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Sieben Dinge, die ich gern schon in der Schwangerschaft gewusst hätte


Welches Wissen schon vor der Geburt hilfreich ist, um die ersten Wochen mit dem Neugeborenen entspannt zu verbringen - über das Schreien und Stillen

 
Mutter schaut Baba verliebt anVor ein paar Wochen ist unser drittes Kind geboren worden und alles klappt wunderbar, weil ich - anders bei den ersten beiden Kindern - gut vorbereitet und informiert bin. Da ich alles schon einmal durch hatte, wusste ich diesmal, worauf ich im Vorfeld achten musste. Damit ihr nicht auch all die Schwierigkeiten erleiden müsst, die sich bei mir bei den ersten Kindern ergaben, habe ich euch - direkt aus dem Wochenbett heraus - mal all das aufgeschrieben, was ich gern schon am Ende meiner ersten Schwangerschaft gewusst hätte.


Das Shhhh-Geräusch


Als Lehrerin fiel mir immer wieder auf, wie wenig meine Schüler darauf reagieren, wenn ich sie mit "Sssh!" zu Ruhe bat. Als unsere erste Tochter geboren wurde und ich auf der Wochenbettstation die anderen frischen Mamas beobachtete, verstand ich dann auch, warum. Alle Mütter versuchten instinktiv, ihre neugeborenen Babys zu beruhigen, indem sie das "Shhh" Geräusch anwandten, sobald die Kinder weinten. An sich keine schlechte Idee - das "Shhh" als Bestandteil der 5 S (siehe weiter unten) ist sehr effektiv - doch irgendwie klappte das häufig nicht besonders gut: Die Babys schrien weiter oder wurden sogar noch lauter. Doch die Mütter wandten es wieder und wieder an. Und mit jedem Mal "Ssssssh", das in einer Weinsituation benutzt wurde und nicht funktionierte, speicherte sich im Gehirn eine Verbindung ab: "Sssssh" = unangenehme Situation. Kein Wunder, dass die Kinder darauf nicht positiv oder mit Ruhigwerden reagierten!

Wenn man möchte, dass "Ssssh" eine echte beruhigende Wirkung hat, muss man sich nach der Geburt für ein paar Tage und Wochen die Zeit nehmen, das Geräusch mit angenehmen Situationen zu verbinden. Wenn das Kind glücklich und ruhig an der Brust trinkt, kann man leise dazu "Ssssh" machen. Wenn es satt und müde in unserem Arm liegt und gerade einschläft: "Sssssh". Wenn es ruhig und aufmerksam auf der Decke liegt und die Welt betrachtet: "Sssssh." Wenn man immer dann, wenn das Kind satt, ruhig und zufrieden ist, das "Ssssh" Geräusch begleitend einführt, dann bildet sich im Gehirn die neuronale Verknüpfung: "Ssssh" = angenehme Situation. Ist dies geschehen, und das Kind weint und die Mutter antwortet mit "Sssssh", dann trägt die vorher angelegte positive Verknüpfung das positive Gefühl in die Weinsituation und das Kind beruhigt sich tatsächlich!

Übrigens muss es kein "Sssssh" sein, man kann genauso gut ein bestimmtes Lied oder einen speziellen Satz als positive Verknüpfung nutzen - und man kann damit sogar schon anfangen, wenn das Kind noch im Bauch ist.


Das Schlaflied


Ab der ca. 17. Schwangerschaftswoche sind die Hörorgane der Embryonen so weit entwickelt, dass sie beginnen, zu hören. Ich habe das ausgenutzt, indem ich immer dann, wenn ich in einer entspannten Situation war, das zukünftige Schlaflied meines Kindes gesungen oder gesummt habe. So musste ich zum Beispiel 20 Minuten von der U-Bahn zu meinem Arbeitsplatz laufen - in dieser Zeit wurde der kleine Mann in meinem Bauch wunderbar geschaukelt und er schlief dabei regelmäßig ein. Was kann es besseres geben, als ihn in dieser Einschlafsituation gleich an das Schlaflied zu gewöhnen? 

Auch, wenn ich in der Badewanne lag und entspannte und in anderen für mich angenehmen Situationen summte ich die Melodie. Selbstverständlich geht das auch mit einer Spieluhr, wobei ich es mir schwierig vorstelle, sie beim Spazieren oder beim Baden auf den Bauch zu legen. Viele Mütter spielen ihrem ungeborenen Kind diese abends vor, wenn sie selbst im Bett liegen und das ist genau richtig. Bei uns hat das übrigens sehr gut geklappt - das Schlaflied wirkt bei meinem Sohn Wunder. Er hört es und unweigerlich fallen ihm die Augen zu!

Es gab noch ein anderes Geräusch, das ich schon in der Schwangerschaft einführte, weil mir wichtig war, dass er es nach der Geburt erkennt und als "angenehm" einstuft. Neugierig, was das war? Dann lest mal weiter. 


Das Café-Baby... 


... welches tiefenentspannt und fröhlich glucksend neben seiner Kaffee trinkenden und mit ihrer besten Freundin tratschenden Mama liegt und alle anderen Café-Besucher in Entzücken versetzt, wird nicht dein Baby sein. Es tut mir sehr leid, Dich desillusionieren zu müssen. Ich weiß, dass man als Schwangere reihenweise Kinder in Cafés sieht, die leise sind und keinen stören, doch um ehrlich zu sein, sind diese Kinder eher die Ausnahme. Für jede Café-Baby-Mama, die du siehst, sitzen zehn Mütter zuhause und trauen sich nicht raus, weil ihr Kind jedes Etablissement zusammenbrüllen würde, sobald sie dieses betritt. Diese Kinder sind die Regel und deines wird vermutlich dazu gehören.

Erst mein drittes Kind ist ein Café-Baby geworden und zwar deshalb, weil ich ihn in der Schwangerschaft schon ausführlich auf die Geräuschkulisse dort geprägt habe. Ich habe ein Lieblingscafé, in welchem ich jeden Tag sitze und schreibe. Das Café ist höllisch laut und eigentlich nicht besonders gemütlich, weil es ein ständiges Kommen und Gehen an Gästen gibt, die Kaffeemaschinen schrill pfeifen, der Eiscrusher im Sommer ununterbochen läuft und die Musik manchmal so eingestellt ist, dass man sich nicht über einen Tisch hinweg vernünftig unterhalten kann.

Ich liebe es dort! Dementsprechend saß ich in der Schwangerschaft jeden Tag entspannt Kaffee schlürfend dort herum und mein Baby spürte, wie schön ich es dort fand und hörte, wie der Ort klang, an dem sich Mama so wohl fühlte. Und die Prägung funktionierte: das Café ist der Ort, an dem mein Sohn am besten und längsten schläft. Er liegt auf meinem Schoß und ich lese oder schreibe und lasse es mir gut gehen.

Baby liegt beim Schreiben am Laptop

Übrigens war ich mit meinem Sohn letztens in einem Restaurant, in dem ich in der Schwangerschaft nur ca. fünf Mal essen war. Ich dachte, ich probiere es mal - aber er hat die ganze Zeit gebrüllt.... Wenn es also einen Ort gibt, der euch wichtig ist (es muss ja nicht ein Café sein) und den ihr auch mit Baby besuchen wollt, fangt jetzt schon an und gewöhnt euren Embryo jeden Tag ein bisschen an die Geräusche dort!


Das Schrei-Baby...


...das am Ende des PEKIP-Kurses am schrillsten kreischt, das die Babymassage nicht wie alle anderen genießt, das vehement dagegen protestiert, im Kinderwagen gefahren zu werden, das die Mama beim Rückbildungskurs nicht in Ruhe turnen lässt, sondern herzerweichend  danach verlangt, auf den Arm genommen und getröstet zu werden - das wird dein Baby sein.

Ich mache leider keine Scherze. Dein Baby wird immer dasjenige sein, das am lautesten weint und sich am stärksten wehrt - jedenfalls wird es dir so vorkommen. Und die Mama neben dir im Kurs, der wird es so vorkommen, als wäre ausgerechnet ihr Kind dasjenige, das am meisten brüllt und am wenigsten schläft. So ist das mit der Wahrnehmung.
Was kannst du tun?
Zu den Kursen: Keine Neu-Mama ist verpflichtet, Kurse zu besuchen. Wenn du dir noch nicht zutraust, mit deinem Kind rauszugehen oder du das Gefühl hast, der Kurs stresst euch nur, dann brich ihn ab. Babys entwickeln sich prima auch ohne PEKIP, Musikgarten und Massage. Vielleicht klappt es in ein paar Monaten besser?

Rückbildung dagegen ist wichtig für dich - ich empfehle dringend, einen Kurs zu besuchen. Doch auch dort gibt es Optionen. Mit meiner ersten Tochter bin ich erst zur Rückbildung gegangen, als sie gut 9 Monate alt war, vorher hätte sie nur geweint und ich wäre nicht zum Rückbilden gekommen. Es gibt auch Kurse, die ohne Babys stattfinden - diese bleiben dann zuhause bei Papa oder Co-Mama. Es gibt Kurse, in denen mit Baby geturnt wird, d. h. das Baby dient als Hantel-Gewicht und wird im Kurs hoch und runter gehoben - den meisten macht das Spaß.

In anderen Kursen (Kanga-Kurse) werden die Babys ins Tragetuch oder in die Komforttrage geschnallt und dann mit ihnen zusammen geturnt - das Schaukeln lässt sie garantiert einschlafen. Wenn du wirklich gar nicht raus möchtest zu einem Kurs, dann gibt es Rückbildungsgymnastik auch auf DVD. Dann musst du aber diszipliniert sein und diese wirklich allein vorm TV durchführen.

Mach dich am besten schon gegen Ende der Schwangerschaft schlau, welche Art Kurse bei dir in der Nähe angeboten werden und welche dir auf Anhieb sympathisch erscheinen. Denk aber dran, dass die Hormone nach der Geburt den wenigsten Frischmamas "erlauben", ihr Baby abends allein beim Papa zu lassen, auch wenn das eigentlich die günstigste Variante wäre.

Zum Kinderwagen: Da hat man sich in der Schwangerschaft solche Mühe gegeben, einen schönen, leichten, schadstoffarmen Kinderwagen zu finden, der auch noch in den Kofferraum passt und nicht das halbe Monatsgehalt kostet und dann hasst es das Baby, darin zu liegen! Das ist doch echt frustrierend, oder? Aber es ist nicht unnormal - eigentlich alle Babys, die ich kenne, mögen den Wagen in den ersten Monaten nicht. Sie werden lieber getragen. Ist ja auch verständlich, schließlich wurden sie in den vergangenen 40 Wochen 24 Stunden am Tag getragen und dieses Gefühl vermittelt ihnen Sicherheit.

Deshalb ist mein Tipp: Schafft euch neben dem schönen, teuren Kinderwagen auch eine Trage/ein Tragetuch an! Ein Tragetuch (z. B. Moby Wrap), Fräulein Hübsch, Storchenwiege Carrier oder die Emeibaby-Trage eignen ab der Geburt und erleichtern den Alltag enorm (Merke: Manduca und Ergocarrier eignen sich erst ab Sitzalter. Außerdem: Nie, wirklich niemals sollte man sein Kind mit dem Gesicht nach vorn tragen) . Selbst ein bisschen Haushalt kann man mit Kind im Tragetuch erledigen, etwas, das sonst fast ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ihr fragt euch, warum man das Baby nicht einfach ins Bettchen legt, um den Haushalt zu machen? Na, dann lest mal weiter.


"Schlaf einfach mit, wenn dein Baby schläft!" 


 
Vater kuschelt mit BabyDer Nächste, der mir mit diesem Spruch kommt, bekommt von mir eins über die Rübe gezogen, sage ich euch! Tsss, schlafen, wenn das Kind schläft, ganz prima. Ich weiß ja nicht, wie eure Babys so werden, wenn sie aus dem Bauch raus sind, aber alle drei meiner Kinder haben nicht in ihrem Bettchen geschlafen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr eins dieser Zauberbabys bekommt, die man müde, aber wach hinlegt und die dann noch zwei Minuten den Kopf hin- und herwerfen und dann entspannt einschlafen.

Meine Kinder jedoch brauchten zum Schlafen viel Körperkontakt und Geschuckel. Am besten schliefen sie in der Trage, während ich ellenlange Spaziergänge durch die Stadt machte. Hinlegen für Mama war da nicht. Nicht einmal hinsetzen ging, denn sobald der wiegende Gang aufhörte, wurden meine Kinder wach.

Es ist nicht so, dass ich es nicht probiert hätte. Hab die Töchterchen liebevoll im Arm in den Schlaf gewiegt und sie dann erfolgreich im Babybay abgelegt. Dann habe ich mich schnell dazugelegt, brauchte noch 5 Minuten, um so weit runterzukommen, dass ich tatsächlich einschlief - nur, um nach wenigen Minuten unsanft vom schreienden Kind geweckt zu werden. Egal, was ich tat, meine Kinder wachten nach dem Ablegen spätestens nach 20 Minuten auf - und ich dann eben auch. Das ist Folter, wirklich. Nach so kurzer Zeit geweckt zu werden und sofort wieder voll da sein zu müssen, ist schlimmer, als gar nicht geschlafen zu haben...

Gibt es eine Lösung? So haben wir es gemacht: Bei den ersten beiden Kindern habe ich mich nachts ohne Kind auf die Couch verkrümelt. Meine bessere Hälfte schlief mit den Babys im Schlafzimmer. Ohne Milchgeruch direkt vor der Nase schliefen unsere Töchter besser und wurden nur ca. alle 2h wach. Dann wurden sie mir gebracht, ich stillte sie ausführlich, und gab sie dann wieder ab. Alle schliefen sofort weiter, alle waren halbwegs entspannt am Tag.

Unseren Sohn nehme ich nun direkt auf die Brust zum Schlafen. Ich liege auf dem Rücken, er auf dem Bauch auf meiner Brust, so schlafen wir alle ruhig und entspannt. Irgendwann in der Nacht wird er unruhig, dann stille ich auf der Seite im Liegen, meist schlafen wir dabei ein - ich auf der Seite, er auf der Seite, im Rücken wird er vom Stillkissen gestützt. Wenn ihr unruhig wegen der Seitenlage seid, weil ihr wisst, die Empfehlungen bezüglich des plötzlichen Kindstods sagen, das Kind soll auf dem Rücken schlafen, dann achtet nach dem Stillen darauf, euer Baby vorsichtig zurückzudrehen. Viele Babys mögen die Rückenlage allerdings nicht und werden schneller wach - ich habe mir sagen lassen (aber noch nicht selbst ausprobiert), dass da ein CocoonaBaby Abhilfe schaffen soll.

Ich schlafe übrigens in einem dünnen Schlafsack und ohne Kissen, damit er in meinem Bett von nichts überdeckt und überhitzt werden kann. Er selbst schläft in einem Pucksack, da er sich sonst mit seinen wackelnden Ärmchen selbst wachhalten würde. Am Morgen stille ich ihn noch einmal und verziehe mich dann für zwei Stunden ungestörten Schlaf noch einmal ins Schlafzimmer....

Mit ungestört meine ich auch, kein Babygrunzen neben mir zu hören. Ihr wusstet das bestimmt noch nicht - Babys imitieren in der Nacht gerne einen ganzen Bauernhof. Da wird gekrätzt und geächzt und gegrunzt und gezischt, gedrückt und gebrummt und gefiept - das ist alles normal und scheint von der Natur einen Sinn zugeordnet bekommen zu haben, denn alle Babys machen das. Die Geräusche hören irgendwann im Laufe der ersten drei Monate auf, aber bis dahin schlaft ihr, nun ja, neben einem kleinen Zoo.

Ohne Unterstützung geht es aber nicht. Ohne Unterstützung rutscht man garantiert in ein Schlafdefizit. Man kann ein Baby nicht Tag und Nacht allein wuppen, dann ist man irgendwann Zombie (Hiermit sende ich einen ehrfurchtsvollen Gruß an alle alleinerziehenden Mütter!). Wenn euer Mann oder eure Frau die Nachtschicht wirklich gar nicht übernehmen kann, dann spannt am Tag die Großeltern oder Freunde ein. Bindet ihnen ein Tragetuch um und setzt euer Baby hinein. So können sie zwei Stunden spazieren gehen, während ihr nochmal schlaft. Und nein, ihr nutzt die Zeit bitte nicht für den Haushalt. Eure Gesundheit geht vor! Lasst euch zur Geburt statt Krimskrams für das Baby lieber einmal Staubsaugen oder Wäschewaschen oder Bad wischen von euren Freunden schenken. Oder leistet euch, wenn ihr könnt, eine Putzfrau. Ein tolles Geschenk für nach der Entbindung sind auch vorgekochte Mahlzeiten, die man nur noch problemlos aufwärmen muss, denn man kommt als Neu-Eltern wirklich nur ganz selten zum entspannten Kochen.

Noch ein Tipp: Die meisten Babys schlafen abends zwischen 19 und 21 Uhr fest für mindestens zwei Stunden ein, auch im Bettchen liegend. Diese Zeit solltet ihr nutzen, um mitzuschlafen! 19 Uhr ist normalerweise nicht eure bevorzugte Zubettgehzeit? Meine auch nicht. Aber ich möchte fit genug sein, um es ruhig auszuhalten, wenn mein Baby mal untröstlich und stundenlang weint und das kann ich nur halbwegs ausgeschlafen.

Baby weint traurig


Die abendliche Schreistunde 


Kein Mensch erzählt einem das vorher, aber 98% aller Babys schreien ab der 2.- 6. Woche abends zwischen 17 und 19 Uhr untröstlich. Warum das so ist, ist nicht abschließend geklärt. Diese abendliche Schreistunde hört am Ende des dritten Monats schlagartig auf, aber bis dahin werdet ihr eine Menge aushalten müssen. Denn dieses Schreien ... es bricht uns gleichzeitig das Herz und macht uns so wütend wie nichts anderes auf der Welt!

Wirklich, es wird euch an den Rand der Verzweiflung bringen. Ihr werden mitweinen und erschöpft sein, sauer auf den kleinen Schreihals werden, wieder weinen, Schweißausbrüche haben und immer panischer versuchen, Lösungen gegen das Schreien zu finden. Euer Baby wird schreien und schreien und schreien und alle Versuche, es zu beruhigen, werden scheitern. Man kann als Eltern eigentlich nur versuchen, ruhig zu bleiben und eine einzige Beruhigungsart auszuprobieren (um nicht noch mehr Überreizung zu erzeugen).

Bei uns hat sich folgende Variante als erfolgreich herausgestellt: Wir haben unser Kind gleich beim ersten Quäken ins Tragetuch genommen und haben uns dann auf einen Pezziball vor die angeschaltete Dunstabzugshaube in der Küche gesetzt und haben gewippt, gewippt und nochmal gewippt, bis das Kind schlief. So umgingen wir halbwegs die Schreistunde.

Ihr könnt das auch, denn ich verrate euch jetzt den wichtigsten Tipp, den euch je ein Mensch geben wird: Es gibt einen Beruhigungsreflex bei Kindern, die jünger als drei Monate sind, den man mit 5 einfachen Handgriffen auslösen kann, denn sie erinnern unsere Neugeborenen an die Zeit im Mutterleib:

1. Straffes Einwickeln (Pucken)
2. Seitenlage (auf eurem Arm)
3. Schuckeln (weiterhin auf dem Arm)
4. Saugen (Nuckel, Finger etc.)
5. Shhhhh-Geräusch

Ist euer Baby so richtig aufgebracht, dann helfen nur alle "fünf S" auf einmal, oft beruhigen sich die Kinder aber auch schon bei drei oder vier Elementen. Am wichtigsten ist das Pucken, das sollte daher immer euer erster Schritt sein. Ihr müsst das Kind dafür nicht in einen Pucksack stecken - im Tragetuch ist es genauso eng geborgen. Bei uns war ein Pucksack/ein Pucktuch aber eine super Investition, alle meine Kinder mochten es sehr gern, in der Nacht darin zu schlafen - lasst euch ruhig einen schenken. Wir haben z.B. mehrere SwaddleMe in Größe S (Baumwolle für Sommerbabys, Microfleece für Winterbabys).

Hier könnt ihr euch das mit den fünf S mal genauer angucken:



Wer mehr wissen möchte, dem rate ich, schon in der Schwangerschaft das Buch "Das glücklichste Baby der Welt" von Dr. Harvey Karp zu lesen. Lasst euch nicht von dem bescheuerten Titel abhalten, das Buch ist wirklich Gold wert. Es gibt eine DVD mit dem gleichen Titel, auf der man die 5S noch einmal genauer sehen kann. Letztere ist besonders für lesefaule Bald-Väter zu empfehlen ;-).

Und wo wir schon bei Lesetipps für die Schwangerschaft sind: "Das Geheimnis zufriedener Babys" von Nora Imlau ist ein kurzweiliges Buch für Neueltern, das in keinem Bücherregal fehlen sollte. Hier haben wir eine ausführliche Rezension darüber geschrieben.


Stillen 


Stillen ist erst einmal schwer. Anstrengend. Auslaugend. Am Anfang auch schmerzhaft. Stillen ist aber auch das Schönste, das du je machen wirst. Es ist es wert, gelernt zu werden. Dein Baby mag instinktiv wissen, was zu tun ist, aber du wirst nicht instinktiv wissen, wie du es richtig anlegst. Das ist etwas, das dir jemand zeigen muss und das du üben musst, viele Male. Ihr beiden müsst zunächst ein Stillteam werden und zueinander finden, dann wird stillen leicht und bequem und es hilft enorm bei der Bindung.

Ich hätte beim ersten Kind beinahe schon im Krankenhaus nach nur drei Tagen abgestillt, weil ich solche Höllenschmerzen hatte, dass ich bei jedem Mal Anlegen weinte. Ich kannte keine Stillpositionen - ich hatte erwartet, dass ich schon wissen würde, wie es geht. Wusste ich aber nicht. Und dann wuselte meine Tochter auch so rum... also, sie hatte ihren geöffneten Mund direkt vor der Brustwarze, aber statt sofort zuzufassen (sie hatte schließlich Hunger!) warf sie ihren Kopf hin und her, leckte mit der Zunge, aber dockte nicht an. Das machte mich wahnsinnig nervös. Herrgott, Kind, fass doch zu!

Was ich nicht wusste: Sie konnte noch nicht. Das sofortige Andocken ist ein Entwicklungssprung, der erst nach der 5. Lebenswoche kommt. Vorher brauchen sie ein bisschen Zeit und Ruhe, die Brustwarze zu finden. Mit dem Lecken der Warze mit der Zunge stimulieren sie diese auch - es hat also durchaus Sinn, was unsere Neugeborenen da machen.

Mein Tipp ist folgender: Für die Brustwarzen kann man in der Schwangerschaft nichts tun. Ihr braucht sie nicht abzuhärten oder so - das Gefühl eines saugenden Babymundes an der Warze kann man sowieso nicht simulieren. Es wird am Anfang weh tun, stellt euch einfach darauf ein. Es muss aber nicht höllisch weh tun - dafür könnt ihr sorgen. Macht euch schon in der Schwangerschaft mit den wichtigsten Stillpositionen bekannt (Wiegegriff, Stillen im Liegen, Rückengriff) und sucht euch eine Stillberaterin, am besten eine der La Leche Liga.

Eure Hebamme ist bestimmt super und weiß auch viel zum Stillen, aber verlasst euch nicht darauf, dass sie euch kompetent bei allen Stillproblemen helfen kann. Auch die beste Hebamme kann keine Stillberaterin ersetzen. Hört euch um, ob es bei euch in der Nähe einen Still-Treff gibt. Ich war jede Woche beim Still-Cafè meines Krankenhauses, dort konnte ich die dort praktizierende Stillberaterin mit meinen Fragen bombardieren (und ich hatte viele Fragen!).

Um den Milcheinschuss zu stimulieren, legt euch mit eurem Baby Haut an Haut ins Bett. Die Hebammen haben mir im Krankenhaus mein Kind schön warm angezogen überreicht - ich habe ihn gleich wieder ausgezogen bis auf Windel und Flatterhemdchen und fünf Tage nichts anderes gemacht, als ihn auf meinem nackten Oberkörper schlafen zu lassen und selbst zu schlafen. Sobald er unruhig wurde oder sogar weinte, habe ich ihn angelegt. Das war manchmal alle fünf Minuten - egal. Streiche am besten den Satz "Du darfst dein Kind nicht verwöhnen!" aus deinem Gehirn. Du verwöhnst dich mit einem zufriedenen Baby, wenn du nach Bedarf stillst, nichts anderes.

Gegen die wunden Brustwarzen empfehlen die meisten Hebammen und Stillberaterinnen Lanolin Salbe, die bei mir wirklich rein gar nichts bewirkt hat. Ich habe dagegen wirklich gute Erfahrungen mit den Multi-Mam Kompressen gemacht, die nicht nur heilend wirken, sondern auch ein bisschen kühlen. Legt euch schon einen kleinen Vorrat an - ihr werdet es ganz sicher brauchen. Doch egal, welches Produkt ihr nutzt: Sie behandeln nur das Problem, nie die Ursache. Das heißt, wenn ihr falsch anlegt, könnt ihr noch so viel Salbe draufschmieren, wie ihr wollt, die Schmerzen werden bleiben.

Als Grundregel gilt: Stillen darf kurz beim Anlegen weh tun bzw. unangenehm sein, doch nach ein paar Sekunden sollte der Schmerz vergehen oder zumindest gut aushaltbar sein. Ist dies nicht der Fall, sondern tut es die ganze Still-Session über weh und/oder eure Brustwarzen bekommen Risse und bluten, liegt das Baby falsch an. Dann müsst ihr euer Kind dringend wieder abdocken (mit dem kleinen Finger in den Mundwinkel des Kindes fassen und so das Saug-Vakuum lösen) und noch einmal neu anlegen. Ich hatte, wie gesagt, offene, blutende Brustwarzen, doch als mir die Stillberaterin half, das Baby anzulegen, tat es nach einer kurzen Schrecksekunde wirklich nicht mehr weh! So soll es sein, nicht anders.

Noch ein P.S. zum Stillen: Auch, wenn es einem heutzutage so vorkommt: Keine Mama ist verpflichtet, zu stillen, oder das Stillen zu probieren. Wenn es gravierende Gründe für Dich gibt oder deine Schmerzen zu groß sind, dann gibt es ganz Ersatzmilch, mit denen Kinder auch gut groß werden. Lass dir nicht einreden, eine schlechtere Mutter zu sein, weil du nicht stillst! Aber wenn du stillen möchtest, und du denkst ans Abstillen, weil du solche Schmerzen hast, dann ist es wert, zu kämpfen und zu versuchen, die Ursachen der Schmerzen abzustellen. Für mich persönlich war das Stillen eine Bereicherung - ich bin super froh, nicht abgestillt zu haben, denn es wurde trotz des holperigen Starts wirklich noch sehr, sehr schön.

© Snowqueen
 
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Kommentare:

  1. Ich hätte gerne gewusst das Babys weinen DÜRFEN ohne das sie bleibenden Schaden davon tragen - wenn sie denn Ihre Grundbedürfnisse gestillt bekommen haben und das weinen bei Mama oder Papa stattfindet. Ich bin fast verrückt geworden weil mein erster geweint hat und ich ihn nicht beruhigt bekommen habe, ich war überzeugt das er einen Schaden davon trägt weil er weint. Schreckliche Zeit und schreckliches gefühl in dieser Nacht! Einen dicken Dank an meine tolle Hebamme die mir am nächsten Tag eindrücklich erklärt hat das Babys weinen dürfen - aber nur bei Mama und Papa und wenn alles andere ausgeschlossen ist.

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    1. Das wollte ich auch gerade schreiben. Manchmal wollen sie einfach weinen und da sollte man sie nicht durch zig Beruhigungsversuche noch mehr durcheinander bringen. Siehe auchhttp://www.geburtskanal.de/index.html?mainFrame=http://www.geburtskanal.de/Wissen/S/Schreibabies_TranenreicheBabyzeit.php&topFrame=http://www.geburtskanal.de/Advertising/BannerTop_Random.html?Banner=
      Wenn der link nicht geht geburtskanal weinen googeln. Hab ich beim zweiten gemacht und er hat viieel weniger geweint als der erste. Auch wenn es sehr schwer fällt aber man muss sich immer wieder sagen dass man nicht nichts tut sondern sehr viel wenn man mit dem schreienden Baby rumsitzt und ihm das mehr Trost ist als schnulli ind abzugshaube ;-) sorry für den seitenhieb...
      Mir kam es dann echt so vor dass mein Säugling froh war sich mir mit seinem ganzen Kummer mitteilen zu dürfen.

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  2. Ich hätte gerne vorher gewußt, wie wunderbar das Tragen ist. Dann hätte ich mir nicht erst nach Wochen ein MobyWrap besorgt, sondern dieses gleich mit ins Krankenhaus genommen! Ich wollte das kleine Wunder sowieso nicht aus den Armen legen und sie hat sich auch immer mmer viel schneller beruhigt und war gänzlich zufriden, so nah wie möglich bei mir zu sein. Während diverser Schübe Habe ich auch mit Baby in der Manduca gekocht und Staubgesaugt. Jetzt ist sie schon fast 14 Monate und wird immer noch gerne getragen (inzwischen aber auf dem Rücken).

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  3. Ich hätte gerne gewusst das ich nicht immer Angst haben muss das mein Kind zuviel/zuwenig isst, sondern sie ein natürliches Hunger-sowie Sättigungsgefühl haben.
    Da sie ein Frühchen war hatte ich ständig Angst sie trinkt zu wenig weil andere Babys ja "soviel" mehr tranken.
    Und jetzt? Wird sie bald ein Jahr, isst mit großer Hingabe ihren Brei, ist vom Gewicht her optimal , macht mich zum glücklichsten Menschen und alles ohne Stress und Angst. Ich hätte mir gewünscht das es von Anfang an so gelaufen wäre.

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  4. Ich hätte gern vorher gewusst, dass man stets und ständig unangenehme Fragen gestellt oder ungefragt Tips von Verwandten/Bekannten bekommt und wie man sich humorvoll/ironisch oder tatsächlich mit Wissen über das eigene intuitivere Tun hätte zur Wehr setzen können!

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  5. Ich hätte gerne gewußt das es als Erstmama normal ist das man NICHT immer weiß was zu tun ist, das man sich oft hilflos fühlt, überfordert ist. Das das NORMAL ist, das das jeder Erstmama so geht wenn Sie aus dem KH kommt und das nicht alles sofort reibungslos verläuft...Das hätte mir sehr viel geholfen. Stattdessen macht man sich selber nur noch mehr Druck, bekommt am Besten noch von außen zu hören was man sich denn so anstellt andre kriegen das doch auch hin...Suuuuper, das hilft enorm....Heute weiß ich es besser und würde ganz anders eingestellt an alles rangehen...Aber solche Sachen sagt einem ja im Vorfeld niemand....

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  6. Ich hätte gerne gewusst, dass es normal ist, dass Babys (auch Kleinkinder) nicht durchschlafen. So hatte ich immer den Eindruck und den Druck, ich mache etwas falsch. Schade, dass junge Mütter darüber vor der Geburt nicht aufgeklärt werden - das ersparte viele Zweifel und das Liebäugeln mit Schlaflernprogrammen...

    Liebe Grüße
    Kathrin

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  7. Ich hätte gerne vorher gewusst, wie unglaublich kräftezehrend Schlafmangel über Wochen und Monate hinweg ist. Nicht dass es etwas an der Tatsache geändert hätte, aber ich wäre von diesem schlimmen Ausnahmezustand nicht so unvorbereitet überrollt worden. Ich wusste, dass man wenig Schlaf kriegt, aber wie brutal sich das anfühlt, hätte ich mir nie erträumen lassen. Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann hätte ich die letzten Wochen der Schwangerschaft mit halbwegs ungestörtem Schlaf viel mehr genossen.

    Beim zweiten Kind weiß ich jedenfalls, was mich erwartet und ich werde gerade in den ersten Wochen jegliche sozialen Verpflichtungen und Besuche gaaaanz weit hinten anstellen, um viel mehr Schlaf und Ruhe zu bekommen.

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  8. Ich hätte gerne gewusst, dass manche Babys die ersten Wochen und in Wachstumsschüben dauerstillen und tlw. die komplette Stillzeit über höchstens zwei Stunden Pause schaffen... :-)

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  9. Ich hätte gerne vorher gewusst, dass man sich beim ersten Kind auf jeden Fall die Zeit nehmen darf und SOLLTE, die erste 3 Wochen praktisch nur mit dem Baby im Bett zu liegen und dem Baby Hautkontakt zu geben.
    Haushalt ist unwichtig! Und alle anstehenden Termine es eigentlich nicht wert, das Kind zur Seite zu legen.

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  10. Ich hätte sehr gerne gewusst, dass ich mich vor der Geburt nicht von den Ärzten im Krankenhaus verrückt machen lassen sollte...
    "Fünf Tage über dem Geburtstermin? Dann bleiben Sie besser hier und wir leiten die Geburt ein! Das Risiko zu Hause wäre zu groß!"
    Wenn ich der Natur ihren freien lauf gelassen hätte, wäre besonders meiner großen Tochter der Stress über die Weihnachtsfeiertage erspart geblieben in der Verwandtschaft rumgereicht zu werden. Der Frust hinterher war auch groß als die Hebamme sagte das unsere Tochter keine Anzeichen habe das sie "drüber" sei.
    Aber dafür hab ich ein Christkind ;D

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  11. Ich hätte gerne gewusst, dass die meisten Eltern immer nur die guten Sachen von ihren Kindern erzählen.oft hab ich gedacht ich bin die einzige mit Schwierigkeiten wie abendliches schreien, Dauerstillen am Abend etc. wenn man sich dann doch traut & diese Themen anspricht, kommen plötzlich alle Eltern mit ähnlichen Erfahrungen. Warum also machen wir werdenden Eltern das Leben schwer & sagen nicht gleich ehrlich, dass ein Baby das größte Glück, aber auch die größte Unsicherheit bedeutet?

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    1. Liebe Kathrin,

      meine Tochter hat gerade Glücksfee gespielt und Deinen Kommentar aus dem Lostopf gezogen!

      Herzlichen Glückwunsch!

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  12. Ich hätte gern gewusst, dass es diese Stillberaterinnen gibt. Ich habe zwar bis heute keine kontaktiert, weil wir uns (auch mit Hilfe der Hebamme) so durchgewurstelt haben, aber es wäre vielleicht einfacher gewesen. Wir haben die ersten Wochen mit Stillhütchen (auch etwas, das ich vorher nicht kannte) gestillt und da hatte ich großes Glück, dass im (stillfreundlichen) KH im richtigen Moment die richtige Hebamme da war. Nach 8 Wochen habe ich mit den Hütchen langsam aufgehört und dann gings auch so. Im Nachhinein stell ich mir den Stillstart mit Beraterin angenehmer vor.
    Und ich hätte diesen Blog gern schon vorher gekannt. Wenigstens habe ich ihn im 8-Wochen-Schub gefunden :-)

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  13. Ich hätte gern vorher gewusst, dass man die Schwangerschaft genießen soll!Gerade am Ende. Ja klar, viele Mütter sagen "genieße es, solange du schwanger bist, danach wünschst du die es zurück" , aber das es tatsächlich so ist hätte ich nie gedacht und das ist ein Rat auf den man ausnahmsweise mal hören darf :) Jetzt ist mein Baby 3 Monate alt und ich wünschte ihn mir manchmal in den Bauch zurück, das Gefühl wie er seinen Kopf gegen meinen Bauch streckte war ein unbeschreiblich schönes Gefühl.Auch hätte ich vorher gern gewusst, dass man als Mutter sofort nach der Geburt einen "Tigerinstinkt" bekommt und sein Baby vor allem schützen möchte, denn als im Blut genommen wurde und ich ihm das erste Mal vor Schreck/Schmerz weinen hörte, hätte ich die Hebamme am liebsten einen Kopf kürzer gemacht ;)

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  14. Ich hätte gerne vorher schon gewusst, wie sehr andere Menschen, vor allem die eigene Verwandtschaft, immer irgendetwas besser weiß, was den Umgang und die Erziehung mit dem Baby angeht. Dann hätte ich mir vorher schon ein paar schlagkräftige Argumente und Antworten zurecht gelegt, damit ich diese Situationen schneller beenden kann.
    Liebe Grüße, Caro

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  15. Ich hätte gerne gewusst dass ich nicht immer alles nach Vorschrift machen muss um ein Glückliches Kind zu haben. Hab leider zu sehr darauf gehört was man machen soll (Kind nicht mit ins Bett nehmen, Säugling muss auch mal lernen abgelegt zu werden etc.) und nicht auf mein Bauchgefühl. Das mache ich nie mehr!

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  16. Wir hätten gerne schon vorher gewusst, dass es völlig normal ist ein paar Tage nach der Schwangerschaft Heulattacken zu haben...

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  17. Ich hätte gern vor der Geburt von dieser Seite hier gewusst! ;-) Das hätte mir eine Vielzahl verzweifelter Stunden aufgrund des Informiertseins über die verschiedensten Themen erspart.

    An dieser Stelle: Vielen Dank für diese Seite!

    Nanine

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  18. PinaColada:
    Im Vorbereitungskurs wurde uns erklärt, dass Babys die ersten drei Tage keinen Hunger haben und ihr Magen nur etwa 20 ml aufnehmen könnte. Bis zum Milcheinschuss würde das Kind sowieso nur schlafen und wäre ein paar Tropfen Vormilch völlig ausreichend. Ich war dann total schockiert als mein Kind in der zweiten Nacht untröstlich weinte und erst nach einer 60 ml Flasche Milch zufrieden war.
    Kommentar der Krankenschwester: Völlig normal, alle Babys brüllen am zweiten Tag vor Hunger!

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    1. Ging mir ebenso und dann noch die Angstmache wenn man ihnen was gibt zerstört man den Milchhaushalt- wenn man das Baby trotzdem saugen lässt und Bis zum einschuss etwas gibt passiert gar nichts außer beruhigten Nerven!

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  19. Ich musste beim Lesen des Artikels doch oft schmunzeln, weil mir alles sooo bekannt vorkommt....allerdings war das ein gewaltiger Lernprozess meinerseits (nach mittlerweile 4 Monaten bin ich viel informierter und und vor allem gelassener).
    Problem bei mir: berufliche Selbständigkeit - gepaart mit naivem Nichtwissen hieß das anfangs: ach, einen Großteil der Aufträge kann ich nach der Geburt schließlich "nebenbei" erledigen, wenn die Kleine schläft, habe ja schließlich auch bis einen Tag vor Geburt gearbeitet. HAHAAA.
    Denn dann kam die Realität: die ersten 3 Nächte Gebrüll im KH, weil ich noch nicht genug Milch hatte, Heulkrampf zuhause, Schlafen nur auf Bauch oder im Arm, Schreiattacken, Dauerstillen etc. Bis heute Gezicke im Kinderwagen, Flasche wird nur fürs nackte Überleben akzeptiert und konsequente Ignoranz eines Schnullers (was habe ich mir für eine schöne Schnullerkette in der Schwangerschaft zugelegt, seufz). Bin meinem Freund heute noch dankbar für die "nebenbei" Anschaffung des Tragetuchs, die beste Investition ever bei uns.
    Viele der Dinge haben sich schon erheblich gebessert oder sind ganz verschwunden, nur der berufliche Druck bleibt und die Kombination erschöpft mich manchmal sehr. Zum Glück habe ich fast immer ruhige Nächte, sonst würde ich durchdrehen :-)

    Die Frage, was ich vorher schon ganz gerne gewusst hätte, lasse ich absichtlich unbeantwortet. Einerseits, weil es einfach zu viele Dinge sind, die mir nicht klar waren und selbst WENN ich vieles gewusst hätte, hätte ich es mir trotzdem NIEMALS so krass vorstellen können wie es eingetreten ist.
    Leider neigt man (oder nur ich??) dazu, immer DIE Dinge in den Vordergrund zu stellen, welche NICHT klappen. Erst wenn man Probleme anderer Mütter im Netz liest, denke ich desöfteren: Wow, das klappt bei mir alles super, keinerlei Probleme, noch nie darüber nachgedacht. Seit dem ich meine Sicht auf ALLE Dinge etwas geändert habe, ist es leichter geworden.

    Was für ein langer Text!

    Danke für Euren immer wieder guten Input, bin froh Euch gefunden zu haben.

    Grüße aus Berlin,
    Evi

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  20. Ich wünschte, mir hätte jemand gesagt, dass eben nicht jedes Neugeborene Tragetücher liebt und dass es vielleicht sinnvoller ist, so ein Ding erstmal zu leihen (bieten ja viele Shops an) anstatt 130 Euro dafür auf den Kopf zu hauen und keinen Kinderwagen zu kaufen... Nach ein paar Monaten klappt es mit der Manduca jetzt doch, aber das Tragetuch ist für die Bindeweisen die jetzt gut wären leider viel zu lang. Naja. Beim nächsten Kind wird alles anders. Oder so.

    Außerdem wäre es für meine Nerven gut gewesen, gewusst zu haben, was Cluster feeding ist. Und dass es ganz normal ist. Und dass fast alles, was Neugeborene so machen normal ist und kein Grund, panisch zu googlen (Hilfe, mein Kind niest dauernd, Hilfe, mein Kind spuckt so viel, Hilfe, mein Kind hat so schwitzige Füße!)
    Entspannen!

    Oh, mir fällt noch mehr ein: dass man das mit dem nicht Überanstrengen im Wochenbett ernst nehmen sollte. Eine mastitis ist nämlich kein Spaziergang.

    Und:auch ein Kaiserschnitt kann ein tolles Geburtserlebnis sein und muss nicht traumatisch sein. Sich nicht auf einen bestimmten Verlauf festlegen hilft.

    Zusammengefaßt: locker bleiben, alles wird gut!

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  21. Mir war nicht klar wieviel Selbstvertrauen und Kraft man braucht, um seinen eigenen Weg zu gehen und auf sein Bauchgefühl zu hören. Es ist erstaunlich wieviel Druck von außen auf Mütter ausgeübt wird.
    Auch würde ich nie wieder mein Kind im Krankenhaus aus den Augen lassen. Zur Not muß gleich nach der Geburt Papa aufpassen, was sie mit dem Zwerg anstellen wenn man selbst noch nicht fit ist. Leider mußte ich feststellen, dass man mein Kind im Krankenhaus ohne mein Wissen mit der Flasche zugefüttert hatte (eine Schwester hat sich am nächsten Tag verplappert). Kein Wunder, dass wir anschließend massive Probleme mit dem Stillen hatten.

    Ansonsten kann ich außerdem Nachtlichter empfehlen, damit man auch nachts sein ENDLICH schlafendes Baby anschauen kann, was die eigentliche Belohnung für alle Mühen ist bzw. keine Lichter anschalten muß, wenn man durch die Wohnung tappt. Und praktisch fand ich auch einen Fön am Wickeltisch, womit man den Popo trocken föhnen kann (natürlich immer aufpassen dass es nicht zu heiß wird!!!) Meine Kleine hat das geliebt und wir hatten nie Probleme mit wunder Haut.

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  22. Toller Artikel. Ist Dir wirklich gut gelungen.

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  23. Wow! Super Text!
    Obwohl ich vor dem 1. Kind wirklich vuel gelesen hatte, war ich doch etwas unvorbereitet bzgl Thema Stillen. Ich dachte total naiv, dass das schon klappen wird! Stattdessen zuerst gar keine Milch und dann einen XXL-Milcheinschuss in der 1. Nacht allein daheim. Dass es bzgl. Entzündung schon knapp war, erfuhr ich erst nach dem Wochenende von der Hebamme. Ich dachte, das gehört dazu :(
    Nundenn- jederzeit kann Nr. 3 sich auf den Weg machen, aber inzwischen bin ich fitter beim Thema Stillen!

    LG, Frl. Null.Zwo
    nullpunktzwo -ät- gmx -punkt- de

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  24. ich hätte gerne vorher gewußt, das es normal sein kann, das man das kind abwertend empfinden könnte, das man plötzlich nichtmehr sicher ist, ob man es behalten will...mich hat das damals richtig fertig gemacht und wußte nicht warum....

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    1. Liebe Rosaliena,

      da sich die erste Gewinnerin leider nicht gemeldet hat, haben wir erneut gelost und Du hast gewonnen!

      Herzliche Grüße!
      Danielle

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  25. Ich hätte gerne gewusst wie aggressiv Schlagmangel machen kann. Und wie körperlich fordernd so ein Baby ist. Tja und dass diese Kombination oft in Strei und Zickereien mit dem Partner endet.
    Das hat mich wirklich überrollt und fertig gemacht.

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    1. Oja das hätte ich auch gerne vorher gewusst!!

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  26. Ich hätte gerne gewusst, dass nicht nur der Beginn des Stillens ein großes Thema ist, sondern auch das Abstillen. In meinem Umfeld hat es bei fast keinem Kind geklappt, die Stillmahlzeiten nacheinander einfach so durch Beikost-Mahlzeiten zu ersetzen. Und bei der Frage wann und wie man dann tatsächlich abstillt, sind die Mütter ziemlich auf sich alleine gestellt. Außerdem habe ich schmerzhaft gelernt, dass man das Abstillen nicht unterschätzen sollte (sondern wirklich wenig trinken, am besten Salbeitee und kühlen, kühlen, kühlen!), sonst läuft man ziemlich lange mit einer prallen, knotigen und schmerzhaften Brust herum...
    Reinhild

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  27. Ich hätte gern vorher gewusst, dass es normal ist, einige Tage nach der Schwangerschaft Weinkrämpfe zu bekommen.

    Email: flurry(AT)web(PUNKT)de

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  28. Hätte gern vor der Geburt gewusst, was "windelfrei" wirklich bedeutet. Dann wäre ich sicher von Anfang an auf die "Ausscheidungskommentare" meines Babys eingegangen.

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  29. Ich hätte gern gewusst, dass es ALLEN Müttern so geht, dass sie zeitweise denken, sie kriegen nichts auf die Reihe und mit der Gesamtsituation überfordert sind. Nur, um im nächsten Moment wieder die glücklichste Mama der Welt zu sein!

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  30. Bei unseren Schreistunden hat Tragen und Wippen geholfen, wenn das nicht mehr reichte kam Stillen dazu und in gaaanz schlimmen Momenten half nur noch im dunklen Badezimmer bei laufendem Föhn stillen... ich hätte soooo gerne von den 5S gewusst... hab mich im Artikel sehr oft wieder gefunden und ihn direkt mal an 3 schwangere Freundinnen geschickt!
    Toll, dass ihr euch die ganze Arbeit macht und uns hier so viel geballtes Wissen "auf einen Blick" zur Verfügung stellt!
    Rabea

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  31. Ich hätte gerne gewußt, das es durchaus auch Babys gibt die absolut keinen Bock aufs Stillen haben. Hätte mir dadurch viel, viel seelischen Stress erspart und meinem Kind eher die Flasche gegeben. Und das nicht jedes Kind gerne gepuckt wird. Meiner gehörte zu diesen Babys.

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  32. Ich hätte vorher gerne gewusst, dass trotz vieler Arbeit usw. der Babyalltag auch mal richtig langweilig sein kann weil es eben immer nur das Gleiche ist und der Babyalltag ist nicht jedermans Sache. So sehr man seine Kinder auch liebt aber langweilig ist es trotzdem nur zu oft...

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    1. Ja! Volle Zustimmung. Allerdings darf man das nicht laut sagen, weil man ja ein gesundes Kind hat und zu Hause bleiben darf und doch 100% glücklich sein sollte.

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    2. .... und sich freut, nach anderthalb Jahren endlich wieder arbeiten zu dürfen. Wenn man rund um die Uhr zuhause bei Sohnemann, schleicht sich so ein gewisser Trott ein, das habe ich wenn ich arbeiten gehe und Sohnemann ist tagsüber gut versorgt, nicht. Und es läuft viel besser.

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  33. Ich hätte gerne vorher gewusst dass es nicht immer nötig ist das vermeintlich Beste zu tun. Sondern dass es lediglich genügt sein Bestes zu geben. Das ist dann nämlich auch, schlichtweg das Beste für sich selbst und seine eigene Familie. Für Niemand anders, aber für sich selbst und die eigenen Kinder.

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  34. Vor meinem ersten Kind hätte ich gerne gewußt, dass es recht clever ist zB. ein Kuscheltier noch in der Schwangerschaft selbst mit ins Bett zu nehmen. Dieses nimmt dann den Mama Geruch an und hat, zumindest bei uns, immer gut geholfen zB. beim Einschlafen. Zusätzlich hätte ich gerne eher von modernen Stoffwindeln gewußt, dann hätte ich beide Kinder mit Stoff gewickelt.

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  35. Ich hätte gerne schon vorher gewusst, wie schön es ist Mutter zu sein. Wie gut es tut, sich nur um's Kind zu kümmern und nicht zu arbeiten. Dann hätte ich meine berufliche Zukunft so organisiert, dass ich das komplette erste Lebensjahr zuhause bleiben kann.

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  36. Noch eine Anmerkung: Bevor mein Kind auf der Welt war, dachte ich, ich will bestimmt schnell wieder arbeiten. Nur für das Kind da sein, ist doch langweilig. Aber es ist das Schönste zu sehen, wie sie wächst und gedeiht.

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  37. . . . wenn ich gewußt hätte, wie SUPER wir mit Babybay zurecht kommen und wie gut es meinem Rücken tut, dann hätten wir es sofort und nicht erst nach 5 Monaten gekauft. Solange schlief unsere Tochter nämlich in meinem Bett und ich auf der Seite, ohne Decke vorm Bauch ;-) aus Angst, Sie könnte darunter kommen.

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  38. Ich hätte gern gewußt, dass Babys zwar mehr als ein Erwachsener schlafen, dieser Schlaf jedoch ständig unterbrochen ist. Unser Sohn hat monatelang nicht mehr als 30-60 Minuten am Stück schlafen. Jetzt mit knapp einen Jahr schafft unser Kind durchaus mal 3-4 Stunden am Stück. Mir ist es ein totales Rätzel wie ich das überlebt habe. Vielleicht liegt es doch an den guten Stillhormonen? Dabei habe ich noch ein Fernstudium eingeplant in der Elternzeit- ich dachte mein Baby schläft ja den ganzen Tag! Und dann die guten Ratschläge der Verwandschaft- wenn Du stillst, kein Wunder! Im Nachhinein ist aber alles nur halb so schlimm! Toller Blog übrigens!

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  39. Ich hätte auch gerene gewusst, dass ein Baby (gerade am Anfang) einen nicht vollkommen glücklich macht, sondern erstmal Schlaf raubt, Zeit, Kraft und Liebe fordert und dass es eben genau die Probleme gibt, die in diesem (tollen!) Artikel beschrieben wurden.

    Ich hätte auch gerne gewusst, dass es immens wichtig ist, sich Zeit mit seinem Partner zu gönnen. Gerade nach stressigen und schlaflosen Nächten waren ein paar Stunden (oder eher Minuten) zu zweit Balsam für die Seele und die Beziehung, sowie Quelle der Kraft und "neuen" Geduld für das fordernde kleine Wesen.

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  40. Ich hätte gerne vorher konkreter gewusst, welche Arten es gibt, wie die Menstruation wieder einsteigt. Erst habe ich hunderte Schwangerschaftstests gemacht, dann hatte ich vielleicht mal eine Woche ohne Blutung oder schmieren.
    Der Eisprung kann ohne Blutung auftreten, es gibt Blutung ohne Eisprung...
    Die Aussage, dass es sowieso bei jeder anders ist, fand ich sehr herablassend. Wir sind erwachsen und dürfen informiert werden. Diese Abfertigung kann ich gar nicht leiden.

    Ach ja: Einen Windelgutschein brauchen wir nicht. Aber sonst eine nette Idee. :)

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  41. Ich habe diese Seite leider auch erst im ersten oder zweiten Entwicklungssprung gefunden, vielleicht lockt dieser Artikel ja ein paar werdende Mütter früher hierher.
    Ich hätte gerne gewusst, dass es mehr als eine Art gibt, Dinge zu tun. Das klingt banal, aber von Kinderärzten und Krankenschwestern (und einigen Hebammen) wird noch sehr vehement die "Alte Schule" vertreten: Baby nicht ins Elternbett, nicht verwöhnen, auch mal ablegen, mit 6 Monaten Beikost und abstillen - und wenn das Kind mal ohne ersichtlichen Grund weint, hat es bestimmt Hunger und braucht ein Fläschchen. Als ich erstmal die entsprechenden Seiten im Internet gefunden hatte (diese hier, Rabeneltern, Artgerecht, Unerzogen, Windelfrei, ...), kam es mir ganz natürlich vor, aber vorher fühlte ich mich schon als Sonderling, der alles anders macht als andere.
    Außerdem hätte ich gerne gewusst, dass ich zu den gut gemeinten Ratschlägen (von Fremden, Freunden und Familie) auch mit gutem Gewissen Nein sagen kann und muss. Jede Mama und jeder Papa müssen ihren eigenen Weg gehen und dürfen voller Überzeugung sagen: Danke, aber wir wissen was wir tun! (Auch wenn das nicht stimmt, wie in anderen Kommentaren schon erwähnt :-)

    Den Gutschein brauche ich auch nicht, aber ein toller und wichtiger Artikel!

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  42. Ich hätte gerne gewusst, dass zu langes anlegen (empfindlichere Brüste) meine Schmerzen der Hölle verursacht haben. Und es kein falsches Anlegen war, was immer und immer wieder überprüft wurde und ich mir dadurch immer unfähiger vorkam. Niemand kam mal darauf, dass ich evtl. zu lange anlege (Hebi hat nonstop zugesehen, aber kam nicht auf den Trichter, dass genau das der Grund war). Denn: obwohl unser Baby langsam schlummernd zu trinken schien, hatte es scheinbar einen sehr starken Sog, und als es dann so im Leeren sog, scheinbar meine hinterletzten Nerven getriggert hat, die mir lange Zeit das "wunderbare" 1000-Messerstiche-im-Rücken!!-Gefühl beschert haben, ich nur noch oben ohne rumlaufen konnte und einfach nur noch schmerzgeplagt war und fast durchgedreht wäre. Statt der 20-30min. hätte schon nach den ersten 1-2 WO 10min locker gereicht oder sogar weniger. irgendwann saß ich mit der Stoppuhr da.
    Schmerzen können also nicht nur vom falschen Anlegen kommen, sondern auch von zu langem anlegen (wenn man empfindliche Brüste hat, wie ich anscheinend).

    Von Überreizung und heftigen Schreiattacken habe ich vorher zwar gehört, durch die Medien wurde mir aber immer suggeriert, dass dies meistens bei Schreikindern und eben selten der Fall ist. Dass aber die meisten Babys solche Phasen haben, gerade während der Sprünge (bis ich diesen Blog gefunden habe, noch nie etwas über Schübe und Co gehört :-D...wie sagte unsere KiÄrztin: Schübe? Was ist das? Mit Kindern hat man doch immer eine Phase :D) das war mir nicht bewusst. Hier wäre es toll gewesen zu wissen, wie man solche Situationen handeln kann. Wir wurden dadurch nervös und haben zuviel rumprobiert..bis wir hier die goldwerten Tipps gefunden haben.

    Ich hätte ansonsten gerne gewusst:
    dass ein Baby nicht einfach überall einschläft :-D
    dass ein Baby nicht unbedingt gerne kuschelt
    dass ein Baby nicht immer den Schnuller annimmt als Beruhigungsmittel
    dass ein Baby Flaschen und Co. verweigert und lieber gleich aus einer Cappucinotasse trinken will oder maximal einem Schnabelbecher
    dass ein Baby Folgemilch und Vollmilch ablehnen kann
    dass Abstillen ein sehr langer Prozess werden kann. Und Planungen, wann man abstillen möchte, über Bord geschmissen werden können, da das Baby das mitentscheidet..bei uns zumindest ;-).
    dass man auch von einem Baby gernevt sein kann und das normal ist..überall liest man nur rosarote Berichte.

    Liebe Grüße und macht weiter so. Ihr seid Lebenretter, wenn die Nerven blank liegen oder man mal wieder ein paar Fragezeichen in den Augen stehen hat :-D

    Marie

    schnubbi_80 (at)web.de

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    1. Oh ja, ich hätte auch gerne vorher von den Wachstumsschüben bewusst und dass dann auch das ausgeglichenste Baby kurz zeitig zum "Schreibaby" werden kann, das ständig übermüdet und überreizt ist...

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  43. Ich habe drei Kinder im Alter 7, 3 und 6 Monate und ich hätte gerne voher gewusst, dass dich die Sorge, dass deinem Kind etwas passieren könnte und im schlimmsten Fall nicht mehr da sein könnte, manchmal fast um den Verstand bringt.

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  44. Drei Dinge eigentlich:
    1. Dass man als Mutter dauerhaft präsent sein muss. Mein Sohn ist mein größtes Glück und ich gebe ihn nie wieder her, aber ich bin auch gerne mal für mich und dass das kaum noch möglich ist, daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Ja, mein Freund nimmt ihn mir regelmäßig ab, aber auch da trage ich ihn in Kopf und Herz irgendwie mit. Das ist wunderschön, aber manchmal hätte ich auch nix dagegen, mir mal wieder ganz verantwortungslos die Rübe wegzuknallen :-)

    2. Das Stillen habe ich maßlos unterschätzt, obwohl es bei uns eigentlich problemlos geklappt hat. Vor allem das anfängliche Dauerstillen hat mich manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht; ich dachte, ich kriege das Kind nicht satt! Wir Wir hatten zum Glück Riesenglück mit Krankenhaus und Hebamme.

    3. Noch nie hat mir jemand oder etwas so deutlich meine eigene Unvollkommenheit vor Augen geführt wie mein Sohn das in seiner Selbstverständlichkeit immer wieder tut. Ich finde es schon manchmal anstrengend, sich den eigenen Schwächen immer wieder zu stellen und schiele dann recht neidisch auf mein Kind, wie beharrlich und unermüdlich es jeden seiner Entwicklungsschritte geht, aufzugeben kommt gar nicht in die Tüte und wenn die Hürde genommen ist, holt er die tiefste Bewunderung aus sich selbst. Da habe ich noch eine Menge zu lernen...

    Danke für den Blog!

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    1. So süß dieser Kommentar! Habe ich gelacht va. über Punkt eins :D! Weil es so wahr ist...

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    2. Oh ja, wie wahr...

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  45. Befriedigung sollte das heißen, nicht Bewunderung, sorry! Julie

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  46. Ich hätte gerne schon in der Schwangerschaft gewusst,das Second-Hand Kleidung gesünder ist für empfindliche Babyhaut.Durch das viele Waschen werden die Schadstoffe die bei der Produktion entstehen rausgewaschen.
    Ausserdem kann man so unendlich viel Geld sparen und wirklich tolle Sachen günstig gebraucht kaufen!
    katrinmoussa@gmx.de

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  47. Das shhh-Geräusch kann mich auch ganz schön nerven, mein Mann versucht damit immer vergeblich unsere Tochter zu beruhigen er. Sie wird immer lauter statt ruhiger und ich habe festgestellt, dass sie das schnalzen mit der Zunge beruhigt und manchmal auch zum lachen bringt. Hab es unbewusst so angewandt wie es hier in dem Artikel beschrieben ist.
    Die abendlichen schrei-Attacken kriegt man auch gut mit Baden oder babymassage überwunden.

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  48. Ich hätte gerne gewusst dass die erste Zeit mit dem Baby so anders ist als das Leben vorher. Also, man ist die letzten Tage schwanger, total unbeweglich, träumt von der Zeit mit dem Baby, ist sich als Paar so nah wie nie. Und dann wird in wenigen Stunden wie die Geburt dauert dein Leben total auf den Kopf gestellt! Dein Leben ist nicht wie vorher. Du kannst noch nicht mal mehr einfach so zur Toilette. Geschweige denn duschen, essen oder Zweisamkeit mit deinem Partner haben. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich nicht ständig fragen brauche wann sich endlich ein Rhytmus einstellt, wann ich mal wieder was tun kann ect. Es normalisiert sich alles, aber am Anfang ist es echt ein Schock.

    Außerdem würde ich mein Kind sofort zu mir ins Bett nehmen, es nicht mehr ohne Körperkontakt lassen und mehr auf seine Bedürfnisse sprich Ausscheidung, Essen und Getragen werden eingehen. Beim ersten Kind war ich so damit beschäftigt alles richtig mache zu wollen und mit der neuen Situation fertig zu werden, dass dies leider zu viel auf der Strecke geblieben ist.

    Butterflyzinke@web.de

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  49. Wenn ich vorher gewußt hätte, wieviel Freude mir meine Kinder machen, dann hätte ich gar nicht so lange überlegt, ob ich welche möchte, sondern schon viel früher welche bekommen!
    Sandra.

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  50. Hallo,

    auch wenn ich nach der Geburt noch viel übers Tragen und übers Stillen gelernt habe und mit dem heutigen Wissen auch der Kindersitzkauf anders geworden wäre (heute bin ich viel ADAC-kritischer als damals): ich hätte gerne vor der Geburt mehr über Windelfrei und Stoffwindeln gewusst.
    Ich beantrage hiermit auch einen Gastbeitrag aus der Stoffwindel-Fraktion mit einer Marktübersicht.

    Gruß Lucccy (Ihr wisst ja, wie ihr mich erreicht ;) )

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    1. Der Stoffwindelbeitrag kommt von mir! Mein Sohn und ich, wir wagen gerade die ersten Versuche mit Stoffis :-) snowqueen

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  51. Uns hätte es so sehr geholfen, vorher zu wissen, dass das Krankenhauspersonal nicht einfach per se immer recht hat und alles weiß. Weil wir den diensthabenden - und ständig wechselnden... - Hebammen und Ärzten einfach vorbehaltlos vertraut haben, wurde massiv in die Geburt eingegriffen, denn mit jedem Schichtwechsel kam eine neue Meinung hinzu! Dasselbe auf der Wochenbettstation: Völlig ratlos wurden wir mit 1000, sich teilweise auch noch widersprechenden, Handlungshinweise entlassen, außerdem mit Stillhütchen, Pumpe und Pre.
    Erst unsere Nachsorgehebamme hat dann geholfen, aus diesem Wirrwarr herauszufinden.
    Beim zweiten Kind würde ich mir nicht mehr einfach von jedem reinreden lassen und mit der Gewissheit ins Krankenhaus fahren, dass es eben keine Götter in weiß sind!
    Liebe Erstmamas, informiert euch vorher - und zwar nicht nur über die Farbe des Kreißsaals :-) - und traut euch, Wünsche zu formulieren und auf euer Herz zu hören. Bzw. auf eine Person, der ihr wirklich vertraut wie z.B. eure Nachsorgehebamme.
    Liebe Grüße und danke danke danke für euren Blog. Jasmin

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  52. Ich hätte gerne vorher gewusst, dass manche Kinder als "Mamakinder" geboren werden und dass das weder etwas mit der Erziehung zu tun hat noch dass man da irgendetwas gegen unternehmen kann...

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  53. Dass eine außerklinische Geburt kein öko alternativ Ding ist sondern wunderschön und wegen der 1:1 Betreuung sogar sicherer ist als eine Geburt in der Klinik.
    Dass es auch Hebammenvorsorge gibtuund auch die angenehmer ist als zum Arzt zu gehen.

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  54. oh Mädels, ich liebe ja euren blogg, aber dieser Artikel ist echt gruselig.
    kinder sind einfach wundervoll, es gibt nichts schöneres! ich habe nie soviel gelacht und war nie glücklicher! unser sohn hat unser leben so tief und erfüllt gemacht, wie ich es mir nie erträumt hätte. ich schwebe immer noch auf wolke!
    DAS möchte ich den werdenden mamas mitgeben. dieses unendliche Glücksgefühl Mama zu sein ist ist das schönste der welt!
    mein Kind hat die ersten 7 Monate seines lebens NIE geweint. (dann kamen die doofen Zähnchen und Trennungsschmerz)
    ein Kind muss nicht weinen. nimm dein Baby immer in dem arm. kuscheln, genießen, tragen. ich hab mich so auf die wochenbettzeit gefreut und wirklich 8 Wochen durchgekuschelt.
    und na klar, teste doch einfach, ob Baby überall mit hin kann. und klar auch ins cafe. wenn die maus mitmacht ist doch fein, wenn nicht, dann geht man halt und freut sich, die Freundin wenigstens 30 min gesehen zu haben.
    einfach entspannt bleiben, die zeit genießen und im hier und jetzt sein. die mausis werden so schnell groß, die zeit, wo sie uns so intensiv brauchen ist sooo kurz. mein sohni war auch super anhänglich in den sprung-Phasen, wir haben wochenlang auf dem Sofa gekuschelt. ich hab bücher gelesen neben bei und den Zwerg nicht aus dem arm gelassen. einfach genießen! am Baby schnuppern, küssen... herrlich.
    und: es ist noch kein Baby wach geblieben, ich schwöre ;)

    also, wollt nur sagen, es ist wundervoll! bleibt entspannt! ihr seid gesund, alles wird gut :)

    eure kathi

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  55. Hätte gerne vorher schon gewusst das manche Babys nicht einfach schlafen wenn sie müde sind, sondern stundenlang wegen ihrer Müdigkeit schreien. Hätte auch gerne schon vorher das pucken gekannt und nicht erst nach sechs Wochen ( die Lage entspannte sich schlagartig).
    Außerdem wäre es gut gewesen, wenn ich vorher schon was von der Brust- Schimpf- Phase gehört hätte die mein Sohn gerade mit seinen 12 Wochen durchmacht. Denke das wäre auch einen Abschnitt in eurem Artikel übers stillen wert.

    Damit wäre der Anfang viel leichter gewesen, aber wir haben es überlebt und nun ist es etwas entspannter auch wenn ich scheinbar ein Kind bekommen habe das häufiger unzufrieden ist ...

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  56. Ich hätte vorher gerne gewuust, dass tatsächlich alles zu seiner Zeit "gut" wird - und zwar ohne, dass ich mir darüber Gedanken machen muss, was ich wohl alles falsch mache, anderes ausprobieren könnte, mit meinem Kind nicht stimmt... Egal ob schlafen, essen oder was auch immer, wenn kind soweit ist, dann passt das schon.

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  57. Ich hätte gerne vorher gewusst dass es auch ok is wenn ich das kind in den schlaf stille.
    Jetzt würde ich mehr stillen!
    Mir wurde immer gesagt es sei nicht gut... 🙄

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  58. Ich hätte gern in der SChwangerschaft schon gewusst, das ich die wasserdichten Spannbettlagen, Moltonunterlagen und Handtücher in den Ersten Wochen brauche. Das fließen hat mein Körper sehr wörtlich genommen! Wochenfluss, Milcheinschuß und Überschuß mit beidseitiger Muttermilchsprinkleranlage, schweißgebadet bei jedem noch so kurzen schläfchen und sobald das Kind an der Brust angedockt hat, Gefühlsausbrüche unangekündigt und völlig grundlos. All das sorgte trotz Lüften, für ein sehr ungewöhlich riechendes Raumklima auf Besucher, Matratzen und Bettdecken sowie Kissen waren durchtränkt mit dieser Art von Parfume und innerhalb kurzer Zeit für den Müll vorgesehen.

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  59. Nicht zuletzt Dank Eures Blogs habe ich schon sehr sehr viel vorher gewusst - und was ich nicht wusste, hier gefunden :-) Danke für den tollen Artikel!

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  60. Ich hätte gerne gewusst, dass bei immer wieder kehrendem Milchstau Antibiotika nehmen dür mich die einzige Lösung war... Stillberaterin und Hebamme rieten mir 7 Monate lang (!!) zu Geduld und allen möglichen Mitteln, die kurzfristig halfen, Milchstau kam aber immer wieder. Gynäkologin verschrieb mir Antibiotika, nahm ich 7 Tage lang ein und Milchstau (den ich vorher über sieben Monate zwei-dreimal die Woche hatte) kam nie mehr wieder. Lg Amelie

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  61. Tolle Seite, tolles Buch!! Macht weiter so.

    Ich hätte vor der Geburt so richtig gewusst, was für eine Macht die Hormone haben. Wenn die geballt kommen, bist du gar nicht mehr du selbst. Davon mal abgesehen, dass ich danach eine Depression hatte und komplett gaga war. Überhaupt nicht schön, und einfach nur froh dass es vorbei ist.

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  62. Also ich liebe die meisten eurer Artikel, aber diesen hier fand ich (auch) etwas gruselig. Alle Kinder schreien und "deins" wird am Lautesten schreien? Ich meine, es ist gut, sich darauf einzustellen, dass es so sein könnte (was ich wahrscheinlich auch gemacht hatte), um dann positiv überrascht zu werden, wenn es nicht so ist. Ich war - abgesehen vom Baby Blues und den ersten Sprüngen - jeden Tag so dankbar für mein super-pflegeleichtes Baby, die im Pekip-Kurs die mit Abstand leiseste war, sodass ich immer schauen musste, ob sie grad wimmert, weil hören konnte ich es zwischen dem ganzen Geplapper und Geweine beim besten Willen nicht. Ich wusste vor der Geburt schon ziemlich viel von dem, was auch hier in den Kommentaren steht, aber diese Seite hab ich erst nach der Geburt entdeckt und sie stärkt mir oft den Rücken und zeigt mir Alternativen, auf die ich alleine nie gekommen wär. Vielen Dank dafür! Meiner schwangeren Freundin werde ich diesen Artikel trotzdem nicht empfehlen, da kriegt sie ja noch mehr Panik!

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