kinder ohnehin ein ausgeprägtes Durstgefühl.

Wenn man zu fiebersenkende Maßnahmen ergreift, beobachtet man oft ertaunliches: eben noch schlapp und wimmernd in Mamas Arm gelegen, nach 30 Minuten plötzlich wieder tanzend durch das Wohnzimmer - dem Kind geht es scheinbar schnell besser. Man hat das Gefühl, etwas Gutes, Helfendes getan zu haben, das Übel quasi beseitigt zu haben, doch eigentlich hat man die Selbstheilung des Körpers unterbrochen und er wird zusätzlich belastet. Daher sollte man - sofern nichts dagegen spricht - ein Kind fiebern lassen. Wenn ein Kind auch über Schmerzen klagt, sollte man es natürlich nicht unnötig leiden lassen oder ihm ein Schmerzmittel vorenthalten, damit es möglichst effektiv fiebert.

Vor allem vor dem Schlafengehen sollte man abwägen, ob man ein fiebersenkendes Medikament gibt - viele Kinder schlafen nach der Gabe eines Fiebermittels wesentlich ruhiger und ein entspannter Schlaf ist für die Heilung natürlich besser, als stundenlanges Herumgewälze.

Wichtig ist auch: Ruhe bewahren! Wenn ein Kind die Angst und Unruhe der Mutter spürt, überträgt sich das. Daher ist Ruhe und Entspannung mit das Wichtigste für schnelle Genesung. Denn das Kind spürt, "Mit mir stimmt was nicht, aber Mama ist ruhig, alles wird gut."

Wann sollte man Fieber senken? Wann muss man (schnell) zum Arzt? 


Es gibt altersabhängige Regeln: Für Kinder, die jünger als 3 Monate sind, ist Fieber bereits ab 37,8°C bedenklich. Das Baby muss sofort zum Arzt, damit eine Sepsis ausgeschlossen werden kann. Die Ursache ist in den allermeisten Fällen nicht tragisch, aber selbst lebensgefährliche Zustände verursachen oft kein höheres Fieber.

Zwischen 3 und 6 Monaten sollte ab 38,2 °C ein Arzt aufgesucht werden, ab 6 Monaten ab 39,2 °C. Ab 6 Monaten gilt außerdem: Fühlt sich das Kind gut (und das kann tatsächlich auch mit 39,5 °C der Fall sein), ist es nicht erforderlich, das Fieber zu senken. Hat das Kind den ganzen Tag gefiebert, bietet es sich an, zum Schlafen das Fieber zu senken, damit ein paar Stunden erholsamer Schlaf möglich ist.

Wenn das Kind apathisch ist, weint und wimmert, kaum reagiert und Flüssigkeiten verweigert, sollte das Fieber gesenkt werden. Bessert sich der Zustand nicht oder leidet das Kind zusätzlich an Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder starke Kopf-/Bauchschmerzen haben, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Ab 41,5°C wird Fieber gefährlich - es ist nach Ansicht von Medizinern theoretisch ausreichend, wenn mit einer Senkung ab 41,0°C begonnen wird. Ein Anstieg über 41°C ist im Übrigen sehr, sehr selten, und bedarf dann einer sofortigen ärztlichen Behandlung. Dies erfordert aber zugegebenermaßen starke Nerven - aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man es selten schafft, Fieber mit einem "guten Gefühl" einfach inaktiv zu begleiten. Man sollte sich immer bewusst machen: Der Körper steuert das Fieber aktiv. Er wird nichts tun, um sich selbst zu schaden!

Um es ganz deutlich zu sagen: Bei Kleinkindern muss und sollte man Fieber bis 40°C nicht senken, wenn es dem Kind einigermaßen gut dabei geht. Es ist auch nicht erforderlich, die Temperatur nachts zu überwachen oder gar ein friedlich schlafendes Kind zum Fiebermessen zu wecken. Schlaf heilt! Und wenn das Fieber steigt, wird sich das Kind wegen des Unwohlseins ganz sicher melden.

Wie kann man Fieber senken? 


Fieber sollte langsam gesenkt werden - mehr als 0,5 bis 1 Grad Celsius auf einmal belasten das Herz-Kreislauf-System zu sehr.

Grundsätzlich sollten fiebernde Kinder mit warmen Händen möglichst leicht bekleidet sein. Ist das Fieber sehr hoch, bietet es sich an, das Kind komplett auszuziehen (bei Babys auch vorübergehend die Windel - sie bedeckt bis zu 1/3 der Körperoberfläche!).

Wickel 


Das bekannteste Hausmittel zur Fiebersenkung sind Wadenwickel (geeignet ab 6 Monaten). Diese sollten nur gemacht werden, wenn das Kind warme Hände und Füße hat. Tücher (Waschlappen, Handtücher) mit lauwarmem Wasser (bei älteren Kindern auch kühler) befeuchten, um die Waden wickeln und ein trockenes Tuch darüber wickeln. Nach 10 bis 20 Minuten können die Wickel erneuert werden (maximal drei mal wiederholen).

Alternativ können Socken in Essigwasser (vier Fünftel Wasser, ein Fünftel Obstessig oder Zitronensaft) getaucht und angezogen werden - ein paar weitere Socken drüber ziehen oder mit einem Handtuch umwickeln. Die Socken bleiben zwei bis drei mal am Tag für maximal eine Stunde am Fuß. Essigstrümpfe sind für Kinder ab einem Jahr geeignet.

Pulswickel können auch bei ganz kleinen Babys gemacht werden. Dabei werden Stofftaschentücher schmal zusammengefaltet. Eine Hälfte wird in lauwarmes Wasser (mit einem Spritzer Essig oder Zitronensaft getaucht und dann das Tuch mit der feuchten Hälfte beginnend um das Handgelenk gewickelt (die trockene Hälfte bildet also den Abschluss). Der Wickel kann bis zu 3 mal nacheinander gemacht werden, danach sollte eine Pause von mindestens 3 Stunden erfolgen. 

Medikamente 


Zur Fiebersenkung sind zwei verschiedene Wirkstoffe im freien Handel erhältlich: Paracetamol (ab Geburt) und Ibuprofen (ab 3 Monaten). ASS (Aspirin) und Novalgin dürfen keinesfalls verabreicht werden! Die Wirkstoffe sind in Zäpfchen oder Saftform für Kinder erhältlich. 

Ibuprofen senkt das Fieber schneller, als Paracetamol (in Studien ca. 42 Minuten vs. 71 Minuten). Dafür hält die Wirkung von Paracetamol in der der Regel jedoch länger an. Das bessere Nutzen-Risiko-Profil hat Paracetamol.

Die Dosierung ist stets alters- und gewichtsabhängig (bitte immer in die Packungsbeilage schauen!). Entscheidend dabei ist immer das Gewicht, nicht das Alter.

Oft liest man, dass die Wirkstoffe auch kombiniert genommen werden können. Das ist grundsätzlich in der Tat möglich, ist aber wirklich nur in extremen Fällen zu empfehlen. Die Präparate sind darauf ausgelegt, dass sie für den angegebenen Zeitraum Schmerzen bekämpfen, daher sollte ihre Wirkung so lange anhalten. In Bezug auf das Fieber ist ein Anstieg zwar vor der nächsten Medikamentengabe möglich, aber wie bereits ausgeführt, sollte Fieber nicht so schnell gesenkt werden. Gerade, wenn das Fieber schnell wieder steigt, sollte man sich fragen, warum es das trotz ausreichender Medikation tut. Offenbar ist der Körper gerade extrem damit beschäftigt, Keime zu bekämpfen - man sollte ihm die Chance dazu lassen!

Man sollte stets im Kopf behalten, dass eine Überdosierung von Paracetamol Leberschäden und ein Zuviel an Ibuprofen Nierenschäden verursachen kann. Paracetamol kann auch schnell gefährlich überdosiert werden - hier gilt besondere Vorsicht! Wer sich zu den Wirkstoffen genauer informieren möchte, kann das hier  (Paracetamol) oder hier (Ibuprofen) tun.

Homöopathie bei Fieber 


Wer Fieber gerne homöopathisch behandeln möchte, findet auf dieser Seite eine sehr gute Zusammenfassung.

Anzeichen für Flüssigkeitsmangel 


Fieber ist so lange unproblematisch, so lange keine Fieberkrampfgefahr besteht und keine Austrocknung droht. Einen bedrohlichen Flüssigkeitsmangel erkennt man an folgenden Symptomen: 
  • verminderte Urinausscheidung, seltenes Urinieren, dunkler Harn, stechender Geruch, trockene Windel,
  • eingefallene Fontanelle,
  • die Zunge ist trocken und belegt,
  • die Lippen sind rissig und spröde,
  • es besteht Durst,
  • Gewichtsabnahme und
  • Verstopfung.

Wenn man Symptome eines Flüssigkeitsmangels feststellt, sollte man sein Kind umgehend einem Arzt vorstellen.

Wenn das Kind Getränke verweigert (was nicht selten ist - der Körper ist in der Regel mit sich selbst beschäftigt), kann man das Kind auch an einem feuchten Waschlappen lutschen lassen. Manche Kinder nehmen auch gerne löffelweise Wasser zu sich. Man sollte darauf vertrauen, dass sich der kindliche Körper holt, was er benötigt - manchmal haben die Kinder erst in der Phase in der das Fieber abfällt wieder Durst.
Fieber macht Durst

Fieberkrämpfe 


Etwa 4 % aller Kinder zwischen 6 Monaten und 5 Jahren haben im Laufe ihres Lebens einen Fieberkrampf. Die Neigung zu einem gewissen Teil auch genetisch bedingt, daher ist die Wahrscheinlichkeit besteht, dass auch Geschwister betroffen sind. Die Krämpfe verlaufen meist unkompliziert und sind kein Hinweis darauf, dass eine Epilepsieneigung vorliegen könnte.

Ursache für einen Fieberkrampf ist ein sprungartiger Anstieg oder Abfall der Körpertemperatur. Daher kann auch das Verabreichen von fiebersenkenden Medikamenten unter Umständen einen solchen Krampf durch den schnellen Temperaturabfall auslösen! Die Gefahr für Fieberkrämpfe erhöht sich auch dadurch, dass das Kind nach dem Nachlassen der Wirkung des Medikaments immer wieder mit einem erneuten Anstieg kämpfen muss, während beim "Fiebern lassen" die Temperatur auf einem Plateau bleibt.

Es gibt verschiedene Arten von Fieberkrämpfen. In der Regel wird das Kind blass und steif, verdreht die Augen, bekommt blaue Lippen beginnt unkontrolliert zu zucken und zu krampfen. Es droht eine Ohnmacht. In manchen Fällen bleibt das krampfartige Zucken aus - das Kind wird steif und die Atmung setzt aus. Die Augen sind verdreht und das Kind wirkt "wie tot"

Der Krampf dauert in der Regel 10 bis 30 Sekunden, selten länger als 2 - 3 Minuten. Der Notarzt sollte beim ersten Mal immer gerufen werden, in jedem Falle aber, wenn ein Atemstillstand auftritt oder sich der Krampf wiederholt.
Während des Krampfes sollte das Kind nicht festgehalten werden, es sollte darauf geachtet werden, dass sich das Kind nicht verletzen kann, in dem man beispielsweise den Kopf in einem weichen Kissen lagert. Ideal wäre die stabile Seitenlage. Die Kleidung kann gelockert werden, es sollte sich nichts im Mund befinden (Schnuller, Nuckelflasche).

Nach dem ersten Krampf wird der Arzt Diazepam als Rektiole (Ampulle für die rektale Anwendung) verschreiben, die bei einem erneuten Krampf verabreicht werden kann. Nach dem Auftreten eines Fieberkrampfes wird derzeit empfohlen, Fieber konsequent ab 38,5 °C zu senken. Allerdings hat eine aktuelle Studie die Vermutung bestätigt, dass dies nicht den gewünschten prophylaktischen Effekt hat. Die Wiederholungswahrscheinlichkeit für einen Fieberkrampf ist umso größer, je früher der erste Krampf auftrat und je tiefer die Temperatur beim ersten Krampf war. 

Noch mehr zum Fieberkrampf könnt ihr in einem gesonderten Artikel zu Anfällen, die man als Eltern kennen sollte, lesen.

Zum Thema Fieber gibt es auch einen tollen Podcast von uns mit Dr. Rupert Dernick, der auch einen interessanten Artikel zu Fieber geschrieben hat. 

© Danielle (mit der Unterstützung unserer wunderbaren Blog-Ärztin Laetizia)