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Erziehung

Hier findest Du alle unsere Themen rund um das Thema Erziehung (ein Klick auf die Überschrift öffnet den Artikel in einem neuen Fenster). 

Unsere Serie über das Kooperieren 

In dieser Artikelserie erklären wir, warum unsere Kinder scheinbar nicht kooperieren wollen und wie man die Kooperationsbereitschaft der Kinder wieder erhöhen kann. Snowqueen beschreibt einen Morgen bei sich zu Hause und zeigt, wie viel ihre Kinder kooperieren. Die Praxisartikel behandeln typische Konflikte mit Kindern. Wir schauen auf die Gründe des Verhaltens und haben viele Ideen gesammelt, wie man die Probleme löst.

         Teil 1: Warum unsere Kinder scheinbar nicht kooperieren wollen

         Teil 2: Wie wir die Kooperationsbereitschaft (wieder) erhöhen können
         Teil 3: Der Morgen im Hause Snowqueen - Ein Lehrstück in vier Akten
         Mein Kind zieht sich nicht allein an oder braucht ewig dafür
         Mein Kind will nicht allein die Treppe hochlaufen und immer getragen werden 
         Mein Kind wirft ständig Teller, Becher oder Essen auf den Boden
         Mein Kind läuft ständig weg
         Mein Kind kommt abends ständig aus seinem Zimmer
         Mein Kind ist sehr langsam oder bummelt ständig
         Mein Kind will keine Medikamente nehmen
         Mein Kind will sich nicht die Windel wechseln lassen

Freches Grinsen - Provokation oder Entschuldigung?

Das Lachen unserer Kinder in Konfliktsituationen macht uns wütend, weil wir es nicht als Beschwichtigung empfinden, sondern als provozierend. Wir übersetzen das Grinsen mit: "Es ist mir völlig egal was Du sagst!" Das stimmt in den meisten Fällen nicht, denn die Botschaft lautet: "Oh, tut mir leid, sei bitte nicht ärgerlich". Lächeln hat zudem eine aggressionshemmende Wirkung - schließlich lächeln wir normalerweise auch selbst, wenn wir uns bei anderen entschuldigen.

Über Belohnungssysteme, Tokensysteme und Verstärkerpläne

Belohnungssysteme begleiten uns tagtäglich auf Schritt und Tritt in unserer Gesellschaft. Sie sind uns deshalb vertraut und fühlen sich nicht falsch an. Sie funktionieren augenscheinlich wunderbar - Kinder wie Erwachsene lassen sich von der in Aussicht gestellten Belohnung motivieren, sich zusammenzureißen und Dinge zu machen, auf die sie sonst womöglich keine Lust gehabt hätten. Sind Verstärkerpläne also eine gute Antwort auf alle Erziehungsprobleme?

Warum man Kinder immer trösten sollte

Leider gibt es jedoch noch ein kleines, sehr hartnäckiges Überbleibsel aus der Erziehung unserer Eltern und Großeltern, das immer noch weit verbreitet ist: Der Unwille, Kindern Trost zu spenden. Zuverlässige Zuwendung durch Trösten ist aber dringend erforderlich, damit unsere Kinder zu psychisch gesunden Erwachsenen heranzureifen. Babys kommen mit einem extrem unreifen Nervensystem auf die Welt. Ihre Fähigkeit, Gefühle zu regulieren, ist zunächst nur sehr schwach ausgebildet und entwickelt sich erst im Laufe der ersten Lebensjahre. Angst, Wut, Stress - all das kann unser Kind zunächst nur mit unserer Hilfe überwinden - erst nach und nach erlernt es Strategien, um unangenehme Zustände selbst zu regulieren.

Trockenwerden - warum Töpfchentraining und Sauberkeitserziehung unnötig sind

Studienergebnisse belegen sehr eindrucksvoll, dass es sich beim Sauberwerden ganz eindeutig um einen Reifungsprozess handelt, der nicht beschleunigt werden kann - ebenso wenig, wie das Laufen oder Sprechen lernen. Es gibt einige Dinge, die diese Prozesse durchaus unterstützen - aber kein Kind läuft, spricht oder benutzt den Topf wirklich schneller, weil man es mit ihm übt oder trainiert.

Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen - wie können wir unsere Kinder stärken?

Das Selbstwertgefühl ist nicht angeboren - es entwickelt sich ein Leben lang und wird maßgeblich vom sozialen Umfeld geprägt. Den wichtigsten Grundstein legen wir in den ersten Lebensjahren. Es sind dabei nicht die großen Dinge, die in unseren Kinder Vertrauen in sich und ihr Umfeld wachsen lassen, sondern die kleinen, alltäglichen Begebenheiten, die ihnen Mut, Sicherheit und Entschlossenheit verleihen.


Gewaltfreie Kommunikation kann uns helfen, unsere Anliegen so zu formulieren, dass sich niemand verletzt oder angegriffen fühlt und auf sachlicher Ebene eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Problemlösung gefunden werden kann. Ich will in diesem Artikel möglichst kompakt das Wesentliche zur "GFK" zusammenzufassen, damit ihr die wichtigsten Grundlagen habt, um es einfach mal zu versuchen - unser Familienleben wurde durch gewaltfreie Kommunikation definitiv sehr positiv beeinflusst.

Zähne putzen mit Kindern - Tipps und Tricks für Zahnputzverweigerer

In diesem Artikel ist alles Wissenswerte rund um das Thema Zähne und Zahngesundheit von Kindern zusammentragen. Es wurden einige Tipps und Tricks zusammengefasst, mit denen bei anderen Eltern aus dem Zahnputzdrama eine zumindest erträgliche Situation wurde - und so manches Mal sogar ein lustiges Event.

Aufmerksamkeit - warum unsere Kinder manchmal nicht genug davon zu kriegen scheinen

Unsere Kinder haben viele kleine und große Bedürfnisse - neben Nahrung ist Liebe, also Zuwendung und Aufmerksamkeit dabei eines der wichtigsten. Es kann vorkommen, dass Eltern sagen, dass sie ihrem Kind eigentlich sehr viel Aufmerksamkeit schenken, es aber trotzdem nicht genug davon zu bekommen scheint. Manchmal wirkt es nahezu unersättlich und trotz eigentlich objektiv genug erhaltener Aufmerksamkeit provoziert es dennoch ständig. Das kann möglicherweise damit zusammenhängen, dass das Kind nicht die "richtige" Form von Aufmerksamkeit bekommt.

Aggressionen bei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren - wenn ein Kind seine Eltern schlägt, tritt und beißt

Um den dritten Geburtstag herum bemerken einige Eltern eine Änderung des Wutverhaltens ihres Kindes - es wird aggressiver und überschreitet massiv die Grenzen derer, an die sich der Ärger richtet. Zunächst sind das meist die Eltern. Dieser Artikel richtet sich deshalb vornehmlich an Eltern, die immer mal wieder in Situationen geraten, in denen ihr 3-6- jähriges Kind versucht, sie zu hauen, treten oder beißen.  Wenn meine Vierjährige mich mit voller Absicht haut, wenn sie versteht, was sie da tut und dass mir das weh tut und sie auch nicht aufhört, wenn ich mit klaren Worten darum bitte - ziehe ich mir dann nicht vielleicht doch den vielfach beschrienen Tyrannen heran, wenn ich das weiterhin zulasse? Woher die Wut unserer Kinder kommt, dazu mehr in diesem Artikel.

Verwöhnen - warum man Babys im ersten Lebensjahr nicht verwöhnen kann und wo die Grenze für Kleinkinder ist

Es ist extrem wichtig, alle Bedürfnisse eines Babys verlässlich zu erfüllen. Schließlich sind diese vollkommen hilflos und darauf angewiesen, dass sich ihre Bezugsperson um sie kümmert. Je verlässlicher das geschieht um so stärker wird das Band zwischen (in der Regel) Mutter und Kind - die Bindung wird gestärkt. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass sich das Selbstvertrauen des Kindes gut entwickelt. Zu den Grundbedürfnissen eines Babys gehört das Getragenwerden, das Stillen nach Bedarf, das Schlafen bei den Eltern und das sofortige Trösten beim Weinen. Hier findest Du Fakten, Studien und Argumente für das Verwöhnen.

Missbrauch und Verlorengehen - wie schützen wir unsere Kinder?

Die Angst davor, dass das eigene Kind Opfer einer Gewalttat oder Entführung wird, kennt wahrscheinlich jedes Elternteil. Wir fragen uns: Wie schaffe ich es, meinem Kind beizubringen, nicht mit Fremden mitzugehen, ohne dass ich gleichzeitig Angst vor Fremden schüre? Kinder sind von Natur aus ganz vertrauensvoll und unbedarft - wie erhalte ich diese natürliche Sorglosigkeit und schütze mein Kind dennoch effektiv vor Übergriffen, ohne Angst und Panik zu schüren? 

Logische Konsequenzen - Wie wir unsere Kinder erziehen, ohne sie hilflos mit "wenn Du (nicht) dann" zu erpressen und zu strafen

Von der Idee der Erziehung mit "logischen Konsequenzen" hat wahrscheinlich jeder schon gehört. Der Ansatz klingt recht schlüssig und erfolgversprechend: Statt zu strafen soll das Kind durch das Erleben "logischer" Folgen lernen und so das (für uns unerwünschte) Verhalten anpassen. Das funktioniert tatsächlich recht gut - hat aber leider auch zu einigen Missverständnissen geführt. Die logischen Konsequenzen werden mittlerweile häufig - ohne viel darüber Nachzudenken - genutzt, um Kinder leichtfertig zu erpressen und zu bestrafen. Den Eltern ist das oft gar nicht bewusst und sie haben auch kein schlechtes Gefühl dabei.

„Du Pupskackawurst!“ – über die scheiß Schimpfwortphase

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Früher oder später kommt jedes Kind in die Schimpfwortphase. Da wird geflucht, wie ein alter Kesselflicker. Was ich erlebt habe und warum ich es aufgegeben habe, meine Kinder vor dem "scheiße" zu bewahren - dazu mehr in diesem Erfahrungsbericht! 

Die Entthronung der Erstgeborenen - Was unsere Kinder nach der Geburt des Babys wirklich brauchen, um die Krise zu bewältigen und wie wir die Eifersucht auf das Geschwisterchen mindern können

Nach der Geburt eines Geschwisterkindes ändert sich für das Erstgeborene alles. Plötzlich gibt es einen kleinen Nebenbuhler um die Liebe und Aufmerksamkeit der Mutter. Dass verunsichert das erstgeborene Kind über alle Maßen. Erinnert ihr euch, wie es war, als ihr euer erstes Kind geboren hattet und plötzlich war alles anders? So anders, dass man sich das nicht im Traum hätte vorstellen können? So viel schöner, aber auch so viel anstrengender, nervenaufreibender und kräftezehrender, als alles, was ihr je gemacht hattet? So geht es euren Erstgeborenen nach der Entbindung ihres Geschwisterkindes. 

Lob - Warum Lobe unsere Kinder manipulieren und genauso schaden können, wie Strafen

Vor etwa einem Jahr musste mein Kind ein bitteres Antibiotikum nehmen. Am dritten Tag nahm sie die Dosierspritze, prüfte, ob ich genau hinsehe und fragte dann erwartungsvoll: "Mama lobst Du mich, wenn ich das ganz tapfer nehme?" Lob war für mich bis zu diesem Zeitpunkt ein normales Mittel, mit dem man Verhalten positiv hervorhob. Es diente der Ermutigung und der Bestätigung - dass es nun eingefordert wurde, irritierte mich. Ich begann zu lesen und fand einen ganz neuen Weg für uns. 

Erziehungsstile - Welche gibt es und welcher ist am erfolgreichsten?

Früher war es im Grunde ganz einfach: Man bekam Kinder - häufiger als heute auch unerwartet oder unerwünscht - und eigentlich gab es nur zwei Erziehungsstile. Seit einigen Jahren wird das Thema Erziehung jedoch differenzierter betrachtet - die Ansicht, wonach Kinder vor allem aktiv geprägt und durch Strafen und Belohnungen zu Gehorsam angeleitet werden müssen, wurde nach und nach in Frage gestellt. Mittlerweile trifft man auf die verschiedensten Erziehungsstile - eine Vielzahl von Psychologen hat Modelle entworfen, in denen die Stile bezüglich ihrer Ausprägung bei bestimmten Merkmalen eingeordnet werden.

So wie das Trotzen, das Teilen und das Sauber werden ist das Lügen ein Meilenstein in der Entwicklung unserer Kinder. Man muss dabei zwischen bewusstem Lügen und ausufernder Fantasie unterscheiden. Eine „echte“ Lüge setzt voraus, dass das Kind bewusst die Unwahrheit sagt um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dazu muss die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen bereits ausgeprägt sein, denn eine Lüge funktioniert nur, wenn der andere sie auch glaubt. Wie man am besten mit den verschiedenen Arten der Lüge umgeht und wie man einen vernünftigen Umgang mit Notlügen erreicht - davon handelt dieser Artikel.

In jüngster Zeit liest man immer wieder Appelle, sich bei der Erziehung auf die elterliche Intuition zu besinnen und die Finger von Ratgebern zu lassen - das vielfältige Angebot würde heutzutage ohnehin wegen der Widersprüchlichkeit nur verwirren. Warum das gar nicht so einfach ist - mehr dazu in diesem Artikel. 

Teilen - Warum Kleinkinder nicht teilen wollen und wie sie es ganz alleine "lernen" 

Kinder teilen nicht gern - so wie jeder andere auch. Sie sind sogar evolutorisch geprägt, möglichst wenig abzugeben, um ihr Überleben zu sichern. Daher ist der Appell "Nun gib dem Lars doch auch mal das Schäufelchen" nicht wirklich sinnvoll. Ob und wie man Kinder beim Teilen lernen unterstützen sollte, erfährst Du in diesem Artikel. 

Petzen im Kleinkindalter - Warum oft keine böse Absicht dahinter steckt und wie man am besten darauf reagiert

 "Mama, der Max hat mich mit Sand beworfen!" Petzen irritiert Eltern oft sehr - gilt doch der Verrat von anderen als feige und selbstdarstellerisch. Doch kleine Kinder denken sich meist gar nichts dabei - sie können die Folgen ihres Handelns nicht abschätzen und wollen lediglich eine Beobachtung mitteilen, Aufmerksamkeit erlangen oder Unterstützung bekommen.

Die Erziehung unserer Großeltern und Eltern
Teil 1: Ablegen, weinen lassen, allein (ein)schlafen

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Erziehungsgrundsätzen, mit denen unsere Eltern und Großeltern aufwuchsen. Er erklärt, warum wir so oft mit seltsamen Ansichten über das Ablegen, weinen lassen und allein einschlafen konfrontiert werden. Früher war alles anders - auf welch seltsamen Annahmen die damaligen Empfehlungen basieren, ist zum Teil sehr bizarr. 

Die Erziehung unserer Großeltern und Eltern
Teil 2: Stillen

Im zweiten Teil der Reihe geht es um das Thema Stillen - welche Empfehlungen haben die Generationen vor uns bekommen und welche halten sich nach wie vor hartnäckig? Der Artikel geht außerdem der Frage auf den Grund, warum das Stillen zwar fast durchgehend empfohlen wurde, aber bis vor ein paar Jahren selten funktioniert hat - viele unserer Mütter sagen heute: "Ich hätte Dich gerne gestillt, aber ich hatte nicht genug Milch". 

Die Erziehung unserer Großeltern und Eltern
Teil 3: Beikost und ordentliches Essen bei Tisch

Teil 3 der Reihe beschäftigt sich mit der Frage, warum die ältere Generation uns ständig dazu drängt, unseren Babys möglichst schnell "endlich" etwas anderes als Milch zu geben. Wie sahen die damaligen Fütterungsempfehlungen aus? Warum halten sich manche Mythen so hartnäckig?

Seit den fragwürdigen Auftritten der Super-Nanny (die sich mittlerweile davon distanziert hat) sind Auszeiten eine weit verbreitete Erziehungsmethode. Was die Trennung in den Kinder auslöst und warum man seinen Kindern besonders in den so emotionalen Momenten lieber beistehen sollte, statt sie weg zu schicken, das erklärt dieser Artikel. 

Schreien lassen - Warum Babys nicht grundlos schreien und man sie dabei nie allein lassen sollte

Wird ein Baby geboren, ist es über alle Maßen schutz- und hilflos. Es benötigt Personen, die es füttern, kleiden, lieben, wärmen, also alle seine Grundbedürfnisse erfüllen. Um dies verlässlich einfordern zu können, hat das Kind nur eine einzige, aber mächtige Möglichkeit: sein Schreien. Was passiert, wenn man das Schreien gezielt ignoriert, ist in diesem Artikel erklärt. 

Eifersucht unter Geschwistern - Wie man sie minimiert und mit der Rivalität umgeht 

Geschwistereifersucht ist evolutorisch bedingt. Es überlebten die Kinder, die es am besten verstanden, sich den größten Teil der knappen Ressourcen zu sichern. Das Kind, das am lautesten und vehementesten auf sich aufmerksam machte, erhielt in der Regel die meiste Zuwendung (wie z. B. Nahrung). Da die Evolution ein sehr langsamer Prozess ist, sind Kinder noch immer genetisch so programmiert, dass sie denken, sie müssten mit allen Mitteln ihr Überleben sichern - also ununterbrochen um die Gunst der ihnen zugewandten Personen buhlen.

Autonomiephase/Trotzphase- Warum immer ein guter Grund hinter Wutanfällen steckt und wie wir unseren Kindern liebevoll aus einem Trotzanfall heraushelfen können 
 

Wenn Kinder größer werden und feststellen, dass ihre Wünsche und Vorlieben nicht immer mit denen ihrer Mitmenschen übereinstimmen und es deshalb vorkommt, dass sie nicht erfüllt werden, werden sie unvermeidlich mit den Gefühlen Wut, Trauer, Enttäuschung und Angst konfrontiert. Es ist wichtig, dass sie lernen, diese Gefühle zu regulieren und zu tolerieren und den dabei entstehenden Stress auszuhalten. Wie man Kinder dabei liebevoll unterstützt, ist in diesem Artikel erklärt.

Wenn Eltern wütend werden - Warum uns unsere Kinder so schnell auf die Palme bringen können und wie wir von dort wieder runterkommen

Es ist normal, dass unsere Kinder uns - wie sonst kaum jemand - in Sekundenschnelle "auf die Palme" bringen können. Eltern sind oft erschrocken darüber, wie ausufernd diese negativen Gefühle daherkommen und fragen sich, wo diese ihren Ursprung haben. Warum werden wir manchmal vom Weinen unserer Babys oder den Trotzreaktionen unserer Kleinkinder emotional so extrem aufgewühlt?


Verkehrserziehung - Wie man erreicht, dass ein Kleinkind zuverlässig an der Straße anhält

Wie in fast allen das Kleinkind betreffenden Erziehungssituationen gilt auch für die Verkehrserziehung: Was das Hänschen nicht lernt, lernt Hans.... nur mit Mühe und intensiver Arbeit. Daher plädiere ich für ein sehr frühes Heranführen an die Regeln im Straßenverkehr. Ein Verkehrstraining sollte so früh wie möglich begonnen werden, um die Regeln tief in unseren Kindern zu verwurzeln. 

"Nein!" hab ich gesagt!

Wenn Babys anfangen zu krabbeln, kommt auf die Eltern die nächste Erziehungshürde zu- sie müssen ihre Kinder vor Gefahrenquellen schützen und ihnen klar machen, dass es verbotene Ecken in der Wohnung gibt. Das ist manchmal gar nicht so leicht- versteht denn ein so kleines Menschlein das Wort "Nein" überhaupt?

Beißen, Hauen, Spucken - Warum das normal ist, was uns unsere Kinder damit sagen wollen und wie wir es ihnen wieder abgewöhnen können

Jede Mutter, deren Baby sie zum ersten Mal beißt (oder haut, tritt, anspuckt) ist zunächst einmal fürchterlich entsetzt. Wie kann das sein? Noch nicht einmal 6 Monate alt und schon schlecht erzogen? Wie stellt man das wieder ab? Warum beißen die anderen Kinder in der Krabbelgruppe nicht, aber ausgerechnet meins schon?

Kommentare:

  1. Toller Blog mit tollen Themen.
    Die Einträge zur Erziehung lese ich sehr gerne und versuche jetzt schon zu verstehen.
    Ich selbst habe keine Kinder, habe den Blog von euch trotzdem mal auf meinem Blog:
    http://gedankenkarussell-der-sozialen-arbeit.blogspot.de/
    verlinkt.
    Da ich später auch mit Kindern arbeiten will und natürlich auch mal eine Familie haben möchte, beschäftige ich mich jetzt schon zerr viel und gerne mit dem Thema Erziehung.

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  2. Hallo,
    als Mutter von 4 Kindern kann ich nur dazu sagen:
    Es gibt soviele Erziehungsstile wie es Kinder gibt - und wer glaubt, was beim 1. Kind gut funktioniert hat, klappt dann beim 2. auch, hat weit gefehlt.
    Wir haben bei uns zuhause selbstverständlich Grundsätze - die alle zu befolgen haben. Aber was beim 1. Kind (kleiner Faulpelz) zu Ärger führt, bringt mich beim 2. Kind (will immer alles richtig machen) einfach nur zum Lachen.
    Beispiel gefällig?
    Mein 2. Sohn kam die Woche heim mit den Worten: Mama, ich habe eine Strafarbeit bekommen .... ich hab schier grad raus gelacht..... Klar, hatte er sie verdient. Aber nach 8 Schuljahren war das die erste Strafarbeit, die er machen musste.
    Mit meinem 1. Sohn hätte ich in der gleichen Situation ein ernstes Gespräch geführt. ;-)

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    1. Liebe Brigit,

      ich stimme Dir da vollkommen zu - auch ich habe ganz unterschiedliche Kinder. Es gibt aber Ansätze, die sind für ausnahmslos jedes Kind geeignet - keinem schadet es, wenn seine Bedürfnisse liebevoll bedürfnisorientiert wahrgenommen und so weit wie möglich erfüllt werden :-).

      Liebe Grüße!
      Danielle

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  3. DANKE für den Beitrag ;-) Aber ehrlich gesagt, nachdem ich das ALLES gelesen habe- bin ich sowas von froh, dass ich mein Kind so erziehe, wie ich es SELBST erleben durfte!!!!IIn diesem Sinne,gutes Nächtle ;-)))

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    1. Danke für dein Feedback. Ich bin sehr froh, dass meine Kinder nicht so erzogen werden, wie ich es wurde. Das wäre zwar deutlich bequemer für mich, aber trotzdem keine Option, nachdem ich all das weiß. Viele Grüße! Danielle

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  4. Freu mich jede Woche über Eure Beiträge, die mich immer per Mail erreichen, musste gerade mal nachsehen ob ihr auch was zum Thema "Nachahmen anderer Kinder: Meine Kindern (3) nehmen beim Spielen das Verhalten anderer Kinder (zB größerer Nachbarkinder 4 und 6 Jahre) an und sind dann sehr frech und "unfolgsam", was sie sonst nicht sind" geschrieben habt, dass ich vielleicht mal überlesen habe. Dieses Thema beschäftigt mich derzeit immer wieder und ich fühle mich oft hilflos. Ich finde mich in euren Berichten immer wieder, vor allem das Thema Kooperation und das Vormittagstagebuch fand ich super, seit ich die Kooperation viel bewusster wahr nehme und meine Kinder das machen lasse, was sie nach dem Aufwachen wollen (einer lesen, einer spielen) ist das Leben viel einfacher und die folgende Pflicht (Anziehen, Waschen, Frühstücken, Losgehen ...) eher eine Kür. Danke dafür. Liebe Grüße Julia

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    1. Liebe Julia,

      ganz herzlichen Dank für Dein Feedback!

      Wenn Kinder sich sonst so nicht benehmen, dann ist das "unfolgsame" Verhalten ja besonders interessant und damit reizvoll. Das Bedürfnis andere Verhaltensweisen nachzuahmen ist tief verankert - schon im Rollenspiel ahmt ein zweijähriges Kind seine Eltern nach. Dadurch eignen sie sich nach und nach Fähigkeiten an. Das Nachahmen hat aber auch einen weiteren Zweck - es dient der Empathieentwicklung. Durch das Nachahmen anderer Verhaltensweisen versuchen Kinder herauszufinden, was die anderen dabei empfinden - das ist der erste Schritt zum Einfühlen in andere.

      Kurz uns gut: Es ist also ein völlig normales Verhalten, das biologisch sinnvoll ist. Versuche ihnen unaufgeregt rückzumelden, dass es Dir nicht gefällt (mit Ich-Botschaften: "Ich mag nicht, wenn ihr das sagt") und bleib entspannt. Außergewöhnliche emotionale Reaktionen könnten das Verhalten verstärken. Versuch Dich von der Angst zu lösen, dass die Nachbarkinder Deine Kinder negativ beeinflussen - die Eltern haben in dem Alter einen viel, viel, viel größeren Einfluss. Sie experimentieren einfach mit verschiedenen Verhaltensweisen und werden schnell einordnen, welche wie ankommen. Das gehört dazu und ist völlig entwicklungsgerecht. Danke fürs Lesen!

      Ganz liebe Grüße!
      Danielle

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  5. Hallo Snowqueen, Hallo Danielle,
    ich kommentiere mal unter dem Punkt Erziehung, weil ich bisher keinen passenden Artikel gefunden habe :)
    Mich beschäftigt gerade das Thema selbstbestimmter Umgang mit Fernsehen, iPad, Handy, Computer etc.
    Beim Schlafen und vielen anderen Dingen sind wir bisher sehr gut damit gefahren unsere Tochter selbst entscheiden zu lassen, bzw. die Möglichkeit zu geben unserem Plan zu widersprechen und Ihre eigene Ideen auszuprobieren.
    Sie ist 3 Jahre alt und würde abends nach der Kita gerne stundenlang iPad schauen. Man muss dazu sagen sie spielt nicht, sie schaut kleine Serien wie Bali, Pepper Pig, Timmy das Schäfchen etc. Ich finde das allerdings natürlich nicht so erstrebenswert, so einen kleinen Zombie im Wohnzimmer sitzen zu haben, der so gut wie nicht ansprechbar ist. Zumal man ja auch immer wieder liest, dass es nicht wirklich förderlich für die geistige Entwicklung ist.
    Wir regeln das momentan so, dass sie am Anfang der Woche 3 Bälle bekommt und wenn Sie sich etwas anschauen will muss sie mit einem Ball "bezahlen". Die Küchenuhr wird auf 30-40 Minuten eingestellt und dann kann sie schauen bis es klingelt.
    Ich finde diese Regelung ok. Ideal fände ich es natürlich, wenn Sie sich selbst regulieren könnte. Allerdings fehlt mir das Vertrauen, dass Sie das auch kann (vielleicht liegt es ja auch daran...).
    Als Sie letztens eine Woche krank zuhause war und wir teilweise auch von zuhause gearbeitet haben, durfte sie so viel schauen wie sie wollte. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie von selber auf die Idee käme aufzuhören. Ich glaube am Schluß hat sie es gar nicht mehr genossen, aber konnte trotzdem nicht aufhören. Wie das halt so ist, kennt man als Erwachsener ja auch, wenn man mal die Glotze anmacht, dann sind 4 Stunden rum, es kam nur Mist und trotzdem konnte man sich nicht lösen und was sinnvolles tun....
    Meine Frage oder Bitte ist, könnt Ihr mal etwas dazu schreiben? Kinder und Fernsehen / Spiele / Technik etc.
    Wie geht Ihr damit um, wie schätzt ihr das ein? Kann Selbstbestimmung beim Thema Fernsehen funktionieren?
    Danke & liebe Grüße,
    Constanze

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    1. Liebe Constanze,

      das ist definitiv eine der Themen, über die wir unbedingt noch schreiben wollen. Ich bin gerade in der Recherche dazu vertieft. Im Moment vertrete ich die Auffassung, dass eine möglicherweise erfolgreiche Selbstbestimmung stark vom Kind abhängig ist. Daher werden bei uns im Moment Süßigkeiten und Medienkonsum beschränkt.

      Viele Grüße und danke fürs Lesen!
      Danielle

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    2. Habe übrigens mal unsere Erzieherin zu dem Thema befragt. Sie meinte sie müsse sich erst mal erkundigen ob es da "offizielle empfehlungen" gibt. Haben dann noch so unter müttern drüber gesprochen und sie hat die Meinung vertreten, dass die kinder ganz von den neuen medien fernzuhalten ja fast nicht möglich ist, aber natürlich beobachtet werden muss wie jedes kind damit umgeht und schon auch regulierend eingegriffen werden sollte wenn es überhand nimmt. Dann hat sie sich mal umgehört und meinte damals im Osten war die empfehlung wohl zwischen 2 und 3 Jahren 20 Minuten am Tag, in Begleitung und das gesehene danach mit dem kind besprechen. ab drei dann wohl 1x 20 Minuten, darüber reden und wenn das kind noch "kann" sind noch mal 20 Minuten erlaubt. Immer der Hinweis die Kinder unter Aufsicht und mit folgendem Gespräch schauen zu lassen.
      Fand ich ganz spannend.
      liebe Grüße,
      Constanze

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  6. Vielen Dank für Euren tollen Blog! Mein Mann (ziemlich autoritär erzogen) und ich (Pädagogin) haben oft Streit über unseren Sohn, den wir lange sehr anstrengend fanden. Er war ein Schreibaby bis zum 7.Monat und uns blieb nichts anderes übrig, als AP, weil wir sonst alle vor die Hunde gegangen wären. Als er älter wurde, waren wir auf einmal total verunsichert, weil er so aggressiv wurde. Euer Artikel über die Aggressivität von 3 bis 6-Jährigen hat mir damals sehr geholfen und ich erzählte meinem Mann davon. Seitdem lesen wir Euch mehr oder weniger regelmäßig. Unser Problem ist, dass der Papa unter Stress immer ins Autoritäre fällt und ich mich dann total aufrege. Inzwischen sind wir durch Euch so weit, dass wir uns beide bemüht hatten Jesper Juul umzusetzen (zu viele offene Fragen, da er sich in jeden zweiten Interview scheinbar selbst widerspricht, was es für uns zu kompliziert macht), wobei wie jetzt lieber Eure Tipps beherzigen, da wir uns hier immer wiederfinden und es viel leichter verstehen und nachvollziehen können. Es gibt nun auch weniger Streit und neulich habe ich sogar gedacht, dass ich froh bin, dass unser Sohn ein Schreibaby war - er hat uns dadurch viel beigebracht. Danke an Euch und natürlich an unseren Janick, der im Oktober schon 5 wird und uns soviel Freude und uns zu besseren Menschen macht. PS: Er schläft gerade friedlich zwischen uns im Bett, die Katze liegt auch noch irgendwie mit drinnen :-)

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    1. Liebe Unbekannte,

      vielen Dank für Dein Feedback - wir freuen uns immer sehr zu lesen, wenn unsere Artikel Lesern wirklich weiter helfen.

      Herzliche Grüße!
      Danielle

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  7. Ein großes Dankeschön auch von mir! Ich habe mich schon immer gerne mit dem Thema Erziehung/Umgang mit Kinder beschäftigt und deshalb dann auch Pädagogik studiert. Eure Seite bringt mir immer wieder neue Denk- und Handlungsansätze und v.a. auch die Literatur-Rezensionen haben mich schon auf eine neue Art des Umgangs mit meinen beiden Kindern gebracht. Weiter so!
    Die Kommentatorin vor mir hat mich stark an unsere eigene Familiensituation erinnert, da mein Mann und ich uns oft sehr konträr im Hinblick auf das Verhalten unseren Kindern gegenüber verhalten. Ich erziehe bindungsorientiert und mein Mann kommt aus einer eher autoritären Familie, deren Erziehungsstil er auch nicht hinterfragt. Gerade unser zweites Kind hat uns mit ihrer extremen Anhänglichkeit 2 Jahre lang mir gegenüber und ihrem wohl schon chronischen Husten seit dem 1. Geburtstag schon häufig unsere gegensätzlichen Auffassungen vor Augen geführt. Das Problem ist hier nicht, dass ich der Meinung bin, dass Eltern grundsätzlich gleich erziehen sollten. Aber es tut mir weh, wenn mein Mann meiner Tochter (gerade 3 geworden) z.B. verbietet zu Husten, weil es ihn stört oder sie nicht tröstet, weil er sie für eine Zicke hält, die absichtlich krank ist, um von mir umsorgt zu werden. Das halte ich nun einmal für schädlich für unser Kind und da kann ich nicht einfach drüber hinwegsehen im Sinne von - dann sind wir da halt nicht einer Meinung. Gespräche in ruhiger Atmosphäre, in denen er sich Gründe für meine Haltung anhört und seine Haltung begründen kann, sind nicht mit ihm möglich.
    Mich würde deshalb interessieren, wie andere damit umgehen, wenn sie selbst bindungsorientiert erziehen, ihr Partner dies aber nicht tut bzw. nicht einmal ein Gespräch darüber führt. Vielleicht wäre dies auch einen Artikel wert, wie die Auswirkung auf Kinder ist, wenn die beiden wichtigsten Bezugspersonen so dermaßen unterschiedlich auf emotionale Äußerungen eingehen.
    Liebe Grüße

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    1. Liebe Unbekannte,

      ich kann Deine Hilflosigkeit gut nachvollziehen. Ich stelle es mir sehr anstrengend und aufreibend vor, wenn der Partner sehr autoritäre Züge bei der Erziehung hat. Für das Kind ist es natürlich auch sehr schwierig, wenn die Be- und Erziehung recht unterschiedlich ist. Zwar denke ich, dass Kinder damit zurecht kommen, unterschiedlich behandelt zu werden, vor allem, wenn das konsequent so geschieht, aber das Husten zu verbieten ist schon außerordentlich wenig liebevoll :-(. Mir fiele es auch außerordentlich schwer, darüber hinweg zu sehen.

      Gespräche darüber sind vermutlich deswegen so schwierig, weil er es als offene Kritik an sich versteht und offenbar fühlt er sich einfach total hilflos, wenn er autoritär reagiert. Diese Hilflosigkeit macht wütend und dann wird einfach abgeblockt. Ehrlich gesagt habe ich keine Idee, was man da machen kann. Ich hätte ja gedacht, wenn jemand beziehungsorientierte Elternschaft vorlebt, führt das dazu, dass der andere Handlungsalternativen erfährt und sieht, dass eine liebevolle Grundhaltung eben nicht dazu führt, dass das Kind "verzogen" wird.

      Die Idee für einen Artikel behalte ich mal im Hinterkopf und ich wünsche Euch wirklich von Herzen, dass Dein Mann etwas offener für ein Gespräch wird.

      Herzliche Grüße
      Danielle

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    2. (Anonym, aber nicht die gleiche Mutti wie der Ausgangspost)
      Hallo.
      Diese Frage beschäftigt mich auch schon sehr lange. Früher waren wir beide der gleichen Meinung. Regeln, Konsequenzen, Belohnung, Liebe. Ich habe vor 1 Jahr umgedacht, mich viel belesen und bin neue Wege mit AP gegangen. Ich hatte gehofft, dass mein Mann mitzieht. Bücher oder diesen Blog hier lesen wollte er nicht. Das sei ihm alles zu weichgespült.
      Er ist ein toller, aktiver, führsorglicher Papa. Aber er bestraft und schimpft. Ich liebe ihn und möchte ihm sogern zeigen, wie gut AP uns tut. Aber allein vom Vorleben klappt es nicht, weil es ja eben trotzdem Trotzanfälle gibt. AP ist ja kein Wundermittel.
      Ich wünschte mir, es würde irgendwie besser werden. Aktuell ist es aber so, dass unsere Kinder sich eher mir zuwenden, mir Kuscheleinheiten schenken, ich soll mit ihnen Waschen/Zähneputzen etc. - das sieht der Papa als Ablehnung und klar, ist verletzt. Aber statt den Zusammenhang zwischen AP und der besseren Beziehung zu den Kindern zu sehen, ist er gekränkt. Eine blöde Spirale.

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  8. Hallo Ihr Lieben! Ich nochmal, die Unbekannte mit Janick. Ich heiße übrigens Maya. Liebe Nachrednerin (also, nach Danielle)! Ich kann Deine Situation total nachvollziehen. Allerdings glaube ich nicht, dass das auf Dauer gut geht. Ich denke, dass zwei verschiedene Erziehungsstile nicht funktionieren. Meinungsverschiedenheiten darüber, was darf / soll / macht das Kind, finde ich innerhalb eines Erziehungsstils unproblematisch. Aber einen autoritären Stil mit AP zu kombinieren? Mein Mann sieht ein, dass ein autoritärer Erziehungsstil ins vorige Jahrhundert gehört und Kindern nicht gut tut. Er kann es nur nicht immer so umsetzen, aber er bemüht sich. Dein Mann ist da wohl nicht zugänglich und mach viel kaputt. Erste Frage, die ich mir stellen würde: Warum hustet Deine Maus? (Allergie? Polypen? Psyche? Allergie kann auch bei Stress deutlicher zu Tage treten und so hustet sie evtl. mehr, wenn der Papa dabei ist, weil sie ja Angst hat vor dem Husten, weil es dann Ärger gibt und Angst verursacht Stress und der macht dann Husten). Es wird immer schwieriger werden eine solche Familiensituation auszuhalten. Es kommen Einschulung/Schulzeit und Pubertät auf Euch zu. Da wird so ein autoritärer Vater viel zerstören, denke ich. Vielleicht kann man eine Familientherapie versuchen?

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  9. Liebe Danielle
    Danke dir vielmals für deinen Beitrag. Seit gut 3 Jahren verfolge ich diese Web Seite und ich bin euch so dankbar.
    Nun komme ich aber an meine Grenzen.
    Unser Sohn (3 Jahre) wirft Gegenstände gegen uns, teilweise sogar Bewusst, dies zeigt sich in dem er uns anschaut und 1,2 und 3 ruft und dann kommt das Wurfgeschoss. Teilweise schmerzt es unglaublich und ich werden dann auch sehr wütend und verbal laut. Ich zeig ihm dann auf das mir das weh tut und ich das nicht möchte, er äussert dann schon, ich mache das nicht mehr und nach ca.5 min "zag" das nächste Geschoss. Wenn er wütend ist macht er das auch, dann kommuniziere ich mit ihm nach GFK und das geht sehr gut (auch nicht immer) aber wenn er es dann "Bewusst" macht verliere ich teilweise die Nerven und dann erschrecke ich an mir selber. Wie soll ich vorgehen, wie soll ich mich verhalten?
    Mein Mann äusserte mir, so sieht deine "Erziehung“ -> Begleitung aus.... das ist ein kleiner Tyrann. Dann zweifle ich schon ein wenig an mir, sollte ich nicht strenger sein?.....
    Ich hoffe du kannst mir weiterhelfen?

    Liebe Grüsse

    Tina

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  10. Kurz vorweg: ich liebe Euren Blog und er hat mir in unserer ersten Baby-Zeit so unheimlich oft geholfen!
    Vielleicht könnt ihr mir in einer ganz konkreten Situation helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Meine Tocher ist 25 Monate alt.
    Der Sohn einer Bekannten hat einen bleibenden windelfreien Eindruck hinterlassen. Sie wollte es unbedingt auch ausprobieren, setzte sich freiwillig auf ihr Töpfchen und hatte beim 2. Versuch ein Erfolgsrerlebnis.
    Wir sind von da an nach dem Aufstehen aufs Töpfchen gegangen und dies klappte auch jedes mal mit viel Freude. Am 2 Tag fragte ich sie, ob wir probieren möchten, die Windel auszuziehen. Ihre Motivation war groß undich wollte ihr die Chance geben zu zeigen wie weit sie ist.
    Ich habe mir eigentlich vorgenommen, ihr noch Zeit zu lassen. Es gab Unfälle am ersten Tag, aber auch eine erstaunlich lange Zeit (2-3h) ohne Pipi. Ab dem 2. Tag begann sie selbst Bescheid zu geben. In wenigen Tagen ließen wir die Windel ganz weg, über die Ostertage hatten wir Zeit. Mittagsschlaf ohne Windel war kein Problem und auch nachts fing sie plötzlich an, nicht mehr zu machen (die Nachtwindel war sonst sehr voll. Es schien mir so, als hätte sie einen Schalter im Kopf umgelegt). Auch der Stuhlgang fluppte nach 3 Versuchen. Nun meldet sie sich zuverlässig, wenn nach 2h nichts kommt, oder wir in einer neuen Umgebung sind, biete ich ihr an zu gehen und sie geht gern bzw. macht auch „auf Wunsch“.

    Als wir nach unserer Oster-Auszeit in die Krippe (3,5 Stunden täglich) ankamen, sagte Ihre Erziehrin sofort, ich kann die Höschenwindel einfach weglassen, wenn es zu Hause schon so toll kappt. Sie würden auch regelmäßig fragen. Ich sagte, sie sollen ruhig etwas warten, weil sie ja 1. lange aushalten kann und 2. meist Bescheid gibt. Jetzt, wie zu erwarten, das Problem: sie möchte ODER kann dort nicht aufs Klöchen gehen.
    Die ersten 3 Tage ist sie trocken geblieben und hat dann erst mit mir gemacht, als ich sie abgeholt habe. Sie hat mir so Leid getan. Aber ihr Laune an den Tagen war angeblich super und besonders viel kam auch nicht raus. Sie muss vielleicht WIRKLICH nicht dringend, dachten wir. Seit dem 3. Tag ging sie mit und setzte sich drauf, aber es kam nichts raus. Kurze Zeit später machte sie jedoch in die Hose. Bescheid geben Fehlanzeige, ganz anders als zu Hause, bei den Omas, mit Papa usw.

    Jetzt ist es 3 Tage lang so gewesen: täglich 1-2 Unfälle, kein Bescheid sagen, auch kein Pipi auf Wunsch, aber auch keine Ablehnung zu gehen.
    Jetzt würde jeder Außenstehende sagen: sie ist absolut nicht soweit. Was ja auch GAR NICHT schlimm ist, aber was kann der Grund sein, dass es sie so ein unterschiedliches Verhalten zeigt?
    Sagt sie zu Hause wirklich Bescheid, weil sie muss, oder weil es ihr das einfach Spaß macht zu gehen? Zumindest der Stuhlgang ist ja nichts, was man auf Bedarf erzeugen kann (1x am Tag, mit Ansage). Eine der 3 Erzieherinnen sagte heut zu mir angesichts der Tatsache wie es zu Hause läuft: "Naja, sie möchte nunmal nicht, es kann ja keine Frage von „können“ sein. Vielleicht möchte sie uns testen oder es ist einfach ein Spielchen?" Dieser Satz hat einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Eigentlich mag ich die Linie der 3. Erziehrinnen sehr! Und auch meine Tocher geht schon seit 8 Monaten hin und das zu 90% gern. Jetzt habe ich natürlich Horror-Szenarien vor Augen, wie mein Kind unter Druck gesetzt wird und vielleicht indirekt bestraft (mit Scham, oder nassen Klamotten für etwas länger als nötig)... :-(

    Ich zweifle gerade etwas daran, dass ich das richtige tu, verstehe aber auch den Ansatz: wenn sie merkt, dass sie eine Windel hat, macht sie aus praktischen Gründen natürlich lieber hinein. Was meint ihr? Soll ich ihr noch ein paar Tage Zeit geben, bis vielleicht der Knoten platzt und die Erzieherinnen nochmal bitten,auch wirklich keinen Druck auszuüben? Oder ist es vielleicht doch die bessere Idee, ihr die Höschen-Windel wieder anzuziehen und darauf zu warten, dass sie einfach selbst das Interesse am KiGa-Klöchen entdeckt? Wie es bei uns ja schließlich auch begann?

    LG, Natalie

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    1. Liebe Natalie,

      nach Deinen Schilderungen vermute ich, dass ihr die Toilette in der Kita unangenehm ist. Was genau daran, wird man schwer herausbekommen und wie schnell sich das legt, ist erst mal reine Spekulationssache.

      Ich persönlich würde sie zu Hause ohne Windeln laufen lassen und in der Kita Höschenwindeln anlassen. Es ist recht unwahrscheinlich, dass sie aus Bequemlichkeit nun auch zu Hause eine Windel will oder in die Hose pullert. Kinder WOLLEN autonom sein, daher wird sie eher die Bestrebung haben, auch in der Kita irgendwann auf die Toilette zu wollen, als dass sie Rückschritte macht.

      Und gerade, um sie vor Scham usw. zu bewahren, würde ich einfach vorübergehend zu Windeln greifen. Und auch ganz klar sagen: Bitte keinen Druck machen!

      Ganz liebe Grüße
      Danielle

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  11. Hallo ihr beiden! Ich liebe euren Blog, weil er mir doch neue Wege aufzeigt und ich aus dem Muster meiner damaligen Erziehung etwas ausbrechen möchte. Obwohl ich meine Eltern liebe und ein guter Mensch aus mir geworden, !aber so einige Dinge im späteren Leben zum Vorschein kamen, deren Ursprung eben in der Kindheit lag.
    Nun haben wir eine wunderbare Tochter, die nun 13 Monate alt ist. Seit 2 Wochen haut sie vermehrt und beißt auch.
    Sie haut aber nicht aus Wut, sondern meist im Spiel und lacht dabei. Sie hat auch ihre Spielsachen oder Möbelstücke. Wo sie halt gerade dran kommt. Aber wie gesagt, nicht ib einer Wutsituation. Es ist momentan sehr unberechenbar - sie hat es jetzt wohl entdeckt und wir reagieren natürlich recht 'intuitiv' darauf mit 'Nein, das tut weh, streichle lieber oder drück uns feste' aber das versteht sie mit ihren 13 Monaten ja noch nicht...

    Wenn ich richtig verstanden habe, sollte ich das ignorieren und nicht weiter kommentieren, oder? Ganz schön schwierig.
    Ich habe nur Angst, dass sie das in der Krabbelgruppe oder bei anderen auch bald macht.

    Grundsätzlich ist es wohl ein normales Verhalten, oder?

    Liebe Grüße,
    Steffi

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    1. Liebe Steffi, ja, es ist normales Verhalten und ja, an diesem Punkt besser nicht kommentieren. In Krabbelgruppen ist das etwas anderes, da musst du quasi pro-aktiv bereit stehen, damit sie die anderen Kinder nicht verletzt. Das ist für eine Zeit lang sehr, sehr anstrengend, geht aber wieder vorbei.
      LG, Snowqueen

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  12. Hallo! Ich habe gerade euer Buch gelesen und es hat mir einige Dinge aufgezeigt, die ich unbedingt ausprobieren möchte bzw. auf eure Art verbessern möchte. Ein Thema, das mich sehr beschäftigt, ist aber für mich noch immer ein Problem. Vielleicht habt ihr Lösungsvorschläge? Mein Sohn wird im Mai 2,5 Jahre alt. Beispiel: er sitzt auf einem Traktor (in den man Geld werfen könnte) im Park und spielt vertieft auf diesem. Nach ca. 10 min (wir waren eigentlich am Heimweg) sage ich dass er das Spielen jetzt beenden soll und wir gehen. Er reagiert natürlich überhaupt nicht. Sage dann oft auch "noch 3 Minuten" etc., hilft auch nichts. Leider bin ich dann immer schon so genervt dass mir oft einmal der Satz "dann gehe ich jetzt ohne dich" herausrutscht. Da ich das, was ich sage, auch einhalten will, bin ich dann wirkich schon manchmal gegangen (wenn es für das Kind "ungefährlich" war) und ich ihn immer noch in Sichtweite hatte. In dieser Traktor Situation war es ihm völlig egal, er war so in das Spiel vertieft dass es ihm nicht einmal aufgefallen ist. Wenn das nicht der Fall ist, läuft er mir dann weinend nach und ich habe ein schlechtes Gefühl dabei, aber ich weiß nicht wie ich ihn sonst los bekommen soll. Oft möchte er auch, wenn er bei seiner Oma Nachmittags zum Spielen war, und wir ihn abholen, nicht mit uns mitkommen. Oder wenn wir ihm vom Kindergarten abholen. Ich versuche ihm einen "Plan" zu geben dass er jetzt noch spielen kann, etc. aber dann "machen wir dieses oder jenes", er scheint aber als würde er überhaupt nicht darauf anspringen. Ich würd mich sehr über eine Antwort freuen! Lg. Victoria

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    1. Liebe Victoria, hört er dich denn, wenn du es ankündigst? Oder ist er vielleicht so ins Spiel vertieft, dass er deine Ansage nicht mitbekommt? Fass ihn ruhig an, guck ihm freundlich in die Augen, wenn du sagst, dass du gehen willst. Und bleibt beharrlich dran, nach den 10 Minuten kannst du dann nochmal sagen: Ich will los. Dann wieder abwarten, nach einer Minute: Hör mal, lass uns gehen, ich möchte... usw. Ich bleibe da so lange dran, bis er dann freiwillig kommt. Aber an sich plane ich immer eine Übergangsphase an, weil es eben Kinder gibt, die Phasenübergänge nicht mögen. (dazu haben wir einen Artikel, kennst du den?)
      LG, snowqueen

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  13. Hallo,

    mit Begeisterung lese ich euer Buch und finde, ihr gebt wirklich wertvolle und gut umsetzbare Tipps. Meistens gelingt es mir auch, Situationen aus den Augen meines vierjährigen Sohnes zu sehen. Deshalb läuft es insgesamt auch oft harmonisch bei uns ab. Es gibt jedoch seit längeren eine Phase meines Sohnes, bei der ich einen Ratschlag von euch brauchen könnte. Er möchte am liebsten immer zu Hause sein. Da wir beide Lehrer sind, ist er meistens von 8/8.30-13.30 (mittwochs nur bis 12) im Kindergarten. Also nicht den ganzen Tag. Da wir einen Hund und noch eine einjährige Tochter haben, gehen wir gerne raus. Das will aber unser Sohn nicht. Weder zum See, noch zum Spielplatz in den Wald oder samstags auf den Wochenmarkt. Manchmal, wenn es passt, lassen wir ihm die Wahl und es geht nur einer von uns. Das geht aber nicht immer. Egal, was ich versuche, er will nicht. "Komm lass uns auf dem Markt schöne bunte Ostereier für unser Nest aussuchen" oder "Wollen wir im Wald Stöcker sammeln/ das Kinderhaus suchen?". Nichts zieht. Manchmal wird er dann "gezwungen" und hat dann doch Lust ( hinterher) oder er schreit die ganze Zeit rum im Wald "Ich habe keinen Bock auf den blöden/Scheißwald" und geht keinen Schritt mehr.
    Ich mache natürlich auch Sachen, auf die er Lust hat. Schwimmen, ein Besuch bei MC Donalds (obwohl ich da eigentlich nicht gern hingehe) etc. Bedeutet, er darf durchaus auch Vorschläge machen. Habt ihr noch Tipps für mich, was ich noch machen kann, damit ein Spaziergang/ Unternehmung nicht immer so ein Theater ist? Oder mache ich generell etwas falsch?

    Ps. Über ein zweites Buch würde ich mich total freuen!!!!


    LG Alexandra

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    1. Liebe Alexandra, du machst nichts falsch, nicht, dass ich etwas entdecken könnte. Mir fällt so spontan aber auch nichts ein, was ihr ändern könntet. Schwierig. Beschäftigt er sich denn zuhause gut allein? Spielt mit Autos, Bauklötzen etc.? Es gibt Stubenhocker-Kinder, denen sind die Eindrücke draußen zu viel. Denen geht es tatsächlich zuhause besser. Also vielleicht macht ihr nach der Kita erstmal lange zuhause Pause, damit er den Sozial-Stress abbauen kann, oder aber, ihr geht nach der Kita gar nicht erst nach Hause, sondern sofort in den Wald, damit er nicht so viele Phasenwechsel durchmachen muss. Probiert mal aus, was besser ist.
      LG, Snowqueen

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  14. Hallo Snowqueen, danke für Deinen Antwort. Ein sehr guter Tipp!!! Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Gestern war es wieder so: Wir waren bei Opa und Oma eingeladen und alle wollten irgendwann rausgehen zum Spielplatz. Da keiner dableiben wollte, sollte mein Sohn auch mit (der nachher auch mal wieder Spaß da hatte und dann beim Dpielplatz bleiben wollte). Also hab ich ihm versucht zu erklären, er könne nicht alleine dableiben und wir gehen alle, obwohl ich verstehe, dass er gern hierbleiben wolle. Dann passierte das, was im Moment manchmal passiert, wenn er nicht will (auch in anderen Situationen). Er sagte:"Stimmt nicht"und meinte, ich lüge. Dann haut er mir ins Gesicht, obwohl ich ihm sage, dass ich es nicht will. Er ist dann richtig wütend und sagt Schimpfwörter zu mir. Er mag es auch nicht, wenn ich ihm dann sein Verhalten vorspiegele. "Ich verstehe, dass du jetzt wütend bist, da du gern noch länger hier spielen willst, aber wir gehen jetzt los."
    Als ich hinterher mit ihm sprechen wollte, sagte er nur, er sei sauer gewesen, da ich ihn angelogen hätte, was aber ja nicht stimmte. Was kann ich tun? Ich will nicht gehauen werden, aber auch nicht zu heftig reagieren. Ich habe ihm schon gezeigt, dass er woanders hinhauen oder treten kann, aber das will er nicht.

    Zudem: Habt ihr schon etwas für Großeltern oder allgemein Außenstehende geschrieben (Freunde), die das Kind gern nach Wenn dann-Manier miterziehen wollen? Würde mich mal interessieren, wie man reagieren kann, ohne sich gleich darüber zu streiten?

    LG, Alexandra

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  15. Hallo!
    Vielen Dank für eure Artikel und auch das Buch.
    Meine Tochter (2) ist seit einiger Zeit so richtig in der Autonomiephase angekommen... Ich genieße es, wie viel sie sich jetzt zutraut und auch alleine schafft.
    Nun haben wir aber ein Problem, bei dem ich euren Rat gut gebrauchen könnte:
    Wenn sie einen richtigen Wutanfall hat, schickt sie mich grundsätzlich weg. Oft steigert sie sich da so rein, dass sie darüber sogar den eigentlichen Grund für ihr Wüten vergisst. Es hilft ihr aber auch nicht, wenn ich weg gehe. Manchmal heißt es dann sogar "Mama hier bleiben/wiederkommen" und dann das gleiche Spiel von vorne. In vielen Fällen schreit sie so lange bis sie vor Erschöpfung einschläft, gelegentlich darf ich sie nach langer Zeit irgendwann auf den Arm nehmen... Ich möchte gerne ihre Grenzen wahren und es akzeptieren, wenn sie mich nicht da haben will, aber ich habe oft den Eindruck, dass sie eigentlich selbst nicht genau weiß was sie will... und dann eben oft diese hin-und-her-Situationen, in denen man es ja wirklich nicht "richtig" machen kann. Habt ihr dazu irgendwelche Ideen?

    Liebe Grüße! Und danke! ;-)

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    1. Ergänzung (von derselben Mama):
      Ich darf sie auch oft nicht trösten, wenn sie sich weh getan hat. Und sie schickt auch ihren Papa weg.
      Was mich jetzt zusätzlich sehr beunruhigt, ist, dass sie heute Nacht wach wurde, etwas geweint hat, und als ich ins Kinderzimmer kam, hat sie erst nur meine Hand weg geschoben, dann aber zunehmend hysterisch "Mama weg" geschrien. Ich weiß nicht, was los war oder wie wach sie war - allerdings wach genug um zu merken, wenn ich mich ein Stück von ihr entfernt habe, und mich dann zurück zu rufen. Irgendwann hab ich dann einfach ganz still neben ihr gesessen und dann hat sie sich schließlich beruhigt (aber noch eine ganze Weile still wach gelegen, mal zu mir gerutscht, dann wieder weggedreht...).
      Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich kann doch mein Kind nicht nachts im Dunkeln alleine schreien lassen!? Und ist sowas noch normal? Ich hab keinen Anhaltspunkt, woran es liegt, dachte bisher immer, unsere Beziehung sei ganz normal... Sie hatte auch eine Phase, wo sie nur von mir getröstet werden wollte, wenn irgendwas los war... Soll ich einfach abwarten, wie es sich in den nächsten Monaten weiter entwickelt?
      :-( Fühle mich sehr hilflos und unsicher... Dazu kommt, dass ich wieder schwanger bin und mich frage, wie sich das dann noch zusätzlich auswirkt, wenn sie nicht mehr die einzige ist und ich nicht stundenlang daneben sitzen kann, während sie schreit... Oder könnte das jetzt schon das Problem sein, dass sie mir die Schwangerschaft "übel nimmt"? Eigentlich redet sie viel darüber, was das Baby alles machen soll, wenn es endlich da ist.

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    2. Liebe Mama,

      ich schreibe zu genau dem Thema gerade einen Artikel, der in den nächsten zwei Wochen erscheinen sollte. Ich hoffe, dass der Dir weiter helfen wird.

      Liebe Grüße
      Danielle

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    3. Danke! Dann warte ich jetzt sehr gespannt!

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  16. Hallo liebe snowqueen, liebe Danielle,

    Ich lese euren Blog nun seit Monaten fast täglich und dass obwohl ich selbst (noch) gar keine Kinder habe.
    Da ich nun aber sogar euer Buch gerade lese, wollte ich euch einfach mal meine Bewunderung zum Ausdruck bringen!

    Sicherlich erscheint es etwas seltsam, sich so sehr damit auseinander zu setzen, obwohl man selbst noch keine Mutter ist. Dennoch habe ich seit langem das Gefühl, dass ich es bei meinen Kindern mal anders machen möchte.

    Euer Blog hat mir so sehr geholfen, meine eigenen Vorstellungen sozusagen "in Worte zu fassen" und sie auch als das Richtige anzunehmen.
    Ich erkenne mich und meine eigenen Empfindungen als sehr sensibles Kind (ich kann mich an sehr viele Gefühle aus meiner Kindheit gut erinnern) in beinahe jeder eurer Erklärungen wieder.
    Danke dafür!

    Liebe Grüße
    Nine

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    1. Liebe Nine, nee, ich finde es nicht seltsam, schon mal vorzulesen, wenn man irgendwann Kinder haben will. Ich finde es super! Das hätte mir so viele gemachte Fehler erspart, wenn ich das gemacht hätte, ey! Also, weitermachen ;-)
      LG, Snowqueen

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  17. Hallo Snowqueen und Danielle,
    ich liebe euren Blog und hab auch euer Buch verschlungen. Es traf genau zur richtigen Zeit ein, da meine zweite Tochter mit 2,5 Jahren grade ordentlich in der Autonomiephase steckt. Leider haben wir gerade unsere Probleme mit ihr. Es ist als leben Engelchen und Teufelchen in ihr. Einerseits ist sie total schüchtern, fremdelt Fremden gegenüber und traut sich und will immer nur auf meinen Schoss(allgmein braucht sie viel Körperkontakt wie nachts Händchen halten etc). Manchmal wird sie von ihrer Schwester mitgezogen (ist 18 Monate älter) aber kommt dann doch irgendwann ängstlich und schreiend zurück gelaufen. Auch in der Krippe ist sie sehr verschlossen und redet kaum mit den Erziehern; an guten Tagen bekommen diese auf ihre Fragen schon einmal eine Antwort.
    Zuhause lässt sie dann aber "richtig die Sau" raus. Schreit wenn sie ihren Willen nicht bekommt, heult sofort los und ärgert ihre Schwester (18 Monate älter) absichtlich. Dabei komme ich auch oft an meine Grenzen und kann leider manchmal auch nicht aus meiner Haut als sie auch anzupflaumen. Ich weiß dass sie zuhause wahrscheinlich den Frust vom Morgen rauslässt, aber ich würde ihr so gerne helfen selbstbewusster und mutiger zu werden und nicht nur an meinen Rockzipfel zu hängen. Ich weiss ja, dass sie auch anders sein kann. Habt ihr vielleicht einen Tipp, wie ich das hinbekomme?
    LG

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    1. Nicht an ihr ziehen. Auch Selbstbewusstsein und Mut kommen von ganz allein, wenn die anderen grundlegenden Bedürfnisse befriedigt werden. Lass dich nicht verunsichern! Meine Tochter Fräulein Ordnung war immer sehr, sehr zurückhaltend. Sie fror quasi ein, wenn jemand sie ansprach. Ich habe mir auch Sorgen gemacht, aber unbegründet... sie brauchte einfach länger, als ihre Schwester, ist sie doch ein ganz anderer Charakter.
      Liebe Grüße, Snowqueen

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  18. Hallo! Super perfektes Buch (und Blog), es war eine Erleuchtung für mich, da es mein Verhalten meinem Kind gegenüber in den meisten Fällen bestätigt hat und ich mich bisher damit eher allein gefühlt habe.

    Ich möchte noch zum Kommentar von Alexandra Köhler etwas sagen: ich muss dir danken, weil ich mich nicht mehr so allein fühle, denn bisher dachte ich, ich hätte das einzige Kind auf der Welt, das nicht raus will. Mein 3-jähriger hat meist nach dem Kindergarten auch genug und will nur zuhause sein - alle anderen aus seiner Gruppe treffen sich danach noch auf dem Spielplatz - unmöglich bei uns und wir werden auch schon schief angeschaut deswegen. Die Male, wo wir es schaffen, ihn rauszubekommen, hat er dann auch Spaß. Jedes Mal denke ich mir, so jetzt haben wir es - belehrt er mich beim nächsten Mal wieder eines Besseren. Die Aktivität, die ihm beim letzten Mal so großen Spaß gemacht hat, möchte er dann beim nächsten Mal nicht wieder. Ich versteh es nicht ganz, nehme es aber momentan so hin und hoffe, dass es irgendwann wieder leichter wird.
    lg, Sabine

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  19. Hallo Sabine,

    das beruhigt mich ja;) Dann haben wir eben gerade Stubenhocker zu Hause. Und es so hinzunehmen, das versuche ich auch.

    LG

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  20. Hallo ihr beiden,
    Ich möchte euch einfach mal danke sagen für die tolle Arbeit, die ihr hier leistet!
    Ich dachte immer, ach, so Erziehungsratgeber - das muss ich mir nicht geben. Mit meinen eigenen Eltern hatte ich großes Glück - sie haben mich in vielerlei Hinsicht so großgezogen, wie man sich das nur wünschen kann (unter anderem wahrscheinlich, weil schon meine Großeltern mütterlicherseits davon überzeugt waren, dass man Kinder nicht schreien lassen soll, nicht straft und besticht, und ihnen die Auswirkungen ihres Verhaltens auf das Wohlbefinden anderer erklärt).
    Aber als dann mein Kind da war, merkte ich, dass ich vieles anders mache, als "man das so macht" - was mir aufgrund meiner eigenen Erziehung garnicht so klar war. Und irgendwann wurde ich dann doch unsicher. Außerdem wurde mein Mann "ganz klassisch" mit Schlägen etc. aufgewachsen ist und lange glaubte, kleine Kinder könnten "doch sowieso noch nichts verstehen".
    Welch ein Glück, dass ich auf euren Blog gestoßen bin - ihr habt mir den Mut und das Selbstvertrauen und auch die Gewissheit gegeben, dass vieles von dem, was sich für mich immer "richtig" anfühlte, tatsächlich ein guter Weg ist - und ihr formuliert die Dinge so toll, dass ich endlich auch ausdrücken und begründen kann, warum ich etwas für richtig halte (zumal ihr ja auch wissenschaftliche Erklärungen und Belege aufführt). Auch mein Mann sieht mittlerweile fast alles anders, was die Kindererziehung angeht.
    Euch ist es zu verdanken, dass mein Kind so aufwächst, wie es das tut - klar sind wir nicht die "perfekten" Eltern, aber das müssen wir ja auch nicht. Aber wie viel umentspannter unser Familienalltag ohne euren blog (und euer Buch, und eure Buchempfehlungen) wäre - das kann man sich garnicht vorstellen.
    Vielen, vielen Dank!

    PS: Erfreulich: eine befreundete Kindergärtnerin hat euer Buch und Alfie Kohn gekauft, und unsere Tagesmutter ist Teil eines Netzwerks, das nach meiner begeisterten Buchrezension eine Rundmail mit einer Leseempfehlung für euer Buch verschickt hat.

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