Manchmal fühlt sich Alltag einfach schwer an. Du kümmerst dich, organisierst, funktionierst. Und rotzdem bleibt das Gefühl, irgendwie nicht hinterherzukommen. Dinge gehen unter, Termine werden vergessen, Geräusche werden zu viel. Am Ende des Tages fragst du dich, warum alles so viel Kraft kostet. Viele Eltern kennen das. Und oft kommt dann schnell der Gedanke, dass man sich einfach besser organisieren müsste. Aber was, wenn es gar nicht daran liegt?
In unserer neuen Podcastfolge sprechen wir über Neurodivergenz im Familienalltag. Über ADHS, Autismus und Mischformen. Und darüber, warum viele Frauen erst durch die Mutterschaft merken, dass ihr Gehirn anders funktioniert. Im Gespräch greifen wir auch das Buch „Chaos, Kinder und Konfetti“* von Natalia Lamotte auf, das genau diese Erfahrungen sichtbar macht und einordnet.
Denn häufig ist es nicht so, dass etwas plötzlich neu entsteht. Vielmehr verändern sich die Bedingungen. Der Alltag mit Kindern ist unvorhersehbar, laut und voller Unterbrechungen. Gewohnte Strategien greifen nicht mehr. Pausen fehlen. Die Anforderungen steigen. Und genau dann wird spürbar, wie viel Energie es vorher gekostet hat, alles auszugleichen. Viele Frauen haben über Jahre gelernt, sich anzupassen. Sie beobachten, strukturieren, gleichen aus. Nach außen wirkt das oft stabil und organisiert. Innerlich sieht es oft anders aus. Anspannung, Erschöpfung und das Gefühl, nicht richtig zu sein, bleiben lange unsichtbar.
In dieser Folge geht es darum, warum gerade Frauen so lange unerkannt bleiben, welche Rolle Erwartungen an Mütter spielen ud warum Überforderung nichts mit persönlichem Versagen zu tun hat. Wir sprechen darüber, wie sich Reizüberflutung im Alltag zeigt, warum Unterbrechungen so anstrengend sind und weshalb klassische Tipps oft nicht helfen. Und wir schauen auch auf das, was häufig übersehen wird. Stärken wie Kreativität, Empathie und die Fähigkeit, neue Lösungen zu finden. Vor allem geht es darum, sich selbst besser zu verstehen. Nicht, um sich einzuordnen, sondern um Wege zu finden, die wirklich zum eigenen Alltag passen.
Wenn du dich also öfter fragst, warum dir vieles schwerer fällt als anderen, wenn du schnell überfordert bist oder das Gefühl hast, ständig gegen dich selbst zu arbeiten, dann lohnt sich diese Folge. Du bist damit nicht allein. Und es gibt gute Gründe dafür, dass sich dein Alltag so anfühlt, wie er sich anfühlt.
Mehr über Natalia erfährst Du auf Instagram und auf ihrer Homepage schwesterherzen doulas.

