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Warum Kinder lügen und wie man damit umgeht


So wie das Trotzen, das Teilen und das Trockenwerden ist das Lügen ein Meilenstein in der Entwicklung unserer Kinder. Man muss dabei zwischen bewusstem Lügen und ausufernder Fantasie unterscheiden. Eine „echte“ Lüge setzt voraus, dass das Kind bewusst die Unwahrheit sagt um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dazu muss die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen bereits ausgeprägt sein, denn eine Lüge funktioniert nur, wenn der andere sie auch glaubt. Über die Fähigkeit sich in andere hinein zu versetzen haben wir in einem früheren Beitrag bereits ausführlich geschrieben – dort ist auch ist ein Experiment beschrieben, mit dem man testen kann, ob das Kind in der Lage ist, die Perspektive eines anderen einnehmen. Die Erkenntnis, dass man selbst über einen anderen Wissensstand verfügt, als der andere und dies zum eigenen Vorteil ausnutzen kann, ist ein großer Entwicklungsschritt. In der Regel dauert es noch ca. 6 Monate, bis das Kind beginnt, die neue „Fähigkeit“ des Manipulieren mittels Lügen begeistert auszuprobieren. 

Ab wann lügen Kleinkinder? 


Ab wann Kinder bewusst Lügen, um sich einen Vorteil zu verschaffen, hat u. A. die Forscherin Dr. Victoria Talwar mit zahlreichen Experimenten wie dem folgenden getestet: Ein Kind bekam die Aufgabe, zu raten, welches Stofftier hinter seinem Rücken liegt. Ein Erwachsener forderte das Kind ausdrücklich auf, nicht hinter sich zu schauen – danach verließ er kurz den Raum. Erwartungsgemäß hielt sich kaum ein Kind an die Aufforderung (während 2/3 der 3-Jährigen noch folgsam waren, schauten sich 80% der 4-Jährigen um). Die Kinder, die heimlich nachgesehen hatten, wurden von dem zurückgekommenen Erwachsenen gefragt, warum sie sich nicht an die Anweisung gehalten habe. Die meisten 3-Jährigen bestritten nicht, geschummelt zu haben, die Mehrzahl der 4-Jährigen hingegen behauptete, sich nicht umgedreht zu haben. Bei den 6-Jährigen logen sogar 95%.

In einem anderen Experiment (Peskien, 1992) wurden Kindern drei Sticker vorgelegt und ihnen gesagt, sie könnten sich den schönsten aussuchen und behalten. Bevor sie allerdings eine Wahl treffen dürften, sei eine Puppe dran, die gemein und gehässig sei und den Kindern am liebsten die Sticker wegschnappt. In Gegenwart der Puppe wurden die Kinder gebeten, zu sagen, welcher Sticker ihnen am besten gefällt. Die Puppe wählte diesen Sticker dann jedes Mal für sich selbst aus. Die 3-jährigen Kinder wurden zunehmend wütender, bei jedem Versuch zeigten sie jedoch wieder arglos auf den für sie schönsten Sticker. Sie versuchten sogar die Puppe körperlich daran zu hindern, den Sticker zu nehmen – auf die Idee, vorsätzlich auf einen anderen Sticker zu zeigen und zu lügen, dass ihnen dieser am besten gefiele, kamen jedoch nur 30% der Kinder in diesem Alter, bei den 4-5-Jährigen waren es deutlich mehr.

Offenbar begreifen also Kinder erst im Alter zwischen 3 und 4 Jahren das Konstrukt der Lüge und beginnen dann damit zu experimentieren und es gezielt einzusetzen. Vierjährige lügen übrigens etwa alle 2 Stunden, Sechsjährige etwa einmal pro Stunde – Studien ergaben außerdem, dass 96% aller Kinder regelmäßig lügen.

Eltern empfinden die ersten Lügen oft als Vertrauensbruch – schließlich konnten sie sich bisher auf die absolute Ehrlichkeit des Kindes verlassen. Plötzlich wird – anfangs auch noch vollkommen plump – gelogen, dass sich die Balken biegen. Das Kind hingegen ist begeistert von der neuen Fähigkeit – schließlich lassen sich so allerlei unangenehme Dinge abwenden, das Kind erkennt schnell den Zweck von Lügen, zunächst ohne sich des moralischen Dilemmas bewusst zu sein. 

Wie geht man am besten mit Lügen von Kindern um? 


Die Reaktion auf Kinder-Lügen ist idealerweise von der wahrscheinlichen Motivation des Lügenden abhängig, daher sollte man sich immer erst einmal fragen, warum das Kind gerade lügt. 

Fantasierereien 


Es ist normal, wenn das Kind seine neuerworbene Fähigkeit ausgiebig testet – daher ist zunächst Geduld angebracht und ein möglichst unaufgeregtes Entlarven. Zwischen 3 und 6 Jahren sind Kinder in der magischen Phase – es fällt ihnen schwer, Realität und Fantasie auseinander zu halten – es ist gut möglich, dass sie tatsächlich glauben, ein Ritter habe es unmöglich gemacht, das Zimmer aufzuräumen oder es sei gerade eine Elenashorn am Fenster vorbei gelaufen. Geschichten werden erfunden, Ereignisse durcheinander gebracht. 

Den Fantasiellügen fehlt oft das Motiv, es geschieht meist aus reiner Freude am Fantasieren – manchmal möchte das Kind etwas Aufmerksamkeit - es ist vollkommen unschädlich zu signalisieren, dass man eigentlich nicht glaubt, was erzählt wird, aber bisschen mitzufantasieren macht Spaß und das Kind glücklich. Das Wort "Lüge" sollte im Zusammenhang mit Fantasie nicht fallen.

Lügen zur Vermeidung von Strafe/aus Scham 


Wenn das Kind lügt, um Strafen zu vermeiden, sollte man sich fragen, ob die eigene Reaktion auf die kleineren oder größeren Vergehen stets angemessen ist. Je mehr ein Kind die elterliche Reaktion fürchtet, desto wahrscheinlicher ist es, dass es das Instrument der Lüge häufiger nutzt, um diese abzuwenden. Geduld zu haben bei der Erziehung von Kleinkindern ist eine große Herausforderung – sie zu bewahren ist jedoch unsere größte Unterstützung dabei. Ein Kind, das schon zehnmal angeherrscht wurde, weil es aus Ungeschicklichkeit gekleckert, gekrümelt oder gematscht hat, wird – sobald es begriffen hat, dass man Nichtbeteiligtsein vortäuschen kann – versuchen, seine Tat zu leugnen um einer unfreundlichen Ansprache zu entgehen.

Grundsätzlich wird ein Kind, das in einer offenen Atmosphäre ohne sinnlose Strafen und mit viel Geduld aufwächst, weniger Motive haben zu lügen. Das heißt natürlich nicht, dass jedwedes Fehlverhalten konsequenzfrei bleiben soll – Kinder müssen durchaus lernen, für ihre Fehler einzustehen. Es geht vielmehr um die Vermeidung von Strafen aus dem Affekt, weil man sich gerade so ärgert – zudem man dann dazu neigt, übertrieben strenge Strafen aufzuerlegen oder gar undurchführbare, was auf Dauer zu Muttertaubheit führt (kein Kind nimmt ab dem zweiten Mal „Dir gebe ich nie wieder ein Eis, wenn Du immer damit kleckerst“ ernst).

Zur Vermeidung übertriebener Reaktionen kann man sich vornehmen, „Strafen“ nie sofort auszusprechen und den Fokus auf die eigenen Gefühle zu legen. Statt „Oh nein - die Vase ist zerbrochen – heute gibt es keinen Sandmann“ kann man es fürs erste bei „Oh nein – die Vase ich kaputt – das macht mich traurig, weil ich sie sehr mochte“ belassen. Danach kann man nach der Ursache schauen – war es Vorsatz, kann überlegt werden, wie man damit umgeht (wobei man sich zunächst fragen sollte, warum das Kind das getan hat). In den meisten Fällen ist die Ursache reine Ungeschicklichkeit – diese ist jedoch (leider) nicht "aberziehbar". In solchen Fällen bietet sich das Konzept der Wiedergutmachung an – Kinder sollten das Gefühl haben, dass Dinge, die sie angestellt haben, stets wieder gutgemacht werden können. Dadurch wird die Angst vor dem Zugeben einer Missetat schon minimiert. Hilfreich dabei ist es, die Kinder dabei einzubeziehen, eine Lösung zu finden - sie sind dabei oft erstaunlich kreativ. Statt also sofort rigoros zu strafen, frag Dein Kind doch einfach mal: "Was denkst Du, sollten wir nun tun?"
 

Verleugnung 


Kinder können Zusammenhänge oft noch nicht vollständig realisieren – dass dem „Mama, Erik hat an meinen Haaren gezogen“ ein Streit um den Buddeleimer voranging, ist schnell vergessen – wenn Mama dann nachfragt: „Warum hat er das denn gemacht?“, ist die Antwort „Weiß nicht – ich habe nichts gemacht“ im Grunde eine Lüge, aber das Kind empfindet es nicht als solche, weil es tatsächlich schon vergessen hat, was passiert ist und nur noch das Haare ziehen in Erinnerung hat.

Wenn man das Gefühl hat, dass das Kind tatsächlich das Gefühl hat, die Wahrheit zu sagen, ist es nicht zielführend, die Situation detektivisch auseinander zu nehmen um die Lüge zu enttarnen oder zu beweisen - das würde das Kind verwirren und sein Verständnis des Konstrukts "Lüge" beeinträchtigen. 

Lügen um Anzugeben und zu Prahlen 


Ursache für Prahlereien kann ein geringes Selbstbewusstsein sein - manchmal fühlt sich das Kind nicht angenommen und hat das Gefühl hat, dass es Dinge erfinden/übertreiben muss, um mit anderen mitzuhalten. Meistens jedoch sind die Prahlereien so abstrus ("Mein Vater ist Astronaut!"), dass sie eher in die Kategorie "Fantasierereien" fallen. Gerade bei Jungen vermischen sich die Fantasien gerne mit Angeberei - das hingegen ist eine ganz normale Kleinkindphase, die keinen Schluss auf das Selbstbewusstsein zulässt. 

Gute Lügen, schlechte Lügen 


Der Umgang mit dem Lügen ist diffiziler, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Wir sollten uns zunächst bewusst machen, dass auch die Erwachsenenwelt voller Lügen ist - schon Nietzsche sagte "Die Menschen lügen unsäglich oft" – daher ist es schwierig, dem Kind gegenüber pauschal das Lügen zu kritisieren. Spätestens, wenn die Oma zum Geburtstag wieder einmal ein scheußliches Kleidungsstück verschenkt, sind wir über kleine Flunkereien unserer Kinder wie „Oh wie schön, danke“ durchaus dankbar.

Um deutlich zu machen, dass die Wahrheit in der Familie wichtig ist, weil man so eine Atmosphäre des "Sich-aufeinander-verlassen-Könnens" geschaffen wird, kann man beispielsweise mal das Lügen-Spiel spielen - für einen bestimmten Zeitraum (eine Stunde) darf jeder lügen, so viel er möchte - Kinder werden bald feststellen, wie wichtig eine Unterscheidung in wahr und unwahr ist.

Grundsätzlich ist es nicht sinnvoll, das Erziehungsziel "Wir sagen nur die Wahrheit" zu formulieren, sondern dem Kind beizubringen, wann es sinnvoll ist, auch mal zu kleineren Notlügen zu greifen. Zudem "nur die Wahrheit" auch nicht immer erstrebenswert ist - wer hat schon auf die gut von allen hörbaren Frage seines 3-jährigen Kindes "Mama, warum riecht die Frau so komisch?" entspannt geantwortet: "Gut, dass Du fragst - ganz offenbar weil sie sich nicht gründlich gewaschen hat" :-)?

Der generelle Anspruch "Bei uns wird nicht gelogen" ist auch deswegen unglaubwürdig, weil auch die Eltern gelegentlich lügen (müssen) und die Kinder sie dabei beobachten (sich am Telefon verleugnen lassen oder "Welch ein tolles Geschenk" der Oma versichernd und Tage später dem Papa gegenüber die Unnützlichkeit der Sache erwähnend). Erwachsene benutzen täglich so viele kleine Lügen, dass ihnen das oft gar nicht mehr bewusst ist. Unser Schuldbewusstsein erfasst Not- und Höflichkeitslügen gar nicht mehr als solche - Kinder erkennen sie jedoch sofort - als reine Lüge. Differenzierungen nehmen sie dabei nicht vor, so dass "wir lügen nicht" für sie ein Widerspruch zum elterlichen Verhalten ist.

Ziel der Erziehung sollte es sein, dem Kind verständlich zu machen, wo Notlügen erlaubt sind, wo Höflichkeitslügen angebracht sind und wann es sinnvoll ist, auch mal nicht die Wahrheit zu sagen. Lügen sollte dann "erlaubt" sein, wenn die Gefühle anderer sonst verletzt würden – doch dieses Prinzip verstehen erst Kinder mit etwa 6 Jahre – bis dahin sagen sie meist schonungslos die Wahrheit. Man sollte dem Kind jedoch schon vorher vor Augen führen, wie sich andere Menschen fühlen, wenn man über sie ihnen unangenehme Dinge sagt. 

Um die Differenzierung der Lügen für die Kinder einfacher zu machen, kann man sie in schwarze und weiße Lügen einteilen. Weiße Lügen sind Fantastereien und Flunkereien - sie sind erlaubt. Notlügen und Höflichkeitslügen fallen ebenfalls in diese Kategorie, weil sie die Gefühle anderer schützen. Weiße Lügen schaden nicht - sie nutzen. Schwarze Lügen hingegen dienen allein dem Vorteil des Lügenden oder dem Verschleiern. Wichtig ist es auch, deutlich zu machen, wann es immer angebracht ist, die Wahrheit zu sagen (Missbrauchsprävention).

Es gibt einige schöne Bücher, die den Kindern solche Unterschiede verdeutlichen und anhand von Alltagssituationen das Lügen und dessen Auswirkungen erklären:

Kinder müssen im Grunde lügen lernen, um in der Gesellschaft zu bestehen. Kein Chef wird erfreut sein, wenn sein (in der Kindheit zu 100% Ehrlichkeit erzogener) Mitarbeiter auf "Guten Morgen, wie geht es ihnen? Wann können wir denn mit der Fertigstellung des Projektes rechnen?" antwortet: "Guten Morgen? Für mich war das kein guter Morgen - ich habe nicht ausgeschlafen, dann ist das Auto nicht angesprungen und die Kinder haben beim Abgeben in der Kita geweint. Im Grunde bin ich so gestresst, dass mir das Projekt gerade vollkommen egal ist und ich eigentlich nur noch meine Ruhe haben will. Bei meinem bescheidenen Gehalt finde ich den Zeitdruck, der da erzeugt wird, unangemessen. Aber danke der Nachfrage!"



Klosinski, Gunther: Tarnen Täuschen Lügen – Zwischen Lust und Last, Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co KG

Krüger, Raúl Gaston: "Hilfe mein Kind lügt ständig rum!" Warum Kinder ständig lügen und was es damit auf sich hat, Essay, Grin
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Kommentare:

  1. Das mit der Verleugnung kommt bei meinem grad hin und wieder vor. Da wird ein Schlüssel verlegt und er weis es auf einmal nicht mehr. Einige Stunden später findet man ihn dann und man weis genau, der Kleine war es.

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  2. Wäre eine Alternative zum Notlügen nicht einfach still zu sein? Das finde ich besser. Wahrheit und Offenheit sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

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    1. Ja - nicht lügen ist natürlich der bessere Weg - aber es ging mir vornehmlich um Situationen, in denen man direkt gefragt wird. Wie z. B. "Na, Lenchen, gefällt Dir der Pulli, den Oma Dir gestrickt hat!?" - da kann man ja schlecht schweigen und darf auch mal zu einer Höflichkeitslüge greifen :-).

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  3. Ich finde hier eine Art von Lüge nicht wieder, die mein Sohn schon öfter praktiziert hat: nicht Lügen zum eigenen Vorteil, sondern zum eigenen Nachteil!! Beispiel: bei einer Bekannten, die ihn manchmal betreut hat, durfte er oft fernsehen. Er wusste, dass ich das eigentlich nicht so gerne mag und halt nur "innerlich leicht zähneknirschend" in Kauf nahm, um die Bekannte nicht zu verärgern und so die Betreuung zu riskieren. (So oft war mein Sohn nun auch nicht bei ihr, sonst hätte ich es nicht akzeptiert...) Jedenfalls: eines Tages behauptete mein Sohn: "ich hab ferngesehen!" und mir kam das gleich komisch vor, weil sie das bei so schönem Wetter normalerweise nicht taten. Die Bekannte bestätigte dann mein Gefühl: sie hatten gar nicht ferngesehen! - Und das war nicht die einzige Lüge dieser Art; das hat er schon oft so gemacht und mich damit ratlos! Ich habe zwei mögliche Erklärungen gefunden: 1.) er experimentiert einfach - und tatsächlich kam ja auch auf Nachfrage schon mal ein "ich wollte mal sehen, ob du es merkst". Oder 2.) er fühlt sich von mir zu stark reguliert und protestiert auf diese etwas schräge Art dagegen?? Oder habt Ihr noch eine ganz andere Erklärung?
    Übrigens, zu diesem Vermischen von Realität und Fiktion muss ich anmerken, dass mein Sohn unglaublich realistisch ist, so sehr er Geschichten liebt und gerne fabuliert; aber er trennt das sehr sauber - und eine seiner Lieblingsnachfragen ist dementsprechend auch "jetzt in echt und in ganz wirklich??", wenn ihm etwas unglaublich vorkommt. Vielleicht, weil ich schon früh oft gesagt habe, dass es dies oder jenes (z.B. Hexen) nur in Geschichten gibt?
    Aber das hat jetzt wohl weniger mit der obigen Frage zu tun, wollte es nur mal erwähnen.
    Noch was anderes: ich wollte Euch gerne etwas spenden, denn Ihr seid toll! Nur mag ich nicht meine Bankdaten in den Computer eingeben - gibt es einen Weg offline, z.B. einfach Eure IBAN?? Macht so weiter!
    Viele Grüße, Hanni

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    1. Liebe Hanni,

      ganz herzlichen Dank für Deinen Kommentar und diesen neuen Aspekt zum Lügen. Das habe ich so in dieser Form noch nicht gehört. Ich vermute mal, dass er in der Situation mit dem Fernsehen einen bestimmten Zweck verfolgte. Wollte ermöglicherweise, dass Du Dich ärgerst und er vielleicht nicht mehr hin gehen soll, weil er ein unangenehmes Erlebnis an dem Tag hatte?

      Ob er sich zu stark reguliert fühlst, kannst Du besser beantworten als ich. Mir würde auf den ersten Blick jetzt nicht so richtig einleuchten, inwiefern die Lüge dann einen sinnvollen Zweck für ihn erfüllt? Da würde ich eher die Erklärung einleuchtend finden, dass er experimentiert. Das gehört ja dazu: welche Lügen gehen durch? Wann werde ich erwischt? Was genau passiert dann?

      Wenn Du uns unterstützen möchtest, freuen wir uns sehr :-). Du kannst uns gerne eine E-Mail (an squeennow[ät]gmail.com)schreiben, dann schicke ich Dir Bankdaten.

      Ganz liebe Grüße!
      Danielle

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    2. Liebe Danielle,
      vielen Dank für die Antwort! E-Mail ist unterwegs.
      Zu dem Fall oben: dass mein Sohn vielleicht erreichen wollte, dass er dort nicht mehr hin muss, ist möglich; er war dort nicht übermäßig gerne (obwohl das Fernsehen schon attraktiv für ihn war..)
      Das mit der zu starken Regulierung (zu der ich leider neige, aber ich arbeite daran, und Eure Texte helfen mir!) meine ich so: er könnte mir signalisieren "ätsch, du hast es nicht geschafft, mir deinen Willen aufzudrängen, Mama!" Er macht Ähnliches ja öfter, z.B. wenn ich ihn aufs Klo geschickt habe (dass man das nicht soll, weiß ich mittlerweile, allerdings mache ich es immer noch, wenn wir z.B. längere Autofahrten vor uns haben) und sagt dann z.B. "ich war noch nicht auf dem Klo!" obwohl er schon war.
      Ein weiterer Aspekt, den ich bei Euch noch nicht so sehe, ist noch das Schelmische, das mein Sohn ganz bestimmt hat: es macht einfach tierischen Spaß, die Mama auszutricksen und sich ins Fäustchen zu lachen, wenn sie darauf hereinfällt! Das ist nicht böse gemeint, es ist eine Art von Humor.
      Herzliche Grüße, Hanni

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    3. Liebe Hanni,

      diese Erklärung ist einleuchtend - es kann schon sein, dass er einen Triumph emfindet, wenn er sich einer Reglementierung entzogen hat. Das zeigt gut, welch hohes Bestreben Kinder nach Selbstwirksamkeit haben :-).

      Das Flunkern/Tricksen habe ich für mich mental nicht unter dem Apsekt "lügen" abgelegt - ich kenne viele Kinder, denen es Freude bereitet, Erwachsene reinzulegen oder zu erschrecken.

      Liebe Grüße!
      Danielle

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  4. Euren Artikel zum Thema Lügen habe ich gerade noch einmal herausgesucht und auf dem StadtLandMama-Blog in einem Kommentar verlinkt: http://www.stadtlandmama.de/content/l%C3%BCg-mich-nicht-wie-erziehen-wir-kinder-zur-ehrlichkeit#comment-12640 In eurem Artikel habt ihr die Zusammenhänge wie immer wunderbar eingängig und umfangreich erklärt. Vielen Dank dafür!

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  5. Hallo,
    Bei uns (Tochter fast 4 Jahre alt) ist das Team Lügen gerade ganz aktuell. Sie testet es gerade sehr aus. Vor allem um Dinge zu verstecken und sich Spielsachen von anderen Kindern einzusacken. Im Kindergarten macht (auch hier Zuhause) sie dies jetzt seit zwei Monaten immer wieder mal. Sie versteckt Spielsachen oder sie wandern in ihren Rucksack. Dann behauptet sie, sie hätte gar nichts gemacht. Meist sagt sie genau was sie gemacht hat nur, dass sie eben sagt sie hätte eben genau dies nicht gemacht. Mittlerweile gibt sie wohl schon vor etwas machen zu wollen, zum Beispiel auf Toilette zu gehen, um in der Zeit jedoch eben etwas zu tun, wo sie genau (?) weiß, dass es falsch ist, macht sie es ja heimlich, was sie so nicht machen soll (Sachen anderer Kinder oder von uns Eltern verstecken oder einsacken). Zuhause gehen wir recht entspannt damit um, da sie alles wieder aushändigt wenn man sie darum bittet. Es kam schon oft die Antwort 'sie möchte nur darauf aufpassen'. Im Kindergarten wird natürlich mit Konsequenzen gearbeitet. Sie zeigt in Solchen Momenten keine Reue, was auch die Erzieherin besorgniserregend mitteilte. Ich frage mich natürlich welches Grundbedürfnis hinter diesem verstecken liegt. Dass sie das Lügen gerade für sich entdeckt und damit experimentiert finde ich völlig normal und okay. Ob sie in dem Alter schon wirklich Reue empfinden kann wage ich zu bezweifeln. Doch was steckt eben hinter dem Horten von Dingen/Spielzeug? Was kann man da unternehmen? Ihr hattet auch den spannenden Artikel zum Thema Aufmerksamkeit und, dass einige Kinder eben über Geschenke Ihre Aufmerksamkeit auffüllen. Füllt sie da quasi einfach selber was bei sich auf, was wir nicht in Ihrem Maße machen?
    Ich wollte an dieser Stelle noch kund tun wie sehr ich eure Seite liebe und schätze. Sie hat mir schon so oft zur Seite gestanden und Licht ins Dunkel gebracht. Ihr leistet hier wirklich Pionierarbeit, was gar nicht hoch genug angerechnet werden kann. Ich möchte auch ein Sugar Daddy von euch werden und hoffe, dass ihr so auch die nötige Unterstützung bekommt um noch ganz lange weiter machen zu können, denn was ihr macht ist so immens wichtig.
    Vielen lieben Dank dafür!

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    1. Hallo,

      ganz herzlichen Dank für Deine Worte - ich bin wirklich ganz gerührt :-).

      Ich glaube, sie ist ganz sicher noch nicht so weit, echte Reue zu empfinden - vermutlich versteht sie noch nicht einmal, was an ihrem Verhalten falsch ist (wohl aber, dass es nicht erwünscht ist).

      Versteckt sie denn wahllos oder nur Dinge, die sie besonders schön findet?

      Liebe Grüße
      Danielle

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  6. Hallo,
    Sie versteckt nur Dinge die sie besonders schön findet. Man weiß bei ihr auch schon im Voraus, dass sie etwas ausheckt, da sie dann meist eben darauf besteht, dass man nicht hinterher kommen soll. Ich lasse sie eigentlich immer machen, auch wenn ich weiß, dass sie gerade "Blödsinn" macht. Sie soll auch den Freiraum dazu haben, da ich sie nicht ständig kontrollieren möchte und ihr auch nichts im Vorfeld unterstellen mag.
    Viele liebe Grüße und danke für die Rückmeldung!

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    1. Ich finde es eine gute Strategie, sie erst mal machen zu lassen und nicht Böses zu unterstellen. Wenn sie dann gelogen hat, kann man das ja immer noch in Ruhe auswerten. Das ist in jedem Falle besser, als ihr ständig das Gefühl zu geben, man würde ihr misstrauen.

      Ich denke, es steht einfach der Wunsch dahinter, diese tollen Dinge besitzen zu dürfen. Eine 4-Jährige hat überhaupt noch kein Konzept von "Ich muss Geld verdienen, um Dinge zu kaufem". Sie sieht nur die tollen Sachen und will sie einfach nur haben. Da man sie ihr nicht freiwillig gibt, nimmt sie sie sich einfach. Ihre Empathie ist noch nicht ausreichend ausgeprägt (was in dem Alter völlig normal ist!) - sie kann sich nicht in denjenigen hinein versetzen, den sie bestiehlt. Es ist ihr (noch) nicht klar, dass derjenige die Sache vermissen wird und dass das beim anderen für Traurigkeit sorgt.

      Um die Entwicklung dieses "Nachfühlvermögens" zu fördern, kann man - wenn sie eigene Dinge sucht und nicht findet - sagen "Oh, das fühlt sich nicht gut an, oder? Du hast Angst, es könnte für immer verschwunden sein, das würde dich sicher traurig machen". Dann kann man in einer Situation, wo sie wieder etwas von anderen genommen hat an dieses Gefühl erinnern.

      Ansonsten kann man einfach nur immer wieder sagen: Die Regel ist, dass man von anderen nichts ungefragt nimmt. Sie wird das Verhalten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht lange weiter zeigen. Es ist aber wichtig, das Feedback zu geben, dass es nicht in Ordnung ist und warum.

      Viele Grüße
      Danielle

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  7. Schwarze Lügen?
    Mein Sohn(6) benutzt eindeutig schwarze Lügen. Ok, wir haben ihn auch eindeutig zu viel "erzogen". Aber jetzt nimmt er z. B. heimlich den Bohrer von Papa und schleppt ihn in den Garten um im Gartenhaus Zeug anzuschrauben. Ich finde das nicht ganz ungefährlich, vor allem, da er noch kleinere Brüder hat, die dabei stehen. Wenn er in der Werkstatt arbeitet, darf er (wenn er fragt) auch den Bohrer mal benutzen. Aber das muss mit dem Besitzer des Bohrers abgeklärt werden, das ist Papa.
    Er darf sich aber recht frei hier bewegen und ich finde das auch wichtig. Wenn ich ihn jetzt minutiös überwachen müsste, würden wir beide auch nicht glücklicher.

    Mich macht das auch klassisch sehr wütend und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
    Eine halbe Stunde später darf er sich und seinem Bruder einen Keks geben als Nachtisch. Ich drehe mich um, sie stopfen sich X Kekse rein. Ich mache ihm zum einschlafen (nach stundenlangem Vorlesen) noch ein Hörbuch rein, er holt sich das Hörbuch von Papa (das für Erwachsene) und will heimlich das hören.

    Er lügt also zu seinem Vorteil, auf Grund von Verboten, die ich aber auch nach vielem Lesen und reflektieren nach wie vor einfach aussprechen möchte. Hat er einfach zu viele Verbote? Aber manches geht doch einfach nicht?

    Ich bin ratlos.

    ich wäre echt dankbar für Tips
    liebe Grüße
    Susanne

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  8. Liebe Danielle,
    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber für uns gerade Brand Aktuell. Ich bin gerade etwas verzweifelt und würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Es geht um unsere 4 jährige Tochter. Meine Tochter geht seit 1 1/2 Jahren in den Kindergarten. Ihre Bezugserzieherin
    Hat sie sehr gerne. Die zweite Erzieherin wird akzeptiert. Diese verlässt ab März die Gruppe und es kommt eine neue Erzieherin, die schon im Kindergarten arbeitet in die Gruppe.
    Ich fragte meine Tochter, ob diese nett ist und sofort verneinte sie das, konnte mir aber nicht genau begründen warum....
    Jetzt ist es So, dass der Kindergarten schwimmen gegangen ist und die neue Erzieherin mit meiner Tochter und noch anderen in der Sammelumkleidekabine war. Meine Tochter erzählte mir mittags und nachmittags meinen Mann ( unabhängig voneinander), dass die Erzieherin ihr beim anziehen nicht geholfen hat und da sie so langsam mit anziehen war, hat die Erzieherin sie eingesperrt. Sie versuchte mir sogar zu Zeigen ( anhand ihrer Schranktür) wie sie sie eingesperrt hat.
    Am nächsten Tag habe ich ihre Bezugserzieherin daraufhin angesprochen, die schon mal bestätigte, dass die Neue mit in der Umkleide war und sie sie fragen wolle. Darauf kam diese sofort an und motzte meine Tochter an, was sie denn für Märchen erzähle und sie das nicht mag. Meine Tochter ( und auch ich) waren etwas überrumpelt von dieser Art und Weise. Ich erklärte meiner Tochter worum es ging, da sie das Gespräch vorher nicht mitbekommen hatte....Die Erzieherin fragte mich, ob ich ihr (meiner Tochter) geglaubt habe und ich bejahte diese Frage. Sie war sehr empört und erklärte mir die Sammelumkleidekabine( nicht abschließbar und die Schranktüren sind hoch und eine Bank davor....) Sie wurde etwas lockerer und fragte meine Tochter wie sie darauf käme und wie sie sie in den Schrank hätte einsperren sollen wo sie viel zu groß dafür ist... und meine Tochter sagt nur eingeschüchtert: Das war so in ihrem Kopf. Die Erzieherin sagte mehrmals, dass sie so welche Märchen nicht mag...
    Ich habe für meine Tochter gesprochen und meinte ich wollte das geklärt haben.
    Im Auto fragte ich meine Tochter nach ihren Gefühlen und das s das Gespräch für uns beide unangenehm war. Ich fragte sie nochmal ob sie wirklich eingesperrt wurde. Da grinste sie verlegen und wurde unsicher. Ich fragte sie ob die Erzieherin gedroht hat sie einzusperren wenn sie so langsam ist. Dies verneinte sie.
    Ich habe versucht ihr deutlich zu machen, dass die Wahrheit ganz wichtig ist und das so eine Lüge ( wenn sie denn gelogen hat) für alle sehr unangenehm ist und auch verletzend. Jetzt weiss ich nicht ob ich sie damit bloß gestellt habe. Ich möchte ihr ja auch vermitteln, dass wenn was ist, sie immer zu mir kommen kann.

    Wir hatten noch eine Situation. Unsere Tochter hatte jetzt schon vier mal nachts Knie Schmerzen. Die ich auf einen Wachstumsschub geschoben habe. Nachmittags beim einkaufen wollte sie getragen werden und ich verneinte dies, da ich die Hände voll hatte. Daraufhin sagte sie ihr Knie täte weh und sie müsse jetzt sofort auf den Arm. Die ganze Rückfahrt weinte sie. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie lügt. Mein Mann meinte das wäre geflunkert da sie unbedingt auf den Arm wollte.
    Ich möchte meiner Tochter dass Gefühl geben , dass ich sie Ernst nehme. Somit sind wir noch zum Notdienst gefahren. Dieser könnte nichts feststellen und schickte uns wieder nach Hause. Zu Hause angekommen flitzte und hüpfte meine Tochter durch das Wohnzimmer, spielte verstecken als wenn nichts gewesen war.
    Wie kann ich ihr begreiflich machen, dass Lügen nicht "gut" ist.
    Ich habe schon zu ihr gesagt je mehr sie mich anlügt, desto schwerer fällt es mir ihr dann zu Glauben... obwohl sie vielleicht nicht lügt...
    Puh. Ich bin echt ratlos und würde mich sehr freuen, wenn Du Zeit findest mir zu antworten.
    Ganz liebe Grüße Katrin

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  9. Liebe Danielle,
    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber für uns gerade Brand Aktuell. Ich bin gerade etwas verzweifelt und würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Es geht um unsere 4 jährige Tochter. Meine Tochter geht seit 1 1/2 Jahren in den Kindergarten. Ihre Bezugserzieherin
    Hat sie sehr gerne. Die zweite Erzieherin wird akzeptiert. Diese verlässt ab März die Gruppe und es kommt eine neue Erzieherin, die schon im Kindergarten arbeitet in die Gruppe.
    Ich fragte meine Tochter, ob diese nett ist und sofort verneinte sie das, konnte mir aber nicht genau begründen warum....
    Jetzt ist es So, dass der Kindergarten schwimmen gegangen ist und die neue Erzieherin mit meiner Tochter und noch anderen in der Sammelumkleidekabine war. Meine Tochter erzählte mir mittags und nachmittags meinen Mann ( unabhängig voneinander), dass die Erzieherin ihr beim anziehen nicht geholfen hat und da sie so langsam mit anziehen war, hat die Erzieherin sie eingesperrt. Sie versuchte mir sogar zu Zeigen ( anhand ihrer Schranktür) wie sie sie eingesperrt hat.
    Am nächsten Tag habe ich ihre Bezugserzieherin daraufhin angesprochen, die schon mal bestätigte, dass die Neue mit in der Umkleide war und sie sie fragen wolle. Darauf kam diese sofort an und motzte meine Tochter an, was sie denn für Märchen erzähle und sie das nicht mag. Meine Tochter ( und auch ich) waren etwas überrumpelt von dieser Art und Weise. Ich erklärte meiner Tochter worum es ging, da sie das Gespräch vorher nicht mitbekommen hatte....Die Erzieherin fragte mich, ob ich ihr (meiner Tochter) geglaubt habe und ich bejahte diese Frage. Sie war sehr empört und erklärte mir die Sammelumkleidekabine( nicht abschließbar und die Schranktüren sind hoch und eine Bank davor....) Sie wurde etwas lockerer und fragte meine Tochter wie sie darauf käme und wie sie sie in den Schrank hätte einsperren sollen wo sie viel zu groß dafür ist... und meine Tochter sagt nur eingeschüchtert: Das war so in ihrem Kopf. Die Erzieherin sagte mehrmals, dass sie so welche Märchen nicht mag...
    Ich habe für meine Tochter gesprochen und meinte ich wollte das geklärt haben.
    Im Auto fragte ich meine Tochter nach ihren Gefühlen und das s das Gespräch für uns beide unangenehm war. Ich fragte sie nochmal ob sie wirklich eingesperrt wurde. Da grinste sie verlegen und wurde unsicher. Ich fragte sie ob die Erzieherin gedroht hat sie einzusperren wenn sie so langsam ist. Dies verneinte sie.
    Ich habe versucht ihr deutlich zu machen, dass die Wahrheit ganz wichtig ist und das so eine Lüge ( wenn sie denn gelogen hat) für alle sehr unangenehm ist und auch verletzend. Jetzt weiss ich nicht ob ich sie damit bloß gestellt habe. Ich möchte ihr ja auch vermitteln, dass wenn was ist, sie immer zu mir kommen kann.

    Wir hatten noch eine Situation. Unsere Tochter hatte jetzt schon vier mal nachts Knie Schmerzen. Die ich auf einen Wachstumsschub geschoben habe. Nachmittags beim einkaufen wollte sie getragen werden und ich verneinte dies, da ich die Hände voll hatte. Daraufhin sagte sie ihr Knie täte weh und sie müsse jetzt sofort auf den Arm. Die ganze Rückfahrt weinte sie. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie lügt. Mein Mann meinte das wäre geflunkert da sie unbedingt auf den Arm wollte.
    Ich möchte meiner Tochter dass Gefühl geben , dass ich sie Ernst nehme. Somit sind wir noch zum Notdienst gefahren. Dieser könnte nichts feststellen und schickte uns wieder nach Hause. Zu Hause angekommen flitzte und hüpfte meine Tochter durch das Wohnzimmer, spielte verstecken als wenn nichts gewesen war.
    Wie kann ich ihr begreiflich machen, dass Lügen nicht "gut" ist.
    Ich habe schon zu ihr gesagt je mehr sie mich anlügt, desto schwerer fällt es mir ihr dann zu Glauben... obwohl sie vielleicht nicht lügt...
    Puh. Ich bin echt ratlos und würde mich sehr freuen, wenn Du Zeit findest mir zu antworten.
    Ganz liebe Grüße Katrin

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  10. Meine Tocht lügt seit sie reden kann. Es sind so Kleinigkeiten wie ist deine Wondel voll, dann hat sie gesagt ja das war Papa. Oder sie hat ein Paket Mehl ausgekippt und ich hätte sie gefragt was ist hier passiert und daraufhin hat sie geantwortet das war Papa. Da war sie so 14/15 Monate. Strafen gibt es bis heute nicht bei uns und Ärger auch nicht!? Ich finde das total merkwürdig.

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