Warum Babys nicht alleine einschlafen wollen


Wenig bewegt Eltern in den ersten beiden Lebensjahren (im schlechtesten Falle auch darüber hinaus) so intensiv, wie das Thema "Schlafen". Es soll sie ja geben - diese Kinder, die schon immer super eingeschlafen sind und früh unproblematisch durchschliefen. Ich selbst habe Kinder erlebt, die in Krabbelgruppen während des Spielens einfach eingeschlummert sind. So etwas habe ich stets fassungslos beobachtet - vollkommen irritiert und ganz leider auch sehr neidisch. Denn "solche" Kinder waren mir leider nicht vergönnt. Meine Kinder konnten lange nicht alleine einschlafen. Während ich nach dem ersten Kind noch vermutete, dass das eigene Verhalten einen maßgeblichen Einfluss auf das Schlafverhalten von Kindern hat, lehrte mich mein zweites Kind: Trotz allem, was ich theoretisch über das Schlafverhalten weiß und egal wie man sein Verhalten optimiert: Es gibt einfach extreme Schlechtschläfer. Das ist anstrengend, aber es sollte tröstlich sein zu wissen, dass es vollkommen normal ist.

Alleine schlafen macht Babys Angst


Menschenkinder sind Nesthocker, sie sind lange Zeit vollkommen hilflos nachdem sie geboren wurden. Ohne die Betreuung Erwachsener würde ein Baby innerhalb kürzester Zeit sterben. Man stelle sich ein zu Urzeiten zurück gelassenes Neugeborenes vor - innerhalb kürzester Zeit würde es von wilden Tieren gefressen werden. Daher haben Babys einen einfachen Plan entwickelt, um ihr Überleben zu sichern. Sie agieren stets nach dem Motto "Sorge dafür, dass Du niemals alleine bist!". Zwar umgeben seit Jahrhunderten schützende Mauern die Häuser von Kind und Eltern, doch die evolutionäre Entwicklung hat sich in dieser kurzen Zeit nicht auf die nunmehr vorhandene Sicherheit angepasst. Neugeborene empfinden noch immer die selben Todesängste, wie vor 5.000 Jahren, wenn sie allein gelassen werden.

Während es im wachen Zustand vergleichsweise einfach ist, dafür zu sorgen, auf Mamas oder Papas Arm in Sicherheit zu sein (und sei es, indem man das durch pausenloses Geschrei einfordert), ist die Einschlafphase eine für das Baby "gefährliche" Zeit. Es ist müde, es möchte schlafen und es möchte sicher sein. Einschlafen bedeutet Trennung, es bedeutet allein sein - deswegen fällt es vielen Kinder unglaublich schwer, in den Schlaf zu finden. Es gibt aber Methoden, die das Kind beim Einschlafen aktiv unterstützen. In den ersten Lebensmonaten fallen Kinder zunächst in einen sehr leichten Schlaf, so dass sie, wenn sie abgelegt werden, sofort wieder aufwachen. Erst mit etwa 3 bis 4 Monaten beginnt der erste Schlafzyklus mit einer Tiefschlafphase.

Viele Eltern stellen fest, dass das Kind am besten einschläft, wenn es bewegt wird - sei es im Tragetuch, im Kinderwagen oder im Auto. Das ist leicht erklärbar: Die Gattung des Homo gibt es seit 200.000 Jahren, erst seit ca. 6.000 Jahren gibt es Räder, seit 400 Jahren sich aus fremden Antrieb bewegende Fahrzeuge. Da Babys noch urzeitlich geprägt sind, setzen sie Bewegung auch von Maschinen mit körperlicher Nähe gleich und körperliche Nähe bedeutet: "Ich bin in Sicherheit". Weil das so ist, erwachen Kinder auch gerne mal so umgehend (wenn sie nicht gerade in der tiefsten Tiefschlafphase sind), wenn der Kinderwagen sich nicht mehr bewegt oder das Auto stehen bleibt. Findige Erfindungen sorgen für Abhilfe - Rüttelplatten wie der Robopax, Federwiegen, die sich bei Bewegungen des Kindes in sanfte Schwingungen versetzen (Schlummerli, Nonomo oder Lullababy), "Bed Rocker" die das Babybett hin und her wiegen oder das Lolaloo, welches den Kinderwagen sanft schaukeln lässt, ohne dass man selbst tätig werden muss. Durch die konstante Bewegung wird der Gleichgewichtssinn des Kindes ständig angesprochen, es fühlt sich wohl und geborgen.

Babys brauchen zum Schlafen oft Körperkontakt 


In den meisten Ratgebern wird empfohlen, dass Babys alleine in ihrem Bett einschlafen sollen, damit sie beim Aufwachen zwischen den Schlafphasen gleiche Bedingungen wie beim Einschlafen vorfinden und beruhigt weiter schlummern können. Das ist eine großartige Theorie und sicher einen Versuch wert. Es gibt Kinder, die lassen sich tatsächlich unproblematisch in ein Bett legen und schlafen vom ersten Tag an dort friedlich ein. Der Normalfall ist das leider nicht - in der Regel wollen die Kinder (insbesondere in den ersten Lebenswochen) ausschließlich an und auf den Eltern einschlafen, nicht wenige möchten die gesamte Nacht über Körperkontakt. Leider wird noch oft empfohlen, das Baby einfach mal eine Weile schreien zu lassen - das sollte man jedoch auf keinen Fall tun. Wenn man das Bestreben hat, dass ein Kind sehr früh alleine im eigenen Bett einschläft, sollte die im Folgenden unter "Sanftes Ablösen" beschriebene Methode versucht werden.

Man muss aber ganz klar sagen: Für Säuglinge in diesem Alter ist das im Arm einschlafen wollen und die Nacht in der Nähe der Eltern verbringen zu wollen, ein ganz natürliches Verhalten, es besteht absolut keine Gefahr, ein Baby damit zu verwöhnen. Genau genommen genießen es die meisten Eltern sogar, weil ihnen ihr Bauchgefühl sagt "So ist es richtig! Das braucht mein Kind offenbar". Doch leider gibt es immer noch viele Verwandte und Bekannte, die kritisch unken, dass das Baby damit konditioniert werde. Um es ganz deutlich zu sagen: Das ist UNSINN. Ein Kind in den Schlaf zu tragen ist keine Unsitte, sondern die Erfüllung elementarer Bedürfnisse. In den letzten 200.000 Jahren hat kein Kind in einem abgeschlossenen Zimmer gelegen und sollte alleine einschlafen - seit Urzeiten sind Babys eng bei ihren Eltern gewesen und sind mit dem seligen Gefühl der Sicherheit eingeschlummert.

In den meisten Fällen hält das Bedürfnis nach Körpernähe etwa 6 bis 12 Monate an - alle Kinder schlafen über kurz oder lang auch ein, ohne dass man sie im Arm hält. Selbst wenn sie das nicht freiwillig tun werden: Eine sanfte Gewöhnung ist auch später noch ohne weiteres möglich. Ich möchte an dieser Stelle wirklich von Herzen empfehlen, Kinder, die nicht alleine einschlafen können, zu begleiten, aktiv und passiv - vorzugsweise so lange sie es einfordern.





 

Sanftes Ablösen 


Eine klassische Situation: Das Neugeborene wird erkennbar müde - Mama und Papa beschließen, dass es an der Zeit ist, dass das Baby auch mal alleine im Kinderbett einschläft. Sie machen es bettfertig, legen es hin und stehen neben dem Kinderbett in der Erwartung, dass das Kind nun ruhig einschläft. Das Kind hingegen ist zutiefst irritiert, war es doch bisher in den Wachphasen die meiste Zeit im Arm und schlief dort ein und plötzlich wird es in einer für das Baby sensiblen Phase, wo es müde ist und Schutz und Nähe zum Einschlafen sucht, einfach in ein kaltes Bett gelegt. Eltern sind oft überrascht, wie vehement das Baby sich wehrt, wenn abgelegt wird - dabei ist es doch augenscheinlich so müde und müsste eigentlich schnell einschlafen. Doch das Baby - vollkommen übermüdet - merkt, dass es fast wegschlummert und zwingt sich mit aller Kraft, wach zu bleiben um Schutz zu fordern. Das ist der Moment, in dem die meisten Eltern (nachhaltig bewegt von der Intensität des Schreiens) beginnen, das Kind dauerhaft in den Schlaf zu tragen. Wie bereits erwähnt spricht grundsätzlich nichts dagegen, das so lange zu praktizieren wie Eltern und Kind das wollen.

Es gibt jedoch eine Methode, die sich sowohl dazu eignet ein Kind grundsätzlich von Anfang an an das eigene Bett zu gewöhnen, als auch dafür ein Kind, das es gewöhnt ist, auf dem Arm einzuschlafen davon zu entwöhnen. Die meisten Kinder schlafen in den ersten Monaten in der Regel an der Brust oder Flasche ein (so lange die Milch fließt, ist jemand da und so lange ist das Kind in Sicherheit). Es gibt einen Punkt, an dem die Kinder einschlafen, selbst wenn das Gefühl der Sicherheit nicht mehr 100%ig vorhanden ist - einfach weil der Einschlafprozess schon zu weit fortgeschritten ist. Diesen "Point of no return" gilt es zu finden - er liegt etwa 5 bis 10 Sekunden vor dem tatsächlich Einschlafen. Da es schwierig ist, 10 Sekunden vor dem (endgültigen) Einschlafen zu wissen, dass in 10 Sekunden das (endgültige) Einschlafen erfolgt, muss man sich durch probieren dem Punkt nähern. Das Szenario spielt sich wie folgt ab:

Das Baby wird bettfertig gemacht und beginnt an der Brust/der Flasch zu trinken und schlummert dabei ein. Wenn man das Gefühl hat, dass es kurz vor dem Einschlafen ist, löst man es sanft von der Nahrungsquelle ab. Üblicherweise wacht das Kind auf, ist sofort hellwach und wird weinen, weil es übermüdet ist. Es sollte sofort wieder der Ursprungszustand hergestellt werden - Flasche oder Brust werden wieder angeboten. In der Regel setzt das Kind dann schnell beruhigt den Einschlafvorgang wieder fort. Kurz bevor es einschläft, wird wieder die die Flasche/Brust entzogen - das Kind wacht wieder auf und protestiert. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Kind zu müde ist, zu protestierten und gänzlich OHNE Brust oder Flasche einschläft. Wichtig dabei ist, dass die letzten 10 Sekunden in den Schlaf wirklich ohne Hilfe geschafft werden. So wird das Baby sanft daran gewöhnt, ohne Hilfe einzuschlafen. Alternativ kann man auch mal die "nervige Brustwarze" probieren - dabei wird die Brust/Flasche beim Einschlafen immer wieder hin- und herbewegt - viele Kinder nervt das so, dass sie sich dann kurz vor dem Einschlafen von alleine lösen.

Je nachdem, ob das Kind beim Einschlaftrinken im Arm gehalten wurde oder schon allein im Bett lag, kann es erforderlich sein, mit der selben Methode das Einschlafen ohne den elterlichen Arm zu "lernen". Dazu legt man das Baby im letzten wachen Moment vor dem Einschlafen sanft ab. Bei Protest wird es sofort wieder aufgenommen. Im besten Falle ist jeder Protest kürzer als der vorherige und das Kind schläft irgendwann tatsächlich ohne Unterstützung ein. Diese Methode verbessert im Übrigen auch die Fähigkeit, allein in die nächste Schlafphase zu finden und verringert damit häufig die nächtliche Aufwachfrequenz. Wenn das Kind auf die Methode anspricht, wird es innerhalb weniger Abende "erlernt" haben, dass auch das Einschlafen ohne Unterstützung möglich und sicher ist.

Man muss allerdings auch ganz deutlich sagen: Ob das so funktioniert ist in nicht unerheblichem Maße kind- und altersabhängig. Es gibt Kinder, die mit 4 Wochen allein durch die Methode einschlafen, andere schaffen das erst mit 6 oder 12 Monaten. In jedem Falle ist sie (falls es nicht gleich klappt auch immer mal wieder) einen Versuch wert! Die meisten Kinder schlafen irgendwann innerhalb des ersten Lebensjahres zumindest ohne "unterstützenden Maßnahmen" wie im Arm wiegen oder saugen ein - die meisten benötigen jedoch darüber hinaus die Anwesenheit von ihren Bezugspersonen.

In einem weiteren Artikel unseres Blogs erfährst Du, wie man Kleinkinder beim alleine einschlafen unterstützen kann.

© Danielle

Kommentare:

  1. Danke Danke Danke! Bin ich mal wieder froh, deine ausführlichen Berichte zu lesen...
    wie oft wurden wir in den ersten Monaten gefragt: "Und, wo schläft denn der Kleine?Wo ist denn das Bettchen?" Auf meine Antwort "Im Tragesack" reagierten die älteren Verwandten mit Unverständnis. "Was, und nachts?" "In unserem Bett". Große Augen. "So so."
    Tatsächlich schlief unsere Sohn die ersten 3 MOnate täglich 3 std. im Marsupi (Thank heaven für die Erfindung dieses Gerätes mit Klettverschlüssen - mit dem Tuch kam ich nicht klar, da Söhnchen immer auf dem Arm einschlief, und beim "Anwurschteln" des Tuches aufwachte, und ich mich schießlich wieder entknoten musste, während das Kind wieder wach war...)
    Abends schlief er ebenfalls 2-3 STd. im Sack, bis wir gemeinsam ins Bett gingen.

    Ich dachte zwar bei einem Gewicht von 7kg, wie soll das nur weitergehen...doch nach ca. 3 Monaten schlief er auf dem Sofa ein, und wiederum einige Wochen später gewöhnte ich ihn daran, in unserem Bett einzuschlafen, nach dem letzten Stillen. Das funktioniert bis heute sehr gut, so dass ich ab ca. 20 Uhr 3 Std. Zeit für Hobbys oder Bloglesen habe :) (Sohn ist nun 22 Wochen alt).

    Als nächstes werde ich deinen Tip mit dem Einschlafen ohne Hilfe probieren! 1000 Dank!

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    1. Liebe Toya,

      für die ältere Generation ist unser Verhalten manchmal schwer nachzuvollziehen - sie sind mit der Maxime groß geworden: Babys dürfen nicht verpimpelt werden und müssen so schnell wie möglich selbständig werden. Dass das am Körper tragen für Kinder ein Grundbedürfnis ist, hat ihnen nie jemand erklärt. Diese Angst des Verwöhnens kann ich auch nicht nachvollziehen - mir ging es wie Dir: Mein Kind reifte. Während er anfangs niemals ohne Stimulation einschlief und nur in der Federwiege oder in meinem Arm, schaffte er es mit 10 Monaten dann doch, vollkommen unproblematisch allein einzuschlafen. Ohne dass man das forcieren oder trainieren musste.

      Alles Gute für Dich und Deinen Sohn!

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  2. Zuerst mal vielen Dank für die tolle Seite! Ich habe in letzter Zeit soviel Unfug zum Thema Schlafen gelesen, dass ich teilweise doch etwas verunsichert bin, was eigentlich nicht meine Art ist. Vor allem, dass immer alles so absolut und endgültig beschrieben wird, hat mich etwas geschreckt! Meine Tochter (5 Monate) schlief in den ersten Wochen noch in jeder Situation ein, dann nur noch beim Nuckeln oder, wenn sie getragen wurde. Das Tragen haben wir mit Rücksicht auf unsere Rücken durch eine Hängematte ersetzt (Was recht gut, aber nir mit zusätzlichem Gesang funktioniert). Zum Thema beim Nuckeln einschlafen und dann bei jedem Mal wach werden wieder nuckeln wollen, habe ich monatelang mit wechselndem Erfolg das mit dem Nippel vor dem tatsächlichen Einschlafen wegnehmen versucht. Zu Beginn (irgendwann zwischen 2 und 3 Monaten) habe ich damit erreicht, dass sie beim Nuckeln plötzlich auch nicht mehr eingeschlafen ist. Sie hat getrunken und noch bevor ich ihr die Brust wegnehmen konnte, weil es Richtung Einschlafen ging, war sie von selber plötzlich wieder hellwach - fast so, als ob sie in Alarmzustand wäre. Ich habe das dann wieder gelassen und sie konnte nach einiger Zeit wieder einschlafen. Dann habe ich es wieder recht konsequent versucht und sie ist auch irgendwann dann doch eingeschlafen, ohne den Nippel im Mund, aber seit kurzem werden vor allem Abends die Intervalle, in denen sie aufwacht und trotzdem Nuckeln will immer kürzer (bis zu 1 Std.). Gestern habe ich sie dann doch wiederdabei einschlafen lassen, sie hat 2 1/2 Stunden geschlafen, getrunken und dann 6 Stunden am Stück!
    Was ich an Deinen Beiträgen so toll finde ist, dass Du meinst, dass nicht alles in Stein gemeiselt ist, dass meine Tochter nicht NIE alleine einschlafen wird, wenn ich es bis jetzt noch nicht geschafft habe, wie einem manche Autoren einreden wollen! Damit wird man nur sinnlos verunsichert und unter Druck gesetzt, was der Sache - vor allem bei einem sensiblen Kind - ganz sicher nicht dienlich ist!
    Ganz großen Dank!

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  3. Hallo,
    mit Erleichterung habe ich diesen und viele andere Artikel hier gelesen und ich muss auch ein fettes DANKE hierlassen, weil allein das Wissen um solche Dinge schon sehr viel beim Aushalten hilft.
    Mein Baby (4 Monate) schläft neben Auto, Kinderwagen und Mysol auch nur stillender Weise ein. Leider will es alle zwei Stunden trinken, wenn es gut läuft. Die stündlichen und halbstündlichen Andockforderungen habe ich auch schon durch. Mir ist aufgefallen, dass es dabei nachts tatsächlich nicht nur ums Trinken geht, sondern mein Baby ein starkes Nuckelbedürfnis hat (Schnuller geht leider gar nicht). Da mich vor allem die Nächte mittlerweile sehr schaffen, möchte ich es mit dem "sanften Ablösen" probieren. Ich habe allerdings dabei mehrere Schwierigkeiten zu bewältigen:
    Zum einen schubt mein Baby gerade und die damit zusammenhängenden abendlichen Schreiphasen mit permanentem An- und Abdocken machen es nicht gerade leicht, dann, wenn endlich Ruhe eingekehrt ist, diese Methode anzuwenden, weil man als Eltern dann ja doch schon sehr erschöpft ist. Wie sehen denn da die Erfahrungen aus? Augen zu und durch oder erstmal den Schub vorbeigehen lassen?
    Zum anderen fällt es mir ungeheuer schwer zu erkennen, wann mein Baby einschläft. Es hat an der Brust recht schnell die Augen zu, was aber nicht unbedingt "eingeschlafen" bedeutet. Oder sehe ich da etwas falsch? Sollte ich die Brust rausziehen, wenn das typische Verdrehen/Zufallen der Augen einsetzt? Auch hier würden mir ein paar Erfahrungen helfen.
    Vielen Dank schon mal! :-)

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    1. Vielen Dank für die netten Worte :-).

      Nach meiner Erfahrung sind die Kinder - wenn sie denn dann irgendwann endlich einschlafen - so müde, dass ihnen ein kurzes Aufwecken nichts ausmacht - das heißt: Die allermeisten schlafen trotzdem dann ein - aber eben alleine. Den Vorgang muss man möglicherweise ein paar mal wiederholen, aber eigentlich ist das Kind im Einschlafprozess, so dass es irgendwann nicht mehr wirklich wach wird. Ich würde versuchen, das einfach mal 2 Tage lang zu probieren. Was bei uns irgendwann geklappt hat, war kurz vor dem Einschlafen einen Nuckel unterzuschieben (allerdings war er da schon 18 Monate - aber immerhin - so lange hatte er sich renitent geweigert, einen zu nehmen - seitdem ist er glücklich mit Nuckel).
      Bezüglich des Zeitpunktes ist es schwierig, etwas zu raten. Wenn das Kind eingeschlafen ist, kann man es auch noch mal wecken, wenn man es weg legt. Das klingt erst mal abwegig (weil es ja doch ENDLICH mal schläft) - aber ich habe diesbezüglich schon positive Erfahrungsberichte gelesen. Zudem sich im Alter von etwa 4 Monaten das Schlafverhalten umstellt - statt in den Leichtschlaf fallen Kinder jetzt gleich in den Tiefschlaf, es ist also eher unwahrscheinlich, dass Dein Kind sofort wieder hellwach ist (es kann aber sein, dass ihr Euch gerade im Umschwung befindet).
      Schlaft ihr im Familienbett? Das erleichtert das nächtliche Schlafen mit so anspruchsvollen Babys enorm und würde ich empfehlen, so noch nicht praktiziert :-).
      Viele Grüße!
      Danielle

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  4. Ich muss jetzt doch noch mal nachfragen: ich versuche seit Monaten das sanfte Ablösen. Mein Kind fast neun Monate alt. Aber einschlafen geht immer nur mit Brust.
    Die Augen sind nahezu sofort zu mach dem Andocken zu, aber schlafen ist das nicht. Das dauert schon noch eine Weile. In der Zeit docke ich sie bis zu acht Mal ab bis sie nicht mehr protestiert.
    Weiter kommen wir nicht. Von ohne Stillen einschlafen sind wir weit entfernt. Und eigentlich Stille ich nur noch deswegen, weil ich nicht weiß, wie ich sie sonst zum Schlafen bringen soll.
    Wie geht's weiter???

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    1. Liebe novaneta,

      es gibt zwei Wege, die man noch probieren kann - das Kind tatsächlich an der Brust einschlafen lassen und dann hinlegen und noch mal kurz wecken (auch wenn es Überwindung kostet, weil sie doch endlich schläft - aber die meisten schlafen relativ schnell und dann wirklich ohne Brust ein) oder aber man entkoppelt Einschlafen und Stillen komplett - gestillt wird woanders als im Bett und dann wird nur noch gekuschelt. Ja - das gibt erst mal Geschrei, aber das Kind ist dabei ja nicht allein und in der Regel versteht das Kind es recht schnell. Ist denn nur das Einschlafen ein Problem oder das ständige Aufwachen?
      Viele Grüße!
      Danielle

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    2. Hallo Danielle,
      hier ist eigentlich beides ein Problem. Zurück in den Schlaf kuscheln wenn sie aufgewacht ist, geht nie. Bei meinem Mann klappt es nachts häufig, dass er sie in den Schlaf tragen kann, sofern sie nur aufgewacht ist. Bei mir hilft nur stillen, immer und immer wieder.
      Es klappte zb auch nie, sie im Tuch oder Carrier in den Schlaf zu tragen und dann abzulegen. Sie ist sofort wach.
      Ich habe den Eindruck, dass sie immer nur sehr oberflächlich schläft.
      Einfach hinlegen endet in Gebrüll, wir hatten es schon mehrfach, Rekord war eine Stunde - da war ich nicht Zuhause und Papa und Kind am Ende vollkommen fertig.

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  5. Hallo novaneta und Danielle,
    Ich habe genau dein Problem novaneta, unser Sohn, fast sieben Monate, schläft auch nur an der Brust ein, ich habe auch schon o.g Methode versucht, mit mehr oder minder Erfolg, mittlerweile kann er schon des öfteren nach dem Stillen und Ablegen einschlafen, wenn ich ihn um arme und ihm eine Geschichte flüstere. Allerdings wimmert er noch vor sich hin....probieren wir jetzt seit etwa zwei Wochen, zwischenzeitlichnwar er krank, so dass ein Einbruch war, aber das relativiert sich gerade wieder. Aber das aufwachen, nach einer, zwei oder drei Stunden sowie das erwachen in der Nacht, ist bei uns auch nur mit Brust geben! Menno....ich würde mich auch freuen, eine Alternative zu finden, zumal ich auch gerne ab und an mal ein paar Stunden am abend etwas unternehmen würde...und mein Mann ihn so auch mal in den Schlaf begleiten könnte. Aber ich möchte auch nicht, das der kleine dann schreit, weil er es eben nicht anders kennt, und ich bzw, die brust, dann ja nicht da wäre.
    Also, für einen Austausch oder Tipps wäre ich dankbar!
    LG sun

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  6. Liebe novaneta, liebe sun,

    Eure Kinder sind ja noch verhältnismäßig klein. Auch wenn es im Moment wenig tröstlich ist - das ist eine Sache der Reifung die sich irgendwann gibt - versprochen. Ich möchte Euch ermutigen, auf Euer Gefühl zu hören - das sagt Euch relativ gut, wann Euer Kind bereit ist für einen forcierten Entwicklungsschritt.

    Ich kann Euch berichten, wie es bei mir war: mit 10 Monaten habe ich beschlossen, dass es zuzumuten ist, alleine einzuschlafen - also nicht mehr bewegt und rumgetragen zu werden. Das war der erste Schritt. Das Einschlafstillen habe ich danach mit dem sanften Ablösen in Angriff genommen. Das führte zunächst dazu, dass er wirklich nur noch bei Hunger aufwachte, statt 8 Mal nur noch 3 Mal. Ich ließ es ehrlich gesagt dann wieder schleifen, weil ich gar nicht mehr beim Stillen aufwachte.

    Mit 1,5 Jahren war bei mir der Punkt, wo ich gesagt habe: Ich stille nachts ab. Ich habe eine Flasche angeboten, falls er wirklich Hunger haben sollte. Er hat genau 2 Tage auch aus der Flasche getrunken (vorher übrigens nie!) und dann nachts nicht mehr nach Nahrung verlangt. Zu diesem Zeitpunkt war es also reines Nuckelbedürfnis. Er hat dann auch tatsächlich in de, Alter noch einen Nuckel genommen (also damit angefangen). Da wurden unsere Nächte dann etwas geruhsamer und haben sich bei ein bis zweimal Aufwachen eingepegelt.

    Ich weiß, dass die Situation stresst - versucht vor allem MEHR Schlaf zu bekommen, das häufige Aufwachen belastet in der Regel deutlich weniger, als zu wenig Schlaf. Es geht vorbei - wirklich.

    Alles Gute für Euch!
    Danielle

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  7. Danke für deine Worte und Erfahrungen. Klar theoretisch weiss man, es ist nur eine Phase. Nur hätte ich gerne ab und an mal eine Mütze schlaf ;-) dann helfen mir meine eigenen mantras auch nichts...aber ich weiss man muss da durch, und noch arbeite ichauch nicht, da hab ich noch zZeit, nur wenn es dann im Juni swoeit ist, dann wird es mit solchen nächten doch gruselig, gell. Nun ja, Hoffnung stirbt zuletzt :-) lg, sun

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  8. Ein wirklich ganz toller Blog! Was für ein Glück den gefunden zu haben! Und ja, auch ich und meine 8 Monate alte Maus wachen mehrmals nachts auf! Hinzu kommt nach ca der Hälfte der Nacht eine extreme Unruhe, für die ich leider keinerlei Erklärung finden kann. Sind es die Zähne oder verarbeitet sie den Tag? Und warum erst ab ca 2 Uhr nachts? Jedenfalls wälzt sie sich hin und her und tritt um sich was das Zeug hält...
    Was ich an Deinem Blog so entspannt finde ist die Aussage. dass es sich beim Thema Schlaf tatsächlich um einen Reifeprozess und keinesfalls um Verwöhnen handelt! Sehr, sehr angenehm denn Du kümmerst Dich auf sehr einfühlsame Weise um die Bedürfnisse des Kindes. Denn mal ganz ehrlich: die meisten Ratgeber zum Thema Schlaf zielen auf das Bedürfnis der Mütter nach mehr Freiheit, Unabhängigkeit und Bequemlichkeit. Jedes Mal wenn mir die gängigen Ratschläge aus meiner Umgebung zu viel werden, lese ich mich bei Dir wieder ein und schon geht es besser :) Ganz toll, weiter so!!!

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    1. Ganz herzlichen Dank für Deinen Kommentar!

      Ja - irgendwann wird es ganz alleine besser, ohne dass man es forciert - das habe ich jetzt wirklich zwei mal erlebt. Ja, es dauert länger und ja, es ist anstrengender.

      Aber: Ich bin fest davon überzeugt, dass es der bessere Weg ist.

      Alles Gute für Euch und danke fürs Lesen!

      Liebe Grüße
      Danielle

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  9. Großartig! Ich stimme dem, was ich hier lese voll und ganz zu. Leider findet man, wenn man dieses angebliche "Schlafproblem", wie es immer so schön heißt, immer nur zuerst Ratgeber, die fehlerhafte Aussagen treffen wie "nicht normal" oder wie schon erwähnt, dass es sich um ein Problem handele. Zusätzlich bin ich sehr oft auf Anleitungen zum Training gestoßen, wie auch das in diesem Blog erwähnte "ferbern". Und das alles bevor ich endlich solch vernünftige Worte fand, wie sie hier geschrieben stehen. Selbst meine Kinderärztin hat mir anfangs den Rat erteilt, meinen Sohn auch mal schreien zu lassen und ich bereue zu tiefst, dass einmal versucht zu haben. Heute weiß ich, was ich meinen Sohn damit angetan habe und wieso er nicht alleine schläft (schlafen konnte). Nun ist er sieben Monate, kann mittlerweile abends ohne umherlaufen und wiegen einschlafen, wacht nachts 1-2 Mal auf. Für manche klingt das vielleicht anstrengend, aber es ist ein sehr großer Fortschritt. Und das kam von alleine bzw. von ihm. Toll! Macht weiter so! Räumt auf mit dem veralteten Blödsinn!

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  10. Ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen, weil ich immer wieder völlig ungläubig Ferber-Berichte lesen musste. Ich wollte und konnte einfach nicht glauben, das so etwas wirklich in Ratgebern empfohlen wird, schlimmer noch, sogar heute noch praktiziert wird. Umso glücklicher war ich, auf diese Seite gestoßen zu sein. Ich finde diesen Blog hier großartig. Habe noch lange nicht alles gelesen, aber wird auf jeden Fall zu meinen Favoriten wandern ;-)

    Mein Sohn ist gerade 6 1/2 Monate alt und ich muss sagen, er ist ein soooo liebes süßes Kind, das mit seinem Charme alle um den Finger wickelt :-) Mit dem großen Schub ab ca dem 5. Monat war es dann auch bei uns so, das sich die Stillabstände nachts auf alle halbe Stunde bis Stunde einpendelten und ich nur noch auf dem Zahnfleisch ging, da ich ständig ins Kinderzimmer rennen musste. Damit ging dann auch die Suche nach einer Lösung für dieses "Problem" los und das Internet wurde auf den Kopf gestellt. Zum Glück landete ich zuerst auf der Seite ferbern.de wo ich schon mal einiges über das Schlafverhalten von Säuglingen erfuhr. Dann über das Familienbett und die Anpassung des Schlafrythmus von Mutter und Kind. So habe ich es dann mal probiert, als mein Mann Nachtschicht hatte (welch glückliche Fügung), den Kleinen mit ins Bett zu nehmen. Und siehe da... ich war schon nach der ersten Nacht viel ausgeschlafener. Mein Sohn hat einfach immer nur nach mir gerufen, weil er Nähe gesucht hat und nicht aus Hunger. Seitdem schlafe ich mit dem Kleinen auf einer Matratze im Kinderzimmer und mein Mann allein im Schlafzimmer(Bett zu klein). Dies widerum hat dazu geführt, das ich mich Abends sobald der Kleine müde ist, mit ihm zusammen auf die Matratze lege und beim Einschlafen Händchen halte, anstatt ihn zu wiegen. Die Brust braucht er noch relativ oft dafür, aber wenn er sehr müde ist, dann klappt das auch schon ohne, also nur mit Schnuller. Interessant finde ich, das er an der Brust gar nicht immer richtig einschläft. Ich habe ihn jetzt schon eine Zeitlang immer vorzeitig abgedockt und ihm stattdessen den Schnulli schnell in den Mund "gestopft". Dann hat er sich sofort umgedreht und ist eingeschlafen. Das funktioniert auch, wenn er mal im Arm einschläft(tagsüber sehr oft) und ich kann ihn dann auch gleich ablegen. Die Augen gehen zwar auf, aber auch gleich wieder zu sobald er liegt. Geht aber auch wirklich nur mit Schnulli im Mund, sonst wird er wach :D
    Vom selbstständigen Einschlafen bzw Durchschlafen sind wir noch weit entfernt, aber das erwarte ich in diesem Alter auch noch nicht und ich genieße diese schöne (Kuschel-)Zeit einfach so gut es geht.
    Ich hoffe das ich evtl dem Einen oder Anderen eine Idee da lassen konnte, was man evtl noch machen kann. Denn ich finde, bei uns klappt alles eigentlich sehr gut. Natürlich wird der Kleine auch jetzt noch wo wir zusammen schlafen regelmäßig wach. Dann aber nur weil er den Schnulli verloren hat, oder sich rückversichern möchte ob ich noch da bin, seine 3-5 Mahlzeiten dazwischen. Aber laaaaange nicht mehr so oft, bzw muss ich jetzt nicht jedesmal aufstehen und ins Kinderzimmer rennen und kann ihm den Schnulli im Halbschlaf wiedergeben, oder Händchen halten. Viel entspannter :-)

    Liebe Grüße
    Jessica

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    1. Liebe Jessica,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht!

      Liebe Grüße
      Danielle

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  11. Der Artikel hat mir sehr geholfen, als wir uns mit dem Thema "Durchschlafen" beschäftigt haben - geht uns ja äh (fast) allen gleich ;-)
    Danke!

    Im Artikel wird erwähnt, dass der Mensch ein Nesthocker ist. Stimmt soweit ich weiß nicht (mehr). Die Theorie des "Nesthocker-Menschen" wurde in den 70er/80er Jahren abgelöst vom "Tragling". Ich glaube sogar bei Euch im Blog in einem anderen Artikel gelesen zu haben, in dem vom "Tragling" die Rede ist.

    Liebe Grüße
    Eva

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  12. Danke für den tollen Arikel, er spricht mir aus der Seele! Ich habe mir nach der Geburt meines ersten Kindes viel zu sehr "reinreden" lassen: das Kind brauche ein eigenes Bett, solle sich daran gewöhnen, alleine einzuschlafen, nicht in den Schlaf getragen oder gestillt werden etc.

    Das Resultat war während der ersten Wochen: Schreien ohne Ende, Einschlafen erst weit nach Mitternacht, danach vielenächtliche Unterbrüche und Wachbleiben. Bis ich meine Tochter konsequent abends im dunklen Zimmer während etwa zwei Stunden in den Schlaf stillte und sie danach neben mich ins Bett legte. Anschliessend haten mein Mann und ich sogar noch ein, zwei Stunden für uns. Die Abende waren plötzlich so entspannt! Ich glaube, ich werde noch in 20 Jahren gerne daran zurückdenken: Tochter nuckelt an der Brust, ich lese ein Buch nach dem anderen auf dem E-Reader, draussen wird es langsam dunkel und in der Ecke brennt das Nachtlicht.

    Das In-den-Schlaf-Begleiten kann so schön sein - ich finde es haarsträubend, wie häufig es als etwas wahrgenommen wird, das man dem Kind möglichst nicht angewöhnen oder schnellstens abgewöhnen sollte.

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  13. Huhu,

    erst mal vielen lieben Dank für den tollen Artikel :). Erst einmal: Mein Baby ist gerade mal 12 Wochen alt, also noch sehr jung. Ich persönlich finde es wirklich beeindruckend, was sie bereits jetzt schon kann: Sie hat zum einen eine Tag / Nachtunterscheidung. Nachts kommt sie alle vier Stunden mit Hunger und schläft dann jedes Mal gleich weiter. Da ich stille und den großen persönlichen Vorteil habe, dass ich in allen Lebenslagen schlafen kann xD, finde ich die Nächte absolut erholsam. Und sehe gar keinen Grund darin, hieran irgendwas zu ändern.
    Sie schläft abends mit Hilfe eines Zubettgehrituals ein (ich stille die ein Brustseite, dann wird sie gewickelt, ich stille die andere Brustseite, anschließend wird ihre Schildkröte angemacht - macht blaues LIcht und Musik). Sie schläft bei mir mit im Bett (der Papa muss vorübergehend auf dem Sofa schlafen, aber es kommen auch wiedere andere Zeiten :) das ist für uns so in Ordnung, der hat im Gegensatz zu mir einen sehr leichten Schlaf) und ich lege mich abends mit ihr gemeinsam schlafen. Nach dem Stillen schaut sie mitunter noch eine Weile umher und schläft dann zufrieden ein. Bisher war das für uns beide so eine super Lösung (das läuft jetzt so ca. 14 Tage so). Ich habe nun den Eindruck, dass ihr Nachtschlaf immer länger wird, sie hat abends Schreiphasen. Ich habe das Gefühl, wenn wir früher mit dem Zubettgehritual beginnen, ist sie zufriedener (bisher war es 22 Uhr, wir haben es nun schon mit 21 Uhr versucht, was gut geklappt hat). Morgens schläft sie unterschiedlich lang, eine ganze Zeitlang war's jetzt so, dass sie um 6 Uhr morgens aufgewacht ist, heute morgen hat sie bis um 8 geschlafen. Also recht unterschiedlich.
    Gut, wenn sie nun nach und nach früher ins Bett geht, dann stellt sich für mich allerdings schon langsam die Frage, mh, mag ich da selbst schon schlafen? :) Ich begleite sie sehr, sehr gerne in den Schlaf (naja viel mache ich ja nicht außer daneben zu liegen und auch einzuschlafen), ich halte sie auch noch zu klein, um alleine einschlafen zu müssen. Nun war's so, dass unsere Maus die ersten Wochen viel geschrien hat, immer wieder wach geworden ist, nachts sowie am Tag wenn man sie ablegen wollte, bzw. sie hat nur im Tragetuch geschlafen. Wenn ich nachts auf Klo gegangen bin, musste ich eigentlich immer damit rechnen, dass sie dadurch wach wird und dann hat sie geschrien :(. Ich hab sie dann erneut in den Schlaf begleitet (wippen, pucken, Nucki, singen usw. usf.), dann wieder versucht hinzulegen, manchmal hat's geklappt, manchmal hab ich von neuem begonnen. Es ist für uns so jetzt also eine riesige Erleichterung!!! Ich habe nun Ängste, dass wenn sie eingeschlafen ist und ich dabei war, sie dann wieder aufwacht, wenn ich leise aus dem Zimmer rausgehe. Jetzt schreibst du aber, dass sich das Schlafverhalten im 3. / 4. Lebensmonat rum ändert und der Schlaf gleich mit einer Tiefschlafphase beginnt. Meinst du, dass ich diese Angst, dass sie dann dadurch wieder aufwacht und es besser wäre, wenn ich daneben liegen bleibe, unbegründet ist? Und ich einfach den Mut aufbringen muss, dass Zimmer dann zu verlassen, wenn sie in den Schlaf gefunden hat?
    Es wäre halt schön, dann noch ein bisschen Zeit mit meinem Mann zu haben :).
    Ja :) wir haben die Ansprüche ziemlich runter geschraubt und viel dazu gelernt. Auch wir dachten, oh joa ein Baby wird doch sicherlich schnell in seinem Bettchen schlafen können. Umso mehr man sich dann mit dem Thema beschäftigt, desto offensichtlicher erscheint es einem, dass das eben nicht mal so schnell möglich ist. Ich bin schon stolz darauf, dass meine Maus, mal eben neben mir abends einschlafen kann, ohne, dass sie getragen werden muss :). Und durchschlafen steht so schnell sicherlich noch nicht an. Für mich schläft sie sowieso quasi bereits durch xD. So, das zum Abend / Nacht.

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  14. Dann tagsüber: Hier gestaltet sich das Schlafen nicht ganz so "problemlos". Naja, ich finde es nun auch nicht wirklich problematisch :). Ich genieße die Nähe zu meiner Tochter - sie schläft quasi nur im Tragetuch. Sie schläft weder im Kinderwagen (wobei das so langsam wieder kommt) noch im Auto ein. Wir werden es nun mal noch mit einer Federwiege probieren. So lange meine Maus das aber nun mal braucht, wird sie bei mir im Tragetuch schlafen. Auch hier ist eben für uns eine riesige Verbesserung eingetreten: Sie schafft es wirklich quasi nur mit Tragetuch und evt. noch Nucki + rumlaufen oder Gymnastikball innerhalb von wenigen Minuten zur Ruhe zu kommen und dann auch einzuschlafen. Da haben wir ganz andere Zeiten durch, Zeiten, in denen sie trotz Gymnastikball, Musik, Nucki und Tragetuch eine halbe Stunde brauchte bis sie aufhören konnte zu schreien und dann irgendwann eingeschlafen ist. Du siehst, wir sind wirklich froh um die ganzen Verbesserungen, die ganz von alleine eingetreten sind :). Nun wüsste ich aber gerne, ob es sinnvoll ist tagsüber feste Schlafzeiten einzuführen? Oftmals sind die Schlafzeiten noch sehr gestückelt. Sie schläft immer mal wieder zwischendurch, ganz chaotisch aneinander gestückelt. Wäre es denn besser zu versuchen eine Struktur mit festen Schlafzeiten zu schaffen? Oder ist es dafür noch zu früh. Sie schläft nicht 2-3 Stunden hintereinander. Das kann sie nicht. Höchstens mal 1 1/2 Stunden und das ist dann schon wirklich viel. Kommt das ganz von alleine oder sollte man besser nachhelfen? Momentan hat unsere Maus auch noch alle zwei Stunden Hunger. Ich habe jetzt mal damit begonnen, sie nach dem Stillen am späteren vormittag dann einfach kurzerhand ins Tragetuch zu setzen, weil ich ja weiß, dass sie darin dann auch schläft (und sie so die Möglichkeit hat 1 1/2 Stunden am Stück zu schlafen bis sie wieder Hunger kriegt). Einfach um es ihr anbieten zu können zu schlafen. Und siehe da: Sie schläft. Unter dem Spielebogen, in ihrem Bettchen, im Kinderwagen oder so schläft sie eben nicht einfach so ein. Mh oder ist es für Struktur noch zu früh und vieles regelt sich zusammen mit der Beikost?? Wenn sie dann länger satt ist??

    Vielen lieben Dank für deinen Beitrag und deine Tipps :)

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    1. Hallo,

      danke für Deinen Kommentar!

      Ich würde es einfach versuchen - Du merkst ja, ob sie aufwacht oder nicht. Es gibt Kinder, die wachen dann wieder regelmäßig nach einem Schlafzyklus auf, wenn keiner daneben liegt - aber viele schlafen einfach weiter.

      Grundsätzlich kann man feste Schlafenszeiten einführen - muss man aber auch nicht. Meist entwickelt sich ein Rhythmus ganz allein. In Bezug auf die Beikost konnte ich keinen Zusammenhang mit dem Schlafverhalten feststellen.

      Liebe Grüße!
      Danielle

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  15. Hallo,
    ich muss auch mal sagen, dass ich hier einen super Blog gefunden und auch schon nahezu alles eingesogen habe.
    Bei uns ist es (auch) so, dass mein Sohn (6Monate) nur beim Trinken oder durch Herumtragen einschläft. Versuche jetzt auch die oben beschriebene Methode anzuwenden, klappt mal mehr mal weniger gut. Mich stört das Prozedere auch nicht wirklich und gebe ihm gern die Nähe, die er braucht.
    Mir stellt sich nur die Frage, wie es sein wird, wenn er mit einem Jahr in die Krippe kommt?! Er wird zwar meist mittags abgeholt werden, aber an einigen Tagen wird er auch den Mittagsschlaf im Kiga machen müssen. Wie wird das dann gehen, wenn er immer noch Flasche oder Nähe braucht? Die Erzieher werden es sicher nicht bewerkstelligen können, alle Kinder in den Schlaf zu tragen... Oder wird das aufgrund des anderen sozialen Kontextes und der Gruppendynamik kein Problem werden? Gibt es Erfahrungsberichte?

    Vielen Dank für eine Antwort und für den super Blog!
    LG

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  16. Ganz herzlichen Dank für diesen Beitrag! unsere Tochter (morgen 5 Monate alt) ließ sich nicht mehr ablegen. Sie war tief und fest am Schlafen aber sobald ihr Popo die Matratze berührt hat wurde sie wach. Nachdem sie zwei Nächte auf meinem Arm geschlafen hat habe ich entgegen sonstiger Vorsätze das Internet befragt. Bevor ich die von “Experten“ empfohlenen Methoden mit dem Schreien und Weinen lassen probiert hätte, hätte meine Tochter weiter in meinem Arm geschlafen.
    Das von dir beschriebene sanfte Ablösen erschien mir als genau die richtige Methode für uns. Mein Mann und ich haben uns entschieden mit unserer Tochter ins Bett zu gehen, da wir dann mehr Ruhe haben.
    Und ich kann nach fünf Nächten schon sagen, dass sich das Problem mit dem Ablegen gelöst hat.
    Jetzt haben wir leider noch das Problem, dass die Kleine nach 20 bis 30 Minuten weinend bis schreiend wieder wach wird.Hast Du dafür auch so einen tollen Tipp?
    Viele Grüße und mach mit deinem Blog weiter so!
    kristina

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    1. Liebe Kristina,

      dazu haben wir einen gesonderten Artikel geschrieben:

      http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2015/08/mein-baby-laesst-sich-nicht-ablegen-und-wacht-staendig-immer-wieder-auf.html

      Liebe Grüße!
      Danielle


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  17. Hallo, auch ich möchte erst einmal diesen Blog loben. Ich glaube er nimmt vielen Müttern ihre Angst und zeigt ihnen das sie nicht alleine sind.

    In der Hinsicht sind mir die "Einschlafprobleme" meines Kindes fast peinlich irrelevant. Dazu muss ich sagen das ich echt Glück hatte und mein Baby es mir sehr einfach macht. Ich hatte bisher nie Probleme weder beim Trinken noch beim Einschlafen mit meinem Kleinen.
    Schon mit nicht mal ganz 3 Monaten hatte er schon einen Traumrhythmus mit 23 Uhr - 3-4 Uhr - 7-8 Uhr und dann so gegen 9-10 Uhr aufstehen. Nun ja in den letzten Wochen hat er anscheinend ein Schub denn nun sind es nachts alle 2-3 Stunden stillen und in der zweiten Nachthälfte ist er sehr unruhig, wälzt sich hin und her, kratzt sich im Gesicht und weint wenn er nicht alle 10 Minuten seinen Nucki bekommt. Er ist jetzt 15 Wochen also gehe ich wie gesagt davon aus das es nur eine Phase ist.

    Was ich bemerkt habe ist, dass vor allem eines immer prima wirkt und das ist Ruhe bewahren. Selbst wenn der Kurze schreit weil er hingelegt wird, habe ich ihn nicht direkt wieder hochgehoben, sondern seine Händchen genommen und ihm im Liegen beruhigt und ihm sozusagen aus ganzen Herzen vermittelt das alles in Ordnung ist, er sicher ist und er schlafen soll. Babys sind sehr sensible Wesen wenn sie merken das du Sicherheit vermittelst dann schlafen sie selbst im Liegen, wenn du allerdings deine Zweifel hast und unsicher oder hektisch wirst dann merken sie das auch. Ich weiß nicht jedes Kind ist gleich aber bei mir hat es prima geholfen.

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  18. Hallo, vielen Dank für den tollen Artikel.
    Das sanfte Ablösen funktioniert sehr gut. Allerdings kann es passieren, dass dann auf der Zunge weitergenuckelt wird. Funktioniert dann die "sanft Ablösen" Methode trotzdem noch?

    Vielen Dank! :)

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  19. Liebe Snowqueen und liebe Danielle,

    Vielen Dank für eure wunderbaren Artikel. Ihr habt uns in vieler Hinsicht gerettet und die Augen geöffnet.

    Jetzt muss ich aber doch eine Frage loswerden. Unser 3 Monate alter Sohn ist ein wahres high need Baby. Et schläft wenig und schlecht. Entweder wir wippen auf dem Gymnastikball oder er schläft beim stillen ein. Dann liegt er irgendwie auf mir und darf auch da bleiben. Eine Federwiege haben wir, lässt er sich gerne drin schaukeln. Sobald er müde ist kommt jedoch lauter Protest.
    Wir haben am Anfang den Fehler gemacht nicht im Schlafzimmer zu schlafen, da im liegen stillen nicht geklappt hat und ich dort nicht im Sitzen stillen konnte (keine Lehne und das Bett ist zu hoch). Nach 8 Wochen klappte das mit dem stillen nun und ich wollte ins Bett ziehen. Jetzt mag er aber das Schlafzimmer nicht und schläft dort nicht ein. Wir versuchen es ab und an, aber es wird nichts. Da er so wenig schläft, ziehen wir das auch nicht durch. Das selbe Problem ist beim schlafen im Tuch. Er schläft draußen nicht ein.
    Habt ihr Ideen was wir probieren können? Ich würde wirklich gern mal wieder auf einer Matratze schlafen.

    Noch einmal:vielen Dank. Ihr ward uns oft eine große Hilfe!

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    1. Liebe Anonym, ich denke nicht, dass dein Sohn das Schlafzimmer nicht mag. Es gehört einfach nicht zu seinen "Einschlafsignalen", daher wehrt er sich dagegen. "Einschlafsignale" sind die Summe der Tätigkeiten, Orte und Dinge, die dem kindlichen Gehirn sagen: Jetzt sollst du schlafen. Und wenn ihr bis jetzt immer in einem anderen Zimmer eingeschlafen seid (im Sitzen), dann denkt sein Gehirn, es braucht das andere Zimmer und das Sitzen, um einschlafen zu können. Es ist jetzt daran gewöhnt. Versucht ihr es im Schlafzimmer im Liegen, fehlen dem Gehirn die zwei vertrauten Einschlafsignale. Es gerät in Inkohärenz - und das Baby schreit. Das heißt aber nicht, dass ihr nun für immer im Sitzen schlafen müsst. Es heißt nur, dass ihr Schritt für Schritt die neuen Einschlafrituale einführen solltet. Zum Beispiel, indem du zunächst im Liegen auf der Couch im Wohnzimmer stillst - damit etablierst du "Liegen". Und wenn das im Liegen gestillt werden dann zu den Einschlafsignalen gehört und das im Sitzen stillen abgelöst hat, könnt ihr den Ort wechseln. Dann stillst du im Liegen im Schlafzimmer. Ich habe das relativ ausführlich im Artikel "Wenn Kinder ohne Kneifen, Knibbeln oder Tragen nicht einschlafen" erklärt. Liebe Grüße und viel Glück, snowqueen

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  20. Liebe Snowqueen, liebe Danielle !
    Erst einmal Danke für euren tollen Blog! Ich habe schon so viel gelesen und Ratschläge versucht einzuholen. Meine Tochter ist 4.5 Monate alt. Von Anfang an schläft sie in meinen Armen ein während ich durchs wohnzimmer laufe. Dort bleibt sie dann auch (oder Tragetuch) die ganze Schlafzeit über. Also setze ich mich 3 mal täglich mit ihr aufs sofa für immer ca. 1 stunde bis sie wieder wach wird. Manchmal wird sie nach 20 oder 30 minuten schon wach und ich muss kurz aufstehen und sie weiter wiegen so dass sie weiterschläft. Würde ich sie ablegen, was eigentlich fast nie klappt bzw.versuche ich es schon fast kaum noch, wacht sie nach 10 bis 20 minuten auf.
    Nachts stille ich sie in den Schlaf im Wohnzimmer und sobald sie schläft trage ich sie in unser Schlafzimmer und lege sie ohne Probleme neben mich in ihr Beistellbettchen. Allerdings haben wir es uns angewöhnt dass ich ihre hand halte und meinen arm um ihre beine lege (haben wir mal angefangen weil sie sich immer selbst wach strampelt mit armen und beinen und dann nicht wieder alleine einschläft). Ihr papa arbeitet 2 wochen pro monat im ausland sodass wir dann allein zuhause sind und sie natürlich eine starke bindung zu mir hat. Wenn papa da ist, habe ich natürlich nichtmal 10 minuten für ihn bzw.uns weil ich sie immer im arm habe ! Die ersten 2 monate hat sie immer zu den gleichen zeiten geschlafen nachts und ist nur 2 mal kurz zum stillen wach geworden. Unser tag startete um 8 ! Immer ! Dann ab der 8. Woche war plötzlich alles anders und sie fing an jede stunde wach zu werden (mittlerweile ist es wieder besser-2 bis 3 std. Am stück schlafen). Sie nahm auch nicht zu 5 wochen und auf rat meiner hebamme bekommt meine tochter nun auch zusätzlich zur brust die 1er milch von aptamil. Aber nur ein bisschen, sie trinkt meist nur 70 ml. Pro Flasche. Sorry, wenn die Infos alle etwas durcheinander sind ;) ich komme gleich zu meiner Frage;)
    Da ich für ihren papa seit ihrer Geburt wirklich überhaupt keine zeit mehr habe und ich möchte, auch wenn sie erst 4.5monate ist, dass sie ein bisschen unabhängiger wird von mir, habe ich mir Elisabeth Pantleys' Schlafen statt Schreien geholt. Ich bin auch schon fast durch damit. Sie beschreibt, wie hier im blog auch das sanfte ablösen um baby zu zeigen wie es alleine ohne hilfe einschlafen kann. Da ich aber 2 verschiedene Einschlafhilfen bzw. Für sie Assoziationen benutze (stillen oder tragen) weiss ich gar nicht so recht wie ich anfangen soll. Ich habe es gestern einmal versucht, dass sie abends beim 1. Zubettgehen in ihrem bettchen schläft. Leider habe ich den Zeitpunkt verpasst dass sie noch wach ist..ich habe sie nach dem einschlafstillen in ihr bett gelegt und bin aus dem zimmer gegangen. Nach 5 minuten war sie wieder wach und lag aufm bauch (sonst liege ich ja auf der seite und sie kann sich nicht drehen). Kann es also sein, dass sie wirklich nur aufwacht weil ich sie nicht berühre oder wiege...weil ich nicht glaube dass sie nach 5 minuten wach wird weil sie die brust vermisst. Tagsüber wenn sie im arm schläft und ich mich nicht bewegen würde wäre sie auch früher wach und würde keine ganze Stunde schlafen.
    Ich frage nach eurem Rat was ich am besten tun kann dass sie lernt abends "Zubett zugehen".. so dass ich wenigstens ne stunde mal für Ihren papa da sein kann.
    Nachts wacht sie an manchen tagen auch jede 1.5 stunden auf und will an die brust.. aufm sofa abends im arm schafft sie manchmal auch 4 stunden ohne trinken.
    Habt ihr einen Rat für mich? Sorry nochmal für das durcheinander.. und versteht mich nicht falsch- ich habe sie gerne bei mir, aber auch Angst dass es nie besser wird..
    Sie schläft auch seit langem nicht im kinderwagen oder auto ! (..hm..weil Einschlafhilfe ist ja tragen oder stillen)? Nur wenn sie hundemüde ist und wir noch unterwegs sind z.b. Beim arzt dann schläft sie mal ne halbe Stunde im kinderwagen..
    Ich hoffe auf ein paar tipps von euch
    Liebe grüsse. Hollymaus

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  21. Liebe Snowqueen, liebe Danielle !
    Erst einmal Danke für euren tollen Blog! Ich habe schon so viel gelesen und Ratschläge versucht einzuholen. Meine Tochter ist 4.5 Monate alt. Von Anfang an schläft sie in meinen Armen ein während ich durchs wohnzimmer laufe. Dort bleibt sie dann auch (oder Tragetuch) die ganze Schlafzeit über. Also setze ich mich 3 mal täglich mit ihr aufs sofa für immer ca. 1 stunde bis sie wieder wach wird. Manchmal wird sie nach 20 oder 30 minuten schon wach und ich muss kurz aufstehen und sie weiter wiegen so dass sie weiterschläft. Würde ich sie ablegen, was eigentlich fast nie klappt bzw.versuche ich es schon fast kaum noch, wacht sie nach 10 bis 20 minuten auf.
    Nachts stille ich sie in den Schlaf im Wohnzimmer und sobald sie schläft trage ich sie in unser Schlafzimmer und lege sie ohne Probleme neben mich in ihr Beistellbettchen. Allerdings haben wir es uns angewöhnt dass ich ihre hand halte und meinen arm um ihre beine lege (haben wir mal angefangen weil sie sich immer selbst wach strampelt mit armen und beinen und dann nicht wieder alleine einschläft). Ihr papa arbeitet 2 wochen pro monat im ausland sodass wir dann allein zuhause sind und sie natürlich eine starke bindung zu mir hat. Wenn papa da ist, habe ich natürlich nichtmal 10 minuten für ihn bzw.uns weil ich sie immer im arm habe ! Die ersten 2 monate hat sie immer zu den gleichen zeiten geschlafen nachts und ist nur 2 mal kurz zum stillen wach geworden. Unser tag startete um 8 ! Immer ! Dann ab der 8. Woche war plötzlich alles anders und sie fing an jede stunde wach zu werden (mittlerweile ist es wieder besser-2 bis 3 std. Am stück schlafen). Sie nahm auch nicht zu 5 wochen und auf rat meiner hebamme bekommt meine tochter nun auch zusätzlich zur brust die 1er milch von aptamil. Aber nur ein bisschen, sie trinkt meist nur 70 ml. Pro Flasche. Sorry, wenn die Infos alle etwas durcheinander sind ;) ich komme gleich zu meiner Frage;)
    Da ich für ihren papa seit ihrer Geburt wirklich überhaupt keine zeit mehr habe und ich möchte, auch wenn sie erst 4.5monate ist, dass sie ein bisschen unabhängiger wird von mir, habe ich mir Elisabeth Pantleys' Schlafen statt Schreien geholt. Ich bin auch schon fast durch damit. Sie beschreibt, wie hier im blog auch das sanfte ablösen um baby zu zeigen wie es alleine ohne hilfe einschlafen kann. Da ich aber 2 verschiedene Einschlafhilfen bzw. Für sie Assoziationen benutze (stillen oder tragen) weiss ich gar nicht so recht wie ich anfangen soll. Ich habe es gestern einmal versucht, dass sie abends beim 1. Zubettgehen in ihrem bettchen schläft. Leider habe ich den Zeitpunkt verpasst dass sie noch wach ist..ich habe sie nach dem einschlafstillen in ihr bett gelegt und bin aus dem zimmer gegangen. Nach 5 minuten war sie wieder wach und lag aufm bauch (sonst liege ich ja auf der seite und sie kann sich nicht drehen). Kann es also sein, dass sie wirklich nur aufwacht weil ich sie nicht berühre oder wiege...weil ich nicht glaube dass sie nach 5 minuten wach wird weil sie die brust vermisst. Tagsüber wenn sie im arm schläft und ich mich nicht bewegen würde wäre sie auch früher wach und würde keine ganze Stunde schlafen.
    Ich frage nach eurem Rat was ich am besten tun kann dass sie lernt abends "Zubett zugehen".. so dass ich wenigstens ne stunde mal für Ihren papa da sein kann.
    Nachts wacht sie an manchen tagen auch jede 1.5 stunden auf und will an die brust.. aufm sofa abends im arm schafft sie manchmal auch 4 stunden ohne trinken.
    Habt ihr einen Rat für mich? Sorry nochmal für das durcheinander.. und versteht mich nicht falsch- ich habe sie gerne bei mir, aber auch Angst dass es nie besser wird..
    Sie schläft auch seit langem nicht im kinderwagen oder auto ! (..hm..weil Einschlafhilfe ist ja tragen oder stillen)? Nur wenn sie hundemüde ist und wir noch unterwegs sind z.b. Beim arzt dann schläft sie mal ne halbe Stunde im kinderwagen..
    Ich hoffe auf ein paar tipps von euch
    Liebe grüsse. Hollymaus

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    1. Liebe Hollymaus,

      ich glaube, Euer größtes Problem ist Deine Angst. Und ich kann Dir ganz klar sagen: Du musst keine haben. Sie wird irgendwann ohne Dich einschlafen und auch nicht mehr ständig aufwachen. Aber dafür braucht sie noch zwei Dinge: Urvertrauen und Zeit. Du siehst ja: auf/bei Dir fühlt sie sich vollkommen sicher. Sie braucht das sicher nicht mehr viel länger, als ein paar Monate (zumindest nicht mehr so intensiv) - auch wenn Dir das jetzt ewig erscheint: rückblickend wird es Dir verdammt kurz vorkommen.

      Daher möchte ich Dich einfach ermutigen: Gib ihr, was sie braucht. Und das bist im Moment noch fast ausschließlich du. Nimm sie - wann immer es geht - in eine Trage oder ins Tuch, gib ihr Nähe und dann wird sie zufrieden sein.

      Ich verstehe, dass Du Zeit mit Deinem Partner willst - aber dabei stört das Kind auf Deinem Arm/Bauch ja nicht wirklich. Lass sie einfach bei Dir - in einiger Zeit könnt ihr auch wieder zweisame Abende verbringen. Je mehr Du darauf hinarbeitest, dass sie unbedingt allein irgendwo schlafen soll, desto angespannter wird die Lage und auch sie.

      Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Kinder in dem Alter nur so schlafen wollen - das ist ihr genetisches Programm. Lös Dich von dem Gedanken, dass sie schon was können müsste/sollte - das kommt wirklich erst später. Sie KANN tatsächlich noch nicht anders.

      Es wird besser - versprochen! Und selbst wenn nicht, dann kann man etwas dagegen tun. Aber: das hat wirklich noch Zeit.

      Liebe Grüße
      Danielle

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    2. Vielen Dank für deine Antwort und deine Worte !
      Da sie sich ja jetzt öfters aus ihrem Beistellbettchen rausrollt zu uns ins bett rüber, meinst du wir sollten ihr Gitterbettchen aufstellen neben unserem? Ich meine, rollen kann sie dann immernoch, aber sie bleibt in ihrem bett.
      Oder meinst du ich soll weiterhin ihre hand und beinchen nachts festhalten? Ich denke nur dass wir uns das so angewöhnt haben mit Kontakt zu schlafen, dass sie ohne gar nicht kann. Ich weiss sie ist noch so klein.. und es wird besser wie du sagst.. ich habe nur das gefühl ich habe ihr jetzt schon soviel angewöhnt was sich später sehr schwer wieder abgewöhnen lässt.. ich will sie ungern mit 1 jahr noch in den schlaf wiegen.. und man liest das ja immer.. ich habe ausserdem deinen artikel gelesen über deine tochter und wie sie so unzufrieden schien.. meine tochter ist genauso !!! Also im Krankenhaus war es so.. aber auch jetzt habe ich manchmal noch das gefühl dass alles falsch ist was ich tue.

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    3. Was spricht denn dagegen, sie einfach raus rollen zu lassen? Mein Sohn lag nie im Beistellbett - er brauchte den Körperkontakt schon immer. Wenn sie herauskullert, weil sie herumkullert, weil das Beistellbett zu klein ist, dann wäre es sicher eine gute Idee, das Gitterbett anzustellen. Wenn sie jedoch den Körperkontakt sucht, wird das die Lage vermutlich nicht ändern.

      Ihr habt ihr nichts angewöhnt - sie braucht einfach ihre Signale, um sich sicher zu fühlen. Die kann man sanft umgewöhnen, aber das hat wirklich noch etwas Zeit. Dein Kind scheint einfach ein Körperkontakt-Kind zu sein. Das kann man nicht ändern. Aus meiner Erfahrung kann ich zumindest sagen: Diese Kinder sind später relativ pflegeleicht.

      Unzufrieden sind oft die Kinder, die weniger können, als sie wollen. Das sind meist besonders aufgeweckte Exemplare...

      Liebe Grüße!
      Danielle

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  22. ..meint ihr wirklich es klappt dass sie alleine einschlafen lernt mit der Sanften Ablösen Methode und auch länger schläft ?

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  23. Ausserdem schläft sie auch viel zu wenig für ihr Alter. Seit sie 9 wochen ist nur 9 bis 11 stunden in 24h.

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  24. Liebe Danielle,

    Ich lese eure Artikel schon seit einiger Zeit sehr gerne und freue mich stets über euren wertfreien und un-dogmatischen Stil.

    Heute wende ich mich das erste mal selber mit einem Problem an euch in der Hoffnung, ihr könnt mir helfen:

    Meine Tochter ist nun 13 Wochen alt. Seit ihrer Geburt hat sie mehr oder weniger ausschließlich auf meinem Arm geschlafen, da sie, wenn sie alleine lag, stets sehr schlecht eingeschlafen ist und dann auch nur sehr kurz geschlafen hat. Mir hat das aber nie etwas ausgemacht, und irgendwann habe ich mir zur Erleichterung dann eine Tragehilfe besorgt und sie dort schlafen lassen. Nun ist mir eben diese Tragehilfe leider "zum Verhängnis" geworden, da meine Tochter nun tagsüber ausschließlich in der Trage schlafen will - und natürlich nur unter stetiger Bewegung. Unser Tag sieht momentan nur noch so aus, dass sie nach genau 75 Minuten (so lange ist sie wach und guter Dinge) müde wird, aber den Absprung einfach nicht alleine schafft, dann langsam quengelig wird, was schließlich in unstillbarem Weinen mündet, wenn man sie nicht in die Trage nimmt und rausgeht. An und für sich ist das ja kein Problem, aber ich kann einfach langsam körperlich nicht mehr. Meine Füße und mein Rücken schmerzen so sehr, dass ich nicht mehr weiß wie lange ich das noch durchhalte. Im Schnitt fünf mal am Tag bin ich so eine bis eineinhalb Stunden mit ihr unterwegs und trage sie mit ihren über 6 Kilos so an die sieben Stunden am Tag vor dem Bauch (mein Rekord liegt bei 24,8 zurückgelegten Kilometern am Tag...). Wir haben alles ausprobiert, pucken, weißes Rauschen, Gymnastikball, sämtliche Tragepositionen auf dem Arm, Federwiege, Kinderwagen und so weiter - es geht ausschließlich in der Trage.
    Sie lässt sich einmal eingeschlafen zu keinem Zeitpunkt aus der Trage rauswickeln und ablegen, man muss sie tragen und dabei laufen, bis sie ausgeschlafen ist. Da wir abends nicht mehr tragen können schläft sie zur Nacht nur noch unter großem Geschrei irgendwann vor Erschöpfung auf unserem Arm ein. Sie tut mir so wahnsinnig leid und ich möchte ihr das einschlafen so gerne beibringen. Ich habe auch kein Problem damit, sie zu tragen, mich neben sie zu legen, sie zu wiegen, sie in den Schlaf zu stillen, aber all das reicht ihr nicht und beruhigt sie nicht ausreichend - nur das tragen bringt mich eben körperlich an meine Grenzen und ich muss es nun langsam einfach "loswerden". Ich hoffe sehr auf einen Ratschlag, da ich nun langsam nicht mehr weiter weiß und mein Körper glaube ich keine Wochen mehr durchhalten kann, bis sich diese Phase von alleine legt oder ihr Schlafverhalten sich von selber ändert (zumal ja niemand prophezeien kann, wann das sein wird). Besten Dank im Voraus, vielleicht fällt dir ja noch etwas ein, liebe Grüße, Antonia

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  25. P.S.: ich muss noch etwas wichtiges ergänzen: auch in der Trage schläft sie übrigens erst ein, nachdem sie etwa 15 Minuten bitterlich geweint hat und schließlich völlig erschöpft ist vom Weinen. Also es ist nicht etwa so, dass sie sich sofort in der Trage beruhigt. Das macht es für mich doppelt und dreifach frustrierend, denn durch das Weinen muss ich dann so oder so durch. Wenn sie müde wird, ich neben ihr liege und sie langsam anfängt zu quengeln und ich die Trage hole und sie mir umbinde, ist meine Tochter sofort beruhigt und schaut mir beim Umlegen zu, aber sobald ich sie dann auf den Arm nehme und die Trage festgurte, fängt sie an zu Brüllen. Also scheint sie die Enge (und momentan im Sommer die Hitze) auch nicht wirklich zu mögen, aber sich irgendwann zwangsläufig zu beruhigen, weil es für sie scheinbar der Weg des geringsten Widerstands ist. Ganz ohne große Weinerei scheint es aber einfach nicht zu gehen... Dabei spielt es im übrigen auch keine Rolle, ob ich sie bei den allerersten kleinen Müdigkeitsanzeichen (oder sogar schon davor) in die Trage nehme, oder, wenn sie schon deutlich "drüber" ist. Im wachen und zufriedenen Zustand mag sie es in der Trage auch nicht, da fängt sie schnell an zu weinen... Das vielleicht noch zur Ergänzung.

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  26. Toller Beitrag! Fühle mich angenehm bestärkt...
    Hat noch jemand einen Tipp für ein Baby, das keinen Schneller nimmt UND Körperkontakt eher lästig findet? Tagsüber ist sie sehr zugewandt, aber beim Schlafen darf ich noch nicht mal meinen Arm um sie legen. Unsrere Kleine Meerjungfrau ist bald 8 Monate alt und sehr zappelig beim Einschlafen - Müdes Kind hinlegen -> und dann ewig zuschauen, wie es sich frustriert hin-und herschmeißt. Nachts wacht sie häufig auf und braucht die Brust, um wieder einzuschlafen. Beim Stillen schläft sie selten ein. Meistens schläft sie in der Trage ein, nach ca. 5 Minuten lege ich sie ab, dabei wacht sie auf, wenn ich sie dann schnell wieder anlege, kann sie einschlafen. Sie schläft tagsüber 2 x 40 Minuten, was ich sehr wenig finde und nachts ca. 11 Stunden mit ca. 4 Unterbrechungen.
    Für einen Rat hierzu wäre ich sehr dankbar!
    Nora

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    1. Liebe Nora, ich denke, dir würde auch unser Artikel zu den Einschlafsignalen weiterhelfen, lies den mal: http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2015/04/mein-kind-beisst-kneift-oder-knibbelt-beim-einschlafen-oder-schlaeft-ohne-tragen-nicht-ein.html Wenn ihr es schafft, andere Einschlafsignale zu etablieren, könnte es bei euch vielleicht deutlich ruhiger in der Nacht werden. Vielleicht hilft deiner Tochter beim Einschlafen auch das Pucken, wenn sie sehr zappelig beim Einschlafen ist? Ich habe meinen Sohn sehr lange gepuckt, er mochte das, um zur Ruhe zu kommen.
      LG, Snowqueen

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  27. Seit 9 Monaten immer nur Probleme beim einschlafen. Jeden Tag der gleiche Mist. Der Tag endet um 8 und dann beginnt eine schlechte Nacht. Alle 2h wach und dann wieder einschlafstillen. Zwischenen 2 und 6 Uhr geht es auch mal ohne stillen, sonst aber nie.

    Ich finde das menschenunwürdig. Das kann nicht natürlich sein. Vor 200.000 Jahren hat kein Mensch ein Baby ertragen, was die halbe Nacht schreit und Feinde aufmerksam macht. Am nächsten Tag musste man wachsam sein und bereit für sammeln und jagen.

    Ich denke, das kommt aus der Zeit wo man viele Kinder hatte und viele Kinder noch gestorben sind. Da hatte das schreien einen Sinn. Man war im Haus geschützt und schreien bringt Aufmerksamkeit und damit Versorgung.Nur eine Theorie.

    Der Text oben ist frei erfunden und nicht belegbar, wird aber als Fakt und logisch beschrieben. Finde ich unseriös...

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