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Tandemstillen - ein Erfahrungsbericht



Über das gleichzeitige Stillen von mehreren Kindern

 
Stillbild Tandemstillen mit PuppenDer Begriff "Tandemstillen" bezeichnet das Stillen von zwei (oder mehr) gleich oder unterschiedlich alten Geschwistern. Laetizia hat für unseren Blog einen Erfahrungsbericht darüber geschrieben - herzlichen Dank dafür! 
 
 

Wie kam es bei uns zum Tandemstillen?

 

Ich wollte gerne so lange stillen, bis mein Sohn sich von selbst abstillt bzw. wir zumindest in beiderseitigem Einvernehmen abstillen können. Da dies bis zur Geburt seines Brüderchens (trotz der Schwangerschaft, in der sich ja viele Kinder abstillen) noch nicht der Fall war, stille ich nun also seitdem beide Kinder (9 Monate und 2,5 Jahre).
 
Vor der Geburt abzustillen, kam aus mehreren Gründen für mich nicht in Frage:
 
Mein Sohn war "erst" 13 Monate alt, als ich wieder schwanger wurde. Da er noch nie ein großer Esser gewesen war und Brei ganz verschmäht hatte, war sein Hauptnahrungsmittel damals immer noch die Muttermilch. Durch Baby-led weaning war es so, dass er durchaus gerne alles probierte, aber wirklich nennenswerte Mengen waren das nicht. Es reichte zwar, dass er bei Papa und in der Krippe mehrere Stunden ohne meine Milch auskam, aber danach wurde ordentlich aufgeholt, d. h. sehr viel und oft gestillt.
 
Die Krippe war ein weiterer Grund, warum ein Abstillen kaum möglich war: Als Ausgleich zu dieser (vollkommen unproblematischen) Loslösung von mir schien mein Sohn das Stillen und die damit verbundene Nähe umso mehr zu brauchen. Gerade nachts nuckelte er teilweise ununterbrochen. Da ich damals einer sehr anstrengenden Arbeit nachging, war ich froh, ungestört schlafen zu können (ich kann während des nächtlichen Stillens einfach weiterschlafen), und wollte das keinesfalls aufgeben. Also war auch meine Bequemlichkeit ein Grund, nicht abzustillen.
 
Natürlich weiß ich nicht, ob das Stillen dafür (mit)ursächlich war, aber mein Sohn war und ist extrem gesund. Gerade in dem damaligen Winter, als ich wieder schwanger wurde, dem ersten Krippenwinter meines Sohnes, war ich so froh und dankbar, dass er eigentlich nie krank war und wenn, dann einfach nach einem Tag Dauerstillen wieder gesund wurde, denn Fehltage auf der Arbeit waren damals für mich sehr schwer zu kompensieren.
 
Alles in allem war und ist mein Sohn ein sehr neugieriges, offenes, aktives Kerlchen, der mit allen Sinnen die Welt eroberte. Dazu brauchte er einen sicheren Hafen, und das bot ich ihm, ganz besonders auch durch das Stillen, das wohl den perfekten Ausgleich zu seinen Abenteuern darstellte.
 
Ein Einschränken des Stillens oder gar ein Abstillen gegen seinen Willen wäre zu jedem Zeitpunkt ein Drama gewesen. Ein großes Drama. Ein aus meiner Sicht vermeidbares Drama. Ein Drama, das er nicht verdient hatte, weil er in allen anderen Belangen so selbstständig, so schnell, so weit, so freiheitsliebend, kooperativ, liebe- und verständnisvoll war. Ich hätte es nie übers Herz gebracht, ihm das Stillen zu nehmen, weil es ihm offensichtlich so gut tat, und er es eindeutig zu brauchen schien.
 
Ich hatte zudem die Befürchtung, dass er quasi schon unter dem Geschwisterchen leiden müsste, bevor dieses überhaupt auf der Welt war. Es sollte ihm nichts wegnehmen, schon gar nicht seine geliebte Mamamilch. Ich hatte auch Sorge, dass mein Sohn diese Verknüpfung "Ich darf nicht mehr, weil das Baby nun gestillt wird" herstellt, denn er hatte und hat ein (für Kleinkinder ja nicht ganz untypisch) extrem gutes Gedächtnis. Je näher also der Geburtstermin rückte, desto klarer wurde, dass ein Abstillen nun nicht mehr möglich sein würde, da er diese Verknüpfung unweigerlich herstellen würde. Eifersucht und Wut auf das Baby wären vorprogrammiert gewesen. Außerdem wurde mir klar, dass er, spätestens wenn das Baby da wäre, auch wieder trinken wollen würde, weil er sich einfach noch daran erinnern hätte können, das selbst getan zu haben. Daher hätte ein Abstillen am Ende der Schwangerschaft wenig "gebracht", es wäre so oder so zum Tandemstillen gekommen.
 

 

Wie läuft das Tandemstillen bei uns ab?

 

Auch wenn ich die ganze Schwangerschaft über Milch hatte und sie meinem Sohn auch sehr schmeckte (beides ist nicht selbstverständlich, bei vielen Frauen wird die Milch deutlich weniger oder bleibt sogar ganz aus, wobei manche Kinder dann trocken weiternuckeln und andere sich dann abstillen oder abgestillt werden, weil dieses Trockennuckeln unangenehm ist, oder aber die Kinder verschmähen die Milch irgendwann und stillen sich ab), änderte sich sein Stillverhalten während der 9 Monate altersgemäß sehr. Irgendwann mit ca. 17 Monaten schlief er plötzlich durch (eine sehr spannende Entwicklung, wie oben geschrieben stillte er davor ja teilweise ununterbrochen nachts), somit fiel da sehr viel weg. Auch tagsüber reduzierte sich über den Sommer und die vielen außerhäuslichen Aktivitäten das Stillen sehr, so dass er irgendwann nur noch zum Einschlafen gestillt wurde. Und auch da wurde sein Bedürfnis immer geringer, so dass mit ein wenig Nachhelfen ein Abstillen ab der 37. Schwangerschaftswoche möglich gewesen wäre (weil ich mir eben sicher war, dass er nach der Geburt weitertrinken wollen würde, habe ich da nichts forciert).
 
Während der Schwangerschaft habe ich meinen Großen darauf vorbereitet, dass das Baby sehr oft Mamamilch trinken wird. Da es noch keine Zähnchen habe, könne es noch nichts anderes essen und müsse ständig trinken. Wenn ein Baby irgendwo weinte, habe ich meinen Großen darauf aufmerksam gemacht und ihm erklärt, dass das Baby nun sicher gleich Mamamilch bekäme. Mein Großer verinnerlichte das sofort, und es war später auch wirklich nie eine Diskussion, ob er Kleine nun trinken "dürfe" oder nicht. Nein, ich wurde sogar sofort gerufen oder geholt, wenn der Kleine nur eine Miene verzog, und mir wurde befohlen: "Mama, er braucht unbedingt Mamamilch! Komm schnell!"
 
Als der kleine Bruder auf die Welt kam, wurde mein Großer, damals 22 Monate alt, also maximal 2 Mal am Tag gestillt, an manchen Tagen sogar gar nicht.
 
Ich habe dann ambulant entbunden, kam mit dem Brüderchen nach Hause und die Liebe war riesig. Der Bruder wurde geherzt, betüddelt, besungen, bestaunt, und als er das Gesicht verzog, geschah sofort das oben genannte: "Mamaaaa, schau doch, er hat Hunger! Er braucht Mamamilch!"
 
In den ersten Tagen wollte mein Großer dann meist auch trinken, wenn der Kleine trank. Das Tolle an so großen Stillkindern ist ja, dass sie so selbstständig und mobil sind und aus nahezu jeder Position trinken können. Somit muss man sich wirklich nicht verrenken, um beide gleichzeitig anzulegen. Ich setzte mich bequem hin, half dem Kleinen beim Trinken und der Große bediente sich quasi selbst, indem er irgendwie auf mir oder um mich herum saß, lag, stand, hockte. Ja, das sah sicher oft komisch aus. Aber es war bequem und wunderschön für uns 3!
 
Stillbild Tandemstillen mit PlaymobilpuppenIch habe versucht, darauf zu achten, dass der Kleine immer die ersten Schlucke an beiden Brüsten bekommt, wegen des Kolostrums. Da ich aber bereits nach wenigen Stunden reife Milch hatte, wurde das sehr schnell hinfällig und beide tranken einfach dort, wo gerade frei war. Später entwickelte es sich so, dass die beiden oft unabhängig voneinander trinken. Der Kleine wird oft gestillt, wenn er im Tragetuch vor meinem Bauch ist, oder auch einfach mal so, ohne dass der Bruder auch möchte. Auf der anderen Seite liegt der Kleine oft auch fröhlich glucksend herum und der Große kommt auf die Idee, jetzt plötzlich Mamamilch zu wollen.
 
Viele Tandemstillmütter finden das unterschiedliche Saugverhalten unangenehm und stillen nicht beide Kinder gleichzeitig. Außerdem kommen viele Frauen am besten damit zurecht, jedem Kind eine Brust "zuzuteilen". Beides war bei mir nicht der Fall. Ich stille mal nur den Kleinen, mal nur den Großen, mal beide gleichzeitig, und wechsle die Brüste munter durch.
 
 

Hürden

 
 
Ja, es gibt Momente, da frage ich mich, ob das alles eine gute Idee war. Wobei ich letztendlich sagen muss, dass das, was ich nun im Folgenden erzähle, wenig mit Tandemstillen an sich zu tun hat, sondern eher mit Langzeitstillen. Die auftauchenden Probleme haben auch viele lange stillenden Mütter, die "nur" ein Kleinkind stillen. Beim Tandemstillen ist es vielleicht etwas schwerer, die persönliche Grenze zu ziehen, weil man immer noch im Kopf hat, man möchte das große Kind nicht benachteiligen, keine Eifersucht schüren etc. Die Balance zu finden zwischen den Bedürfnissen aller drei Beteiligten ist wohl etwas schwieriger.
 
Für mich ist es manchmal schwer, zu akzeptieren, wie oft und viel mein Großer trinken will, und dass er da schwer ein "Nein" akzeptieren kann. Das liegt aber sicher an mir, weil ich aus den oben genannten Gründen ambivalent bin. Denn an die wenigen festen Regeln, die wir haben, hält er sich prima. Als er nach der Geburt z. B. auf dem Spielplatz nicht mehr spielen, sondern nur stillen wollte, führte ich die Regel ein: "Nur noch zu Hause!". Unterwegs fragt er also gar nicht mehr. Wenn doch etwas sein sollte, weswegen er unbedingt Mamamilch möchte (seeehr müde oder/und wehgetan), schlägt er von selbst vor, nach Hause zu gehen. Aber zu Hause, da ist ein "Nein, gerade geht es nicht!" sehr schwer durchzusetzen. Das macht mich schon manches Mal traurig, auch wenn mir klar ist, dass er einfach spürt, dass es mir meistens nicht mit letzter Konsequenz ernst ist bzw. ich eben doch selbst zwiegespalten bin, inwieweit mein "Nein" jetzt gerechtfertigt ist.
 
Außerdem findet er oft kein Ende, und wenn ich ihn bitte, nun aufzuhören, passiert das manchmal nicht sofort. Das verletzt mich irgendwie, weil ich dem blöden Gedanken aufsitze: "Mann, jetzt hab ich ihm doch was gegeben, und er ist so undankbar und hört dann nicht auf, wenn ich ihn drum bitte!". Ich weiß, dass ich da zu viel verlange von meinem Großen.
 
Das Hauptproblem, das ich habe, ist morgens: Mein Großer fing wieder an, morgens trinken zu wollen, und dieses morgens wurde immer früher. Leider schlief er dabei oder danach aber nicht mehr ein und beendete somit die Nacht um 5, dann 4, dann 3, und weckte somit auch mich, und oft das Baby, das nur in meinem Arm schlafen konnte.
 
Wenn ich aber die Mamamilch verweigerte, war das Geschrei groß (und das kenne ich sonst absolut nicht von ihm!), und er weckte das Baby damit erst Recht. Ich haderte lange mit mir. Egal, welche Maßnahme wir ergriffen, es wurde nicht richtig besser. Wir probierten, dass sich der Papa nachts um ihn kümmerte. Aber mein Kind, das sonst keinerlei Trotzanfälle zeigt, wurde unermesslich wütend und verzweifelt. Wir führten ein Lichtsignal ein, dass ihm zeigen sollte, ab wann er wieder trinken könne. Auch das half nicht. Letztendlich habe ich es ausgesessen, ihn in den Morgenstunden einfach dauerstillen lassen (wobei ich inzwischen leider nicht mehr schlafen kann, weil ich ja immer von 2 Kindern umgeben bin und dann sehr unbequem liege) und ihm stets erklärt, dass ich nachts schlafen muss und warum. Inzwischen fragt er nachts nicht mehr danach, wacht aber immer noch deutlich früher auf, als früher. Spätestens um 6 Uhr, meistens eher zwischen 5 und 6 Uhr ist für ihn die Nacht vorbei und er fragt nach seiner Mamamilch und das, obwohl er frühestens um 21 Uhr, oft deutlich später, eingeschlafen ist (Nein, dieses Kind scheint keinen Schlaf zu brauchen, uff!).
Ich weiß, dass es schlimmer sein könnte. Viele Kleinkinder verlangen nachts viel häufiger nach Milch. Es ist toll, dass mein Großer verstanden hat, dass das nachts nicht geht, und sich mit Kuscheln zufrieden gibt.
 
Was aus meinen Schilderungen vielleicht hervorgeht, ist, dass er eine Beschränkung des Stillens kaum akzeptieren kann. Und mir fällt es ebenfalls schwer, ihn da zu beschränken. Es ist so, dass mein Großer das Stillen als Ventil seiner (unbewussten) Eifersucht entdeckt hat. Es gibt ihm die Sicherheit und Bestätigung, auch weiterhin und trotz Brüderchens so viel Mama zu bekommen, wie er braucht. Deswegen führt eine Einschränkung des Stillens zu Verzweiflung. Und dieses Wissen wiederum macht es schwierig für mich, meine eigene Grenze, die bei einer solch intimen Angelegenheit nun mal da ist, durchzusetzen. Mein Großer ist eigentlich sehr zugänglich für rationale Erklärungen, wir können meist Kompromisse schließen und es wird hier selten laut. Ich komme ohne Schimpfen, Strafen, Konsequenzen, Wenn-Dann, etc. aus, weil wir eine Ebene gefunden haben, auf der gut miteinander auskommen und Konflikte konstruktiv gemeinsam lösen können. Nur beim Stillen gelingt das leider nicht immer.
 
Ich glaube, wir sind da manchmal ein einem Strudel: Er will immer mehr, ich will immer weniger. Wir fühlen uns beide durch den anderen in einem Grundrecht beschränkt. Das ist doof! Dennoch: Diese Situationen sind belastend, aber selten, und kommen inzwischen so gut wie gar nicht mehr vor. Für mich überwiegen deutlich 
 
 

Die Vorteile

 
 
(man verzeihe mir die sehr persönliche, pauschalisierende Darstellung)
 

Für die Mama

 
Keine wunden Brustwarzen, kein schmerzhafter Milcheinschuss, kein anstrengendes Clusterfeeding, weil die Milchbildung immer angeregt wird und ich zumindest immer genug Milch produziere. Kein Milchstau, weil immer genug potenzielle Abnehmer da ;-) (Wobei das nicht so sein muss, eine tandemstillende Freundin hat da weniger Glück). Viele Pausen im Alltag, wenn beide selig stillen und ich kurz ausruhen kann. Unendliche Glücksmomente durch die doppelte Oxytocinausschüttung. Immer eine Möglichkeit, beide Kinder zu beruhigen: zwei weinende Kinder kenne ich nicht.
 

Für das Baby

 
Sofort Milch da, immer genug Milch da, eine entspannte Mama, die sich nicht zweiteilen muss, eine ganz besondere Geschwisterbeziehung, Nähe zu Mama und Bruder, keinen eifersüchtigen, sondern äußerst aufmerksamen und liebevollen großen Bruder
 

Für den großen Bruder

 
Zunächst einmal all die Vorteile, die langes Stillen hat. Nun speziell auf das Tandemstillen gesehen, möchte ich folgende Aspekte weiter ausführen:
 
Mein Sohn hat durch den Bruder nichts hergeben müssen, aber viel gewonnen: Er bekommt nun viel mehr seiner geliebten Mamamilch als vorher.
 
Und er bekommt sehr, sehr viel Aufmerksamkeit von einer gefühlsduseligen Mama. Oxytocin ist ja das Liebeshormon, das dafür sorgen soll, dass die Bindung der Mutter zum Kind stark und stabil wird und die Mutter alles tun wird, um das Überleben des Babys zu sichern. Durch das Oxytocin, das beim Stillen ausgeschüttet wird, verliebt man sich umso mehr in sein Baby. Da ich nun beide stille und eben auch direkt nach der Geburt gestillt habe, hatte ich zum Einen sehr viel Oxytocinausschüttung, zum Anderen wirkte das auch auf den Großen. Ich war und bin unendlich verliebt in meinen Großen, und wollte auch nach der Geburt jede Sekunde mit ihm verbringen. Das Baby bekam meine Nähe in meinem Arm, auf meinem Schoß oder vor allem im Tragetuch, aber der Große bekam alle Aufmerksamkeit, die ich nur geben konnte. Ich spielte, malte, kochte, kuschelte, stillte, las vor, machte Unternehmungen mit ihm, so viel ich nur konnte. Er hat durch das Brüderchen nichts an "Mamazeit" eingebüßt. Nein, er bekam eher mehr als vorher.
 
Ich weiß, dass es vielen Müttern schwer fällt, beiden Kindern gerecht zu werden, und das ist auch eine große Herausforderung. Mir wurde das leichter gemacht durch das Stillen und die dadurch mit hervorgerufenen Gefühle. Oft reagieren die älteren Kinder auf die nun begrenzte Aufmerksamkeit mit Provokation, "Trotzen", der Suche und dem Kampf umelterliche Aufmerksamkeit. Mein Großer brauchte das eigentlich nicht, und tat es auch nicht. Dadurch, dass er auch immer "durfte", wenn er wollte, und das bei der Sache, die für ihn eine der wichtigsten überhaupt ist, fühlte er sich nicht zurückgesetzt.
 
Mein Großer bekommt so viel Mama, dass er sehr gut damit leben kann, wenn ich mich doch mal exklusiv um den kleinen Bruder kümmern muss. Ich werde sogar dazu aufgefordert.
 
Ich weiß natürlich nicht, ob das alles am Stillen liegt. Nein, ganz sicher gibt es da gaaaanz viele wichtige Komponenten. Den Charakter der Kinder und den Altersabstand z. B. Ich habe außerdem bestimmt einfach sehr viel Glück.
 
Und es gibt ja auch viele Geschwisterpaare, bei denenes keine Eifersucht gibt, und auch keine Verhaltensänderung gegenüber den Eltern, sondern wo alles harmonisch abläuft, obwohl die Mutter nicht tandemstillt.
 
Das Tandemstillen ist also sicher nur ein kleiner Baustein im Gefüge. Aber, und das sage ich nicht ganz ohne Stolz, hätte ich mir das Leben mit zwei kleinen Kindern nicht so schön, erfüllt, reibungslos und harmonisch vorgestellt, wie es ist. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass sich meine zwei so abgöttisch lieben, gegenseitig anhimmeln. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass sich der Große so hingebungsvoll um den Kleinen kümmert und so frei von jeglicher Aggression ihm gegenüber ist. Wenn das Tandemstillen also nur einen kleinen Teil dazu beigetragen hat, dann hat es sich schon mehr als gelohnt. Wir genießen es alle zumindest sehr!
Stillbild Tandemstillen mit Puppen 
Aber, und ich hoffe sehr, dass das aus meinem hormongeschwängerten Geschreibsel hervorgegangen ist, es ist nicht alles Gold, was glänzt. Es tauchen auch Schwierigkeiten auf. Tandemstillen ist etwas, was verständlicherweise nur für ganz wenige Menschen überhaupt und nur theoretisch in Frage kommt. Und noch weniger kommen in die Lage, zu überlegen, das auch praktisch umzusetzen (denn dazu muss ja das ältere Kind erstmal lange genug gestillt werden, dann muss man "rechtzeitig" wieder schwanger werden, dann müssen es Mutter und Kind wollen, etc. etc. etc.).
 
Rückblickend, nach fast 9 Monaten Tandemstillerfahrung, würde ich diesen Familien raten: Überlegt es euch gut, aber wenn ihr euch dazu entschließt, genießt es! Es gibt für mich persönlich nichts Ergreiferendes!
 
© Laetizia
 

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Kommentare:

  1. Ansich kann ich keinen Kommentar abgeben zum Langzeit- oder Tandemstillen. Das soll jeder machen, wie er mag und kann.

    Was mir aber klar auffällt: die Mutter beschreibt sehr schön, wie sehr sie selbst am Stillen hängt. Es ist ja auch eine gegenseitige Sache, aber wie lange ein Kind stillt - von selbst stillen will - ist meiner Meinung nach sehr stark von der Mutter beeinflusst. Mitnichten entscheidet das Kind das ganz alleine. Wenn die Mutter also sehr an der Stillbeziehung hängt, signalisiert sie dem Kind entsprechend, dass sie weiterstillen möchte. Wenn eine Mutter nicht mehr Stillen mag, wird es ganz leicht, abzustillen, ohne dass das Kind damit ein Problem hätte. Ich hab das selber und bei anderen Müttern so erlebt. Ist also eher eine meiner Heuristiken.
    Damit möchte ich sagen, dass die Formulierung 'mein Kind will noch nicht abstillen' so vielleicht nicht ganz zutrifft.

    Etwas anderes finde ich das beschriebene Problem, dass der Große mit dem Stillen die Eifersucht kompensiert und das von der Mutter unterstützt wird indem sie das Stillen bewusst dazu benutzt. Fakt ist, dass sich für die Großen Kinder sehr viel verändert, wenn ein Baby dazu kommt. Fakt ist, dass sie in diesem Moment lernen müssen, dass Mama ihre Aufmerksamkeit und Zeit auch mit jemandem anders teilt. Und das ist keineswegs negativ. Das ist ok. Und das sollte man nicht aufhalten, denn mit einen Baby verändert sich nunmal die bisher gut eintrainierte Familiensituation. Man sollte den Großen auch zutrauen, dass sie diese Erfahrung verarbeiten können und gut damit zurecht kommen. Zudem dauert die Umstellung bei Kindern, die beim Geschwisterlichen noch recht klein sind eh nur so lange, bis sie sich nicht mehr daran erinnern können, dass es eine Zeit vor dem Baby gab. Spätestens nach 5/6 Monaten ist das Problem gelöst. Danach kommen die normalen Geschwisterzankereien. Das kann man auch durch Langzeitstillen nicht verhindern. Ich frage mich also, ob die Mutter durch das Tandemstillen und dessen Bedeutung für den großen Sohn, diese erste Phase nur unnötig in die Länge zieht.

    Vermessen finde ich die Verbindung von Tandemstillen/Langzeitstillen mit 'mein Sohn bekommt eine Extraportion Mamaliebe'. Das mag in der betreffenden Familie so sein, aber das Maß an Mamaliebe hat generell nichts mit der Stilldauer zu tun und ich finde, solch eine Beziehung sollte auch nicht hergestellt werden. Das eine hat für die meisten Leute aus gutem Grund nichts mit dem anderen zu tun.

    Besser wäre die Formulierung: Weil Stillen bei uns einen ganz besonderen Stellenwert hat, biete ich meinem Sohn an, dass er durch das Weiterstillen in seiner/unserer gewohnten Weise meine Nähe bekommen kann.

    Im Übrigen ist meiner Erfahrung nach der 'Entthronungsschock' des ersten Kindes oftmals eher ein Mythos, vor dem v.a. die Mütter Angst haben. Ich kenne inzwischen viele Familien mit dieser Kinderkonstellation und schätzungsweise 90% davon erlebten die erste Zeit mit Geschwisterlichen als weit weniger problematisch als angenommen. Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen gibt es kaum Stress in dieser Zeit. Interessanter wird es, wenn der eine dem anderen ans Lego geht...

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    1. Hallo Rosalie,

      ich simme dir zu, dass es leicht ist, abzustillen, wenn die Mutter absolut nicht mehr stillen mag. Je kleiner das Kind, umso leichter allerdings. Ich weiß ja nicht, wie lange du und die dir bekannten Mütter, bei denen das so problemlos lief, gestillt haben, aber Babys, vor allem welche, die gerne und viel Brei essen und/ oder sogar die Flschae nehmen, sind da ja durchaus eine andere Hausnummer als Kleinkinder.
      Natürlich hab es auch bei mir Phasen, wo ich sehr gerne abgestillt hätte. Zum Beispiel, als meine Mens nicht kommen wollte, aber mein 2. Kinderwunsch sehr stark war. Aber ein Baby, das keinen Brei aß, nur beim Stillen einschlief und Fläschchen und Schnuller ablehnte, einfach so abzustillen, wäre ein Drama gewesen. Wäre ich entschlossen genug gewesen, das durchzuziehen, wahrscheinlich nur ein kurzes Drama. Aber dazu war ich eben nicht entschlossen genug. Nicht, weil ich 10 Mal nachts stillen so toll fand. Und nein, nicht, weil ich besonders am Stillen hing (ich wusste und weiß ja, dass ich nicht zum letzten Mal stillen werde). Sondern, weil es bei mir Abwägung der Bedüfnisse und Alltagserforderungen aller Familienmitglieder als nicht sinnvoll erschien, diesen (in unserem Fall zumindest auf den ersten Metern) steinigen Weg des Abstillens zu gehen. Ich wusste, dass ich nicht genug Überzeugung ausstrahlen würde, um ein Abstillen, das ausschließlich von mir ausegehen würde, wirklich umsetzen zu können.
      Ansonsten ist das "mein Kind will noch nicht abstillen" etwas, das Frauen, die länger gestillt haben, wohl tatsächlich einfach sehr anders sehen. Denn wann will ein Kind denn abstillen? Will ein Baby abstillen? Ist ein Baby denn "abgestillt", wenn es Milch aus der Flasche trinkt oder am Schnuller nuckelt? Da wurde sein Saugbedürfis (und sein Nährstoffbedürfnis, das es evenuell noch nicht rein über "feste" Nahrung deckt) ja nur umgelenkt, aber es ist noch da! Ich kritisiere dieses Umlenken nicht. Ich denke, wenn eine Mutter voll dahinter steht, kann dieses Umlenken durchaus harmonisch laufen.
      Ich lese aus deinen Zeilen, mein Kind wolle noch nicht abstillen, weil ich das nicht wolle. Ich könne das Stillen nicht loslassen und beeinflusse mein Kind dahingehend, dass es (quasi mir zu Liebe oder um zumindest wegen meines Verhaltens) noch weitertrinkt. Diese Aussage hören langzeitstillende Mütter öfter. Da dies einfach an der von mir erlebten Realität vorbeigeht, bin ich immer sehr irritiert über diese Aussage. Zumal Menschen, die uns kennen (z.B. auch seine Krippenerzieherinnen) durchaus sehen, wie gut ihm das tut und dass er eswohl noch zu "brauchen" scheint. So wie andere eben mit 2,5 noch ihre Milchflasche oder ihren Schnuller brauchen, bzw. mit 1 Jahr gebraucht haben, mit 1,5 gebraucht haben, mit 2 gebraucht haben. Also in einem Alter, in dem die meisten Kinder anscheinend gewollt haben sollen, abgestillt zu werden.

      Ich persönliche finde ja die Überlegungen zur natürlichen Stilldauer sehr interessant.
      http://www.afs-stillen.de/index.php/rund-ums-stillen/lexikon/128-a-f/204-der-mensch-als-saeugetier-und-das-biologisch-sinnvolle-abstillalter
      Nicht, dass das jeder so machen muss, nur weil es natürlich ist. Aber wenn es für die jeweilige Familie passt, darauf zu warten, statt die Bedürfnisse des Kindes mit Ersatz (ich betone: ich sage nicht, dass dieser Ersatz schlecht ist!) zu befriedigen, finde ich das schön. Da ärgert es mich als Betroffene doch etwas, wenn es heißt, das Kind hätte sich ja sicher bestimmt schon abgestillt, würde man als Mutter nur nicht so sehr am Stillen hängen.

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    2. Deinen Umformulierungsvorschlag kann ich nahvollziehen und gebe dir Recht. Das ist ein sehr emotionaler Text, den ich persönlich in meiner momentanen Gefühlslage (oder "Gefühlsduselei") unter dem Einfluss meiner mich gerade tratierenden Hormone so geschrieben habe. Da schreibe ich dann wohl nicht das politisch korrekte, sondern das, was ich gerade so empfinde. Und das ist eben, dass mein Sohn durch das Stillen, aber vorallem durch die dadurch enstehende Stimmung und meine Gefühle, tatsächlich eine Exptraportion Mamaliebe bekommt. Nicht, weil er an meiner Brust nuckeln darf. Sondern, weil ich dadurch sehr regelmäßig nochmal eine ganz besondere Gefühlsausschüttung erlebe, und wir danach besonders begeistert spielen, lachen, tanzen, singen, etwas unternehmen. Weil MIR in diesen Momenten bewusst wird, wie wundervoll es ist mit meinen beiden, wie sehr ich sie liebe und wie grandios sie sind, und weil ich ihnen dieses Gefühl vermitteln möchte. (ich denke eben, dass ds am ausgeschütteten Oxytocin liegt). Und deswegen glaube ich tatsächlich, dass das Tandemstillen dazu beiträgt, dass ich meinen Kindern meine Liebe noch besser zeigen kann.

      Zuletzt finde ich es schön, dass der Entthrohungsschock bei den dir bekannten Familien so unproblematisch war. Dein Bekanntenkreis kann also gänzlich problemlos abstillen und Geschwisterkinder bekommen, "ein bisschen Einfühlungsvermögen" und schon gibt es "kaum Stress". Ich erlebe das in meinem Bekanntenkreis eher anders. Wir hatten neulich mit der Krippenpsychologin auch einen interessanten Elternabend zum Thema. Und in meinem Freundeskreis befinden sich 2 Kinderpsychotherapeutinnen, die sich mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt haben. Nein, ich erlebe das wirklich anders als du. Da sind viele großen Geschwisterkinder entweder aggressiv dem Baby gegenüber, oder den Eltern. Oder sie leiden still und fressen es in sich hinein. Da bin ich tatsächlich seeeeehr froh, dass es bei uns nicht nur kaum, nein, sogar gar keinen Stress gibt.
      Das nun ursächlich und dann auch noch monokausal auf das Tandemstillen zurückzuführen, wäre sicher falsch. Und das betone ich ja auch im Artikel. Ich schreibe doch sogar explizit, dass es Familien gibt, wo es auch ohne Tandemstillen keine "Probleme" gibt. Es freut mich für dich, dass dies in deinem Bekanntenkreis ausschließlich so zu sein scheint.


      Inwiefern ich die "1. Entthronungsschockphase" unnötig in die Länge ziehe, verstehe ich im Übrigen nicht so ganz. Mein Sohn erinnert sich überhaupt nicht mehr an die Zeit vor dem Baby und er hat seine Rolle als großer Bruder von Anfang an erstaunlich gut angenommen. Er kann für mich überraschend gut damit umgehen, Aufmerksamkeit und Zeit zu teilen, zB. wartet er mehrmals am Tag geduldig in seinem Zimmer, bis ich den Kleinen ins Bett gebracht habe. Wenn er gerade etwas vo mir will, ich aber zuerst den Kleinen beruhigen muss, dann ist das fü meinen Großen absolut kein Problem. Wenn er Kleine unser Spiel stört, bietet der Große ihm Alternativen an. Daher kann ich diesen Kritikpunkt absolut nicht nachvollziehen, mein Großer ist in seiner Rolle als großer Bruder sehr gut angekommen. Für ich dann vielleicht "trotz" des Stillens, für mich eher "zumindest teilweise wegen".
      Und der kleine Bruder krabbelt übrigens schon seit Monaten ins aufgebebaute Lego (duplo). Nachdem der Große ihn beim 1. Mal weggestoßen hat, haben mir nun ausgemacht, dass er mir Bescheid sagt, wenn der Kleine stört, und ich ihn dann nehme. Das klappt wunderbar. Wäre glatt eine interessante Frage, ob diese Zankerein nicht auch noch was mit dem von dir eher negierten Entthrohnungsschock zu tun haben!

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    3. Dass dein Sohn seinen Bruder gut annimmt, es keine Eifersucht gibt und er gut in der Kita zurecht kommt ohne Trotzanfälle liegt bei dir wohl an eurer guten Stillbeziehung. Dann behaupte ich, dass es bei meinen Töchtern ebenso gut und einfach abläuft liegt an meinem bisschen Einfühlungsvermögen. Nur, vielleicht liegt's ja auch daran, dass Kinder sich recht gut anpassen können und das Problem nur in einigen Fällen ein Problem ist. Oder es ist einfach das Verdienst der Kinder, oder ihr Charakter...
      Und die Kinderpsychologen, tja, die therapieren ja nicht die Kleinkinder, sondern die Eltern. Im besten Falle die ganze Familie und im Grunde machen die auch nur darauf Aufmerksam, wo's an Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit mangelt und wie man einander besser zuhören kann. Mit Stillen hat das erstmal nix zu tun.

      Und nein, Langzeitstillende sehen das nicht grundsätzlich so, dass Kinder nicht abstillen wollen. Wenn man mal den ganzen 'ich tu nur, was für mein Kind das Beste ist'-Kram wegnimmt, dann sind sich doch einige sehr bewusst, dass sie ihre Kinder nicht gut loslassen können. Ich rutsche nämlich gerade selber in diese Phase hinein und habe die mir bekannten Mütter, die 2-3 Jahre gestillt haben/stillen, gezielt dazu gefragt. Es waren bisher 7 Frauen. Und alle waren ganz froh darum, dass sich in der Beziehung zu ihrem Kind nichts grundlegendes änderte.

      Ich habe ganz deutlich nicht das Langzeitstillen kritisiert. Aber du hast doch massive Probleme beschrieben, und wie sich die Stillbeziehung änderte mit dem Baby. Ich hätte unter diesen Dingen wie Dauernuckeln etc. recht stark gelitten. Und darum habe ich auch nicht verstanden, warum du das im Rückblick als dennoch positiv beschreibst. Dein Junge hatte also doch rechte Probleme mit der veränderten Situation zurecht zu kommen. Stillen hin oder her. Er hat das durch sein Stillverhalten ausgedrückt. Es ist gut, wenn ihm das Weiterstillen geholfen hat damit zurecht zu kommen, aber ob beides zusammen hängt und was was bedingt hat, weiß keiner. Das vermutest du und interpretierst du. Und ich bin da eben kritisch, weil ich (bedingt durch die Geschwisterwelle in der Kita) tatsächlich so manche Familie kennen lernen durfte, bei denen wirklich alles gut ist ohne die Extraportion Oxitocin-Mutterliebe. Dieses Hormon fuhrwerkt nämlich in sehr vielen Hirnarealen und Situationen auf unterschiedlichste Weise herum. Und es ist nur bedingt für dieses Gefühl der 'Liebe' zuständig. Mutterliebe, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit, Respekt den Kindern und ihren Bedürfnissen gegenüber - das hat nichts mit Stillen zu tun. Du verbindest es damit, weil es dir gefällt. Warum auch immer.

      Ich kenne eine Mutter, die stillt den 3jährigen und die 1,5jährigen Zwillinge immernoch, und jedesmal, wenn sich an irgendeiner Situation etwas ändert (Vater auf Geschäftsreise), Umbau am Haus, neues Kind in der Kiga-Gruppe, dann spielt der Große völlig verrückt. Da kann die Gute Stillen so viel sie will.
      Es ist eben nicht alles so einfach und es ist auch nicht immer überall ein Zusammenhang, wo man ihn vermuten mag.

      Meine Große hat das Interesse ihrer Schwester am Lego dahingegen gekontert: Du darfst auch Lego spielen, ich hab ganz viel davon. Ist das jetzt mein Verdienst? Eher nicht. Ich fänd's ja nett, wenn's so wäre. Aber es ist eben der Verdienst meiner Töchter, die sich aus einem mir nicht bekannten Grund nicht als Konkurrenten sehen - bisher. Mein Verdienst ist einzig, dass ich auf dem Flohmarkt derart viel Lego erstanden habe, dass es bisher für alle reicht.

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    4. Und das mit der natürlichen Stilldauer. Nun, ich habe ein Kind, dass mit 11 Monaten abgestillt hat - auch weil ich schon deutlich signalisierte, dass ich nimmer mag. Und bis heute isst sie wie ein Spatz und trinkt immernoch am liebsten Milch - aus der Tasse. Und ich habe ein Kind, dass sich mit 12 Wochen schon für feste Nahrung interessierte, diese auch isst, trotzdem gut die Flasche nimmt (wenn ich nicht zur Verfügung stehe) und so oft sie es mir erlaubt (heißt, wenn sie grad nix sieht, dass ihr noch mehr schmecken würde als Milch) darf ich sie auch stillen. Keines der Kinder isst, wie es im Ernährungsplan steht, aber allen geht's gut. So what?

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    5. Hallo Rosalie,

      dafür, dass du gleich in deinem ersten Satz betonst, dass du eigentlich keinen Kommentar zum Langzeit- oder Tandemstillen abgeben kannst, hast du diesem Thema aber nun ganz schön viel Zeit und Worte gewidmet.
      Mich irritiert die Vehemenz, mit der du hier argumentierst, obwohl du doch angeblich kein bisschen betroffen bist und du in einer Art Paralleluniversum zu meinem zu leben scheinst: Alle können problemlos abstillen, trotzdem gibt es 7 LZS-Mütter in deinem Freundeskreis, welche wiederum alle nicht loslassen können, niemand hat Probleme, wenn es ein Geschwisterchen gibt, etc etc.
      Ich verstehe im Übrigen die Ausführungen zu den dir bekannten LZS-Mütter (wow! 7 Stück kennst du? Ich verkehre ja sicherlich in "solchen Kreisen" und kenne nicht so viele!) nicht ganz. Sie hatten alle Angst, ihre Beziehung zu ihren Kindern würde sich verändern, wenn sie abstillten (diese Angst habe ich z.B. überhaupt nicht!)? Und dazu kam es nicht? Und war das Abstillen bei denen dann letztlich auch total unproblematisch? Also gerne nochmal: Ich kann sowohl das Stillen gut loslassen (denn ich stille ja sowieso noch mindestens 1 weiteres Kind und werde hoffentlich noch mehr Kinder stillen können), als auch meinen Sohn. Und ich bin ein sehr reflektierender Mensch und habe darüber natürlich nachgedacht. Und keine der mir persönlich oder virtuell bekannten LZS-Stillerinnen würde deine Aussagen auch nur annähernd unterschreiben (ich sag ja, Paralleluniversum).

      Was du aber offensichtlich tust, ist, selektiv zu lesen. Ich schreibe im Artkel explizit:
      "Ich weiß natürlich nicht, ob das alles am Stillen liegt. Nein, ganz sicher gibt es da gaaaanz viele wichtige Komponenten. Den Charakter der Kinder und den Altersabstand z. B. Ich habe außerdem bestimmt einfach sehr viel Glück.

      Und es gibt ja auch viele Geschwisterpaare, bei denen es keine Eifersucht gibt, und auch keine Verhaltensänderung gegenüber den Eltern, sondern wo alles harmonisch abläuft, obwohl die Mutter nicht tandemstillt."

      Mir ist bewusst, dass das Tandemstillen wenn überhaupt nur ein kleiner Baustein im Gefüge ist (und das schreibe ich auch so, im anschluss an diese zitierten Sätze). Du hingegen schreibst ganz pauschal:
      "Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen gibt es kaum Stress in dieser Zeit."
      Also haben Eltern von Familien, wo es doch Stress gibt, KEIN bisschen Einfühlungsvermögen? Das finde ich eine ganz schön krasse Aussage!

      Ich verstehe nicht so ganz, warum dich das Thema so tangiert, wenn du doch mit dem Geschwister- und Essverhalten deiner Kinder so zufrieden bist. Mein Artikel sagt doch nicht: Tandemstillen ist das einzig Wahre!
      Dein Weg, wo sich 11-Monate alte Babys "selbst abstillen" und Babys das Stillen nur erlauben, wenn keine Flasche oder festes Essen, in Sicht ist, ist ein oft gegangener, vollkommen legitimer Weg. Bei uns lief und läuft es eben anders.
      Mein Kleiner findet z.B. auch das herumliegende Lego duplo, das ihm der große Bruder gerne überlässt, nicht besonders spannend, also schön, dass deine Kleine schon Lego "spielen" kann. Mein Kleiner zersört voller Überschwang die Gebäude, die der Große gerade aufbaut, und dass ihn das stört, finde ich vollkommen legitim und verständlich.
      Daher: Das soll doch jede machen, wie es für sie und ihre Familie passt! Du wirst nie in die Situation kommen, tandemzustillen, also ist der Artikel für dich doch gar nicht relevant. Und deine Unterstellungen sind, mit Verlaub gesagt, ganz schön niveaulos, gerade Familien mit "Problemen" gegenüber. Ich fange doch auch nicht an, hier laut darüber nachzusinnieren, woher deine "Ansichten" wohl kommen bzw. was dich zu deinen Postings hier bewegt. Ich würde es begrüßen, wenn wir einfach in unseren Paralleluniversen leben könnten, ohne das der anderen anzuzweifeln oder zu diskreditieren.

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  2. Jaja.. langzeitstillende Mütter können ihr Kind nicht loslassen.. und die früher abstillen, verweigern aus egoistischen Gründen ihre eigene Milch und zwingen dadurch ihre Kinder stattdessen die Milch einer Kuh zu trinken. Was soll diese Stutenbissigkeit eigentlich dauernd??? Es ist doch so toll dass es heutzutage so viele Möglichkeiten gibt und jeder das für seine Familie am besten passende praktizieren kann. Leben und leben lassen.
    Dieser Artikel ist für Mütter gedacht, die aus irgendeinem Grund in die Situation geraten evtl. 2 Kinder stillen zu müssen. Warum hier eine Grundsatzdiskussion draus wird, ist mir schleierhaft..

    Danke Laetizia für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es nicht leicht ist 2 so kleinen Kindern gleichzeitig gerecht zu werden. Ich selbst bekam eine Schwester als ich gerade mal 17 Monate war... und obwohl ich nie Anzeichen eines "Entthronungsschockes" zeigte, hat es doch mein ganzes Leben geprägt. Ich hoffe, dass es Deinem Sohn hilft dass er GLEICHBERECHTIGT mit seinem Bruder aufwachsen darf. :)

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    1. Vielen Dank! Es freut mich, dass die Intention des Artikels doch rüberkam, und ja, ich hoffe auch sehr, dass mein Großer quasi von Anfang der Geschwisterbeziehung an eine gewisse Gleichberechtigung spürt!

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  3. Danke Laetizia für deinen einfühlsamen und umsichtigen Bericht. Ich habe das ganz ähnlich erlebt. Manchmal befürchte ich, da braucht es schon das Erlebnis des längeren Stillens ("Langes Stillen" klingt schon wieder so negativ..) und des gemeinsamen Stillens von unterschiedlich alten Kindern, um das so *richtig* nachzuvollziehen. Wie wichtig es für das größere Kind sein kann, wie schön - und schwierig! - so ein gemeinsames Stillen zu managen sein kann.

    Es gibt immer Hürden, wenn das Familiengefüge sich ändert. Und ich fand es mit Tandemstillen doch leichter zu bewältigen. Wobei mir der Vergleich fehlt - habe ja nur zwei Kinder und weitere sind nicht geplant.

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    1. Vielen Dank, Sabrina! Es tut immer gut, zu hören, dass es Anderen ähnlich ergeht/ erging, und ich freue mich sehr, wenn sich in meiner Schilderung auch andere wiederfinden können!

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  4. Hallo, vielen Dank für den interessanten Bericht! Ich bin selbst ein Tandemgestilltes Kind und frage mich oft, wie meine Mutter das gemacht hat;-)
    Meine Schwester ist 24Monate jünger als ich.
    Das Verhältnis zu meiner Schwester war von Anfang an sehr innig Und ist es immer noch.
    Zu meiner Mutter hatte ich auch immer ein sehr gutes Verhältnis, wenn man von der Pubertät absieht. Trotz des langen Stillens sind wir eher sehr unabhängig und selbstständig als Kinder gewesen, also eher keine anhänglichen Schmusekinder, also das vvoneinander lösen war und ist auch von der Seite unserer Mutter her nie ein Problem gewesen!
    Ihr ging es beim Stillen auch vor allem um die gesundheitlichen Aspekte.

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  5. Hallo, ich bin sehr froh diesen Artikel gefunden zu haben. Meine Tochter ist jetzt zwei und stillt abends und morgens. Meine persönliche Grenze habe ich vor wenigen Monaten im nächtlichen Stillen gezogen, und sie akzeptiert es sehr gut. Nun bin ich ungeplant im dritten Monat schwanger und mache mir riesige Sorgen wegen der Veränderung vor allem wegen meiner Tochter. Meine Ärztin hat mir zum baldigen Abstillen geraten um Eifersucht vorzubeugen. Ich möchte aber einfach auch gerade wegen Eifersucht nichts erzwingen. Dein Artikel macht mir Mut. Er bestätigt mich in meiner Entscheidung am Stillen nichts zu verändern und er macht mir Mut, dass ich evt. auch mal so stolz und glücklich mit zwei kleinen Kindern sein kann. Liebe Grüße, Miriam

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  6. Sehr schöner Artikel, der mir auch etwas die Angst davor nimmt meiner "grossen" nach der geburt der "kleinen" nicht mehr gerecht zu werden.

    Sicher ist stillen kein Allheilmittel, aber BEI UNS ist es eine extraportion Mamaliebe, und nicht nur blosse Nahrungsaufnahme.

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  7. Als ich wieder schwanger wurde, war unsere Große reichlich 2 Jahre. Sie trank noch etwa 1x pro Tag an meiner Brust. Sie war ganz scharf drauf und ich habe die Pause genossen. Um den 3. Monat herum hatte ich keine Milch mehr, das Trockennuckeln war ziemlich schmerzhaft, so daß ich sie mit 2 1/2 abgestillt habe. Das Baby kam kurz nach ihrem 3. Geburtstag und sie wollte sofort auch wieder trinken. Ich habe sie kosten lassen, sie wollte mehr. Ich habe Milch aufgefangen und sie ihr aus der Tasse gegeben, fand sie besser als nix, aber nicht zufriedenstellend. Dann war ich mal mit ihr in der Badewanne und hatte vergessen, mir einen BH anzuziehen... Die Große darf jetzt einmal am Tag nach dem Baby, zum Aufhören zähle ich bis 10. Es klappt nicht immer toll, aber meist ganz gut.Ich glaube, es ist eine spezielle Art zu Kuscheln, wahrscheinlich stillt sich die Kleine eher ab als die Große. Wir werden sehen. Ich sehe es gelassen, die Kinder werden wohl keinen Schaden nehmen...
    Grüße,
    Jom

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  8. Vielen Dank für deinen ehrlichen Bericht! Genau so eine Erfahrung habe ich gesucht. Ich finde, dass du sehr persönlich und weder wertend noch missionarisch schreibst. Es ist angenehm zu lesen.

    Bei uns ist es ähnlich: der große wird 27 Monate sein, wenn die kleine Schwester kommt und ja er stillt noch bzw. Er nuckelt. Bei mir kommt nämlich keine Milch mehr.

    Ich habe auch - im Gegensatz zu rosalies Meinung über langzeitstillende Mütter - nichts dagegen ganz abzustillen. Ich merke aber, dass das mein Sohn gerade nur mit viel Trauer schaffen könnte und ihm die zuzumuten dafür bin ich wiederum nicht bereit.

    Ich bin gespannt, wie es bei uns weitergeht, wenn die kleine Schwester kommt. Ich würde mir wünschen, dass es ähnlich wird wie bei Euch.

    Viele Grüße
    Wica

    ich persönlich wundere mich, wenn mir mamis erzählen, das baby hätte sich von selbst abgestillt, braucht aber bis 3,5 Jahre sein fläschchen.

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  9. Hallihallo!

    Vielen Dank für eure Kommentare, ich freue mich sehr, wenn ihr euch in dem Bericht widerfinden könnt oder er euch gar helfen konnte. Ich bin auch ganz neugierig, wie es bei euch dann weitergegangen ist?!
    Bei uns war es so, dass sich meiner Großer dann tatsächlich selbst und ohne eine einzige Träne abgestillt hat: an seinem 3. Geburtstag, nachdem er in den Tagen vorher noch wie die ganze Tandemstillzeit über mindestens 10 Mal pro Tag stillen wollte. Nach 14 Monaten Tandemstillen war diese intensive Zeit also vorbei und ich stille seitdem "nur" noch den Kleinen, inzwischen 27 Monate alt. Ich war unheimlich froh und erleichtert, dass es mir wirklich möglich war, den Zeitpunkt abzuwarten, als mein Großer bereit war, nicht zu gestillt zu werden, und es für ihn auch kein Problem war, dass der Kleine noch seine Mamamilch bekommt.
    Vielleicht macht das ja auch ein wenig Mut, dass die Entscheidung zum Tandemstillen nicht bedeuten muss, dass man das größere Kind so lange stillen muss, bis auch das kleine nicht mehr stillt.

    Liebe Grüße!

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  10. Liebe Laetizia, herzlichen Dank für deinen schönen, ehrlichen Bericht und besonders den Nachtrag aus 2016. Ich stille auch seit 7 Monaten Tandem mit gefühlsmäßigen Aufs und Abs und bin schon gespannt wie es mit uns weitergeht. Aber die Vorteile überwiegen für mich klar und stressig ist doch das zweifache Mamasein an sich, nicht? Bei meinem Großen war das Entthronungstrauma (Trauer und Aggression) dennoch da, etwa zwei Monate lang, vielleicht liegt es daran dass er fast drei war. Aber inzwischen lieben sich die beiden inniglich. Wunderschön! Manchmal frage ich mich, ob die Unterstellungen und Vorwürfe von Frauen, welche diese besondere Erfahrung nicht machen durften/dürfen, von einem schlechten Gewissen kommen, ihr Kind / ihre Kinder (zu) früh abgestillt zu haben. Sonst müssten sie diese andere Lebensform ja nicht so vehement bekämpfen. Ich denke oft an den Titel einer Veröffentlichung der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen um Frau Dr. Evelin Kirkilionis: "Das Original anbieten bevor die Suche nach dem Ersatz beginnt."

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  11. Liebe Laetizia,

    vielen Dank für diesen Bericht! Ich bin heute in einer Lage, die Deiner damals erstaunlich ähnlich ist (allerdings noch ganz am Anfang der zweiten Schwangerschaft): gleicher Altersunterschied (knapp 22 Monate), anstrengende Arbeit, sehr gute Krippenerfahrung, sehr große Wichtigkeit des Stillens für meine Tochter, genau die gleichen Überlegungen meinerseits bzgl. des Abstillens: wenn ich überzeugt wäre, wäre es nur ein kurzes Drama, aber ich bin es nicht. Warum sollte ich ihr das verweigern, wenn es ihr offenbar so wichtig ist?

    Ich mache mir auch hauptsächlich Sorgen darüber, dass meine Tochter und dem Geschwister leiden könnte... Sie ist sehr fröhlich und munter, ich bin immer für sie da, wenn sie mich braucht; ich kann mir gar nicht vorstellen, sie in irgendeiner Weise "zweitrangig" behandeln zu müssen.

    Aber jetzt bin ich erstmal gespannt, wie sich das Stillen während der Schwangerschaft weiterentwickelt; ob es für mich unangenehm wird und wenn ja, ob ich trotzdem weitermache; ob die Milch weniger wird und wenn ja, ob meine Tochter trotzdem weiterhin nuckeln will... Nachdem ich Deinen Bericht gelesen habe, werde ich versuchen, für alles offen zu sein. Und wenn Tandemstillen dabei herauskommt, hoffe ich, es zu packen (die Nächte sind dabei meine einige Sorge...) und die positiven Seiten zu erleben, von denen Du berichtest!

    Hezliche Grüße!

    Clara

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  12. Liebe Leatizia,
    vielen Dank für den tollen Artikel. Mir hat dieser sehr gut gefallen.
    Finde nur, dass Du so tolle Beziehung zur Deinen Kindern hast nicht wegen dem Tandemstillens.
    Liebe Grüße
    Familie Brant

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  13. Liebe Laetizia,

    Herzlichen Glückwunsch zum Erlebten und vielen Dank fürs mitteilen. Beschreibt auch ein Großteil meiner Erfahrung allerdings scheint meine Große (fast 4) noch mehr an mir zu hängen als dein Großer an dir. Seitdem die Kleine (6 Mon.) da ist, ist sie so gut wie ständig am Dauerstillen. Nachts gefüllte 100 mal aber mindestens alle 2 Stunden (öfter wie die Kleine) tagsüber nach dem KiGa etwa jeder Stunde. Nachts empfinde ich es mittlerweile als Kräfteraubend aber es ist schlimmer wenn ich sie abhalten möchte (egal welche Methode). Meine größte Sorge ist aber Ihr Gewicht - obwohl sie das Essen nur mit Mühe und Not zu sich nimmt (so... paar Löffel pro Mahlzeit - mal mehr mal weniger) hat sie, ich vermute wegen des MuMis, ziemlich zugenommen. Ich frage mich ob es euch ähnlich erging und ob ich da was unternehmen muss. Wenn die Milch sich an die Bedürfnisse des kleinen Babys anpasst, dann kann es noch lange dauern bis die Milch weniger "kaloriereich" wird. Bewegung ist so gut es geht täglich mind. 1-2 Stunden drin. Und wann legt sich das mit der vermehrte Verlangen? Ich versuche ihr möglichst viel Aufmerksamkeit tagsüber zu schenken - es scheint ihr aber nie zu genügen... Fürs Abstillen ist sie definitiv nicht bereit... Liebe Grüße! Mi

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    1. Hallo Mi,

      zuerst einmal: Nein, ich kenne das Gewichtsproblem nicht, mein Großer war immer seeeehr dünn und ich war da eher über jede Kalorie froh, die da in ihm gelandet ist.
      Wir groß und schwer ist deine Tochter denn? Du kannst ja mal ihren BMI ausrechnen und im U-Heft auf der BMI-Kurve hinten drin schauen, in welche Richtung sie sich da entwickelt.
      Der Kaloriengehalt der reifen Muttermilch beträgt übrigens immer ca 70 kcal pro 100 ml, also das ändert sich nicht sonderlich (dass deine Tochter zugenommen hat, liegt also, wenn überhaupt, an der gestiegenen Menge Mumi und nicht an der erhöhten Kaloriendichte). Wenn deine Tochter 16 kg wöge, läge ihr täglicher Bedarf bei ca 1300 kcal. Sie müsste somit fast 2 Liter Muttermilch trinken, um ihren Kalorienbedarf zu decken, wenn sie wirklich kaum was isst. Also ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass du dir da große Gedanken machen musst.
      Vielleicht hatte sie gerade einen Wachstumsschub? Mein Großer nimmt auch in Schüben zu...

      Tatsächlich denke ich aber schon, dass man einer fast 4-Jährigen auch rational erklären kann, dass du Pausen brauchst. Ich erkläre schon meinem 2,5 jährigen, dass ich nachts Schlaf brauche, weil ich Kraft brauche, um "neue Mamamilch" zu machen. Ich würde mit ihr daher einen Kompromiss ausmachen, z.B., dass sie in der Nacht 2 Mal trinken darf. Oder so. Man kann ja vll sogar erklären, dass jedes Kind nachts X Mal stillen darf (ob die Kleine nun öfter trinkt, wird deine Große ja kaum überprüfen).
      Vielleicht gibt das erstmal Protest, aber ich denke, mit 4 ist sie letztendlich in der Lage, den Grund dahinter zu verstehen und das letztendlich auch zu akzeptieren. Gerade, wenn du ihr versprichst, dass sie ja gerne trinken darf und du sie tagsüber dafür nicht einschränkst?

      Hm, ansonsten: Wann sich das vermehrte Verlangen legt, kann ich leider nicht sagen. Mein Großer hat bis zum plötzlichen Abstillen an seinem 3. Geburtstag seeeeeeeeeeeehr oft getrunken. Also das ging wirklich von 100% auf 0.
      Ich vermute, dass es schon besser wird, wenn die Kleine weniger stillt und einfach die Familienmahlzeiten ritualisiert in den Vordergrund rücken und das Stillen stück für Stück seltener wird. Ich würde da empfehlen, einfach sehr viel zu unternehmen (oder stillt ihr auch außer Haus noch?), so dass sie abgelenkt ist und sich wenig Gelegenheit bietet.
      Ich würde dir auch raten, zu schauen, welcher Aufmerksamkeitstyp sie ist. Vielleicht bekommst du raus, was sie (außer Stillen) braucht, damit ihr Aufmerksamkeitstank gut gefüllt ist, so dass sie auf das Stillen eher verzichten kann?

      Liebe Grüße!

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  14. Hallo laetizia!

    Danke für dein Bericht! Hat mir vor 10 Tagen frisch nach der Geburt Sicherheit und Bestätigung gegeben, meiner Intuition zu folgen und meinem großen die Brust weiterhin zu geben (er ist 23 Monate alt). Obwohl alle inkl. Hebamme davon abgeraten haben.
    Habe aber noch fragen und hoffe sehr, dass du mir helfen kannst. Kenne sonst niemanden, der tandemstillt...
    Dass Mama nachts schlafen muss um memi (so nennt er MuMi) zu produzieren, habe ich ihm auch stets erklärt. Das akzeptiert er auch immer besser. Aber tagsüber fängt bei jedem kleinen bisschen Unwohlsein an, ganz vehement nach memi zu verlangen. Und man kann fast gar nicht mehr mit ihm sprechen, obwohl wir sonst auch für fast alles Kompromisse und Lösungen zusammen finden. In Sachen stillen ist er aber dann nun wie im Trance und weint und Flucht und schlägt um sich, wenn ich ihm erkläre, dass es gerade nicht geht und er bitte kurz warten soll. Was aber noch schlimmer und für uns beide ganz schlimm belastend ist: wenn wir stillen, auch sofort und ohne, dass es davor schon Auseinandersetzungen gab, will er nicht mehr loslassen. Auf gar keinen Fall. Gar nicht. Selbst wenn es schon weh tut und ich das Gefühl habe, bald kommt nicht Milch sondern Blut, weil er so doll saugt und nicht aufhört. Dann weiß ich nicht weiter, docke ihn mit dem kleinen Finger ab und bekomme dann so viel schimpfen und Wut entgegen, dass ich schon mehrmals in Tränen ausgebrochen bin, obwohl ich weiß, dass es für ihn auch furchtbar sein muss. Kann ihm aber die zweite Brust nicht geben, weil der kleine (12 Tage ) ja auch muss und es auch (physisch) noch mehr braucht.

    Hast du da einen Tipp? Das zermürbt uns so sehr. Ich bin nur noch ein Nervenbündel.

    Tagsüber macht der große ganz viel mit Papa und Oma, und draußen ist alles prima, er ist bestens gelaunt. Nur zuhause angekommen will er am liebsten nur noch an die Brust. Glücklicherweise lässt er seine (tatsächlich wohl unbewusste) Eifersucht und die damit verbundene Wut an uns aus. Zu dem kleinen Bruder ist er ganz lieb und zärtlich...

    Ich hoffe so sehr, du weißt einen Rat.

    Ganz liebe Grüße,
    Olivia

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  15. Liebe Olivia,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines zweiten Kindes! Ich weiß auch noch, dass die Begrenzung des Stillens bei uns quasi unmöglich war. Ich denke, je mehr dein Sohn das Gefühl hat, er muss darum kämpfen, desto schwieriger wird es werden. Ich hab meinen daher einfach stillen lassen, hatte aber zum Glück nicht das Problem, dass es mir Schmerzen bereitet hätte.
    Ich möchte dir zum Einen Mut machen: Es wird vieles einfacher, wenn dein kleines Kind größer ist. Ich kann z.B. empfehlen, in der Tragehife zu stillen und einfach möglichst viel rauszugehen. So hat an viele Stunden, in denen man das Großkind nicht stillt, weil man ja unterwegs und beschäftigt ist, und das Großkind auch gar nicht merkt, dass das Baby trinken darf (weil das ja ganz unauffällig in der Trage geschieht).
    Zum Anderen würde ich mal schauen, ob es geht, dass du beide gleichzeitig anlegst, so dass ein seitenwechsel kein Problem darstellt (weil das Baby davor ja dann die "erste" Seite schon viel getrunken hat). Brüste werden ja nie richtig "leer", die produzieren ja auch während des Stillens weiter. Wenn dein Baby gut zunimmt, würde ich dem Großen daher keine Brust verweigern aus Sorge, dann hätte das Baby nicht mehr genug Milch. Bei uns war das wirklich nie ein Problem, obwohl mein Großer oft sogar beide Seiten vor dem Baby getrunken hat. Aber ich habe auch sehr oft beide gleichzeitig angelegt.
    Zu dem Problem, dass dein großes Kind nicht aufhören möchte, weiß ich leider auch keinen rechten Rat. Das hatten wir auch, und es hat sich erst gelegt, als ich es eben nicht mehr forciert habe, sondern es einfach "ausgehalten" habe. Dann hat er plötzlich angefangen, aufzuhören, wenn ich ihn gebeten hab. Bei euch ist einffach sie Situation noch zu neu und aufwühlend für ihn.
    Wenn du es wegen der Schmerzen aber nicht mehr aushälst, würde ich ihn auch abdocken und dann sein Trauern empathisch begleiten. Ihm zeigen, dass du verstehen kannst, dass er traurig und wütend ist, aber es leider nicht ändern kannst. Dass es dir einfach zu weh tut und er etwas warten muss, bis es nachher wieder geht... Ich denke, solange du hn in seinem Schmerz nicht allein lässt, sondern Verständnis signalisierst, gibst du ihm ganz viel Kraft mit, solche Situationen zukünftig immer ein Stückchen leichter zu verarbeiten!

    Liebe Grüße!

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  16. Vielen Dank! Genauso ist es in diesen drei Tagen passiert:) habe ihn einfach trinken lassen, und zwischendurch immer mal wieder erklärt, dass es zum Schluss weh tut und ich über eine Pause froh wäre. Zweimal hat er dann verständnisvoll genickt, die Brust losgelassen und wollte mit mir kuscheln. Wenn er aber geweint hat, habe ihn natürlich getröstet und umarmt und erklärt, dass ich weiß, wie schwer das für ihn sein muss und dass ich bei ihm bin und wir es zusammen schaffen... Ich weiß, dass es einfach Zeit braucht. Hatte nur viele Geburtsverletzungen und konnte weder sitzen, noch lange stehen, geschweige denn rausgehen. Und dann noch die Angst, einem der beiden nicht gerecht zu werden. Dadurch war ich sehr nah am Wasser gebaut, was ich sonst nicht bin.
    Jetzt geht's mir schon ein wenig besser, und ich bin zuversichtlich, dass wir das schon schaukeln werden.

    Ich danke dir sehr!
    Liebe Grüße
    Olivia

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  17. Hallo,danke für deinen Artikel!
    Bei uns sieht die ganze Sache folgendermaßen aus: meine große habe ich mit 18 Monaten abgestillt, weil ich wieder schwanger war. Tandemstillen war für mich damals einfach noch nicht präsent, und da ich Zwillinge erwartet habe wäre es wahrscheinlich auch gar nicht wirklich in Betracht gekommen. Nach der Geburt der Zwillinge wollte meine große natürlich auch mal stillen, aber das war eher so ein Gespiele, als wirkliches Saugen, versuchen/spielen wollte sie aber weiterhin. Dann als die Zwillinge so 5/6 Monate alt waren, hat sie länger mal an der Brust genuckelt und tatsächlich den Milchspendereflex ausgelöst! Nach über einem Jahr nachdem ich sie abgestillt hatte! Doch jetzt erst (die Zwillinge sind knapp 9 Monate alt) möchte sie seit ein paar Tagen immer öfter an die Brust und stillt auch richtig, wenn ich sie lasse! Ich weiß im Moment wirklich nicht,wie ich damit umgehen soll. Ich persönlich habe genug damit zu tun, dass die Zwillinge stillen, will eigentlich nicht Trippel-stillen. Dafür fehlt mir in manchen Situationen auch die dritte Brust;-) aber ich merke, dass es ihr sehr wichtig ist. Von Eifersuchtsanzeichen war in den ersten Monaten nichts zu merken. Erst seit vll 1-2 Monaten kommt die doppelte Entthronung durch, was sich bei ihr auch leider oft durch Aggressionsäußerungen ggb den Babys bemerkbar macht :-( wenn ich sie nicht stillen lasse, habe ich Angst,dass das die Eifersucht nur noch verstärkt, oder sie sich von mir weniger geliebt fühlt, als die Babys. Hast du da einen Rat/eine Idee? Danke schonmal und viele Grüße, Simone

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  18. Hallo!
    Danke für den schönen Bericht!
    Da ich erst ein Kind mit fast 11 Monaten habe,kann ich über tandemstillen nur theoretisch nachdenken. Aber ein kleiner nebensatz von dir hat mich besonders angesprochen.Du schreibst,dass es Momente gab in denen du ans abstillen gedacht hast,zb.bei starkem Kinderwunsch.genau das beschäftigt mich momentan stark.ich hätte sehr gern sehr bald ein 2.Kind,unsere Familie fühlt sich für mich (für meinen Mann auch!)einfach noch nicht komplett an.natürlich liebe ich meinen Sohn sehr,aber ich merke,dass noch jemand (oder mehrere😉) fehlt.
    Ich stille kaum noch untertags,meist abends und dann nachts so 2-5x.das mach ich auch echt gerne und kann mir das auch noch für einige Zeit vorstellen.aber ich hab auch die mens noch nicht wieder und,wie gesagt Kinderwunsch geistert herum...bin oft hin und her gerissen...
    Wie hast du das gelöst bzw.die Geduld aufgebracht einfach abzuwarten?
    Liebe Grüße aus Österreich

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  19. Hallo,
    danke für den Bericht. Ich stille meinen zweijährigen Sohn auch noch immer. Genau wie dein Sohn scheint er nicht darauf verzichten zu können, reagiert verzweifelt, wenn es mir mal zu viel ist und ich gerade nicht stillen möchte. An sich stille ich sehr gern, aber ich möchte ein zweites Kind und noch immer hat sich kein Zyklus eingestellt. Tja, was mache ich nun? Reduzieren oder abstillen scheint kaum möglich. Also muss ich warten. Wie lange, weiß ich nicht.
    Liebe Grüße
    S.

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  20. Hallo
    Vielen Dank für diesen schönen aber auch ernüchternden Text.
    Jetzt habe ich eine Frage an dich bzw euch und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Finde leider im Internet keine gleiche Situation wie meine jetzige.
    Meine Maus ist nun 13 Monate alt und ich Stille auch noch, jedoch nur zum schlafen gehen , mittags und abends.
    Und das verlangt sie auch.
    Ich habe da auch wirklich nichts dagegen und möchte sie selbst entscheiden lassen wann sie es nicht mehr möchte.
    Jetzt bin ich aber wieder schwanger und habe im Juli et.
    Mache mir grosse sorgen was bzw wie das mit der kleinen laufen soll wenn ich im Krankenhaus bin.
    Ich muss dazu sagen, dass sie weder Flasche noch Schnuller nimmt bzw akzeptiert....
    Was soll ich tun.
    Bitte versteht mich nicht falsch, natürlich klappt dass schon irgendwie, aber wie kann es stressfrei funktionieren.
    Ist Ihr Bedürfniss danach mit ca 21 Monaten nicht mehr so gross bzw versteht sie es wenn ich erkläre dass sie jetzt mal ohne schlafen muss, weil Mama nicht da ist.
    Bitte helft mir mit Erfahrungen zb.
    Danke schon mal

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    1. Ich habe zwar nicht den Artikel geschrieben, aber vielleicht kann ich dich trotzdem beruhigen. Mein Großer war bei der Geburt in etwa gleich alt wie deine Große. Ich war 3 Nächte im Krankenhaus und es war überhaupt kein Problem. Ich war nicht da, also war es überhaupt kein Thema. Wir hatten ihn mit einem Buch darauf vorbereitet. Er hat es halt nachgeholt sobald er uns besucht hat. Er war auch der einzige, der uns im Krankenhaus besuchen durfte. Ich wollte nicht riskieren, dass uns jemand in dieser ersten Phase ablenkt.
      Bei uns ist es aber selbstverständlich, dass auch Papa regelmäßig die Kinder ins Bett bringt obwohl ich Zuhause bin. Sie sind es von Anfang an gewöhnt auch mit tragen bei Papa einzuschlafen, nicht nur mit stillen.

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    2. Vielen Dank für deinen text

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  21. Hallo Laetizia, hallo ihr anderen!
    Danke für den schönen Text, ich bin in das Tandemstillen irgendwie so reingeschlittert - kann es aber leider nicht so geniesen wie du. Inzwischen weiß ich nicht mehr weiter und bin mittlerweile echt verzweifelt. Meine ältere Tochter habe ich 17 Monate gestillt, dann habe ich abgestillt, da es für mich dmals erstens nicht mehr stimmig war und ich zweitens gerne noch ein Kind wollte. Das hat auch ziemlich schnell geklappt 😊 Nun ist die Große bald 3 Jahre und die zweite Tochter 7 Monate. Vor ca. 3 Monaten wollte die Große dann auch mal Muttermilch probieren. Am Anfang war das nur kurz nuckeln und „da kommt nix“. Aber nach einer Weile konnte sie wieder richtig trinken. Nun ist es für sie immens wichtig geworden, dass sie auch trinken darf. Ich habe dann die Regel aufgestellt, nur abends zum ins Bett bringen und morgens vor dem Aufstehen, da ich in mir drinnen, das spüre ich, auch wenn ich nicht weiß wieso, eigentlich nicht will, dass sie stillt. Ich will es ihr aber nicht nehmen, da es ihr so wichtig zu sein scheint. Aber seit 1-2 Wochen ist sie total panisch, dass sie trinken will. Sie fragt sobald es dämmert „jetzt ist schon bald Abend, oder?“, will früher ins Bett gehen, was früher undenkbar gewesen war, sie wollte nie freiwillig ins Bett. Außerdem sitzt sie dann vor mir, kichert so hektisch, will schon andocken, bevor ich mich bequem hingesetzt habe und das Baby sortiert habe, zieht mich schon fast selber aus und fragt immer ob sie „Busen trinken darf“, was mich total stört, aber ich kriege es nicht hin, ihr ein anderes Wort anzugewöhnen. Des weiteren wacht sie morgens immer früher auf, kommt sofort zu mir rüber gekrabbelt und will trinken, und weckt dabei meistens das Baby auf. Sie nuckelt oft ewig, kann dabei aber manchmal nicht einschlafen und will dann nicht aufhören und wenn ich sage, es reicht, fängt sie an zu weinen. Der Papa darf sie jetzt auch nicht mehr ins Bett bringen, weil sie dann Angst hat, dass sie nicht trinken darf. Und seit sie wieder mehr trinkt, wacht sie nachts auch dauernd auf, davor hat sie die Nacht durchgeschlafen wie ein Stein. Heute Nacht war sie dreimal wach und wollte trinken. Das ist an sich nicht viel, ich weiß, aber ich stecke so fest in meinem Fühlen und meinen Gedanken, dass es mich unglaublich stört und reizt. Inzwischen sitze ich fast immer heulend da, während die zwei an mir saugen. Ich kann mir nicht erklären, was mich so stört an der Situation, ich bin total fürs Stillen, aber beim Tandemstillen mit der Großen fühle ich mich, als würde ich ausgesaugt. Ich bin inzwischen total gereizt im Umgang mit ihr und kann teilweise das Stillen der Kleinen auch nicht mehr geniesen. Mir scheint sie versucht so, Aufmerksamkeit von mir zu bekommen und klammert sich total daran, mich wiederum stößt dieses Klammern dann wieder ab und ich werde wortkarg und lasse es einfach nur geschehen. Wenn ich nur auf mein Gefühl hören würde, würde ich ihr sagen, dass ich nicht will, dass sie wieder trinkt. Allerdings habe ich das Gefühl, dass für sie dann eine Welt zusammenbrechen würde und die Eifersucht, die Wutanfälle und das Klammern noch viel stärker werden würden. Ich habe einfach Angst, dass für sie ein großes Bedürfnis dann unerfüllt bleibt. Ich weiß, ich müsste ihr eine klare Ansage machen, da sie natürlich auch spürt, dass ich es nicht gut finde, aber ich weiß nicht mehr ein noch aus. Ich würde so gerne ihr Bedürfnis stillen (sogar im wahrsten Sinne des Wortes) und ihr erlauben, so viel zu trinken, wie sie will, bis wieder alle Speicher aufgefüllt sind, aber es überkommt mich immer wieder, dass ich in mir diesen Widerwillen spüre und es einfach nicht zulassen kann. Kennt jemand eine ähnliche Situation oder hat einen Rat für mich? Ich wäre so dankbar, wenn ich einen guten Weg für uns alle aus diesem Hin- und Hergerissen-Sein finden könnte oder irgendeinen Schalter finden könnte, der in meinem Inneren umgelegt wird, sodass ich das Tandemstillen mit der Großen akzeptieren und sogar geniesen könnte.
    Lieben Gruß, Nina

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