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Kindergarten und Krippe - Wenn Probleme auftreten


Eingewöhnung und Zuschreibung negativer Motive - Teil 1


Zwei Kinde vor einer KitaWenn man sein Kind in die Fremdbetreuung gibt, ist es klar, dass man in vielen Fällen auch Abstriche machen muss, was die eigene Erziehungsphilosophie angeht. Die meisten von uns versuchen, ihre Kinder möglichst bedürfnisorientiert aufwachsen zu lassen, was in einer Kleinfamilie meist kein Problem darstellt. Dass das in einer Gruppe mit 15 bis 20 Kindern und zwei Erzieher/innen so nicht möglich ist, ist verständlich. Trotzdem gibt es manchmal Situationen, in denen man als Elternteil denkt: "Hätte das nicht auch in der Kita irgendwie anders gelöst werden können? Muss mein Kind das so aushalten? Oder sollte ich als Elternteil ein entschiedenes Veto einlegen?"

In Bezug auf die Fremdbetreuung allgemein haben wir uns bereits mit der Frage auseinandergesetzt, ob diese unseren Kindern schadet oder unglücklich macht. In der jetzigen Artikel-Serie möchte ich speziell auf Situationen, zu denen ich immer wieder im Zusammenhang mit Kindergarten und Krippe befragt werde, eingehen und abwägen, was davon von Eltern und Kindern "ertragen" werden muss, und was nicht.

Dabei geht es mir nicht, darum, die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher schlecht zu machen oder gegen Fremdbetreuung zu sprechen. Ich weiß, dass die Mehrzahl der Erzieher/innen in den Krippen und Kitas tagtäglich sehr gute Arbeit leistet! Es gibt aber eben auch ein paar wenige schwarze Schafe, oder solche, die es zwar gut meinen, aber nicht auf dem neusten Stand der Wissenschaft stehen. Ich möchte einfach aus meiner professionellen pädagogischen Sicht aufzeigen, was in der Fremdbetreuung einfach nicht anders geht und was Kindern nicht zugemutet werden muss, weil es auch mit 20 Kindern in einem Raum andere Wege gibt. 


Die Eingewöhnung 


Ich finde es bedenklich, dass immer noch nicht alle Erzieher/innen wissen, wofür die "Eingewöhnung" eigentlich gedacht ist. Zugegeben, das Wort verwirrt ja auch ein bisschen. Es suggeriert, dass sich das Kind an den Kindergarten, den Gruppenraum und die Erzieherin oder den Erzieher "gewöhnen" soll. So antworteten 9 von 10 von mir befragten Erzieher/innen auf meine Frage auch tatsächlich, dass die Eingewöhnungszeit dafür da ist, dass das Kind die Abläufe der Gruppe und die anderen Kinder kennen lernt, so dass es sich dort wohl fühlt.

Diese Antwort ist natürlich nicht gänzlich falsch, doch sie lässt den wichtigsten Punkt außen vor: Die Eingewöhnungszeit soll dem Kind die Möglichkeit geben, sich unter angenehmen Bedingungen und ohne Stress an eine neue Bezugsperson (die Erzieherin / den Erzieher) zu binden. Es geht primär um sichere Bindung! Denn nur, wenn das Kind eine bedeutungsvolle Liebesbeziehung zu seiner Erzieherin / seinem Erzieher aufbaut, kann es ohne nennenswerten inneren Stress den Tag ohne seine primären Bindungspersonen verbringen, seine Umwelt erkunden und lernen. Der bekannte Raum und die anderen Kinder geben dabei zusätzlichen Halt, ersetzen aber nicht die Beziehung zur Erzieherin / zum Erzieher.


Der Aufbau einer Bindung benötigt Zeit, deshalb hat sich in der Eingewöhnung in guten Kitas das "Berliner Modell" bzw. das Münchener Modell nach Beller als Standard durchgesetzt. Diese Konzepte erstrecken sich über mindestens vier Wochen, in denen die Mutter oder der Vater anfangs im Gruppenraum (passiv) zugegen ist und sich dann nach und nach für immer längere währende Momente verabschiedet. Das Berliner Modell ist bei der Ablösungsphase nicht starr, d. h. der Zeitpunkt, an dem das Elternteil zum ersten Mal geht, wird individuell auf das Kind abgestimmt. Lässt das Kind sich nicht beruhigen, wird die Mutter/der Vater/die Co-Mutter angerufen. Erst, wenn das Kind sich sicher genug bei seiner Bezugserzieherin fühlt, werden Mittagsessen, Windel wechseln und Mittagschlaf eingeführt, da für alle diese Situation eine stabile Vertrauensbasis nötig sind, damit das Kind sich nicht in seiner Integrität verletzt fühlt. Erinnert euch, wie unangenehm es war, als ihr in den Wehen lagt und ständig neue, unbekannte Hebammen und Ärzte in eurer Zimmer kamen und euch in eurem intimsten, verletzlichsten Moment anschauten - so geht es euren Kindern beim Wickeln und auch beim Einschlafen!

Sollte euer Kind jedoch schon drei Jahre alt sein und euch aktiv aus dem Gruppenraum schicken mit den Worten: "Du kannst gehen, Mama. Das hier ist ein Kindergarten, kein Mamagarten!", dann wäre es natürlich Blödsinn, die Eingewöhnung künstlich in die Länge zu ziehen. Eine gute Kita (und gute Erzieherinnen) richten sich demnach in ihrem Eingewöhnungstempo nach dem Kind. Mögliche Vorkommnisse bei der Eingewöhnung in die Kita sind: 

Die Kita gewöhnt nicht nach dem Berliner Modell ein 


Das ist dann akzeptabel, wenn die Eingewöhnung trotzdem bindungs- und kindorientiert vonstatten geht. Das bedeutet konkret, dass das Kind die Erzieherin / den Erzieher mindestens eine Woche lang im Beisein einer Bindungsperson (Mutter / Vater / Co-Mutter / Oma / Opa...) kennenlernt und in seinem eigenen Tempo auf die Erzieherin / den Erzieher zugehen darf. Das bedeutet auch, dass - je nach Kind natürlich - die ersten Trennungsversuche nur kurz sind und die Bindungsperson sofort gerufen wird, sollte sich das Kind nicht beruhigen.

Kind spielt im KindergartenEs ist normal, wenn das Kind zunächst weint, wenn die Mutter oder der Vater geht. Es ist normalerweise ein Zeichen guter Bindung zu ihr / ihm. Doch es muss sich unbedingt von seiner Erzieherin / seinem Erzieher beruhigen lassen - nur dann hat es bereits eine Bindung zu ihr / ihm aufgebaut. Nicht akzeptabel dagegen ist, wenn die Trennungen nach einem starr vorgegebenen Zeitplan durchgeführt werden, egal, wie sich das Kind dabei fühlt.

Nicht akzeptabel ist auch, wenn ein Kind die gesamte Zeit der Trennung durchweint oder apathisch in einer Ecke sitzt und die Mutter / der Vater / die Co-Mutter nicht informiert wird. Total unprofessionell ist, dieser Mutter dann hinterher zu sagen, dem Kind wäre es in der (durchgeweinten) Zeit gut gegangen. Letzteres wäre ein Punkt für mich, die Kita zu wechseln. Auch ohne Berliner Modell sollte die Eingewöhnungszeit großzügig geplant sein. Ich halte z. B. zwei Wochen für zu kurz, es sei denn, das Kind ist mindestens drei Jahre und gibt selbst zu verstehen, dass die Mutter / der Vater gehen soll oder das Kind kennt die Erzieherin / den Erzieher schon länger aus einem anderen Kontext. Eine gute Kita zuckt übrigens nicht mit der Wimper, wenn die Eingewöhnungszeit länger als vier Wochen dauert - oft kommt ja z. B. eine Erkrankung des Kindes dazwischen. 

Die Kita macht keine Eingewöhnungszeit 


Das ist nur dann akzeptabel, wenn es um Kinder geht, die über drei Jahre alt sind und nur, wenn sie selbst entscheiden, ohne Mutter / Vater / Co-Mutter gehen zu wollen. Ist das nicht der Fall und euer Kind braucht euch, um sich sicher zu fühlen, die Kita ist aber nicht flexibel genug, sich darauf einzustellen, wäre das für mich ein Grund, diese Kita nicht in Betracht zu ziehen.

Ein Kind mit Bindungsperson spielt so, dass es im Laufe des Tages immer wieder zu seinem sicheren Hafen zurückkehrt, sich eine Streicheleinheit oder ein Lächeln abholt, und dann wieder loszieht, um Neues zu entdecken. Manchmal reicht auch ein Blick von weiter weg, ob die Bindungsperson da ist und guckt. Ein Kind, dass keine Bindungsperson hat, "schwimmt" den ganzen Tag unsicher umher und erlebt innerlich großen Stress, der es krank machen kann. Kinder ohne Bindungspersonen können ihr natürliches Explorationsverhalten nicht zeigen, d. h. sie untersuchen nicht den Raum und den Garten und sie spielen nicht im Flow. Es ist die ganze Zeit - wenn auch nicht immer augenscheinlich - auf der Suche nach einem sicheren Hafen.
 

Die Erzieherin sagt, Tränen gehören zur Eingewöhnung 


Ja und Nein. Es kann sein, dass ein Kind bei der Trennung von der Mutter/vom Vater weint. Das ist erst einmal kein schlechtes Zeichen per se, es gilt sogar als Zeichen für eine gute Bindung. Trotzdem sind Tränen nicht zwingend nötig. Es gibt solche und solche Kinder: manche weinen schneller, manche weinen kaum. Es ist durchaus möglich, die Eingewöhnung so sanft vorzunehmen, dass das Kind dabei nicht weinen muss .

Eine solche Pauschalisierung ("Tränen gehören dazu") finde ich einen Tick unprofessionell, aber nicht Besorgnis erregend. Inakzeptabel wäre es jedoch, wenn die Erzieherin / der Erzieher diesen Satz so meint, dass es egal ist, ob das Kind weint, es wird sich schon irgendwann - von allein - beruhigen. Eine solche Missachtung der Signale des Kindes zeugt von erheblicher Gefühlskälte und ist keine gute Voraussetzung, den Job kindgerecht zu machen. Das würde mich persönlich komplett abschrecken.

Kind weint bitterlich

Die Erzieherin sagt, ich kann mich nicht von meinem Kind lösen, deshalb läuft die Eingewöhnung nicht gut 


Tja - kannst du dich denn von deinem Kind lösen? Oder bereitet es dir morgens Bauchschmerzen, es dort zu lassen? Hast du ein ungutes Gefühl? Vertraust du der Erzieherin / dem Erzieher nicht? Es kann immer sein, dass dir dein Herz etwas anderes sagt, als dein Verstand. Wichtig ist, dir selbst zuzuhören. Spürt dein Herz, dass deinem Kind die Kita (noch) nicht gut tut und du deshalb so zögerlich bist, es dort zu lassen? Bist du selbst diejenige / derjenige, die / der gern noch mehr Exklusivzeit mit dem kleinen Erdenbürger verbringen möchte? Ganz egal - hör auf deinen Instinkt. Du bist die Mutter / der Vater deines Kindes, niemand sonst kann es so gut einschätzen, wie du. Diese ersten, engen Jahre kommen nicht wieder. Genieße sie, solange du das willst.

Wenn du aber sagst "Ich will wirklich, dass mein Kind in die Kita geht und ich sehe auch, dass es die Kita mag. Die Eingewöhnung läuft trotzdem suboptimal", dann kann es sein, dass der o. g. Satz der Erzieherin / des Erziehers eine frustrierte Rechtfertigung für den Fakt darstellt, dass sie bzw. er es nicht schafft, eine Beziehung zu deinem Kind herzustellen. Einige (wenige) Erzieher/innen stehen dem Prinzip des Attachment Parenting eher skeptisch gegenüber, weil die enge Bindung zwischen Eltern und Kind ihnen die Arbeit zunächst einmal schwer macht.

Das ist gut verständlich: Die meisten schlecht gebundenen Kinder weinen beim Abgeben nicht, sie scheinen von Außen zufrieden zu sein, sitzen im Raum und beschäftigen sich selbst. Lange Zeit war das ja das Traumbild eines selbständigen "deutschen" Kindes - eines, das klaglos alles hinnimmt und sich gut an neue Situationen anpassen kann ohne durch störendes Verhalten aufzufallen. Diese Zeiten sind nun Gott sei Dank vorbei. Trotzdem verbleibt in einigen Köpfen eben der Wunsch, einen leichteren Zugang zum Kind zu haben. Ist das Kind gut an die Eltern gebunden, muss die Erzieherin / der Erzieher schon sehr viel feinfühliges Verhalten aufbringen, um zur Vertrauensperson zu werden. Das dauert und kostet viel Aufmerksamkeit - bei den oftmals schlechten Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen fehlt es einigen dann vielleicht an Kraft, beides aufzubringen.

Nun müsst ihr selbst abwägen - ist euch die Kita, die Erzieher und das Konzept weiterhin sympathisch? Dann grenzt euch freundlich, aber bestimmt von dieser Anschuldigung ab: "Es ist mir wichtig, dass mein Kind in die Kita geht - es liegt also nicht daran, dass ich mich schlecht lösen kann. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam einen Weg finden, um X die Eingewöhnung zu erleichtern. Ich vertraue dabei deinem professionellen Know-How. Du wirst sicher einen Zugang zu meinem Kind finden und ich unterstütze dich gern dabei. Wichtig ist mir aber, dass wir dabei X Tempo gehen und nicht immerzu mit einem Auge auf einen starren Zeitplan schielen, der vielleicht bei anderen Kindern funktioniert. Kinder sind einfach unterschiedlich in ihren Bedürfnissen." Damit habt ihr freundlich die Fronten geklärt. Bleibt zu hoffen, dass die Erzieherin / der Erzieher auf euren Wunsch eingeht. 

Nach der Eingewöhnung wechseln ständig die Erzieher/innen 


Euer Kind ist eingewöhnt und glücklich, doch plötzlich kündigen mehrere Erzieher/innen oder werden krank? Eine solche Situation kann gerade in den erkältungsintensiven Monaten vorkommen, doch ist es wichtig, wie eure Kita darauf reagiert. Es ist ungünstig, wenn ein gerade eingewöhntes Kind nun plötzlich jeden Tag von einer anderen Erzieherin/  einem anderen Erzieher betreut wird. Für Kinder, die schon länger in der Einrichtung sind und die die Vertretungen halbwegs kennen, ist ein solcher Zustand unschön, aber okay. Nicht jedoch für Kinder, die gerade erst dort angekommen sind. So flexibel sind Kinder nicht, dass sie sich nun in Windeseile auf viele verschiedene Betreuungspersonen einlassen können. Eine gute Kita schafft es, auch in einer solchen Krisensituation eine konstante Betreuungsperson für die Kinder zu stellen. Allerdings sind sich nicht alle Einrichtungen da ihrer Verantwortung bewusst. Tatsächlich wollte mir die Leitung einer großen Kita im kinderreichsten Bezirk Berlins weiß machen, es wäre in der heutigen Zeit ja gerade auch für die Kleinsten wichtig, zu lernen, flexibel zu sein. Damit könne man nicht früh genug anfangen und wechselnde Betreuungspersonen würden doch einen guten Übungsraum bieten. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine solche Verdrehung der Tatsachen und Missachtung der Bedürfnisse der Kinder, um einen kitainternen Missstand zu überdecken, ist absolut unprofessionell. Wäre das an der Kita meiner Kinder passiert, hätte ich alle Räder in Bewegung gesetzt, um sie für eine Zeit aus der Kita zu nehmen und hinterher neu einzugewöhnen. Ich weiß, dass das nicht allen Eltern möglich ist, weil die meisten von uns arbeiten müssen - sicherlich gehen Kinder auch aus solchen unschönen Betreuungssituationen unbeschadet hervor. Aber ihr inneres Stresslevel ist in der Zeit schon stark erhöht und mir wäre es wichtig, das so es irgend geht, zu vermeiden. 

Zuschreibung negativer Motive 


Wir alle kennen diese Unkenrufe aus dem Alltag mit unseren Kindern - irgendjemand prophezeit uns ganz sicher, dass unser Kind uns "irgendwann auf der Nase herumtanzen wird", es zum "Tyrann heranwächst", uns absichtlich "um den Finger wickelt" und "manipuliert". Diese Sicht aufs Kind stammt noch aus der Zeit der Schwarzen Pädagogik und hält sich seitdem verdammt hartnäckig im kollektiven Gedächtnis. Kein Wunder also, dass auch Erzieher/innen nicht davor gefeit sind, unseren Kindern in bestimmten Situationen negative Motive für ihre Handlungen zu unterstellen. Mögliche Aussagen der Erzieher/innen sind: 

Die Erzieherin sagt, mein Kind ist aggressiv und muss zum Kinderpsychologen 


Diese Aussage kommt leider immer öfter im Kindergartenalltag vor, was eine erschreckende Tendenz darstellt. Nicht der Fakt, dass kleine Kinder aggressiv sind - das waren sie schon immer - sondern, dass dieses normale Verhalten so massiv pathologisiert wird. Sollte also euer Kind jünger als drei Jahre alt sein und hauen oder beißen, dann muss er nicht zum Kinderpsychologen, sondern die Erzieherinnen/ der Erzieher haben die Aufgabe, ihm zu zeigen, wie man angemessen Kontakt zu anderen aufnehmen kann oder gesellschaftskonform zu verstehen gibt, dass man ein bestimmtes Spielzeug nicht abgeben will. Machen eure Erzieher also solch eine Aussage, dann weist sie freundlich darauf hin, dass dieses Verhalten zwar unschön, aber normal ist. Die allermeisten Erzieher/innen wissen das aber und sind professionell genug, auf das Beißen pädagogisch wertvoll zu reagieren.

Ist euer Kind um die vier Jahre alt und beißt und haut im Kindergarten und die Erzieherin / der Erzieher spricht auch darauf an, ist das eine etwas andere Sache. Es ist zwar immer noch so, dass die Impulskontrolle in diesem Alter noch lange nicht ausgereift ist, so dass es im Affekt durchaus noch dazu kommen kann, dass es andere haut. Es ist jedoch oft so, dass ältere Kindergartenkinder durch aggressives Verhalten auf ihre eigene Not hinweisen. Ich meine damit nicht, dass sie zuhause geschlagen werden (wobei das natürlich auch sein kann), sondern dass sie sich in einer Beziehungskrise mit ihren Eltern befinden. Dabei fangen sie zunächst einmal an, ihre Wut darüber, von den Eltern gegängelt und nicht wertgeschätzt zu werden, an den Eltern auslassen, diese also hauen, kneifen oder bespucken. 

aggresives KindVerstehen die Eltern nicht, was das Kind damit sagen will und reagieren nicht mit Verständnis und Zuwendung, wird es anfangen, auch im Kindergarten zu hauen oder zu kneifen etc.  Die Aussage hinter diesem aggressiven Verhalten ist: "Gibt es hier jemanden, der mir zuhören möchte? Mir geht es nicht gut!" Auch solch ein Kind braucht noch keinen Kinderpsychologen. Es braucht eine feinfühlige Erzieherin oder Erzieher, die/der ihm zuhört, seinen Seelenschmerz erkundet und euch als Eltern freundlich darauf aufmerksam macht, dass euer Kind euch gerade dringend braucht. Das ist die Aufgabe einer guten Erzieherin / eines guten Erziehers - nicht die Weiterleitung des "Störenfrieds" an einen vermeintlichen Experten.

Ist euer Kind allerdings fünf Jahre alt und schart im Kindergarten eine Gruppe von anderen Kindern um sich, um zwei- und dreijährige Mädchen im Garten heimlich zu drangsalieren, indem er ihnen einen Legostein an den After drückt oder die Scheide mit Kugelschreiber anmalt, während seine "Freunde" das sich windende Mädchen festhalten - dann hat die Erzieherin Recht: Euer Kind gehört zum Kinderpsychologen. 

Die Erzieherin sagt, mein Kind macht das nur, um Aufmerksamkeit zu erheischen 


Hach ja, seufz... Das berühmte Aufmerksamkeit-Erheischen, das natürlich nur gemacht wird ... tja, wofür eigentlich? Warum zeigt ein Kind Verhalten, das Aufmerksamkeit generiert? Doch eigentlich immer nur dann, wenn es darauf hinweisen möchte, dass es ihm nicht gut geht.  Und sollte es deswegen mit Nichtbeachtung o. ä. gestraft werden? Es sucht doch dann einfach nur jemanden, der ihm zuhört, der es versteht. Jemand, der hinter das Verhalten schaut, den Grund erkennt und diesen beseitigt. Mehr als alles andere erwarte ich von einer guten Erzieherin / einem guten Erzieher, dass sie / er in diesem Moment für mein Kind da ist. Dass sie / er ihm eine Stütze ist und das ausgleicht, was ihm in seiner Familie vielleicht gerade fehlt.

Vater tröstet KindAls wir nach der Geburt unseres Sohnes in der großen Entthronungs-Krise festsaßen und es beim Zubettgehen abends immer Kampf gab, da zeigte die Bezugserzieherin meines Fräulein Chaos ihre wahre Größe: Sie war für mein Kind da. Sie kuschelte. Sie kuschelte und kuschelte. Sie ließ sie auf ihrem Schoß sitzen, sie nahm sie an die Hand, um für die Freiarbeit eine Aufgabe auszusuchen (normalerweise machen das die Kinder selbständig). Sie las ihr vor. Sie hörte ihr zu. Ich bin ihr so unendlich dankbar für diese Liebesbeweise, denn sie hielten meine Tochter über Wasser bis ich endlich verstanden hatte, was sie von mir brauchte.

Das ist ja das Schöne daran, dass Erzieherinnen und Erzieher zu Bindungspersonen werden - sie können, wenn es sein muss, ein Elternteil kurzfristig ersetzen. Sie können Fehler, die Eltern machen, zum größten Teil ausgleichen. Sie können sogar, wenn sie wirklich gut sind und die Eltern sehr mit sich selbst beschäftigt, ein Kind so in einer emotional festen Spur halten, dass es trotz Missbrauch oder Missachtung durch seine Eltern zu einem psychisch halbwegs gesunden Menschen heranwächst. Diese wichtige Position, die sie im Leben eines Kindes einnehmen, bringt aber eben auch eine große Verantwortung mit sich.

Eine Erzieherin/ein Erzieher, die/der sich nicht bewusst ist, dass aufmerksamkeitserscheischendes Verhalten zunächst immer ein Hilfeschrei ist, kann viel kaputt machen, wenn sie/er meint, dieses Verhalten müsse durch Strafen abgestellt werden. Eine Betreuungsperson, die nicht richtig hinhört, die nicht richtig hinsieht, eine, die nur die äußere Schale des Kindes betrachtet und nicht ins Herz schaut, hat in dem Beruf eigentlich nichts verloren.  Wenn mir eine Erzieherin / ein Erzieher also sagt, mein Kind tue etwas nur, um Aufmerksamkeit zu erheischen, klingeln bei mir die Alarmglocken - und bei euch sollten sie das auch. Seht genau hin, wählt genau aus: Euer Kind verdient eine Erzieherin / einen Erzieher, die / der es liebt oder zumindest mag. Emotionale Kälte und die Zuschreibung negativer Motive für bestimmtes Verhalten sind nicht okay. Solche Erzieher/innen sind aber in der Minderheit - die meisten von ihnen leisten großartige Arbeit, die bei weitem nicht genug von der Gesellschaft gewürdigt wird! 

Die Erzieherin sagt, mein Kind macht das nur, um seinen Kopf durchzusetzen 


Als meine Kinder eingewöhnt wurden, war ich einmal Zeugin einer Situation, die ich sehr traurig fand. Ein kleiner Junge saß nach dem Mittagschlaf vor seinem Bettzeug und weinte. Er sollte es selbstständig ins Bettenfach legen. Aus irgend einem Grund konnte er gerade nicht, deshalb schluchzte er herzerweichend. Nicht gekünstelt, sondern wirklich echte, dicke Tränen. Ich hatte Mitleid, doch die Erzieherin stoppte mich mit den Worten: "Hilf ihm ja nicht, er kann das allein, er will nur seinen Kopf durchsetzen!" Ich antwortete erstaunt: "Ich bin mir sicher, dass er das normalerweise kann, deshalb frage ich mich, was der Sinn dahinter ist, ihm jetzt in diesem Augenblick Hilfe zu verweigern? Ganz offensichtlich schafft er es gerade nicht allein und ich fände es freundlich, wenn wir ihm helfen würden".

Die Angst hinter dem Satz "Das Kind will nur seinen Kopf durchsetzen" ist ganz offensichtlich die vor dem kleinen Tyrannen, der nicht darauf hört, was die Erwachsenen sagen. Ich kann gut nachvollziehen, dass es für Erzieher sehr anstrengend und nervenaufreibend ist, Kinder in der Gruppe zu haben, die permanent das genaue Gegenteil von dem machen, was sie eigentlich tun sollen. Deshalb halte ich einen gewissen Grad von Zwang innerhalb der Kita-Regeln für nicht vermeidbar.

Eine meiner Töchter - Fräulein Ordnung - z. B. musste schon ein paar Mal im Kita-Garten auf der Bank sitzen, weil sie sich geweigert hatte, ihre Schuhe anzuziehen. Sobald sie sich ihre Schuhe angezogen hatte, durfte sie spielen gehen. Ich weiß, dass ich das zuhause hätte anders regeln können und ich kann mir auch den Grund für ihre Verweigerungshaltung denken, aber ich mache der Erzieherin keinen Vorwurf, das so gelöst zu haben. Kinder in der Kita müssen leider bis zu einem gewissen Grad "funktionieren", sonst hakt es im Gefüge. Wichtig ist mir aber, dass solche Situationen von den Erzieher/innen mit einem freundlichen, oder wenigsten neutralen, die Aktion dem Ablöseprozess der Autonomiephase zuordnenden Blick betrachtet wird und nicht gedanklich das Wort "Tyrann" auf die Stirn des betreffenden Kindes gestempelt wird.

Eine gute Erzieherin, ein guter Erzieher weist   "schlechtes" Verhalten freundlich, aber bestimmt in die Schranken, ohne die Integrität der Kinder zu verletzen und kann erkennen, ob etwas aus echter Not heraus verweigert wird, oder weil der Hafer gerade sticht 

Die Erzieherin sagt, das Kind tanzt mir auf der Nase herum 


Kind macht lange NaseDas ist schlichtweg unprofessionell. Das mag sie insgeheim denken, aber aussprechen sollte sie es nicht. Es spricht nichts dagegen, dass Erzieher Tipps zur Erziehung geben, wenn ihr sie fragt, alles andere überschreitet jedoch eine Grenze.

Eine freundliche, aber bestimmte Ansage von euch hilft in diesem Fall weiter: "Es berührt mich, dass du dir Sorgen um mich und mein Kind macht. Das zeigt, das wir dir wichtig sind und dass es dir am Herzen liegt, dass es X später mal wegen seines Verhaltens nicht so schwer hat. Ich höre, dass du das Gefühl hast, er tanzt mir auf der Nase herum. Lass mich dir versichern, dass ich weiß, was ich tue. Ich habe das selbe Ziel wie du für X und ich bin mir ganz sicher, es auf meine Art und Weise zu erreichen. Es mag noch eine Weile dauern und es wird nicht immer einfach sein, aber wir werden da ankommen. Ganz bestimmt wirst du dich weiterhin sorgen, weil dir meine Art der Erziehung fremd ist, doch ich möchte dich bitten, das nicht mehr laut zu äußern. Lass mich meinen Weg gehen". 

Vor den Kindern über die Kinder reden 


Im Kitaalltag trifft man die Erzieher/innen meist zwischen Tür und Angel. Morgens beim Abgeben, nachmittags beim Abholen - es bleiben oft nur wenige Minuten Zeit, um Informationen auszutauschen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es oft dazu kommt, dass Eltern und Erzieher sich über ein Kind unterhalten, das genau daneben steht. Meist sind das leider negative oder schambehaftete Begebenheiten, die so nicht über den Kopf des Kindes hinweg diskutiert werden sollten.

Kinder hören genau hin - wenn sie immer wieder hören, dass wir negativ über sie reden, verfestigt sich in ihnen ein schlechtes Bild von sich selbst. Sie nehmen diese "Rolle" für sich an. Ich habe in meiner Sonderausbildung für den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern gelernt, dass wir als Erwachsene dieses "Über-das Kind-Reden" eigentlich nur dafür nutzen dürfen, positve Dinge zu sagen. Dabei ist es wichtig, dass dieses positive Reden nicht gestellt oder geschauspielert ist - das würden die Kinder merken. Wenn ihr also an dem Tag nichts Positives zu sagen habt, dann sagt am besten nichts. Werden aber echte Errungenschaften von Erwachsenem zu Erwachsenem weitergegeben und das Kind hört das (heimlich) mit, dann wächst sein Selbstbewusstsein.

Stellt euch vor, ihr seid im Büro und euer Chef kommt und sagt: "Deine letzte Aufgabe hast du wirklich sehr gut gemacht. Ich schätze Mitarbeiter, wie dich!", dann wärt ihr sicherlich glücklich, aber nicht vollends überzeugt, ob das jetzt ein echtes Lob war, oder einfach eine freundliche Geste, stimmts? Nun stellt euch vor, ihr würdet an einem Raum vorbeigehen und zufällig hören, wie eurer Chef zu einer Kollegin sagt: "[Dein Name] hat ihre/seine letzte Aufgabe wirklich sehr gut erledigt. Ich schätze solche Mitarbeiter wie sie/ihn wirklich" - dieses indirekte Lob hätte für euch viel mehr Wert und Wahrheitsgehalt, als das direkte. Ihr hättet vermutlich Bauchkribbeln und würdet innerlich ein Stück wachsen. So geht es euren Kindern, wenn sie vermeintlich heimlich überhören, wie ihr euch über ihre positiven Eigenschaften unterhaltet.

Wenn ihr euch nun vorstellt, wie ihr euch fühlen würdet, wenn ihr zufällig überhören würdet, dass der Chef zu jemandem sagt: "[Dein Name] hat schon wieder einen Fehler gemacht. Andauernd muss ich ihre/seine Arbeit nachprüfen, damit nichts Falsches rausgeht.", dann wisst ihr jetzt, wie es eurem Kind geht, wenn es dabeisteht, während die Erzieherin / der Erzieher mit euch diskutiert, dass es schon wieder eingepullert, gehauen, geärgert oder nicht aufgegessen hat.

Das Über-ein-Kind-im-Beisein-des-Kindes-Reden ist natürlich kein Grund, die Kita zu wechseln. Aber ihr könntet eure Erzieherin  /euren Erzieher, falls sie / er es macht, darauf hinweisen, dass ihr das nicht möchtet. Wenn sie / er euch etwas Wichtiges zu erzählen hat, kann das Kind ja noch mal kurz in die Puppenecke gehen oder mit dem Roller eine Runde im Garten drehen.

In Teil 2 der Serie wird es um Strafen und Konsequenzen und über das berühmte "Wenn... Dann..." im Kita-Alltag gehen.

© Snowqueen
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Kommentare:

  1. zu den unteren absätzen kann ich noch nix sagen, da beide noch zu hause sind. letztes jahr hat es nämlich nicht geklappt mit einem kindergartenplatz und auch dieses jahr sieht es alles andere als rosig aus -.- von daher bin ich grad beim lesen bei jedem "einrichtung wechseln" zusammengezuckt, denn wir können scheinbar froh sein, wenn wir überhaupt nen platz bekommen. und das macht mir ein bisschen angst... nutzen die das dann aus und sind doof zu den kindern? oder ertrag ich mehr zu lasten der kinder, weil ich keine ausweichmöglichkeite gibt? oder mach ich mir einfach zu viel kopf und alles wird wunderbar? ^^ na ja, wir werden sehen :-)

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    1. Liebe Ori, ja, du machst dir zu viele Gedanken - ganz bestimmt findet ihr eine tolle Kita. Die Probleme im Text sind ja eine Zusammenstellung aus all den Fragen, die bezüglich Kita und Krippe je an mich herangetragen wurden - die allermeisten Erzieherinnen leisten fantastische Arbeit. Es gibt nur einige wenige Stellen, an denen es knirscht. Das kann auch an der Chemie zwischen Mutter und Erzieherin liegen und hat dann gar nichts damit zu tun, dass die Erzieherin per se schlechte Arbeit leistet. Dann könnte man gucken, ob es nicht sinnvoll ist, innerhalb der Kita die Gruppe zu wechseln. Also nein, ich denke nicht, dass Erzieherinnen den Kitanotstand ausnutzen und absichtlich "doof" zu den Kindern sind, weil die ja eh nicht wechseln können. So schlecht ist die Fremdbetreuungs-Welt da draußen nicht...
      LG, snowqueen

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    2. ich versuch einfach mal, nicht mehr drüber nachzudenken. erst mal müssen wir ja sowieso nen platz bekommen! :)

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  2. Oje, mein Kleiner hat im April, den ganzen Monat Eingewöhnung (er wird dann zwei). Ich kann mit ihm dort bleiben, allerdings ist es in der ersten Woche so, dass wir nur ein bis zweimal morgens kommen dürfen! erst in der letzten Woche jeden Tag! Es werden nämlich noch drei weitere Kinder in diesem Monat eingewöhnt! Fand das schon sehr komisch, wie soll da eine Eingewöhnung stattfinden? Bin sehr hin und her gerissen!

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    1. Bitte darum, dass du jeden Tag kommen kannst, nur, dass die Zeiten aller Kinder gestaffelt sind, so daß maximal 2 Kinder gleichzeit in der Gruppe sind.
      Alles andere wäre (zumindest nach infans) eigentlich zu viel für die Gruppe und die Bezugserzieher.
      Im übrigen kann ich dir nur raten, sei mutig. Du bist nicht Bittsteller, sondern du bezahlst dafür, dass eine Leistung erbracht wird, und diese darf dann durchaus auch deine Bedürfnisse und Vorstellungen erfüllen.

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    2. Liebe Anonym, mmmh, das finde ich für einen Zweijährigen in der Tat ein bisschen ungünstig. Es spricht zwar nichts dagegen, in der ersten Woche nur zwei Mal 'zu Besuch' zu kommen, aber dann sollte sich eigentlich die Eingewöhnungszeit um 1-2 Wochen verlängern. Eine Bindung braucht Zeit, Kontinuität und langen direkten Kontakt mit der Erzieherin/dem Erzieher (zunächst in deinem Beisein). Vielleicht könnt ihr in der ersten Woche jeden Tag 1 Stunde kommen und die anderen Eingewöhnungskinder kommen früher oder später am Tag?
      LG, snowqueen

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  3. Wieder ein für mich sehr interessantes Thema. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Teile.
    Wie ist das eigentlich bei jüngeren Kindern?
    Ich weiß, dass das eher die Ausnahme ist, aber bei uns ging es damals nicht anderes, als unsere damals 6 Monate junge Tochter in die Krippe zu geben. Ihre Fremdel-Phase hatte sie erst Monate später und auch nicht hauptsächlich im Kindergarten (sondern eher bei ihr gänzlich fremden Personen), sodass es eigentlich bei uns nicht wirklich eine Eingewöhnung gab. Mir war die Gruppenleiterin damals (und heute immernoch) zum Glück sehr sympathisch, sodass ich sie zwar immer noch mit einem flauen Gefühl im Magen dort ließ, aber es war auszuhalten.
    Das einzige, was mir ein bisschen Sorge bereitet ist, dass es bei uns leider keine "feste" Erzieherin gibt. Von meiner Schwiegermutter kenne ich es so, dass eine Erzieherin eine Gruppe - nehmen wir mal an Krippe - auch bis zum Kindergarten hin begleitet. Bei uns ist das leider nicht so. Es gibt zwar einen relativ festen Pool von Erzieherinnen, aber es sind halt nicht immer dieselben beiden da. Ich merke da auch sowohl bei mir, als auch bei usnerer Tochter, dass es da Sympathieunterschiede gibt.
    Etwas problematisch sehe ich auch den Übergang zum Kindergarten, da kommt sie ja quasi in eine neue Gruppe mit ihr nicht ganz so gut bekannten Erzieherinnen. Die Gruppenleiterin der Krippe zu der sie meiner Meinung nach eine gute Bindung aufgebaut hat, wird sie ja dann nur noch selten sehen - leider.

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    1. Mit 6 Monaten ist die Bindung zu den Eltern noch nicht 'abgeschlossen', d.h. zu diesem Zeitpunkt kann leicht eine weitere Person in der Bindungspyramide hinzukommen. Das bedeutet konkret: Sie war noch so klein, dass sie die Kita einfach anerkannt hat als zu ihrem Leben dazugehörig. Offenbar waren ihre Erzieherinnen sehr feinfühlig und haben ihre Signale erkannt. Gut! Es stimmt, es ist nicht ganz optimal, wenn es keine Bezugserzieherin gibt. Grundsätzlich kann sich ein Kind an mehrere Personen binden (auch an mehrere Erzieherinnen/Erzieher), es bedeutet aber weniger Stress, wenn die Bindungspersonen verlässlich da sind und nicht andauernd wechseln.
      LG, snowqueen

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    2. Okay, danke für die Antwort. Dann ist es so ähnlich, wie ich mir das gedacht hatte. Ja ich war auch froh, dass das alles gut geklappt hat. Sie war dort damals das jüngste Kind seit langem - das "Baby". Dementsprechend war es für uns eigentlich eine gute Situation, da sie in den ersten Wochen definitiv eine Sonderstellung hatte, weil alle Beteiligten sich an die neue Situation gewöhnen mussten und nicht die "Standard-Eingewöhnung" durchgezogen haben.

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  4. Der richtige Beitrag zur richtigen Zeit. Das Kiddo fängt in vier Wochen mit der Eingewöhnung an, es ist dann ein Jahr alt (Berliner Modell). In der Kita gibt es drei Krippenräume mit je 8 Kindern, insgesamt dafür 5 Erzieher (3 Männer, 2 Frauen). Unseren künftigen Bezugserzieher haben wir bereits kurz kennengelernt. Ein sehr entspannter, freundlicher Typ. Diese Kita war bei uns auf Platz 2 quasi, bei der absoluten Favoritenkita haben wir keinen Platz bekommen, und auch sonst viele Absagen. Heute haben wir dennoch entschieden, das Kiddo trotz Ganztagsgutschein erstmal halbtags hinzubringen. Und dann zu schauen, wie es so läuft.

    Das mit der sicheren Bindung macht mir im Moment oft Kopfzerbrechen. Meine Tochter hatte nie eine krasse Fremdelphase, und sie ist von sich aus sehr neugierig und abenteuerlustig. Menschen gegenüber ist sie generell sehr aufgeschlossen. Wenn ich sie kurz bei Leuten lasse, die sie ein bisschen kennt, klappt das eigentlich sehr gut (ich verabschiede mich aber auch immer von ihr und sage, dass ich gleich wieder da bin).

    Ich frag mich, ob das bedeutet, dass sie keine sichere Bindung hat? Weil sie nicht weint, wenn ich gehe? Wenn ich wiederkomme, freut sie sich, winkt, spielt aber meist weiter. Wir sind so vom Typ Stillen/Tragen/Familienbett...aber vielleicht hab ich trotzdem was falsch gemacht?

    (Und dieses Beispiel von der Misshandlung des kleinen Mädchens im Text hat mir gerade einen riesigen Kloß in den Hals gesetzt. Wenn ich denke, sowas könnte meiner Tochter....besser nicht dran denken. Ugh.)

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    1. Mein Sohn war/ist auch so gewesen. Als ich noch in Elternzeit war ist er anderen Erwachsenen fast um den Hals gefallen. Und ich fragt mich auch ob er sicher gebunden ist. Als wir dann in der Eingewöhnung waren bzw jetzt 3 Monate danach hat es sich geändert er meckert beim abgeben bzw. abholen kurz. Bzw. wenn wir zu Hause sind darf ich den Raum auch nicht mehr einfach so verlassen.
      Schöne Eingewöhnung euch.

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    2. Liebe Kiddo the Kid, ich finde, eure Kita hört sich vom Personalschlüssel etc. her sehr gut an. Nein, du brauchst dir keine Sorgen wegen eurer Bindung machen! Es ist einfach auch Charaktersache, ob Kinder leichten Herzens zur Kita oder auf Fremde (zu)gehen.

      Ja, das Beispiel mit dem Legostein ist heftig - und wurde von der Kita auch ganz und gar nicht gut gehändelt. So krasse Zustände sind aber die absolute Ausnahme - das passiert in eurer Kita nicht. Ich wünsche euch eine schöne Eingewöhnung!
      LG, snowqueen

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    3. Ich glaube bei manchen Kindern äußert sich eine sichere Bindung in Fremdeln, andere sind sich der Liebe ihrer Eltern halt so sicher, dass sie wissen, sie brauchen keine Angst haben. Mama und Papa kommen wieder und würden mich nicht zu Leuten geben, die schlecht für mich sind. Beide Bindungen sind sicher und gleich gut.

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  5. Puh, finde das klingt ganz schön kritisch und ziemlich negativ alles. Ich hab eh schon ein schlechtes Gewissen, weil irgendwann fremdbetreut werden wird und finde das jetzt nicht grade Mut machend. Im Gegenteil, es schreckt mich noch mehr ab, vor allem weil ich solche Geschichten wie das Kind schreit bis es vor Erschöpfung einschläft, ohne dass den Eltern Bescheid gegeben wird schon aus dem Bekanntenkreis kenne...

    Ich finde es übrigens schade, dass im Artikel durchgängig nur von Müttern die Rede ist - mag sein dass das leider die Norm ist, dass Väter bei solchen Dingen eher wenig beteiligt sind, aber es gibt tatsächlich auch welche, die in der Betreuung ihrer Kinder eine sehr aktive Rolle spielen...

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    1. Liebe Anne, weißt du wie anstrengend political gender speach ist?
      Ja, eigentlich müsste es BetreuungsPerson statt Erzieher/in heißen und eigentlich auch Bindungsperson statt Mutter oder Vater, es könnten auch die Großeltern eingewöhnen.
      Aber mal ehrlich, das wäre nicht nur anstrengend zu schreiben, es ist auch albern.
      Niemand wird die Rolle des anderen Elters herabgesetzt sehen, nur weil dieser hier nicht erwähnt wird.

      Nun aber ich zu deiner Angst.
      Warum fürchtet du die Fremdbetreuung?
      Du hast doch alles in der Hand genau das von dir geschilderte zu umgehen.
      Du suchst dir eine Einrichtung (ja, nicht nur Krippe oder Kindergarten, sondern Kita, Kila oder Tamu betreuen Kinder) aus, die im Konzept deiner Vorstellung entspricht.
      Du sprichst mit der Leitung, guckst dir die Einrichtung an, siehst, wie dort mit den Kindern umgegangen wird.
      Du bist bei der Eingewöhnung drei Wochen dort, die vierte auf abruf in der nähe.
      Meinst du nicht, dass dir da Missstände auffallen sollten?

      Ich finde, so wie dein Beispiel des schreien lassens den Artikel eher sehr gut, weil er genau den Fokus auf die kritischen Punkte lenkt.
      Und eine Kitaleitung, die mir erklärt eine Eingewöhnung gäbe es nicht, das brauchen Kinder nicht, weinen gehört dazu, die wird mich das letzte mal gesehen haben.
      Auch gibt es (leider) Erzieher/-innen, die behaupten eingewöhnen nach dem Berliner Modell sei konditionierung, das Kind so lange weinen zu lassen, bis es aufhört.
      Nach den Autoren des Modells wäre dieses sogar KörperVerletzung und für mich ein Grund erstens bei der Leitung vorstellig zu werden und zweitens dem Träger nahe zu legen sein Personal besser zu Schulen.

      Das schlechte Gewissen kann ich dir nicht nehmen, ich als ehemaliges Ostkind hatte keins, für mich ist es normal, das mein Kind mit 1 1/2 in die Kita geht, aber ich kann dir den Mut machen deinem Kind und dir zu vertrauen. Ihr seid die Experten, was ihr braucht, und das werdet ihr auch finden, ganz bestimmt.

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    2. Ich stimme Anne komplett zu, in dem Artikel sollte nicht durchgängig von Müttern geredet werden, weil so Normen reproduziert werdenund anstregend muss gender speech nicht sein. Erzieher/in ist gegendert, es muss nicht Betreuungsperson heißen und ich fänd es schon angemessen mindestens in einem Satz zu erwähnen, dass die Eingewöhnung genau so gut vom Vater gemacht werden kann, wenn man schon nicht durchgängig Eltern oder Bindungsperson schreiben will.

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    3. Liebe Anne, der Artikel wurde speziell dafür geschrieben, die möglichen Probleme mit Kita und Krippe aufzuzeigen. Einen allgemeinen, schönen und gar nicht negativen Artikel zur Fremdbetreuung haben wir schon vor einiger Zeit geschrieben. Du findest ihn, wenn du im Inhaltsverzeichnis suchst. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde dort auch geschrieben, dass die Eingewöhnung gut auch von Papa übernommen werden kann.
      LG, snowqueen

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  6. Dieser Artikel kommt für mich auch wie gerufen :-)! Wir befinden uns gerade auch in der Eingewöhnungsphase, allerdings bei einer Tagesmutter (Kitaplatz war keiner zu bekommen). Mein Sohn ist 17 Monate alt. Eigentlich sollte er bereits seit November gehen, aber die Eingewöhnung klappte nicht. In der zweiten Woche konnte ich zwar schon länger den Raum verlassen, aber in der dritten Woche kippte es auf einmal komplett. Es wurde jeden Tag schlimmer...mein Kind wollte schon gar nicht mehr dahin und schrie panisch bei der Übergabe und ließ sich von der Tagesmutter überhaupt nicht mehr beruhigen. Daheim wich er mir gar nicht mehr von der Seite und wollte nicht mal mehr alleine beim Papa bleiben. Mir tat das Herz weh, weil ich ganz klar sehen konnte, dass mein Kind leidet. Somit entschieden wir zusammen mit der Tagesmutter eine Weile zu unterbrechen und dann noch mal neu zu starten.
    Mein Sohn war schon immer sehr schüchtern und hat auch schon vor der offiziellen Fremdelphase gefremdelt. Er ist sehr eng an mich gebunden und das macht eine Fremdbetreuung für uns schon schwer. Ich habe mir in letzter Zeit viele Gedanken darüber gemacht und sehe inzwischen das alles sehr viel kritischer. Vorher war es für mich 'normal', dass man sein Kind mit ca. 12 Monaten abgibt, ich hätte nicht gedacht, dass dies gar nicht so einfach werden würde. Ich machte mir nur Sorgen darüber, ob wir überhaupt irgendwo einen Platz für ihn bekommen und dann würde schon alles laufen.
    Doch jetzt würde ich mein Kind nie und nimmer in eine Einrichtung geben, in der es keine individuelle Eingewöhnung gibt etc.. Ich würde eher finanziell zurückstecken und noch länger daheim bleiben, denn man kann so viel kaputt machen in diesen ersten Jahren bei den kleinen Wesen.
    Unserer Tagesmutter vertraue ich sehr. Wir haben uns viel über Bindung und Erziehung unterhalten und wir sind da ganz auf einer Welle. Nur deswegen versuchen wir nun erneut meinem Kleinen bei ihr einzugewöhnen. Aber wir machen es nun in noch kleineren Minischritten, ohne jeglichen Druck. Und ich bin sehr froh, dass sie sich diese Zeit nimmt und erkennt, dass unser Sohn einfach mehr von ihr abverlangt und sie sich ins Zeug legt, damit er sie als Bindungsperson annimmt.

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    1. Liebe Räubermama, euer Vorgehen klingt wunderbar feinfühlig und bindungsorientiert! Euer Sohn wird sich bestimmt bald eingewöhnen.
      LG, snowqueen

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  7. Mir ist das mit den nur von Müttern reden auch aufgefallen. Generell finde ich euren Blog total toll, aber er ist doch wirklich arg mutterspezifisch.
    Vielleicht kann man statt dessen Elternteil schreiben?
    Denn es ist schon nervig für einen engagierten Vater, nie wahrgenommen zu werden und immer die Nebenrolle zu spielen.

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    1. Lieber Max,

      wie schade, dass es dir beim Lesen so geht. Ich werde die engagierten Herren der Schöpfung in Zukunft stärker mit einbeziehen.
      LG, snowqueen

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  8. Es ist wohl großes Glück, dass ich heute diesen Artikel gefunden habe (war schon seit ca. 2 Wochen nicht mehr hier) aber wir haben seit kurzem ein Problem mit unserer Großen in der Kindergruppe und gestern wurde ich zum Gespräch geladen. Euer Artikel hat mir zwei Dinge vor Augen geführt: 1) Unser Kind braucht uns jetzt wohl mehr denn je und 2) Ich mache mir Gedanken, wie ich in Zukunft mit ihren Erzieherinnen (ja, nur Frauen) umgehen soll.

    Könnt ihr mir bitte, bitte einen guten Ratschlag geben! Hier unser Problem:

    Seit ein paar Wochen habe ich bemerkt, dass unsere Große recht heftig reagiert (was bei ihr nicht ungewöhnlich ist, da sie ziemlich wahrscheinlich hochsensitiv ist). Aber in letzter Zeit hat sie angefangen uns zu beschimpfen, hauen, bespucken etc. Auch in der Gruppe gab es schon 2 kurze Vorfälle die aber eben in sehr großen Abständen waren und nur kurz. Gestern kam es aber zum Supergau und sie hat geschrieen, geweint, gespuckt, die Kinder beschimpft, ein Kind gehaut, die Erzieherinnen beschimpft und die Kuschelecke verwüstet. So einen heftigen Ausbruch habe ich bei ihr noch nie erlebt und leider sagt sie nicht viel dazu (sie wird im März 5). Wir haben vor 6 Monaten unser zweites Kind bekommen und scheinbar dürfte sie erst jetzt so richtig die Entthronung durchmachen und braucht uns jetzt wohl extrem. Das ist mir jetzt klar geworden.

    ABER wir haben vor allem eine Erzieherin die eigentlich total lieb ist aber schon seit Beginn der Eingewöhnung gemeint hat, dass unsere Tochter mit uns Machtkämpfe durchführt, uns auf der Nase herumtanzt, Grenzen braucht und ihren Kopf durchsetzen will etc. Sie meinte gestern auch, dass wir sie aus dem Bett ausquartieren sollen, da sie sonst noch mit 14 bei uns schlafen wird und wir ihr nicht ermöglichen durch diese Nähe ihre eigenen Grenzen zu entdecken. Durch euren Artikel bin ich noch verwirrter als ich seit gestern eh schon bin. Mir geht das alles extrem nahe (bin selbst hochsensitiv) und ich stehe neben mir. Entschuldigung, wenn das nicht der richtige Ort ist um diese Fragen bzw. Bitten zu stellen aber in mir dreht sich alles und ich weiß einfach nicht, ob meine Tochter dort noch gut aufgehoben ist (obwohl sie ihre Kindergruppe eigentlich liebt). Aber ich möchte sie nicht wo lassen, wo sie, wenn es ihr eh schon schlecht geht, nicht gesehen oder gehalten wird. Erwarte ich zuviel? Heute z.B. hatte sie nach dem gestrigen Vorfall natürlich etwas Angst wieder in die Gruppe zu gehen. Ich habe sie begleitet und bin noch kurz mit ihr rein. Sie wollte etwas trinken, hatte aber Angst besagte Erzieherin selbst zu fragen, also haben wir es gemeinsam gemacht. Dann wollte sie, dass ich sehe, wie toll sie trinken kann worauf ich gesehen habe, dass die Erzieherin die Augen verdreht hat und einen Gesichtsausdruck a la "und sie herrscht wieder über ihre Mutter" hatte. Wir haben uns dann verabschiedet und sie kam noch einmal kurz zu mir um mich noch einmal kurz zu umarmen woraufhin die Erzieherin meinte "Es reicht jetzt aber, verabschiede dich und wir machen die Tür zu" (in einem sehr konkreten Tonfall). Das ganze hat inklusive Fragen, trinken und umarmen höchsten 5 Minuten gedauert. Muss das sein? Ich habe einfach Angst, dass mein Kind irgendwie in eine Schiene gepresst wird und langsam dann schlechter behandelt wird. Wie soll ich das ansprechen? Damit umgehen?

    Vielen Dank und Entschuldigung noch einmal, falls das hier der falsche Ort oder die falsche Art ist!

    Veronika

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    1. Liebe Veronika, doch, hier ist der richtige Ort, um diese Frage zu stellen! Zunächst einmal: Ich denke, deine Einschätzung bezüglich der Entthronung ist richtig und deine Tochter braucht ganz dringend viel viel Aufmerksamkeit von dir und deinem Mann. (Denkt dabei daran, dass es unterschiedliche Aufmerksamkeitstypen gibt!) Zum Zweiten: Ich finde sehr gut, wie du sie am Tag nach ihrem Ausraster begleitet hast. Da gibt es nichts, zu dem man die Augen hätte rollen müssen - du hast die Ängste deiner Tochter gut erkannt und bist liebevoll darauf eingegangen. Das zählt! Ob das ein anderer Erwachsener für übertrieben hält, kann dir ganz egal sein: Wichtig ist, dass es deiner Tochter in dem Moment gut ging. Von mir also ein *Daumen hoch* für dich und deine feinfühlige Reaktion. Nun zur Erzieherin. Du schreibst, deine Tochter fühlt sich wohl und das ist erst einmal das Wichtigste. Ich lese heraus, dass die meiste Kritik der Erzieherin an dich geht (das Augenrollen, sagen, ihr sollt sie nachts ausquartieren), d.h. es ist an DIR, dich da freundlich, aber klar abzugrenzen. Es gehört nicht zu ihrem Aufgabenfeld, dir eine Erziehungsrichtung aufzudrücken. Du weißt, was du für deine Tochter möchtest und du bist dir sicher, dass das für euch der richtige Weg ist. Dann sag der Erzieherin das auch so. Sag: 'Danke, aber, nein danke. Ich mache das schon.' Gleichzeitig würde ich jedoch die Erzieherin ein bisschen mehr ins Boot holen. Ich habe mich ganz ausdrücklich bei unserer Erzieherin dafür bedankt, wie empathisch sie in dieser schweren Zeit auf Fräulein Chaos reagiert. Dass ich froh bin, dass meine Tochter sich bei ihr anlehnen kann, dass sie sie emotional so auffängt. Dass ich merke, wie schwer es für meine Tochter zuhause gerade ist, sie aber darüber nicht mit mir redet. Und dass ich deswegen sehr dankbar bin, dass sie, die Erzieherin, das im Moment so gut ausgleicht. Mein Bedanken hatte den Effekt, dass sich unsere Erzieherin noch mehr angestrengt hat - bis dahin war ihr nicht bewusst gewesen, wie wichtig sie und ihr Kuscheln für meine Tochter war. Als ich es ihr sagte, wurde ihre Empathie noch größer. Vielleicht probierst du das auch? Dich zu bedanken?
      Liebe Grüße und viel Glück, snowqueen

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  9. Liebe Snowqueen, ich finde es auch fast unheimlich, dass ich zur richtigen Zeit immer zum richtigen Thema was hier finde.. :-) Wir haben gerade entschieden, die Kita zu wechseln, auch wenn es nicht leicht wird. Unser Sohn (bald 3) hatte eine supertolle herzliche liebevolle Tagesmutter/Kinderfrau bis 2 Jahre 4 Monate und dann kamen wir in die Kita. Empfohlen von lieben Nachbarn, deren Sohn auch dort ist, mit dem sich unser Sohn super versteht. Erst wirkte alles ganz gut, Eingewöhnung ging recht schnell. Und dann ging es los…die Haupt (Bezugs-)Erzieherin in seiner Gruppe empfing uns mit den Worten "Also Euer Sohn kann noch gar nix, wa?" (bezogen darauf,dass er sich noch nicht alleine ausziehen konnte vorm Schlafengehen)..eine Woche später "Also den Schnuller braucht er hier nicht" - einmal entriss (!) sie ihm den Schnuller auch morgens beim Bringen recht unsanft. Da haben wir mal eine Ansage gemacht. Aber unser Vertrauen war damit gebrochen. Abgesehen davon, dass sie nicht die Diplomatiekönigin ist - und auch immer, wenn man ein paar Minuten zu spät kommt (was bei einem Kind in der Trotzphase durchaus mal vorkommt, auch wenn man 30 Minuten vor Ende der Bringzeit losgehen will, bei einem Fußweg von 10 Minuten), uns Eltern eine Schelte gibt, wie bei Schulkindern…..
    Unser Sohn fühlt sich definitiv NICHT unwohl, er hat seine Kumpels, aber er kennt es ja auch wenig anders und er passt sich halt an.
    Nun ja, das ist bekannt, dass sie ziemlich launisch ist und mit anderen Eltern gab es da auch schon Probleme. Aber wir möchten keine weiteren 3-4-5 Jahre (unsere Kleine sollte auch einen Platz kriegen) uns diese Stimmung antun. Also wird gewechselt. Wir hoffen, bei der nächsten Einrichtung mehr Glück zu haben.
    Liebe Grüße, Julia

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  10. Liebe Snowqueen, vielen, vielen lieben Dank für Deine Antwort! Ich habe mich derzeit wieder etwas beruhigt und ja, ich sehe auch, dass wohl unsere Erziehung hier kritisiert wird. Ich habe langsam das Gefühl, dass wir uns ständig missverstehen. Es ist ja nicht so, dass unsere Tochter keine Grenzen kennenlernt. Sie lernt eben zu Hause nur jene kennen, die wir als Eltern als richtig und wichtig erachten. Hier scheint sich auch der Gedanke eingeschlichen zu haben, dass Attachment Parenting ohne Grenzen funktioniert und kleine Tyrannen produziert, die immer mit dem Kopf durch die Wand wollen. Wobei es bei mir den bitteren Nachgeschmack bzw. die Angst hinterlässt, dass sie versuchen unsere „falsche“ Erziehung zu „korrigieren“.
    Deine Idee mich zu bedanken finde ich toll! In meinem emotionalen Chaos wäre ich wohl nie auf diese Idee gekommen! Wie ich das umsetzen kann und werde, muss ich noch überlegen, da mein Vertrauen jetzt leider etwas gelitten hat aber ich hoffe sehr, dass wir wieder zu dem vorherigen Zustand kommen können bzw. einen besseren erreichen. Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, ob sie überhaupt mit unserer Tochter in der Situation damals gesprochen haben oder, ob sie sie eigentlich alleine gelassen haben und das beschäftigt mich extrem und führt mich zu einer weiteren Frage:
    Unsere Tochter rief nach mir (und stand unter der Uhr um zu sehen, wann ich endlich komme) als sie ausrastete (das Ganze hat sich in einem Zeitraum von ca. 2 Stunden zugetragen, da sie immer bis 12 dort ist). Ich wurde nicht angerufen oder sonst irgendwie informiert. Erst bei der Abholung wurde ich dann zum Gespräch gebeten. Sie meinten, dass sie mich nicht angerufen haben, da unsere Tochter sonst gewonnen hätte und bei jedem kleinen Streit dann sofort nach mir rufen würde und unsere Tochter sie dann damit schikanieren könnte.
    Grundsätzlich kann ich das Argument verstehen, denn in einer Gruppe müssen die ErzieherInnen solche Sachen intern regeln. Aber ich weiß nicht, ob sie es überhaupt irgendwie anders als mit Strenge, Strafe, Schimpfe und der Ansage „wir werden das alles deiner Mama sagen“ geregelt haben. Nach unserem Gespräch habe ich nicht den Eindruck, dass sie für unsere Tochter in diesem Moment da waren und mit ihr über das was in ihr vorging gesprochen haben. Und das macht mich traurig. Wenn sie für sie da sind, dann funktioniert ja die interne Regelung aber wenn nicht, dann möchte ich wenigstens die Chance haben für mein Kind dazusein oder sehe ich das falsch? Natürlich habe ich die Hoffnung, dass sich so etwas nie wieder wiederholt aber bis unsere Tochter wieder ganz im Gleichgewicht ist, kann ich es nicht einschätzen. Sie war an diesem Morgen gut gelaunt und wirkte zufrieden.
    Noch einmal vielen, vielen Dank!
    Veronika

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  11. Liebe Snowqueen.

    Ich folge eurem Block schon seit langer Zeit und habe unheimlich davon profitiert. Meine Söhne sind 28 Monate und 8 Monate alt und ihr habt mir in so manch verzweifelter Stunde wieder Auftrieb und Motivation gegeben. Deshalb empfehle ich euch in Österreich auch fleißig weiter

    Diesen Artikel finde ich auch total interessant, da wir letzte Woche bei unserem Großen mit der Eingewöhnung im KinderNest begonnen haben. Wir durften 3 Tage ganz dabei sein, am 4. Tag kam dann die erste Trennung für eine Stunde. Diese hat mein Mann mit unserem Sohn gemacht, da hier die Trennung erfahrungsgemäß leichter geht. Hat auch gut geklappt, keine Tränen und gute Laune
    Gestern, also 5. Tag war ich an der Reihe und beim Abschied gab es Tränen und nach knapp einer Stunde kam dann der Anruf dass ich unseren Sohn gleich holen soll, weil er weint. Bin in weiser Voraussicht im Auto vor dem Kiga geblieben und war so innerhalb einer Minute vor Ort.
    Heute haben wir einen freien Tag und morgen soll es dann weiter gehen. Laut Erzieherin soll ich wieder gehen, allerdings für max eine halbe Stunde. Wieder vor Ort bleiben dem ganzen Vormittag hält sie nicht ratsam.

    Mein Sohn braucht lange, bis er zu jemanden vertrauen aufbaut. Will hin nicht überfordern. Da ich momentan noch in Karenz bin mit meinem zweiten Sohn bin ich ja auch noch zu Hause. Unser Großer soll die KinderKrippe auch nur an 2 vormittage die Woche besuchen und die Erzieherinnen wirken kompetent und nett.

    Meine Frage ist nur, ist es okay wenn er auch mal weint. Soll ich ihn wieder alleine dort lassen auch wenn er zu mir sagt er will nicht alleine in das KinderNest? Bin hier total unerfahren wie man merkt

    Bitte um deinen Rat.



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    1. Die Frage ist: Hat er, außer gestern, jemals schon dort geweint und wurde erfolgreich von den Erzieherinnen getröstet? Wenn ja, könnt ihr es mit der halben Stunde versuchen. Wenn nein, also wenn am 5. Tag die ersten Tränen kamen und er sich nicht hat trösten lassen, würde ich persönlich morgen höchstens für 10 Min in die Garderobe gehen und das auch nur, wenn das Kind signalisiert, dass das okay ist. Weint es oder sagt es, es will nicht allein bleiben, würde ich nochmal von vorn beginnen, also komplett im Raum bleiben (in der Hoffnung, dass die Erzieherinnen das zulassen). An sich ist ein Einbruch während der Eingewöhnung normal (meist in der 3. Woche), aber wie gesagt, es ist wichtig, dass er bei Tränen schon eine Vertrauensperson dort hat, bei der er so sicher ist, dass er sich trösten lässt. Das Trösten darf länger dauern, als bei dir, aber irgendwann muss er sich (angekuschelt an sie) beruhigen - erst dann ist eine Bindung angebahnt.

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    2. Herzlichen Dank für deine rasche Antwort.

      Darin sehe ich eben das Problem. Er hat noch gar kein Vertrauen in die Erzieherinnen und hat zwar aufgehört zu weinen nachdem ich weg war, eine halbe Stunde später jedoch wieder begonnen und als ich dann in den GruppenRaum gekommen bin, hat er so richtig losgeweint. So als hätte er sich vorher zusammen genommen und als er mich sah sind die Tränen geflossen. Außerdem hat er gleich geschimpft, dass ich nicht weg gehen darf.

      Ich habe des Erzieherin auch vorgeschlagen, dass ich nochmal ein paar Tage mit in den GruppenRaum gehe und dort bleibe. Das hält sie aber für kontra produktiv.

      Das es in der Eingewöhnung mal Tränen gibt ist mir klar. Aber mein kleiner sagt ja nach dieser Erfahrung, dass er nicht mehr hin mag.

      Sehr schwer für mein Mama Herz :)

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    3. Hallo Manu, deine Geschichte hört sich exakt nach meiner an. Wie ist es bei euch weiter gegangen?
      Wir sind gerade in der Eingewöhnungsphase und ich hatte meinen Sohn (2,5 Jahre) nach 3 Mal 3Std. ohne Trennung, an zwei Tagen für jeweils eine halbe Stunde in der Kita zurückgelassen. Er hatte genauso wie bei dir die ganze Zeit gejammert und als ich zurück kam völlig in Tränen ausgebrochen. Am WE hat er immer wieder davon erzählt, wie Mama weg war und er geweint hatte. Und er fing an, zu sagen, dass ihm Kita nicht gefällt und er nicht hingehen möchte, lieber zu Hause bleiben. Die darauf folgende Woche waren wir dann immer für zwei Std. dort ohne Trennung. Allerdings geht die Erzieherin nicht genügend auf ihn ein, finde ich. Er braucht echt lange um sich jemandem zu öffnen. Naja, bei 12 Kindern zwischen 2,5 und 4 bleibt wohl nicht viel Zeit für individuelle Betreuung. Jedenfalls, hat er in den 2Std. immer wieder gesagt, dass er nach Hause möchte...Ich weiss nicht wie ich reagieren soll. Einerseits versuche ich positives über die Kita aus ihm herauszulocken, andererseits möchte ich auch nicht, dass er sich vielleicht nicht gehört fühlt. Mein Mann und ich sind der Meinung, so lange er sich noch nicht mit Händen und Füssen dagegen wehrt, gehen wir weiter hin. Jedenfalls bricht es mir fast das Herz.

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    4. Sorry, ich wollte noch hinzufügen, vor der Kita Eingewöhnung, war er problemlos bei Oma oder Papa geblieben und nun, nach der dramatischen Erfahrung klammert er an mir und bleibt nur mit Widerwillen bei Oma oder Papa allein...

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    5. Snowqueen und Danielle, meint ihr ich solle mit der Kita für meinen Sohn noch warten bis er drei Jahre alt ist? Denkt ihr dass er sehr darunter leidet, weil er sagt er wolle nicht mehr hin? Er will dort auch nicht mehr auf die Toilette gehen und hält es aus bis wir daheim sind. Und durch seine Schüchternheit kommuniziert er auch nicht so viel mit der Erzieherin, so dass es ihr erscheint als könne er sich noch nicht gut artikulieren (zu Hause spricht er sehr gut und viel, allerdings wächst er auch zweisprachig auf und die Kita-Sprache spricht er nicht so gut wie deutsch).
      Sorry für die Stückelung der Texte.

      Liebe Grüsse xx

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    6. Liebe Solveig, eure Eingewöhnung hört sich für mich zu schnell an. Nach drei Tagen würde ich noch keine halbstündige Trennung anraten. Nornalerweise beginnt man damit, mal eben raus auf die Toilette zu gehen, und wieder zurückzukommen. Dann geht man für 10 Minuten weg, dann für 20, bleibt aber in der Kita. Eure Kita müsste die Eingewöhnung etwas langsamer angehen lassen und die Erzieherin muss sich dringend um euer Kind kümern, sonst kann er ja gar keine Beziehung zu ihm aufbauen. Er ist nicht zu klein für eine Kita, aber er ist sehr klein, um ohne gute Bindung irgendwo bleiben zu müssen. Also muss zunächst einmal langsam und kleinschrittig eine gute Bindung aufgebaut werden zur Erzieherin. Erst dann kannst du gehen. Jetzt hat die Kita allerdings erst einmal einen negativen Beigeschmack für ihn.
      LG, Snowqueen

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  12. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Mir gefällt es gefühlsmäßig überhaupt nicht, dass man in unserer Kita für die Kinder ab 3 Jahren im Elementarbereich keine Entwicklung einer Bindung fördert. Auf meine Frage, ob es denn überhaupt gewünscht sei, dass mein Kind eine Bindung zu einem Erzieher aufbaut, kam die Antwort: Manche Erzieher handhaben das so, andere so. Mein Kind scheint nämlich verzweifelt auf der Suche nach einem Hafen zu sein. Oder steht ihm so etwas mit 3 Jahren nicht mehr zu?

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    1. Liebe Mara, doch, selbstverständlich steht es ihm auch mit 3 Jahren noch zu, einen sicheren Hafen im Kindergarten zu haben. Es ist sogar wichtig - ein Kind ohne Bindungsperson "schwimmt" den ganzen Tag und kann sich nicht auf Lernangebote konzentrieren. Es ist immer damit beschäftigt, sich im Inneren selbst zu stabilisieren. Es ist deshalb wichtig, dass du herausfindest, welche eurer Erzieherinnen offen dafür sind, eine Bindung einzugehen. Dein Sohn kann sich dann heraussuchen, zu wem er davon stärkeren Kontakt suchen möchte. Ich hoffe, dass ihr bald jemanden Passenden findet. Liebe Grüße, snowqueen

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  13. Liebe snowqueen, herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich habe sie erst gerade gesehen. Du stärkst mich dadurch, denn eine Erzieherin hat mir jetzt schon Krankengymnastik fürs Kind empfohlen. Es sei so angespannt. Anstatt meinem Kind einen Hafen zu geben, verweigern die Erzieher regelrecht Kontakt zu ihm und es wird gleich als behandlungsbedürftig eingestuft. Ich will die Kita wechseln.

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  14. Liebe Snowqueen,

    vielen herzlichen Dank für den tollen Artikel. Leider bin ich in der Realität auf den "Boden der Tatsachen" geholt worden, unsere derzeitige Eingewöhnung ist ziemlich ernüchternd :-(.

    Do vor Ostern die erste halbe h in meinem Beisein (aber nur mit 2 - sehr netten - Vertretungserzieherinnen) klappte super, meine gerade einjährige Tochter fand alles ganz spannend und spielte schön, auch die vielen anderen Kinder waren prima.

    Di nach Ostern der zweite Termin, wieder eine halbe h mit Mami im Raum, diesmal waren die beiden "richtigen" Erzieherinnen da. Alles super, außer als die Erzieherin sie auf den Arm nahm und wegtrug, da weinte die Maus (aber da sie die Dame heute das erste Mal so richtig getroffen hat, für mich kein Wunder).
    Ich erklärte der Erzieherin, dass die Kleine gerade ihre Geste für Milch gemacht und somit Durst hatte und gab ihr ihren Tee. Aber trinken dürfen die Kinder nur beim Essen, sagte sie. Und das mit den Gebärden, das können sie ja nicht wissen. Nun gut.
    Ansonsten spielen problemlos, nach einer halben h wollte sie noch gar nicht so recht wieder gehen. Draußen auf dem Gang meinte die "Zweiterzieherin" mit Blick auf die Babyschale, ob es nicht langsam schwer sei und warum wir denn nicht laufen. Sie wäre doch jetzt ein Jahr alt, da müssten wir eben mal mit ihr üben. Worauf hin ich ihr etwas verdutzt - ich denke man soll nichts forcieren und die Kinder sich gemäß ihrem eigenen Tempo entwickeln lassen? - antwortete, sie sei ja gerade erst ein Jahr und das würde schon noch kommen. So an der Wand und mit dem Wagen trainiert sie es schon schön, aber eben lieber alleine und nicht indem ich ihr die Arme lang ziehe. Vom Essen der anderen Kinder hörte ich noch ein "Geht das denn keinen Tag ohne? Da müssen wir eben doch wieder ein Lätzchen nehmen!" Hm, ich dachte nicht, dass mein Kind ein Spätstarter ist, aber in dem Alter schon laufen können müssen und selbst ohne kleckern essen? Ganz schöne Ansprüche stellen die hier... An sich ist meine Kleine ein unkompliziertes, gewitztes, fröhlich Baby-gebärdendes, plapperndes, neugieriges, Fingerfood verschlingendes (Still-) Kind, außer einer Hüftdysplasie (durch den Streckverband konnte sie sich erst nach 3 Monaten wirklich bewegen) gab es bisher nirgendwo etwas "zu bemängeln", auch im Vergleich (wir vergleichen ja nicht ;-)...) zu anderen Kindern in unseren diversen Kursen (Pekipkurs, Babyschwimmen, Kanga).

    Heute, am Mittwoch, wieder eine halbe Stunde, diesmal wurde mir gesagt, ich solle wenn mein Kind mich nicht sieht mal heimlich rausgehen. Ich ging in den Nebenraum, konnte aber durch einen Spalt zuschauen, sie war ruhig, saß auf dem Schoß der Erzieherin und schaute mit ihr und anderen Kindern ein Buch an. Alles in Ordnung, war ja auch nur ganz kurz. Dann wurde sie an den Tisch zu den anderen Kindern zum Obstfrühstück gesetzt. Da weinte sie dann bitterlich, aber ich "durfte" sofort wieder reinkommen und sie auf den Arm nehmen und trösten.

    Morgen soll nochmal ähnlich wie heute ablaufen, am Freitag soll ich sie dann 8:45 bringen, weggehen und 10:30 abholen, weil sie da mit den Kindern rausgehen. Das scheint mir echt verfrüht, ein neuer Raum, eine neue Bezugsperson, viele neue Kinder, aktuell noch zwei neue Zähne, Schnupfen und Husten (aus der Kindergruppe aufgeschnappt) und die Entdeckung der Sprache (sie schläft nachts kaum ein, weil sie so aufgeregt plappert) und dann auch noch rausgehen mit einer "Bezugsperson", die sie seit gestern 2x eine halbe Stunde lang gesehen hat... Das soll das kleine Mäuschen alles so verkraften? Ich schlug also vor, sie vor dem Spaziergang schon zu holen um 9:30, was die Erzieherin auch akzeptierte.

    ...

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  15. ...

    Dann stellte ich ihr noch meine Verständnisfrage, ob ich mich nicht lieber verabschieden solle, statt mich heimlich davon zu stehlen. Sie meinte, das könne ich zwar machen, aber das würde sie ohnehin noch nicht verstehen und da würde sie dann weinen. Ich antwortete, dass ich mir dessen bewusst sei, aber dass es ja schließlich darum ginge, dass sie sich an ihre Erzieherin gewöhnt und sich beim Abschied von ihr trösten lasse. Nein, das wäre nicht so, sie soll sich an die neue Umgebung gewöhnen. Und hauptsächlich hätte die Kleine ja ohnehin mit den anderen Kindern zu tun. Mit welchem Gefühl ich den Raum danach verließ, kann man sich sicher vorstellen.
    Nun bin ich etwas ratlos, wir haben nur diese eine Betreuung hier, und ich bin demnach auf ein gutes Verhältnis zur Erzieherin angewiesen, sie macht das ja auch schon recht lange und ich möchte nicht "besserwisserisch" daherkommen. Dennoch geht mir diese Vorgehensweise viel zu schnell, auch vermisse ich Dinge wie einen längeren Aufenthalt als 30min, auch mal gemeinsam wickeln (sie bzw. wir war noch nie im Waschraum) oder dass sie mal mit isst.
    Ich habe mir extra Zeit genommen, muss erst im Sept wieder arbeiten, wollte die Kleine gern vormittags in der Kita mit den anderen Kindern spielen lassen und mein Fernstudium beenden. Aber eine Verlängerung der Eingewöhnung wäre nicht möglich, da schon neue Kinder kämen, und mit zwei Eltern würde das nicht funktionieren. Außerdem würde sie sonst denken, dass es normal sei dass die Mama immer mit ist. Ich dachte immer so eine Eingewöhnung dauert 2 bis 4 Wochen, und nicht nur 3 bis 4 mal 30min?
    So, was tun? Ein Gespräch mit der Leitung? Ich möchte aber natürlich auch nicht, dass mein Kind durch meine von der Erzieherin abweichenden Ansichten darunter leiden muss und gar eine Außenseiterrolle bekommt.
    Ich hatte mir das alles anders vorgestellt, hatte mich eigentlich gefreut, nun bin ich verunsichert. Hast Du einen Rat?
    Ohje, sorry ist das lang geworden. Vielen Dank im Voraus,
    Viele Grüße,

    Susanne

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    1. Ach Mist, Susanne, deine Kommentare sind mir damals durchgerutscht, ich sehe sie jetzt erst! Das tut mir so unendlich leid!

      Eins möchte ich auf jeden Fall loswerden: IMMER! IMMER vom Kind verabschieden und nicht davonschleichen! Ja, es ist für die Kinder schmerzlich und für die Erzieherinnen anstrengend, die Kinder dann zu trösten. Aber das ist auch ein wichtiger Prozess: Zum einen für das Kind: Meine Mama geht jetzt weg, aber sie kommt immer wieder. Zum anderen für die Beziehung zwischen Erzieherin und Kind: Ein Zusammenwachsen durch das Trösten.
      Schleicht sich eine Mama weg, fällt der Abschiedsschmerz weg, aber das Kind bemerkt ja irgendwann trotzdem, dass die Mama weg ist und weint dann. Es entsteht eine wahnsinnige Unsicherheit, das Kind erlebt, dass es 'irgendwie verloren gehen kann', dass die Mutter plötzlich von jetzt auf gleich verschwunden sein kann und wird dann in allen Bereichen sehr, sehr klammern, um sicherzustellen, dass die Mutter nicht wieder vom Erdboden verschluckt wird.

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  16. Update zum obigen Kommentar:

    Nachdem mich die Erzieherinnen erneut gedrängt haben, mein Kind doch lieber heimlich zu verlassen, wenn es gerade spielt, obwohl ich das mehrfach in Gesprächen sowohl mit ihnen als auch mit der Leitung ausdrücklich abgelehnt habe, ist die Eingewöhnung von meiner Seite aus endgültig gescheitert. Ich wurde Zeuge wie ein kleines afghanisches Mädchen, welches aktuell am 4. Tag ihrer Eingewöhnung bereits alleine ohne Mutter, die nach Hause geschickt wurde, zunächst apathisch mit Tränen in den Augen ganz verloren herumstand und anschließend lauthals weinend und schluchzend am Tisch saß. Keine der beiden Erzieherinnen hielt es für nötig die Kleine zu trösten. Mir hat es schon fast die Tränen in die Augen getrieben, obwohl ich sie nicht einmal kenne. Ich stellte mir vor, wie meine Tochter dann ohne mich weint und nicht getröstet wird...

    Meine Kleine schrie und weinte verzweifelt am Tisch und ließ sich schon kaum auf meinem Arm beruhigen, kuschelte sich ran und klammerte sich fest. O-Ton Erzieherin dazu: "Da sind ja nicht mal Tränen, das ist ja nur die Wut." (Die Tränen waren längst in meiner Bluse abgewischt....)

    Für mich ein untragbarer Zustand. Ich suchte am selben Tag zwei weitere Einrichtungen auf, die weiter weg liegen, zwei weitere waren komplett ausgebucht. Und siehe da, in einer (evangelischen) Kita würde ich fündig.

    Bereits der Besuch und das dort herrschende sehr freundliche Klima waren ein deutlicher Unterschied. Die Leiterin nahm sich - obwohl ich unangemeldet war - sofort Zeit, war sehr verständnisvoll und vor allem an uns und insbesondere unseren Vorstellungen und den Besonderheiten meines Kindes interessiert. Die Eingewöhnung läuft hier besonders sanft und sehr individuell ab. Auch die Freiheit meines Kindes, z.B. selbst zu entscheiden, wann es Durst hat (nicht nur zu den Mahlzeiten), der Fokus auf eine Bezugsperson als sicheren Hafen für das Kind, der Portfoliohefter als Dokumentation der Entwicklung des Kindes durch die Erzieherinnen und nicht als bloße Sammlung von Kunstwerken des Kindes sowie viele weitere Punkte überzeugten mich restlos. Auch die Räumlichkeiten mit direktem Zugang zur ebenerdigen Terrasse und dem Spielplatz im Freien gefielen uns sehr gut.

    Mir ist regelrecht ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich diese schwere Entscheidung getroffen habe. Hier kann ich mein Kind mit gutem Gewissen abgeben und weiß es gut aufgehoben. Am liebsten würden wir sofort mit der Eingewöhnung anfangen, doch wir müssen uns aufgrund der Urlaubszeit der Erzieherin noch gedulden, denn hier wird auch Wert darauf gelegt, dass die Erzieherinnen nicht dauernd wechseln. Meine Kleine hat ihre neue Erzieherin auf Anhieb ins Herz geschlossen und ihre Hand fast nicht wieder loslassen wollen :-). Sicher wird es auch hier Tränen geben, doch es wird sich in dem Falle jemand liebevoll um den kleinen Schatz kümmern, davon bin ich überzeugt.

    Die Kündigung in der alten Einrichtung war so ernüchternd wie alles bisher, kein Gespräch, nur ein im Gang übergebener Kündigungsbrief. Bei der Erzieherin habe ich mich trotz allem sogar noch für ihre "Mühen" bedankt und war freundlicher als mir lieb war, sagte dass ja jeder etwas anders sei etc. - der lapidare Kommentar: "Na vielleicht kommen Sie da ja besser zurecht, also nicht mal Du (=das Kind), sondern die Mutter".

    Fazit: Mamis traut Euch, wenn ihr ein schlechtes Gefühl in der Einrichtung habt, dann wechselt! Der Mehraufwand aufgrund der weiteren Entfernung, das für die gescheiterte Eingewöhnung zu zahlende Geld, der Zeitverzug etc. wiegen alle bei weitem nicht so viel wie das Glück Eures Kindes. Wir sind inzwischen richtig richtig froh, alles andere findet sich irgendwie!

    Viele Grüße,

    Susanne

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    1. Hallo miteinander,
      also bei uns läuft es geradewegs andersrum.
      Der Kindergarten braucht nun nach einem viertel Jahr, immer noch die Eingewöhnungsphase.
      Begründung: Unser Junge bräuchte eine 1 zu 1 Betreuung, weil er viel Aufmerksamkeit und Betreuung durch den Erzieher brauche.

      Unser Junge kam vor einem viertel Jahr in den Kindergaten, nachdem er drei geworden ist. Die Eingewöhnungsphase von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr für ihn war kinderleicht. Schon am dritten Tag wollte er, dass Mama geht und blieb bisher ohne Probleme gerne dort.

      Wir haben uns für diesen Kindergarten, unter anderem auch wegen den Öffnungszeiten von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr als erste Wahl entschieden und dann auch bekommen. Steuern tut das die Stadtverwaltung.
      Nach 2 bis 3 Wochen haben wir angefragt, ob denn nun die Eingewöhnungsphase abgeschlossen sei und wir unseren Jungen nun länger als 2 Stunden im Kindergarten lassen können. Unser Junge hat ja keine Probleme damit.
      Dies wurde aber verneint und wir auf einen Termin Anfang März zum Eigewöhnungsgespräch verwiesen. Dort wurde uns gesagt, dass eine Verlängerung noch nicht in Frage käme. Unser Junge sei zu aktiv und bedarf deshalb der ständigen Betreuung, die die Erzieherinnen nicht 6 Stunden machen können. Deshalb bliebe es zunächst bei den 2 Stunden bis zum nächsten Gespräch Anfang April, also gestern.

      Die Situation hat sich leider nicht geändert. Im Stuhlkreis könne er nicht sitzen bleiben, was den Ablauf dann stören würde. Wir müssen dazu sagen, dass unser Junge, wegen zweisprachiger Erziehung noch nicht "deutsch" reden kann. Er äußert sich durch Gestik und kurzen Lauten oder Worten, wie z.B. Ja, Nein usw. Dies erschwere die Kommunikation mit ihm. Die Betreuungszeit kann deshalb nicht verlängert werden. und aufgrund (das habe ich schriftlich) seines Entwicklungsstandes, ist es dringend erforderlich ihn der Frühförderung vorzustellen.
      Ich habe das heute dem Kinderarzt gezeigt und er war total erzürnt über diese Vorgehensweise. Hier entsteht der Eindruck unser Junge hätte eine Unterentwicklung. Dies träfe aber nicht zu, er zeige für sein Alter hohe Begabungen und Interesse und natürlich Neugierde. Er ist offen und anhänglich. Er versteht zwei Sprachen und vergisst z. B. kein Versprechen, (z. B. Eis essen usw.) das wir auf später oder gar morgen verlegt haben, uns hier in seiner Sprache darauf hinzuweisen. Der Kinderarzt rät uns wegen des Sprechens noch zu Geduld. Frühförderung verneint er.

      Tja, was tun?
      Wir zahlen für einen vollen Kindergartenplatz und bekommen nur ein drittel der Betreuungszeit weil die Erzieherinnen mit unserem Jungen und weiteren 22 Kindern (die vielleicht pflegeleichter sind) überfordert sind.

      Wie können wir das ändern? Müssen wir das rechtlich durchsetzen? Gibt es nicht eine Betreuungspflicht?

      Ich wäre dankbar für Antworten, denn bisher habe ich nichts ähnliches im Internet gefunden wie z. B. "Erzieherinnen benötigen längere Eingewöhnungsphase".

      Grüße
      Andreas

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    2. Liebe Susanne,

      herzlichen Dank für Deinen Erfahrungsbericht - das war wirklich bewegend zu lesen und Deine Entscheidung finde ich absolut richtig - ich hätte ganz genau so gehandelt. Mich macht es etwas fassungslos, was Euch wiederfahren ist!

      Lieber Andreas,

      auch Eure Geschichte ist wirklich ärgerlich! Rechtlich ist das ganze relativ vertrackt - zwar gibt es eine Betreuungspflicht - aber ich fürchte, dass die Kita Euch trotzdem kündigen kann. Aber da ich mich da nicht ausreichend auskenne, möchte ich mich nicht festlegen.

      Habt ihr Alternativen? Ich frage mich gerade, ob man in der EInrichtung dauerhaft glücklich werden kann, wenn man ein normal aktives Kind dort schon nicht ausreichend gut betreuen kann/will. Mein Vertrauen wäre schon arg erschüttert und das Beschreiten des Rechtsweges würde m. E. die Situation zusätzlich eskalieren...

      Herzliche Grüße
      Danielle

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  17. Hallo,

    ich bin schon seit über 10 Jahren im Beruf aktiv und es kam bisher nur einmal vor, dass ich für ein 5 Jähriges Kind eine Familienthreapie empfohlen habe.

    Dieses besagte Kind hatte sehr starte Stimmungsschwankungen. Einmal war es Engelhaft. Im nächsten Moment Hasserfüllt. Ich habe nicht nur blaue Flecken am Bein, sondern auch einen Biss in den Bauch davongetragen.
    Meiner Meinung nach wurde mit dem Gefühl Wut in der Familie nicht angemessen umgegangen. Das Engelhafte wurde sehr gelobt. Für Wutausbrüche musste das Kind in die Ecke stehen, auch für eine Stunde, selbst wenn es dabei einmachte.
    Das fand ich zwar schockierend, ich zeigte jedoch den Eltern nichts davon und sprach sehr gut über das Kind, was meiner Meinung nach genau jetzt die Unterstützung braucht, um mit dem Gefühl Wut entsprechend umgehen zu dürfen.

    Ich fand es nicht schlimm, dass das Kind sich nie für Bisse oder so entschuldigt hat, ich fand es eher schade, dass die Eltern sie zu einer Entschuldigung forderten, die gezwungen herauskam und nicht so gemeint war, wie das Kind mir später zu verstehen gab.

    Leider lehnten die Eltern die Therapie ab.
    Das Engelhafte wird weiter propagiert. Nur Fotos von einem glücklichen Kind werden angenommen. Das "Böse" gibt es nicht.

    Ich wollte damit ein Beispiel geben, ein Kind in über 10 Jahren brachte mich dazu, lange nachzudenken. Den Eltern mache ich keinen Vorwurf. Wir sind freundlich und gut auseinander gegangen. Sie haben das verdrängt und weitere Anfragen gemieden.
    Ich glaube, ich würde das auch so tun. Man liebt sein Kind, es ist das ein und alles und so einen Vorschlag "Theraphie" was NICHT NUR Arbeit, Zeit- und Geldaufwand bedeutet, möchte man erst mal garnicht wahr haben. Denn es hat auch etwas soziokulturelles. Therapie ist immer noch verrufen, dabei sind Menschen, die selbst an sich arbeiten die Mutigsten und Lernaktivsten. An sich selbst eine Marotte zu ändern ist das Schwerste überhaupt.

    Naja.

    Das fiel mir zu dem Artikel ein.

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  18. Auch wenn ich mir sicher keine Freunde mache, ich muss es sagen: ich finde, was die Kita angeht, sind wir sehr, sehr rückschrittlich. Wir lassen unsere Kinder nicht mehr weinen, weil wir wissen, dass das jede Menge Stress bedeutet. Bei der Eingewöhnung ist es dann auf einmal in Ordnung, ja, sogar "gut". Weil es Bindung bedeutet? Ich würde mal eher sagen, es bedeutet, dass das Kind noch nicht bereit ist, sich von seiner Bindungsperson zu trennen. Und muss es dann trotzdem tun. Würde mich doch sehr überraschen, wenn das nun für das Kind keinen Stress bedeuten würde. Auf einmal sind auch Bestrafungen und Auszeiten (du bleibst jetzt hier sitzen, bis du deine Schuhe angezogen hast) o. K.. Weil es im Kitaalltag nicht anders geht? Ich finde das alles nicht ok, auch nicht in der Kita. Oder erst recht nicht dort, am Ende verbringen viele Kinder dort immerhin fast mehr Zeit als in ihren Elternhäusern. Meiner Meinung nach ist es hier ganz, ganz zwingend notwendig, bedürfnisorientierte Strategien zu erarbeiten, die auch im Großen funktionieren. Ich selbst betreue meine Kinder übrigens aus genau dem Grund selbst zu Hause, weil ich mir für sie etwas anderes wünsche.

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    1. Liebe Juliane, danke für deinen Kommentar. Ja, man kann das so kritisch sehen, ich stimme dir zu. Nur gibt es eben Familien, da geht es nicht anders.Da müssen die Kinder in die Kita. Weil sonst nicht genug Geld zum Leben da ist. Natürlich bedeutet es Stress für das Kind, sich morgens von der Bindungsperson zu trennen. Wird es aber aufgefangen von einer empathischen Erzieherin und überwindet mit ihrer Hilfe den Schmerz, so lernt es, dass es Krisen meistern kann und schmerzliche Situationen überwinden kann. Das ist eine wichtige Lektion, weil es seine Resilienz stärkt. Ich finde Bestrafungen und Auszeiten auch in der Kita nicht gut, und ich stimme dir zu, dass sich dahingehend dringend etwas ändern muss.
      LG, snowqueen

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  19. Ich habe eine Frage, ganz ab vom obigen Thema und hoffe, dass sie trotz des veralteten Artikels noch beantwortet wird: Unsere Kita scheint das absolut schwarze Schaf zu sein, was Motivation der Pädagogen betrifft. Zum einen ist die Kita sehr groß, so dass die Kinder oft unbeaufsichtigt rumlaufen und erst viel zu spät auffällt, dass da was im Argen ist (z.B. haben die Kinder alle Zeit der Welt, gegenseitig ihre Geschlechtsorgane zu erforschen, sich zu streiten oder die Toilette zu überschwemmen). Zum anderen ist die Motivation der Erzieherinnen in Sachen altergerechte Pädagogik sehr lasch, es gibt nur einmal in der Woche einen Stuhlkreis, so dass die Kinder dort fast gar nichts lernen. Andere Kitas haben einen Morgenkreis o.ä. und die Kinder dort lernen dann Lieder und Spiele. Trotzdem bestehen die Erzieherinnen auf "Bringzeiten", obwohl die Kinder, sobald sie in der Kita sind, eigentlich sich selbst überlassen werden. Also die Erzieherinnen sitzen dann daneben, wenn gespielt wird und beaufsichtigen das Ganze (weitestgehend, s.o.). Zum Dritten wird nicht, wie üblich, gebastelt, zum Muttertag, zu Weihnachten oder Sankt Martin. Ich habe das Gefühl, dass in dieser Kita das offene Konzept maßlos ausgenutzt wird, um die Faulheit der Erzieherinnen zu rechtfertigen. Kindergartenpädagogik wird m.E. gar nicht angewandt, also spielerisch lernen, singen, tanzen, basteln, sondern es sind fast reine Aufsichtspersonen. Wenn das Wetter nicht perfekt ist, wird auch nicht rausgegangen, weil es zu viel ist, die ganzen Kinder anzuziehen. Gibt es denn keine verbindlichen Richtlinien? Sehr viele Kinder haben schon in die nächste Kita gewechselt, was uns leider nicht möglich ist.

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    1. Liebe Anonym,

      ich finde es schwierig, von dem, was du schreibst, zu entscheiden, ob eure Kita wirklich ein schwarzes Schaf ist. Denn viele deiner Punkte, die du ansprichst, könnte man auch positiv sehen. Durch das offene Konzept haben eure Kinder die Möglichkeit, ihre (normale, kindliche) Sexualität zu entdecken,
      sie haben die Möglichkeit, Konflikte selber zu regeln und physikalische Eigenschaften selbst zu testen, zb wann eine Toilette verstopft. Es gibt auch Eltern, die sich wünschen, dass pädagogische Angebote nur spärlich gemacht werden, da Kinder nachweislich im freien Spiel in altersgemischten Kindergruppen in der freien Natur am allerbesten lernen. Viel besser, als mit Vorschullernprogrammen. Es kann aber natürlich wirklich so sein, wie du schreibst: Dass das alles nicht pädagogisches Kalkül, sondern fehlende Motivation der Erzieherinnen ist. Denn auch Freies Lernen sollte zumindest beobachtend begleitet werden, damit die Erzieherinnen sehen können, welche Interessen die Kinder gerade haben und dann entsprechend Angebote machen. Man könnte zb ein Experiment durchführen, bei dem ein Rohr mit Toilettenpapier verstopft wird und dann die Kinder herausfinden lassen, wie diese Verstopfung am besten gelöst werden kann (Cola ist überraschen aggressiv dabei, aber auch Seifenwasser funktioniert überraschend gut). Sexuelle Doktorspielchen sollten von guten Pädagogen im Auge behalten werden und den Spielenden eine ruhige Ecke im Gruppenraum gegeben werden, und die Regel: 'Es wird nichts in Körperöffnungen gesteckt.' erklärt werden.
      Du klingst wirklich unglücklich mit eurer Kita. Vielleicht traust du dich, deine Punkte mal freundlich anzusprechen?
      LG, Snowqueen

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  20. Liebe Snowqueen,

    Unsere Tochter ist 15 Monate alt. Mit 12 Monaten haben wir die Eingewöhnung begonnen. Diese lief gut und sehr an der Befürfnissen der Kleinen orientiert. Nach 4 Wochen war dann die 3wöchige Schließzeit und seitdem läuft es leider überhaupt nicht mehr. Die Kleine weint sehr beim Abschied und braucht ca.10 Minuten bis sie sich beruhigen lässt. Auch im Laufe des Tages weint sie wohl immer wieder und ruft nach der Mama. Mittagsschlaf in der Kita verweigert sie komplett. Wie sind ratlos und am Überlegen, die Kleine aus der Kita zu nehmen und es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu probieren.
    Hast du eine Idee?
    Herzlichen Dank und viele Grüße
    Kathrin

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    1. Liebe Kathrin, nach der Schließzeit war dein Kind nicht mehr eingewöhnt (4 Wochen Kita, 3 Wochen Schließzeit), d.h. ihr hättet nochmal kurzzeitig sanft begleiten sollen. Ich denke, eine Woche neue Eingewöhnung hätte gereicht.

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  21. Ich habe gerade den Artikel gelesen - aus aktuellem Anlass.
    Meine nun 3 jährigen Zwillinge haben vor kurzem im Kindergarten mit der Eingewöhnung begonnen. Ich finde es extrem schlimm. Das erste mal War ich dabei, nun 2x für eine Stunde weg und sie weinen nur und lassen niemand an sich ran. Lassen sich 0 beruhigen.
    Ich finde die 1h zu lange.
    Sollten Sie nicht besser erst Vertrauen zu einer Erzieherin fassen und dann von der Mutter trennen?
    Finde es furchtbar! Auf der anderen Seite fände ich es wichtig, dass sie auch ohne mich klar kommen, unter Kindern sind und dann möchte ich beruflich wieder einsteigen. Aber so???
    Brauch mal etwas input von anderen Mamas. Was würdet ihr tun?

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    1. Ja! 1h ist für den Anfang viel zu lang! Sie müssen erst einmal Vertrauen zu der Erzieherin aufbauen und zwar im Beisein von dir! So geht Eingewöhnung. Was eure Kita macht, ist ein ins Kalte-Wasser-Werfen.

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    2. Danke für die Antwort! Wir haben tatsächlich die Kita gewechselt und fangen nun von vorne an - diesmal langsamer und nur schrittweise nach Tempo der Kinder. Habe ein Viel besseres Gefühl und rate jedem auf seine Einschätzung zu vertrauen.
      Durfte mir von allen Seiten einiges anhören: "Helikoptermama" "früher hat man da auch kein so Wesen drumherum gemacht" "da müssen alle durch" etc. etc.
      Aber nun bin ich froh da abgebrochen zu haben!

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  22. Liebe Snowqueen,

    ich habe mit großem Interesse deine Artikel gelesen und finde sie wunderbar auf den Punkt und teile die meisten Ansichten zu 100 Prozent. Deshalb wäre mir deine Meinung sehr wichtig: Meine Tochter ist jetzt 18 Monate alt und geht in eine Ei-Kita (22 Kinder, 3 Erzieher und 1 FSJ). Ist also ein prima Schlüssel und eine super Größe, die Räume sind toll und die Erzieher, Kinder und Eltern alle sehr nett. Die Eingewöhnung lief gut, einziges Problem ist der Schlaf, da sie morgens um halb 6 aufsteht und im Kindergarten erst um 13.15 schlafen darf (es sei denn, sie schläft einfach irgendwo ein..). Ab 12 ist sie verständlicherweise schon totmüde, ich darf sie dann aber auch nicht abholen, wie mir in einem Elterngespräch deutlich gesagt wurde,denn das würde dazu führen, dass sie sich nicht an den Rhythmus gewöhnt. Zudem hat ihre Bezugserzieherin gekündigt. Diese bleibt aber noch ein paar Monate erhalten..Zu Beginn hat sie beim abgeben nicht oder nur ein wenig geweint, seid einiger Zeit möchte sie morgens nicht einmal mehr ihren Schlafanzug ausziehen und sagt immer, dass sie heute nicht in den Kindergarten möchte. Dort weint sie dann ganz fürchterlich und ist so richtig außer sich. Auf mich ist sie die meiste zeit sehr wütend...Nun hat uns eine Tagesmutter, die wir kennen, einen Platz angeboten...und ich bin so ambivalent, weil ich nicht mehr weiß, was gut für sie ist. Leider muss ich mich bis Ende der Woche entscheiden und ich weiß einfach nicht wie..Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen! Vielen lieben Dank und herzliche Grüße!

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    1. Liebe Anonym, ich kann dir natürlich zu nichts raten, aber ich sage dir mal, was mir aufgefallen ist: 1) Schlafentzug ist eine Foltermethode. Ist es wirklich im Sinne des Kindes, mit Müh und Not wach bleiben zu müssen, um in den Rhythmus der Gruppe zu passen? Warum ist es nicht möglich, ihr Bett schon früher aufzustellen, damit sie ab 12 Uhr schlafen kann? Warum soll es nicht möglich sein, dass du sie abholst? Du bist doch die Mutter, du entschiedest. 2.) Gibt es noch eine andere Bezugserzieherin für sie, eine, bei der sie sich genauso sicher fühlt? 3) Hat die neue Tagesmutter Betreuungszeiten, die für dich ausreichen? 4) Wie sieht die Tagesmutter die Sache mit dem Schlafen? Regelt sie das individuell, oder müssen sich die Kinder bei ihr anpassen? 5) Könnt ihr euch die Betreuung bei der Tagesmutter leisten? 6) Kennt dein Kind die Tagesmutter schon? hast du noch einmal Zeit für eine neue Eingewöhnung? 7) Gibt es andere Dinge, die gegen die Kita sprechen? Oder ist die, bis auf das Schlafthema total ideal? Wenn ja, musst du überlegen, ob du deinem Kind zumuten kannst, dass sie eine Stunde lang übermüdet jeden Tag dort rumhängt, bis sie schlafen darf. 8.) Weinen beim Abgeben ist erstmal nur ein Zeichen, dass sie gut an dich gebunden ist und lieber bei dir bleiben würde, nicht zwingend ein Zeichen dafür, dass sie in der Kita nicht gut aufgehoben ist. Aber man muss hellhörig bleiben.

      Was meinst du? Kristallisiert sich für dich ein Weg in die eine oder andere Richtung heraus, wenn du über die Fragen nachdenkst?

      LG, snowqueen

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  23. Hallo,

    Auf der Such nach Informationen bin ich auf diese Seite gestoßen und bitte um Rat.
    Meine Tochter wird in eine Woche Jahre alt und geht seit August in die Kita. Die Eingewöhnung funktionierte bei uns sehr gut, da das Kind kommunikativ und neugierig ist.
    Das Problem ist zwischen mir und den Erzieher aufgetreten. Die Kleine zahnt und bekommt dabei als Begleiterscheinung Durchfall. In den knappen 4 Wochen die Sie nun in der Kita war (ausgenommen Urlaub) wurde ich 2-mal von der Arbeit herausgeholt wegen Durchfall, musst einmal ein Tag mit dem Kind zuhause bleiben und war schon zwei Mal beim Kinderarzt wegen an mich kommunizierten Verdachts wegen Magen-Darm. Beide Male wurde es komplett ausgeschlossen und bescheinigt, da das Kind nur drei Mal an Tag dünne Stuhlgang hatte und ansonsten absolut keine anderen Symptomen zeigte.
    Meine Erklärungen, dass es normal ist und das Kind immer bei Zahnen so reagiert wurden nicht akzeptiert, was zu einem klein Konflikt führte. Nun hatten wir heute ein Gespräch in der Kita um die Situation zu bereinigen. Es wurde mir mitgeteilt, dass die Kinder beim Zahnen wegen dem Stress immer Krankheitsanfälliger sind und dem konnte ich nur zustimmen. Auf meine Nachfrage hinsichtlich der Kriterien nach denen entschieden wird, ob das Kind krank ist (ob drei oder zwei Mal dünnen Stuhlgang ausreicht) wurde mir mitgeteilt, dass es sowas nicht gibt und dass die Erzieher immer nach Situation entscheiden. Somit bin ich immer noch im Unklaren nach welchen Kriterien Kinder nachhause geschickt werden. Aber sei es drum. Irritiert wurde ich durch gleich danach folgenden Vorschlags bzgl. eines Kontakts mit einem Familien-Psychologen wegen meiner Überforderung als alleinerziehende Mutter. Auf meine Nachfrage wieso Sie den glaubt, dass ich überfordert wäre, wurde mir aggressive Reaktion und kommunikative Schwierigkeiten vorgeworfen.
    Denselben Vorwurf durfte ich mir anhören, als ich den Vorschlag von der Erzieherin abgelehnt habe, dass Kind wegen Durchfalls bei zahnen auf Lebensmittelunverträglichkeiten beim Arzt zu testen.
    Wie soll ich diese Vorschläge nach 4 Wochen verstehen und interpretieren? Und wie soll hier dann eine Vertrauensbasis aufgebaut werden, wenn ich als Mutter ignoriert werden und bei meinem nicht Einverständnis die Keule der Überforderung herausgeholt wird?

    Ehrlich gesagt, nach dem heutigen Gespräch, möchte ich mein Kind gar nicht mehr dahin schicken und habe angefangen nach anderen Alternativen zu suchen. Hoffentlich finde ich schnell ein Platz in einer anderen Kita.

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    1. Oh weh. Das klingt tatsächlich schwierig. Ihr seid seit 4 Wochen erst in der Kita und dir wurde schon geraten wegen Überforderung und kommunikativer Schwierigkeiten zum Familien-Psychologen zu gehen? Bist du denn bei dem Konflikt sehr laut geworden? Anders kann ich es mir gar nicht erklären. In jedem Fall ist das eine Kompetenzüberschreitung der Kita.

      Ich kann mir vorstellen, dass etwas grundsätzlich zwischen euch nicht passt, also den Erzieherinnen und dir, daher wäre es vielleicht wirklich gut, wenn ihr eine neue Kita finden würdet. Das bedeutet zwar, dass dein Kind noch einmal eingewöhnt werden muss, aber besser das, als immerzu im Konflikt zu sein.

      Was den Durchfall angeht: Ja, das ist beim Zahnen normal und sollte als Erklärung (vor allem, wenn es vom Kinderarzt bestätigt wurde!) ausreichen. Ich kann natürlich die Kita verstehen, die vermeiden möchte, dass ein Kind mit Magen-Darm in der Kita verweilt, aber man sieht den Unterschied zwischen Zahnungsstuhl und Magen-Darm-Stuhl eigentlich sehr gut.

      Eine Richtlinie der meisten Kitas ist, dass ein Kind bei Fieber und bei Brechen nach Hause geschickt wird. Hat das Kind weichen/breiigen Stuhl, wird das den Eltern am Nachmittag beim normalen Abholen gesagt und sie gebeten, das weiter zu beobachten und das Kind ggf. am nächsten Tag zuhause zu lassen.

      LG, snowqueen

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  24. Hallo Snowquenn,
    danke für die Antwort.
    Letztes Mal als ich von der Arbeit geholt wurde gleich nach den dritten dünnen Stuhlgang innerhalb von 7h und bei der Abholung gesehen habe wie meine Tochter munter rum rennt, war mein Ton nicht so laut wie bestimmend. Ich habe nämlich gefragt nach welchen Kriterien ich denn nun zu einem gesunden Kind gerufen wurde und habe alle Symptome von Magen-Darm abgefragt bzgl. Auftretens dieser bei meinem Kind. Ich kann aber sehr bestimmend sein, gebe ich ehrlich zu ;).
    Jetzt im Nachhinein verstehe ich, dass es ein großer Fehler war.
    Es wird aus mir unverständlicher Weise irgendwie erwartet, dass ich immer viel mehr beim Abholen und Hinbringen kommuniziere und mehr von mir und unserem Leben erzähle. Ich bin jedoch mehr sachlich. Außerdem kommt meine Art von Humor und ein wenig Sarkasmus gar nicht gut an und ich versuche nun noch sachlicher zu sein um mögliche Missverständnisse zu vermeiden.
    Es ist wohl wie ein Kreis ich bin nicht bereit mich zu verstellen und versuche mehr sachlich zu sein, was wahrscheinlich distanziert und sehr kühl ankommt.
    Könne Sie mir den einen Rat geben, wie ich mich in einer anderen Kita verhalten soll? Als Ingenieur in einer Männerdomäne bin ich eben relativ geradlinig und direkt.
    Muss man sich immer so verstellen?

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    1. Nö. Ich zum Beispiel finde geradlinig und direkt sehr gut und es gibt ganz sicher Erzieher/innen da draußen, die gut mit direkten Eltern um gehen können. Sarkastisch könnte tatsächlich ein Problem sein, weil die meisten Menschen das auf sich selbst beziehen und dann nicht lustig finden, sondern getroffen sind, selbst, wenn man sie nicht meint.

      Ich bin selbst keine ganz einfache Person und ich weiß, dass eine der Erzieherinnen meiner Kinder am Anfang dachte, ich fände sie und die Kita mega-schlimm, weil ich "immer so ernst geguckt habe und kaum etwas sagte". Nunja, das ist mein Gesicht und das ist meine Eigenart, mündlich nicht so kommunikativ zu sein. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mich vorher zu erklären: "Wundern Sie sich bitte nicht, wenn ich morgens beim Abgeben nicht so gesprächig bin. Ich bin dann immer noch sehr müde und sehne mich nach einem Kaffee. Und sollte ich irgendwie böse gucken, oder an ihnen vorbeigehen und Sie nicht grüßen, liegt es daran, dass ich in Gedanken bin und über meine Arbeit nachdenke. Sprechen Sie mich in so einem Fall einfach an, dann fange ich auch an zu lächeln, versprochen." So weiß der Gegenüber mich besser zu nehmen.

      Ich würde dir raten, den Erzieherinnen einfach das zu verraten, was du hier geschrieben hast: Dass du Ingenieur/in in einer Männerdomäne bist und es daher gewohnt, kurz und knapp und sachlich zu antworten und du das nicht böse meinst. Dass das einfach deine Art ist. Ganz bestimmt sind die Erzieherinnen einfach eingeschüchtert oder verunsichert, weil du nicht bist, wie die anderen Eltern.
      Liebe Grüße, Snowqueen

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  25. Part 1 Wie geht man mit dauerhaften Organisationsproblemen intern von der Krippe, also die Weiterleitng von Informationen?
    Konkret bei uns weiß ich gar nicht, wo ich anfangen woll... Wir haben u.a. angekündigt, dass wir umziehen zum Datum X und die Post bis dahin an die alte Adresse und danach an die neue geht. Eine Einladung zu einem Elternabend haben wir an die neue Adresse geschickt bekommen und damit nicht erhalten bzw. 24h vorher davon erfahren.
    Wir weisen explizit darauf hin, dass wir die Betreuungszeit ab 7:30Uhr (Bringzeit bis 9Uhr) nutzen wollen und müsssen und werden in die Gruppe gesteckt, in der erst ab 7:45-8Uhr ein Betreuuer ist. Sollen aber einfach das Kind in der anderen Gruppe abgeben (noch Eingewöhnungszeit).
    Unser Kind hat Nahrungsmittelunverträglichkeiten und urspr. wollte die Krippe (bzw. Eltern wöchentlich) das einkaufen, fand es dann aber zu viel Aufwand, da es "fremd" war zB Mandelmilch zu kaufen. Dann sollten wir freitags einen Einkaufszettel bekommen und montags den Einkauf mitbringen. Das ist nie passiert, trotz Nachfragen und ich werde angemeckert, dass ich mein Kind hungern lasse (keinr Milch bzw. Joghurt zum Frühstück, mittags extra bekocht). Umgekehrt brachte ich etwas von mir aus mit, wurde es im Kühlschrank übersehen und ich musste es wegschmeißen.
    Das sind nur wenige Punkte von Unorganisiertheit, es gibt quasi jeden Tag einen anderen und mehr oder weniger schlimmen.
    Wie geht man mit solchen Problemen bzw. muss man das auch aushalten?

    Eine Bindungsperson in der Krippe ist quasi da, die akzeptiert unsere Tochter auch, sobald sie alleine dort ist.
    Ich bin nur von den Organisationsproblemen frustriert und ertrage es nicht länger bzw. habe die Probleme innerhalb von 5 1/2 Wochen 3x angesprochen ohne Erfolg.

    Was genau bedeutet auch Eingewöhnung bzw. wie lange dauert sie, wenn das Kind nicht jeden Tag da ist und was ist noch normal?
    Wir waren nun 5 1/2 Wochen da, das sind eigentlich 28 Tage, davon gab es zwei Feiertrage, vier Krankheitstage und ca 8 Tage, an denen das Kind früher geholt werden musste oder so geschrien hat, dass ich es wieder mitgenommen habe.
    Wo zwingt man da das Kind da zu bleiben? Manipuliert das Kind einen oder will es gar nicht da bleiben?
    Unsere Bezugsperson sagte, es ist normal und weiter machen und das Kind trotzdem da lassen. Das habe ich einmal probiert und ich sollte sie dann doch wieder zügig abholen, weil sie sich nicht beruhigen hat lassen.

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  26. Part 2 Umgekehrt lässt sie sich bei mir schon nicht mehr beruhigen, wenn ich mit ihr in der Krippe bin. Sie schreit panisch durch und bekommt Schnappatmung bzw. bleibt nur auf dem Arm, mittlerweile. Es wird gerade nur schlimmer und dementsprechen will ich die EIngewöhnung abbrechen, nur stoße ich da auf völliges Unverständnis. Dann rationalisiere ich und suche den Fehler bei mir, was ich womöglich in den Routinen an dem Morgen anders gemacht hat. Ich fühle mich als völlige Versagerin und lüge die BEtreuerin an und behaupte das Kind wäre krank oder ich habe einfach vergessen zu stillen oder oder oder. Dabei stimmt es nicht, ich will nur das mein Kind wie alle anderen problemlos in die Krippe geht und "normal" ist bzw. ichnicht "Schuld" bin, dass es nicht klappt, weil ich mit negativer Einstellung reingehe. Ich solle doch denken,w ie toll es in der Krippe ist und nicht, dass ich an "meine Freizeit" (=Arbeitszeit) denke. Selbstverständlich liegt der Fehler bei mir. Tut er das?

    Ich kenne mein Kind und ihren Charakter und habe überlegt, was sich womöglich in der Krippe geändert hat in den 5 1/2 WOchen. Es wurde zu BEginn mit 6 Kinder eingewöhnt, dann kamen jetzt noch mal 8 dazu. Mein Kind ist ruhig und kannte keine zu großen Gruppen. Mein Vorschlag ihre Eingewöhnung sie schieben, bis alle Kinder eingewöhnt ist und sie "nur" Nr. 20 ist, wurde abgelehnt. Offensichtlich ist es ihr zu viel oder auch nicht. Sie kann sich leider nicht artikulieren und sagen, was sie an der Krippe mag oder nicht.
    Oder vielleicht doch?
    Sie fängt mir pansich an zu schreien, wenn sie registriert, wir fahren zur Krippe bzw. schlagen den Weg ein, sobald sie sie sieht, wird es noch schlimmer und hängt nur bei mir und ist erst wieder auf dem Heimweg ruhig.

    Da läuft doch irgendetwas schief oder mache ich alles falsch und hätte die EIngewöhnung doch weiter versuchen sollen?

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    1. Uff. Ok, das ist alles völlig schief gelaufen. Die Organisationsprobleme: Die sind nervig und es ist NICHT akzeptabel, dass deine Tochter in der Eingewöhnungszeit morgens in eine völlig fremde Gruppe muss.

      Was mir wichtig ist: Dein Kind manipuliert dich nicht! Das kann sie noch gar nicht, weil sie erst mit 4 Jahren einen bestimmten kognitiven Meilenstein erreichen wird, der ihr ermöglicht, den Blickwinkel eines anderen Menschen einzunehmen. Erst, wenn sie das kann, kann sie Sachen denken wie: 'Wenn ich jetzt laut genug schreie, dann brauche ich vielleicht nicht in der Kita bleiben, weil Mama es nicht übers Herz bringt, dass es mir schlecht geht.' Das wäre Manupulation. Aber das geht erst mit etwa 5(!) Jahren. Wenn deine Kleine jetzt weint und panisch aussieht, dann weil sie panisch und traurig ist. Das, was sie an Gefühlen zeigt, sind komplett wahre, unverfälschte und nicht manipulierende Gefühle. Das bedeutet, du musst sie dringend ernst nehmen. Sie ist unglücklich in dieser Kita, scheint es mir, und sie zeigt es dir sehr deutlich. Dazu kommen noch die unfassbaren Unterlasssungen mit dem Essen etc. Das gejt echt gar nicht. Wenn es ihnen zu viel ist, Hafermilch zu kaufen, dann musst du ihr, auch wenn das unüblich ist, jeden Tag Essen mitgeben. Dann bekommt sie eben eine Extrawurst. Wenn das AUCH nicht geht, dann raus da aus der Kita. Ich glaube, wenn es irgendwie möglich ist, würde ich dir wirklich dringend raten, dein Kind aus der Kita zu nehmen und eine neue, bindungsorientierte Kita zu suchen. Ginge das?

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  27. Hallo Ihr Lieben.
    Ich lebe in Spanien und verfolge von hier aus Euren Blog und mit ein grosser Fan. Ihr habt mir schon so manche Unsicherheit nehmen können und immer wieder bestätigt auf meinen Instinkt zu hören.
    Heute sitze ich hier mit Bauchschmerzen weil ich mir Sorgen um meinen Sohn (4) mache. Er geht seit er 2 ist in den Kindergarten. Die Eingewöhnung in der Kinderkrippe hat lang gedauert, der Wechsel mit 3 Jahren in den Kindergarten, der im selben Haus ist, ging aber problemlos. Er ist immer sehr gern in den Kindergarten gegangen und oft musste ich ihn überreden morgens am Frühstückstisch sitzen zu bleiben, weil er sofort nach dem Aufwachen schon los wollte.
    Seit einer Woche hat sich das jedoch geändert. Er weint wenn ich ihn bringe und schon abends sagt er mir: Mama, Du musst mir versprechen, dass ich morgen nicht in den Kindergarten muss. Wir haben ihn nach dem Grund gefragt und zunächst kam nur: "Weil mir die Spielsachen nicht gefallen", danach "Weil keiner mit mir spielen möchte". Ich habe die Kindergärtnerin darauf angesprochen, die mir versichert hat darauf zu achten und daran zu arbeiten ihn in die Gruppe zu integrieren falls es ein Problem geben sollte. (Ich weiss, dass sie auf diese Themen sehr viel Wert legt und auch immer sehr an der emotionalen Intelligenz arbeitet) Ausserdem sagte sie mir wir sollen für ihn einen Sportkurs am Nachmittag suchen, damit er an Selbstvertrauen gewinnt. (Er ist sehr schüchtern)
    Meine Frage ist jetzt, was ich ihm antworten kann, wenn er wieder sagt, dass er nicht in den Kindergarten gehen möchte. Ich weiss gerade gar nicht mehr was ich darauf entgegnen kann und es ist furchtbar morgens ein weinendes Kind abzugeben.
    Wie kann ich ihm denn helfen? Morgen spricht mein Mann noch mal mit der Kindergärtnerin.

    Viele Liebe Grüsse aus Spanien

    Marie (Die schon gespannt darauf wartet, dass Euer Buch ankommt, die Lieferung nach Spanien dauert immer etwas länger)

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  28. Liebe Snowqueen, auch ich lese regelmäßig deine Beiträge und war sehr froh, hier einen über Probleme in der KiTa bzw. Krippe zu lesen. Ich habe mich entschieden, die Krippen-Eingewöhnung meines Sohnes (15 Monate) nach 3,5 Monaten nun abzubrechen. Die Kurzversion: Ich habe damals ein fröhliches, unbefangenes, kontaktfreudiges Kind in die Krippe gebracht und nach einer Woche ein panisches, ständig schreiendes, klammerndes Kind wieder mitgenommen. Was schief gelaufen ist, weiß ich bis heute nicht (viel später deutete eine Erzieherin an, mein Sohn habe eine Panikattacke bekommen; dass sie offenbar nicht unterscheiden konnte zwischen üblicher Traurigkeit über die Trennung und einer echten Panikattacke, wegen der ich hätte zurückgerufen werden müssen, fand da niemand weiter schlimm). Ich möchte dazu auch sagen, dass ich prinzipiell mein Vertrauen in KiTas verloren habe, weil ich in dieser Einrichtung mehr als ein "fertig eingewöhntes" (!!) Kind stundenlang habe weinen oder schreien hören, und weil sogar andere Eltern (!!!) mir bestätigten, dass ihre Kinder - die völlig andere Einrichtungen besucht hatten - während der Eingewöhnung viel geweint und sich insgesamt negativ verändert hätten. (Ganz ehrlich, gesteigerte Unruhe, Nähebedürftigkeit usw. mögen ja o.k. sein, aber wenn ich nicht mal mehr aufs Klo kann, ohne dass mein Kind heftig schreit, und sich nicht mal mehr vom Vater trösten lässt, ist das für mich als Nebenwirkung einer Eingewöhnung inakzeptabel und ein Alarmzeichen. Oder?)
    Der eigentliche Punkt: Ich muss in 3 Monaten wieder arbeiten (sonst Hartz IV) und habe nun eine tolle Tagesmutter gefunden. Mir hat alles, was sie tut, sehr zugesagt und auch von der Atmosphäre und den anderen Kindern hatte ich einen sehr guten Eindruck. Auch mein Sohn hat sich bei ihr gleich wohlgefühlt, sie angelächelt und mit den anderen Kindern gespielt. Allerdings: Sie möchte trotz unserer Vorerfahrungen am 4. Tag mit einer Trennung von einer halben Stunde beginnen. Mir ist damit überhaupt nicht wohl, weil ich eine halbe Stunde in unserem Fall für zu lange halte. Oder mache ich mir zu sehr einen Kopf? Was meinst du? Schon jetzt ganz vielen lieben Dank!!

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    1. Sprich nochmal eindringlich mit ihr! Eine halbe Stunde ist viel zu viel und bei eurer Vorgeschichte kontraproduktiv. Außerdem: Eingewöhnung nie nach Schema F, sondern individuell aufs Kind bezogen.
      LG, Snowqueen

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    2. Ja, das Schema F hat mich auch ziemlich erschreckt! Um ehrlich zu sein habe ich aber noch nirgendwo unter all den Erzieher/innen oder Tagesmüttern, mit denen ich gesprochen habe, jemanden gefunden, der NICHT Schema F gefahren wäre. Echt, meine Nerven liegen blank. Ich hoffe sehr, dass ich die ganze Situation im Sinne meines Kindes gut hinkriege! Noch mal danke and keep up the good work!

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  29. Hallo, unsere Tochter, 12 Monate geht seit einer Woche in die Eingewöhnung. Leider habe ich Probleme mit ihrer Bezugsperson,diese Frau spricht nur gebrochen Deutsch,und somit nur englisch mit unser Tochter,was sagst du dazu hälst du das für problematisch? WIr wurden vorher nicht gefragt ob wir das wollen, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt. Darüber hinaus ist die Frau auch keine Ausgebildete Erzieherin, ist dies überhaupt rechtlich erlaubt? ICh finde sie bemüht sich sehr im Umgang mit unserer Tochter und den anderen Kindern. DOch leider finde ich die Kommunikation mit ihr sehr schwierig aufgrund ihrer mangelnden deutsch Kenntnisse. Sie gibt uns überhaupt keine Infos über den Tagesablauf, oder wie die Eingewöhnung von statten gehen soll,ich weiß immer nicht wie ich mich verhalten soll,neben dem Kind bleiben oder doch weg setzen,von ihr kommt keine Anleitung. .ist das zuviel verlangt? BEi Nachfragen verstehe ich sie häufig nicht.soweit ich sie verstanden habe macht sie das auch zum ersten Mal.
    Was soll ich tun,zur Leitung gehen und eine neue Betreungsperson anfordern, ist es rechtens, das sie meine Tochter betreut?

    Vielen Dank, ich bin wirklich verzweifelt über die Situation

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    1. Liebe verzweifelte Mama, dass die neue Bezugserzieherin nur Englisch spricht ist für deine Tochter nicht problematisch. Sie wird die neue Sprache einfach aufsaugen, so, wie sie ihre Muttersprache einfach nebenbei erlernt. Auch, dass sie keine ausgebildete Erzieherin finde ich jetzt erst einmal nicht per se schlimm. Wichtiger wäre mir, wie lieb sie mit den Kindern umgeht, ob sie tröstet, zugewandt ist und (in diesem Alter) nicht schimpft. Es geht im Alter deiner Tochter mehr darum, dass die Bezugsperson feinfühlig auf ihre Bedürfnisse eingeht. Dass sie erkennt, wann deine Tochter müde ist, Hunger hat, sich zurückziehen möchte, kuscheln möchte. Wenn sie das alles kann, wäre mir persönlich eine Erzieherausbildung völlig schnurz.

      Vermutlich kennt sie Eingewöhnung als Konzept nicht, daher sieh das als Chance an, diese für dich so zu gestalten, wie du das willst, ohne, dass dir da jemand reinredet. Du brauchst keine Anleitung, wenn du selber weißt, was du willst. Willst du in der Ecke sitzen (wie beim Berliner Modell)? Willst du beim Kind sitzen? (wie beim Münchner Modell)? Den Tagesablauf kannst du bei der Kitaleitung erfragen, oder eben über Beobachtung, wenn du eingewöhnst. Du selbst kannst dann auch entscheiden, wann es soweit ist, dass du dein Kind für 5 Minuten allein im Raum lässt. (Bitte immer verabschieden!) usw.

      Wenn dir das Ganze aber trotzdem nicht geheuer ist, dann wende dich an die Kitaleitung.
      LG, Snowqueen

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  30. Hallo snowqueen, hallo Danielle! Gerade ist die zweite Woche Eingewöhnung meiner Tochter, 2,75, im Kiga. Ich bin hin und hergerissen. Ihre Stammerzieherin ist furchtbar. Sie ist unsicher, nicht bedürfnisorientiert, versteht die Kinder oft nicht oder falsch, unterstellt ihnen böse Absicht und packt alle erzieherischen Maßnahmen aus, die ich verabscheue. Jetzt habe ich mit der Leitung gesprochen, die mich versteht und unterstützt. Die Gruppe kann meine Tochter aber nicht wechseln. Da es ein offenes Konzept ist, kann sie aber die meiste sein Zeit, wo sie will und muss täglich nur eine halbe Stunde im Morgenkreis Zeit mit ihr verbringen. Wir sind jetzt oft mit der Leitung im Atelier und ich konnte auch schon für einige Zeit auf den Flur. Allerdings hat sie am dritten Tag früh wieder Erinnern anziehen wollen, sagt mir seit zwei Tagen, dass sie dort nicht hin will. Sie zieht sich früh nicht mehr an. Durch das offene Konzept ist quasi jedes Kind und jede Erzieherin neu und fremd. Sie nimmt ALLES in sich auf und reagiert deswegen nicht immer gleich auf Ansprache. Meine Frage, die mich umtreibt: Woher weiß ich, ob sie meine unsicheren Gefühle in Bezug auf die Einrichtung nur spiegelt oder sie da wirklich nicht hin will? Tief im inneren will ich sie nicht allein dort lassen. Aber um sie daheim betreuen zu können, fehlt mir der Clan. Dann von ich auch nicht mehr die Mama, die ich sein will, weil mein Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf und Zeit ohne Kind einfach jetzt schon zu lange unerfüllt geblieben ist. Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll. Wie komme ich zu Klarheit? Ganz liebe Grüße und danke im Voraus! Tanja

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    1. Liebe Tanja,

      entschuldige, Dein Kommentar war uns durchgerutscht. Ich bin relativ ratlos und weiß gar nicht genau, was ich Dir empfehlen könnte. Gibt es denn Alternativen? Eine andere Einrichtung, die infrage käme? Könnte man noch mal das Kind mehr begleiten, damit sie zu anderen Erziehern eine Bindung aufbauen kann?

      Liebe Grüße
      Danielle

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  31. Liebe Snowqueen, liebe Danielle,
    vorweg: ich liebe euren Blog und euer Buch. Ihr habt mir den Weg zu einer bedürfnisorientierten Erziehung gezeigt und ich bin so dankbar dafür.
    Umso mehr schmerzt es mich, dass meine Tochter (18 Monate) in der Krippe mit anderen Erziehungsphilosophien konfrontiert wird und, ja, auch darunter leidet. Sie besucht die Krippe jetzt seit etwas mehr als 3 Monaten. Seit sie im Oktober zwei Wochen gefehlt hat wegen Krankheit und Urlaub, hat sie morgens oft eine scheinbar müde Phase. Sie kommt um 8:30 in der Krippe an, um 9 Uhr ist Frühstück. Danach hat sie dann häufig angefangen zu weinen und "schlafen" gebärdet. Die Erzieherinnen kennen die wichtigsten Gebärden und haben anfangs auch reagiert und sie schlafen gelegt. Meist schlief sie dann schnell ein für eine halbe bis eine Stunde. Was mich sehr gefreut hat: Meine Tochter konnte ihr Bedürfnis ausdrücken und die Erzieherinnen haben es erfüllt.
    Zunächst dachte ich, ihre Müdigkeit liegt an der Zeitumstellung und habe versucht, sie so hinzulegen, dass sie nachts möglichst viel schläft und sich an die neue Zeit gewöhnt. Es wurde aber nicht besser. In einem Gespräch mit der Erzieherin fand ich heraus, dass gerade ein kleiner Junge (6 Monate glaube ich) neu in der Gruppe ist, der viel weint. Meine Tochter hat sich schon immer leicht vom Weinen anderer anstecken lassen. Ich äußerste also die Vermutung, dass ihr Schlafbedürfnis morgens weniger mit Müdigkeit/Schlafmangel zu tun hat. Denn an den Tagen, an denen die Gruppe nach dem Frühstück draußen war, musste sie auch nicht schlafen.
    Vielmehr sagt mir mein Gefühl, dass sie sich dadurch eine kleine "Pause" verschafft, die sie anscheinend nötig hat. Ob jetzt wegen des weinenden Jungen oder aus anderen Gründen spielt für mich keine Rolle. Ich bin stolz, dass sie schon so kompetent ist, sich eine offenbar nötige Ruhepause zu schaffen. Am Ende unseres Gesprächs meinte die Erzieherin "Das wird schon wieder, ist eben eine Phase" und ich war beruhigt. Es schien auch für die Erzieherinnen kein Problem zu sein, das Schlafbedürfnis meiner Tochter zu erfüllen.
    Gestern wurde ich dann mit den Worten "Wir hatten heute einen kleinen Kampf" empfangen. Sie hätten gemerkt, dass meine Tochter sie nur austrickst und eigentlich gar nicht müde ist. Sondern nur ihren Willen wollte, es "reiner Trotz war" usw... Daher hätten sie sie mit Schnuller und Schnuffeltuch in die Kuschelecke gesetzt, wo sie dann eine Stunde lang (!!!) geweint hat. Zwar mit Pausen und es ist immer jemand zwischendurch hingegangen, aber sie haben sie brüllen lassen. Danach sei sie fröhlich und zufrieden gewesen.
    Es tut mir so weh, mir meine Tochter in dieser Situation vorzustellen, ich weiß aber auch nicht so recht, was ich tun kann. Scheinbar treffen hier unterschiedliche Erziehungsphilosophien aufeinander und ich kann die Erzieherinnen ja nicht zwingen, anders zu erziehen. Die "Auszeit" ist ja leider allgemein als Erziehungsmethode anerkannt. Kann ich darauf bestehen, dass sie meine Tochter nicht schreien lassen? Soll ich sagen, dass ein Kind in diesem Alter noch nicht "tricksen" kann, weil es noch nicht einmal zu Empathie fähig ist? Klingt das belehrend? Wie lege ich meine Ansichten und meinen Standpunkt dar, ohne die Beziehung zu den Erzieherinnen zu beeinträchtigen? Und: Kann ich erwarten, dass sich etwas ändert? Oder muss ich einfach akzeptieren, dass in der Kita eine andere Philosophie herrscht?
    Vielen Dank schon einmal. Viele Grüße, Maike

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    1. Liebe Maike,

      ich finde es ganz und gar nicht unangemessen, wenn man darum bittet, die Bedürfnisse eines Kindes zu erfüllen. Ich bin ehrlich etwas fassungslos, dass die Erzieherinnen sagen, sie würden "ausgetrickst". Dazu ist sie überhaupt noch nicht in der Lage, da ihr der Perspektivenwechsel fehlt.

      Kurzum: Es ist doch völlig (!) egal, aus welchem Grund sich Dein Kind zurückziegen möchte - ob es müde ist oder einfach eine reizarme Erholungspause braucht - es ist für die Erzieherinnen doch ein leichtes, das Bedürfnis zu erfüllen!? An dieser Stelle würde ich freundlich, aber auch nachdrücklich darum bitten, dass der Wunsch des Kindes erfüllt wird. Und es ist auch definitiv keine unangemessene Bitte, wenn man nicht möchte, dass ein Kind eine Stunde lang weint! Bitte um ein Gespräch in ruhiger Umgebung und lege Deinen Standpunkt dar, ich denke, dass sie Dir zuhören werden (sie gehen ja offenbar durchaus bereitwillig auf die Wünsche der Eltern ein). Das mit der Empathie kann man ja mal in Ruhe erklären (vielleicht hilft es, wenn Du ihnen unser Buch in die Hand drückst? Dem geschriebenen Wort wird ja eher mehr geglaubt...)

      Grundsätzlich kann man natürlich nicht erwarten, dass eine Kita bedürfnisorientiert erzieht und ja, Dein Kind wird mit Methoden in Kontakt kommen, die Du nicht billigst. Das muss man leider bis zu einem gewissen Grad akzeptieren und aushalten. So lange Dein Kind zu Hause einen liebevollen, zugewandten Rückzugsort hat, wird sie sich an die unterschiedlichen Umgebungen anpassen.

      Euch alles Gute und herzliche Grüße
      Danielle

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    2. Liebe Danielle, hast du einen Gedanken zu meinem Post vom 3. November? Ich freue mich! Danke!

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    3. Liebe Danielle,

      ganz lieben Dank für deine schnelle und bestärkende Antwort. Ich werde um ein Gespräch bitten.
      Dein letzter Satz beruhigt mich.

      Alles Liebe,
      Maike

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  32. Ein sehr guter Artikel

    Wir haben momentan das Problem das unser zweijähriger seit Ende Dezember nicht mehr allein in der Krippe bleiben will.
    Er wurde im September 16 nach Berliner Modell eingewöhnt und hat sich auch recht zügig und gut eingelebt.
    Beim abgeben hat er nie geweint sondern nur kurz gekuckt und ist dann aber zu seiner Erzieherin und hat sich erst mal ablenken lassen.

    In der letzten Dezember Woche wurden wir dann an einem Mittwoch gegen 10:00 Uhr angerufen, wir sollten kommen und ihn holen, er ließe sich nicht mehr beruhigen und weint dauerhaft.
    Wir haben ihn also abgeholt und Donnerstag morgens beim abgeben war auf einmal so ein großes Drama für ihn das ich ihn wieder mit heim genommen habe. Da dann eh eine Woche Ferien waren musste er Freitag auch nicht in die Krippe sondern durfte zu Hause bleiben.

    Jetzt nach den Ferien ist es aber nicht besser. Ich hab die letzten zwei Tage beim abgeben immer noch im Flur gewartet und musste mich sehr zusammen reißen nicht in den Gruppenraum zu gehen da mein Kind wirklich lang geweint und gerufen hat. Immer so mindestens 20 Minuten. Habe heute dann auch wieder gesagt das ich ihn wieder mit heim nehme wenn er so arg weint und sich an mich klammert.

    Nun werde ich ihn wieder bis Montag zu Hause lassen und morgen ein klärendes Gespräch mit der Erzieherin suchen. Ich hoffe sie lassen uns noch mal eine Eingewöhnung machen.

    Ich bin auch schwanger in der 35. Woche. Das merkt der Zwerg bestimmt auch.

    Wie kann ich ihm helfen wieder Vertrauen in die Krippe zu fassen? Er hatte sonst immer so viel Spaß und die anderen Kinder tun ihm auch wirklich gut. Ich möchte ja nur das mein Kind glücklich ist

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    1. Liebe Katrin,

      es ist ganz normal, dass einen längere Abwesenheiten wieder komplett zurück werfen. Nach einigen Monaten haben die Kinder auch verstanden, dass sie jetzt dauerhaft in die Kita sollen/müssen, das ist für einige wirklich schwierig.

      Ich denke auch, dass eine neue Eingewöhnung eine sehr gute Idee ist. Die Situation überfordert ihn gerade und daher sollte man sich wirklich die Zeit nehmen, ihn langsam ankommen zu lassen. Du bist in der relativ komfortablen Lage, das tun zu können - und eigentlich ist das ja auch für die Erzieherinnen eine Erleichterung.

      Nach allem, was Du schreibst, kann man recht optimistisch davon ausgehen, dass er bald wieder gerne geht.

      Und ja - die Schwangerschaft ist auch ein Faktor, die ihn beeinflusst. Es ist auch gut, dass ihr das jetzt noch mal langsamer angehen könnt - mit Baby ist das ja dann etwas schwieriger.

      Alles Gute für Euch und eine schöne Geburt!
      Liebe Grüße
      Danielle

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  33. Hallo,
    die Kita unseres Sohnes veranstaltet Eingewöhnung folgender Maßen:
    Ein paar Monate vor Aufnahme des Kindes geht man nachmittags mit dem Kind zum Spielen in die Kita. Gewünscht sind mindestens zehn Spielnachmittage, besser mehr. Ab der Aufnahme geht das Kind dann ca zwei Wochen bis zum Mittagessen in die Kita, danach schläft es mit dort. Dieser Zeitraum kann individuell variieren.
    Zunächst schien mir diese Art der Eingewöhnung gut, lernt doch das Kind die Kita samt Betreuern und Kindern in einem geschützten Rahmen kennen. Als unser Sohn sich dann anfangs aber viel schwerer tat als erwartet, fiel mir folgendes auf: Seine Erzieherin arbeitet nur halbtags, sie war also selten anwesend wenn wir nachmittags spielen waren. Wie sollte er da eine Beziehung aufbauen? Zudem hatte die Kita vor seiner Aufnahme drei Wochen Schließzeit, danach noch zwei Wochen Karenzzeit für die Kita-kinder, in denen keine Besuche oder Eingewöhnungen stattfanden - ergo fünf Wochen für unseren Sohn ohne Kita-kontakt. Eine lange Zeit für einen dreijährigen.
    Und gleich zu Beginn gab es Unstimmigkeiten. Das alles hier wiederzugeben würde den Rahmen sprengen. Mittlerweile haben wir uns arrangiert und unser Sohn scheint klarzukommen - wenn er denn mal in die Kita geht... Er ist sehr häufig krank. Zum Glück bin ich in Elternzeit mit Sohn Nummer zwei, so dass ich kein Problem habe, den Großen zu Hause zu lassen. Und nach wie vor ist er lieber zu Hause und geht selten richtig gerne in die Kita.
    Wir haben uns die Kita sehr bewusst ausgesucht - es ist eine kleine Einrichtung mit gutem Ruf, die Leiterin wirkte engagiert und ihre Einstellung schien zu passen. Doch mir fällt immer wieder auf, wie distanziert die Betreuungspersonen gegenüber den Kindern wirken. Mir fehlt das Liebevolle, der Respekt. Oft höre ich Mahnen und Meckern, selbst die größeren Kinder sprechen schon so. Letztens wurde ich Zeuge, wie die Leiterin einen Jungen zur Schnecke machte. Ich wusste nicht, worum es geht, aber es hat mich sehr getroffen, den Jungen mit hängendem Kopf stehen zu sehen, während die Leiterin ihn anschnauzte.
    Nun bin ich vielleicht hypersensibel, was das betrifft, aber mir gefällt der Ton in der Kita nicht, und ich weiß nicht, wohin mit meinen Sorgen.
    Sorry für den langen Text, aber ich musste das loswerden und hoffe irgendwie auf einen hilfreichen Tipp...

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  34. Hallo,
    die Kita unseres Sohnes veranstaltet Eingewöhnung folgender Maßen:
    Ein paar Monate vor Aufnahme des Kindes geht man nachmittags mit dem Kind zum Spielen in die Kita. Gewünscht sind mindestens zehn Spielnachmittage, besser mehr. Ab der Aufnahme geht das Kind dann ca zwei Wochen bis zum Mittagessen in die Kita, danach schläft es mit dort. Dieser Zeitraum kann individuell variieren.
    Zunächst schien mir diese Art der Eingewöhnung gut, lernt doch das Kind die Kita samt Betreuern und Kindern in einem geschützten Rahmen kennen. Als unser Sohn sich dann anfangs aber viel schwerer tat als erwartet, fiel mir folgendes auf: Seine Erzieherin arbeitet nur halbtags, sie war also selten anwesend wenn wir nachmittags spielen waren. Wie sollte er da eine Beziehung aufbauen? Zudem hatte die Kita vor seiner Aufnahme drei Wochen Schließzeit, danach noch zwei Wochen Karenzzeit für die Kita-kinder, in denen keine Besuche oder Eingewöhnungen stattfanden - ergo fünf Wochen für unseren Sohn ohne Kita-kontakt. Eine lange Zeit für einen dreijährigen.
    Und gleich zu Beginn gab es Unstimmigkeiten. Das alles hier wiederzugeben würde den Rahmen sprengen. Mittlerweile haben wir uns arrangiert und unser Sohn scheint klarzukommen - wenn er denn mal in die Kita geht... Er ist sehr häufig krank. Zum Glück bin ich in Elternzeit mit Sohn Nummer zwei, so dass ich kein Problem habe, den Großen zu Hause zu lassen. Und nach wie vor ist er lieber zu Hause und geht selten richtig gerne in die Kita.
    Wir haben uns die Kita sehr bewusst ausgesucht - es ist eine kleine Einrichtung mit gutem Ruf, die Leiterin wirkte engagiert und ihre Einstellung schien zu passen. Doch mir fällt immer wieder auf, wie distanziert die Betreuungspersonen gegenüber den Kindern wirken. Mir fehlt das Liebevolle, der Respekt. Oft höre ich Mahnen und Meckern, selbst die größeren Kinder sprechen schon so. Letztens wurde ich Zeuge, wie die Leiterin einen Jungen zur Schnecke machte. Ich wusste nicht, worum es geht, aber es hat mich sehr getroffen, den Jungen mit hängendem Kopf stehen zu sehen, während die Leiterin ihn anschnauzte.
    Nun bin ich vielleicht hypersensibel, was das betrifft, aber mir gefällt der Ton in der Kita nicht, und ich weiß nicht, wohin mit meinen Sorgen.
    Sorry für den langen Text, aber ich musste das loswerden und hoffe irgendwie auf einen hilfreichen Tipp...

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    1. Liebe Conny,

      tatsächlich ist der "Ton" in Kitas eines der gravierendsten Dinge, die ich als Expertin bemängele. ERs ist unglaublich, in wie vielen Kitas das noch ein Problem ist. Doch es ist schwer, da sensibel genug an die Erzieherinnen heranzutreten. Oft verstehen sie nämlich nicht, was ich meine, weil sie dafür noch kein Problembewusstsein haben. Eine Kita, in der es nicht liebevoll und warmherzig zugeht, käme für meine Kinder nicht in Frage. Hast du die Möglichkeit, zu wechseln? Ansonsten würde ich, abhängig von deiner persönlichen Kraft, deinen Sohn so oft wie möglich zuhause lassen.
      Viel Glück, Snowqueen

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  35. Hallo, ich würde mich auch sehr über einen Rat freuen. Meine Tochter ist 15 Monate alt und geht seit 3,5 Monaten in die Krippe. Sie hat wirklich sehr lange für die Eingewöhnung gebraucht, was aber nicht an der Erzieherin lag, sondern einfach an den ausgeprägten Klammereigenschaften meiner Kleinen:-) Ich durfte fast 3 Wochen jeden Tag 2 h mit dabei bleiben und nach ca. 2 Monaten konnte ich sie ohne Weinen in die Arme ihrer Erzieherin geben. Wir sind wirklich zufrieden mit der Erzieherin, sie ist sehr liebevoll und geduldig. Doch das Problem ist, dass wir mit den anderen "Mädels" überhaupt nicht klar kommen...viele haben noch keine eigenen Kinder und können sich wahrscheinlich schlecht einfühlen, lassen die Mäuse schreien, reden sehr wenig direkt mit ihnen und wirken genervt (das war so mein Eindruck in den 3 Wochen, die ich miterlebt habe). So nun zum Problem . Seit Abschluss der Eingewöhnung ist unsere Liebe Erzieherin krank, im Urlaub, zur Weiterbildung etc. Es ist jeden Tag Jemand anderes für unsere Tochter zuständig bzw. jeder für jedes Kind. Die Maus weint jeden Tag bitterlich beim Abgeben, beim Abholen und auch zwischendurch laut Aussage einer
    Erzieherin. Wir bekommen auf Fragen zum Tag Antworten wie "das weiß ich nicht", "heute ging es grad so" (für die Erzieherin ging es wahrscheinlich gerade so auszuhalten mit meiner Tochter) oder es wird betont wie ningelig sie doch ist. Vorgestern wurde sie gebissen und saß alleine weinend auf dem Boden beim Abholen. Eines Morgens musste ich die Maus einem fremden Erzieher auf den Schoß setzen, mir ist fast das Herz gebrochen bei dem verzweifelten Blick. Nun müssen wir noch zwei Wochen durchstehen, bis unsere Lieblingserzieherin wieder da ist :-( Ich arbeite in Schichten und habe die Möglichkeit, sie 2 Tage in der Woche zu Hause zu lassen, ist das denn eher kontraproduktiv ? Wie reagiere ich bei "Kleinigkeiten", die mir bei bestimmten Erzieherinnen nicht passen z.B. Fehlende Begrüßung meiner Tochter, genervter Ton...?
    Ich weiß, das meine Tochter wirklich viel Aufmerksamkeit braucht und das auch anstrengend sein kann, dennoch muss man vom Krippenpersonal doch einen respektvollen und bedürfnisorientierten Umgang erwarten dürfen ....

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    1. Liebe Jana, ja, einen respektvollen und liebevollen Umgang sollte man definitiv erwarten können. Es klingt nach sehr viel Stress für deine Kleine und ich würde die zwei Wochen überbrücken, in dem ich sie so lange zuhause lasse, wie ich kann. Das ist ein bisschen kontraproduktiv, was die Eingewöhnung angeht, aber für das innere Stresslevel deiner Tochter wichtig. Sobald die Bezugserzieherin wieder da ist, werdet ihr zum normalen Alltag zurückkehren können.
      Behalte immer im Hinterkopf: Nicht dein Kind ist schwierig, sondern die Umstände, die sie aushalten muss. Nichts an deinem Kind ist falsch - sie zeigt mit ihrem Verhalten einfach nur, wie schlecht es ihr geht. Sie kann sich noch nicht "zusammenreißen" und das ist auch gut so, denn so können alle aufmerksamen Erwachsenen erkennen, was ihr fehlt. Schön wäre, wenn die Erzieherinnen professionell genug wären, das zu sehen.
      LG, Snowqueen

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  36. Hallo,
    ich habe gerade den Blog entdeckt und bin davon begeistert!
    Allerdings bin ich verzweifelt wg dem "neuen" Kindergarten meiner Tochter und hoffe auf eine Rat. Meine Tochter (seit Oktober 5 Jahre) hat letztes Jahr im September den Kindergarten gewechselt (in unseren Ort, nun fußläufig neben der späteren Grundschule und ab Sommer zusammen mit Ihrem Bruder- unsere Gründe für den Wechsel). In den alten Kindergarten ist sie sehr gerne gegangen, es war eine ausgegliederte Gruppe einer großen Einrichtung in dem sie ganztags war. In den neuen geht sie bis mittags, hat einen geteilten 35 Std Platz. Da ich zzt wieder in Elternzeit bin (Bruder jetzt 15 Monate), bringe ich sie jedoch nachmittags nicht. Im neuen Kindergarten tut sie sich schwer Freunde zu finden bzw Freundschaften zu schließen. Erst jetzt sagte sie mir, dass keine Kinder mit ihr Spielen würden und auch die Erzieherinnen nicht. Mein Gefühl ist, dass es halt feste Gruppen/Freundschaften gibt, in die sie schwer reinkommt. Das macht mich sehr traurig und betroffen, denn vorher hatte sie keine Probleme damit und zwei Freundschaft aus dem alten Kindergarten bestehen noch. Die Bezugserzieherin beschreibt sie auch als Beobachtende, was ich von ihr so gar nicht kenne. Eigentlich ist sie offen und kontaktfreudig! Ich habe nun das Gefühl, dass sie von den Erzieherinnen nicht richtig in die große Gruppe (offenes Konzept ca.40 Kinder) integriert wird bzw sie mit dem Problem eher alleine gelassen wird. Natürlich werde ich es nochmals mit der Bezugserzieherin besprechen, frage mich aber, wie lange so etwas dauern kann in dem Alter und was könnte ich machen, um es ihr zu erleichtern? Was kann ich von den Erzieherinnen konkret "fordern"?
    Vielen Grüße

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    1. Nun, ein halbes Jahr Eingewöhnungszeit brauchen Kinder schon, auch noch mit 5 Jahren. Aber dieses halbe Jahr ist ja nun schon rum. Vielleicht ist ein Teil des Problems, dass sie am Nachmittag nicht hingeht? Da wird die Gruppe ja wahrscheinlich frei im Garten spielen und dabei lassen sich eigentlich am besten Kontakte knüpfen. Andererseits ist es für sie ganz sicher auch wunderbar, so viel Zeit mit dir und ihrem Bruder zu verbringen.
      Ich würde den Erzieherinnen einfach deine Sorgen offenbaren. Dass du das Gefühl hast, dein Kind sei auch nach all dieser Zeit noch nicht richtig in der Gruppe angekommen und woran das liegen könne? Dass sie selbst sagt, sie finde keine Freunde, ob das auch die Beobachtung der Erzieherinnen sei? Und ob die Erzieherinnen sich vorstellen könnten, deiner Tochter aktiv zu helfen, besser Anschluss zu finden?

      LG, Snowqueen

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  37. 1/2
    Hallo! Schon in der Schwangerschaft habe ich mit Begeisterung euren Blog gelesen. Viele eure Buchempfehlungen waren für mich sehr stimmig und sogar beim Spielzeug und Kinderbuch-Kauf schaue ich hier immer mal wieder gerne rein. Eure Art die Kinder nicht als unfertige Erwachsene sondern als vollständige Kinder zu betrachten gefällt mir sehr gut und entspricht der Art und Weise wie ich meinen Sohn aufwachsen sehen möchte. Natürlich hab ich euer Buch gekauft ;)
    Mein Sohn ist nun bald 16 Monate alt und jetzt bräuchte ich mal einen ganz konkreten Ratschlag von euch, oder eure Einschätzung. Er ist ein sehr fröhliches, charmantes, kontaktfreudiges, sprachlich und motorisch sehr gut entwickeltes Kind. Jegliche Fremdelphasen hat er bisher völlig ausgelassen, er hatte nie ein Problem mit fremden Leuten. Ich war 10 Monate mit ihm zu Hause, danach mein Mann für 4 Monate und jetzt beginnt für den kleinen die Krippe. Er hat zwei Omis in der Nähe die ihn über alles lieben mit denen er auch oft schon Tageweise ohne uns zusammen war. Die Trennung hat immer problemlos geklappt ich musste ihn noch niemals irgendwo lassen, wo er wegen der Trennung von mir geweint hätte - auf seine Omas ist er immer freudestrahlend zugelaufen und hat mich immer gleich "vergessen". Ich denke er ist an uns Eltern und die Großmütter sehr gut gebunden.
    Und jetzt hat die Krippe begonnen und irgendwie ist alles anders. Wir haben begonnen mit einer Woche "schnuppern" das war ein Entgegenkommen der Krippe um in der Eingewöhnung schon einen Vorsprung zu haben. Da sind wir (4x mein Mann und einmal ich) mit dem Kleinen 1-2 Stunden vor Ort gewesen und er hat den Gruppenraum und Turnsaal erkundet, sich für alles sehr interessiert und gespielt. Die Krippenleiterin hat am 5ten Tag den Kleinen mal mit in einen anderen Raum genommen, das hat er ohne zu Weinen akzeptiert, er war auch sehr gut abgelenkt. Dann war Wochenende und Montags noch mal Schnuppern mit Mama, Dienstag war Faschingsfest, das haben wir ausgelassen und am Mittwoch begann die echte Eingewöhnung. Da war Papa dabei. Er wurde nach etwa 10 Minuten ins Büro geschickt, erster Trennungsversuch. Der Kleine wurde dem Papa einmal zum Trösten gebracht, die restliche Zeit wurde er abgelenkt, wenn er nach ihm gefragt hat, was wohl auch ganz gut funktioniert hat. Am nächsten Tag war ich darauf eingestellt, auch den Vormittag über im Büro der Krippe zu bleiben und mein Sohn würde mir gebracht, wenn er nach mir verlangt. Stattdessen hat man mich gleich weggeschickt, ich könnte ruhig arbeiten gehen (Mein Arbeitsplatz ist zufällig im gleichen Gebäude) Man hat mich nicht angerufen. Er wäre wohl 30 Min quengelig gewesen, aber man konnte ihn gut ablenken. Tags darauf, das Selbe., ich könne gleich gehen. Er hat sich 5 nach meinem Weggehen beruhigt gehabt. Trotzdem war es für mich schrecklich ihn dort weinend zurückzulassen. Das musste ich bisher nicht und ich hatte gehofft, dass die Eingewöhnung so abläuft, dass er dort zu einer Person derartiges Vertrauen fasst, dass er gar nicht weint wenn ich gehe. Wie bei seinen Omas. Nur leider wurde er nicht immer von der gleichen Pädagogin übernommen, wenn wir am Morgen gekommen sind. Ich habe darauf hingewiesen, dass er von einer immer spricht und ich möchte, dass sie ihn übernimmt, aber das wurde nicht immer berücksichtigt.

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  38. 2/2
    Nun war er noch eine ganze Woche dort. Erst bis 11:30 dann sogar bis 15:00. Beim hinbringen immer Weinen. Erst hat er meinen Abschied nicht registriert, dann aber natürlich geweint. Jetzt geht er nicht mehr gerne in die Krippe. Er weint schon, wenn wir zu Hause darüber sprechen. Oder wenn wir die Krippe betreten. Ich habe am Freitag um ein Gespräch mit der Leiterin gebeten und ausgedrückt, dass ich glaube, dass die Eingewöhnung zu schnell verlaufen ist. Aber aus deren Sicht ist alles optimal, weil er sich erstens schnell beruhigt und zweitens aktiv an allen Aktivitäten teilnimmt.
    Das mag ich auch glauben, allerdings zeigt er nun außerhalb der Krippe völlig neues Verhalten. Er ist extrem anhänglich, das war er noch nie - ich kann nicht mal auf die Toilette gehen, ohne dass er weint. Er kann bei niemandem mehr bleiben ohne zu weinen, nicht bei den Omas und auch nicht beim Papa. Er ist nicht mehr so zugänglich zu anderen Leuten und das alles verunsichert mich sehr.
    Ich habe das Gefühl, dass mich niemand richtig ernst nimmt mit meinen Sorgen.. In der Krippe werden meine Bedenken weggewischt – man hat mir angeboten ihn vormittags zu filmen, oder ich könnte dort im Büro bleiben (aber ohne dass der Sohn das weiß) um mich zu überzeugen, dass es ihm gut geht. Aber dabei geht es mir nicht um mich – sondern mein Sohn soll die nötige Sicherheit haben um dort gerne zu bleiben.
    Auf eigenen Wunsch lasse ich ihn diese Woche nur bis 11:30 in der Krippe, aber ich glaube, dass ihm das alleine den Abschied nicht leichter macht. Mit der Eingewöhnung noch einen Schritt zurückzugehen wurde von Seiten der Krippe abgelehnt Ich hatte angeboten, mich mit meinem Laptop dort ins Büro zu setzen um zu arbeiten und sie könnten mir meinen Sohn bringen wenn er weint. Das wäre aber verwirrend für ihn meinte die Krippenleiterin.
    Ich bin nun sehr verunsichert. Mein Gefühl sagt mir, dass das nicht richtig läuft. Aber alle anderen (mein Mann und das Krippenpersonal) meinen auf den Punkt gebracht „ich soll mich nicht so anstellen. Was wäre euer Rat?

    (Beruflich bin ich flexibel genug um eine andere Lösung umzusetzen. Ich kann auch ein paar Stunden von zu Hause oder zu andern Tageszeiten arbeiten. Diese Krippe ist eine Ganztagskrippe und liegt einfach für uns günstig. Ich arbeite aber z.Zt nur 25 Stunden und muss das nicht zwingend erhöhen – auch wenn das ursprünglich geplant war)

    Ich danke euch schon im Vorhinein.
    Alles Liebe
    jj

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  39. 2/2
    Nun war er noch eine ganze Woche dort. Erst bis 11:30 dann sogar bis 15:00. Beim hinbringen immer Weinen. Erst hat er meinen Abschied nicht registriert, dann aber natürlich geweint. Jetzt geht er nicht mehr gerne in die Krippe. Er weint schon, wenn wir zu Hause darüber sprechen. Oder wenn wir die Krippe betreten. Ich habe am Freitag um ein Gespräch mit der Leiterin gebeten und ausgedrückt, dass ich glaube, dass die Eingewöhnung zu schnell verlaufen ist. Aber aus deren Sicht ist alles optimal, weil er sich erstens schnell beruhigt und zweitens aktiv an allen Aktivitäten teilnimmt.
    Das mag ich auch glauben, allerdings zeigt er nun außerhalb der Krippe völlig neues Verhalten. Er ist extrem anhänglich, das war er noch nie - ich kann nicht mal auf die Toilette gehen, ohne dass er weint. Er kann bei niemandem mehr bleiben ohne zu weinen, nicht bei den Omas und auch nicht beim Papa. Er ist nicht mehr so zugänglich zu anderen Leuten und das alles verunsichert mich sehr.
    Ich habe das Gefühl, dass mich niemand richtig ernst nimmt mit meinen Sorgen.. In der Krippe werden meine Bedenken weggewischt – man hat mir angeboten ihn vormittags zu filmen, oder ich könnte dort im Büro bleiben (aber ohne dass der Sohn das weiß) um mich zu überzeugen, dass es ihm gut geht. Aber dabei geht es mir nicht um mich – sondern mein Sohn soll die nötige Sicherheit haben um dort gerne zu bleiben.
    Auf eigenen Wunsch lasse ich ihn diese Woche nur bis 11:30 in der Krippe, aber ich glaube, dass ihm das alleine den Abschied nicht leichter macht. Mit der Eingewöhnung noch einen Schritt zurückzugehen wurde von Seiten der Krippe abgelehnt Ich hatte angeboten, mich mit meinem Laptop dort ins Büro zu setzen um zu arbeiten und sie könnten mir meinen Sohn bringen wenn er weint. Das wäre aber verwirrend für ihn meinte die Krippenleiterin.
    Ich bin nun sehr verunsichert. Mein Gefühl sagt mir, dass das nicht richtig läuft. Aber alle anderen (mein Mann und das Krippenpersonal) meinen auf den Punkt gebracht „ich soll mich nicht so anstellen. Was wäre euer Rat?

    (Beruflich bin ich flexibel genug um eine andere Lösung umzusetzen. Ich kann auch ein paar Stunden von zu Hause oder zu andern Tageszeiten arbeiten. Diese Krippe ist eine Ganztagskrippe und liegt einfach für uns günstig. Ich arbeite aber z.Zt nur 25 Stunden und muss das nicht zwingend erhöhen – auch wenn das ursprünglich geplant war)

    Ich danke euch schon im Vorhinein.
    Alles Liebe
    jj

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    1. Ich fürchte mein Post ist zwischendurch gerutscht. Würde mich über eure Einschätzung zu meinem Thema freuen. Alles Liebe JJ

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    2. Liebe JJ, es klingt, als wäre die Eingewöhnung deinem Sohn zu schnell gegangen. Aber: Wenn er sich WIRKLICH schnell beruhigt und dann auch aktiv spielt, dann ist das ein gutes Zeichen. Ich würde auf das Angebot eingehen, und ihn filmen lassen, damit du es mit eigenen Augen siehst.

      Es ist aber auch klar, dass dein Sohn ungern in die Kita geht, dh den Tag lieber mit dir verbringen würde. Das ist nicht so ungewöhnlich - die allermeisten Kinder würden sich wohl für das Zusammensein mit den Eltern entscheiden, wenn sie könnten. Leider müssen wir jedoch arbeiten...

      Dass er am Nachmittag klammert etc ist normal, schließlich hat er dich vermisst. Wenn du ihn weiterhin zur Kita geben willst, dann ist es deine Aufgabe, ihm am Nachmittag so viel Nähe und Aufmerksamkeit zu geben, dass er den Stress des Vormittags verarbeiten kann.

      Das Ding ist: Du musst in dich hineinhorchen. Willst du das so, wie es ist, weitermachen? Es erscheint (mir von außen betrachtet) keine wirklich bedrohliche Situation für ihn zu sein, 'nur' eine Unschöne. Oder willst du es lieber abbrechen und in einem Jahr nochmal starten?

      LG, Snowqueen

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  40. Hallo, ich habe eine Frage.
    Mein Sohn geht seit 6. Februar mit mir in die Eingewöhnung. Mein Sohn ist 2 Einhalb Jahre alt und sehr spät dran mit allem. Sprechen kann er noch nicht nur ein paar Wörter und viel Baby gebabbel. Er ist ein totaler Wirbelwind er beschäftigt sich nicht mit Spielzeug höchstens 2 Minuten dann muss er sofort aufstehen rumlaufen und macht ständig Türen auf und zu. Er läuft auch viel weg. Mit anderen Kindern beschäftigt er sich auch nicht. Ich hoffe man konnte sich einigermaßen ein Bild von ihm machen. NUn zum Thema:
    In der Eingewöhnung ist seine Erzieherin ständig weg. Ich komme zum Frühstück wir frühstücken ich mUSS mich komplett alleine um ihn kümmern. Nach dem Frühstück sagt sie zu mir "sie können mit ihm Rum laufen in die Räume wo sie möchten, ich gehe dann mal mit paar Kindern in den Garten" und geht einfach weg. Er hat keinen erzieher der sich um ihn kümmert ich muss mich ständig alleine um ihn kümmern keiner sagt zu ihm nein oder ähnliches ich renne ihm Hinterher und muss alles machen. Sie sagt dann immer er wäre nicht bereit für eine Trennung obwohl sie doch gar nicht da ist und nicht mal sieht das er mich ignoriert und nicht mal merken würde wenn ich weg bin. Als es dann nach 2 Wochen zur ersten Trennung kam hat sie mich direkt nach einer halben Stunde gerufen und gesagt " er wollte die Türen auf machen hat sich dann aufgeführt weil er es nicht darf und deswegen habe ich sie gerufen" . Mal ehrlich ist das nicht ihre Aufgabe er muss doch auf die Erzieher hören nicht auf mich? Und sie findet sein Verhalten komisch nach 1 Monat Eingewöhnung haben wir uns nur 2 mal getrennt obwohl er nie geweint hat als ich weg war. Und jetzt will sie das sich eine psychologin ihn mal anschaut weil sie findet er bräuchte das? Warum? Sie verlangt von meinem Sohn das er genauso brav ist und den Ablauf von den anderen kennt und erst wenn er hört und den Ablauf gut kennt dann darf ich erst gehen. Er hatte aber nicht ein mal die Möglichkeit erst mal eine Bindung zu einem Erzieher aufzubauen. Ich finde sie verlaufen alle so so viel von meinem Sohn das ist alles so überfordernd für ihn und ich will ihn schon am liebsten aus der Krippe nehmen und woanders rein tun obwohl ich weiß das es alles dann noch schwerer für ihn ist. Was soll ich tun? Ich bin ständig alleine mit ihm und keiner kümmert sich um ihn oder um uns.

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    1. Hallo Anonym,

      das ist keine Eingewöhnung, was die Kita da macht. Er braucht eine Bindungsperson, die er gut kennt, die er liebt, der er vertraut. Das geht nur, wenn sich jemand intensiv mit ihm beschäftigt!

      Und ja, wenn er die Tür aufmacht, und es nicht darf, und dann "sich aufführt" ist es natürlich Aufgabe der Erzieherin, diesen Konflikt zu lösen. Nicht Aufgabe der Eltern. Er kann nur lernen, "brav" zu sein und auf die Erzieherin zu hören, wenn die Erzieherin sich Mühe gibt, zu ihm eine Beziehung aufzubauen und auf der Grundlage dieser Beziehung ihm die Regeln klar macht.

      Das alles klingt stark danach, dass in ihrer Kita niemand so richtig weiß, wie man mit sehr kleinen Kindern umgeht und was eine Eingewöhnung wirklich ist. Ich persönlich würde versuchen, mein Kind in eine andere Einrichtung zu geben.
      LG, Snowqueen

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  41. Hallo ihr Lieben,
    ich verfolge schon länger euren Blog und habe auch inzwischen euer Buch - ihr habt mir schon so oft meine Zweifel, Sorgen Ängste genommen und mich so ntspannt, was die Erziehung meiner Tochter angeht.
    Jetzt habe ich eine Frage zum Thema Kindergarten und Eingwöhnung:
    Meine Tochter wird Anfang Oktober 3 Jahre alt. Im Juli kommt unser zweites Kind zur Welt. Mein Mann hat von Juli bis inkl. September Elternzeit. Ich hatte nun im Kidnergarten angefragt, ob eine Eingewöhnung im September möglich sei, da ich gern das Baby ind er Zeit bei meinem Mann lassen würde. Nein, das sei nicht möglihc. Sie wäre Oktoberkind, daher Eingewöhnung im Oktober. Außer, ich müsste ab Oktober arbeiten. Dies ahbe ich verneint, habe dann aber versucht zu erklären, dass meine Tochter jetzt schons ehr sensibel und teilweise "entthronend eifersüchtig" auf die bevorstehende Geburt des Geschwisterchens reagiert und ich ihr einfach die Eingwöhnunge rleichtern möchte, indem ich das Baby nicht mitnehme, sondern meiner Tochter signalisiere, dass es hier um sie geht. Die Erzeiherin sagte dann zu mir: "Tja, da wird sich ihr Kind schons chnell dran gewöhnen, dass es nichta llein auf der Welt ist und Sie sich nicht nur um es drehen! Dazu kriegt man doch ein zweites Kind, oder? Damit dem ersten gezeigt wird, dass es nicht im Zentrum steht!"
    Ich fand diese Aussage sehr heftig (vielleicht reagiere ich auch etwas sensibel...dazu neige ich ind er Schwangerschaft...), aber ich habe gerade schon gar keine Lust mehr, meine Tochter ind iesen Kindergarten zu schicken... Ich habe nun einen Schnuppertermin im April vereinbart, an demw ir uns die EInrichtung ansehen und auch andere Erzieherinnen kennen lernen können. Ich werde hier einige Fragen zum Konzept usw. stellen, aber trotzdem habe ich dieses ungute Gefühl (vor allem, weil die Erzieherin,d ie mir gegenüber diesen Kommentar abgegeben hat, wohl eine der Hauptpersonen ind er Betreuung ist...). Ich habe jetzt Sorge, dass sich meine innere ABlehnung - die sich derzeit nicht leugnen lässt -a uch auf meine Tochter überträgt und sie dann auch nicht hin will...
    Ach,w ahrscheinlich mache ich mir schonw ieder zu viele Gedanken,a ber es fällt mir echts chwer, Leuten,d enen ich nicht total vertraue, mein Kind zu überlassen (auch wenn es derzeit ja noch hypothetisch ist...)...
    Reagiere ich über?
    LG Lena

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    1. Liebe Lena, nee, du reagierst nicht über! Das war ja eine sehr bezeichnende Aussage der Erzieherin. Au weia. Ich hätte da nun auch keine guten Gefühle mehr. Guck mal, die Erzieherinnen sollen deine Tochter trösten, wenn du nicht da bist und ihr emotionaler Hafen werden. Wenn du dir vor diesem Hintergrund die Aussage der Erzieherin ansiehst: Meinst du, sie ist in der Lage, ein Kind enotional aufzufangen und zu trösten? Ich bezweifle es stark. Ich hoffe, du kannst die Gruppe wechseln und findest jemanden anderes für dein Kind. Bei uns in der Kita wäre das möglich, aber es ist auch eine große Einrichtung mit vielen verschiedenen Erzieherinnen-Typen.
      LG, Snowqueen

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    2. So eine Sch...! Ich finde, dass Hochschwangere körperlich Leistungsarbeit leisten und deshalb unbedingt Entlastung brauchen, wo es geht. Aber die Kitas ziehen sich hinter das zurück, was rechtlich geht oder nicht geht. Schlimm. Ich fühle mit Dir und hoffe absolut, dass sich die Rechtsrahmen bald verbessern! Bei uns ist es auch nur mittelgut, habe mit einer Freudin versucht einen neuen Kindergarten zu gründen. Auf dem Landratsamt haben sie uns ausgelacht. Na, so ist das leider.

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  42. meine tochter ist 3,5. ist seid 2 monten im kindergsrten und kommt irgendwie garnicht zurecht.
    sie setzt sich immer wieder zu ihrer jacke und wartet abgeholt zu werden.
    sie blockt ale kinder ab und jedes beshaftigungsangebot.
    sie sagt...kinder sind blöd und kindrgsrten ist langweilig.
    sie spielt lieber mit erwahsenen und es ist ihr zu laut.
    meine tochter ist hochbegabt und über sensibel.
    ist es der falsche kindergarten? was kann ich tun?

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  43. Hallo liebe Snowqueen,
    leider stoße ich auf diesen Artikel zwei Wochen zu spät, aber ich schildere unser Problem trotzdem mal. Mein Sohn kam letzten Dezember mit nicht ganz 2 Jahren in die Kita, der 1. Monat war eine Katastrophe, bei einer "Erzieherin", die keine war, vor der mein Sohn Angst hatte und so anhänglich wurde, wie wir ihn nicht kannten. Im Januar also Gruppe gewechselt, Eingewöhnung von vorne begonnen und dann ging es, er hat nun eine Bezugsperson. Leider gibt es in der Kita einfach nicht genügend Personal, so dass die Gruppen viel zu groß sind und schon "kleine" kids zu den großen gesteckt werden (was im Konzeot ganz anders steht), also einige 2jährige mit 3,4,5jährigen zusammen. Außerdem werden die Kinder morgens alle in einem (kleinen!) Raum gesammelt, bis sie dann erst um 9Uhr in die Gruppen gehen, selbst die Babies.
    Bei meinem Sohn hatte ich schon bemerkt, dass er sich morgens nicht so sehr wohlfühlt in diesen kleinen total vollen Raum zu kommen, in der uns manchmal nicht mal ein Betreuer entgegen gekommen ist, nur aus der Ecke Hallo gerufen. Denn es kommt vor, dass seine Betreuerin noch nicht da ist, wenn ihre Schicht erst um 9 beginnt. Außerdem war sie des öfteren krank, es gab ein ständiges hin und her in den Gruppen, da gab es überhaupt nichts worauf man sich verlassen konnte. Letztes Endes hat mein Sohn dann plötzlich angefangen jeden Morgen ganz doll zu weinen und "Kita nein kita nein" zu sagen. Das war für mich unglaublich schwer, ich wollte ihn nicht gegen seinen Willen da hinbringen, habe aber leider keine Wahl, da ich zur Arbeit muss. Seine Erzieherin war dann leider auch 1.5 Wochen krank (fing mit dem Weinen aber 2 Tage vor ihrer Krankheit an). Was hätte ich deiner Meinung nach tun sollen, also wie mich verhalten? Manchmal habe ich versucht zu spiegeln "du sagst "kita nein kita nein", du möchtest jetzt nicht zur kita?" Da wurde er teils auch ruhiger und nickte (er kann noch nicht viel sprechen, deswegen kann er mir auch leider nicht erzählen, was er dort nicht mag, ich würde es so gerne genauer verstehen) Teils habe ich aber auch versucht positiv zu sein, wie schön, dass in der Kita sein wird... aber letztlich ging es immer so aus, dass er teilweise schon zu Hause und den ganzen Weg (sind nur 3Minuten dorthin), oder spätestens ab der Straße der Kita bitterlich weinte, ich ihn oft nicht mal die Jacke ausziehen konnte und dann schweren Herzens in die Arme einer Erzieherin gedrückt habe, teilweise aber 10/15Minuten dort warten musste, mit ihm weinend, weil sich keiner ihm annahm.
    Nun ist es seit 2 Tagen etwas besser, er weint nicht mehr, ist zwar immernoch sehr unglücklich, aber hat sich ein bisschen mehr damit abgefunden, vielleicht resigniert? :(( (Sie sagen zwar er würde auch spielen, aber wenn Papa ihn gegen 14/15Uhr abholt, sitzt er immer allein auf einem Stuhl und schaut in die Leere) Ich könnte heulen, ich will mein Kind da nicht hinschicken, wenn es ihm so schlecht dabei geht, aber auf die Schnelle wechseln ist unmöglich. Wie kann ich ihn am besten durch diese schwierige Zeit begleiten?
    Vielen Dank schonmal!
    (Habe meiner Freundin euer Buch zu Weihnachten geschenkt ;))

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  44. Leider treten ja manchmal auch "zwischendrin" Probleme auf. Mein Kind ist 1,5 Jahre jubelnd in die Kita gegangen, sie hat mit 1 Jahr und 5 Monate angefangen. Seit sie in der neuen Gruppe ist, ist es Horror. Sie will nicht, will lieber in der Garderobe sitzen bleiben statt reinzugehen - pullert sogar lieber in die Hose, statt reinzugehen. Dabei kann sie sogar nachts merken dass sie auf Toilette muss und alleine gehen. Und die Erzieherin ist neu, seit 8 Monaten - und meinte, das Kind würde eben in der neuen Gruppe nicht klar kommen. (Hat wohl Pech gehabt??) Ich könnte jeden Früh heulen. Bisher scheue ich mich, die Kita zu wechseln. Denn: sind die anderen Kitas wirklich besser? Wenn ich meinem Kind so etwas zumute, muss es sich ja dann doch zum Besseren wenden! Und sie erzählt von einem Jungen, der sie jeden Tag haut und schubst. Letztens meinte sie "xy soll mir nichts mehr in den Po schieben!" Bei mir leuchten sämtliche Alarmglocken. Aber die Erzieherinnen machen dicht. "Hier ist alles ok." Schuld ist ja sowieso immer die Mutter...

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  45. wiedermal hab ich viel gelesen und mir auch gleich viele Bücher bestellt, wenn auch nicht über die Affilate Links, da ich von der Schweiz komme. Vielen Dank für die Artikel, es hat mir sehr viel gebracht!
    Noch eine dringende Frage:

    Mein Sohn 2Jahre 1/2 geht seit eineinhalb monaten in die Kita für zwei Tage pro Woche. Die letzten drei Male wollte er aber nicht mehr hingehen. Das letzte mal war es richtig schlimm und er hat fest geweint. Die Erzieherin meinte, es sei normal, bis er so richtig "drinn" ist und weiss, dass er in die Kita "muss". Sie riet mir eher davon ab, noch zu bleiben und ihn einfach schreiend abzugeben. Sie meinte nach guter Eingewöhnung müsse es möglich sein ihn beruhigen zu können dank guter Bindung von ihr zu ihm, und wenn das nicht gehen würde, dann würde sie mich anrufen und ich müsste wiederkommen.

    Was denkt ihr zu der Aussage?

    Ich folgte ihrem Rat nicht und blieb dann noch zwei Stunden mit ihm da. Als ich mich danach verabschiedete ging es ohne Geschrei und ohne weinen, so wie sonst auch. Er sagte zwar nochmals nein, akzepierte es dann aber.

    Die Sachen, die ihr aufgeschrieben habt bei der Wahl einer guten Kita sind alle top. Ich hab ein gutes Gefühl.

    Ich hab mir gedacht, dass er sich vielleicht vor allem an die Chef-Erzieherin gebunden hatte, aber im Alltag wird er ja auch von den anderen Erziehern betreut, vielleicht deswegen. Wobei er dort schon gut Mittagschlaf gemacht hat mit den anderen Erziehern.
    Oder einfach, dass er mehr Zeit mit Mama alleine wollte. Ich hab schon den Artikel über Aufmerksamkeit gelesen, und es ist so, dass ich ihm wohl mehr ungeteilte Aufmerksamkeit schenken muss.
    In die Kita geht er eigentlich auch, damit er viele Sozialkontakte mit anderen Kindern hat. Ich finde diese Strukturen halt so künstlich erschaffen. Ich fände es für uns alle besser, wenn wir in grossen sozialen Gruppen leben würden und die Kinder dann sozusagen in der Gruppe von vertrauten Personen betreut werden könnten auch zusammen mit anderen Kindern. Wenn das auch noch räumlich verbunden wäre, wäre es perfekt. So stelle ich mir quasi unsere biologischen Erwartungen vor. Sodass die Kinder z.B. draussen einfach sich räumlich frei bewegen können. Dadrüben ist Mama und arbeitet was und dort sind Onkel Paul und andere Sippenmitglieder und die Kinder spielen und helfen da wo sie Lust haben, mit denen Personen, die sie Lust haben. Jedoch leben wir nicht so, deshalb halt die Kita. Was eigentlich das gleiche ist einfach räumlich getrennt und eben so "künstlich", weil diese Personen haben sonst zu unserem Leben kein Bezug.
    Ja und leider ist es ja nicht immer Sommer.

    Lasst mich doch eure Gedanken hören. Denkt ihr auch, dass unsere biologischen Erwartungen eher das Gruppengefüge ist?
    Liebe Grüsse
    zoraya

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  46. liebe Snowqueen
    nochmals ein Nachtrag zu meinem vorigen Kommentar:
    Ich hab nun noch viele Kommentare hier durchgelesen und bin zu dem Verdacht gekommen, dass vielleicht die Eingewöhnungsphase für meinen Sohn noch nicht abgeschlossen ist. Du schreibst auch von einem Knick in der dritten Woche?
    Die EIngewöhnung ging bei uns zwei Wochen, bzw es wurden drei draus, da noch Feiertage dazwischen waren. Von der Kita her, kann die Eingewöhnung schon verlängert werden, die Erzieherin meinte aber immer "dass er es gut gemacht hat" und von ihr her ist die Eingewöhnung abgeschlossen. Wir sind jetzt Woche 6.
    DIe ersten zwei Wochen war ich sehr viel mit ihm da, da wir auch da bleiben durften, wenn wir grad keine Eingewöhnung hatten und sozusagen die Kita wie ein Spielplatz nutzen :). In dieser zusatz-Zeit hatten wir natürlich keine aktive Betreuung.

    Soll ich eine Fortführung der Eingewöhnung "verlangen" bzw danach fragen?
    In der Eingewöhnung ist die Kita Leiterin die ganze Zeit bei dem Kind und spielt aktiv mit dem Kind, also mehr so 1:1 Betreuung was nicht ganz dasselbe ist, wie im normalen Kita Alltag.

    Um eine Antwort bin ich sehr froh. Natürlich werde ich sowieso nochmals das Gespräch suchen und das sollte auch kein Problem sein.
    Lg zoraya

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    1. Liebe Zoraya, also es gibt tatsächlich fast immer eine Phase in der Eingewöhnung, wo die Kinder dann nicht mehr wollen und morgens zuhause schon nein zur Kita sagen. Wenn er gut gebunden ist, dann ist Protest beim Abgeben nicht so dramatisch. Es ist nur ein Ausdruck dessen, dass er lieber bei dir bleiben würde. Aber wenn es nicht geht, weil du arbeiten musst, dann hilft ja alles nichts. Wichtig ist halt, ob er sich von der Erzieherin beruhigen lässt (also ob sie seine Bindungsperson ist) und ob er danach wirklich frei spielt. Ist das der Fall, ist alles gut. Dann würde ich auch keine weitere Eingewöhnung verlangen.
      LG, Snowqueen

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  47. Hallo,
    Ich habe zur Zeit das Problem das mein Sohn morgens nicht in die Kita möchte und weint wenn ich gehe.
    Die Erzieherin sagt er lässt sich ganz gut und schnell beruhigen und ablenken, aber das er am Tag immer wieder zu weinen anfängt und "Herz Schmerz" hat. Er sitzt ab elf halb zwölf dann auch bei der Erzieherin mit Nucki und Teddy und schaut den anderen Kindern nur zu.
    Dazu muss ich sagen bevor mein kleiner in die Kita gekommen ist war er ein Jahr lang bei einer Tagesmutter wo er sich pudelwohl gefühlt hat aber auch sehr viel alleine oder auch nur mit der Tagesmutter gespielt hat weil die anderen Kinder zu klein waren und er nichts mit ihnen anfangen konnte und von einem kind hat er sich besonderes fern gehalten weil sie ihn sehr oft gehauen oder gekratzt hat.
    Die ein Gewöhnung dann im Kindergarten ging dann recht schnell er war den einen Tag zusammen mit mir eine Stunde da und an dem nächsten Tag wieder ich dann für zwei Stunden nach Hause geschickt. Danach die Tage war er dann schon ganz dar, was Anfangs auch super geklappt hat. Dann fing es laut Erzieherin am mit dem "Herz Schmerz " und ich sollte ihn zwei mal früher abholen, dann sagte man mir das wir es mal versuchen das er trotz zwischen zeitlichen Herz Schmerz da bleibt weil er sich immer gut beruhigen lässt. Und jetzt möchte er erst gar nicht mehr hin weint wenn ich gehe.
    Ich weiß leider nicht mehr weiter würde ihn am liebsten immer direkt wieder mitnehmen aber damit ist ihm ja auch nicht geholfen!

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  48. Liebe Snowqueen,
    ich hoffe ich bekomme noch Antwort, trotz des älteren wunderbaren Artikel.
    Wir sind derzeit in der 4 Woche der EIngewöhnung. Kind ist 14 Monate alt. Die ersten beiden Wochen war ich nahezu komplett dabei danach fanden Trennungen von 30 Minuten bis hin zum Schluss von 3 h statt. Mein Kleiner hat das ganze ganz gut gemacht ohne weinen. Nun jedoch in der 4 Woche weinte er erstmals bitterlich beim Abschied. Ich sollte dennoch gehen.. Am nächsten Tag erfuhr ich, dass er nahezu 15 Minuten geschriehen und geweint habe. Was mich total verunsichert hat, da ich diesen Wesenszug von ihm nicht kenne. Ich habe dies auch angesprochen, es wurde jedoch m:E. beschwichtigt. Die darauffolgenden Tage liefen nicht ohne Weinen, jedoch ließ er sich scheinbar schnell trösten. Ich blieb zu meiner Sicherheit vor der Türe und konnte mich davon versichern.

    Die Erzieher sind allesamt sehr nett, vertreten aber Generell die Philosophie dass eben weinen dazugehört und sie es schon irgendwann lernen, dass Mutter zurückommt. Auffällig waren während der EIngewöhnung einige Kinder die wimmernd auf dem Schloss der Erzieherinnen saßen uns sich nicht aktiv am Krippenleben beteiligten. Dort war der Herzschmerz ganz offensichtlich. Diese Kinder haben sich jedoch nach ca. 2-3 Wochen angepasst, ich würde sagen sie haben resigniert. Ich habe nun Angst, dass das meinem Kleinen u.U. nach Krankheiet, Urlaub etc. auch blühen könnte. Eine weitere Eingewöhnung sei nach der Ersteingewöhnung nicht üblich und vorgesehen...

    Die Gespräche waren für meine Begriffe auch nicht sehr fruchtbar (Mutter nicht loslassen können). Irgendwie fühle ich mich nicht 100 % ernst genommen, da auch nicht angeboten wurde einfach länger einzugwöhnen und dabeibleiben zu können..

    Ich freue mich über einen Rat, falls noch möglich.

    Lieben Dank.

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  49. Hallo zusammen,
    Ich schreibe euch, da ich gerade mit meiner 18 Monate alten Tochter die Krippen-Eingewöhnung mache und unsicher bin, ob ihre Verhaltensveränderungen Besorgnis erregend sein sollten oder nicht.
    Mitte September haben wir mit der Eingewöhnung in der Krippe angefangen. Unsere Tochter hatte zuerst einen Bezugsbetreuer, mit dem es auch insgesamt ganz gut lief. in der ersten Woche hatten wir bereits Mittwoch Donnerstag und Freitag kurze Trennungen, die unsere Tochter auch gut verkraftet hat. Am Montag der zweiten Woche hat der Bezugsbetreuer versucht, dass wir bereits an der Garderobe tschüss sagen, was von unserer Tochter nicht akzeptiert wurde. Sie ließ sich nicht beruhigen und nach 20 Minuten bin ich wieder mit ihr nach Hause gegangen. Die nächsten Tage war ich wieder mit im Gruppenraum und die Trennung von mir fiel ihr schwerer als in der Woche davor. Ab Mittwoch der 2. Woche war ihr Bezugsbetreuer krank, weshalb eine andere Erzieherin die Eingewöhnung unserer Tochter übernommen hat. Dies lief überraschend ganz gut, die Harmonie Schien zu stimmen. In der dritten Woche bin ich weiter mit in den Gruppenraum reingekommen und bei den Abschieden weinte unsere Tochter kurz ließ sich aber von der neuen Bezugsbetreuerin beruhigen und ich konnte sie nach zweieinhalb Stunden mit einem Lächeln abholen.
    Dann war unsere Tochter eine Woche lang krank mit Fieber und zu Hause. Seit dieser Pause fallen ihr die Abschiede jeden Tag schwerer. Wir sind jetzt seit 1,5 Wochen wieder jeden Tag da und sie lässt sich inzwischen auch wieder von der Bezugsbetreuerin beruhigen, d.h. sobald ich den Gruppenraum verlasse hört sie 2 Minuten später auf zu weinen, aber jeden Tag fängt sie früher an zu weinen. Heute bereits zu Hause, bevor wir in die Kita gefahren sind. Sie antwortet auch mit "nein" auf die Frage, ob sie in die Kita möchte.
    Was mir Besorgnis bereitet ist dass sie seit 2 Tagen, an denen sie morgens ganz arg geweint hat, etwas in Sich gekehrt ist wenn ich sie nach 2,5 h holen komme und dann keinen Mittagsschlaf macht, obwohl sie müde ist. Normal schläft sie immer irgendwann ein, aber gestern und heute hilft noch nicht einmal das tragen oder gemeinsame ins Bett legen.
    Ich bin verunsichert, ob es evtl zu viel für sie ist und sie ein Trauma erleidet? Sie erzählt immer ein bisschen selbst, aber seit gestern kommt es mir wie "wirr" vor.
    Auch bin ich verunsichert ob es ok ist wirklich schon an der Garderobe Tschüss zu sagen, was ab morgen geplant ist - die Erzieherin meint, dass es besser sei den Abschied kürzer zu gestalten, da er unserer Tochter so schwer fällt und sie sich danach ja bei ihr beruhigt.
    Mache ich mir zu viele Gedanken? Ist es nur die Trennung die so schwer ist und ein gutes Zeichen wenn sie sich beruhigen lässt?
    Oder ist es wirklich besorgniserregend wenn sie mittags nicht mehr schläft und mehr in sich gekehrt ist als sonst?
    Vielen dank für Euer Feedback und lG
    Laura

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  50. Hallo zusammen,
    Ich schreibe euch, da ich gerade mit meiner 18 Monate alten Tochter die Krippen-Eingewöhnung mache und unsicher bin, ob ihre Verhaltensveränderungen Besorgnis erregend sein sollten oder nicht.
    Mitte September haben wir mit der Eingewöhnung in der Krippe angefangen. Unsere Tochter hatte zuerst einen Bezugsbetreuer, mit dem es auch insgesamt ganz gut lief. in der ersten Woche hatten wir bereits Mittwoch Donnerstag und Freitag kurze Trennungen, die unsere Tochter auch gut verkraftet hat. Am Montag der zweiten Woche hat der Bezugsbetreuer versucht, dass wir bereits an der Garderobe tschüss sagen, was von unserer Tochter nicht akzeptiert wurde. Sie ließ sich nicht beruhigen und nach 20 Minuten bin ich wieder mit ihr nach Hause gegangen. Die nächsten Tage war ich wieder mit im Gruppenraum und die Trennung von mir fiel ihr schwerer als in der Woche davor. Ab Mittwoch der 2. Woche war ihr Bezugsbetreuer krank, weshalb eine andere Erzieherin die Eingewöhnung unserer Tochter übernommen hat. Dies lief überraschend ganz gut, die Harmonie Schien zu stimmen. In der dritten Woche bin ich weiter mit in den Gruppenraum reingekommen und bei den Abschieden weinte unsere Tochter kurz ließ sich aber von der neuen Bezugsbetreuerin beruhigen und ich konnte sie nach zweieinhalb Stunden mit einem Lächeln abholen.
    Dann war unsere Tochter eine Woche lang krank mit Fieber und zu Hause. Seit dieser Pause fallen ihr die Abschiede jeden Tag schwerer. Wir sind jetzt seit 1,5 Wochen wieder jeden Tag da und sie lässt sich inzwischen auch wieder von der Bezugsbetreuerin beruhigen, d.h. sobald ich den Gruppenraum verlasse hört sie 2 Minuten später auf zu weinen, aber jeden Tag fängt sie früher an zu weinen. Heute bereits zu Hause, bevor wir in die Kita gefahren sind. Sie antwortet auch mit "nein" auf die Frage, ob sie in die Kita möchte.
    Was mir Besorgnis bereitet ist dass sie seit 2 Tagen, an denen sie morgens ganz arg geweint hat, etwas in Sich gekehrt ist wenn ich sie nach 2,5 h holen komme und dann keinen Mittagsschlaf macht, obwohl sie müde ist. Normal schläft sie immer irgendwann ein, aber gestern und heute hilft noch nicht einmal das tragen oder gemeinsame ins Bett legen.
    Ich bin verunsichert, ob es evtl zu viel für sie ist und sie ein Trauma erleidet? Sie erzählt immer ein bisschen selbst, aber seit gestern kommt es mir wie "wirr" vor.
    Auch bin ich verunsichert ob es ok ist wirklich schon an der Garderobe Tschüss zu sagen, was ab morgen geplant ist - die Erzieherin meint, dass es besser sei den Abschied kürzer zu gestalten, da er unserer Tochter so schwer fällt und sie sich danach ja bei ihr beruhigt.
    Mache ich mir zu viele Gedanken? Ist es nur die Trennung die so schwer ist und ein gutes Zeichen wenn sie sich beruhigen lässt?
    Oder ist es wirklich besorgniserregend wenn sie mittags nicht mehr schläft und mehr in sich gekehrt ist als sonst?
    Vielen dank für Euer Feedback und lG
    Laura

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    1. Liebe Laura, nein, besorgniserregend klingen deine Schilderungen nicht. Für Kinder ist Kita erstmal Stress und sie wollen meist einfach lieber bei den Eltern bleiben. Ist ja verständlich. Ich würde mir nur Sorgen machen, wenn das Kind aggressiv oder autoaggressiv wird - dann ist es eindeutig zu viel.

      Was die Abgabe an der Garderobe angeht: Den Sinn dahinter verstehe ich nicht. Bei uns ziehen die Eltern den Kindern noch die Jacke und Schuhe aus und bringen sie dann zum Gruppenraum. Dort ist die Verabschiedung. Damit hat das Kind noch einen kurzen Moment des Auftankens mit den Eltern und kann sich innerlich darauf einstellen, dass es gleich abgegeben wird. In der Eingewöhnung (bei uns in Woche 3) bin ich meist schnell gegangen, weil klar war, dass mein Sohn in jedem Fall weinen wird, egal, ob ich länger bleibe, oder nicht und die Bezugserzieherin lernen musste, ihn zu trösten. Doch als er dann eingewöhnt war, habe ich mir jeden Morgen so viel zeit zum Kuscheln und Verabschieden genommen, wie er brauchte.

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  51. Hallo,
    Vielleicht könnt Ihr auch mit einen Rat geben. Wir haben vor zweieinhalb Wochen mit der Eingewöhnung in die Kita angefangen und zunächst schien es gut zu laufen. Die Kita wurde erst vor kurzem neu eröffnet, daher läuft manches noch etwas chaotisch. Eine Woche war ich komplett dabei, wobei meine Tochter (15 Monate) schnell alleine mit der Erzieherin los zog und die Räume erkundete. Zwischendurch kam sie kurz zu mir, schien aber schnell eine Bindung zur Erzieherin aufzubauen. In der zweiten Woche sollte dann dienstags die erste Trennung stattfinden. Gleich nachdem ich mich verabschiedet hatte (kurz und knapp, wie von den Erziehern gewünscht), fing meine Tochter an zu weinen und weinte fünf Minuten durch, bis ich geholt wurde. Anschließend schluchzte sie noch in meinen Armen und brauchte einen Moment, um sich zu beruhigen. Bei der ersten Trennung hatte sie wohl auch noch versucht, die Erzieherin weg zu stoßen. Bei der nächsten Trennung lief es ähnlich, auch wenn sie sich schneller wieder beruhigte, als ich zurück war und wohl auch von der Erzieherin in den Arm nehmen ließ. Bei der dritten Trennung, die leider gleich auf 15 Minuten ausgedehnt wurde, hörte sie einige Male kurz auf zu weinen, um sich etwas anzusehen (Sekunden), und konnte als ich sie in den Arm nahm schnell wieder lächeln, weinte jedoch die 15 Minuten immer wieder. Da ich sie in der Einrichtung immer hören konnte, war ich dennoch verunsichert, weil mir 15 Minuten, in denen sie sich nicht auf Spielangebote einlässt, zu lang erschienen. Am Wochenende durfte ich dann auch nicht den Raum verlassen, ohne dass sie dabei war.
    In dieser Woche spielt sie weiterhin begeistert, solange ich in einem der Räume bin, in denen sie zu mir kann. Wieder fing sie am Montag direkt nach der Trennung fürchterlich an zu weinen (laut einer Mutter, war sie kurz vorm Erbrechen). Ich muss zugeben, dass ich durch letzte Woche und das anhängliche Wochenende schon etwas verunsichert war. Nach 5 Minuten hörte ich, dass sie aufgehört hatte (sie waren wohl am Wasserhahn im Toilettenbereich, den sie liebt), nach wenigen Minuten fing sie jedoch wieder an, weshalb ich in den Flur ging, wo sie mich gesehen hat. Aufgrund der angespannten Situation bat ich die Erzieherin die Trennung für einige Tage auszusetzen, womit diese zunächst einverstanden schien. Meine Tochter spielte, kam jedoch mehrfach (ängstlich), um sich versichern, dass ich noch da bin. Heute sah ich mich jedoch im Gespräch mit zwei Erziehern und der Leitung konfrontiert, die daran appellierte, dass ich die pädagogische Entscheidung der Erzieher respektieren müsse und darauf vertrauen müsse, dass diese mich holen, wenn das Weinen zu schlimm sei. Zudem sei es grundsätzlich falsch einen Schritt zurück zu gehen, da den Kindern so die Kontinuität und Sicherheit fehle. Es wurde suggeriert, dass meine Tochter, dadurch dass sie mich im Flur gesehen hat, nachdem sie angefangen hat zu weinen, lernen würde, dass es etwas bringt, zu weinen, da ich dann wieder käme (hoffentlich lernt sie das...).
    Ich bin nun verunsichert. Ich verstehe, dass Trennungsschmerz normal sein kann und dass es auch okay ist, wenn meine Tochter kurz weint, wenn ich gehe. Aber woran erkenne ich, dass sich meine Tochter wirklich trösten lässt? Ich möchte nicht, dass meine Tochter in die Kita "geferbert" wird. Klingt das noch nach normalen Trennungsschmerz oder ist die Erzieherin einfach noch keine richtige Bezugsperson für sie, auch wenn sie gerne mit ihr spielt und sich freut sie zu sehen? Ich will den Ablösungsprozess nicht verhindern, aber ich möchte auch nicht, dass meine Tochter unglücklich ist und resigniert. Bin ich zu kritisch?

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    1. Tut mir leid, deine Frage ist mir durchgerutscht. Vermutlich kommt die Antwort zu spät. Grundsätzlich ist es normal, dass deine Tochter protestiert, wenn du gehst. Nun ist sie noch sehr, sehr jung, und die ersten Trennungen sind ziemlich schnell vorgenommen worden. Aber gut, das lässt sich nicht mehr ändern. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat sich deine Tochter immer wieder beruhigt, auch, wenn sie dann wieder anfing, zu weinen. Das halte ich für ein gutes Zeichen. Beobachte es weiter, ob das Weinen weniger und kürzer wird. Dann brauchst du dir keine Sorgen machen.
      LG, Snowqueen

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  52. Hallo liebe Snow Queen.
    Vielen Dank für den tollen Artikel. Aber ich bin einer Sache sehr unsicher. Vielleicht hast du mir einen Rat denn ich bin sehr verzweifelt.

    Mein Sohn ist jetzt 3,6 Jahre alt und ist im Oktober in den Kindergarten gekommen. Die Eingewöhnung ging sieben Tage dann war er zwei Wochen krank dann war ich noch mal zwei Tage dabei und seitdem geht er alleine in den Kindergarten. Er war immer wieder krank so dass er nie länger wie zwei Wochen im Kindergarten war.
    Vor Weihnachten die letzten zwei Tage wollte er nicht mehr gehen er sagt ihm ist langweilig keiner will mit ihm spielen ich hab das auch bei der Eingewöhnung gemerkt dass keiner mit ihm spielen wollte er hatte es schwer in die Gruppe reinzukommen sie sagten immer du bist nicht unser Freund geh weg. Die Erzieherin haben ihn nie geholfen allgemein in dieser Gruppe kümmern die Erzieher sich nicht so um die kleineren Kinder sie lassen die Kinder einfach machen Sie unterstützen Sie auch nicht wenn’s irgendwo Probleme gibt. Ich fühle mich In der Gruppe nicht so gut und am liebsten würde ich ihn aus dem Kindergarten nehmen. Mein Sohn ist sehr sensibel will aber unbedingt mit Kindern spielen er ist sehr offen aber er ist traurig darüber abgewiesen zu werden ich habe aber auch beobachtet dass er es nicht so gut angeht wenn er mit anderen Kinder mitspielen will. Ich habe jetzt am Donnerstag ein Gespräch mit der Erzieherin werde mein Problem äußern. Aber mein Bauchgefühl sagt mir irgendwie ich soll ihn rausnehmen auf der einen Seite und auf der anderen Seite weiß ich nicht ob das gut ist weil er will ja mit den Kindern spielen. Er hat noch keine Bindungs Person dort weil sie sich ja nicht so um die kleinen Kinder kümmern er lässt sich aber auch zu Hause von niemanden trösten außer mir. Er war schon immer ein 24 Stunden Kind und ich bin Bindungs Person Nummer eins.Er hat noch eine kleine Schwester mit 1,5 Jahren vielleicht ist er deswegen so gerne zu Hause? Kann es für ihn schädlich sein wenn er zu Hause ist und nur das letzte Jahr im Kindergarten ist? Ich hoffe du kannst mir helfen liebe Grüße Diana

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    1. Liebe Diana, nein, schädlich ist es nicht, wenn er nur zuhause ist, ohne in den Kindergarten zu gehen. Es gibt sogar eine neue Bewegung von Eltern, deren Kinder extra "kindergartenfrei" aufwachsen sollen. Vielleicht findest du solch eine Gruppe in deiner Nähe? Wenn du in einer Stadt wohnst, dann könnte dein Sohn ja auch Kinder auf dem Spielplatz treffen. Insgesamt klingt euer Kindergarten nicht ideal. Ich denke nicht, dass dein Sohn dort schon eingewöhnt ist. Gibt es die Möglichkeit, einen anderen Kindergarten zu suchen? Ich kann dir deine Entscheidung nicht abnehmen, aber ich kann dir zumindest sagen, dass kein Kind den Kindergarten unbedingt braucht, wenn die Eltern darauf achten, viel raus an die frische Luft zu gehen, in den Wald/Park oder auf den Spielplatz etc. und es zumindest zeitweise Kontakt zu anderen Kindern gibt.
      LG, Snowqueen

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  53. Hallo!

    Ich habe auch grade eine konkrete Situation, die von Seite der Erzieherinnen aus als nicht bedenklich gesehen wird, mein Mann und ich wollen das so aber eigentlich nicht. Allerdings wissen wir nicht, was wir tun könnten.

    Der Artikel hat mir grade erstmal viel Mut gemacht, unsere Eingewöhnung lief lange, unser knapp 3jähriger hatte viel Zeit, sich mit Mama zu gewöhnen und hat sich an alle 4 Erzieherinen der Gruppe gebunden, redet positiv von ihnen ("Die xy hab ich lieb") usw. - Erstmal super gelaufen! Ich mag die Erzieherinnen wirklich, ich mag den Kiga und den Umgang mit den Kindern. Ich mag meinen Job und lasse mein Kind ohne schlechtes Gewissen oder Gefühl dort.

    Nun waren wir über die Ferien und etwas mehr 3 Wochen nicht im Kindergarten. In den ersten zwei Wochen danach war alles gut. Seit einer Woche hat er beim Abgeben morgens herzzerweichend geweint und klar artikuliert "Mama nimm mich wieder mit", "Ich will heim" "Bleib bei mir". (Davor ist er allerdings freudig aufgestanden und auch motiviert in den Kiga gelaufen)
    Laut Kind und Erzieherinnen ist nichts besonderes vorgefallen, das Wetter ist sogar besser, als in den Wochen davor (Waldkindergarten). Es könnte sein, dass ihn jetzt halt erst das lange aussetzen einholt, es kann auch sein, dass er mir dem wachsen meines Bauchs langsam realisiert, dass da wirklich ein baby drin ist. Allerdings erwähnt er letzteres nur positiv und redet mit meinem Bauch und hat bisher null Ängste oder Ablehnung gezeigt. Also keine konkrete Ahnung, was der Grund sein könnte.

    Ich musste ihn jeweils weinend und schreiend in die Arme der Erzieherin übergeben, sonst wäre er mir hinterhergelaufen. Hart gesagt, hat sie ihn also mit körperlicher Macht daran gehindert zu mir zu kommen. Die Erzieherinnen haben gesagt, er habe sich an 3 von 4 Tagen nach weniger als einer Minute beruhigt, an einem Tag sei er wütend geworden, habe die Erzieherin weggestoßen und sei ca. 5 Minuten auf einer Bank gesessen (von ihm aus) während die Erziehrin in greifbarer Nähe aber die Ablehnung akzeptierend da war und ist dann spielen gegangen.

    Ich will das so nicht! Ich denke, es kann nicht gut sein, so viele Stresshormone auszuschütten, soviel Panik zu haben, dass die Bindungsperson geht, er ist erst knapp 3 - sicherlich ist ihm immernoch nicht 100%ig klar, dass ich ganz ganz sicher wiederkomme (Das bestätigen die Erzieherinnen deshalb auch gebetsmühlenartig über den Vormittag verteilt).

    An Tag 5 habe ich mich durchgesetzt und bin geblieben, als er darum gebeten hat. Nach ca. 10 Minuten konnte eine Erzieherin ihn in ein Spiel verwickeln und er hat mich losgelassen. Keine Panik, kein Weinen, kein Stress. Er hat auch später nicht geweint.

    Beim Abholen hat er immer fröhlich gespielt und sich dann zwar gefreut, mich zu sehen, hat aber total ausgeglichen gewirkt.

    Der Kindergarten würde wohl trotzdem die Lösung der ersten Tage besser finden, weil er sicher gebunden ist, sich schnell beruhigt und eben wissen muss, dass er im Kiga bleiben muss (Das ist grade so, weil ich noch 3 Monate bis zum MuSchu arbeiten will). Die Diskusion und mein Nachgeben würde ihm Verantwortung aufladen, die es ihm viel schwerere machen würde, sich an die Bring-Situation zu halten.

    Was sagt ihr? Lade ich ihm wirklich zu viel Verantwortung auf oder bin ich für ihn da? Ist 5 mal die Woche helle Panik mit Weinen und Schreien und körperlichem Festhalten körperlich unbedenklich (Für mich hat das irgendwas von Färbern - er wird schon resignieren...) oder bin ich auf dem Holzweg? Wie kann ich es ihm leichter machen?

    Ich würde mich sehr über einen Denkanstoß und im tollsten Fall eine wissenschaftliche Quelle entweder für mich oder für die Erzieherinnen (die da total aufgeschlossen sind!) freuen.

    Lieben Dank und Lg
    Charlotte

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  54. 1/2
    Hallo,

    ich hoffe auf einen Rat von euch:

    Wir sind mitten in der Eingewöhnung und haben wohl eine nicht zu empfehlende Kita erwischt. Leider gibt es bei uns keine andere Möglichkeit der Betreuung und unsere finanzielle Situation erlaubt nicht, dass ich länger zu Hause bleiben kann.

    Unser Sohn ist jetzt fast ein Jahr alt. Diese Woche hatten wir die ersten 4 Tage Eingewöhnung. Bisher ohne Trennungsversuch. So wie ich das mit der Eingewöhnung verstehe, soll doch eine Bindung zwischen meinem Sohn und der Erzieherin hergestellt werden? Bisher hat sie insgesamt vielleicht 15 min mit ihm gespielt. Sie nimmt sich gar keine Zeit für ihn. Die Eingewöhnung pausiert jetzt mit WE für 4 Tage wg. Fasching und geht dann am Dienstag weiter. Das heißt wir fangen wieder bei Null an, oder? Ich habe dann noch zwei Wochen Zeit für die Eingewöhnung, dann muss ich arbeiten. Mein Mann kann dann noch für drei Wochen übernehmen, ich hoffe das reicht.

    Wann kann denn der erste Trennungsversuch stattfinden? Doch eigentlich erst wenn er sich bei ihr wohlfühlt, oder? Wenn sie ihn mal auf den Arm hatte, oder?

    Wir sind direkt morgens um 08:00 uhr schon dort, da ist natürlich ne Menge los. Es werden insgesamt in der Gruppe 10 Kinder im Alter von 1-3 von zwei Betreuern betreut. Einjährige sind im Moment nur drei kinder mit meinem Sohn. Ich habe am zweiten Tag gebeten die Eingewöhnung am Nachmittag zu machen, aber das wäre nicht möglich, da ist die Erzieherin allein.

    Insgesamt habe ich auch das Gefühl, dass sie gar keine Bindung zu den Kindern zulassen will.

    Was mir negativ aufgefallen ist, ist dass sie sich für die einjährigen keine Zeit nehmen, sie haben schon sehr hohe Erwartungen an die Kleinen. Sie sollen allein essen (brotdose wird geöffnet, das wars), spielangebote Fehlanzeige. Bis auf den morgenkreis, haben die kinder die ganze Zeit zur freien Verfügung. Was ja nicht unbedingt schlecht ist, nur die einjährigen brauchen doch etwas mehr Input, oder? Unser Sohn ist nun wirklich schon weit, beginnt gerade zu laufen, und isst dank BLW auch ganz gut. Aber er muss seine Stücke trotzdem einzeln in die Hand bekommen, sonst ist er überfordert und spielt nur mit dem Essen.

    Was mir jedoch wirklich Bauchschmerzen bereitet ist der Umgang mit weinenden Kindern. Nach dem Bringen stehen die Kinder an der Tür und schluchzen und schreien. Nicht ein Kind wird in den Arm genommen und getröstet. Das hat mir fast das Herz gebrochen. Das Kind wird angesprochen und gefragt ob es nicht dies und das spielen will oder frühstücken, aber eben nicht getröstet.

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  55. 2/2
    Jetzt möchte ich das gerne zur Sprache bringen, weiß aber nicht wie. Ich will ja mir ja nicht selbst ein Ei legen, ihr versteht? Nicht dass dann vor allem unser Sohn leiden muss.
    Wie mach ich das am Besten, habt ihr einen Tipp?

    Die Bezugserzieherin ist insgesamt schon nett zu den Kindern, aber sie scheint nicht so auf Körperkontakt zu stehen. Nur finde ich, gerade die einjährigen brauchen den doch am allermeisten.

    Altersgerechte Spielsachen gibt es leider auch kaum. Da liegen ne Menge Matchbox-Autos rum, auf denen mein Sohn rumkaut. Da hab ich wirklich Angst, dass er irgendwas verschluckt. Auch musste ich ihm die gsnze Zeit hinterher rennen, und aufpassen dass ihm nix passiert, die Erzieherinnen haben ihn oft nicht im blickfeld gehabt. Da ist eine kleine Rampe in der Raummitte, die ich echt gefährlich finde. Mein Sohn klettert mit Begeisterung hoch und stellt sich oben hin, kann aber natürlich nicht einschätzen wo es runter geht. Da war ich ein paar mal in letzter Sekunde bei ihm und hab ihn gehalten. Das geht doch nicht? Da müssen die Erzieher doch Acht geben? Er fängt doch gerade erst an mit dem laufen und ist noch unsicher.

    Und noch was: Wir stillen immer noch und bei der Eingewöhnung hat mein Sohn sehr oft danach verlangt, was ich ihm auch gewährte. Ich denke das war einfach beruhigend für ihn in dem Moment. Eigentlich dachte ich wir stillen morgens und dann wieder am Nachmittag, wenn ich ihn abhole, denke jetzt aber wenn er dort so gestresst ist sollte ich vielleicht abpumpen. Dann kann er sich mit einem Fläschchen beruhigen, oder ist das Blödsinn?

    Ich habe wirklich kein gutes Gefühl ihn dort zu lassen, aber leider keine andere Wahl.
    Wie kann ich die Erzieher sensibilisieren auf die Gefühle der Kinder oder zumindest meines kindes zu achten? Ich hoffe ihr habt einen Rat für mich.

    LG Beate

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    1. Liebe Beate, puuuh, ja, das klingt erstmal nicht so gut. Erst einmal zu den Sachen, um die du dir keine Sorgen machen musst: Spielangebote brauchen Kinder wirklich nicht. Auch Einjährige nicht. Die Kleinen werden den Großen zuschauen - was gut ist-, oder eben den Raum erkunden, herumkrabbeln und alles ansabbern. Das ist Spiel genug und sogar günstig für die Entwicklung. Zum Essen: Auch das müssten die Einjährigen hinkriegen. Sich etwas aus der Brotdose nehmen und essen, sich den Becher nehmen und trinken etc., dazu sind Kinder mit einem Jahr durchaus in der Lage. Auch essen mit dem Löffel geht schon. An Matchboxautos kann eigentlich nichts abbrechen, insofern darf dein Kind darauf rumkauen. Nur Dinge, die sehr kleinteilig sind, sollten unbedingt aus der Reichweite geräumt werden und das solltest du auch unbedingt mit den Erzieherinnen besprechen. Zur Rampe in der Mitte des Raumes: Ich weiß nicht, wie hoch die ist...zu hoch wäre natürlich doof. Aber in Spielkreisen nach Pikler zb werden extra Rampen angeboten, damit Kinder in ihrem eigenen Tempo diese erobern. Und da kann es durchaus sein, dass sie mal runterfallen - dann passen sie beim nächsten Mal besser auf. Viel wichtiger ist, dass sie getröstet werden, wenn sie sich dort wehgetan haben, und daran sollten die Erzieherinnen auch nicht sparen.

      Und da sind wir schon bei dem Teil, der wirklich gar nicht geht. Die Erzieherinnen müssen unbedingt liebevoller und feinfühliger werden. Trösten ist echt sooo wichtig. Ich weiß, dass viele denken, es reicht, ein kleines Kind von seinem Schmerz abzulenken, aber das ist echt nicht so gut für die Entwicklung. Viel günstiger wäre es, die Kinder in ihrer Trauer oder ihrem Schmerz zu begleiten. Vielleicht willst du den Erzieherinnen ein Buch übers Trösten schenken?

      Bei der Eingewöhnung sollte sich eine Erzieherin gezielt um dein Kind kümmern, es dazu auffordern, mit ihr ein Buch anzuschauen oder zu spielen, damit sie in Kontakt kommen. Nur nebenbei mitlaufen lassen ist keine Eingewöhnung. man muss nach vier Tagen noch keine Trennung machen und ich würde euch raten, dass dein Mann die Eingewöhnung dann weiterführt, aber bevor es überhaupt zu einer Trennung kommt, sollte die Erzieherin schon ein paar Mal mit deinem Kind in deiner Anwesenheit gespielt haben. Kann es sein, dass sie sehr jung und unsicher ist? So klingt es für mich nach deiner Schilderung. Es wird dir nichts anderes übrig bleiben, als deine Wünsche (trösten, kleinteilige Spielzeuge sichern, mit Kind in Kontakt gehen) vorsichtig anzusprechen, denn sonst ändert sich ja nichts.

      Liebe Grüße, Snowqueen

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    2. Liebe Snowqueen,

      vielen Dank für die lieben Worte. Das beruhigt mich schon mal ein bisschen. Da war ich vielleicht doch ein wenig zu sehr Löwenmama ;-)
      Die Rampe ist ca. 40-50cm hoch. Drum herum liegen solche Schaumpuzzelmatten. Vielleicht hast du recht und das ist gar nicht so schlimm.
      Jung sind beide Erzieher leider gar nicht. Die unfreundlichere ist ca. 55 Jahre und lebt die Erziehung der 50er. Die Bezugserzieherin ist ca. 40 Jahre alt. Ich habe den Eindruck, dass die Erzieher keine Freude oder Herzblut an der Betreuung der U3-Kinder haben. Das war ja bisher ein Kiga ab 3 Jahre und wurde nun, weil es eben angeboten werden musste zur Krippe notdürftig umgebaut. Ich schätze die Betreuer wurden nicht gefragt, ob sie lust haben sich nun um so kleine Kids zu kümmern und Windeln zu wechseln...

      Wie auch immer, das mit dem Buch ist ne gute Idee. Ich hoffe es gelingt mir das ganze einigermaßen ruhig anzusprechen. Sowas gehört nicht gerade zu meinen Stärken. Ich träume schon ganz schlimme Sachen, von verlassenen, weinenden Kindern...

      Vielen Dank dir und macht weiter so!
      LG Beate

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  56. Huhu! Danke für den tollen Artikel und sowieso den ganzen Blog! Ich habe mir nicht alle Kommentare durchgelesen und hoffe daher, dass ich nichts übersehen habe aber kommt der zweite Teil noch? :))

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    1. Er schlummert in den Tiefen der bisher nicht beendeten Artikel. Ich muss mal gucken, ob ich ihn noch beendet bekomme. Liebe Grüße!

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  57. Hallo ihr beiden,

    ich lese euren Blog (und auch euer Buch) ja nun schon seit einiger Zeit und bin total begeistert von der hohen Qualität, die ihr immer bei den Artikeln liefert! Viele Artikel waren mir bisher eine große Hilfe. Vielen Dank dafür!

    Als ich dann mal über den Artikel über Fremdbetreuung gestolpert bin (da mein zweiter Sohn bald in den Kindergarten kommt), war ich ehrlich gesagt schon ziemlich enttäuscht über die einseitige Betrachtungsweise (auch wenn das teilweise natürlich verständlich ist, wenn man nur positive Erfahrungen diesbezüglich hat).

    Über den oben stehenden Artikel war ich demnach wieder froh, weil ich denke, dass dieser viel mehr Aspekte beleuchtet, die bei der Fremdbetreuung zum Tragen kommen. Ich habe mich bei meinem älteren Sohn (wird bald 6) bewusst für Kindergarten erst ab 3 Jahren entschieden (weil ich persönlich davon überzeugt bin, dass das in den meisten Fällen wenn irgendwie möglich die beste Lösung für das Kind ist) und trotzdem war die Eingewöhnung in den Kindergarten meines Erachtens dann nicht optimal. Ich wurde am ersten Tag schon mal eine Stunde rausgeschickt, am nächsten Tag noch länger und am dritten Tag durfte ich ihn dann direkt dort lassen. Da es ihm relativ gut damit zu gehen schien machte ich das auch und es gefiel ihm tatsächlich gut weshalb ich sehr froh war.

    Jedoch wurde er die zweite Woche krank und danach waren Osterferien. Nach dieser langen Pause fiel ihm der Wiedereinstieg in den Kindergarten sehr schwer. Er wollte mich nicht weggehen lassen und weinte bitterlich. Also blieb ich an diesem Tag wieder bei ihm, am nächsten Tag wollte mich die Erzieherin aber wieder wegschicken, weil es sonst ja alles nur noch schlimmer machen würde. Ich meinte, dass ich mir extra Zeit genommen hätte und gerne bleiben könnte, aber sie bestand darauf, dass das nicht gut wäre, er sich sicher schnell beruhigen würde und außerdem den anderen Kindern gegenüber (die die Mamas ja auch nciht da hatten) unfair wäre. Also ging ich und ich muss sagen es zerriss mir das Herz. Zuhause musste ich wirklich weinen. So würde und werde ich das sicher nicht mehr machen.

    Mein Sohn beruhigte sich natürlich irgendwann, aber was dieses ("das Kind beruhigt sich eh nach 5 Minuten") mit dem Kind macht wird nicht hinterfragt. Mein Sohn ist eigentlich nie richtig gern in den Kindergarten gegangen, auch wenn ich jetzt sagen muss, dass es schon ok für ihn war, als er dann wirklich eingewöhnt war.

    Also klar, es gibt solche und solche Kinder. Aber es gibt auch solche und solche Betreuungseinrichtungen. Und was ich eigentlich sagen möchte: so komplett optimale Bedingungen in der Kita/Kindergarten und einfühlsame Betreuung geschweige einen ordentlichen Betreuungsschlüssel - davon können die Meisten leider nur träumen. Auch ein Kitawechsel ist ja nicht immer möglich (wenn man zum Beispiel am Land wohnt und es nur die Eine gibt) oder man eh schon Schwierigkeiten hatte einen Platz zu finden.
    Und was mich zusätzlich stört (zumindest ist mir das in unserem Kindergarten aufgefallen) - die Erzieherinnen sind teilweise überhaupt nicht emphathisch und reden auch den Müttern noch ein, dass dieses oder jenes "normal" sei und dazugehöre. Ich höre immer wieder bitterliches Weinen, wenn ein Kita-Kind "eingewöhnt" wird und die Mamas (meiner Meinung nach) viel zu früh weggeschickt werden. Sehr schade, dass die Mütter da mehr auf die Erzieherinnen als auf ihre Mutterinstinkte hören.

    So, das ist jetzt leider viel länger geworden, als ich wollte, sorry... aber ich wollte das mal loswerden.

    Liebe Grüße,
    Tanja

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  58. Hallo Zusammen, auch ich habe eine Tochter, der ich gerne etwas helfen möchte und ich weiß nicht was falsch gelaufen ist oder nicht was wir besser machen können. Es ist nämlich so dass sie im Kindergarten so gut wie gar nicht spricht. Sie hat einen Gesichtsausdruck ohne jegliche Emotion und wenn sie angesprochen wird guckt sie nach unten oder es kommt höchstens ein nicken. Sie hatte einen besten Freund mit dem sie auch gespielt hat aber der hat sich jetzt zwei anderen Jungs zugewendet und spielt nicht mehr mit ihr. Jetzt ist sie nur alleine und keiner spielt mit ihr. Alle finden Sie natürlich komisch weil sie immer so mürrisch guckt und auch mal Kinder angrummelt wenn man ihre Schutzmauer durchbricht. Erst heute hat sie gesagt dass sie ganz vorsichtig gegessen hat weil sie nicht will dass andere Kinder sie sehen oder hören. Dabei ist sie zuhause ein super lebensfrohes Kind mit einer riesigen Klappe und starkem Willen. Sie war als Kind schon extrem mama und Papa orientiert und hat ganz doll gefremdelt. Keiner durfte sie auf den Arm nehmen. Einschlafen war auch extreeem schwer und zwischen 2 und 3 hatte sie auch ihre schrei und hau und Wutanfall Phase die ich mit euren Tipps „mehr Verständnis, mehr Empathie, mehr Augenhöhe mehr liebe“ sehr gut in den Griff gekriegt habe. Es fiel ihr oft wie ein Stein vom Herzen wenn ich ihren Unmut verstehen konnte. Zu fremden ist sie auch sehr verschlossen, mag es nicht direkt angesprochen zu werden. Wenn sie aber auftaut quatscht sie andere den ganzen Tag voll. Sie sucht sich ihre Leute aus. Die kita meint jetzt wir sollen mit ihr zum Psychologen aber ich will ihr nicht dieses Stigma „ich bin anders“ aufdrücken. Hier zuhause spielt sie einzeln übrigens ganz toll mit anderen Kindern (bis auf kleinere impulskontrolstörungen) dann grummelt sie erst als Warnung oder sagt lass mich in Ruhe. Was kann ich tun damit ihr die soziale Interaktion leichter fällt. Muss ich wirklich sofort zum Psychologen? Ach so, meine Tochter ist 3 1/2, liebt Pferde, wir Eltern streiten uns eigentlich nie, und sie hat eine kleine Schwester (9 Monate) die sie abgöttisch liebt. Hoffentlich könnt ihr uns weiterhelfen.

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  59. Hallo Zusammen, auch ich habe eine Tochter, der ich gerne etwas helfen möchte und ich weiß nicht was falsch gelaufen ist oder nicht was wir besser machen können. Es ist nämlich so dass sie im Kindergarten so gut wie gar nicht spricht. Sie hat einen Gesichtsausdruck ohne jegliche Emotion und wenn sie angesprochen wird guckt sie nach unten oder es kommt höchstens ein nicken. Sie hatte einen besten Freund mit dem sie auch gespielt hat aber der hat sich jetzt zwei anderen Jungs zugewendet und spielt nicht mehr mit ihr. Jetzt ist sie nur alleine und keiner spielt mit ihr. Alle finden Sie natürlich komisch weil sie immer so mürrisch guckt und auch mal Kinder angrummelt wenn man ihre Schutzmauer durchbricht. Erst heute hat sie gesagt dass sie ganz vorsichtig gegessen hat weil sie nicht will dass andere Kinder sie sehen oder hören. Dabei ist sie zuhause ein super lebensfrohes Kind mit einer riesigen Klappe und starkem Willen. Sie war als Kind schon extrem mama und Papa orientiert und hat ganz doll gefremdelt. Keiner durfte sie auf den Arm nehmen. Einschlafen war auch extreeem schwer und zwischen 2 und 3 hatte sie auch ihre schrei und hau und Wutanfall Phase die ich mit euren Tipps „mehr Verständnis, mehr Empathie, mehr Augenhöhe mehr liebe“ sehr gut in den Griff gekriegt habe. Es fiel ihr oft wie ein Stein vom Herzen wenn ich ihren Unmut verstehen konnte. Zu fremden ist sie auch sehr verschlossen, mag es nicht direkt angesprochen zu werden. Wenn sie aber auftaut quatscht sie andere den ganzen Tag voll. Sie sucht sich ihre Leute aus. Die kita meint jetzt wir sollen mit ihr zum Psychologen aber ich will ihr nicht dieses Stigma „ich bin anders“ aufdrücken. Hier zuhause spielt sie einzeln übrigens ganz toll mit anderen Kindern (bis auf kleinere impulskontrolstörungen) dann grummelt sie erst als Warnung oder sagt lass mich in Ruhe. Was kann ich tun damit ihr die soziale Interaktion leichter fällt. Muss ich wirklich sofort zum Psychologen? Ach so, meine Tochter ist 3 1/2, liebt Pferde, wir Eltern streiten uns eigentlich nie, und sie hat eine kleine Schwester (9 Monate) die sie abgöttisch liebt. Hoffentlich könnt ihr uns weiterhelfen.

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  60. Ihr bekommt sicher jede Menge Anfragen und Kommentare...
    Unser Kleiner ist zwei einhalb und seit etwa 6 Monaten in der Kinderkrippe. Die Eingewöhnung hat viel besser funktioniert als erwartet (für mein Gefühl war es zu früh ihn in Fremd betreuung zu geben), er wird von einem sehr engagierten Pädagigenteam betreut das er offenbar sehr ins Herz geschlossen hat. Auch wenn ihm zur Zeit die Trennung in der Früh etwas schwer fällt denke ich das er prinzipiell gerne in der Kinderkrippe ist. Wenn er abgeholt wird wirkt er oft guter Dinge und entspannt, er hat sich unglaublich entwickelt in den letzten Monaten, es gibt Tage da würde er lieber länger bleiben weil es gerade so spannend ist... Sobald wir aus der Kinderkrippe draußen sind kommt es aber oft zu einem "Einbruch", wo ihn dann Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen und er sehr anfällig wirkt. Oft stillt er dann auch sehr ausgiebig. Im Kindergarten ausgeglichen und danach bei der Mama für die nächsten ein-zwei Stunden oft genau das Gegenteil? Habe ich vielleicht eh bei euch gelesen das Kinder nach dem Kindergarten oft erst"repariert" werden müssen wenn sie wieder bei der Mama sind? Was ich mich jetzt schon seit längerem Frage: wenn wir unsere Kinder nach dem Kindergarten erst mal reparieren müssen, heißt das das es ihnen um Endeffekt dann dort doch zuviel wird, auch wenn sie offenbar gerne Zeit im Kindergarten verbringen?
    LG, Brigitte

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    1. Liebe Brigitte, wir müssen uns doch nach der Arbeit, oder nach einer großen Party mit Freunden dann auch erstmal erholen, oder nicht? Natürlich bedeutet Kindergarten Stress für Kinder. Sie müssen sich ja anpassen, und immer auf die Bedürfnisse auch von anderen achten. Kein Wunder also, dass sie dann, wenn Mama oder Papa als sicherer Hafen da sind, erstmal den ganzen Stress rausbrüllen müssen. Das ist einfach Psychohygiene. Das heißt aber nicht, dass der Kindergarten per se schlecht für das Kind wäre.
      LG, Snowqueen

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  61. Hallo Snowqueen und Danielle,
    Zunächst mal vielen Dank für den tollen Blog, ich lese oft bei euch!
    Ich brauche mal euren Rat. Meine Tochter ist 4 Jahre alt und geht seit einem Jahr in den Kindergarten. Die Eingewöhnung war schwierig: Bezugserzieherwechsel, Geburt des Brüderchens, Erzieher haben sie festgehalten bzw. weggetragen während sie geweint und nach mir gerufen hat etc. Wir hatten Gespräche im Kiga, weil wir uns das so eigentlich nicht vorgestellt hatten. Unser Kind soll freiwillig bleiben, klar, Tränen können dazu gehören, aber festhalten...? Von Seiten der Erzieher kamen wenig Vorschläge wie man es anders machen könnte, außer der Hinweis aus langjähriger Erfahrung, dass man den Abschied möglichst kurz halten soll, weil je länger desto schwerer. Nun geht meine Tochter also seit einem Jahr hin und hat sich einigermaßen eingelebt. Höhen und Tiefen gibt es klar. Aber seit einiger Zeit sagt sie jeden Tag, dass sie nicht hin will. Ich kann sie dann meist irgendwie doch rauslocken und wir verabschieden uns und es ist für alle gut. Aber manchmal wie heute klappt es eben nicht. Dann will sie schon gar nicht ins Zimmer gehen. Ich lass ihr dann Zeit, wir kuscheln nochmal und unterhalten uns. Irgendwann gehen wir dann rein, aber dann weint sie und klammert sich an mich, sagt sie will mit heim oder ich soll da bleiben. Die Erzieherin hat sie dann sanft festgehalten und ich bin gegangen. Sie hat nach 5 Sekunden aufgehört zu weinen. Aber ich hasse das und bin total unglücklich, wenn das so läuft. Habt ihr einen Tipp für mich?
    Vielen Dank!!

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  62. Hallo,

    ich bin von unserer Krippe nicht gerade begeistert, aber mein Sohn fühlt sich wohl und das ist die Hauptsache. Heute beschäftigt mich aber etwas, dass ich beobacht habe als ich meinen Sohn heute morgen abgegeben habe:

    Kind, knapp 3 Jahre, liegt auf dem Sofa, schluchzend. Ca. 3 min ohne, dass sich die Erzieher einmischen. Dann sagt die Erzieherin sehr bestimmt: „Name, das Spielzeug bleibt oben auf dem Regal und du kannst es so wie es ist heute mittag wieder nach Hause mitnehmen.“ Wieder brüllt das Kind. Es vergehen mindestens 5 min, kein Erzieher beachtet mehr das Kind. Es waren zwei Erzieher im Raum und noch weitere 3 Kinder.

    Dann beruhigt sich das Kind und sagt wütend: „Zuhause habe ich ein Schwert und das hole ich und dann mach ich euch alle kaputt.“ Keine Reaktion von den Erziehern.
    Das Kind wiederholt den Satz mehrmals und ist dabei richtig zornig und wütend, die Augen funkeln. Dann sagt die Erzieherin, ohne das Kind dabei anzuschauen und total monoton: „Ich habe dich gehört, Name.“

    Die Situation hat mich so erschrocken. Ich weiß ja nicht was im Vorfeld geschehen war, aber diese Kälte dem Kind gegenüber macht mich sehr traurig.

    Wie würdet ihr in so einer Situation mit dem Kind umgehen? Hätte man das nicht emphatischer lösen können? Oder ist das ein pädagogisch korrektes Vorgehen? Ich bin auf eure Meinung dazu sehr gespannt.

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  63. Liebes Team,
    ich brauche dringend einen Tipp von euch:
    Unser Sohn ist jetzt 33 Monate alt und seit September in der Kinderkrippe. Die Eingewöhnung hat super geklappt, er hat mich als Mama (die Nummer 25 oder so in seiner Beziehungshierarchie) schon nach drei Tagen nicht mehr gebraucht. Was mir aufgefallen ist: Er war zuhause super unrund - meiner Meinung nach, weil er zu wenig Bewegung und Frischluft hatte. In der Krippe gehen die Kids immer von 10.00-11.00 Uhr raus. Er hat sich daheim aufgeführt wie so ein kleiner Gummiball und konnte seine Energie gar nicht mehr los werden.
    Jetzt war er eine Woche nicht in der Krippe, weil er zum ersten Mal in seinem Leben Fieber hatte. Und jetzt gibts Geschrei, Geheule, Geweine, Gezeter. Er lässt sich nach dem Zähneputzen von seinem Papa (der absoluten Nr. 1) nicht mal mehr anziehen, weil er weiß, dann muss er in den Kindergarten. Heute hat er zu Papa gesagt: "Die Mama soll mich nicht in den Kindergarten bringen." Ansonsten is es sowas wie: Ich will nicht in den Kindergarten, mir gefällts dort nicht.
    Papa und Sohn können viel Zeit miteinander verbringen, weil Papa immer 24 Stunden arbeitet und dann 48 Stunden daheim ist. Das bedeutet auch, dass er zwei von drei Wochenenden arbeitet - wir haben also keinen "typischen Familienalltag, wo man das Wochenende miteinander verbringen könnte, sondern ganz viel Zeit unter der Woche, wo Kind halt jetzt jeden Vormittag im Kindergarten verbringt. Papa ist auch super geduldig, zeigt ihm alles, lässt ihn bei allem mitmachen und ausprobieren. Und Kind is schon fast mitm ersten Lehrjahr Schreinerlehre fertig.
    Wenn ich ihn jetzt in dei Kita bringe, klammert er sich an mich, weint und schreit. Die Erzieherin meint, dass er sich schnell beruhigen lässt. Und wenn ich weg bin, hat er wohl auch Spaß. Das glaube ich auch, die machen da gute Arbeit.
    Es ist nur so: Kind lässt sich, wenn Papa in der Nähe ist, nicht von mir trösten, anziehen, angreifen, ... Und wenn Papa nicht da ist, ist es teilweise auch so, dass ich stundenlang neben dem heuelenden Kind sitze und es einfach nicht trösten kann (letztens z.B., als Papa mitten in der Nacht zu einem Bergwachteinsatz weg ist). Ich hab jetzt das Problem, dass ich mir in solchen Situationen erhoffe/erwarte, dass Kind sich von mir trösten lässt. Andererseits erwarte ich von ihm in einer Situation, in der er eindeutig signalisiert, dass er mich braucht, dass er sich nicht so anstellen soll.
    Die Erzieherin meint auch, dass er vielleicht jetzt doch "mehr auf mich steht", weil wir im Dezember ein Baby erwarten und sich alles verändert. Papa und ich sind uns einig, dass es das nicht ist.
    Unser Sohn ist ein sehr praktisch veranlagtes Kind, Spielzeug findet er nur bedingt lustig. Die Krippengruppe ist eine "Notgruppe", in den Turnsaal hineingebastelt, dementsprechend klein und trotzdem 12 Kinder. Kind war bis zur Krippe quasi 24 Stunden draußen, mitm Papa in der Werkstatt, hat fleißig gehämmert, gearbeitet, gesägt,... In der Krippe gibts einen riesigen Liebherr-Kran - aber ohne Seil und Haken. Wie soll man damit bitte kranen? Mein Kind kann man damit nicht begeistern.
    Mein Gefühl ist, dass er einfach da nicht reinpasst, irgendwie "unterfordert" ist. Er lässt sich auch nicht mit "Lobstempeln" bestechen, das ist ihm alles wurscht. Auch, dass alle Kinder eine Laterne basteln - er hat keine Zeit dafür.
    Ich bin ratlos:
    Option 1: Durchhalten und Aushalten - er fühlt sich ja wohl, wenn ich weg bin. - kommt mir sehr falsch vor
    Option 2: Rausnehmen und warten, bis er selbst den richtigen Zeitpunkt signalisiert. - ich weiß, dass ich mich darauf verlassen kann, das Signal von ihm zu bekommen. Dann ist allerdings sehr wahrscheinlich der Platz weg.
    Option 3: Kein Kindergarten. - Wie schaff ich das dann mit dem zweiten Kind? Antwort: Da mach ich ein Problem daraus, wenns soweit ist.
    Option 4: Noch bis März warten und es im Waldkindergarten nochmal probieren - Erzieherin hat selbst auch gemeint, dass ihm das wohl besser liegen würde.
    Oder was meint ihr?
    Herzlichen Gruß,
    Katharina

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  64. Hallo Snowqueen und Danielle,
    Ich bin gerade auf euren Artikel gestossen und Frage einfach auch nochmal um Rat, auch wenn der Artikel schon vor längerer Zeit erschienen ist...
    Ich gewöhne gerade meinen Sohn (2Jahre, 9Monate) im Kindergarten ein und es sehr schwierig, ich darf einfach nicht gehen, nicht mal zur Toilette. Zu Beginn lief alles gut, und ich bin nach einer Woche mit seiner Erlaubnis für eine Stunde spazieren gegangen...nach etwa einer Woche hat er plötzlich angefangen während meiner Abwesenheit zu weinen, ein erneutes Weggehen wurde in der folgenden Zeit vehement " verneint". Ich bin ab dann täglich die ganze Zeit dort geblieben. Die Kindergartengruppenleitung wurde zu diesem Zeitpunkt an einen neuen Erzieher übergeben. Dieser hat sich bisher immer sehr einfühlsam um Kontak bemüht, wenngleich er selber neu war und sich erst einmal orientieren muss...der Kindergartenbeginn liegt nun über 4 Wochen zurück, ich darf auch weiterhin den Raum nicht Verlassen und sehe keinerlei Fortschritte. Mein Sohn hat keine intensive Bindung zu den Erziehern aufgebaut trotz Bemühungen, die vielen Kinder sind alle älter und haben schon feste Freundschaften, Kontakt zu Kindern wehrt er oft brüsk ab. Ich fühle mich total unter Druck, im Februar ist mein Arbeitsbeginn vereinbart und ich frage mich wie alles klappen soll. Ist so eine lange Eingewöhnungszeit noch im Rahmen oder ist der Kindrgartenstart vielleicht zu früh? Sollen wir es weiter versuchen? Ich bin ratlos...
    Über ein kleines Feedback würde ich mich sehr freuen.
    Liebe Grüße von Alexandra

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