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Blähungen, Koliken und Bauchschmerzen bei Babys




Kaum ein Baby leidet nicht unter den berühmt-berüchtigten Blähungen. Oft ist es verhältnismäßig schwierig, herauszufinden, ob das Kind tatsächlich unter Flatulenzen leidet oder nicht viel mehr unter den berüchtigten Dreimonatskoliken leidet, welche eigentlich eine Regulationsstörung sind. Blähungen und Schreien hängen in beiden Fällen unmittelbar miteinander zusammen, man sollte daher zunächst herausfinden, ob das Baby wirklich wegen Bauchweh schreit oder ob es Bauchweh hat, weil es beim so genannten unspezifischen Schreien so viel Luft verschluckt.

Wie unterscheidet man Dreimonatskoliken von Blähungen? 


Für unspezifisches Schreien - also Dreimonatskoliken - spricht:

  • Das Baby schreit vornehmlich in den Abendstunden, am Tag nur vereinzelt.
  • Es findet schlecht in den Schlaf, man hat das Gefühl, dass das Kind ständig übermüdet oder überreizt ist.
  • Es schläft fast nur mit Körperkontakt/Wiegen/Getragen werden ein.
  • Es beruhigt sich am besten durch rhythmische Bewegungen (Pezziball), im Kinderwagen oder beim Autofahren.

Treffen diese Fakten weitestgehend zu, dann hat Dein Kind vermutlich eher die Dreimonatskoliken. In diesem Fall helfen bestimmte Techniken zur Beruhigung des Babys weiter - dein Kind ist wahrscheinlich überreizt und müde, es benötigt nicht wirklich eine Bauchwehbehandlung.

"Richtige" Blähungen erkennt man vor allem daran:

  • Das Baby schreit gleichmäßig über den Tag verteilt und verstärkt nach den Mahlzeiten.
  • Es zieht die Beine an, streckt sie dann ruckartig weg oder krümmt sich stark.
  • Das Baby ist beim Füttern unruhig; obwohl es noch nicht satt ist, lässt es den Sauger oder die Brust los um wenige Sekunden später wieder hektisch danach zu suchen.
  • Das Kind drückt stark (roter Kopf, schmerzverzerrte Mimik) und versucht die Winde loszuwerden.
  • Nach dem Pupsen ist das Kind vorübergehend ruhig (beim unspezifischen Schreien hingegen wird trotz aller Bemühungen dauerhaft weiter geschrieen). 

Wie kann ich bei der Fütterung schon das Entstehen von Blähungen verringern? 


Es ist grundsätzlich sinnvoll, die Luftmenge, die in den kleinen Magen gerät, zu minimieren. In den meisten Fällen trinken blähungsgeplagte Säuglinge zu hastig und verschlucken dabei zu viel Luft. Schon die Haltung beim Trinken wirkt sich auf die Menge der verschluckten Luft aus - je aufrechter ein Kind bei der Nahrungsaufnahme gehalten wird, desto weniger Luft schluckt es und desto schneller wird es die aufgenommene Luft bereits beim Trinken wieder los. Wichtig ist auch, dass man die Fütterung nicht zu weit hinaus schiebt - ein wirklich hungriges Kind trinkt deutlich hastiger - daher ist das Anbieten von Nahrung bei den ersten Anzeichen von Hunger bei unter Blähungen leidenden Babys oft vorteilhaft. Allein durch das Schreien wegen des Hungers gerät unnötig Luft in den Bauch. 

Bei Stillbabys hilft es, so oft wie möglich in einem reizarmen (abgedunkelten) Raum zu stillen, damit das Kind nicht abgelenkt ist und ruhiger trinkt. Ist der Milchspendereflex zu stark, sollte die Brust vor dem Stillen etwas ausgestrichen werden, damit das Kind nicht so schnell größere Mengen Milch schlucken muss. Auch ein kritischer Blick auf das Anlegen ist sinnvoll - umschließen die Lippen des Kindes Brustwarze und Vorhof vollständig (ein kleines offenes Dreieck am Mundwinkel - siehe Bild - ist normal)?

Es ist umstritten, ob sich die Ernährung der Mutter auf Blähungen bei Babys auswirkt - bei mir persönlich war das nie der Fall. Einige Mütter berichten aber, dass ihre Kinder tatsächlich auf Bestandteile ihrer Ernährung reagieren - vor allem auf Zwiebeln, Knoblauch, Hülsenfrüchte und blähendes Gemüse (Kohl, Sellerie, Sauerkraut, Brokkoli). Einige Stillbabys bekommen starke Blähungen, wenn die Mutter Milchprodukte zu sich nimmt. Es ist daher sinnvoll, diese Nahrungsmittel mal ein paar Tage konsequent weg zu lassen und zu schauen, ob sich die Beschwerden bessern.  

Flaschenbabys hilft es oft, wenn ihre Milch auf Basis eines Kümmel- oder Fencheltees angerührt (und nicht geschüttelt!) wird. Das Pulver verteilt sich schneller und leichter, wenn mit einer Gabel gerührt wird. Idealerweise steht die Flasche vor der Verfütterung ein paar Minuten - so platzen die meisten Luftblasen bereits. In die Flasche kann außerdem ein physikalischer Entschäumer (Sab Simplex, Lefax®, Espumisan) getropft werden - er wirkt rein physikalisch auf die Schaumblasen und wird unverändert wieder ausgeschieden - eine Überdosierung ist kaum möglich. Auch unter Blähungen leidenden Stillbabys hilft ein entblähender Tee oft gut. Manchmal reicht es sogar aus, wenn Mama Fenchel-Kümmel-Anis-Tee (der ja auch die Milchbildung anregt) trinkt, um die Beschwerden zu lindern. 

Man sollte die Durchflussgeschwindigkeit des Saugers prüfen - idealerweise ist er immer auf Alter und Nahrung angepasst. Hält man die Flasche schräg, sollten in den ersten 3 Monaten pro Sekunde nicht mehr als ein bis zwei Tropfen heraus kommen. Beim Füttern muss der Sauger immer vollständig mit Milch gefüllt sein, damit nicht unnötig Luft eingesaugt wird. Bewährt hat sich für die besonders hastigen Trinker der Habermann-Sauger von Medela.

Wenn die Kinder zwischendurch bei der Fütterung eine Pause machen oder die Brust gewechselt wird, kann man sie zwischendurch Aufstoßen lassen - das Trinken sollte jedoch dafür nicht absichtlich unterbrochen werden. Am Ende der Mahlzeit sollte dem Kind in jedem Falle versucht werden, ein Bäuerchen zu entlocken - hier ein paar Tipps und Tricks für ein schnelles Aufstoßen:

Es hat sich gut bewährt, sanft wieder von unten nach oben den Rücken zu klopfen oder ihn kreisförmig zu streicheln. Auch ein sanftes Streicheln der Fontanelle hilft bei vielen Kindern gut. Wenn die Arme des Babys leicht angehoben werden, erweitert sich der Brustraum und die Luft kann leichter entweichen. Tut sich dein Kind schwer, dann versuche mal, die Position zu wechseln, klassischerweise werden Kinder in der Armbeuge mit dem Gesicht über die Schulter gehalten - alternativ kann das Kind auf den Schoß gesetzt und leicht nach vorne gebeugt werden oder es liegt mit dem Bauch über Deinen Schoß - manchen Kinder fällt das Aufstoßen so leichter. Bleibt das Bäuerchen dennoch aus, aber das Kind ist zufrieden, besteht kein weiterer Handlungsbedarf. 

Wenn Vitamin D (am besten übrigens ohne Fluorid) verabreicht wird, kann man versuchen, die Tablette mal für 3-4 Tage weg zu lassen und zu schauen, ob sich das auswirkt - bei vielen wurden die Blähungen tatsächlich sehr viel besser. Einige Kinder reagieren auf das Milcheiweiß als Trägerstoff in den Tabletten - ihnen kann man dann Vigantol Öl (verschreibungspflichtig)verabreichen. Bitte lass das Vitamin D nicht weg - es ist enorm wichtig für die Einlagerung von Kalzium in den Knochen!

Was kann man gegen Blähungen bei Babys und Kleinkindern tun? 


Baby im FliegergriffUm die Luft aus dem Bauch zu bekommen hat sich der Fliegergriff bewährt. Dabei liegt das Kind bäuchlings auf einer Hand das Erwachsenen und wird herumgetragen. Durch den gleichmäßigen Druck auf den Bauch und die Bewegung entweicht die Luft leichter.

Auch eine Bauchmassage tut gut - geeignet sind Windsalbe® oder Kümmelöl (z. B. von Weleda) aus der Apotheke. Mit dem Zeigefinger und dem Mittelfinger wird der Bauch mit idealerweise quadratischen Bewegungen im Uhrzeigersinn sanft massiert (quadratisch deshalb, weil der Darm so verläuft). Kreisförmige Bewegungen sind natürlich auch möglich (aber nicht ganz so effektiv) - dann sollte am Nabel begonnen werden und immer größere Kreise gezogen werden. Auch hier ist der Uhrzeigersinn wichtig, da sonst Winde und Darminhalte quasi rückwärts transportiert würden.

Nach der Massage und immer mal zwischendurch kann man das Entblähen auch durch "Pupsgymnastik" unterstützen - das Kind ohne Windel strampeln lassen und dabei gelegentlich die kleinen Beine greifen und mit ihnen "Rad fahren". 

Wärme ist ein altbewährtes Hausmittel - gut geeignet sind Kirschkernkissen oder noch besser (weil anschmiegsamer) Traubenkernkissen. Von Wärmeflaschen rate ich ab - zu groß ist die Gefahr des Auslaufens oder einer Verbrühung. Die Temperatur sollte gründlich geprüft werden - manchmal werden die Kissen nicht gleichmäßig (Ober- und Unterseite) erhitzt bzw. neigen dazu, die Wärme erst verzögert zu entfalten (Kirschkerne). Wärme wirkt auch in einem schönen warmen Bad - idealerweise sollte das Baby dabei frei strampeln können.

Grundsätzlich ist es bei Blähungen von Vorteil, die Kinder viel zu tragen - am besten im Tragetuch in der Wickelkreuztrage. Durch die Anspreiz-Hock-Stellung entweicht die Luft sehr gut, Mamas Körperwärme tut ihr übriges.

Eine weitere Möglichkeit, das Bauchweh zu behandeln sind Kümmelzäpfchen - sie entkrampfen und haben eine abführende Wirkung. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch folgende Globuli verabreicht werden können: Chamomilla D6, Calcium Carbonicum Hahnemanni D6 und Calcium phosphoricum D6 - Dosierung bei allen: 5 Globuli alle 2-3 h.

Es wird vermutet, dass die Unreife des Darms schuld an den Blähungen sein könnte - daher ist es sicher auch einen Versuch wert, die Darmflora mit Mutaflor® (enthält das Darmbakterium Escherichia coli Stamm Nissle 1917) oder BiGaia-Tropfen (enthält ein Milchsäurebakterium Lactobacillus reuteri Protectis, das aus der Muttermilch isoliert wurde) aufzubauen - die Erfolge dabei sind recht unterschiedlich - daher bleibt einem nichts weiter übrig, als es auszuprobieren. In der Regel reift der Darm nach etwa 3 Monaten aus und die Blähungen werden deutlich weniger.

Wenn die genannten Maßnahmen keinen Erfolg haben oder die Blähungen sehr quälend sind, dann sollte man das Baby auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit testen lassen. Diese ist in der Regel begleitet von weiteren Symptomen wie Unruhe schon beim Trinken, juckende Quaddeln, Schwellungen und Rötungen der Haut, Ausschläge, häufiges Spucken, Durchfall oder Verstopfung sowie unterdurchschnittliche Zunahme. Der Kinderarzt kann mit Hilfe eines Bluttestes das Vorliegen von Unverträglichkeiten testen.

Hat Euch noch etwas anderes bei Blähungen geholfen? Schreibt uns einen Kommentar, dann können wir das ergänzen und anderen leidgeplagten Müttern hilft vielleicht genau Dein Tipp!

© Danielle
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Kommentare:

  1. Bei meinen Sohn hörten die Blähungen schlagartig auf, als ich Kuhmilch und Bananen wegließ(in meiner Ernährung!) Kuhmilch war nach einigen Wochen kein Problem mehr, Bananen führte bis zum 12. Monat Imme zu Problemen, ähnlich wie Möhren, das kann mein Sohn erst seit dem ersten Lebensjahr essen. Den Tipp mit der Banane erhielt ich von einer erfahrenen Krankenschwester!

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  2. Bei meiner Tochter hat das Bauchweh erst in der 11. Woche begonnen :-( An meiner Ernährung hab ich nix geändert, ich stille voll. Jetzt haben wir Bigaia, Windsalbe, Kümmelzäpfchen , Tragen, Massage im Programm...
    Werde noch eine Stillberaterin treffen und das mit dem abgeschirmten stillen probieren.
    LG Mila

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  3. Meine Kleine (heute 8 Wochen alt) hat von Anfang an mit Blähungen zu kämpfen (als erstes bekam ich unwissende, erschöpfte und verdammt hungrige Erstlingsmami Kohleintopf serviert) - was sie zu einem sehr unzufriedenen kleinen Menschlein macht. Sie schreit sehr viel und steigert sich immer weiter in das schreien hinein, was man auch probiert. Dann gehts ein paar Minuten mit dem Fliegergriff - dann wieder hysterisches Geschrei - dann Windel ab und frei strampeln lassen - hält ein paar Minuten länger an - dann wieder Geschrei. Sie schreit auch kurz bevor sie pupsen muss und schreit danach meistens weiter. Man hört es schon beim Trinken in ihrem Bäuchlein gluckern, sie muss auch ständig spucken - mal mehr, mal weniger - zwischen durch bäuern beim Trinken wird mit Geschrei quittiert - sie schluckt also während dem Versuch die Luft raus zu lassen noch mehr Luft >.< mittlerweile schreit sie auch schon beim Trinken los. Mein KiA sagt das man da nichts machen kann - es handelt sich um die Drei-Moants-Koliken, da muss ich halt durch (wobei ich mir denk - wieso ich? Mir gehts um die Kleine Maus die so leidet) Magen-Pförtner-Krankheit ist ausgeschlossen - sie nimmt sehr gut zu (so ca 460 gramm pro Woche) deshalb meint mein KiA auch das spucken würde daran liegen das die Kleine zu viel trinkt und das überflüssige dann ausspuckt. Da es ein relativ alter KiA ist, spar ich mir die Müh zu erklären das es ein zu viel bei voll gestillten Kindern nicht gibt *mit den Augen roll*
    Durch ihre Blähungen schläft sie auch sehr schlecht, da hilft es ihr sehr das ich mein Bein anwinkel und ihre Beine über meinen Oberschenkel lege (ein Kissen mag sie nicht, es muss Mama sein) damit schläft sie schon deutlich besser.
    Was mir noch Sorgen macht ist ihre Spuckerei - sie leidet auch darunter was ich, wenn ich sie im Ergobaby habe und sie schläft, immer mitbekomme, sie schluckt dann laut hörbar, verzieht das gesicht und wacht meist dann auch auf und schreit (Kommentar meines KiA: "Eltern interpretieren da häufig etwas rein - sie leidet nicht dabei, das Spucken ist ganz normal.)
    Habt ihr evtl auch schon bezüglich Refluxkrankheiten Erfahrungen?

    Lieben Gruß Kathy

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    1. Liebe Kathy,

      ich bin bis heute der Überzeugung, dass mein Sohn an einem stillen Reflux litt. Der wurde m. E. nur deswegen nicht erkannt, weil er nicht spuckte (das macht er aber bis heute nicht :-). Allerdings nahm er sehr schlecht zu (nur 90 g die Woche). Überstreckt sich Dein Kind? Das Schreien beim Stillen und schon davor klingen schon etwas nach Schmerzen. Versuch doch mal, sie auf einem Keilkissen schlafen zu lassen - das könnte Refluxbeschwerden lindern.

      Dein Kind nimmt überdurchschnittlich viel zu ("normal" wären 110 bis 330 g in den ersten 8 Wochen) - und das trotz des Spuckens... das finde ich bemerkenswert und würde vermuten, dass der Arzt diesbezüglich Recht haben könnte. Legst Du sie immer an? Hast Du einen Schnuller? Nimmt sie den? Kann es sein, dass sie die Brust zur Beruhigung nutzt?

      Verdauungsbeschwerden können tatsächlich auch durch zu viel Milch verursacht sein - wenn wir uns ständig überfuttern, hätten wir auch Bauchweh und würden ständig aufstoßen ;-). Manche Kinder kennen tatsächlich kein Maß, so dass man überlegen könnte, etwas vom Saugen abzulenken.

      Wie ist Dein Eindruck - schläft sie genug? Findet sie zur Ruhe? Könnte das Schreien übermüdungsbedingt sein?

      Liebe Grüße!
      Danielle

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  4. Hallo Danielle

    Wir haben auf dem Wickeltisch mittlerweile ein Kissen untergelegt, so dass sie da erhöht liegt - sie spuckt trotzdem und schluckt es dann gleich wieder runter mit einem überraschtem Gesichtsausdruck, ich habe den Eindruck es kommt auch viel vom Drücken, das es statt unten dann oben rauskommt - grade wenn sie davor getrunken hat. Selbst im Ergobaby kommt es ihr hoch und da ist sie aufrecht drin. Ja sie überstreckt sich.

    Das meinte mein KiA auch ;-D es wäre erstaunlich wie viel sie zugenommen hat. Ja sie will immerzu an die Brust - dank Ergobaby hab ich mittlerweile noch was anderes gefunden womit sie sich beruhigen lässt. Schnuller nimmt die nur im Auto wenn sie im Maxi Cosi sitzt oder im Ergobaby - außerhalb dessen fängt sie noch wütender an zu brüllen wenn man sich erdreistet ihr den Schnuller anzubieten. Ich bin ja Optimist und probier es immer wieder, aber sie will absolut nicht. Abend stille ich sie in den Schlaf - anders kann sie nicht einschlafen. Nur wird mittlerweile selbst das schwierig - sie wird oft unruhig dabei - zappelt wie oben unter Blähungen beschrieben rum - dockt ab und sucht dann hastig und unter schimpfen wieder die Brust. Ja sie nimmt sie auch zur Beruhigung - Schnuller wie gesagt lehnt sie einfach ab - kleinen Finger im übrigen auch. Ich hab nachgegeben - die ersten 3 Wochen hab ich sie immer wieder abgenommen sobald sie nur noch genuckelt hat (Tipp meiner Hebamme - mit den Worten:"Das muss sie lernen - die Brust ist nur zum trinken da") Aber das war der reinste Kampf - immer wenn ich sie abgenommen habe, schrie sie wie am Spieß, so konnten wir Drei Nachts nicht Schlafen - also hab ich mich ergeben und lasse sie Nachts einfach machen - so haben wir alle unsere Ruhe. Und ich muss festestellen, das sie sich selbst abdockt Nachts und dann einfach an die Brust kuschelt, jedoch nur wenn sie ganz dicht an mir ist und ich am besten noch beide Händchen halte. Nachts gehts auch, erst wenn es hell wird wird sie wieder unruhig und schreit dann meist kurz Zeit später und muss pupsen.

    Tagsüber schau ich schon wann sie satt ist, bzw sein könnte und packe sie dann in das Ergobaby. Wir waren auch schon beim Osteopathen, der hatte in den Füßen, am Rücken und am Schädel Blockaden entfernt. Die am Schädel, so sagte er mir, hat Auswirkungen auf die Verdauung. Da dort die Nerven für ebendiese verlaufen und somit können Blähungen und Spucken entstehen - leider ist es nicht besser geworden.

    Nein, so wirklich gut schlafen kann sie nicht. Im Ergobaby muss ich meist auch eine größere Mütze überstülpen das sie die Augen zu bekommt (also über den Rand des Neugeboreneneinsatzes). Ich hab es auch tagsüber mal probiert sie in den Schlaf zu stillen, sie schreit mittendrin dabei, lässt sich kaum beruhigen. Bis zur 4 Woche hat sie auch immer gern bei uns auf der Brust geschlafen, das geht überhaupt nicht mehr. Ich hab das Gefühl sie kann nicht bequem liegen, sie dreht immer ihren Kopf erst zur einen, dann nach kurzer Zeit zu anderen und das ganze ca 5 mal und dann quengelt sie, weil - wie ich denke - sie nicht einschlafen kann so. Ich merke ihr an das sie total müde ist, abewr einfach nicht in den Schlaf findet. In den Schlaf schunkeln geht nicht, da schreit sie. Die letzen 3 Wochen ist es Ergobaby oder in den Schlaf stillen - ich gehe etwas am Stock da selbst im Ergobaby einem iwann der Rücken schmerzt. Ich kann sie auch leider nicht an Papa abgeben, da brüllt sie wie am Spieß wenn er sie im Ergobaby trägt. Sie lässt sich auch leider nicht anders von ihm beruhigen, nur im Fliegergriff oder auf dem Wickeltisch wenige Minuten, das seit ca 1,5 Wochen. Wenn ich Abends duschen gehe, heißt es für uns alle drei Stress *seufz* nur brauch ich diese 15min heißes Wasser und etwas Seife, sonst hab ich das Gefühl nicht mehr lang durchzuhalten >.<

    Hast Du vielleicht einen Tipp was ich machen kann?

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    1. Liebe Kathy,

      hast Du mal Pucken probiert? Kennst Du unseren Artikel über das abendliche Schreien? Da ist die Beruhigungsmethode mit den 5 S beschrieben - alle zusammen angewendet ist das viel erfolgreicher, als nur einzelne Maßnahmen.

      Vielleicht ist der Ergo auch nicht bequem genug? So richtig ist er ja für Neugeborene nicht geeignet - hast Du mal eine Tragetuch erwogen? Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit, mal eins auszuprobieren?

      Liebe Grüße!
      Danielle

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    2. Hallo Danielle :D

      Nein bisher habe ich das noch nicht probiert mit dem Pucken - in der Klinik wurde das gemacht und meine Hebamme hat es mal mit einer Mullwindel gemacht (ich selbst bekomm es nicht hin und müsste mir einen fertigen Pucksack bestellen) jedoch hat sie da nur noch mehr geschrien und wollte da allem Anschein nach wieder raus (daher hab ich es bisher nicht erwogen einen zu bestellen) - das mit dem SCH... habe ich des öfteren angewendet - das Geschrei wird daraufhin wütender (??) und lauter.

      Meine Freundin bringt mir in den nächsten Tagen ein RingSling vorbei was ich testen wollte. Da die Handhabung damit auch einfacher ist.Der Ergo klappt eigentl ganz gut - nur in Moment ist es so das sie Bewegung braucht und ich mich kaum setzten kann, da sie dann nörgelt. Sobald ich mich wieder bewege ist alles gut und sie schläft wieder ein. Gestern war selbst das Auto fahren, was sie sonst liebt und wobei sie schnell einschläft (kaum das man den Motor anlässt) gestern jedoch hat sie geschrien - sich zwischendurch beruhigt - dann wieder geschrien wenn wir kurz halten mussten und dann auch erstmal wieder nicht beruhigt. Als ich die Möglichkeit hatte, habe ich angehalten und sie angelegt (da Wachsttumsschub und ich dachte das sie wegen Hunger schreit - kaum schnall ich sie im MaxiCosi wieder an - schreit sie wieder los - was ich auch machte - kaum schnallte ich den MaxiCosi an schrie sie (ich muss dazu sagen sie hat gestern eine Schluckimpfung bekommen, vielleicht lag es auch daran). Am Sonntag war es kein Problem mit dem Autofahren - wobei ich sagen muss mein Mann ist gefahren und ich sitze dann immer hinten bei ihr - da sieht sie mich dann. Die anderen Male wo ich allein mit ihr gefahren bin war es nie ein Problem. Ich steh in Moment vor einem kleinen süßen Rätsel mit Kulleraugen und einem total süßem seltenem Lächeln, was mir etwas sagen möchte was ich nicht verstehe oder falsch verstehe. Ich hatte gerstern so eine Panik das sie resigniert wenn sie da hinten so bitterlich schreit. Leider kann ich sie nicht auf den Beifahrersitz setzen - der Airbag lässt sich soweit ich weiß nicht abschalten :(
      Kinderwagen geht auch nicht mehr, nach wenigen Metern schreit sie, wenn ich sie dann rausnehme beruhigt sie sich erst und schreit dann weiter. In Moment ist es sehr anstrengend *seufz* ich habe es mir nie leicht vorgestellt - aber das sie so unglücklich zu sein scheint macht mich fertig - teilweise heul ich dann auch wenn sie sich überhaupt nicht beruhigen lässt und schreit als würde man ihr etwas antuen - weil sie mir so Leid tut :(

      Sie ist ein absolutes Wunschkind ( 3 Jahre daran gearbeitet ) und um nichts in der Welt würde ich sie wieder hergeben, egal wie sehr sie schreit und wie anstrengend es auch ist und noch werden mag. Ich habe mich auf anstrengende Zeiten eingestellt - da ich selbst seeeehr anstrengend war als Baby und Kind - laut meiner Mutter. Auch als ich ihr erzählte das die Kleine tagsüber kaum die Augen zubekommt, meinte sie das ich genauso war und nie schlafen wollte/konnte weil ich zu neugierig war.

      Ich habe es auch probiert Nachmittags das Schlafzimmer abzudunkeln und sie dann in den Schlaf zu stillen - keine Chance - sie fängt dann an zu schreien. Dann hab ich sie erstmal gewickelt und kaum geh ich in den dunklen Raum schreit sie wieder - geh ich raus ist Ruhe (dabei war es jetzt nicht stockduster). Nachts ist es kein Problem - ich weiß nur noch nicht woran es liegt - wo der Unterschied für sie ist. Auch Nachts ist es nicht stockduster im Zimmer da die Laterne von draussen reinscheint und ich die Jallousie nie ganz runter mache.

      Was ich auch schon oft beobachtet habe bei der Kleinen - sie schreit im Schlaf auf - ist nicht wach dabei - schläft dann auch einfach ruhig weiter. Das erschreckt mich jedes Mal.

      Sorry das der Text hier so lang geworden ist - habe einfach mal drauf los geschrieben was mir in den Sinn kam.
      Hoffe es ist nicht all zu durcheinander und man kann einigermaßen folgen o.O - musste zwischendrin immer eine Runde durch die Wohnung hopsen.

      Allerliebste Grüße
      Kathy

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    3. Liebe Kathy,

      oh man - ich erkenne mich in Deinem Text sooo gut wieder - ungefähr genauso ging es mir. Wir haben auch ewig gebraucht und mehrere künstliche Befruchtungen machen müssen und dann war ich wirklich geschockt, wie anspruchsvoll Babys sein können.

      Es gibt auch einfach High-Need-Babys, die sich schlecht regulieren können und ich fürchte, bei Euch klingt es etwas danach. Für solche Kinder ist das Leben auf Mama einfach das einzig richtige. Daher versuche sie so oft es geht zu tragen, das tut ihr am besten. Das Schlimmste in dieser Zeit ist, dass man denkt, dass es nie besser wird, aber das wird es. Nach den ersten 12 Wochen ist meist wirklich eine Besserung erkennbar, manchmal dauert es auch etwas länger - bei uns wurde es mit etwa 5 Monaten aushaltbarer.

      Nach meinen Erfahrungen sind es meist die sehr aufgeweckten und intelligenten Kinder, die als Baby so viel schreien. Weil sie viel mehr wollen, als sie können und schlecht in den Schlaf finden.

      Ich würde wirklich noch mal probieren, alle 5 S zusammen anzuwenden. Wickel sie mal mit einer Mullwindel ein (die Arme fixieren reicht ja völlig aus), nimm sie in den Arm und lege sie auf die Seite, stell Dich neben den Staubsauger und wippe sie auf und ab - im Sekundentakt. Meist sind die Kinder ruhiger, wenn sie es schaffen auszuschlafen.

      Und keine Sorge wegen des Resignierens - Du bist ja da. Das merkt sie ja auch. Kinder haben ein Gespür dafür, ob jemand wirklich gerade nicht kann oder nicht will.

      Viele Grüße
      Danielle

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    4. Hallo Danielle :D

      Eine künstliche Befruchtung wurde es bei mir nicht. Bei mir lag es an mir und an meinem Job. ich habe ihn angenommen obwohl er mich unterforderte und ich den Job an sich eigentl überhaupt nicht mochte. Jedoch dachte ich ich werde ja eh bald schwanger, da ist der Job egal. Zwei Mal wurde es mit Clomifem versucht. Beim ersten Mal zog es eine äußerst unangenehme überreizung nachsich und 1 Jahr später klappte es auch nicht damit. Mein Mann sollte sich dann checken lassen (er hat bereits 1 Kind). Er hat dann auch einen Termin gemacht - welcher erst monate später sein sollte. Ich habe mir dann vorgenommen zum Ende des Jahres zu kündigen (sofort kündigen ging leider aus diversen Gründen nicht) und schwups hat es funktoniert mit dem Schwanger werden. Nur begriff ich das erstmal garnicht. Da ich innerhalb der 3 Jahre einen seeeehr unregelmäßigen Zyklus hatte (von bis zu 60 Tagen) konnte/wollte ich nicht an eine SS glauben. Aber siehe da der Beweis vergnügt sich grade in der Babywippe :D sie liebt ihren Vogel der daran hängt - ärgert sich aber nach einiger Zeit das sie noch nicht dran kommt >.<

      Ja, die ersten Wochen hatte ich echt Panik das sich das nie ändern wird und nicht normal ist. Als ich dann diese Seite gefunden hab und sie regelrecht verschlungen habe ging es mir deutlich besser und ich muntere mich immer auf damit das es vorübergehen wird irgendwann. Momentan hoffe ich auf auf die 12te Woche ;-D ist ja nicht mehr lang. Ich scherze schon immer rum und sage: "Mit 12 Jahren wird sie schon nicht mehr in der Trage rumgetragen werden wollen" Ich verzweifel manchmal einfach nur an ihrer Unzufriedenheit und ihrem Leiden. Möchte ja das sie glücklich ist.

      Ja ich habe jetzt schon das Gefühl das sie sich selbst unter Druck setzt und mehr schaffen will als es ihr Körper hergibt. Wenn sie auf den Bauch liegt kann sie sich auf ihren Armen abstützen und sich umgucken - wenn sie sich länger umguckt fängt ihr Köpfchen manchmal an zu wackeln und dann schimpft sie auch schon drauf los. Sie versucht dabei auch immer einen Arm nach vorn zu bewegen und in die Richtung zu greifen in die sie schaut (was sogar schon gelungen ist) und bewegt auch ihre Beine abwechselnd, als ob sie vorwärts robben wollte. Nach einer Weile schimpft sie dann, weil es nicht gelingt (so scheint es).

      Wie lange muss ich den warten wenn sie eingeschlafen ist? Sie wacht immer unterschiedlich auf - ich kann bisher nicht erkennen wie lang eine Schlafphase ist. In den ersten 3 Wochen hat sie ca 1-2 Stunden am Stück geschlafen. Jetzt kann ich selbst beim in den Schlaf stillen nicht weg, da sie kurze Zeit später wach wird. Bisher stört es mich auch nicht, da ich selbst total platt bin vom rumtragen und -laufen.

      Ich werde es mit den 5S mal ausprobieren :D wie lang muss ich wippen wenn sie eingeschlafen ist?

      Danke für die Worte, das baut mich auf. Habe auch die ganze Zeit mit ihr gesprochen und ihr gesagt das ich jetzt leider nicht anhalten kann und wir gleich zu Hause sind.

      Ganz Lieben Gruß
      Kathy


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    5. Liebe Kathy,

      mit etwa 4 Monaten ändert sich das Schlafverhalten oft drastisch. Während Kinder in den ersten Monaten erst mal in einen leichten Schlaf fallen und recht schnell wieder aufwachen, wenn man sie ablegt (oder nicht mehr wiegt), kommen sie mit etwa 4 Monaten gleich nach dem Einschlafen in den Tiefschlaf. Daher kann es momentan noch notwendig sein, etwas länger zu wippen.

      Hast Du mal eine Federwiege erwogen. Ob sie das mag, kannst Du mit einem Laken ausprobieren. Leg sie rein, Du und Dein Mann nehmen jeweils zwei Zipfel und ihr bewegt sie im Sekundentakt auf und ab. Viele Kinder schlafen dadurch sofort ein. Da reicht es dann häufig, die Wiege nach dem Aufwachen wieder anzustupsen und dann schlafen sie gleich weiter. Aber auch ein Pezziball hat den beruhigenden Effekt - da muss man wenigstens nicht so viel rumlaufen :-).

      Ansonsten - auch wenn es nicht gerade ermutigend ist.... - mein Sohn schlief das erste mal mit etwa 10 Monaten "einfach so" ein. Rückblickend ist das eigentlich keine lange Zeit gewesen und ich wünsche manchmal, dass ich die Zeit einfach mehr genossen hätte. Manche Kinder sind einfach schlechte Schläfer. Viele davon bleiben es... Aber es wird bei allen irgendwann definitiv einfacher. Am meisten hilft es, zu versuchen die Situation einfach so anzunehmen.

      Probier alles, was geht - und wenn wirklich nichts hilft, dann bleibt nur das resignierte Akzeptieren der Situation... Ich würde mich freuen, in regelmäßigen Abständen von Euch zu lesen!

      Liebe Grüße
      Danielle

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    6. Hallo Danielle :D

      Danke für die lieben Worte - das baut auf :D

      Ja, dass mit dem Schlafverhalten hab ich schon gelesen. Mal schauen wie es klappen wird. Ja über eine Federwiege habe ich tatsächlich schon nachgedacht als ich den Artikel dazu gelesen habe, werde es mal mit dem Laken testen :D danke für den Tipp. Den Pezziball mag sie - da wird sie sofort ruhig (außer Papa macht es mit ihr - da schreit sie weiter - ich hab schon gemeint das er vielleicht "falsch" wippt). Sitze aktuell auf dem Ball - sie im Ergobaby. So kann ich zwar hüpfend, aber immerhin sitzend frühstücken :D ( das war so gegen 9 Uhr)

      Ich kann mich auch nicht beklagen - sie schreit ja nicht nur. Sie hat ja auch Momente in denen sie mich anlächelt oder neugierig und interessiert die Welt erkunden will. Und im Ergo kann ich viel nebenbei machen - eigentlich alles. Kochen, Wäsche machen, Putzen (ohne Putzmittel - brauch ich nicht - Wasser und Microfasertuch reichen vollkommen), Spazieren gehen sowieso. Nur halt schlafen nicht ;-) Staubsaugen muss ich in den nächsten Tagen mal testen. Müll runterbringen ist eher schwierig und mein Mann motzt auch schon und reißt sich regelrecht darum mir Arbeit abzunehmen, daher lasse ich ihn das dann machen :D

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    7. Sie zählt eindeutig zu den schlechten Schläfern (ganz die Mama *grins*). Bei mir war es wohl auch schwer mich zum schlafen zu bekommen. Mit ca 1,5 Jahren bin ich immer aus meinem Gitterbett geklettert. Meine Mutter meinte man konnte die Uhr danach stellen: 5min dann hörte man ein Pock (ich hab mich auf den Boden fallen lassen) dann ein Tapp Tapp Tapp - Tür geht auf - Tapp Tapp Tapp und da stand ich wieder lächelnd im Wohnzimmer. Das ganze ging bis zu 10 Mal am Abend - irgendwann bin ich dann wohl eingeschlafen. Da hatte sich meine Mutter überlegt mir einen Schlafsack anzuziehen, damit dachte sie könnt ich nicht rausklettern und schon garnicht laufen - wie noch des öftern in meinem Leben bewies ich ihr das Gegenteil: das Laufen dauerte nur länger. Wie ein Pinguin watschelte ich wieder lächelnd ins Wohnzimmer. Dann haben sie das Fußende des Schlafsacks ans Bett gebunden. Ich habe trotzdem versucht aus dem Bett zu klettern und hang dann schreiend Kopfüber am Gitterbett, danach habe ich es dann gelassen (warum nur? *ironie*). Auch später kann ich mich noch teilweise erinnern habe ich immer schlecht in den Schlaf gefunden. Das legte sich als ich lesen lernte und dann immer Bücher gelesen habe bis mir die Augen zu fielen. Bei mir lag es sicher nicht nur daran das ich ein schlechter Schläfer war, sondern auch an der fehlenden Aufmerksamkeit. Im großen und ganzen habe ich eine gute Kindheit gehabt - nur weiß ich rückblickend warum ich so "schwierig" war als Kind. Zwar können meine Eltern heute über meine Aktionen lachen, aber damals in der jeweiligen Situation waren sie mit mir überfordert und wussten nicht was sie machen sollen. Sie haben es dann einfach hingenommen das ich so bin. Bestrafen hat bei mir nie funktioniert. Ich habe mich immer mit der Strafe arrangiert und das beste drauß gemacht - allein spielen konnte ich sehr gut und hat mich auch nie gestört. Keine Strafe zeigte eine Wirkung bei mir. In der Grundschule beim ersten Elternsprechtag fragte mein Lehrer wie man mich denn Bestrafen könne - meine Mutter meinte: Keine Ahnung, wenn Sie was gefunden haben - verraten sie es mir. Ich bin mal gespannt wie viel meine Tochter von mir hat :D zwar habe ich oft so gehandelt um Aufmerksamkeit zu bekommen (Rückblickend betrachtet) aber vieles auch weil ich davon überzeugt war. Wie bei der Gummistiefelaktion *lach* Mit nassen, beschlammten Klamotten kam ich mal wieder nach Hause, meine Mutter schimpfte auch gleich drauf los:"Ich hab Dir doch gesagt Du sollst nicht in den Bach gehen".Ich hörte ihr brav zu und meinte dann wohl ganz überrascht: "Du hast doch gesagt mit Gummistiefeln darf ich ins Wasser" Meine Mutter war ganz verdattert und meinte daraufhin: "Schon, aber doch nicht so tief ins Wasser das es über die Gummistiefel läuft" Mein Kommentar dazu war:"Das hast du nicht dazu gesagt" da war ich ungefähr 5 Jahre alt :D

      Ich freu mich über jeden Tag mit der Kleinen :D Wir melden uns regelmäßig wieder :D

      Ganz Lieben Gruß
      Kathy

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  5. Wo bleiben meine Manieren?

    Liebe Grüße natürlich
    Kathy

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  6. Hallo Danielle,
    erst mal vielen Dank für diesen Artikel. Meine Tochter ist 3,5 Wochen alt und sie hat ziemlich starke Probleme mit dem Bäuchlein :-( Sie trinkt ziemlich hastig, "zutscht" ständig zwischendrin und schluckt hörbar Luft. Ich lege sie nach Bedarf an, sobald ich die ersten Anzeichen von Hunger erkenne (sie hat vor einer Mahlzeit noch nie geschrien) und ich habe mich schon die ganze Zeit gewundert, warum sie manchmal auch stündlich Hunger andeutet. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass sie vielleicht aufgrund der vielen Luft im Bauch ein falsches Sättigungsgefühl hat. Beim Stillen ist sie zunächst "ruhig", trinkt eben nur hastig und verschluckt sich oft. Aufgefallen ist mir auch schon, dass sie, nachdem sie hörbar Luft geschluckt hat, oft eine längere Pause macht, die Luft sekundenlang anhält und stöhnt. Oftmals endet auch so eine Mahlzeit - sie schiebt dann die Brustwarze raus und "geht in sich". Und dann ringt sie einige Zeit später wieder um die Brustwarze und trinkt weiter oder ich nehme sie zunächst auf die Schulter, um vielleicht doch mal ein Bäuerchen zu ergattern. Bäucherchen sind übrigens leider sehr selten, obwohl ich es ständig versuche und auch schon alle Positionen ausprobiert habe. Auf der Schulter klappt es noch am ehesten. Wenn sie noch nicht eingeschlafen ist, fängt sie dann aber bei Zeiten auf der Schulter an, ihren Kopf hektisch hin und her zu bewegen und "knurrt" auch nicht selten dabei. Oft merke ich auch schon, wie sie sich krümmt bzw. versucht, sich mit den Beinen abzustoßen. Ich versuche sie dann immer noch mal anzulegen, meistens signalisiert sie auch noch mal, dass sie noch nicht satt ist. Doch nun beginnt die Stillphase, in der es oft nur noch schwieriger wird. Sie "knurrt" und "stöhnt" ständig, auch ziemlich laut und zwischendrin trinkt sie immer wieder hastig ein paar Schlücke, schluckt wieder Luft und krümmt sich nur noch mehr. Ich versuche schon, die ganze Zeit beruhigend auf sie einzureden, doch so richtig interessiert es sie leider nicht. Oftmals findet sie aufgrund der Bauchschmerzen auch nur in einen leichten Schlaf, krümmt sich wieder ständig und stöhnt was das Zeug hält. Manchmal hilft es, wenn sie dann auf Mama oder Papa schläft, aber auch nicht immer. Gelegentlich schreit sie auch plötzlich ganz schrill auf, aber richtig schreien ist bisher eher selten. Hast du noch irgendeinen Tipp, wie sie vielleicht nicht so viel Luft schlucken könnte? Aufrechtere Stillpositionen sind ja eher schwierig, sie hat ja noch keinerlei Körperspannung... Vielen Dank im Voraus! LG Jane

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    1. Liebe Jane,

      leider habe ich keine Idee, wie man Dein Kind dazu bringen könnte, etwas langsamer zu trinken. Ich würde Dir empfehlen, Dich an die LaLecheLiga zu wenden und das Problem zu schildern - dort bekommt man in der Regel sehr schnellen und sehr guten Rat.

      Wenn Du eine Antwort bekommen hast, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen - sicher hat irgendwann jemand die selbe Frage nochmal.

      Ganz herzliche Grüße!
      Danielle

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  7. Hallo Danielle,
    nun ist die Kleine schon 12 Wochen alt - wie die Zeit vergeht. Wir haben noch viel probiert, drum nur eine kleine Zusammenfassung: Einen Kniff, das Baby zum langsameren Trinken zu motivieren, gibt es wohl nicht. Nach intensivem Kontakt mit einer Stillberaterin der La Leche Liga habe ich meine Tochter beim Stillen etwas höher gelagert, wodurch 1. die Luft wieder besser aus dem Körper rausgehen, 2. ein Reflux minimiert werden und 3. ein Bergaufstillen ermöglicht werden soll. Letzteres hat sich als äußerst schwierig erwiesen, insofern habe ich mich letztendlich auch etwas höher mit hingelegt, um die ersten beiden Punkte zumindest zu ermöglichen. Außerdem haben wir neben Lefax noch BiGaia-Tropfen und wenn es ganz schlimm war noch Kümmelzäpfchen gegeben. Und viel getragen und Massagen... Wirklich erfolgreich war leider nichts. Bis zur 9. Woche waren die Koliken unsere täglichen Begleiter, wenn die Kleine auch wirklich tapfer war. Langsam aber sicher wird es seitdem besser. Die Darmstunden am frühen Morgen ärgern uns zwar immer noch, aber lange nicht mehr so schlimm. Außerdem ist die Kleine mittlerweile in osteopathischer Behandlung. Sie hatte einige Verspannungen im Nacken und hinter den Ohren, was sich wohl auf dem Bauch auswirken könnte. Nachdem sie vor 2 Wochen anfing, plötzlich nur aller paar Tage zu kackern, war es zunächst wieder schlimmer. Mittlerweile presst sie nur noch manchmal.
    Für uns war also wirklich Durchhalten angesagt - es wird tatsächlich mit der Zeit besser. Nur das Spucken stellt sich noch nicht so richtig ein, aber das bleibt bei vielen wohl auch noch ewig bestehen.

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  8. Hallo,
    meine Tochter hatte Probleme mit Blähungen, bzw. Verdauuungsscheierigkeiten, bis ich rausgefunden habe, dass sie nie die Hintermilch abbekommt, weil ich Zuviel Milch habe. Die Probleme haben sich bemerkbar gemacht durch starkes Drücken mit rotem Kopf beim Stuhlgang, schlecht einschlafen, weinen und überhaupt unruhig sein den ganzen Tag, was durchs tragen besser wurde. als ich das mit der zuvielen Milch rausgefunden hatte, war sie 3 Wochen alt und durch folgende Maßnahmen hatte sich das Problem sehr schnell erledigt: en Block-stillen, d.h. immer wieder dieselbe Brust geben, "austrinken" lassen. ausstreichen vorm stillen, nicht mehr abpumpen, salbeitee trinken. dadurch hat sie mindestens einmal am Tag die verdauungsfördernde hintermilch bekommen. die milchproduktion hat sich nach ziemlich genau 3 Monaten reguliert, seitdem wechsele ich auch bei jedem stillen die Brust. ich hoffe, ich kann jemandem mit meinen Erfahrungen helfen, liebe grüße,
    Hanna

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    1. Liebe Hanna, toller Tipp, vielen vielen Dank!

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    2. Bitte! Ich freue mich, jemandem helfen zu können! Das zuviel Milch auch Probleme machen kann ist leider immer noch nicht sehr bekannt!
      LG

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  9. Hallo,
    wir sind auch etwas verzweifelt... Mein Sohn ist jetzt 19 Wochen alt und ich glaube wir haben alles versucht. Beim Arzt wird man nur vertröstet, man müsse ausharren oder soll mal autofahren. Er quält sich min. die Hälfte des Tages und der Nacht mit starkem drücken, überstreckt sich, zieht dich zusammen, jammert... usw. Das kann doch nicht sein, das man das aussitzen muss oder? :(
    Rat? Anderer Arzt?

    Viele Grüße

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    1. Wenn ihr schon alles versucht habt, hier ein letzter Tipp: Manche Kinder mögen es nicht, in die Windel groß zu machen. Deshalb winden sie sich sehr lange und "lassen nicht los" solange die Windel um ist. Vielleicht gehört euer Sohn dazu? Bei meinem Patensohn war es so, ich war damals ganz überrascht. Seine Eltern haben ihm dann, sobald er anfing, sich unruhig zu bewegen (also klar war, er muss mal), die Windel ausgezogen und ihn abgehalten. Kennst du windelfrei? Es gibt da so kleine Töpfchen, die sich eignen. Ab diesem Zeitpunkt waren bei ihnen vor allem die Nächte viel entspannter. Wenn er vorher gefühlt stundenlang sich gewunden und gequält hat, bis er doch noch Aa machte, haben seine Eltern ihn nun einfach schnell abgehalten, er ist alles losgeworden und hat dann selig weitergepennt.
      LG, Snowqueen

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    2. Vielen Dank die Idee find ich sehr gut. Die Position kennt er schon, da klappt es manchmal. Habs über der Badewanne versucht, er hat nur sehr irritiert hin und her gesehen :D vielleicht brauchen wir hier etwas Übung bis das klappt? :)

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    3. Ach so und woher weiß man das mit der Hintermilch? Er trinkt immer nur an 1 Brust sehr kurz so max. 5 Minuten. So richtig voll empfinde ich sie nie aber es wirkt als würde ne ordentliche Menge kommen.

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    4. Ja, es braucht ein bisschen Übung. Ich glaube, viele Windelfrei-Mütter machen auch ein bestimmtes Geräusch um zu zeigen, dass jetzt Aa-machen möglich ist.

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    5. Wegen der Hintermilch: Wenn er kräftig trinkt, hat er die Brust in 5 Minuten leer. Dann bekommt er Hintermilch.

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