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Kommunikationstechniken für Eltern - Nähe und Verständnis schaffen


Gastartikel  
Du kannst nicht sprechen!

Du kennst Laute, Silben, Wörter.
Vielleicht denkst du, du kannst dich verständlich machen.
Oder verstehen.
Aber diese Laute, Silben und Wörter, diese Sätze, die du sagst, das ist nur Verpackungsmaterial: gelber Sack.

Den Inhalt kennt niemand so genau. Du auch nicht.
Woher ich das weiß?
Weil es fast allen so geht. Buddha vielleicht nicht, oder Jesus damals. Doch wer weiß? Vielleicht hat er mit seinen Jüngern auch übers Geschirrspülen und Müllraustragen gestritten. Vielleicht hat er sich unverstanden gefühlt und war enttäuscht.

Genau wie du?

Um aus dem Verpackungsmaterial "Sprache" etwas mehr mit "Inhalt" zu machen, braucht man eines ganz besonders:

Willen.

Den Willen, sich selbst und andere jetzt wirklich zu verstehen. Dafür muss man eine Menge Gedankenlärm ausknipsen und richtig hinhören.
Hast du den Willen? Dann kann ich dir noch ein bisschen Werkzeug dazu liefern.

Hier ist es.

Zwei neue Joghurtbecher:


zur Begriffsklärung gleich zu Anfang: Damit ich hier nicht schreibe und schreibe und am Ende versteht mich keiner:-).
Man spricht in der Kommunikation vom
"Sender" (der eine Botschaft losschickt), und dem
"Empfänger" (der sie idealerweise aufnimmt).

"Man müsste mal die Wäsche aufhängen." Ach, echt?
Man müsste das? Dann ist ja gut. Dann muss ich es nicht tun.

Implizite Botschaften (Schulz von Thun), sind Botschaften, die besonders tief im gelben Sack stecken: sie transportieren die Nachricht auf so verpackte Weise, dass sie nicht verstanden werden muss. Was uns leichter und konfliktfreier erscheint, bewirkt oft das Gegenteil, denn

Die Botschaft nervt den Empfänger.

Sie wird einfach überhört. (Was zur Enttäuschung beim Sender führt.)

"Ich hab dir doch heute Morgen noch gesagt, dass du die Wäsche aufhängen sollst!"
"Nein, hast du nicht gesagt!"
"Doch. Nie hörst du zu!"

Kennst du diesen Dialog? Dann hast du vielleicht eine implizite Botschaft gesendet. Besser wäre:

"Häng die Wäsche auf!"
oder freundlicher:
"Häng sie bitte auf!"

"Du hörst nie zu"


Wenn du Lust hast, deinen Gesprächspartner loszuwerden, dann ist das die richtige Formulierung.
Dahinter steckt jedoch der Wunsch, gehört zu werden. Deinen Wunsch erfüllst du dir auf diese Weise nicht.

Deshalb ist es wichtig in "Ich-Botschaften" (Thomas Gordon) zu sprechen.
Das kommt dir jetzt bekannt vor? Dann ist ja gut! Denn dann wird es nicht mehr ganz so lange dauern, bis du es im Alltag wirklich umsetzen kannst.

Wir sprechen oft sogar in unseren Gedanken keine "Ich-Botschaften". Wenn der Tag so richtig beschissen läuft, dann fangen wir an anzuklagen. "Nur weil der ständig weg ist..." "Immer muss ich hinter ihm herputzen".. "Nie hilft er mir.." "Immer hat sie so hohe Ansprüche"... "Ihr ist auch nie was recht!"

Um sich selbst den Wunsch nach "gehört werden" oder nach "Hilfe" zu erfüllen, müsste der Satz eher so klingen:
"Ich habe das Gefühl, du hörst mich gar nicht. Stimmt das?"

oder

"Ich fühle mich so überfordert von dieser vielen Arbeit. Kannst du mir helfen?"

"Ich fühl mich nie unterstützt!"


Das ist nicht implizit und eine Ich-Botschaft. Könnte perfekt sein, oder?

Trotzdem explodiert dein Gegenüber in der Luft?

"Nie" und "immer", "ständig", "dauernd" sind Wörter, die verletzen. Sie deuten auf eine lange Vergangenheit hin, die derjenige jetzt nicht mehr ändern kann. So in die Ecke getrieben und hilflos gemacht, explodiert er eben: was bleibt ihm übrig?

Gewaltfreie Kommunikation in der Beziehung


Das muss ja schief gehen!


Wir haben:

vier Schnäbel und

vier Ohren.

Und ein einziges Missverständnis?

Schulz von Thun sagt, der Sender spricht mit vier verschiedenen "Schäbeln", während der Empfänger vier verschiedene "Ohren" zum Hören hat. Je nach dem, auf welchem Schnabel oder welchem Ohr ein Mensch sendet oder hört, verändert sich die gleiche Botschaft.

Über die vier Ohren (und Schnäbel) schreibt Snowqueen ausführlich, in ihrem Artikel über das Aktive Zuhören.

Diese Vier heißen:

1. Sachebene
2. Selbstoffenbarung
3. Beziehungsebene
4. Appell

Leicht zu verstehen wird es mit einem Beispiel:

Sie fährt, er sitzt auf dem Beifahrersitz. Vor ihnen ein Traktor. Er sagt: "Jetzt könntest du überholen."

1. Sachebene: Jetzt ist die Straße frei.
2. Selbstoffenbarung: Ich hätte gerne, dass du überholst.
3. Beziehungsebene: Ich helfe dir beim fahren.
4. Apell: Überhole!

Und was hört sie vermutlich?

1. Sachebene: Jetzt ist die Straße frei.
2. Selbstoffenbarung: Ich bin ungeduldig.
3. Beziehungsebene: Du bist unfähig zu fahren, ich vertraue dir nicht!
4. Apell: Überhole endlich!

Auch wenn du dir todsicher bist, dass dein Mann (oder jemand anderer) dich angreifen wollte, dir etwas unterschieben wollte, dich falsch verstehen wollte, kann es genauso sein, dass er auf einer ganz anderen Ebene wie du kommuniziert und sich genauso wenig bewusst ist, was er da bei dir auslöst.

Deshalb ist es wichtig, diese Möglichkeit einzuräumen, sie zuzulassen: dass etwas "ins falsche Ohr geraten ist"!

Beobachte euch genau: du wirst immer öfter erkennen, wie oft wir auf verschiedenen Ebenen sprechen.

Paar kommuniziert nicht


Von Wölfen und Giraffen


Wer die gewaltfreie Kommunikation kennt, weiß, was diese Überschrift bedeutet: Die meisten Menschen kommunizieren wie Wölfe: Fressen und Gefressen werden. Die Giraffe, mit dem größten Herz aller Säugetiere und dem langen Hals, hat eine andere Art zu interagieren: mit Liebe und Überblick.

Werde eine Giraffe: kommuniziere gewaltfrei.

Folgende Grundsätze gelten in der gewaltfreien Kommunikation:

1. Beobachten: neutral zu beobachten fällt den meisten von uns sehr schwer. Es ist aber sehr wichtig, erstmal zu erkennen, was effektiv passiert ist.

Er hat gesagt, ich könne jetzt überholen.

2. Fühlen: was macht das mit mir? Wie fühle ich mich? 

Ich fühle mich unsicher und angespannt.

3. Bedürfnis erkennen: Was für ein Bedürfnis liegt vor? Es ist nicht immer leicht, das Bedürfnis vom Wunsch zu unterscheiden. In diesem Fall vielleicht:

Ich habe ein Bedürfnis nach Angenommensein, Respekt und Anerkennung.

4. Bitten: der Fehler ist, zu erwarten, anstatt zu bitten. Wenn wir erwarten, sind wir enttäuscht oder fordern. Wenn wir Bitten, bekommen wir diese viel eher erfüllt. 

Ich bitte dich, mich in Ruhe fahren zu lassen, ohne Einmischung.

Gewaltfreie Kommunikation in wenigen Sätzen zu erklären, ist unmöglich, es hat so viele Aspekte und Lernfelder.

Der Punkt ist:

1. Die innere Einstellung, dass der andere ein Mensch ist mit Bedürfnissen und kein Feind, der Böses will!

2. Die Trennung von dem, was die anderen tun, von dem, was wir selbst fühlen. "Ich bin nur so schlecht gelaunt, weil du..." ist nicht die ganze Wahrheit. In Wirklichkeit ist es immer deine eigene Entscheidung schlechte Laune zu bekommen und es liegt nicht allein in der Hand deines Partner, Kindes, Kollegen.

Schwer zu glauben?
Ja.

Aber befreiend: wir sind selbst die Schmiede unseres Glücks, selbstbestimmt, selbstverantwortlich. Das ist doch gut!

Zuhören ist nicht nur Ohren aufmachen


"Ich hör dir doch zu!"
"Was hab ich gesagt?"
"Irgendwas mit Streit und das es stressig war."

Oft meinen wir, genügend zugehört zu haben, wenn wir in der Zeit ruhig waren, als der andere erzählt hat.
Das reicht leider nicht.

Jeder Mensch hat das Bedürfnis gehört und gesehen zu werden. Wirklich gesehen zu werden: mit Gefühlen, Bedürfnissen, mit seiner Geschichte und dem, was er wirklich erlebt hat. Das erfahren wir nicht (oder fast nie), wenn wir einfach nur schweigen. Denn bevor du dein Innerstes zeigst, ist es wichtig, Resonanz zu bekommen.

Und wie soll diese aussehen?
Wertschätzend,
respektierend.

Das bedeutet nicht, dass man damit jede Meinung und Einstellung mit der des Erzählers übereinstimmen muss.

Um aber zu signalisieren, das man zuhört, den Sprecher einzuladen, mehr zu erzählen und vor allem zu zeigen: "ich sehe dich", hilft es "aktiv zuzuhören" nach Gordon.

Beim aktiven Zuhören wird das Gesagte auf eine Art angenommen, die zuerst etwas merkwürdig und fast schon nervig erscheint, aber zur guten Gewohnheit werden kann, mit ein bisschen Übung.

Beispiel:

"Heute habe ich mich richtig mit meiner Kollegin angelegt. Sie trödelt immer herum!"
"Du hast dich über das Trödeln geärgert?"
"Ja, das auch. Aber am meisten darüber, dass sie auch noch eine blöde Antwort gegeben hat. Ich solle mich nicht so haben, ich wäre doch selbst oft unpünktlich."
"Das klingt, als wenn du dich angegriffen gefühlt hast!"
"Erst trödelt sie, dann giftet sie mich auch noch an!"
"Das hat dich getroffen und wütend gemacht. Hast du dich ungerecht behandelt gefühlt?"
"Genau! Das war doch wirklich unfair!"

Dieser Dialog mag gekünstelt klingen: bringt aber dem Erzähler 100% mehr, als reines Schweigen und Ohren aufsperren. Er weiß nämlich, dass du ihm zuhörst, dass du versuchst sein Gefühl nachzuvollziehen. Er fühlt sich empathisch angenommen und: gesehen und gehört. Sein Bedürfnis ist erfüllt.

Snowqueen hat das aktive Zuhören noch viel ausführlicher und mit vielen guten Beispielen erklärt!

Warum machst du das nicht einfach so wie ich es machen würde?


Mit dem aktiven Zuhören nach Gordon vermeiden wir den größten und nervigsten Fehler, den Menschen einander ständig antun: Ratschläge geben.

Das mag gut gemeint sein, aber bekanntlich ist "gut gemeint" der kleine Bruder von "scheiße":

Kein Mensch will Ratschläge bekommen.
Es sei denn, er fragt danach.

Nach einem Ratschlag, wird explizit gefragt: "Hast du mal einen Tipp..." oder "Irgendeine Idee wie..." oder "Ich bräuchte mal einen Rat...". Solange diese Wörter wie Tipp, Idee, Rat (o. ä) nicht vorkommen, braucht der Mensch keinen Ratschlag.

Der oben genannte Dialog würde sich mit Ratschlägen wie folgt anhören:

"Heute hab ich mich mit meiner Kollegin angelegt. Sie trödelt immer herum."
"Dann würde ich ihr mal sagen, dass sie sich an die Zeiten halten soll."
"Das hab ich schon X mal getan."
"Dann musst du halt mal zum Chef gehen."
"Klar. Und meine Kollegin beim Chef anschwärzen. Das ist voll assig: dann ist ja nie wieder Frieden!"
"Ja, aber dann trödelt sie nicht mehr! Oder du trödelst halt selber rum."
"Dann geht ja alles drunter und drüber."
"Ja, aber das ist ja dann nicht dein Problem."
"Meinst du das hätte ich nicht schon längst probiert? Du hast ja keine Ahnung!"

Du wirst schon gemerkt haben, was passiert ist: der Erzähler fühlt sich nicht gehört, nicht angenommen und kommt in eine ärgerliche Verteidigungshaltung. Er hat das Problem ja schon so lang: kann der Zuhörer sich nicht denken, das er selbst schon so einiges probiert hat?

Paar unterhält sich


Spiele erkennen


Erwachsene Menschen haben gelernt Spiele zu spielen: das bedeutet, ihre Unterhaltung folgt inneren, nicht erkennbaren Regeln, die immer auf die gleiche Weise ablaufen. Dies hat Eric Berne herausgefunden und auch ein Buch darüber geschrieben.

Damit du weißt, wovon ich spreche, nenne ich dir ein Beispiel, dass die Meisten kennen:

Das "ist es nicht schrecklich" - Spiel:

Das geht ungefähr so:

"Die Jugend von heute..."
"Die Umweltverschmutzung..."
"Die Männer..."
"Diese Unpünktlichkeit..."

... ist sie (er/es) nicht schrecklich?

Spiele können dem Zeitvertreib dienen, aber auch tiefen psychologischen Regeln folgen, die die betreffende Person immer in alten Mustern gefangen hält. Sie beweisen durch ihr "Spiel" immer wieder das gleiche: z. B. die eigene Unfähigkeit oder das der andere eine Drecksau ist (im Spiel: "Hab ich dich du Drecksau").

Wenn du das Spiel nicht mitspielst (was in der Regel nur durch Bewusstmachung gelingt), tritt Irritation und Verwirrtheit, Aggression oder Ausschluss auf. Du kannst es an diesem einfachen Beispiel testen, beim Thema "Ist es nicht schrecklich":

Wenn du jemanden triffst, der dieses Spiel spielt, setze ihm etwas entgegen, das positiv ist. "Die Männer haben einfach keine Ahnung von Haushalt, ist das nicht schrecklich?!"

Nun müsstest du eigentlich sagen: "Ja, stimmt, und kochen können sie auch nicht"... oder etwas ähnlich Passendes. Wenn du jetzt aber ganz freundlich erwiderst: "Ich finde es gibt sehr viele Männer, die sehr gut mithelfen", dann stutzt dein Gegenüber. Es wird vielleicht versuchen, dich erneut in sein Spiel zu ziehen, oder aber sich abwenden.

Spiele sind an sich nichts Falsches oder Böses: sie können ganz harmlos sein und eben dem Smalltalk dienen. Sie können aber auch zerstörerische Muster verfolgen und dann ist es wichtig sie zu durchbrechen.

Genau wie bei dem "Ist es nicht schrecklich"- Spiel, kannst du das schaffen, in dem du das Muster erkennst. Vielleicht sogar das "Warum" dahinter wahrnimmst. Aber es ist ziemlich schwer.

Ich habe noch ein Beispiel:

Sie sagt zu ihrem Mann: "Wir müssen noch einkaufen!"
Er nickt.
Sie denkt, er ist einverstanden.
Richtet die Kinder, packt das Auto, schreibt den Zettel. Sie fahren los. Sie kommen auf den Parkplatz: er ist voll mit Autos. Er wird schon zunehmend genervter und poltert urplötzlich los: "Hier ist alles voll! Hab ich doch gleich gewusst! Ich würde nie am Samstag einkaufen!"

Es ist ein Muster. Ein Spiel. Er hat nicht für sich gesorgt, seine Bedenken nicht geäußert: er ließ sie ins Messer laufen und dann schnappte die Spiel-Falle zu: "hab ich dich du Drecksau".

Kindisch oder Erwachsenisch?


Jeder Mensch hat nicht nur 4 Schnäbel, 4 Ohren, spielt gerne und spricht wie ein Wolf, er hat außerdem noch 3 Wesenszustände.

Das bedeutet: Er reagiert wie ein Kind (Kind-ich - nein nicht kindisch), er reagiert wie er selbst als Erwachsener (Erwachsenen-ich), und er reagiert wie seine Eltern (Eltern-ich).

Im Kind-ich sind Emotionen gespeichert, Erlebnisse von Freude, Lust und Fröhlichkeit, genauso wie von Unzulänglichkeit, Hilflosigkeit und Frust.

Im Erwachsenen-ich werden Daten verarbeitet. Es wird aufgenommen was kommt und reagiert.

Im Eltern-ich sind Fähigkeiten gespeichert, die wir von unseren Eltern erlernt haben, aber leider auch Unfähigkeiten, die wir von ihnen haben: Glaubenssätze z. B. "Wer reich ist, muss auch böse sein" oder "Was Hänschen nicht lernt..." Sowas.

Das ist alles schön und gut, solange wir uns auf einer Ebene begegnen, die passt. Entweder auf der gleichen, oder auf einer passenden Ebene: Er ist das Kind, sie die Mutter, oder umgekehrt. Wenn wir aber immer wieder die gleichen, uns selbst unangenehmen Muster in unserer Unterhaltung erleben, dann könnten die Ebenen unpassend sein oder unsere Reaktion für uns unangenehm, weil wir in einem Wesenszustand gelandet sind, in dem wir uns nicht gut fühlen.

Wenn er also herein kommt und schimpft: "Die Schuhe stehen wieder kreuz und quer" und sie - erschrocken - um Harmonie bemüht, sich entschuldigt, dann fühlt sie sich wahrscheinlich gerade wie ein Kind, das geschimpft wird: schön ist das nicht.

Sie möchte sich nicht so fühlen! Sie meint, er könnte der Grund dafür sein. Weil er so schimpft.

Fakt ist: er kann höchstens auslösen, reagieren muss sie selbst. Er ist also unmöglich der Grund. Der Grund liegt in ihr selbst: sie rutscht in solchen Situationen deshalb in eine solche Haltung, weil sie es von Kind auf so gelernt hat, weil sie sich aber auch dafür entscheidet, tief in ihrem Inneren.

Wichtig ist für uns zu wissen: Wenn er sich herrisch aufführt (um bei unserem Beispiel zu bleiben), könnte er auch einen Grund dafür in ihrem Verhalten sehen. Aber auch er hat sich selbst dafür entschieden. Aus etwas ungeschickten Gründen triggern die beiden sich also ständig in Wesenszustände, die ihnen selbst unangenehm sind.

Das gilt es aufzuarbeiten, genau anzuschauen, aufzulösen. Der erste Schritt ist in diesem Text: die Bewusstmachung dieses Verhaltens!

Fazit


Der Mensch hat das Bedürfnis nach Nähe, Übereinstimmung, Angenommen sein. Danach, eine intime Beziehung zu führen.

Dabei geht es nicht (nicht nur) um den sexuellen Aspekt, sondern viel mehr um die Begegnung zweier Menschen, die keine Spiele spielen, sich nicht falsch verstehen, keine Verletzungen zufügen. Leider hat die Vergangenheit uns dafür nicht so sonderlich gut ausgestattet, umso wichtiger, dass wir selbst nachrüsten:

Durch verstehen, erkennen, auflösen von alten Mustern.

Was aber auf keinen Fall hilfreich ist: sich dafür zu verdammen. Auch wenn es uns wieder passiert ist, dass wir falsch nachgefragt, einen Rat gegeben haben, nicht richtig zugehört haben oder ein Spiel gespielt haben, ist es ok!

Mit jedem Mal, bei dem es dir selbst bewusst wird, näherst du dich dem Mal an, an dem es klappt.

Deshalb: verlier den Mut nicht!

Und berichte hier davon, welche Techniken ganz neu für dich sind! Ich bin gespannt!

© Susanne

Über Susanne


Susanne Bregenzer ist Mama und Bloggerin. Auf ihrer Seite https://familienuniversum.de geht es um Persönlichkeitsentwicklung für Mamas, sowie um die bedürfnisorientierte und gewaltfreie Kommunikation in Familien.

Quellen  


Gordon, Thomas: Familienkonferenz:Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind

Schulz von Thun: Die Sachebene und die Beziehungsseitein dem 'Vier-Ohren-Modell' von F. Schulz von Thun

Rosenberg, Marshall B.: Gewaltfreie Kommunikation: eine Sprache des Lebens

Klepke, Daniela: Aktives Zuhören nach Thomas Gordon

Berne, Eric: Die Spiele der Erwachsenen

Harris, Thomas A.: Ich bin ok – du bist ok

http://www.se.uni-hannover.de/priv/lehre_2008winter_seminar/Marc_Christoph_Vollmer-Kommunikationstheorie_nach_Schulz_von_Thun.pdf
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Kommentare:

  1. Mal wieder toller Bericht, liebe Susanne, du schreibst grandios und ausführlich - gleichzeitig bringst du es auf den Punkt! Danke für deine wunderbaren Anregungen!

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    1. Vielen Dank! Und danke für dein Kommentar. Ich finde diese Sammlung selbst voll wichtig für mich...

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  2. Liebe Susanne, habe vielen Dank für diese für mich unglaublich hilfreiche Übersicht. Und über die Übersicht hinaus habe ich noch einiges neues gelernt (das mit den Schnäbeln kannte ich noch nicht) und sehe nun auch die Kind-Erwachsenen-Eltern-Anteile wieder klarer bei mir.
    Alles Liebe,
    Julia

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    1. Liebe Julia
      das freut mich sehr, vielen Dank für dein Feedback!! Und natürlich freut es mich, dass es dir geholfen hat! Und hilft.
      liebe Grüße
      Susanne

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  3. Gerade den Aspekt, dass jeder auch einen Anteil von seinen Eltern in sich hat, die in die Kommunikation hineinfunken, ist mir unbewusst schon oft aufgefallen, aber ich konnte es nie so klar benennen. Das hilft mir gerade sehr, einiges zu verstehen... vielen Dank für diesen Denkanstoß.

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  4. Ich liebe euren Blog, aber hier würde ich gern einiges ergänzen oder umsortieren. "Sender und Empfänger" ist keine hilfreiche Vorstellung, wenn es um Menschen gibt, die miteinander sprechen. Wir sind ja keine Maschinen, sondern arbeiten gemeinsam daran, dass Sinn entsteht: sprechdenkend und hörverstehend. Schöne Grüße aus der Sprachwissenschaft!

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