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Erstausstattung für Babys - was braucht man wirklich?


Unser Kinderwunsch ist abgeschlossen und ich beginne allmählich, unsere Babysachen zu verkaufen. Nach zwei Kindern ist mein Resümee in Bezug auf die Babyausstattung recht eindeutig: Wir hatten viel zu viel unnützes Zeug. Das Geld wäre anders wesentlich sinnvoller investiert gewesen. Viele Dinge wurden überhaupt nicht gebraucht, einige musste ich dann in Hau-Ruck-Aktionen beschaffen, weil ich gar nicht daran gedacht hatte, sie im Hause zu haben.

Ich möchte in diesem Artikel meine Erfahrungen zusammenfassen und eine Liste mit Dingen erstellen, die unentbehrlich sind - aber auch mit solchen, die wirklich nett zu haben sind. Das ist nicht ganz so einfach, weil die Bedürfnisse in jeder Familie doch sehr unterschiedlich sind. Daher will ich zu den einzelnen Dingen gerne etwas ausführlicher schreiben, damit jeder selbst entscheiden kann, ob er das Produkt anschaffen möchte oder nicht. 

Erstausstattung - weniger ist mehr 


KinderzimmerIch kann mich noch gut erinnern, wie aufregend es vor der Geburt unseres ersten Babys war. Die letzten Wochen der Schwangerschaft zogen sich zäh dahin und die Vorfreude wuchs und wuchs. Der Nestbautrieb sorgte dafür, dass man ständig das Bedürfnis hatte, alles optimal vorzubereiten. Der Mutterschutz wurde genutzt, um noch dieses und jenes zu kaufen und als das Baby kam, war das Kinderzimmer liebevoll eingerichtet, die Sachen im Schrank sortiert, die Windeln im Regal geordnet und der Heizstrahler montiert. Es macht großen Spaß, die Erstausstattung zusammenzusuchen, leider gerät man nur allzu schnell in einen Beschaffungsrausch.

Als das Baby dann da war, wurde es plötzlich hektisch. Der Papa musste los und Strampler in Gr. 50 besorgen - in Gr. 56 ertrank das Kind. Eine Milchpumpe musste her und für mein Schreikind brauchte ich Pucksack und Gymnastikball. Im liebevoll eingerichteten Zimmer hielten wir uns - außer beim Wickeln - das erste Jahr eigentlich überhaupt nicht auf. 

Mein wichtigster Tipp daher vorab: Warte gelassen ab - man kann jede Menge Geld sparen, wenn man nach Bedarf kauft. 

Es gibt nur sehr, sehr wenige Dinge, die ein Kind wirklich benötigt, alles andere kann man immer noch kaufen, wenn es gebraucht wird. Heute kann man sich wirklich alles von heute auf morgen liefern lassen, wenn man etwas plötzlich dann doch und unvorhergesehen benötigt. Mit Baby zu Hause würde ich definitiv Amazon-Prime-Kunde werden, da alles kurzfristig geliefert wird. Außerdem kann man den Papa ja auch immer noch mal los schicken, um etwas zu besorgen.
Wenn Euch jemand vor der Geburt fragt, was ihr gerne geschenkt bekommen möchtet, dann sollte die Antwort immer lauten: einen Gutschein! Sei es für Amazon, Rossmann oder Babymarkt.de - ihr werdet den garantiert gebrauchen können. Man kann das auch ruhig etwas offensiver kommunizieren - sonst bekommt ihr am Ende fünf Schmusetücher oder drei Schnullerketten und vier Spieluhren. 

Ein Baby braucht kein komplett eingerichtetes Kinderzimmer - wahrscheinlich wird es außer zum Wickeln und ggf. zum Schlafen dort in den ersten Jahren ohnehin sehr wenig Zeit verbringen. Daher ist es im Grunde nicht wichtig, das Zimmer komplett einzurichten. Viel schöner ist es ohnehin, wenn das Kind schon alt genug ist, seine eigenen Wünsche und Vorstellungen zu äußern.

Was aber braucht man auf jeden Fall? 

Erstausstattung Kleidung 


Jedes Baby braucht Kleidung - daher kann man durchaus beherzt zugreifen. Man wird auch einiges geschenkt bekommen - die Leute lieben es einfach, Babybekleidung zu kaufen, weil sie soooo süß ist! Bei Gelegenheit solltet ihr unterbringen, dass Kleidung ab Größe 86 vieeeeeel sinnvoller ist, als der zwölfte Minibabystrampler - schließlich kann das Kind die Kleidung viel länger als nur einen Monat tragen. Lange Shirts und bequeme Hosen kann man zu jeder Jahreszeit gut gebrauchen.
Es lohnt sich, während der Schwangerschaft die Augen offen zu halten. Jetzt hat man schließlich noch Zeit und Muße, ausgiebig shoppen zu gehen. Da lässt sich der eine oder andere Euro sparen. Aber muss es immer neue Kleidung sein? 

Neu oder gebraucht? 


Es gibt mehrere Gründe, warum gebrauchte Kleidung wesentlich sinnvoller ist, als neue. Zunächst einmal kann man sie sehr, sehr günstig kaufen. Da Babys in den ersten Monaten rasant wachsen, schaffen sie es nicht mal ansatzweise, etwas wirklich abzutragen. Da die meisten gerne neue Sachen für ihr Baby kaufen, gibt es einen gigantischen Gebrauchtsachenmarkt mit sehr niedrigen Preisen in meist ausgezeichneter Qualität.

Es lohnt sich wirklich, auf Babyflohmärkte zu gehen - Ihr werdet staunen, was für schöne Sachen es dort für wirklich kleines Geld gibt. Eine Kleidungs-Erstausstattung für die ersten Monate kann man dort für unter 50 EUR erwerben. Im Internet kann man sich bei Second-Hand-Plattformen umsehen. Dort kann man recht günstige Pakete kaufen, auch wenn immer ein gewisses Restrisiko besteht, da man die Sachen vorher nicht sieht.

Der größte Vorteil an gebrauchten Sachen ist, dass etwaige Schadstoffe (und davon sind ja leider fast alle Hersteller betroffen) schon durch mehrere Wäschen ausgewaschen sind. So hat man relativ unbelastete Kleidung - gerade für die ganz Kleinen ist das ja nicht ganz unerheblich. Hinzu kommt auch der soziale Aspekt - auch Kinderkleidung wird vielfach in Fernost unter unwürdigen Bedingungen produziert. Gebrauchte Kleidung zu erwerben ist nachhaltiger und man bekommt fair produzierte Sachen für wenig Geld. 

Welche Kleidungsstücke braucht man und wie viele davon? 


Um diese Frage zu beantworten, kommt es auf ein paar verschiedene Umstände an, daher möchte ich etwas ausführlicher auf das Thema eingehen. 
 
Babys können ihre Körperwärme zunächst nur schlecht halten, daher ist es wichtig, dass sie warm angezogen sind. Natürlich nicht zu warm, sonst droht eine Überhitzung. Als Unterwäsche werden Bodys genutzt, diese gibt es in den Varianten mit langen Ärmeln, mit kurzen Ärmeln und ohne Ärmel. Ich finde für Neugeborene Langarmbodys am besten - im Winter sind sie schön warm, im Sommer schützen sie ideal vor Sonne, wenn sie als einzige Oberbekleidung getragen werden.

Für Neugeborene sind meiner Meinung nach Wickelbodys ideal. Diese müssen nicht über den Kopf gezogen werden - was viele Kinder auch überhaupt nicht mögen. Es gibt sehr schöne von H&M - aber auch diese sind empfehlenswert und sehen einfach süß aus. Allerdings ist es schon ein ziemliches Gefummel, bis man alle Knöpfe zu hat, so dass man vermutlich recht bald auf normale Bodys umsteigen wird.
Die Oberbekleidung ist vom Geschmack abhängig - manche bevorzugen Strampler, andere Hose und Shirt. Bei Hosen ist ein elastischer Bund sehr wichtig, damit nichts drückt. Sehr praktisch ist es, wenn die Hosen Füße haben - diese waren sehr süß und sehr bequem. Gerade am Anfang, wo man als Erstmutter noch etwas Berührungsängste hat, eignen sich auch Shirts zum Wickeln sehr gut.
 
Hier eine kurze Übersicht wann die Kleidergrößen durchschnittlich passen - da wird recht schnell klar, dass es sich nicht lohnt, zu viele Teile vorrätig zu haben:
 
Gr. 50 0-1 Monate
Gr. 56 1-2 Monate
Gr. 62 2-4 Monate
Gr. 68 4-6 Monate
Gr. 74 6-9 Monate
Gr. 80 9-12 Monate.


 
Im ersten Lebensjahr wächst das Baby also durch sechs oder mehr (!) Kleidergrößen. Und es ist in der Regel nicht so, dass sie eine Größe dabei auslassen. Zwischen den Größen liegen immer 6 cm - da ist eine Hose oder ein Ärmel schnell zu kurz. 
 
Leider kann man auch nicht vorhersagen, ob das Kind ein Spuckbaby wird - denn dann ist der Kleidungsbedarf stark erhöht (oder aber die Waschfrequenz). Wenn Dein Baby die Milch jedoch meist im Magen lässt, dann braucht man im Grunde nicht viel Kleidung, da sich das Kind kaum schmutzig machen kann, da es ja doch ausschließlich im sauberen Bett, im Tragetuch oder auf Mamas oder Papas Arm liegt. Daher kann es im Grunde sogar zwei bis drei Tage lang die selbe Kleidung tragen.

Was also braucht man ungefähr an Kleidung im Schrank, wenn man sich eher minimalistisch ausstatten will und etwa einmal die Woche die Babykleidung wäscht?
  • 4 - 6 Wickelbodys in den Größen 56 und 62
  • 4 - 7 Strampler oder 5 Hosen/Strumpfhosen und etwa 4 - 7 Oberteile
  • 3 Schlafanzüge (am besten einteilig mit Knöpfen im Schritt)
  • 3 - 5 Paar Erstlingssocken
  • je nach Jahreszeit:
  • eine Jacken/ein Overall (je nach Jahreszeit)
  • eine warme Mütze für Draußen
  • ggf. eine dünne Mütze für Drinnen
  • ggf. Handschuhe.
Kleiner Tipp für Socken, die nicht an den Füßen bleiben sollen: Sock-Ons Sockenhalter. Je nach Temperaturfühligkeit des Babys entfallen Socken, wenn man Strampler bevorzugt - die meisten mögen aber durchaus auch darunter ein Paar.

Zwei Jacken sind in der Regel völlig ausreichend. Sie werden selten schmutzig, so dass eine Wechseljacke reicht. Sie passen ohnehin nur wenige Monate, so dass man selten in Jahreszeitenübergänge kommt. Da würde ich auch nicht auf Vorrat kaufen, da Babys sehr unterschiedlich wachsen. Manche tragen mit einem Jahr noch Größe 74, andere sind da schon bei Größe 92. Jacken sollte man wirklich immer erst dann kaufen, wenn ein Wechsel der Größe ansteht (oder das Wetter extrem umschlägt). 

Transport des Kindes 


Kinder kann man tragen oder im Kinderwagen durch die Gegend schieben. Grundsätzlich ist ein Leben ohne Kinderwagen möglich, aber die meisten Eltern entscheiden sich für ein solches Gefährt. Beim Kauf spielen persönlicher Geschmack, der Geldbeutel und die Ansprüche eine Rolle - wichtig ist, dass die Liegefläche nicht zu klein ist. Bewährt haben sich Kombikinderwagen - ich persönlich habe einen Hartan Racer S gehabt und kann den nur wärmstens empfehlen - eine wirklich tolle Qualität Made in Germany. 

Der Kinderwagen ist allerdings der kostenintensivste Faktor bei der Erstausstattung - wenn man muss oder möchte, lässt sich durch einen gebrauchten Wagen einiges sparen. Auch Kinderwagen sind mit Schadstoffen belastet, so dass ein gebrauchter für das Kind gesünder ist.

Für den Kinderwagen benötigt man - vor allem im Winter - meist noch zusätzlich einen Kinderwagensack oder ein spezielles Kinderwagenkissen. Es kann sinnvoll sein, in die Liegewanne ein entsprechend zugeschnittenes Stück Isomatte zu legen - so kühlt das Kind nicht so schnell aus.

Für absolut unverzichtbar halte ich eine geeignete Tragehilfe bzw. ein Tragetuch. Babys haben in den ersten Wochen und Monaten das Bedürfnis, ständig nah bei Mama und Papa zu sein, so dass man sich das Leben sehr viel leichter macht, wenn man dieses Bedürfnis so oft wie möglich erfüllt. Sinnvoll ist es in jedem Falle, vor der Geburt eine Trageberatung zu machen, um verschiedene Tragen und Bindeweisen für Tragetücher kennenzulernen, so dass man sich auf diesem Gebiet nach der Geburt halbwegs sicher fühlt.


Kind in Kumja
Für das Tragen braucht man eine geeignete Jacke - ideal ist, wenn man die Umstandsjacke weiter tragen kann. Wenn man in der Schwangerschaft seine Umstandsjacke kauft, sind üblicherweise die Modelle aus der vorherigen Jahreszeit im Sale - man kann im Winter also günstig Sommerjacken kaufen und umgekehrt. Alternativ kann man eine spezielle Tragejacke, eine Jackenerweiterung (Kumja) oder ein Tragecover nutzen. Babys Beinchen bleiben mit speziellen Tragestiefeln (z. B. von Saling) schön warm.

Wenn man ein Auto hat, ist eine Babyschale notwendig. Ich habe mich übrigens ewig geärgert, dass ich keine mit Isofix-Station genommen habe - das ist so viel praktischer und sicher! Diese Gurtfummelei macht einen wirklich wahnsinnig. Wir hatten sowohl einen Maxi Cosi Cabriofix also auch einen Römer Babysafe - beide Marken schneiden bei Tests regelmäßig sehr gut ab. Für die Schale empfiehlt sich eine Einschlagdecke - die kann man recht teuer kaufen (z. B. von Hoppediz oder Kaiser) oder einfach selber basteln - eine günstige Fleecedecke und ein paar Schlitze an den richtigen Stellen tut es auch. 

Erstausstattung fürs Stillen 


Wer sein Baby stillen will, braucht dazu nicht wirklich viel. In den ersten Wochen sind auf jeden Fall Stilleinlagen empfehlenswert. Anfangs produziert die Brust nach dem Überflussprinzip, so dass es bei den meisten Frauen kräftig fließt und tröpfelt. Man kann zu Einmal-Einlagen greifen (empfehlenswert sind die von Lanisoh oder NUK) oder waschbare kaufen - diese haben üblicherweise eine Seite aus Wolle und eine Seite aus Seide (hier kann ich die von ImseVimse empfehlen). 

elektrische MilchpumpeWenn man weiß, dass man gelegentlich Milch abpumpen will, der kann schon eine Milchpumpe kaufen. Hier gilt: elektrische sind grundsätzlich effektiver, aber auch deutlich teurer. Ganz ohne Bedenken kann man zu den Modellen von Medela (elektrisch oder manuell) oder Avent (elektrisch oder manuell) greifen.

Die abgepumpte Milch kann entweder mit Fläschchen gefüttert werden (ich habe mir dafür das Starterset von Avent gekauft) oder wegen der Gefahr einer Saugverwirrung mit einem speziellen Fütterbecher.
 Stillkissen
Für die allermeisten Mütter ist ein Stillkissen unverzichtbar. Schon in der Schwangerschaft kann es als Seitenschläferkissen genutzt werden. Am wichtigsten ist die Füllung - preiswerte Kissen sind leider häufig mit minderwertigen Materialien gefüllt, auf denen das Baby hin und her rutscht und die recht bald zum Ausleiern führen. Ich empfehle daher, an dieser Stelle nicht unbedingt zu sparen, sondern ein hochwertiges Modell zu kaufen. Am häufigsten empfohlen werden Stillkissen von Theraline, Boppy und Flexofill.

Beim Stillen auch wichtig: Ein guter Still-BH. Die einfachen und günstigen von Rossmann und DM sind dabei vollkommen ausreichend. Wer es etwas schicker mag, der wird sicher bei Anita fündig. Benötigt werden etwa 3 bis 5 BHs. Leider weiß man nicht genau, wie groß die Brüste sein werden - außerdem müssen ggf. noch Einlagen rein. Es kann gut sein, dass die Brüste so groß sein werden, wie zum Ende der Schwangerschaft, es kann sein, dass die Brüste noch zwei Nummern größer sein werden. Wenn der Milcheinschuss kommt, erreichen sie definitiv die Maximalgröße - das gibt sich nach kurzer Zeit auch wieder. Daher empfehle ich, kurz vor Ende der Schwangerschaft erst mal zwei günstige BHs zu kaufen - einen in der aktuellen Größe und einen eine Größe größer. 

Für wunde Brustwarzen sind die Multi-Mam-Kompressen und eine Lanolin-Brustwarzensalbe unentbehrlich - aber auch hier gilt: Muss einem ja nicht unbedingt passieren und kann immer noch kurzfristig beschafft werden (erhältlich in jeder Apotheke/Drogerie). 

Erstausstattung für die Flaschenfütterung  


FlaschenbürsteWenn man nicht stillen kann oder will, braucht man Flaschen. Die Auswahl ist riesig - letztendlich gibt es keine gravierenden Unterschiede bei den namhaften Herstellern. Es gibt verschiedene Saugerformen - die meisten Babys kommen mit allen Formen gut zurecht. Da es jedoch sein kann, dass das Baby mit der gewählten Form nicht zurecht kommen, sollte man anfangs eher nur wenige Flaschen und Sauger haben - mit etwa drei bis vier Stück kommt man recht gut hin. Wichtig ist eine Flaschenbürste (idealerweise gleich im Set mit einer Saugerbürste), nice to have ein Flaschenständer auf dem die gewaschenen Flaschen gut trocknen können.

Bezüglich des Materials unterscheidet man Latex und Silikon. Silikon ist durchsichtig und glatter. Es ist jedoch auch empfindlicher und kann von kleinen Zähnchen (zumindest theoretisch) durchgebissen werden. Das ist bei Latex nicht möglich. Dieses wird jedoch mit der Zeit unansehnlicher und beginnt leicht klebrig zu werden - daher bevorzuge ich persönlich Silikon.

Bei der Form unterscheidet man symmetrische und asymmetrische Sauger. Auch hier sind Babys sehr selten wählerisch. Wichtig ist die Saugergröße - es gibt Tee-Sauger (sehr kleines Loch, damit der Tee oder das Wasser nicht so schnell fließen), Milch-Sauger und Breisauger. Letztere sind vollkommen unnötig - Brei gehört immer auf den Löffel, niemals in eine Flasche. Die Flaschen und Sauger sollten BPA-frei sein.

Ein absolutes Must-have für die Flaschenfütterung ist der Cool Twister von NIP. Dieser kühlt kochendes Wasser in wenigen Sekunden auf Trinktemperatur ab. Es gibt nichts nervigeres, als mit einem vor Hunger kreischenden Baby auf dem Arm hektisch eine Flasche unter kaltes Wasser zu halten.

Einen Flaschenwärmer braucht man nicht - man sollte ihn nicht mal verwenden. Milchpulver ist zwar keimarm, aber nicht steril - es enthält fast immer einige Keime in geringen Mengen. Wird die Milch zu lange warm gehalten, kann es dann zu einer Vermehrung von Keimen.

Das Sterilisieren von Silikonsaugern und -nuckeln ist nicht erforderlich. Eine gründliche Reinigung genügt vollkommen. Verwendet man ausschließlich Silikon, ist ein Sterilisiergerät nicht notwendig. Etwas anderes gilt für Produkte aus Latex - da diese im Laufe der Zeit eine poröse Oberfläche bekommen, sollten sie gelegentlich sterilisiert und grundsätzlich schneller ausgetauscht werden. Wenn man sich ein Sterilisiergerät zulegen möchte, dann ist für den schmalen Geldbeutel ein Mikrowellen-Dampf-Sterilisator (ca. 9 EUR z. B. von reer) geeignet. Wer lieber Luxus haben möchte, greift zu dem Gerät von Avent (ca. 70 EUR). Ein wirtschaftlich sinnvoller Mittelweg ist der Sterilisator von H+H (ca. 25 EUR).
Für die Flaschenfütterung braucht man ausreichend Milchpulver - bei der Entscheidung, welche Milchnahrung man füttern will, hilft dieser Artikel zur besten Anfangsnahrung weiter. 

Erstausstattung Babypflege


Schnuller/Nuckel 


Schnuller sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind sie ein großartiger Brustersatz für Babys, die ein hohes Saugbedürfnis haben. Manche Babys wollen ununterbrochen saugen und das halten die wenigsten Brustwarzen aus. Da überstrapazierte Brustwarzen das Stillen gefährden können, sollte darauf geachtet werden, dass ihnen nicht zu viel zugemutet wird. 

Schnuller können bei Stillkindern jedoch zu einer Saugverwirrung führen, die das Stillen schwierig macht. Daher sollte man abwägen, ob man wirklich einen Schnuller gibt. Idealerweise wartet man etwa 6 Wochen, bis sich das Stillen richtig eingespielt hat. Oft ist das Kind jedoch so unruhig, dass man deutlich schneller zum Schnuller greift. Es gibt aber auch Babys, die Schnuller hassen - mein Sohn hat erst mit 1,5 Jahren einen akzeptiert (und gibt ihn nun nicht mehr her).
Auch bei Schnullern sind Modelle in Silikon oder Latex und mit symmetrischen oder asymmetrischen Saugern erhältlich. Stillbabys haben gelegentlich die Eigenart, dass sie ausschließlich Schnuller in Kirschform (wie z. B. von Nip) akzeptieren.  Ich persönlich finde die nachtleuchtenden Schnuller von MAM ganz toll - die muss man im Bett nicht suchen und wenn man viel Glück hat, sucht sich das Baby ihn sogar irgendwann selber. Selbstleuchtende Schnuller hat aber mittlerweile fast jeder Hersteller im Angebot. 

Allroundtalent Mullwindeln 


Mullwindeln kann man definitiv gebrauchen - nichts in vielseitiger einsetzbar. Ob als Pucktuch, als leichte Decke, als Spucktuch, als Schnuffeltuch, als Spielzeugtransportmittel - es gibt unzählige Nutzungsvarianten. Zum Glück muss man heutzutage nicht mehr einheitlich schon grau gewaschene Tücher verwenden - es gibt tolle farbenfrohe und schön gemusterte Varianten.
Ein Grundstock an etwa zehn Windeln sollte ausreichen. 

Pflegeprodukte 


Für die Babypflege kann man halbe Drogeriemärkte leer kaufen - muss man aber nicht. Was man wirklich braucht, habe ich hier zusammen gefasst:
  • zwei weiche (!) Handtücher - wenn man mag, gerne ein Badehandtuch mit Kapuze
  • ein Schwamm für die Reinigung (spezielle Kinderschwämme sind sehr angenehm)
  • Feuchttücher (alternativ Waschlappen)
  • Wundcreme für roten Po
  • Nagelschere speziell für Babys
  • weiche Haarbürste (ggf. durch mangelnde Haarpracht entbehrlich.
Was wirklich, wirklich empfehlenswert ist (man aber nicht unbedingt braucht), ist ein Nasensauger wie AngelVac oder NoseFrida habe ich zu spät entdeckt - sie wären schon in den ersten Monaten unverzichtbar gewesen. Man glaubt nicht, wie viel Schnodder in einem so kleinen Wesen stecken kann! Nasensauger werden an einen Staubsauger angeschlossen oder mit dem Mund betrieben und befreien die Schnupfnase vom lästigen Schleim. Von mir eine unbedingte Kaufempfehlung!

Irgendwann ist es so weit - Babys erstes Fieber ist da. Zwar liest man immer wieder, dass nur das gute alte analoge Fieberthermometer exakt misst, aber das ist längst überholt. Mittlerweile messen Ohrthermometer so genau, dass sie da (bei richtiger Anwendung) ohne weiteres mithalten können. Für Kinder ist es natürlich auch deutlich angenehmer, als die rektale Messung. Anfangs empfiehlt sich eine Parallelmessung, um zu schauen, ob das Thermometer exakt misst (ist etwas von der Ohrenanatomie abhängig). Sehr gut getestet wurde übrigens das Braun Thermoscan, das auch bei uns Einzug hielt und seitdem unverzichtbar ist, weil man Kinder zum Fiebermessen nicht mehr wecken oder ausziehen muss.

Apropos krank - wenn man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein will, sollte man seine Hausapotheke aufrüsten - welche Ausstattung für Kinder sinnvoll ist, darüber habe ich bereits  ausführlich geschrieben.


Was man nicht unbedingt braucht


Verzichten kann man auf das bunte Allerlei an Pflegeprodukten, das man so kaufen kann. Stillende Mütter haben das beste Pflegeprodukt immer bei sich - Muttermilch ist der perfekte Badezusatz und die ideale Hautpflege. Die meisten Babys benötigen keine Pflegeprodukte, so dass es vollkommen ausreichend ist, eine Wundcreme, ggf. eine Sonnencreme und eine Wind-und-Wetter-Creme (im Winter) vorrätig zu haben.

Überflüssig sind außerdem spezielle Babywannen oder Badethermometer - die Temperatur kann man gut mit dem Handgelenk abschätzen - wenn man nichts spürt, hat das Wasser quasi Hauttemperatur und ist damit ideal. Auch Sitzhilfen für die Badewanne sind nicht erforderlich, am schönsten für die Kinder ist es ohnehin, wenn Mama oder Papa mit baden. Ganz am Anfang reicht auch das Waschbecken. 

Erstausstattung Wickeln 


Eine Wickelkommode ist bequem, aber es geht im Notfall auch ohne. Genau genommen ist es sogar sicherer, auf dem Boden zu wickeln - jedes Jahr verletzen sich zahlreiche Babys bei Stürzen von Wickeltischen. Entscheidet man sich für einen Wickeltisch, benötigt man eine Wickelunterlage. Auf die Plastik-Auflage gehören entweder Handtücher, Einmalunterlagen (kann man auch in vier Teile schneiden - so reichen sie länger) oder Molton-/Flanelltücher.

Wer sich für Stoffwindeln interessiert, dem seien die entsprechenden Artikel bei uns im Blog empfohlen. Wer lieber mit Wegwerfwindeln wickeln möchte, sollte vor allem am Anfang zu Pampers New Born Windeln greifen - vor allem, wenn man stillt. Keine Windel hält Muttermilchstuhl besser. Später kann man den Wechsel zu günstigeren Varianten erwägen - ich habe ganz ausgezeichnete Erfahrungen mit den Aldi Nord-Windeln gesammelt (und bin relativ sicher, dass die auch von Pampers produziert werden).

Kauft nicht zu viele Windeln in der Gr. 1 - die meisten Babys wachsen blitzschnell aus dieser Größe raus - mein 4-kg-Sohn passte von Anfang an in die 2-er-Windeln. Und auch diese passen deutlich weniger lange, als man es vermutet. Wenn ihr Euch bevorraten wollt (weil es bspw. günstige Angebote gibt), dann lieber mit Windeln in der Größe 3 - davon braucht ihr ein paar Monate welche. 
In Bezug auf Windeleimer scheiden sich die Geister. Beim ersten Kind hatte ich noch einen Angelcare-Windeleimer und fand den auch ganz gut. Der Eimer als solches ist sehr günstig - teuer sind die Nachfüllkassetten. Man kann (theoretisch) auch normale Müllbeutel nehmen, aber die sind deutlich weniger geruchshemmend. Dann tut es auch ein Eimer mit Deckel. Am Ende habe ich die Windeln einfach aus dem Fenster vor die Mülltonne geworfen - die Methode hat sich bewährt, ist aber natürlich nich überall möglich.

Beim zweiten Kind bin ich dazu übergegangen, die Windeln sofort zu entsorgen - bei uns steht ein Eimer auf der Terrasse, in dem die Windeln dann zwischengelagert werden und einmal am Tag in die Mülltonne entsorgt werden. Für Hausbesitzer halte ich einen speziellen Windeleimer für entbehrlich - in einer Wohnung würde ich einen nutzen. Gute Erfahrungen gibt es auch mit dem Diaper Champ und dem Windeltwister.

Die Frage, ob man einen Heizstrahler braucht oder nicht, ist ebenso heiß diskutiert. Ich persönlich finde, dass man unbedingt einen haben sollte. Gerade am Anfang kühlen die Neugeborenen sehr schnell aus und so richtig hat man noch keine Übung, so dass das Wickeln und Umziehen schon mal dauern kann. Die meisten Kinder lieben es außerdem, eine Weile lang nackt herumzustrampeln - allein dafür lohnt sich so ein Heizstrahler definitiv. Wir haben unseren bis weit ins zweite Lebensjahr und teilweise auch im Sommer genutzt. Ich möchte Euch ans Herz legen, dass ihr Euch für ein Modell entscheidet, das sich automatisch abschaltet (z. B. von Reer).

Eine Wickeltasche ist sinnvoll - aber auch nicht zwingend erforderlich. Entscheidet man sich dafür, hat man die Qual der Wahl - für jeden Geldbeutel und Geschmack ist etwas dabei. Von witzig und günstig (LCP) bis elegant und teuer (Lässig). In der Wickeltasche hatte ich immer eine Tasche von Generic - das sind ganz dünne Wetbags, in die man prima feuchte Wäsche oder benutzte Stoffwindeln packen kann - sie sind nämlich wasserdicht. Für gerade mal um die 2 bis 3 Euro hat man ein unverzichtbares Utensil, das in vielen witzigen Designs erhältlich ist. 


 

Erstausstattung Schlafen


Schlafsack und Pucksack

Zum Schutz vor dem Ersticken durch überdecken und zur Prävention in Bezug auf den plötzlichen Kindstod soll unbedingt ein Schlafsack verwendet werden (auch wenn es Kinder gibt, die sich standhaft weigern, in einem zu schlafen).

Wie warm der Schlafsack hält, ist mit der Einheit "Tog" angegeben. Ein Schlafsack mit 0,5 Tog besteht aus zweilagigem Stoff und wärmt kaum - er ist ideal für heiße Sommer. Schlafsäcke, die leicht wattiert und ärmellos sind, haben 1,0 Tog - sie sind für Zimmer geeignet, die etwa 18 bis 24 Grad haben. Ist es kälter, sollte man zu einem Schlafsack greifen, der 2,5 Tog hat - dieser hält in Räumen mit 15 bis 21 Grad warm. Am wärmsten sind Schlafsäcke mit 3,5 Tog, diese halten auch unter 18 Grad warm.

Babys können ein sehr unterschiedliches Wärmeempfinden haben - wo das eine Kind fröstelt, ist es dem anderen schon viel zu warm. Ich habe mich daher für Prima-Klima-Schlafsäcke von Odenwälder entschieden - die decken eine sehr große Temperaturspanne ab. Auch von den Mäxchen-Schlafsäcken von Alvi habe ich durchgehend nur positive Erfahrungen gelesen - allerdings gibt es da so viele Größen, dass man ständig neue kaufen müsste - daher hatte ich mich dagegen entschieden.
Übrigens - Pucksäcke waren für uns absolut unverzichtbar! Man braucht sie zwar nicht unbedingt von Anfang an, da man nur unruhige Kinder pucken "muss" - aber meisten Kinder schlafen sehr viel besser und beruhigen sich viel schneller, wenn sie fest eingewickelt werden. Spezielle Pucksäcke- und -tücher (wie der SwaddleMe) vereinfachen das durch eine raffinierte Kletttechnik. Für den Winter eignen sich Modelle aus Mikrofleece - wenn es dann noch zu kalt ist, kann man das gepuckte Kind noch in einen Strampelsack stecken.

Man benötigt mindestens zwei Schlafsäcke oder Pucksäcke (oder einen Trockner und etwas Geduld). 

Babyphone 


Ein Babyphone ist zwar nicht unbedingt erforderlich, wenn man bspw. in einer nicht ganz so großen Wohnung lebt, aber die meisten Eltern fühlen sich besser, wenn das Kind überwacht wird. Wir hatten - nach langen Recherchen - das Avent SCD 520, über das ich in den letzten Jahren nur zufriedene Erfahrungsberichte gelesen habe. Die negativen Bewertungen bei Amazon kommen dadurch zustande, dass ein Großteil der Nutzer nicht in der Lage war, die Bedienungsanleitung zu lesen. Heute würde ich mich für ein neueres Modell entscheiden - z. B. das SCD 560.

Mittlerweile sind auch Video-Babyphone in einer bezahlbaren Qualität erhältlich - braucht man nicht unbedingt, sind aber ein schönes Spielzeug. Hier gibt es gute Erfahrungen mit den Modellen von Audioline, Tomy und Nuk. 

Liste für eine Erstausstattung zum Download


Das ist ein wirklich langer Artikel geworden - daher habe ich alles kompakt auf einer Liste zusammengefasst, die ihr hier downloaden könnt.
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Kommentare:

  1. Vieeeelen Dank. Ich freue mich auf den Downloadlink. Bin gerade selbst am Horten und leicht überfordert- die Hormone tun ihr übriges und wollen mich ständig zwingen, doch noch diesen süüüßen Strampler zu kaufen. Nur noch einen. Und vllt noch die niedlichen Söckchen.
    Dafür hab ich das ganze "Technische" wie z.B. Babyphone, Windeleimer oder Fläschchen (welche? Welche Saugaufsätze? Marke? Mit Erwärmer?...) erstmal gaaanz weit von mir geschoben.
    LG, Manati von Manatis Welt

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  2. Hallo,

    erst einmal möchte auch ich mich ganz arg für Eure Mühen bedanken. Der Blog ist wirklich wirklich toll und hilfreich. Ich hab ihn schon gern weiterempfohlen.

    Beim Stillen fand ich im Nachhinein noch ein paar mehr Sachen "unverzichtbar": neben dem Stillplatz eine geeignete Ablage für Trinken und Essen (ich bin in meinem Bekanntenkreis nur eine von vielen, deren Baby immer genau dann stillen wollte, wenn gerade das Essen fertig zubereitet war....), ein geeignete Halterung für ein Buch zum Lesen, ohne es ständig offen halten zu müssen (oder alternativ ein ebook Reader) und eine Sicherung am Bett gegen Rausfallen. Das kann ein Beistellbett sein, wir haben ein großes Sicherungsgitter, welches später im Krabbelalter in der Wohnung gebraucht wird, mit Festspanngurten am Bett befestigt.

    Absolut unverzichtbar waren bei uns auch Nässeschutzunterlagen (bzw. Moltontücher) für alles, wo das Kind so liegen oder stillen kann. Am meisten Schutz brauchte unser Bett vor der auslaufenden Brust. Für das Sofa halfen waschbare Decken.

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  3. Ein sehr schöner Artikel.

    Ich wollte nur noch mal ergänzen, dass nicht alle Babys furchtbar schnell wachsen - die Mehrheit sicherlich schon -, aber uns wurde auch ständig von allen erzählt, dass die Kleinen ja so schnell aus allem rausgewachsen sind. Tja...:D
    Ich präsentiere mal unsere Kleidergrößen:
    Geburt Gr. 50
    4,5 Monate Gr. 62
    12 Monate (!) Gr 68 (da ging wohl die ganze Energie in die motorische Entwicklung, Umdrehen mit 3 Monaten, paar Monate später Robben, Krabbeln, Laufen usw.)

    Mittlerweile mit 17 Monaten sind wir bei Gr. 74 :)
    Hat natürlich auch was gutes - man kann die Sachen wirklich lange tragen und nutzen und sich so lange an "Lieblingsstücken" erfreuen.

    Ach und mir haben Stillhütchen sehr geholfen, da ich anscheinend (auch nicht mit Hilfe meiner Hebamme) keine schmerzfreie Stilltechnik kannte und meine Brustwarzen ständig furchtbar wund waren und ein enstpanntes Stillen unmöglich machten. Mit den Hütchen war das viel angenehmer und gab dem ganzen etwas Zeit zu heilen.

    Herzliche Grüße
    Älex

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    1. HIHI, mein Sohn passt mit seinen fast 18 Monaten auch immer noch in Teile in 68 rein. Im Sommer hatte er (damals dann 13 oder 14 Monate) eine Hose von seinem Cousin an - in 56 oder 62. Sie war halt zu kurz :-)

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  4. Hallo,

    da kann ich auch nur zustimmend nicken. Ein paar Sachen wollte ich aber noch ergänzend sagen - wohlgemerkt e r g ä n z e n d:
    Stubenwagen oder Laufstall war in meinem Bekanntenkreis unverzichtbar. Ich wollte keinen Laufstall, aber ein Bettchen zum Ablegen im Wohnzimmer fand ich super.
    Ich würde kein Beistellbett mehr kaufen, sondern gleich darauf achten, dass das Babybett ans Elternbett gestellt werden kann. Mit einer Decke o.ä. unter beide Matratzen geklemmt kann es nicht mehr wegrutschen und auch die Lücke kann mit Handtüchern gefüllt werden. Unverzichtbar auch Nässeschutz für Eltern- und Kinderbett (auslaufende Milch o. Windeln). Die gibt's manchmal beim Discounter im Angebot.
    Socken fürs erste Jahr nur von FALKE Kniestrümpfe oder kurze mit Verengung am Knöchel.
    Selbstgestrickte Schühchen waren in meinem Bekanntenkreis sehr beliebt, da sie gut am Fuß sitzen und Platz für ein-zwei Socken lassen.
    Für Schwangerschaft und Tragezeit hatte ich die Kumja und bin begeistert! Auch der Service der Firma ist super!
    Mullwindeln konnte ich vor allem in den ersten Wochen nie genug haben (Speihkind, als luftigen Vorhang an Babysafe o. KiWa, Schnuffeltuch.), Moltontücher habe ich eher als Decke oder Unterlage genommen.
    Zum Wickeln: Popowaschlappen, oder unterwegs große Wattepads. Das ist sanft zum Po und mit den Pads und ein paar Tropfen Öl gehen auch Stuhlgangreste sehr gut weg.
    Unterwegs hatte ich die "change away" Unterlage (12 EUR bei amazon). Die passt auch in eine normale Handtasche, sodass nicht immer die mega Wickeltasche mitgeschleppt werden muss. Für mich unverzichtbar!
    Schlafsäcke hatten wir kaum in Gebrauch. Wir hatten Alvi, der dünne war aber zu dünn und der dicke zu dick ohne wirklich warm genug zu sein. Schade ums Geld.
    Babyphone haben wir zuhause kaum gebraucht (z. B. an Silvester), im Urlaub oder auf Besuch wäre es praktisch gewesen.
    Fläschchen würde ich nie wieder vorher kaufen (als Stillmama natürlich). Elektrische Milchpumpen gibt's auf Rezept, darum braucht man sich vorher wirklich nicht zu kümmern.

    Unverzichtbar die Trage. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach im Gegensatz zum KiWa!!

    Allen werdenden Mamis viel Spaß beim Shoppen, Nest bauen und natürlich dann am Elternsein und an Eurem Kind/euren Kindern :-)

    MaChriLouJa

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  5. Hallo,

    Ein guter Artikel, wir haben es mit der Erstausstattung zum Glück ganz gut getroffen. Wir hatten das meiste von Freunden geliehen bekommen und da wir eh eher Shoppingmuffel sind, sammelte bei uns sich nicht so viel an (dafür könnte ich jetzt ständig niedliche Shirts kaufen...).
    Wir sind sehr froh, dass wir einen günstigen gebrauchten Kinderwagen gekauft haben, der war das erste halbe Jahr auch top. Aber dann drehte sich die Maus auf den Bauch und lag mit durchgestreckten Armen da. Also den Wagen umgebaut und das sah dann echt grauslig aus: Die Gurte noch viel zu groß, keine richtige Liegeposition und (das hatte ich unterschätzt) nur noch Blickrichtung nach vorn. Also nochmal in die Läden, das neue Optimum gesucht, und zum Glück wieder einen gebrauchten bekommen. Insgesamt kam uns das immer noch günstiger als ein neuer Kinderwagen. Das es dafür spezielle Kissen gibt, wusste ich gar nicht, bei uns tat es auch ein ganz normales Kopfkissen.
    Für den Anfang empfehlenswert ist eine etwas zu große Jacke. Dann verschwinden die Hände da gleich mit drin und man spart sich die Fummelei mit den Handschuhen.
    Liebe Grüße!

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  6. mit 4 Monaten Gr.74/80. Gar nicht so einfach, da passende Strampler und vor allem Wickelbodies zu finden. Die meisten,etwa von h&m gehen nur bis Gr.68 und üver den Kopf ziehen fand unser Baby auch mit 4 Monaten noch böse. Fündig wurden wir bei Babywalz.

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  7. Hallo,

    eine schöne Liste, der ich in großen Teilen nur zustimmen kann!

    Eine dringende Ergänzung zum Badethermometer: da es wirklich keine große Ausgabe ist, würde ich diese paar Euro doch dringend im Sinne des Kindeswohl empfehlen - man verschätzt sich doch sehr leicht und kann so schon beim Wassser einlaufen lassen darauf achten. Ansonsten gilt - alter Krankenschwesterntipp: Temperatur am Ellebogen messen!!! Die Haut ist hier noch dünner und damit der Babyhaut ähnlicher als am Handgelenk!

    Eine sehr überflüssige Anschaffung war bei uns Sonnenschirm (passend aufgeschwatzt bekommen) zum Kinderwagen - ich finde die Dinger auch in den höchsten Preisklassen einfach nur sperrig und unhandlich und der richtige Winkel zum richtigen Schutzt war kaum zu treffen - eine Mullwindel spendet gerade bei den Minis, die ja eh noch nicht lange draußen sein sollen, ausreichend Schatten - und da das Neugeborene nicht nackig in der Sonne sein sollte, spenden Body und Co auch ausreichend UV - Schutz.

    Nahezub unverzichtbar bzw. sehr sehr häufig genutzt waren hier Babydecken ( einmal fleece, einmal Baumwolle), die beide tolle Geschenke waren: ob als Krabbeldecke in der Wohnung, beim Stillen am offenen Fenster/Terrasse, im KiWa im Herbst, in der Babyschale und heute mit 1,5 liegen sie im WOhnzimmer in der Kuschelecke und das Puppen - und Viechzeug wird darin eingewickelt :)

    Von mir spät entdeckt, aber immer noch super praktisch finde ich Babylegs/Stulpen fürs Liegen/Krabbeln/Laufen ohne Windeln! Gerade wenn das Kind zu wundem Po neigt, eine tolle Sache die Beine warm zu halten. In der Wollversion eine super Sache beim Tragen im Herbst/Winter.

    Schöne Grüße

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  8. Hallo ihr,
    wie herrlich individuell solche Listen doch sind ;)
    Unsere Kinder haben auch nie gespuckt. Daher konnte ich sie tagelang in den gleichen Klamotten lassen. Waren aber so klein, dass Größe 50 mindestens 2 Monate gereicht hat.
    Dafür hat jede Stillmahlzeit eine Stunde gedauert, gerne länger. Daher plädiere ich auch für einen bequemen Stillplatz. Und ordentliche drahtlose Kopfhörer für nebenbei Fernsehen oder ein iPad zum Lesen… Das Stillkissen fand ich immer unbequem, hab mir lieber aus Sofakissen ein Nest gebaut. Dafür ist ein Stillkissen ein guter Rausfallschutz im Bett.
    Drei Tipps von mir: Wir hatten einen 10 Euro Baumarkt-Heizstrahler zum Hinstellen. Da wir Hochsommerkinder haben, brauchten wir sowas nie über den Wickeltisch. Der war übrigens eh für die Katz, die Kids konnten sich mit drei Monaten drehen, damit wurde das Wickeln auf den Fussboden verlegt. Aber wir haben jeden Abend laaange Bade-Sessions gemacht, mit vieeel Geplantsche und seeehr nassem Fussboden. Mit dem Heizstrahler war das Bad immer muckelig warm und dann gabs noch ne lange Massage, so dass die Mäuse nie Bauchweh hatten! Übrigens Handtücher und Bademäntel sind völlig überflüssig, da reichen auch Mamas Handtüchere ;)
    Außerdem eine Chicco Wippe ohne Klimbim wie Spielbogen und Co. Damit konnten wir sie überall mit hinpacken. In der Küche beim schnippeln, auf den Esstisch.. aufs Sofa und immer mit den Tragegriffen mitnehmen. Sei es ins Bad, Obergeschoss etc. Fürs erste Essen auch super. Außerdem kann man die Kinder bequem darin in den Mittagsschlaf schuckeln *g*
    Und: ein Kopfformer Kissen / Kissen generell / Nackenhörnchen: unsere waren reine Rückenschläfer, das gab aber ne schiefe Birne und meine Kids mochten immer mit dem Kopf etwas höher liegen. Mit Kissen oder Nackenhörnchen ging das Lagern viel besser und die Köpfchen wurden wieder rund.
    Zum Thema Laufstall: finde ich auch absolut unverzichtbar! Also unsere Kids haben nur mit Körperkontakt geschlafen und mochten nicht eingesperrt sein, aber man braucht einfach eine 100% sichere Ablage für Essen-brennt-an, es klingelt-unverhofft, Mama hat starken-Durchfall… also irgendwas, wo ich innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde mein Kind sicher kurz ablegen kann.
    So und zum Thema Pucken muss ich mal meckern: viele Experten sind sich inzwischen einig, dass das absolute Misshandlung ist. Die Kinder verfallen in eine Art Schockstarre!!! Würde ich niemals machen! Ihr seid doch sonst so perfekt informiert. Bitte stellt das hier nicht als alleinige Methode vor. Das wird schon lange nicht mehr empfohlen, Gott sei Dank!
    Liebe Grüße
    Kathi

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    1. Hallo Kathi,

      danke für diese hilfreichen Ergänzungen! (Und natürlich auch an alle anderen Kommentatoren - das ist wegen meines Urlaubs leider etwas untergegangen).

      Aber zum Pucken muss ich mal meckern: Wie kommst Du darauf? Ich kenne keine negativen Meinungen zum Pucken - jedenfalls keine, die auch nur ansatzweise wissenschaftlich fundiert wären. Pucken ist die Simulation der Enge des Mutterleibes - viele Kinder kommen mit der plötzlichen Weite einfach nicht zurecht. Da verfällt keiner in "Schockstarre" - es handelt sich um ein Art Beruhigungsreflex. Ich kenne auch keine wirkliche Alternative zum Pucken, daher irritiert mich, die Anmerkung, dass es als "alleinige Methode" vorgestellt ist.

      Aber ich bin durchaus neugierig - Du hast sicher ein paar Links wegen des Puckens :-).

      In Bezug auf die Formungskissen gibt es - meine ich - auch eher kritische Stimmen...

      Liebe Grüße!
      Danielle

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  9. Danielle, das schockt mich jetzt aber schon. Pucken wird inzwischen von vielen Ärzten absolut kritisch gesehen!

    "Der nordrheinische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt sogar ausdrücklich vor dem Pucken und erklärt, dass es gefährlich sei."

    "Bei manchen Babys scheint es sich als sinnvoll zu erweisen, doch es birgt auch Risiken, weshalb Kinderärzte seit Mitte 2012 davor warnen, Babys zu pucken."

    Einstiegsartikel mal auf die Schnelle:

    http://www.liliput-lounge.de/themen/babys-pucken/

    http://www.baby-und-familie.de/Entwicklung/Pucken-Festes-Einwickeln-fuer-Babys-gefaehrlich-195455.html

    http://www.9monate.de/baby-kind/leben-mit-neugeborenem/pucken-id102639.html

    und so weiter...

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    1. Hallo Kathi,

      es ist immer die (selbe!) selbe, auf die das zurück geht (Prof. Kahl) - diese hat nicht ein einziges Argument wissenschaftlich untermauert. Die wird dann immer wieder völlig unreflektiert zitiert. Aber ich werde das mal zum Anlass nehmen und dort gezielt nachfragen, wie sie ihre Empfehlung denn konkret begründen.

      Ich habe die einzelnen Argumente damals unter dem Punkt "Kritik am Pucken" schon ausführlich auseinander genommen - findest Du hier: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2013/03/pucken-warum-straffes-einwickeln-babys.html. Für mich ist schon völlig widersinnig, zu behaupten, dass Pucken Hüftdysplasien fördert, wenn dabei die Hüfte gar nicht beteiligt ist. Dass Kinder überhitzen liegt nicht am Pucken, sondern am falschen Pucken. Ich kann Kinder auch mit einer zu warmen Jacke überhitzen ;-). Richtig angewandt spricht m. E. rein gar nichts gegen das Pucken.

      Der Verband der Kinderärzte empfiehlt auch die (völlig sinnfreie) Einnahme von Fluoridtabletten - insofern ist das alles immer mit Vorsicht zu genießen ;-).

      Viele Grüße!
      Danielle

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  10. Als Fachliteratur:

    http://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/das_gefesselte_kind/

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  11. http://www.psychologischeberatung-bonn.de/Psychologische_Beratung_Bonn/Pucken.html

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    1. Ich möchte ungern eine Linkschlacht beginnen (ich habe damals bereits ausführlich dazu recherchiert und meine Schlüsse gezogen) - es werden sich einige Links finden, die Pucken kritisch sehen. Einen wissenschaftlich überzeugenden (mit entsprechendem Quellenbeleg) habe ich noch nicht gefunden.

      Die überwiegende Mehrheit empfiehlt es jedoch nach wie vor und letztendlich soll sich wirklich jeder eine eigene Meinung dazu bilden. Ich habe zwei Kinder (lange) gepuckt und bin von den Vorteilen nach wie vor vollkommen überzeugt - ohne Pucken wären meine Kinder müder und unglücklicher gewesen und hätten stundenlang geschrien. Und wer gesehen hat, wie glücklich sie eingewickelt einschliefen, der hätte ganz sicher nicht an Resignation gedacht ;-).

      In diesem Sinne - gepuckt oder ungepuckt: Alles Gute!
      Danielle

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  12. Nun, es ist nicht nur Prof. Kahl sondern auch diverse andere Ärzte, siehe meine Links. Der Psychologie Heute Artikel aus der PSYCHOLOGIE HEUTE vom Dezember 2011 "Das gefesselte Kind" stammt z.B. von Dr. phil R. Frenken.
    Ich habe mir hier einmal Deinen Artikel durchgelesen. Leider muss ich Dir sagen, dass Deine Argumente genauso schwammig sind, wie Du den Studienärzten unterstellst. Auf z.B. Fakten, wie dass die Streßhormone bei gepuckten Kindern enorm erhöht sind, gehst Du z.B. gar nicht ein. Leider haben Deine Argumente nur die Qualität einer einzelnen Selbsterfahrung von Dir selbst. Das sage leider Ferber-Pros auch. Ich finde es sehr bedenklich, dass Du in einem solch erfolgreichen und bekannten Blog (fast immer auch zu Recht!!) solche kontrovers diskutierten Themen als allgemeingültige Wahrheit hinstellst. Du kannst gerne Deine Meinung vertreten, aber dann kennzeichne sie auch als diese deutlich. Gerade hier in der Erstausstattungsliste solltest Du schon genau erwähnen, dass ein Pucksack ein KANN-Artikel ist, NACHDEM man sich ausführlich informiert hat. Ich will nicht wissen, wieviele Erstmamas hier alles bedenkenlos aufsaugen.

    Wie gesagt, ich bin sonst ein großer Fan von euch, aber so 2, 3 Themen halte ich hier für sehr schwierig. Generell aber bitte deutlicher kennzeichnen, dass es EURE Meinung ist.

    Liebe Grüße
    Kathi

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    1. Liebe Kathi,

      ich will das jetzt nicht ausweiten - ich könnte Dir jetzt seitenlang Studien, Links, Belege und Empfehlungen pro Pucken raussuchen, aber das ist mir für den Moment zu aufwändig und m. E. auch wenig zielführend, da die deinige Meinung ebenso gefestigt ist, wie die meinige. Die kritischen Stimmen basieren alle auf derselben Quelle - vielleicht schreibe ich ja irgendwann noch mal einen ausführlicheren Artikel dazu.

      Für den Moment stelle ich fest, dass dies ein Blog ist und dieser natürlich immer die eigene Meinung wiedergibt. Dass diese nie zu 100% in Bezug auf alle Themen und alle Leser kompatibel ist, liegt in der Natur der Sache. Ich habe im Artikel auch deutlich geschrieben, Pucksäcke „waren FÜR UNS absolut unverzichtbar“ und es steht auch eindeutig da, dass man sie nicht von Anfang an unbedingt braucht – insofern kann ich nicht die kritisierte Darstellung einer Allgemeingültigkeit für eine zwingende Erforderlichkeit erkennen ;-).

      Viele Grüße!
      Danielle

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  13. Vielleicht nicht direkt Erstausstattung, aber nach einigen Monaten fand ich eine Babyliegeschaukel sehr hilfreich. Mein Sohn gehörte zu den Nörglern, ständig unzufrieden, nur auf dem Arm sein wollen. Es wurde etwas besser, als er krabbeln konnte. Seitdem äußerst aktiv, kaum zu stoppen. In Situationen, in dem er nicht zu beruhigen war und / oder nicht einschlafen konnte (die ersten acht Monate schlief er tagsüber ausschließlich im Kinderwagen beim Spazieren gehen) konnte ich ihn hineinlegen, er schaukelte und beruhigte sich, manchmal schlief er ein und ich konnte ihn hinlegen. Die Schaukel ist aus Stoff, also angenehm anschmiegsam. Die Rückenlehne kann in eine Liegeposition gesenkt werden, für die Kinder, die noch nicht sitzen können. Nur im Kopfbereich habe ich manchmal zusätzlich gepolstert, da der Kopf die Holzstreben berührte. Die Schaukel hat uns in so manch einer Situation geholfen und die Nerven bei Eltern und Kind geschont. http://www.amazon.de/New-Classic-Toys-ref-1500B/dp/B001641VUC/ref=sr_1_4?s=toys&ie=UTF8&qid=1426168417&sr=1-4&keywords=schaukel+stoff

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  14. Sehr schöner Artikel, kann ich so unterschreiben. Ich würde die Anmerkung meiner Vorkommentatorin, dass es elektrische Brustpumpen kostenlos auf Rezept gibt, aber mit in den Text einbinden. Das braucht sich wirklich niemand kaufen und ich kenne zumindest aus meinem Bekanntenkreis auch keine Mama deren Ärztin das Rezept nicht verlängert hat.

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  15. Ein sehr nützlicher Artikel. Als wir vor zwei Jahren die Babyausstattung zusammengesucht haben, waren wir recht sparsam und sind gut damit gefahren. Worauf wir verzichten konnten:
    Wärmestrahler (bei einem Januarkind!) - Ich habe die Sachen auf der Heizung neben dem Wickelplatz vorgewärmt und mich beim Wickeln beeilt. Solange man nicht jedesmal 15min Babymassage macht, geht es ohne Wärmestrahler.
    Windeleimer - Wir haben einen normalen Mülleimer aufgestellt und der hat gereicht, solange nur Stillwindeln drin waren. Danach wurden Stinkewindeln einzeln verpackt (in die dünnen gratis-Tüten vom Bäcker oder vom Obsthändler).
    Badethermometer - die Wassertemperatur kann man auch mit einem normalen Fieberthermometer messen. Davon sollte man sowieso ein superschnelles (max. 10s Messung) nur für das Baby haben.
    Babyfon - SOfern man zwei Smartphones im Haushalt hat, ist man mit einer App für ein paar Euro (z.B. Dormi) super bedient. Die funkt über WLAN oder bei Bedarf über Mobilfunk und hat damit eine weitaus größere Reichweite als die meisten Babyphones.
    Kinderwagen - Wir sind bis zum Buggy-Alter (9 Monate) ohne ausgekommen. Tragetuch machts möglich.
    wasserdichte Unterlagen - braucht man erst beim Schlafen ohne Windeln, da man dann größere Mengen Flüssigkeit erwartet. Auf den Dingern zu schlafen bringt Babys mächtig ins Schwitzen und mit Luftzirkulation von unten ist da nix. Alles andere saugen normale Moltontücher (unter dem Bettlaken) auf.
    Flaschensterilisator - Flaschen müssen nicht jedesmal sterilisiert werden. Weder Muttermilch, noch Fertignahrung ist steril, sobald man die Packung aufmacht. Wer nur gelegentlich abpumpt (Vorrat, wenn Mama mal auf Reisen ist) oder zufüttert, für den reicht es die Flaschen hin und wieder in einem großen Topf auf dem Herd auszukochen.
    Wickeltasche - Da tuts auch ein Rucksack oder eine reguläre Handtasche (gern auch eine neu angeschaffte ;)
    Stubenwagen - wir hatten ein Laufgitter fürs Wohnzimmer, bei dem man den Boden nach oben verstellen konnte. Das war eine sichere Ablagefläche. Haben ein gebrauchtes für 20EUR gekauft, nach 1,5 Jahren wieder verkauft für 20EUR und werden für das nächste Kind wieder ein gebrauchtes kaufen.
    Beistellbett - Ein regulär großes Babybett (60x120), bei dem man ein Seitenteil entfernen und den Boden hochstellen kann, ist hier auch bestens geeignet (z.B. IKEA Gulliver). Das kann man gut 3 Jahre nutzen (der Boden muss zwischenzeitlich natürlich runtergestellt werden).

    unbedingt kaufen: Waschlappen. Viele Waschlappen. Wir haben 20 von den weißen IKEA-Billigdingern und nehmen sie zum Waschen, aber vor allem um Mund und Hände nach dem Essen abzuwischen. Danach mit dem gleichen Lappen den Tisch und dann den Boden aufwischen. Dann ausspülen und ab in die Wäsche. Gelegentlich kommt Bleiche drauf und sie sind wieder blitzesauber. Wir brauchen davon pro Tag min. 3 Stück. Feuchttücher sind kein Ersatz dafür und ich würde meinem Kind auch nicht jedesmal dieses Chemiezeug ins Gesicht schmieren wollen
    abwischbare Polyesterlätzchen mit langen Ärmeln und Tasche - Gehören nicht zur Erstausstattung aber ab 6 Monate kann man die brauchen. Sie decken viel mehr ab als normale Frotteelätzchen und sind pflegeleicht. Nach dem Essen abwischen und fertig. Unsere kommen nur einmal die Woche in die Wäsche. Wir haben eins für daheim und eins für die KiTa, sonst nix.

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  16. Der Kommentar kommt zwar ewig spät nach dem Erscheinen des Artikels, aber ich wollte nur kurz ein Mini-Plädoyer für den Breisauger halten: Mein Reflux-Baby musste die Milch angedickt bekommen und dann kam's nur mit dem Breisauger in passender Flueßgeschwindigkeit aus der Flasche. Vollkommen sinnlos sind die Breisauger also nicht.��

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  17. Danke für den ausführlichen Artikel und die ganzen Kommentare. Ergibt eine gute Mischung, die aber auch zeigt, dass "unentbehrlich" oft Geschmackssache ist ;-)
    Ich schließe mich auf jeden Fall dem Plädoyer für gebrauchte Klamotten, Kinderwägen, etc. an - wird haben fast alles gebraucht besorgt/geliehen. Kinderflohmärkte und ebay machen es einem da echt leicht und es ist nicht so ärgerlich, wenn man es dann doch nicht wirklich braucht.
    Meine Ergänzung: Badeeimer. Darin hat sich unser Kleiner die ersten Monate pudelwohl gefühlt, denn es bietet eine klare Begrenzung und trotzdem Bewegungsfreiheit, Baby und Wasser kühlen nicht so schnell aus und das Handling ist viel leichter als bei einer normaler Babywanne. Gibt's gebraucht für 5-10€ und lässt sich danach gut weitergeben/verkaufen.
    Viel Spaß mit euren Kleinen, LG

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